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Letzte Änderung für Artikel Dieburg: 10.02.2006 23:10

Dieburg

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Wappen Karte
Wappen der Stadt Dieburg - Martin von Tours Deutschlandkarte, Position von Dieburg hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk : Darmstadt
Kreis : Darmstadt-Dieburg
Fläche : 23,11 km²
Einwohner : 15.257 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte : 661 Einwohner je km²
H√∂he : 144 m √ľ. NN
Postleitzahlen : 64807
Vorwahlen : 0 60 71
Geografische Lage : 49¬į 54' n. Br.
08¬į 51' √∂. L.
Kfz-Kennzeichen : DA
Gemeindekennzahl : 06 4 32 004
Website: www.dieburg.com
E-Mail-Adresse: info@dieburg.de
Politik
B√ľrgermeister : Dr. Werner Thomas (parteilos)

Dieburg ist eine Stadt in Hessen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Dieburg liegt in S√ľdhessen , circa 15 km √∂stlich von Darmstadt im weitl√§ufigen Tal der Gersprenz. S√ľdlich beginnt das Dieburger Land, welches h√ľglig in das Mittelgebirge des Odenwald √ľbergeht, n√∂rdlich und westlich liegen ausgedehnte Waldgebiete der Dreieich. Geologisch ist Dieburg durch das Urstromtal der Gersprenz gepr√§gt. Die B√∂den bestehen √ľberwiegend aus Ablagerungen wie Kies , Sand und Ton .

Nachbargemeinden

Dieburg grenzt im Norden an die Gemeinde M√ľnster, im Osten an die Stadt Gro√ü-Umstadt, im S√ľden an die Gemeinde Gro√ü-Zimmern, sowie im Westen an die Gemeinde Messel.

Stadtgliederung

Dieburg besteht nur aus einem Stadtteil.

Geschichte

Dieburg - Plan der Innenstadt
Dieburg - Plan der Innenstadt

Die Besiedlung des Stadtgebietes reicht bis in die Bronzezeit hinein.

In der auslaufenden Eisenzeit siedelte im Gebiet um die Stadt der Stamm der Auderiensier. Die fruchtbare Dieburger Bucht wurde dann in den Jahren von 85‚Äď90 n. Chr. in die Provinz Obergermanien des R√∂mischen Reiches eingegliedert. Etwa um 125 n. Chr. wurde im Bereich des heutigen S√ľdhessen die Civitas Auderiensium gegr√ľndet, deren Hauptort MED... (Name nur unvollst√§ndig √ľberliefert) wurde. Diese neuangelegte, stadt√§hnliche Siedlung lag auf dem Gebiet des heutigen Dieburgs, ihr Forum befand sich im Kreuzungsbereich Frankfurter- /Aschaffenburger Stra√üe. Zahlreiche Kultgegenst√§nde, darunter ein bedeutendes Zeugnis des Mithraskultes , konnten ergraben werden und sind heute im Stadtmuseum zu sehen.

In der Zeit um 200 bl√ľhte die Siedlung auf. Das r√∂mische Dieburg war ein Vicus , allerdings mit st√§dtischem Charakter. In der f√ľr Landwirtschaft gut geeigneten Umgebung entstanden zahlreiche Villae Rusticae, die als Wirtschaftsg√ľter MED... und die Truppen am nahem Limes versorgten.

Im Laufe des 3. Jahrhunderts h√§uften sich allerdings Raub√ľberf√§lle der Alamannen aus dem Gebiet au√üerhalb des Limes. Obwohl der Ort, der die sp√§tere mittelalterliche Stadt in seiner Fl√§che weit √ľbertraf, mit einer Stadtmauer gesichert wurde, konnte nicht verhindert werden, dass sich das R√∂mische Reich ab 260 n. Chr. auf linksrheinische Gebiete Germaniens zur√ľckziehen musste. Das Schicksal der Stadt bis zum fr√ľhen Mittelalter liegt im Dunkeln. Eine Kontinuit√§t der Besiedlung ist aber, wenn auch in weit einfacherem Rahmen als zuvor, sehr wahrscheinlich. M√ľnzfunde und Bebauungsspuren deuten darauf hin. So liegt die heutige Wallfahrtskirche im westlichen Bereich des r√∂mischen Forums, ihr Grundriss wird durch r√∂mische Vorg√§ngerbauten bestimmt. Vermutlich vermischte sich der zur√ľckbleibende Teil der r√∂mischen Bev√∂lkerung, der haupts√§chlich germanischen und keltischen Ursprungs war, mit den hinzustr√∂menden Alamannen, die eventuell als F√∂deraten im Vorfeld des r√∂mischen Mainz noch regen Handel mit dem Imperium trieben.

Das älteste Siegel der Stadt Dieburg
Das älteste Siegel der Stadt Dieburg

Nach der Eroberung des Gebietes durch die Franken wurde in Dieburg und im nahen Groß-Umstadt ein Königshof installiert. Die Siedlung war zu dieser Zeit als "Altenstadt" bekannt und konzentrierte sich um den Bereich der Wallfahrtskirche, deren Urprungsbau spätestens karolingisch ist, wie aber schon gesagt wurde, auch einen römischen Vorgängerbau besitzt, dessen Zweckbestimmung unbekannt ist. Die Hauptstraße dieser Siedlung trägt heute noch den Namen "Altstadt", obwohl sie außerhalb der Mauern des mittelalterlichen Dieburgs lag.

Diese mittelalterliche Stadt Dieburg wurde erstmals im Jahr 1169 als "Castrum Dieteburg" erw√§hnt. Sie ist eine Stadt, die planm√§√üig im Bereich zwischen der Wasserburg in der Gersprenz und der "Altenstadt" angelegt wurde. Ihr musterg√ľltiger Grundriss mit differenzierten Haupt- und Nebengassen, Stadtmauer mit Gr√§ben, Burg, Markt und neuer Pfarrkirche ist heute noch im Stadtplan zu erkennen. Neuere Forschungen gehen anhand dieser Stadtanlage davon aus, das das regierende Kaisergeschlecht der Staufer Dieburg zu einer Reichsstadt ausbauen wollten, um ihre Machtbasis im heutigen Rhein-Main-Gebiet zu verbessern. Allerdings geriet die Stadt schnell in die Abh√§ngigkeit des Erzbistumes Mainz. Nach der Stadtgr√ľndung blieb Altenstadt als Vorstadt mit der Wallfahrtskirche erhalten. Damals war die Wallfahrtskirche noch Stadtkirche St. Peter und Paul, erst im 16. Jh. ging das Patrozinium auf die heutige Stadtkirche in der Stadt √ľber, danach wurde die Kirche in Altstadt Wallfahrtskirche.

Der Name der Stadt bedeutet so etwas "Volksburg" da das Wort "Diete" vom altdeutschen "diot" = Volk stammt. (Das Wort deutsch hat die gleiche Wurzel.)

In dieser Zeit bestand in Dieburg eine der 30 Wildhuben des Wildbannes Dreieich, welchem auch die umliegenden Wälder angehörten.

Im Verlauf des Mittelalters wurde Dieburg kurmainzisch und Residenz zahlreicher Adelsfamilien, die von hier aus ihre umliegenden Besitzungen verwalteten. Das Schloss der Familie von Fechenbach ist als Stadtmuseum erhalten, ebenso Reste des ber√ľhmten Parks derer von Stockau. Die alte Burg wurde zu einem Schloss der Familie Albini umgestaltet und dient nach einigen Umbauten heute (noch) als Landratsamt.

Zu Beginn des 19. Jh. wurde Dieburg hessisch und Kreisstadt des Landkreises Dieburg, der 1977 mit dem Landkreis Darmstadt vereinigt wurde. Seit 2004 werden Teile des teilweise in Dieburg noch ans√§ssigen Landratsamts nach Darmstadt-Kranichstein (das nicht dem Landkreis angeh√∂rt) √ľbersiedelt. Die Staatliche Abteilung wird daf√ľr in Dieburg (auch f√ľr den Westkreis) konzentriert. Durch den von der Landesregierung betriebenen Abzug des Kataster-, Gesundheits- und Schulamts wird die 1900 Jahre w√§hrende Mittelpunktfunktion in der Verwaltung der Region aus finanziellen Gr√ľnden weiter erheblich geschw√§cht.

siehe auch Dieburger Siegel

Sehensw√ľrdigkeiten

Die Gaasbecksuhr √ľber dem Rathaus
Die Gaasbecksuhr √ľber dem Rathaus

Das durch seine zahlreichen Fachwerkhäuser geprägte Dieburg ist zunächst einmal als Gesamtensemble sehenswert. Besondere Beachtung sollte man jedoch folgenden Details schenken:

  • Kapuzinerkloster
  • Mittelalterliches Badhaus
  • Schloss Fechenbach (Kreis- und Stadtmuseum, derzeit im Umbau)
  • Albinisches Schloss
  • Schlossgarten
  • Stadt- und Kreismuseum
  • Wallfahrtskirche mit Pieta
  • klassizistisches Rathaus
Zuckerstraße in Dieburg
Zuckerstraße in Dieburg

Verkehr

Bahn

  • Strecke 61: "Dreieichbahn" Dieburg - Ober-Roden (Anschluss S1 Offenbach - Frankfurt) - Buchschlag (Anschluss S3/S4 Frankfurt)
  • Strecke 63: "Ludwigsbahn" Wiesbaden - Mainz - Darmstadt - Dieburg - Aschaffenburg

Bus

  • K 67 Dieburg - Semd - Gro√ü-Umstadt
  • 671 Darmstadt - Dieburg - Gro√ü-Umstadt - Wiebelsbach (Anschluss Bahn 64 + 65 nach Erbach, Hanau und Darmstadt)
  • 672 Darmstadt - Ro√üdorf - Gro√ü-Zimmern - Dieburg
  • 5509/10 Reinheim - Dieburg - Ober-Roden

Radwegenetz

Ausgeschildertes Radwegnetz im Landkreis auf Karte L 6118 Radwege im Ortskern mit L√ľcken und T√ľcken

Fussgängerzone

Fussgängerzone im Altstadtkern (Läden und Gastronomie)

Parkplätze

Mehrere ausgeschilderte Parkplätze im Innenstadtbereich, teilweise kostenpflichtig. Park&Ride Parkplatz am Bahnhof sowie geplanter Park&Ride Parkplatz an der Auffahrt zu B 26 neu (Sauerkreuzung)

PKW Fernverkehrsanschl√ľsse

  • B26 westlich Richtung Darmstadt Anschluss zur A5 + A67
  • B26 √∂stlich Richtung Aschaffenburg Anschluss zur A3
  • B45 n√∂rdlich Richtung Hanau Anschluss zu A3 + A 45
  • B45 n√∂rdlich Richtung Frankfurt/Offenbach √ľber B486 und A661
  • B45 s√ľdlich Richtung Michelstadt/Erbach

Die vierspurigen Abschnitte der B 26 und der B 45 liegen heute auf den Trassen der ehemaligen Autobahnen A680 und A683 .

Universitäten, Fachhochschulen, Berufsakademien, Schulen

  • Gutenbergschule; Grundschule
  • Marienschule; Grundschule
  • Goetheschule; Kooperative Gesamtschule
  • Alfred-Delp-Schule; Oberstufengymnasium
  • Landrat-Gruber-Schule; Berufbildende Schule mit Beruflichem Gymnasium
  • Fachhochschule Darmstadt Campus Dieburg; Hochschule
  • Anne-Frank-Schule; Schule f√ľr Lernhilfe
  • Gustav-Heinemann-Schule; Sonderschule
  • PTI-Dieburg ; Privatschule

siehe hierzu Dieburg die Schulstadt

Marktplatz in Dieburg
Marktplatz in Dieburg

Städtepartnerschaften

  • Aubergenville , Frankreich (seit 1975 )
  • Vielau , Deutschland (seit 1990 )
  • Mlad√° Boleslav , Tschechien (seit 1997 )
Mittelalterliches Badhaus
Mittelalterliches Badhaus

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Drache zu Dieburg 1603

Der "Drache zu Dieburg" war der Glöckner und Kupferschmied Lorenz Drach aus Dieburg. Er wurde am 18. April 1603 im kurmainzischen Aschaffenburg zusammen mit anderen Männern durch Vierteilung hingerichtet. Wegen der Verfolgung ihrer Frauen hatten die Männer eine Schmähschrift verfasst, in der die Hexenprozesse des Erzbischofs angeprangert wurden. Sie wurden beschuldigt, angeblich die Ermordung des Erzbischofs geplant zu haben.

Als Beispiel f√ľr Tyrannei und Willk√ľr der Obrigkeit ist er erw√§hnt in: Anton Praetorius , Gr√ľndlicher Bericht √ľber Zauberey 1613 Vorrede, S. 20

Quelle: Herbert Pohl: "Hexenglaube und Hexenverfolgung im Kurf√ľrstentum Mainz", Stuttgart 1988, S. 118 f.

  • Christian Bieniek , deutscher Schriftsteller und Kinderbuchautor
  • J√∂rg Ro√ükopf , deutscher Tischtennisspieler

Vereine

Dieburg hat eine große Anzahl an Vereinen die viele Bereiche des kulturellen und sportlichen Lebens abdecken.

Foto der Pieta in der Wallfahrtskirche
Foto der Pieta in der Wallfahrtskirche

Kirchen in Dieburg

  • Wallfahrtskirche
  • Evangelische Kirche
  • Kapuzinerkloster
  • katholische Kirche
  • Neuapostolische Kirche
Fastnachtsbrunnen in Dieburg
Fastnachtsbrunnen in Dieburg

Sonstiges

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Schlossgartenfest
  • Dieburger Trabrenntag
  • Martinsmarkt
  • Fastnachtsveranstaltungen in Dieburg
  • Maimarkt

Weblinks

J√ľdischer Friedhof
J√ľdischer Friedhof
Commons: Dieburg ‚Äď Bilder, Videos oder Audiodateien


Koordinaten: 49¬į 54' N, 08¬į 51' O

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Am Rotk√§ppchenwald 64859 Eppertshausen http://www.rotkaeppchenwald.de/  06071 / 3 90 40
Br√ľder Grimm Hotel 64823 Gro√ü-Umstadt http://www.brueder-grimm-hotel.de/  06078 / 78 40
Lindenhof 63322 R√∂dermark http://www.hotel-lindenhof.com/  06074 / 899-0
Parkhotel R√∂dermark 63322 R√∂dermark http://www.parkhotel-roedermark.com  06106 / 7092-0
J√§gerhof 63322 R√∂dermark http://www.jaegerhof-roedermark.de/  06074 / 87480
Jakob 64823 Gro√ü-Umstadt http://www.hotel-jakob.de/  06078 / 7800-0
Mainzer-Hof 64807 Dieburg http://www.mainzer-hof.de/  06171 / 8813-0
An der Waldstra√üe 64846 Gro√ü-Zimmern http://www.hotel-waldstrasse.de/  06071 / 97 00 - 0
Bessunger Forst 64380 Ro√üdorf http://www.hotel-bessunger-forst.de/  06154 / 6 08-0
Sunibel Inn Comfort Appart Hotel 64354 Reinheim http://www.afrodithe.de/hotel/index.html Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 506162 / 913376
Waldhotel - Haus Hubertus 64807 Dieburg http://www.waldhotelhubertus.de/  06071 / 921444
Aron 64380 Roßdorf http://www.aronhotel.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 306154 / 800350
Hotel & G√§stehaus Landhaus am Wembach 64354 Reinheim http://www.hotel-vonderschmidt.de  06162 / 10 18

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