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Letzte Änderung für Artikel Borken (Hessen): 19.02.2006 15:46

Borken (Hessen)

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Wappen Karte
Wappen Borkens Deutschlandkarte, Position von Borken hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk : Kassel
Landkreis : Schwalm-Eder-Kreis
Fläche : 82,3 km²
Einwohner : 13.619 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte : 165 Einwohner je km²
H√∂he : 206 m √ľ. NN
Postleitzahl : 34582
Vorwahl : 05682
Geografische Lage :
Koordinaten: 51¬į 02' N, 09¬į 16' O
51¬į 02' N, 09¬į 16' O
Kfz-Kennzeichen : HR
Gemeindeschl√ľssel : 06 6 34 001
Stadtgliederung: 14 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Rathaus 7
34582 Borken (Hessen)
Offizielle Website: www.borken-hessen.de
E-Mail-Adresse: stadtverwaltung@borken-hessen.de
Politik
B√ľrgermeister : Bernd He√üler ( SPD )

Borken ist eine Kleinstadt mit 13.600 Einwohnern in Nordhessen (Schwalm-Eder-Kreis).

Die Stadt ist ein ehemaliges Zentrum des Braunkohle -Abbaus und der Braunkohle-Verstromung in Hessen. Der Braunkohle-Abbau, der hier im Unterschied zu anderen Braunkohle-Revieren auch unter Tage erfolgte, wurde nach dem schweren Grubenungl√ľck (Kohlestaubexplosion) am 1. Juni 1988 eingestellt.

Die ehemaligen Tagebaufl√§chen sind mittlerweile rekultiviert worden, es entstand eine Seenlandschaft, die teilweise unter Naturschutz steht, andernteils aber auch f√ľr sportliche Aktivit√§ten freigegeben ist. Dazu geh√∂ren unter anderem :

  • der Borkener See (Naturschutzgebiet),
  • der Singliser See (Windsurfing),
  • die Stockelache (Badesee).

Eine besondere Attraktion von Borken ist das Bergbaumuseum, in dem die Bergbautradition der Stadt dargestellt wird. Seit dem Jahr 2003 ist auch das Freilichtmuseum er√∂ffnet, in dem man sich √ľber "Kohle und Energie" informieren kann. Ferner wird das Braunkohle-Bergbaumuseum als Naturschutz Informationszentrum genutzt.

Das weithin sichtbare Wahrzeichen Borkens ist der Wasserturm.
Wahrzeichen von Borken
Wahrzeichen von Borken

Inhaltsverzeichnis

Städtepartnerschaften:

  • M√©ru ( Frankreich ) - seit 1964
  • H√ľttschlag ( √Ėsterreich ) - seit 1989
  • Izabelin ( Polen ) - seit 2001
  • Teuchern (Sachsen-Anhalt) - seit 1991
  • Noailles ( Frankreich ) - mit Gro√üenenglis seit 1970
  • Haucourt-Moulaine-St. Charles ( Frankreich ) - mit Kleinenglis seit 1966

Stadtteile:

Arnsbach

Arnsbach ist ein Stadtteil von Borken mit etwa 600 Einwohnern. Es liegt nahe dem Badesee Stockelache . Am nord-√∂stlichen Fuss der Altenburg liegt der fr√ľhgeschichtliche Ort Blankenhain. √Ėstlich von Arnsbach war der erste Braunkohle-Tagebau im Gebiet von Borken.

Borken (Kernstadt)

Dillich

Freudenthal

Gombeth

Gombeth wurde 857 n.Chr. erstmals urkundlich als "Gumbetta die Marka" erwähnt. Heute ist die ehemals eigenständige Gemeinde Stadtteil von Borken.
Gombeth ist von allen Seiten vom Braunkohlebergbau umgeben, so entstanden Tagebauten im S√ľden in Richtung Singlis (heute bekanntes Surfrevier) und in Richtung Borken. Der Tagebau in √∂stlicher Richtung wurde im Zuge der Renaturierung von der Preussen Elektra wieder versch√ľttet.

Großenenglis

Die ehemals eigenständige Gemeinde Großenenglis ist seit ihrer Eingliederung 1974 mit derzeit 1.190 Einwohnern der nördlichste und flächenmäßig mit 988 Hektar größte Stadtteil von Borken.

Neben einem reichhaltigen Angebot an lokalen Vereinen und Verb√§nden unterh√§lt der Ort seit √ľber 30 Jahren partnerschaftliche Beziehungen zur 70 km n√∂rdlich von Paris gelegenen Stadt Noailles.

Geschichte

Die erste urkundliche Erw√§hnung erfolgte im Jahr 775 n. Chr. als "Angelgise" im Breviarium sancti Lulli, dem Hersfelder G√ľterverzeichnis. Im Jahr 1125 hie√ü das Dorf "Engilgis", 1225 "Engilgis major" (lat. der gr√∂√üere oder √§ltere) und unterschied sich dadurch vom Nachbardorf Kleinenglis.

Der s√ľdliche Ortsteil (34 Wohnh√§user) musste 1951 dem Braunkohlenbergbau "Altenburg II" weichen, ein neues Siedlungsgebiet im Oberdorf entstand.

Mit einem Festprogramm vom 31. Mai bis 4. Juni 2000 und der Herausgabe eines Buches w√ľrdigte der Ort sein damals 1225-j√§hriges Bestehen.

In Großenenglis geboren und aufgewachsen ist die Theologin Marianne Hartung , geb. Pisch, deren Hauptwerk " Angst und Schuld " im Jahr 1979 erschien.

Historische Gebäude

  • Kirchturm "Warte auf der Landwehr" ( 1431 erbaut)
  • Amtshaus (Sternstra√üe, 1686 erbaut)
  • Rittergut Handt (Herrenhaus 1505 - 1515 erbaut)
  • Rittergut Kalbsburg (ca. 2 km n√∂rdlich au√üerhalb gelegen) mit Turm "Hohenenglis" und Villa ( 1911 - 1913 erbaut)

Haarhausen

Kerstenhausen

Kerstenhausen hat ca. 600 Einwohner. Der Ort verdankt seine erste Erwähnung keiner systematischen Geschichtsschreibung, sondern wird in einer Urkunde aus dem Jahr 1044 als Christinehysen erstmals erwähnt. Die in Gandersheim ausgestellte Urkunde befindet sich heute im Staatsarchiv von Luzern. Im Jahr 1344 wird die zum Dorf Kleinkerstenhausen gehördende Margarethenkirche erstmals urkundlich erwähnt. Kleinkerstenhausen lag seitlich der heutigen Straße von Arnsbach nach Kerstenhausen. Im Laufe der Jahrhunderte schrumpfte Kleinkerstenhausen zu einem einzelnen Hof zusammen und wurde in 1578 letztmalig erwähnt. Die Margarethenkirche verfiel zur Ruine.

Kleinenglis

Kleinenglis hat ca. 1300 Einwohner und ist im Laufe der Jahre zum größten Orsteil der Gemeinde Borken gewachsen. Im Ort selber gibt es die evangelische St. Michael Kirche mit alten Wandmalerein. Der Ort selber hat eine eigene Metzgerei, Friseur, Bäcker, Bank, das einzige was fehlt ist ein Edeka-Markt.

Sehensw√ľrdigkeiten

Ein Denkmal mit nationalgeschichtlicher Bedeutung ist das Kaiserkreuz. Hier wurde am 05. Juni 1400 Herzog Friedrich von Braunschweig/Wolfenb√ľttel ermordet. Die aus gotischen Minuskeln bestehende Inschrift des Kreuzes ist, trotz zahlreicher Versuche bis zum heutigen Tag nicht zweifelsfrei gedeutet.

Ein weiteres Kulturdenkmal ist die St. Michael Kirche in der Hundsburgstraße mit ihren spätgotischen Wandmalereien aus dem 15./16. Jahrhundert.

Lendorf

Lendorf hat ca. 400 Einwohner.

Nassenerfurth

Pfaffenhausen

Singlis

Der Stadtteil Singlis hat rund 880 Einwohner.

Geschichte

Wo der von Pfaffenhausen kommende Gilsbach in die Schwalm einm√ľndet, liegt Singlis, eine uralte Siedlung, deren Spuren bis in die j√ľngere Steinzeit zur√ľckreichen. Das Dorf wird erstmalig unter dem Namen Sungsule im Jahre 775 im Breviarium sancti Lulli, einem G√ľterverzeichnis des damaligen Klosters Hersfeld, schriftlich erw√§hnt. In den folgenden Jahrhunderten ist vor allem das Adelsgeschlecht derer von Z√ľschen in Singlis reich beg√ľtert. Im Jahre 1265 verkaufen die Z√ľschener ihre G√ľter in Singlis samt allem Zubeh√∂r, einschlie√ülich der M√ľhle und dem Gericht in Singlis und Nordwig an das Kloster Haina . Das Kloster Haina baute seinen neuen Besitz mit ca. 55 Morgen Land zu einem seiner bedeutendsten Wirtschaftsh√∂fe aus. Im Zuge der Reformation und der Aufhebung des Klosters wird dessen Hof in Singlis mit Eink√ľnften im Jahre 1540 der Universit√§t Marburg zugewiesen. Der Hof wurde einem landgr√§flichen Vogt unterstellt und nannte sich "Universit√§ts-Vogtei Singlis". Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Hof verkauft und sp√§ter die L√§ndereien an einzelne Singliser Bauern ver√§u√üert. Das Dorf geh√∂rte 1578 zum Amt Borken und hatte um diese Zeit 52 Haushaltungen. Nach dem hierzulande √ľblichen Bev√∂lkerungsr√ľckgang in Folge des 30-j√§hrigen Krieges wurde erst wieder Anfang des 19. Jahrhunderts die vorherige Zahl erreicht. Heute hat Singlis 909 Einwohner. Der heutige Standort der Kirche war vermutlich das Zentrum der Ansiedlung im fr√ľhen Mittelalter . Das Gel√§nde ist dort, wohl zum Schutz gegen Hochwasser, um etwa 2 m gegen√ľber der Umgebung erh√∂ht. Eine Kirche wird erstmals in 1265 erw√§hnt, als die von Z√ľschen den Edelhof an das Kloster Haina verkaufen. Die heutige Kirche wurde zwischen 1700 und 1710 als einfacher Saalbau errichtet und mehrfach, zuletzt 1971 , gr√ľndlich renoviert. Seither steht der Glockenturm n√∂rdlich neben der Kirche. Singlis ist seit der Reformation Sitz einer Pfarrei und hat Lendorf als Filial.


Die Singliser Schwalmm√ľhle wird erstmalig 1266 erw√§hnt. Sie lag damals direkt an der Schwalm und zwar dort, wo heute der Gilsbach einm√ľndet. Erst in 1508 wurde ein M√ľhlgraben angelegt und die M√ľhle an den heutigen Standort verlegt. Von dieser Zeit bis 1977 war die M√ľhle im Besitz der Familien Wagner und N√∂ll. 1807 wird in Singlis der Schriftsteller Ernst Koch (Schriftsteller) geboren. Die Preussen Elektra als neuer Eigent√ľmer hat den Mahlbetrieb stillgelegt, erzeugt aber dort mit Wasserkraft heute noch elektrischen Strom, der ins Netz der E.ON Mitte (vormals EAM ) eingespeist wird. Die 503 ha gro√üe Gemarkung wurde in der Zeit von 1960 bis 1972 auch vom Braunkohlebergbau beeintr√§chtigt. Der ehemalige Tagebau mit dem Namen "Singlis" lag unmittelbar westlich des Dorfes und ist heute eine ca. 70 ha gro8e Wasserfl√§che.

Stolzenbach

Stolzenbach hat 123 Einwohner.

Die Schachtanlage Stolzenbach des Braunkohlegebietes Borken f√∂rderte seit 1956 im Untertagebau aus einer Tiefe von ca. 60 - 170 m Tiefe Braunkohle . Bei einer der gr√∂√üten Katastrophen im deutschen Kohlebergbau werden am 1. Juni 1988 durch eine Kohlenstaubexplosion in der Braunkohlengrube Stolzenbach 51 Bergleute get√∂tet. Sechs Bergleute √ľberleben in 150 Meter Tiefe in einer Luftblase und werden am 4. Juni gerettet. Nach dem Ungl√ľck wurde der Braunkohlebergbau in der Region Borken eingestellt. Zur Akutbetreuung der Opfer und Hilfskr√§fte wurde die "Stolzenbachhilfe" gegr√ľndet (s. a.: Notfallseelsorge , Krisenintervention )

Die Grube ist eine wichtige paläontologische Fundstätte ( Sumpfschildkröten Palaeoemys hessiaca und Borkenia oschkinisi).

Literatur zum Untertagebau

  • Arbeitsgruppe Stolzenbachhilfe (Hg.): Nach der Katastrophe. Das Grubenungl√ľck von Borken, Ein Erfahrungsbericht √ľber drei Jahre psychosoziale Hilfe. Hrsg. v. der Arbeitsgruppe Stolzenbachhilfe, 1992, ISBN 3-525-45751-0
  • Mathes, Rainer et al.: Kommunikation in der Krise. Autopsie eines Medienereignisses. Das Grubenungl√ľck in Borken, 1992. ISBN 3-927-28211-1
  • Oschkinis, V. & Gregor, H.-J.: Pal√§ontologische Funde aus der eoz√§nen Braunkohle des Untertagebaus Stolzenbach (Preu√üenElektra) in Niederhessen, 1992.

Trockenerfurth

Der Stadtteil Trockenerfurth hat 967 Einwohner (Stand: März 2004).

Persönlichkeiten Borkens und seiner Stadtteile

  • Wilhelm Christoph Friedrich Arnold (Kulturhistoriker)
  • Ernst Koch (Schriftsteller)
  • General Geise, sp√§ter General Johann von Geyso ‚Ć 1661
  • General von Sch√∂nhals (√Ėsterreichischer General) ‚Ć 1854

Schulen

Weblinks

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