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Letzte Änderung für Artikel Bülkau: 11.02.2006 14:55

Bülkau

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Wappen Karte
Wappen von Bülkau
Hilfe zu Wappen
Deutschlandkarte, Bülkau markiert
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis : Landkreis Cuxhaven
Geografische Lage :
Koordinaten: 53° 45′ N, 08° 52′ O
53° 45′ N, 08° 52′ O
Höhe : -0,5 m ü. NN
Fläche : 23,22 km²
Einwohner : 961
(Mai 2005)
Bevölkerungsdichte : 41 Einwohner je km²
Postleitzahlen : 21782
Vorwahl : 04754 teilweise auch 04777
Kfz-Kennzeichen : CUX
Gemeindeschlüssel :
Adresse des
Gemeindebüro:
Dorf 34
21782 Bülkau
Offizielle Website: [http:/]
E-Mail-Adresse: info@am-dobrock.de
Politik
Bürgermeister : M.Schmitz ( CDU )
Die Dorfstraße
Die Dorfstraße
Die Dorfstraße Richtung Norden
Die Dorfstraße Richtung Norden
Die Straße im Norderende
Die Straße im Norderende

Bülkau ist eine Gemeinde im Nordosten des Landkreises Cuxhaven (Niedersachsen). Sie liegt etwa 30 Kilometer östlich der Kreisstadt Cuxhaven, knapp unter dem Meeresspiegel . Bülkau hat eine Fläche von 2.323 ha, zählt etwa 960 Einwohner, ist ca. 11 km lang und nur 3 km breit. Es soll das zweitlängste Dorf in Niedersachsen sein.

Die Gemeinde Bülkau ist ein an der Landstraße 144 gelegenes Dorf in der so genannten niedrigen Marsch (Schwemmland). Früher überwiegend durch die Landwirtschaft geprägt, gibt es heute nur noch wenige kleine Landwirte im Nebenerwerb und einige große landwirtschaftliche Betriebe. Die größten Höfe lagen und liegen meist im Norderende bis zu Sprenge. Da der Boden hier am „trockensten“ ist. Viele Bewohner haben Arbeit in Städte bis hin nach Hamburg oder Bremen gefunden und pendeln diese 100 km.

Inhaltsverzeichnis

Aktuelles

Die Pilotanlage für die Ölgewinnung aus Holz steht in Bülkau.

Am 4. August 2005
hat der Umweltminister Niedersachsens Herr Sander die erste Pilotanlage für die Gewinnung von Bio-Öl in Bülkau eingeweiht. Sie ist die erste weltweite Pyrolyse-Anlage und soll aus 100 Kilo Holzabfälle ca. 70 Kilo Bio-Öl gewinnen.

Es fallen in der Firma Sägewerk Hagenah ca. 6 Tonnen Holzkackschnitzel pro Tag (Stand 2005) an. Diese Bio-Öl kann wie normales Heizöl als Brennstoff für Maschinen oder zur Gewinnung von Wärme oder Strom verwendet werden.

Diese „Flash-Pyrolyse-Containeranlage“ zu Verflüssigung von Biomasse wird von verschiedenen Firmen aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie von der Bundesstiftung Umwelt gefördert.

Im Jahre 2007
finden in Bülkau die Abschnittswettkäpfe des Brandabschnittes Hadeln der Freiwillen Feuerwehren statt. Zu diesem Zeitpunkt besteht die Bülkauer Wehr seit 75 Jahren.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Schützenfest im Dorf
    Zweites Wochenende im Juni
  • Schützenfest im Bovenmoor
    Letztes Wochenende im Juli
  • Reittunier
    Letztes Wochenende im Mai

Das Wappen

Das Gemeindewappen spiegelt die geopolitische Lage der Vergangenheit wieder. Rechts ist die Hälfte der Bremer Schlüssel in Silber auf roten Grund zu sehen, somit der nicht geringe Anteil des Bremer Einflusses in der Geschichte Bülkaus. Links die typischen 5 schwarzgoldenen Streifen der Herzöge von Sachsen-Lauenburg, die durch einen schrägrechts gewendetes grüner Rautenkranz überdeckt wird.

Geschichte

So ähnlich sahen die "Flöten" aus (Hier ein Kahn im Spreewald)
So ähnlich sahen die "Flöten" aus (Hier ein Kahn im Spreewald)

Der Name Bülkau

Der Name Bülkau wurde 1404 Bulcow/Buklow , 1680 Pilkauw, 1702 Biklau, aber auch schweibweise Bolkauw ist bekannt, geschrieben und soll von dem Bolk / Bulk(Stein) in der au (Aue)" kommen..
Also ein natürlicher Übergang über die Aue

Urbarmachung

Im hohen Mittelalter trieben die Bauern der Geestinseln (Wingst, Westerberg und Hohe Lieth) ihre Tiere im Sommer entlang der Priele in die Marsch. Um 1100 begannen die Geestbauern der Wingst sich an dem Auepriel anzusiedeln. Auf kleinen Anhöhen, so genannten Wurten, bauten sie ihre Häuser um sie vor den Winterstürmen und damit verbundenen Überschwemmungen zu schützen.

1106 holte der Erzbischof Friedrich von Bremen Holländer ins Land, damit sie die Marsch systematisch (heute noch gut auf dem * Satellitenbild von Bülkau zu sehen (detaillierte Erklärung weiter unten)) entwässerten. Sie bauten ein ausgeklügeltes System von Gräben und Wettern (kleine Kanälen) um das Land bis zur Aue hin zu entwässern. Jedes Feld misst so noch heute ca. 30 Fuß. Bis zur Befestigung der Straßen (1868 – 94) war Boote und Kähne (auch Flöten genannt) in den nassen Jahreszeiten das wichtigste Transportmittel. Deshalb mussten alle Brücken, Drucklässe (Stöpe genannt) der Wettern mindestens 3 Fuß und 3 Zoll (rund 1m) breit sein.

Im Winter 1761 konnte so das ganze Kirchspiel mit den „Flöten“ befahren werden und fast jedes Haus wird eins gehabt haben, da das Wasser im Herbst bis zu einem Fuß hoch stehen konnte. Denn auch das Wasser des Balksee floß bis ca. 1855 durch die Aue ab.

Der Ort wurde zwar erst im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt, als am 13. März 1352 der Marquard Alf, seines Zeichens Knappe von Bederkesa, von Heye, Sohn des Johann Detleves zur Bezahlung eines Pferdes für 4 M und 3ß auf seine Gut in Bülkau befindliche Getreideernte verwies, aber es wird davon ausgegangen das das Dorf zu eines der älteren im Umkreis gehört. (z.B. Ihlienworth oder Osterbruch)

Pferde in Bülkau
Pferde in Bülkau

Aufführliche Informatioen

Aufführliche Informatioen zur Geschichte Bülkaus bzw. der Umgebung im

Die Kirche

Die ev.-luth Kirche
Die ev.-luth Kirche
Die berühmte Orgel
Die berühmte Orgel
Der Grabstein in der Kirche
Der Grabstein in der Kirche
Der Altar
Der Altar
Das alte Taufbecken
Das alte Taufbecken
Das selbstgestaltete Gemeindefenster
Das selbstgestaltete Gemeindefenster

1250 könnte die Kirche mindesten alt sein, wenn das Taufbecken, aus dieser Zeit stammend, als Inventar der ersten Kirche gehörte.
1384 wurde die Kirche erstmalig Urkundlich erwähnt und ist Johannes dem Täufer gewidmet.
1485 stifteten Eingesessene eine Vikarie St. Johannes Baptistae: "Marquardus Budningk rector parochialis ecclesiae in Bülkau stiftet mit den Juraten die Vikarie ad altare Johannis Bapistae". Daneben gab es noch die St. Annen-Vikarie. Beide wurden später miteinander verbunden und bestanden bis 1875 als zweite Pfarrstelle. Die Benennung für die erste Pfarrstelle lag in den Händen des bremischen Domprobstes, später bei der Familie Königsmarck, dann bis 1871 beim Landesherren. Die Gemeinde hatte das Recht, den Pastor für die zweite Stelle zu berufen.
1581 wurde das Kirchendach erneuert, da das Dach- und Sparrenwerk der Kirche sehr baufällig war und die Kirchen drohte innen feucht zu werden.
1584 bekam die Kirche ihre ersten Bänke, vorher gab es keine Sitzmöglichkeiten in der Kirche.
1701 wurde die Kirche unter Verwendung alter Teile, so auch die Form des in halben Sechseck geschlossenen Choren, neu aufgebaut. Bis in die Mitte es 17. Jahrhunders wurde in plattdeutsch gepredigt. Es folgen
1839 und
1859 folgten weitere Renovierungen.
1964 folgte die letzte und auch größte Renovierung. War die Kirche zuvor in blauen, weißen und grauen Farbtönen ausgemahlt, wurde sie nun schlicht weiß. Das alte Gestühl, mit den in schwarzen Lettern gehaltenen Namen der Familien und Türen am Ende, die Nord und Südempore, sowie die beiden Pricken (abgeschlossene kleine Räume als Sakristei und Nebenraum) des hohen hölzernen Kanzelaltars entfernt. Die eingezogene Decke wurde schon bei früheren Renovierung entfernt, so das eine Tonnendecke entstand. Somit ist die Kirche heute viel heller, größer und mit einer guten Akustik gesegnet, hat nun viel Platz im Altarraum für den Chor, den Posaunenchor, das Krippenspiel, den Konfirmanden und vielem mehr. Allerdings auch etwas die "Gemütlichkeit" eines dunklem, kleinem, engerem Gotteshauses verloren.

Die Orgel

Das wohl wertvollste Invetar der Kirche war die Orgel, eine Arp-Schnitger-Orgel aus dem Jahren nach 1676, sie gehörte zu den ersten vom Meister selbst bebauten Orgeln, von der leider nur noch das Prospekt (der Mittelteil der aus Holz geschnitzen Vorderseite) erhalten ist, es ziert noch heute die Orgelempore. Die Bülkauer ließen das Orgelwerk abbauen, die Orgelpfeifen wurden verkauft und gegen neue ausgetauscht, da es dem Musik und Zeitgeschmack nicht mehr entsprach. Hinter dem Prospekt setzte die Firma Furtwängler und Hammer aus Hannover ein pneumatisches Werk. 1968 mußte das abgängige Instrument dur ein Neubau der Firma Hillebrand ersetzt werden. Das Prospekt von Arp Schnitger blieb dabei unangetastet.

Die Grabplatte

An der Nordseite steht heute zur Erinnerung die Grabplatte des Schultheiß Linders, dieser fuhr im 30jährigen Krieg nach Schweden, um bei der Königin Christine als Abgesandter des Landes Bülkau und der umliegenden Marschenkirchspiele Hilfe gegen die marodierenden schwendischen Truppen zu bitten. Durch seine mutige Reise wurde Bülkau und seiner Umgebung das Schicksal vieler Dörfer und Städte in dieser Zeit erspart. Bis 1953 lag die stark abgetretene dunkle Marmorplatte vor dem Altar.

Die Kreuzigungsgruppe und die Altarleuchten

Die Altarleuchten stammen aus dem 15 Jahrhundert, die Kreuzigungsgruppe aus dem 16 Jahrhundert und soll nach der Überlieferung aus der ehemaligen Wallfahrtskirche St. Joost bei Stinstedt stammen. Sie zeigt neben Jesus seine Mutter Maria und sein Lieblingsjünger Johannes (mit dem Johannesevangelium).

Das Taufbecken

Ein weiters Kleinod der Kirche ist das Taufbecken eines unbekannten Künstlers aus Bronzem, um 1250 datiert, zeigt es an der Beckenwandung ein Dreiecksschild mit einem Vogel (Falken?) als Wappentier, gegenüber eine Zeichnung eines Baumes eingelassen. In dieser Wandung ist in spiegelschriftlich Form ein Text in der frühgotischen Majuskelinschrift „Hego“ zu erkennen. Sie lautet „ Ore tvo Christe benedictus sit Locus iste ave Maria.“ (Durch deinem Mund Christus, möge diese Stätte gesegnet sein gegrüßt sei Maria). Der Inhalt fast 108,2 Liter, das entspricht 1/2 Oxhoft (108,7 Liter) in Bremen.

Die Kronleucher

Aus den Jahren 1680 und 1702 stammen die beiden schönen und kostbaren, über den Sitzreihen hängenen Kronleuchter. Sie wurden von wohlhabenden Bülkauer Familien gestiften. Der ältere Leuchter trägt die umlaufende Inschrift:
" Got zu Ehr der Kirchen zum Zierat - Autustin Otte. Sprens und dessen Ehefrau Meitie Sprens dise Kron verehrt haben der Pilkavwer Kirche. Anno 1680."

Der zweite, reicher gestaltete Leuchter stammt von der Familie Lafrenz und trägt die Inschrift:
" Diese Krohne hat Michel Lafrenz Johanns Sohn zu Gottes Ehren und dieser Kirch Ziehrat im Testament vermacht. Hat also seine nachgelassene Witwe seinen letzten Willen erfullen wollen. Bilkau den 5. Juni 1702"

Die Erinnerungstafel

An der Südwand der Kirche hängt eine hölzerne Epitaph. Das in Oel gemalte Bild, was nach der letzten Renovierung an der kräftigen Ausdrucksweise verloren hat, zeigt eine Szene aus dem Buch Ruth:
"Du solt nicht gehen auff zu lesen sondern halt dich zu meinen Dirnen und wo sie schneiden, da gehe ich nach"

Der wohlhabener Bülkauer Ratke Albers, der in den Bülkauer Kirchenbüchern erwähnt wird, ließ diese Tafel 1683 für seine verstorbene Frau Ruth in Auftrag geben.

Die Nische für die Abendmahlsgeräte

Bei der Renovierung in den sechzigern des letzten Jahrhunders wurde eine zugemauerte Nische wieder entdeckt. Wie schon aus der katholischen Zeit dient sie auch heute wieder wàrend der Messe als Aufbewahrungsort für eine Patene (Oblatenteller) aus dem Jahr 1607, einer Oblatendose von 1704, einem silbernen Kelch, vergoldet und von Hinricus Hensche, gestorben 1587 gestiftet. (Laut Inschrift) Ein weiter silberner Kelch tràgt die Jahreszahl von 1727 und die um das Jahr 1730 von Mette Weserhausen gestifetet Abendmahlskanne bildet den Schluß der Sammlung.

Der Kirchturm

Der hölzerne, über einem Quadrat von sieben Metern freistehende Kirchturm auf der Westseite der Kirche beherbergte 3 alte Glocken, nur die kleinste und älteste Glocke blieb erhalten. Sie stammt aus dem Jahr 1404 und soll die älteste der Region sein. Der Glockengiesser Hermann Klinge hat sie erschaffen und die Inschrift lautet:
„Katarina bin ick gheheten / de von der Buklow mi geheten / hermen klinge anno dmi mcccc IV“
(Katarina bin ich geheißen / die von Bülkau ließen mich gießen / Hermann Klinge in Jahre des Herrn 1404.)
Die beiden anderen 1776 umgegossenen Kirchenglocken mussten im Krieg abgeliefert werden und kamen nicht zurück. Die Inschriften der beiden ist aber überliefert und sind gleichlautent:
"Ich läute zum Gebet, zur Predigt, zu den Leichen / ich melde Feur und Krieg / ich gebe Frieden Zeichen, gieb iusu das mein Tohn in Fried u. Freud erschall / Bewahr dis Land für Feuer und überfall."
Auf der anderen Seite folgen die Namen: Der Schulze J.v.Hein, Landschöpfen S. Peick, P. ölerich, J. Glawatz, P. Havemann, und C. Albers. Leviten Vorrath et S. Reyelt.

Eine verrostete Wetterfahne an der Turmwand trägt u.a. die Buchstaben B.H. und ASL (Baltharsar Hein und A.S. Linder wird vermutet)

Im Gebälk des Glockenstuhles befinden sich einige Inschriften, im Südbalken steht:
"Anno 1648 den 29. Augusty / Claus Heye Lafrenz Dreves. Juraten der Karcken. MJVH."
Im Westbalken sind folgende Inschriften entziffert:
"Jacob von Rüsten / 17 Johanne Rey / Joraten der Kirgen."

Im Erdgeschoss des Turmes stehe eine Bahre aus dem Jahre 1778.

Das Kirchsiegel

Das Kirchsiegel aud dem 14. Jahrhundert, es zeigte Johannes den Täfer mit dem Agnus in der Rechten, ist wahrscheinlich verlorengegangen.

Die Pfarrstelle

Im Vergleich zu anderen Pfarrstellen galt Büklau als reiche Pfarre. Das wird schon deutlich an der Ausstattung, denn Pastoren und Lehrern gekamen früher kein Gehalt, sie mußten sich selber versorgen. So gehörte zur Pfarrstelle ca. 46 ha Land um die Ernährung des Pastors sicher zu stellen und noch mal ca. 6 ha Kirchenland zur Unterhaltung der Kirche. Das alte hintere Pfarrhaus (Stallungen) wurde zu einem Gemeindezentrum umgebaut, in dem hochräumigen, unwohnlichem und kalten Pastorat, gebaut vor dem Krieg, wollte kein Pastor mehr wohnen. So wurde 1967/68 ein schmuckes Einfamilienhaus auf drängen der Kirchengemeinde gebaut, da es immer schwieriger wurde Bewerber für die Bülkauer Pfarrstelle zu bekommen.

Das Leben der Pfarrer

Schulen in Bülkau

Es gab in Bülkau drei Schulen, im Norderende für die Kinder aus dem Norderende und Teile der Aue und Auestade, Im Dorf die Hauptschule für die Kinder aus dem Dorf, dem Süderende, Teile der Aue und des Kanals. Die dritte Schule befand sich auf dem Bovenmoor für die dortigen Kinder. Was die Schule im einzelnen gebaut wurde ist nicht überliefert. Ausser das 1588 der Küster die Kinder in einer Schule im Dorf unterrichtete. Auf dem Bovenmoor wurde die Schule 1957 neu gebaut, allerdings schon ca. 30 Jahre später wieder geschlossen, in den 60zigern die Schule im Norderende. Die Schule im Dorf überlebte die Bovenmoorer Schule nur um ein paar Jahren, aus dem Gebàude wurde eine Turnhalle gebaut, leider hat sie nicht die Größe für z.B. ein normales Handballfeld u.a. somit sind diese Gruppensportarten nicht mòglich. Heute werde die Kinder in den ersten Jahren in Neuhaus unterrichtet, je nach dem welchen Schultyp die Kinder dann folgen geht es per Bus weiter in Cadenberge für die Haupt- oder Realschule oder nach Otterndorf zum Gymnasium oder Förderschule.

Ziegelsteine aus Bülkau

Schon sehr früh wurde Ziegelsteine in Bülkau hergestellt, zuerst an der Aue, als der Hadelner Kanal gebaut wurde, entstanden auch dort zwei Ziegeleien . Die grossere Ziegelei produzierten bis um das Jahr 1970. Die wirtschaftlich bedeutendste Zeit der Ziegeleien, nicht nur in Bülkau sondern im ganzen Hadler Gebietes, war der Wiederaufbau Hamburgs nach dem Hamburger Brand von 1842. Dieser Grossbrand verwüsteten über ein Viertel der Stadt Hamburg, was damals ca. 1700 Stadthäuser bedeutete. Die "abgeziegelten" Flàchen sind gut auf topgr. Karten zu erkennen.

Pest in Bülkau

1629 wütete die Pest in Bülkau und raffte 63 Menschen dahin.

Sturmfluten und Oberwasser

So ähnlich sahen die "Flöten" aus (Hier ein Spreewaldkahn)
So ähnlich sahen die "Flöten" aus (Hier ein Spreewaldkahn)
Die Wetter in Bülkau und die alten Brücken 3 Fuß und 3 Zoll breit
Die Wetter in Bülkau und die alten Brücken 3 Fuß und 3 Zoll breit

Für die meisten Bewohner der Küste, besonders aber die Bewohner der Moore und Marschen ist bis heute die Gewalt des Wasser der schlimmste Albtraum. Auch wenn heute gute Deiche und Sperrwerke, wie das in Neuhaus (Oste), die Angst verkleinern lassen, wird doch argwöhnisch auf jede Änderung (z.B. Vertiefung der Elbe, der Sandkern im Deich bei Otterndorf, Unterschied von einem Meter zwischen Deich und Sperrwerk in Neuhaus usw.) reagiert. Der Respekt vor der Flut ist da, auch wenn die letzten schweren Sturmfluten die Marsch verschont haben.

1717

tobte die schlimmste Sturmflut für Bülkau, in dieser Weihnachtsflut starben 41 Menschen, nur 17 Körper wurden gefunden und in der Wingst begraben, da der Friedhof in Bülkau ebenfalls unter Wasser war. Dabei wurde auch 76 Hàuser und Nebengebàude zerstòrt. Dieser Sturmflut in der kalter Winterzeit, einige Tage nach der Sturmflut gab es starken Frost und Schneefall, wurde noch verstärkt durch eine erneute Sturmflut in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar

1718

Sie kostete zwar keine Menschenleben, aber traf das offene Land, dessen Deiche immer noch zerstòrt waren ungeschuetzt, sodas weitere Schäden an Hab und Gut die Lage der Bewohner noch verschlimmerte. So wurden 1720 nur noch ganze 24 Häuser gezählt, da das Geld für einen Wiederaufbau fehlte.

1824

im Nov des Jahres hielten die Deiche, aber das Wasser konnte nicht ablaufen, somit bekamen die niedriger gelegenen Teile Bülkau, vor allem das Süderende Oberwasser. Oberwasser ist das Wasser was von der Geest über den Balksee abläuft. Der Balksee hat nur zwei natürliche Abläufe, die Aue und die Grift, die bei Auemühle in die Aue mündet. (Siehe Gewässer)

1927

Hochwasser in weiteln Teilen Bülkaus und Oppeln durch einen sehr regenreichen Sommer. Die Bauern brachten das Grass zum trocknen in die hòhergelegenen Gebiete damit sie Futter fùr die Tier im Winter hatten.

1951

Hochwasser im Hadler Sietland weil das Otterndorfer Schöpfwerk ausgefallen war, auch in der Gegend um den Balksee wurden viele Flächen überfluttet.

1962

brachen nicht nur die Deiche in Hamburg, auch an der Niederelbe brachen einige Dämme, allerdings waren keine Menschleben zu beklagen. Die Männer aus Bülkau waren in Neuhaus (Oste) und am Balksee um Deiche zu sichern (Sandsäcke füllen und schleppen), da das Wasser im Balksee nicht ablaufen konnte und die Gefahr von Deichbrüchen drohte. Die niedrigen Gebiete in Bülkau, Oppeln und Wingst standen wie auch Teile des Siedlandes unter Wasser.

1976

konnte das Wasser durch die "Schneekatastrophen" nicht abziehen und überfluttete die tiefergelegenen Teile Bülkaus und Oppelns.

Dorfteile

  • Auestade
  • Aue
  • Auemoor
  • Sprenge
  • Norderende
  • Dorf
  • Landmark
  • Süderende
  • Moorwettern
  • Bovenmoor (früher „Baumohr“ geschrieben)
  • Lichtenpils.

Weitere Infos

Das neue "Bürgerhus"
Das neue "Bürgerhus"

Das Dorf wurde in den letzten Jahren sehr stark umgebaut, neue Fuß- und Radwege, neue Geweglampen und Grünlanlagen verschönern nun das Dorf. Im Sep. 2003 kam das Dorfgemeinschaftshaus, das die Bezeichnung „Bürgerhus“ erhielt, hinzu. So haben nun auch die Feuerwehr und das DRK ihre eigene Räumlichkeiten.

Einen großen Stellenwert hat die Pferdezucht, erkennbar an dem Reitplatz und der Reithalle im Dorf, den vielen privaten Reitplätze, einer privaten Reithalle und den vielen Pferden auf den Weiden rund um Bülkau. Im Mai/Juni findet ein großes Reitturnier statt. (2005 mit über 1.500 Meldungen)

Vereine

  • 1688 Schützenverein Bülkau von 1688 e.V.
  • 1896 Krieger- u. Soldatenkameradschaft Bülkau e.V.
  • 1904 Schützenverein »v. 1904 Bovenmoor und Umgegend e.V.«
  • 1904 Männergesangverein »Immergrün« Bülkau
  • 1912 Turn- und Sportverein Bülkau von 1912
  • 1946 Reitverein Bülkau und Umgebung e.V.
  • 1950 Deutsches Rotes Kreuz
  • 1957 Trompeterkorps des Reitvereins Bülkau
  • 1962 Posaunenchor der ev.-luth. Kirche Bülkau
  • 1981 Landfrauenverein Bülkau und Umgebung
  • 1985 Sportgemeinschaft Bovenmoor
  • 1995 Grüne Aue e.V.
  • XXXX Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge

Verkehr

Bülkau liegt südwestlich der Bundesstraße 73 HamburgCuxhaven.

Der Busverkehr ist vor allem auf den Schülerverkehr ausgerichtet. Der erste Bus, der neben der Post auch veryeizelnt Personen mitnahm fuhr 1924. Zu Ostern 1939 wurde der erste Schulbus eingesetzt. Er brachte die Kinder zu hòheren Schule nach Otterndorf und wurde nur wàrend der letzten Kriegsjahren eingesellt. Um 1955 fuhren Busse vier mal pro Tag nach Otterndorf, drei mal an Cadenberge und einmal nach Lamstedt. Mit den Linien 1837, 61 und 62 erreicht man heute nur noch einmal pro Tag Otterndorf, Neuhaus (Oste), Wingst und Cadenberge. Die nächsten Bahnhöfe sind Ottendorf und Cadenberge an der Niederelbebahn Hamburg–Cuxhaven.

Gewässer in Bülkau

Der Hadler Kanal in Bülkau in südlicher Richtung
Der Hadler Kanal in Bülkau in südlicher Richtung
Die Aue in Bülkau
Die Aue in Bülkau
Der Neuhaus Bülkauer Kanal
Der Neuhaus Bülkauer Kanal

Die Aue

Ist der einzige natürliche Entwässerung, ein Priel vor der Urbarmachung, für das Wasser im Raum Bülkau und des Balksees. Sie fließt mit vielen Windungen durch Oppeln, Bülkau, Kedingbruch nach Neuhaus (Oste) und von dort in die Oste.

Zuflüsse:

  • Die Dorfwettern, von Bovenmoor kommend fließt über das Dorf (hier gibt es einen Stichgraben zur Aue) bis zur Sprenge, wo sie dann nach einem rechtsknick in der Aue endet.
  • Die Splethauswettern, von Westercadewisch und Nordseitig von Cadenberge-Spleth und Wingst-Altkehdingen kommend, bei "Hein an der Aue" die Straße von der Sprenge, bzw. um die Aue, Kreuzung nach Cadenberge, in die Aue fließt.
  • Die Moorwettern, die im Norden der Aue von Moorwettern und Westermoor kommend, endet.
  • Der Auemühle "Stichgraben" entwässert das Norderende von Oppeln
  • Zwei Wettern in Oppeln (Namen nicht bekannt)

Der Hadelner Kanal

Ein ca. 32 km langer schiffbarer Entwässerungskanal zwischen der Elbe bei Otterndorf und dem See in Bad Bederkesa (von dort durch den Bederkesa-Geeste-Kanals (1858-1860)weiter zur Geeste nach Bremerhaven.) Gebaut wurde der Kanal in den Jahren 1852-1885 und diente neben der Entwässerung, den kleine Kümos (Küstenmotorschiffe) und Sportbooten als Abkürzung. zwischen der Weser und der Elbe.

Der Neuhaus-Bülkauer Kanal

Auch Oppler Kanal genannt, ist 12 km lang und fließt vom Balksee bis nach Neuhaus (Oste) in die Oste. Er dient zur Entwässerung der Moore und des Balksees. Zu verdanken haben die Bewohner der niedrigen Ortsteile Bülkaus dem Oppler Pastor Copper, der sich energisch für den Bau einsetzte und so wurde, auch gegen den Widerstand der höhergelegenen Ortsteile, es ging wie immer um die Finanzierung, der Kanal zwischen den Jahren 1852 und 1854 gebaut. Schleusen in Neuhaus verhinderten bald den Rückfluss von Salzwasser aus der Elbe. Heute hat das Ostesperrwerk diese Aufgabe übernommen.

Aus Geschichte von Hadeln und Wursten

"... Nach wiederholten schweren Überschwemmungen im Sietland warb der angesehene Hauptmann Böse aus Bederkesa für ein großes Entwässerungsprojekt, den Hadelner Kanal, der in der Vergangenheit schon mehrmals projektiert, aber nie realisiert worden war. 1834 verfügte die Landdrostei Stade den Bau, aber die Bauern des Hochlands erreichten (wieder ein Mal) einen Aufschub, da sie selbst von der Entwässerung nicht profitierten, aber an den Kosten beteiligt werden sollten. ...

... Mit etwa 20 Jahren Verspätung begann man 1853 endlich mit dem Bau des 'Hadler Kanals'; etwas später mit dem Neuhaus-Bülkau-Kanal, der die Moorwasser des Balksees in die Oste leitete. Den häufigen Überschwemmungen, die besonders das Sietland praktisch jeden Winter, und nach starken Regenfällen, auch im Sommer heimsuchten, wurde damit endlich ein Ende gesetzt. Das bis dahin ziemlich rückständige Hadler Sietland erlebte einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung. Ebenso dämmte man durch die Trockenlegung der Moore auch die bis dahin grassierende Malaria ("Marschenfieber") ein. 1859 wurde zusätzlich der Geeste-Weser-Kanal eröffnet, so dass über den Bederkesaer See eine wichtige Binnenverbindung für den Frachtverkehr zwischen Elbe und Weser entstand. Am Ende des 19. Jahrhunderts fand außerdem ein wichtiger Strukturwandel in der Landwirtschaft statt: wegen billiger Getreideimporte aus Übersee ging der Ackerbau in den Hochländern zurück und die Grünlandwirtschaft (Rindermast) gewann an Bedeutung. ..."

Das Land Bülkau

Die Einwohner des Kirchspiels Bülkau sowie der Kirchspiele Oppeln, Belum und Bülsdorf (heute ein Bauernschaft von Neuhaus) versuchten zeitweise eigene Wege zu gehen, da es auf der Grenze zwischen dem freien Land Hadeln im Westen und der erzbischöfischen Bremischen Herrschaft im Osten in Gestalt des Amtes Neuhaus lang. Mehrfach versuchten sich die Bülkauer sich der Bauernrepublik Hadeln anzuschließen. Diese Republik stand zwar unter der Obrigkeit Sachsen Lauenburgs, hatte aber wesentlich mehr Freiheiten als die Bremer ihren Gebieten erlaubten.

Zerstörungen der erste Burgen

Die erste von den Bremern bei Belum an der Mündung zu Oste gebaute Burg, „Schlickburg“ genannt, schleiften die Bülkauer mit Hilfe der Kehdinger. Das gleiche Schicksal ereilte auch das zweite Festigungswerk mit dem Namen „dat nyge hus“, das neue Haus und somit das heutige Neuhaus (Oste), das der Erzbischof Otto 1404 errichtete. Nach dem beide Burgen vernichtet waren mußte Otto dem aufgebrachten Marschbewohner schwören nie wieder ein Bollwerk zu Bedrohung an der Ostemündung zu bauen. Aber schon sein Nachfolger Baduin der Zweite lies ein wichtigen Stützpunkt um die Vorherrschaft des Erzbistum vorranzutreiben, diesmal unter der Bezeichnung Schloß „Amt Neuhaus“ bauen.

Am Balksee im Osten von Bülkau lag eine weiter Burg, sie sollte die Macht der bremischen Bischöfe ebenfalls festigen. Die Remperburg am Flüßchen Remper, heute erreichbar über Bröckelbeck oder Seemoor aus war zwar etwas abgelegen, gleichzeitig aber doch schnell an der alten Herrstraße, die von Bremervörde über Lamstedt Weißenmoor über Cadenberge nach Neuhaus führte. Umgekehrt war ein Reiter schnell in der Marsch um dort das „Land Bülkau“ im Auge zu behalten. Die Burg war auf drei Seite durch den Balksee und den Fluß Remper geschützt. somit auch gut zu verteidigen. Sie wurde 1286 unter dem Erzbischof Giselbert gebaut. Um sich die Rittern Erp von Luneberg und Augustin von Osten als Helfer gegen die Marschen zu sichern übergab er ihnen 1301 die Burg mit verschiedenen Gütern der Umgebung. Wann genau dieser Burg zerstört worden ist schlummert in den Büchern des Bremischen Erzbistums. Sie spielte schon lange vor 1500 keine Rolle mehr.

Nach verschiedenen Legenden sollen die Ritter es zu wild getrieben haben und die Umgebung öfters ausgeplündert haben, rein aus Langeweile und Übermut. Bis eines Winters, als die Burg durch dickes Eis und Schnee nicht von drei Seite geschützt, die Ritter nach einem reichen Raub abgelenkt und trunken waren, die Hadler Bauern, unter ihnen sicher auch die Bülkauer, die Chance in die Burg einzudringen nutzen. . Die Rache der Bauern soll so groß gewesen sein, ihrer gerauben Habes wiederbeschaften war das eine, die Burg bis auf den Grund geschleift zu haben das andern, das Wichtigste aber war, das nie wieder versucht werden sollte dort eine neue Burg zu bauen. Heute ist diese Gebiet ein Naturschutzgebiet und offiziell nicht mehr zugänglich. Heute könnte man nur noch die „Hauswurt,“ so nennt der Volksmund den halbkreisförmigen Bogen den der Fluß Remper an einer Wiese macht, bevor er in den Balksee fließt, sehen. Unter seiner Grasnarbe finden sich auch heute noch viele Steinbrocken, Reste der dicken Dachziegel, ja sogar der Dachbalken. Nach Aussagen von Wandern, die sich nicht an das Verbot halten, könne man im Frühling an Hand der unterschiedlichen Färbung des Grases diese Reste sehen.

Schutzvertrag

Für die Bülkauer wurde es so schwieriger ihr Freiheitsstreben zu bewahren. 1423 schlossen sie eine Schutzvertrag mit den Kedingern gegen die eigenen Landesherren. Die Bülkauer sollte mit 100 Schützen den Kedingen zu Hilfe kommen, die Kedinger sollte die Bülkauer Wehr dann an der neuen Fähre an der Oste abholen. Verbrecher und Übeltäter wollten man gegenseitig ausliefern und wenn sich Einwohner aus dem „Lande Bülkau“ oder Kedingen nicht an den Vertrag hielten würden sie schwer bestraft werden. Die 4 Kirchspiele des „Landes Bülkau“ fühlten sich sehr frei, auch wenn aus dem Steuerregisten von 1500 ersichtlich ist, das die 4 Kichspiele 900 lübische Mark zahlen. Alle Schulte und Richter hatten eine Eid auf den Erzbischof zu schwören. Aufstände und politische Alleingänge der Bülkauer wurde immer wieder unterdrückt, aber nie wirklich zu nichte gemacht. Das änderte sich mit der Regierungszeit des Erzbischof Christoph. Der nicht um sonst auch „der Wilde Christoph“ genannt wurde.

Der Kampf um das Land Bülkau

In dem „Kampf um das Land Bülkau“ kam es um das Jahr 1512 zur entscheidenden Schlacht. Nur mit Sensen, Stangen und dem Willen zur Freiheit bewaffnet stellten sich die Bauern einen gut ausgebildeten und ausgerüsteten Herr der Bremer entgegen. Nach verschiedenen Berichte muß der Kampf im Winter stattgefunden haben, so hatten die Marschbewohner nicht die in früheren Kämpfen bewährte Taktik des Rückzuges hinter den Wassern der Flüsse oder der Deiche anwenden können, somit war die Niederlage nicht zu vermeiden. Kaum war die Streitmacht der Bremer abgezogen, empörten sich die Bülkauer und als Ausdruck ihrer Rache entweihten sie die Kirche in Belum und den Friedhof in Cadenberge.

Verhandlungen über die Zukunft

Warum der als rachsüchtig bekannte Erzbischof Christoph sich auf Verhandlungen mit den Bülkauern einließ muß mit der Rückendeckung für die Bauern aus dem Hause des Herzogs Sachsen Lauenburg zu erklären sein. Die Verhandlungen 1513 begannen in Mahrdorf zwischen den Vertretern des Herzogs und des Erzbischofs und führen zu keiner Lösung. Sie fanden Ihren Abschluß erst Ende des Jahres 1514 bei der Fürstenkonferenz in Buxtehude. Aber erst 1516 unterschrieben die vier Kirschspiele den ausgehandelten Vertrag im Schloß Neuhaus.

Die Strafe die keine war

Die Bülkauer verpflichteten sich an dem Tag vor Pfingsten 150 lübische Mark, (1lüb. Mark = 1 Reichsmark) „zum jährlichen Schatz“ zu zahlen. Dazu noch zwischen dem 29. Sep. und 11 Nov. 50 Scheffel Gerste, das Süderende in der Fastenzeit 50 Scheffel Hafer nach Neuhaus zu liefern. Die drei anderen Kirschspiele hatten ähnliche Abgaben in Naturalien zu leisten. Zusammen hatten die vier Kirchspiele 316 lübische Mark zu zahlen. Da sich die Zahlen fast mit denen um 1500 gleichen, stellt es keine neue Strafe dar, sondern nur die Wiederherstellung einer alten Verpflichtung. Ferner gelobte das Land Bülkau sich dem Gericht des Erzbischofs, das zweimal im Jahr im Schloß Neuhaus tagte, zu besuchen. Die Verpflichtung Dienstleistungen an die Landesherren in Neuhaus oder Bremervörde zu leisten wurden durch die Befreiung bei Säe- Ernte- und Deicharbeiten sehr aufgeweicht.

Das Ende des Wunsches nach mehr Eigenständigkeit

Erst 416 Jahre später, 1932 erfolge die Auflösung des „Amtes Neuhaus“ und Bülkau wurde endlich dem Land Hadeln zugesprochen und dem Kreis Land Hadeln eingegliedert. 1970 wurde die 700jährige Selbständigkeit und seine führende Stellung unter den umliegenden Marschendörfer mit der Eingliederung in die Samgemeinde „Am Dobock“ beendet. 1977 verlor auch das Kreis Land Hadeln in der letzten Gebietsreform die Selbständigkeit und wurde zum großen Landkreis Cuxhaven.

Kulinarische Spezialitäten

Kühe in Bülkau
Kühe in Bülkau

Einige Familien in Bülkau kennen noch zwei „Spezialitäten“ aus Beestmilch bzw. Bistmilch, auch Kolostralmilch oder Vormilch genannt:

  • Beestmilchstuten wird wie ein "normaler" Stuten gebacken, nur mit Beestmilch. Der Geschmack ist etwas süßlich, der Stuten wird mit Marmelade, Honig oder auch Nutella gegessen.
  • Beestmilchkäse, ein selbstgemachter würziger Weichkäse.

Dafür wird die Kuhmlich gleich nach der Geburt der Kälber verwendet. Diese Milch ist sehr gelb und enthält zahlreiche Vitamine, Antikörper und weitere Nähr- und Wirkstoffe, die sowohl für das neugeborene Kalb als auch für den Menschen wichtig sind.

Firmen im Bülkau

Anzahl der Firmen in Bülkau

Die Molkerei

Firmen im Internet

Holsbau Simon
Landwirtschaftlicher Lohnunternehmer Horst Griemsmann
Der Tierschutzhof und Schulstation im Bovenmoor
KFZ Service Kunitzsch

Persönlichkeiten im Internet

Manfred Helmut Zöllmer (Seit 2002 Abgeordnete der SPD im Bundestag für die 14. und 15.Wahlperiode)

Das Archiv

Das kleines Archiv des Pfarramtes gibt Aufschluss über die Geschichte des Kirchspiels. Das älteste Exemplar der Kirchenbücher beginnt im Jahr 1610 in plattdeutscher Sprache.

das Land Hadeln und die Samtgemeinde Am Dobrock

Früher dem Land Hadeln angehörend, bildet Bülkau heute zusammen mit den Gemeinden Belum, Cadenberge, Geversdorf, Neuhaus (Oste), Oberndorf und Wingst die Samtgemeinde Am Dobrock.

Satellitenbild von Bülkau

Hier ein Link um sich Bülkau aus der Luft anzusehen:

Erklärung des Bildes: In der Mitte ist deutlich die gerade Linie von Nord nach Süd der Hadelner Kanal zu sehen, etwas weiter rechts die Hauptstraße, ebenfalls mit der nord-süd Ausrichtung. Dann folgt der verwundene Lauf der Aue. Etwas weiter rechts die Dorfstraße von Oppeln. Rechts unten ist schön die Größe des Balksees zu erkennen. An der Nordseite des Sees wird die Linie des Neuhaus-Büklauer Kanals sichtbar. Diesen Verlauf kann bis zur Oste verfolgt werden. Vorbei an der Wingst, Cadenberge zum Flecken Neuhaus (Oste). Gut zu sehen ist wie sich der Kanal und die Aue treffen und dann zusammen in die Oste münden. Ebenfalls gut zu sehen ist die Bahnlinie zwischen Cadenberge, Neuhaus, dessen Bahnhof außerhalb lag, bis hin nach Otterndorf rechts oben in der Karte. Dort ist der Lauf der Medem mit den Orten Neuenkirchen (Land Hadeln) und Ihlienworth zu erkennen.

Webseiten von Bülkauern

Private Homepage Familie Rothauscher
Private Homepage Familie Küver
Der Tierschutzhof und Schulstation im Bovenmoor
Private Homepage von Sven Arp
Ein Bülkauer Zimmermann auf Wanderschaft

Sagen und Legenden

  • Der Geist im Backhaus

Quelle:
„Hake Betken siene Duven“ Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung
ISBN 3-931771-16-4 von den Männern vom Morgenstern

Weblinks von Bülkau

Commons: Bilder aus Cuxhaven – Bilder, Videos oder Audiodateien
Commons: Bilder des Landkreises – Bilder, Videos oder Audiodateien

Suchmaske Auswanderer aus dem Landkreis Cuxhaven 1821 - 1938
Die Ziegelei Bösch / Kapplusch am Hadlener Kanal
Gewässermesstelle am Hadler Kanal
Holländische Seite über die Orgel von Arp Schnitger mit Bild
Wahlergebis aus Bülkau

Drei Gesuchte aus Bülkau

Verbrecherkatei Herzogtum Holstein 1824-1833 Grimmsmann, Jürgen, aus Bülkau im Amt Niehus in Niedersachsen
Steckbriefe aus Niedersachsen 1857 Pape, Johann Heinrich, aus Bülkau
Steckbriefe aus dem Deutschen Reich 1912 Neubert, Georg Heinrich, aus Bülkau

Informationen aus der Umgebung

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Wikipedia

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