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Letzte Änderung für Artikel Bargischow: 28.01.2006 21:50

Bargischow

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Wappen Karte
Wappen fehlt Lage von Bargischow in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis : Ostvorpommern
Fl├Ąche : 21,03 km┬▓
Einwohner : 402 (30. Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 19 Einwohner/km┬▓
H├Âhe : 4 m ├╝. NN
Vorwahl : 03971
Postleitzahl : 17398
Kfz-Kennzeichen : OVP
Geografische Lage :
Koordinaten: 53┬░ 50' N, 13┬░ 45' O
53┬░ 50' N, 13┬░ 45' O
Gemeindeschl├╝ssel : 13 0 59 005
Adresse der
Amtsverwaltung:
Rebelower Damm 2
17392 Spantekow
Website : amt-anklam-land.de
Politik
B├╝rgermeister : Karl-Heinz Thurow
Lage von Bargischow im Landkreis Ostvorpommern
Lage in OVP

Bargischow ist eine Gemeinde in der N├Ąhe Anklam s├╝dlich der Peene gelegen. Die Gemeinde wird vom Amt Anklam-Land mit Sitz in der Gemeinde Spantekow verwaltet. Bis zum 1. Januar 2005 geh├Ârte die Gemeinde zum Amt Ducherow.

Inhaltsverzeichnis

Geografie und Verkehr

Luftaufnahme von Bargischow im Sommer 2002
Luftaufnahme von Bargischow im Sommer 2002
Die Ortschaft Bargischow ist ein Runddorf mit einer fr├╝hgotischen Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert, die das Zentrum der Ortes bildet. Bargischow liegt ca. 5 km in ├Âstlicher Richtung von der Hansestadt Anklam entfernt. Die Bahnstrecke Berlin-Stralsund durchquert das Gemeindegebiet zwischen Bargischow und Woserow, w├Ąhrend die B 109 das Gemeindegebiet westlich von Woserow durchquert. Im Westen grenzt die Gemeinde direkt an die Hansestadt Anklam. N├Ârdlich der Gemeinde stellt die Peene, welche in den Peenestrom m├╝ndet, die Grenze des Gemeindesgebietes dar. Im Osten grenzt die Gemeinde mit der Halbinsel Anklamer F├Ąhre an das Stettiner Haff, welches im Nordosten auf den Peenestrom trifft. Die Gemeinde Bugewitz grenzt im S├╝dosten und die Gemeinde Neu Kosenow grenzt im S├╝den an die Gemeinde Bargischow.

Ortsgliederung

Zur Gemeinde Bargischow geh├Âren die Ortschaften Bargischow, Gnevezin, Woserow und Anklamer F├Ąhre.

Geschichte

Der Namensendung nach war der Ort ein altes slawisches Dorf. Wie alle Ortschaften an der Peenem├╝ndung geh├Ârte Bargischow zum slawischen Verwaltungsbezirk Groswin mit gleichnamigem Burgensitz. Nach der Zerst├Ârung der Burg durch die D├Ąnen kamen im 13. Jahrhundert deutsche Siedler ins Land. Unweit der zerst├Ârten Burg Groswin entstand die Stadt Anklam direkt an der Peene. Zum Wohl und Gedeihen der neuen Stadt wurde das Dorf den Anklamern in Besitz gegeben und blieb bis 1745 ein st├Ądtisches K├Ąmmereidorf. Herzog Bogislaw IV. (1258-1309) hatte jene ├ťbereignung im Jahr 1285 vollzogen. Damals hie├č Bargischow noch Barwetsekow, wie es der schriftliche Rechtsvollzug mitteilt. Ein Silber-vergoldeter Kelch aus dem Kircheninventar (15. Jahrhundert) gibt gar den Namen ÔÇ×bargheskowÔÇť an. Die sp├Ątere wie heutige Schreibweise Bargischow ist wohl einer ungenauen Fortschreibung des Namens geschuldet.

Bargischow hatte ├╝ber Zeiten noch andere Herren als die Stadt Anklam. Das Kloster Stolpe an der Peene nahm den ÔÇ×ZehntenÔÇť von zwei Hufen aus dem Ort ein. Vermutlich ├╝bte das Kloster auch das Patronat ├╝ber die alte fr├╝hgotische Dorfkirche aus. Nach der S├Ąkularisierung zu Mitte des 16. Jahrhunderts gelangte folglich auch der Klosterbesitz an Bargischow zum herzoglichen Amt Stolpe. Ebenso das Patronat ├╝ber die Kirche. Herzog Philipp Julius (1584-1625) zu Wolgast ├╝bertrug dann 1615 das Kirchenpatronat wieder ganz und gar der Stadt Anklam.

Die Stadtk├Ąmmerei errichtete nach dem Drei├čigj├Ąhrigen Krieg in Bargischow ein Vorwerk , einen gr├Â├čeren Wirtschaftshof, den sie bis etwa 1777 von vier Halbbauern bewirtschaften lie├č. Dann wurde das Vorwerk aufgesiedelt und die landwirtschaftlichen Fl├Ąchen in Erbpacht an 6 Vollbauern vergeben. Im Dorf gab es weiterhin eine Sch├Ąferei, 2 Hirtenh├Ąuser und neben dem Pfarrhaus ein Predigerwitwenhaus. Hundert Jahre sp├Ąter kaufte Anklam einen frei gewordener Bauernhof auf, um ihn dann an Bargischower Interessenten zu verpachten.

Um 1860 existierten im Ort ein gr├Â├čerer Schulzenhof, 8 Vollbauernstellen, mehrere kleinere Erbpachth├Âfe und zwei M├╝hlengrundst├╝cke mit Windm├╝hlen. Insgesamt lebten hier 402 Einwohner in 32 Bauernh├Ąusern und 68 Haushaltungen. Hinzu kam die Familie des Predigers, die des Schullehrers und eine Hebamme. F├╝r die Hilfsbed├╝rftigen baute die Gemeinde einen Armenkaten. An Vieh hielten sich die Bargischower 227 Haupt Rindvieh, 340 Schafe, 15 Ziegen und 84 Schweine. Die Gr├Â├če der gesamten Feldmark, mit allen ├äckern, einschlie├člich der Wiesen, Hofgrundst├╝cke und G├Ąrten, betrug etwa 4000 Morgen.

Sehensw├╝rdigkeiten

Feldsteinkirche zu Bargischow
Feldsteinkirche zu Bargischow
Feldsteinkirche und Franzosenlinde
Feldsteinkirche und Franzosenlinde
Die Feldsteinkirche wurde um 1300 im fr├╝hgotischen Baustil aus Findlingen errichtet. Der im Fachwerk ausgef├╝hrte eingezogenen rechteckigen abgesetzten Turm tr├Ągt eine achteckige Pyramidenhaube. Nachdem die Kirche im Drei├čigj├Ąhrigem Krieg zerst├Ârt wurde, wurde sie w├Ąhrend der Amtszeit des Pastors Mandemen (1681-1701) wieder instandgesetzt. Die Glocke wurde erst 1768 von Joh. Heinrich Scheel in Stettin gegossen. Nach umfangreichender Restaurierung im Jahre 1877 durch die Firma Gr├╝neberg aus Stettin erhielt die Kirche neue Fenster und B├Ąnke und erstmals auch eine Orgel. Am 19.12.1877 fand dann die festliche Wiedereinweihung statt. Nach ├╝ber 100 Jahren wurde im Mai 1994 die Turmhaube im Ganzen abgenommen und restauriert. Im Sommer 2003 bekam die Kirchturmuhr ein neues Uhrwerk und die Ziffernbl├Ąttern wurden wieder instandgesetzt. F├╝r das Jahr 2006 ist eine Restauration der Kircheninneres geplant.
Die Franzosenlinde zu Bargischow
Die Franzosenlinde zu Bargischow
Diese sagenumwogene, gro├če Franzosenlinde, welche zur Gattung der Sommerlinde geh├Ârt, ist ein Naturdenkmal und besch├Ąftigt schon seit Generationen die Gem├╝ter der Menschen. So entstanden teils widerspr├╝chliche Aussagen ├╝ber Ma├če, Alter, Entwicklung und Begebenheiten. Die Linde ist v├Âllig hohl und hat einen Umfang von 10 m und eine H├Âhe von 15 m. Der "Innendurchmesser" betr├Ągt etwa 2m, also kann ein normaler Mensch bequem im Baum stehen. Der Baum soll 1124 von Otto von Bamberg gepflanzt worden sein. Mindestens ist sie aber ├╝ber 500 Jahre alt. Der Legende nach sollen auch Napoleons Soldaten zwischen 1806 und 1815 in ihrem hohlem Stamm Bier ausgeschenkt und Wache bezogen haben.


Weitere Sehensw├╝rdigkeiten sind die Halbinsel Anklamer F├Ąhre und die Eisenbahnhubbr├╝cke Karnin, welche bis 1945 die Insel Usedom mit dem Festland verbunden hat.

Informationen aus der Umgebung

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