fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Demmin: 17.02.2006 05:59

Demmin

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Deutschlandkarte, Position von Demmin hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis : Demmin
Fläche: 81,56 km²
Einwohner : 12.914 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 158 Einwohner je km²
H√∂he : 4 m √ľ. NN
Postleitzahl : 17109
Vorwahl : 03998
Geografische Lage :
Koordinaten: 53¬į 53' N, 13¬į 01' O
53¬į 53' N, 13¬į 01' O
KFZ-Kennzeichen: DM
Gemeindeschl√ľssel : 13 0 52 018
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 1
17109 Demmin
Website: www.demmin.de
E-Mail-Adresse: info@demmin.de
Politik
B√ľrgermeister : Ernst Wellmer ( CDU )
Lage der Stadt Demmin im gleichnamigen Landkreis

Die Hansestadt Demmin ist eine Stadt in Vorpommern des deutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern und die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.

Inhaltsverzeichnis

Geografie und Verkehr

Die Stadt liegt im Vorpommerschen Tiefland am Zusammenfluss der Fl√ľsse Peene, Tollense und Trebel unweit des Kummerower Sees. Durch Demmin f√ľhren die Ferienstra√üen Hanse-Route und Deutsche Alleenstra√üe.

Stadtgliederung

Zu Demmin gehören die Ortsteile

  • Deven
  • Dr√∂nnewitz
  • Klenz
  • Lindenfelde
  • Meyenkrebs
  • Randow
  • Seedorf
  • Vorwerk
  • Waldberg
  • Wotenick (eingemeindet am 1. Juni 2004)

Vorgeschichte und Geschichte

Die Gegend √∂stlich von Demmin geh√∂rt zu den Bereichen in die die oderabw√§rts erfolgte Neolithisierung bereits mit der Bandkeramik (5.500 - 4.900 v. Chr.) vordrang. Zeugnis der Trichterbecherkultur sind die 119 Megalithanlagen , die im Kreisgebiet nachzuweisen sind. Von ihnen sind 56 zumindest noch teilweise erhalten. Die √ľberwiegende Zahl davon sind 37 Gro√üdolmen . Dass sich auch noch 6 Urdolmen erhalten haben zeigt, das hier eine jener Regionen ist, in denen der Anlagenbau seine Wurzeln hatte. F√ľr die nachfolgende Zeit sind die Grabh√ľgel und die Schalensteine , von denen der Kreis 12 aufweist, kennzeichnend. In den morastigen W√§ldern um Demmin gab es bereits im 8. Jahrhundert slawische Siedlungen. Im Ringen der Slawen und Franken um diese Region, die durch die Kreuzung von Fl√ľssen und sp√§ter auch Handelsstra√üen sehr attraktiv war, entstand zun√§chst eine Grenzburg , die von liutizischen St√§mmen errichtet wurde und bald den Namen "Haus Demmin" erhielt.

In einer Sage um Haus Demmin spricht man von zwei Prinzessinnen, die diese Burg errichteten. Diese versicherten sich gegenseitig: "Dat Hus ist din und min!" Darum nannte man es zuerst das Hus Dinmin, woraus der Name: Haus Demmin entstanden sein soll. Abgesehen von dieser Sage heißt es, dass Demmin seinen Namen den Slawen verdankt. Abgeleitet vom Begriff "timänie", was im Slawischen so viel wie "morastige Gegend" bedeutet.

Bald entwickelte sich im Schutze der Burg ein Handelsplatz. Der zeitgen√∂ssische Chronist Adam von Bremen beschrieb 1067 diesen in einem Reisebericht als "bedeutende Stadt". Um 1236 wurde planm√§√üig eine Stadt mit gitterf√∂rmigem Stra√üennetz angelegt, die zudem mit einem Mauerring und f√ľnf Toren umgeben wurde. Nur wenig sp√§ter, n√§mlich zwischen 1236 und 1249 , erhielt Demmin L√ľbisches Recht.

Ansicht um 1611
Ansicht um 1611

Da die Peene schiffbar ist, fungierte die Stadt als Umschlagplatz von zumeist landwirtschaftlichen Produkten. Im Jahre 1283 trat Demmin der Hanse bei und verb√ľndete sich Anfang des 14. Jahrhunderts mit Stralsund, Greifswald und Anklam zum " Vierst√§dtebund ". 1452 gelang es diesen St√§dten, durch das herzogliche " Goldene Privileg " gro√üe Macht und st√§dtische Freiheit zu erreichen. Aufgrund starker Konkurrenz aus England und Holland zerbrach der Hansebund aber schlie√ülich und Demmin schied 1607 aus der Hanse aus.

Aufgrund der Mitgliedschaft Demmins in der Hanse trat die Stadt 1992 dem Hansebund der Neuzeit bei. Seit Januar 1994 f√ľhrt die Stadt Demmin wieder den Zusatznamen " Hansestadt ".

Auch der Drei√üigj√§hrige Krieg machte um Demmin keinen Bogen und so besetzten im Jahre 1631 die Schweden unter Gustav Adolf die Stadt. Entgegen der Erbfolge wurde Pommern und mithin Demmin als Reichslehen und selbst√§ndige Provinz Schweden zugesprochen. Im dann folgenden Kampf um die R√ľckgewinnung Pommerns mussten die Schweden zwar abziehen, doch durch Belagerungen und den Versuch des brandenburgischen Kurf√ľrsten, sich Vorpommern anzueignen, wurde Demmin zu drei Vierteln zerst√∂rt.

Demmin vor 1945
Demmin vor 1945

W√§hrend des Gro√üen Nordischen Krieges (1700 - 1721) geriet es f√ľr acht Monate unter russische Besatzung. Zeitweise residierten hier Pers√∂nlichkeiten wie Peter der Gro√üe und Katharina I. Im Frieden von Stockholm 1720 dann fiel das Gebiet bis einschlie√ülich Demmin zu Preu√üen , dem es bis zu dessen Aufl√∂sung angeh√∂rte.

Demmin ist ehemaliger Standort eines Ulanen -Regiments.

Die Aufarbeitung der Geschehnisse am 30. April und 1. Mai 1945 war Gegenstand verschiedener Reportagen anl√§sslich des 60. Jahrestages des Kriegsendes. Ein Fakt ist, dass die Stadt Demmin, √§hnlich wie Greifswald, der Roten Armee zun√§chst kampflos √ľbergeben wurde. Trotzdem ist es im Zuge des Einmarsches der Roten Armee zu einer Massenselbstt√∂tung und Opfern durch Aktionen der Roten Armee unter der Bev√∂lkerung gekommen. Dabei kamen insgesamt etwa 900 Menschen um.

Es ist belegt, dass es aufgrund der Zerst√∂rung der Peene-Br√ľcken durch die abziehenden deutschen Truppen zu einem Aufstauen des Vormarsches der Roten Armee in Demmin kam. Ebenso ist durch Zeitzeugen belegt, dass es in gro√üer Zahl zu Vergewaltigungen und Gewalttaten durch Soldaten der Roten Armee gekommen ist. Viele Menschen suchten danach aus Angst den Freitod und ertr√§nkten sich in der Peene und in der Tollense. Der Gro√üteil der historisch gewachsenen Innenstadt, insbesondere das Areal rund um den Marktplatz, wurden durch die Rote Armee zerst√∂rt. Einzig das Rathaus wurde in den Jahren nach der Wiedervereinigung wiederhergestellt.

Die Variante, dass das Agieren der Roten Armee eine Vergeltungsaktion war, nachdem ein Demminer Apotheker mehrere Offiziere der einger√ľckten Roten Armee zum Umtrunk eingeladen und dabei vergiftet hatte, wird von Historikern heute als Legende angesehen. Die Aufarbeitung der Geschichte gestaltete sich schwierig, da die DDR-Geschichtsschreibung kein Interesse an Greueltaten der Roten Armee hatte und die Zerst√∂rung Demmins den Kampfhandlungen kurz vor Kriegsende zuschrieb.

Politik

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

  • Findling "Gro√üer Stein" auf dem Klosterberg L√§nge 8,2 m, Breite 6 m, H√∂he 5,2 m = 133 m¬≥ = 360 Tonnen ( Granit ).

Stadtbild

Schillerstraße mit katholischer Maria-Rosenkranz-Kirche
Schillerstraße mit katholischer Maria-Rosenkranz-Kirche

Zu den Sehensw√ľrdigkeiten wird die kleine Innenstadt mit der St. Bartholomaei-Kirche gez√§hlt. Das beliebteste Photomotiv der Hansestadt ist die Sicht vom Hanseviertel auf die andere Seite der Peene mit Hanseufer (einem sch√∂nen, aber denzentralen Gesch√§ftszentrum, dass nicht mehr stark frequentiert ist) und der Bartholomei-Kirche im Hintergrund. Desweiteren sind sehenswert: Die kleine, Anfang des 20. Jahrhunderts gebauten Maria-Rosenkranz-Kirche, mit dem st√§dtebaulichen Ensemble der Schillerstra√üe, einem barocken, frisch rekonstruierten Wohnhaus in der Clara-Zetkin-Stra√üe, dem Luisentor und der so genannten Roten Schule. Interessant ist der Versuch, den historischen Marktplatz zu rekonstruieren, wobei Investitionsmittel fehlen, was dazu f√ľhrt, dass im Stadtbild einige Baul√ľcken klaffen. An anderer Stelle wurde alte Bausubstanz auf Grund von Leerstand entfernt. Die meisten dieser bereinigten Fl√§chen liegen heute brach. Ansonsten sind gro√üe Teil der Altstadt nach den Zerst√∂rungen des Zweiten Weltkriegs durch die damals moderne Plattebauweise ersetzt worden. Diese erstrecken sich auch gen Osten in Richtung Jarmen. Hier ist das gr√∂√üte Demminer Neubaugebiet in Plattenbauweise angesiedelt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • 18. September 1904 , Hans-Adolf Asbach, † 31. M√§rz 1976, deutscher Politiker ( GB/BHE ), MdL (Schleswig-Holstein), Minister f√ľr Arbeit, Soziales und Vertriebene in Schleswig-Holstein.
  • Paul Freiherr von Maltzahn , Diplomat und deutscher Botschafter im Iran.

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Weitere Artikel aus der Umgebung

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Demmin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Demmin verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de