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Letzte Änderung für Artikel Nieder-Kainsbach: 15.02.2006 21:12

Nieder-Kainsbach

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Nieder-Kainsbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Brensbach im Odenwaldkreis in Hessen, Deutschland .

Inhaltsverzeichnis

Portrait

Panoramablick ĂŒber Nieder-Kainsbach
Panoramablick ĂŒber Nieder-Kainsbach
Bachgasse in Nieder-Kainsbach
Bachgasse in Nieder-Kainsbach

Nieder-Kainsbach, ein kleines Dorf mit noch landwirtschaftlicher PrĂ€gung, befindet sich im sĂŒdhessischen Odenwaldkreis und ist zusammen mit dem so genannten Wohnort Stierbach seit 1972 Ortsteil der Gemeinde Brensbach.

Umgeben von fruchtbaren Ackerböden und tiefgrĂŒndigen Wiesen in den Gersprenzauen liegt das Dorf mit einem kleinen Gewerbegebiet im Gersprenztal in der Region Starkenburg sowie im Bereich Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald und gehört zum gleichnamigen Landschaftsschutzgebiet.

Über frĂŒheste UrsprĂŒnge gibt es nur wenige Fakten, obwohl das nĂ€here Umfeld zu Nieder-Kainsbach bereits 1012 erwĂ€hnt wird. Der heutige Ortsname dĂŒrfte sich ausgehend von "Cuningesbach", ĂŒber "Kunspach" und "Nydern-Konspach" herleiten.

Bedingt durch den strukturellen Wandel mit seinen negativen Begleiterscheinungen insbesondere im lĂ€ndlichen Raum sind viele Einwohner gezwungen tĂ€glich zu " pendeln " und legen zum Teil erhebliche Entfernungen zurĂŒck, um zu ihrem Arbeitsplatz in den Ballungszentren im Rhein-Main-Gebiet zu gelangen. Nieder-Kainsbach ist jedoch die damit hĂ€ufig verbundene Entwicklung zu einem reinen "Schlafdorf" erspart geblieben. Großen Anteil daran, dass der soziale Zusammenhalt in Nieder-Kainsbach funktioniert, hat sicherlich auch das ausgeprĂ€gte Vereinsleben. Ganze Familien sind hĂ€ufig in mehreren Vereinen aktiv und tragen so direkt zum Erhalt der Dorfgemeinschaft bei. Das Zusammenleben in Nieder-Kainsbach ist trotz des tief greifenden Wandels intakt geblieben.

Nieder-Kainsbach bietet LebensqualitĂ€t, trotz infrastruktureller Defizite. EinzelhandelsgeschĂ€fte oder Schulen sind zum Beispiel nicht direkt am Ort, öffentliche Nahverkehrsmittel nur rudimentĂ€r vorhanden. Die gĂŒnstige Lage des Dorfes im Einzugsbereich von Darmstadt sowie im landschaftlich reizvollen Odenwald mit seinen vielen Freizeitmöglichkeiten gleicht dieses Defizit jedoch mehr als aus und trĂ€gt zu einer besonderen LebensqualitĂ€t bei.

In Nieder-Kainsbach lebten zum Stichtag 30. Juni 2005 insgesamt 819 Einwohner, die ĂŒberwiegende Mehrzahl (64 Prozent) gehört der evangelischen Kirche an. Der Anteil auslĂ€ndischer MitbĂŒrger an der Gesamteinwohnerzahl ist mit drei Prozent relativ gering. Die GemarkungsflĂ€che des Dorfes umfasst 227 Hektar .

Die NÀhe zu den Ballungszentren im Rhein-Main-Gebiet, der relativ hohe Freizeitwert, die Ruhe und Sicherheit im lÀndlichen Raum sowie die intakte Dorfgemeinschaft zeichnen das Dorf aus.

Gliederung

Der Ortsteil besteht aus den Dörfern Nieder-Kainsbach und Stierbach.

Geografische Lage

Nieder-Kainsbach liegt im nördlichen Odenwald im Gersprenztal.

Geologie, Klima

Die Gemarkung der Gemeinde Brensbach mit den Ortsteilen Nieder-Kainsbach und Stierbach gehört geologisch zum kristallinen Odenwald und gliedert sich in zwei Haupteinheiten, dem Reinheimer HĂŒgelland und dem Vorderen Odenwald.

Die FlÀchen beiderseits der Gersprenz stellen sich als junge Hochflutablagerungen, bestehend aus Lehm, Sand und Kies, dar.

Das Gebiet der Gemeinde Brensbach ist dem warmgemĂ€ĂŸigten Regenklima zuzuordnen. GegenĂŒber anderen Mittelgebirgsregionen ist das Klima weniger rau.

Geschichte

1012

ErwÀhnt wird der Ort erstmals 1012, wo im Lorscher Codex bei der Beschreibung einer Wildbanngrenze der Name Cuningesbach auftaucht. Ob damit eine Ansiedlung oder der Bach gemeint ist, bleibt ungewiss.

1384

Etwas deutlicher tritt das Dorf 1384 aus dem Dunkel seiner Vergangenheit. Ein im Staatsarchiv Darmstadt aufbewahrtes Lehenrevers besagt, dass Schenk Heinrich von Erbach das halbe Dorf "Kunspach" vom Kloster Fulda zum Lehen erhalten hat. Zu diesem Zeitpunkt war Nieder-Kainsbach grundbesitzmĂ€ĂŸig aber schon geteilt, wobei der Dorfbach die Grenze bildete. Eine HĂ€lfte mit 3Âœ Huben gehörte der Abtei Fulda, wĂ€hrend das andere Teil aus einem Hofgut bestand und dem Kloster Lorsch bzw. den Grafen von Katzenellnbogen zugehörig war.

1424

Die Kirchen- und Patronatsrechte hatten seit 1424 die Erbacher Grafen ausgeĂŒbt und Nieder-Kainsbach war in Brensbach "eingepfarrt", wo von frĂŒher her auch die gemeinsame Mutterkirche nebst Friedhof benutzt wurde.

1443

Im Jahre 1443 besitzt Pfalzgraf Ludwig die Hoheitsrechte ĂŒber den fuldischen Teil, welcher das halbe Dorf "Konßpach" an Schenk Otto von Erbach verliehen hatte.

1455

Wird das Dorf in einer Urkunde erstmals "Nydern-Konspach" genannt und die ursprĂŒnglichen 3Âœ Huben haben sich mittlerweile in 14 kleinere HubengĂŒter aufgeteilt.

1476

Mit dem Aussterben des Grafengeschlechtes derer von Katzenelnbogen, gelangte 1476 das Dorfteil mit dem Hofgut an die Landgrafen zu Darmstadt und wurde von Lichtenberg aus verwaltet.

1806

Mit GrĂŒndung des Großherzogtums Hessen im Jahre 1806 wurden alle frĂŒheren Grundbesitzrechte aufgelöst und Nieder-Kainsbach samt der Grafschaft Erbach nach Hessen eingegliedert. Dabei wurde eine VolkszĂ€hlung durchgefĂŒhrt und der Großherzogliche BĂŒrgermeister von Nieder-Kainsbach meldete 226 Einwohner, welche in 42 HĂ€usern lebten.

1852

Von 1852 bis 1874 war unser Dorf dem Landkreis Lindenfels zugeteilt und wurde danach wieder vom Kreis Erbach verwaltet.

1972

Die bis dahin selbststÀndige Gemeinde Nieder-Kainsbach wird zusammen mit Stierbach Ortsteil der Gemeinde Brensbach.

Wappen

Die damals noch selbstĂ€ndige Gemeinde Nieder-Kainsbach wurde 1964 durch eine Genehmigung des Hessischen Ministers des Innern dazu berechtigt, ein eigenes Wappen zu fĂŒhren. Der Wappenzeichner Ritt aus Bad-Nauheim hatte in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Staatsarchiv in Darmstadt drei Skizzen entworfen, die der Gemeindevertretung von Nieder-Kainsbach zur Beschlussfassung vorgelegt wurden. Das ausgewĂ€hlte Wappen war vom heraldischen Gesichtspunkt aus geeignet. Das Motiv nimmt durch das schwarze Tatzenkreuz Bezug auf die alt-fuldaische Lehenseigenschaft der Gemeinde Nieder-Kainsbach und durch die sechsstrahligen Sterne auf die Zugehörigkeit zur Grafschaft zu Erbach. Die Gemeindevertreter entschlossen sich 1964 fĂŒr das nun vorliegende Wappen, da es in jeder Beziehung zufriedenstellend erschien.

Das Wappen wird vom Hessischen Minister des Innern wie folgt beschrieben: "In Rot ein silberner, mit einem durchgehenden, einfachen schwarzen Kreuz belegter Balken, beseitet von drei silbernen sechsstrahligen Sternen."

Weblinks

Internetportal Nieder-Kainsbach


Koordinaten: 49° 45' 12" N, 08° 52' 55" O

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