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Letzte Änderung für Artikel Aerzen: 15.01.2006 05:10

Aerzen

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Wappen Karte
fehlt noch Deutschlandkarte, Position von Aerzen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis : Hameln-Pyrmont
Fl├Ąche : 105,06 km┬▓
Einwohner : 11.853 (31. Dezember 2004)
Bev├Âlkerungsdichte : 113 Einwohner je km┬▓
H├Âhe : 73 bis 361 m ├╝. NN
Postleitzahl : 31855
Vorwahl : 05154
Geografische Lage :
Koordinaten: 52┬░ 11' N, 09┬░ 16' O
52┬░ 11' N, 09┬░ 16' O
Kfz-Kennzeichen : HM
Gemeindeschl├╝ssel : 03 2 52 001
Stadtgliederung: 14 Gemeindeteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kirchplatz 2
31855 Aerzen
Offizielle Website: www.aerzen.de
E-Mail-Adresse: Rathaus@Aerzen.de
Politik
B├╝rgermeister : Peter Bartels ( SPD )

Der Flecken Aerzen liegt im s├╝dwestlichen Niedersachsen ( Deutschland ) im Landkreis Hameln-Pyrmont, direkt an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Der Marktflecken liegt im Weserbergland etwa 10 km s├╝dwestlich der Kreisstadt Hameln und etwa 7 km n├Ârdlich von Bad Pyrmont.

Stadtgliederung

Die Fleckengemeinde besteht neben dem Kernort Aerzen aus den Ortsteilen Dehmke, Dehmkerbrock, Egge, Gellersen, Grie├čem, Gro├č Berkel, Grupenhagen, Herkendorf, K├Ânigsf├Ârde, Laatzen, Multh├Âpen, Reher, Reinerbeck, Schevelstein und Selxen

Geschichte

Der Marktflecken entstand im Rahmen der Gebietsreform vom 1. Januar 1973, durch die Zusammenlegung der oben genannten Gemeinden.

Das urspr├╝ngliche Amt Aerzen ist aus der gleichnamigen Herrschaft, die in ihrem Bereich auch die Gerichtshoheit besa├č, hervorgegangen. 1178 starb das Geschlecht der Herren von Aerzen aus. Der ÔÇ×GoÔÇť Aerzen fiel an die Grafschaft Everstein. Nach einem eversteinischen Kornregister aus der Mitte des 14. Jahrhunderts war Aerzen damals Mittelpunkt eines Verwaltungsbezirkes mit 13 Ortschaften. Als die Welfen sich nach dem Sturz Heinrichs des L├Âwen gegen die Hohenstaufen erfolgreich zur Wehr setzten und die Eversteiner bedr├Ąngten, suchte Konrad von Everstein 1283 bei Erzbischof Siegfried von K├Âln Schutz und ├╝bertrug ihm den festen Ort Aerzen. Doch auch der Bischof konnte die Einnahme der Burg Everstein durch die Welfen nicht verhindern. Daraufhin schloss Graf Hermann VIII von Everstein Erbvertr├Ąge mit dem Bistum Paderborn und der Grafschaft Lippe, um sein Land vor den Herz├Âgen von Braunschweig-L├╝neburg zu sch├╝tzen. Beide Erbvertr├Ąge bestimmten, dass Gr├Ąfin Irmgard von Everstein, die Gattin Graf Hermanns, Schloss Aerzen als Leibzucht erhielt. Die Schutzb├╝ndnisse l├Âsten den Eversteiner Erbfolgekrieg aus, in dessen Verlauf die Welfen weit in lippisches Territorium vordrangen. 1408 kam es zum Friedensschluss: Graf Hermann gab Otto von Braunschweig-L├╝neburg das Eheversprechen f├╝r seine erst vier Jahre alte Tochter Elisabeth, die Aerzen als Mitgift erhielt. Damit hatten die Welfen den Anschluss der Grafschaft Everstein an Braunschweig-L├╝neburg erreicht. Die Welfenherz├Âge verpf├Ąndeten 1433 Aerzen an die Hildesheimer Bisch├Âfe, die Amt und Schloss als Pfand weitergaben. 1508 erhielten Stats von M├╝nchhausen und Heinrich von Hardenberg Pfandschaften. Als neun Jahre sp├Ąter der Hildesheimer Bischof die Hardenbergsche Pfandschaft nicht erneuerte, kam es zwischen den beiden Pfandinhabern in Aerzen zum Kampf. Stats von M├╝nchhausen musste fliehen und wurde kurz vor Hildesheim von Heinrich von Hardenberg erschlagen. Sein Tod f├╝hrte zu der verh├Ąngnisvollen Hildesheimer Stiftsfehde . 1533 lie├č Herzog Erich der ├ältere, der dem Bistum Hildesheim das Amt Aerzen wieder aberkannt hatte, das dreigeschossige Amtshaus erbauen. Bis 1573 besa├č der Feldobrist Hilmar von M├╝nchhausen , der j├╝ngste Sohn des erschlagenen Stats von M├╝nchhausen, Aerzen als Pfandschaft. Hilmar, einer der reichsten M├Ąnner seiner Zeit, lie├č 1561 auf dem Amtshof die 50 Meter lange und 16 Meter hohe Zehntscheune errichten, die 1980 im Museumsdorf Cloppenburg wieder aufgebaut wurde, und beauftragte 1570 den Hamelner Baumeister Cord T├Ânnis, in Schw├Âbber ein dreifl├╝geliges Schloss zu bauen. 1593 vergab Herzog Heinrich Julius Haus und Amt Aerzen an Hilmar den J├╝ngeren, der 1617 in Schw├Âbber starb und als erster seine Ruhest├Ątte im Erbbegr├Ąbnis der Aerzener Marienkirche fand. Sein Sohn B├Ârries ├╝bernahm nach dem Tode des Vaters die Pfandschaft, aus der ihn 1630 das Bistum Hildesheim mit Waffengewalt vertrieb. Erst als nach der Landung des Schwedenk├Ânigs Gustav Adolf in Deutschland das Restitutionsedikt aufgehoben wurde, erhielt B├Ârries Aerzen als Pfand zur├╝ck. Der zweite Schicksalsschlag traf ihn 1642, als durchziehende weimarische Reiterei den Ort brandschatzte und B├Ârries von seinem Hab und Gut nur eine goldene Gnadenkette retten konnte. Nach einer alten Hausinschrift brannten in jener Nacht 66 Wohnh├Ąuser, das Schloss, die Kirche, die Schule und viele Scheunen und Speicher nieder. 1660 mussten die Herren von M├╝nchhausen nach ├╝ber 160 Jahren Pfandherrschaft Aerzen f├╝r immer verlassen. Der Amtshof wurde Staatsgut. Amtm├Ąnner und Amtsschreiber bestimmten bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts das Verwaltungs- und Gerichtsgeschehen in Aerzen. 1823 wurde das Amt Aerzen aufgehoben. 1854 neben dem Amtsgericht aber wieder eingerichtet. Die endg├╝ltige Aufl├Âsung erfolgte 1858.

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Bauwerke

  • Dom├Ąnenburg Aerzen
  • Marienkirche Aerzen
  • Rittergut Posteholz
  • Schloss Schw├Âbber

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Aerzen liegt direkt an der B 1 .

Ans├Ąssige Unternehmen

Einer der gr├Â├čten Arbeitgeber in der Region ist die Aerzener Maschinenfabrik GmbH, der Weltmarktf├╝hrer in der Herstellung von Schraubenverdichtern, Drehkolbengebl├Ąsen und Gasz├Ąhlern.

Au├čerdem ans├Ąssig ist die Aerzener Landbrot GmbH.

Weblinks

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