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Letzte Änderung für Artikel Rankwitz: 30.01.2006 14:25

Rankwitz

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Wappen Karte
Wappen fehlt Lage von Rankwitz in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis : Ostvorpommern
Geografische Lage :
Koordinaten: 53° 57' N, 13° 56' O
53° 57' N, 13° 56' O
Höhe : 2 m ĂŒ. NN
FlĂ€che : 30,72 kmÂČ
Einwohner : 656 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 21 Einwohner/kmÂČ
Postleitzahl : 17406
Vorwahl : 038372
Kfz-Kennzeichen : OVP
GemeindeschlĂŒssel : 13 0 59 081
Adresse der Amtsverwaltung: Markt 1</br>17406 Usedom
Website : Gemeinde Rankwitz
BĂŒrgermeister : Arno Volkwardt
Lage der Gemeinde Rankwitz im Landkreis Ostvorpommern

Rankwitz ist eine Gemeinde im Landkreis Ostvorpommern in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Usedom-SĂŒd mit Sitz in der Stadt Usedom verwaltet.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Das Gemeindegebiet von Rankwitz umfasst die gesamte Halbinsel Lieper Winkel zwischen Achterwasser und Peenestrom sowie einen Streifen sĂŒdlich der Halbinsel, der sich bis zum Usedomer Stadtforst im SĂŒdwesten der Insel Usedom hinzieht. Dies bedeutet, dass der Ortsteil Krienke im geografischen Grenzbereich des Lieper Winkels belegen und Suckow, ca. 3 km sĂŒdlich liegend, diesem nicht mehr zuzuordnen ist. Die Kleinstadt Usedom liegt etwa 15 km von Rankwitz entfernt.

Gemeindegliederung

Geschichte

Als Rankevytz wird der Ort erstmals 1317 urkundlich erwĂ€hnt. Er gehörte in den Besitz der PrĂ€monstratenser-Mönche von Pudagla, die vor 1309 im Kloster Grobe bei Usedom (Stadt) ansĂ€ssig waren. Im Übrigen gibt es nur wenige mittelalterliche Quellen. Rankwitz teilt die Geschichte der Region unter den Pommern -Herzögen und unter den Schweden nach dem DreißigjĂ€hrigen Krieg . Eine Bestandsaufnahme der Bevölkerung im Jahr 1666 zĂ€hlt in Rankwitz nur noch drei HaushaltsvorstĂ€nde, zwei Bauern und einen Kötter . Eine weitere schwedische Landaufnahme von 1693 erwĂ€hnt einen Schultheiß , der nunmehr der Gemeinde vorstand, und berichtet ĂŒber die erschwerten Bedingungen der Bauern, bei wachsender Bevölkerung ihre Familien von dem schlechtesten Boden im gesamten Lieper Winkel zu ernĂ€hren und gleichzeitig eine hohe Abgabenlast zu tragen. 1711 verpfĂ€ndet die schwedische Regierung einen Bauernhof an die Witwe Sophie Juliane von Borcke auf Schloss Krienke; der Erlös fließt in die Finanzierung des Zweiten Nordischen Krieges(Großer Nordischer Krieg 1700-1721).

Nach 1720 fĂ€llt Rankwitz wie ganz Usedom an Preußen . Die einzige Straße, die 1896-98 durch den Lieper Winkel gebaut wird, bindet Rankwitz ein.

Seit dem Zweiten Weltkrieg gehörte der Ort zuerst zum Land Mecklenburg, nach Auflösung aller LÀnder in der DDR 1952 zum Bezirk Rostock und seit 1990 zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Zu DDR-Zeiten wird in Rankwitz eine LPG gegrĂŒndet, der Rankwitzer Hafen ca. 800 m sĂŒdlich des Ortskerns 1951 erbaut und 1969/70 die FPG (Fischproduktionsgenossenschaft) 20. Jahrestag zur Karpfen- und Forellenzucht eingerichtet. Diese Organisationen werden nach der Wende 1990 aufgelöst. VorĂŒbergehend kommt es dadurch zu einem wirtschaftlichen Niedergang in Rankwitz, die Dorfschule und der Kindergarten mĂŒssen schließen. Zu Beginn der Jahrtausendwende wird das HafengelĂ€nde verstĂ€rkt zu touristischen Zwecken genutzt. Fischfang ist immer noch eine Einnahmequelle des Ortes, aber hinter den Tourismus zurĂŒck gefallen. Die aus der FPG hervorgegangene GmbH betreibt am Hafen eine FischrĂ€ucherei und ein Restaurant.

Sehenswertes in Rankwitz

  • Im Heimathof haben Familien aus allen Gemeindeteilen des Lieper Winkels GegenstĂ€nde der Landwirtschaft und des Fischfangs zusammengetragen. Eine Besichtigung ist nur auf Voranfrage möglich. Ein historischer Webstuhl stammt von einer Familie aus GrĂŒssow.
  • Durch den Ortskern geht die hier als Allee ausgestaltete Durchgangsstraße; einige Fassaden sind 2005 noch unrestauriert. Die einzige GaststĂ€tte befindet sich in den RĂ€umlichkeiten einer ehemaligen Tischlerei, die 1920 dokumentiert ist.
  • Der Hafen ist hauptsĂ€chlicher touristischer Anziehungspunkt fĂŒr TagesausflĂŒgler. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts nur noch wenige Fischkutter unterwegs; vor allem legen Segelboote von FeriengĂ€sten an. Vor dem Fischerquai befindet sich eine Wiese mit Rastplatz und Fisch-Imbissstand, eine FischrĂ€ucherei und FischgaststĂ€tte.
  • Der Jungfernberg ist mit 18 m der höchste "Berg" des Lieper Winkels. Einer pommerschen Volkssage zufolge sollen unter ihm 4 Jungfrauen begraben liegen, die fĂŒr ihre sonntĂ€gliche Tanzlust statt Kirchgang von Gott bestraft wurden. Heute befinden sich hier einige FerienhĂ€user; der HĂŒgel ist ein beliebter Aussichtspunkt ĂŒber den Peenestrom.

Andere Gemeindeteile

  • Zwischen Suckow und Krienke befindet sich eine mindestens 700 Jahre alte Sockeleiche auf einem HĂŒgelgrab aus der Bronzezeit .
  • Noch kaum besucht, da schwer zugĂ€nglich, ist die Sumpflandschaft mit dichtem RöhrichtgĂŒrtel am Krienker See.
  • Quilitz ist ein historisches Fischerdorf im Westen der Halbinsel am Peenestrom.
  • Liepe besitzt den Ă€ltesten urkundlich genannten Kirchenbau auf der Insel Usedom (1216).
  • GrĂŒssow ist eine nur aus wenigen HĂ€usern bestehende Ansiedlung im Nordosten des Lieper Winkels am Achterwasser, die nur ĂŒber einen Betonplattenweg von Liepe aus erreicht werden kann. Sie wird urkundlich 1310 als Gurssow erwĂ€hnt im Besitz des Klosters Pudagla. 1541 war es mit 9 Bauern und 5 Köttern die grĂ¶ĂŸte Dortgemeinschaft im Lieper Winkel. Auch nach dem BevölkerungsrĂŒckgang im DreißigjĂ€hrigen Krieg zĂ€hlte die schwedische Bestandsaufnahmen von 1693 noch 15 Familien, die von Beruf Einlieger, Halbbauern, Schneider und Kuhhirten waren; ein Schultheiß stand der Gemeinschaft vor. Heute hingegen gehört es mit Reestow und Quilitz zu den kleinsten Orten der Halbinsel . 2005 ist eine aus einigen BlockhĂŒtten bestehende Ferienhauskolonie fĂŒr GĂ€ste, die Ruhe suchen, vorhanden (Selbstverpflegung). Das nur mit dem Boot zugĂ€ngliche Sumpfgebiet im Ă€ußersten Nordosten der Halbinsel mit dichtem Ufer- Röhricht heißt GrĂŒssower Ort. Ein Wanderweg sĂŒdlich von GrĂŒssow (ca. 3-4 km) fĂŒhrt durch SĂŒmpfe und dichte WĂ€lder zum Kreuzer Ort und die nördlichen Bereiche des Krienker Sees.
  • Reestow ist ein aus wenigen, teilweise von Hecken geschĂŒtzten HĂ€usern bestehender Weiler im Binnenland der Halbinsel Lieper Winkel. Betonplattenwege verbinden ihn mit Liepe, GrĂŒssow und einer kleinen Badestelle am Nordufer der Halbinsel am Achterwasser. 1270 wird er als Redesowe urkundlich erwĂ€hnt im Besitz von Kloster Grobe (ab 1309 Pudagla). Das Inventar von 1666 erwĂ€hnt nur drei HaushaltsvorstĂ€nde, zwei Bauern und einen Kötter . Die schwedische Erfassungsliste von 1693 fĂŒhrt 5 Namen auf (einen Vollbauern, zwei Halbbauern, einen Kuhhirten und einen Kötter). 2005 gibt es eine kleine Ferienhauskolonie mit Reet-HĂ€usern, Sportanlage und GaststĂ€tte. Storch und Seeadler sollen Berichten zufolge hĂ€ufiger gesehen werden.
  • Warthe hat einen restaurierten historischen Ortskern und Fischerstrand am Achterwasser.

Verkehrsanbindung

Die einzige Verbindung nach Rankwitz und zur Halbinsel Lieper Winkel ist die Landstraße zur etwa fĂŒnf Kilometer sĂŒdlich verlaufenden Bundesstraße 110 (Anklam - DreikaiserbĂ€der ). In der ca. 30 km entfernten Kreisstadt Anklam befindet sich der nĂ€chste Bahnhof mit ĂŒberregionalem Zugverkehr (AnschlĂŒsse nach Berlin und Stralsund).

Weblink

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Rankwitz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Rankwitz verfügbar.

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