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Letzte Änderung für Artikel Alsfeld: 19.02.2006 15:36

Alsfeld

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Wappen Karte
Wappen fehlt
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Deutschlandkarte, Position von Alsfeld hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk : GieĂźen
Landkreis : Vogelsbergkreis
Geografische Lage :
Koordinaten: 50° 45′ n. Br., 9° 16′ Ă¶. L.
50° 45′ n. Br., 9° 16′ Ă¶. L.
Höhe : 260 bis 290 m ü. NN
Fläche : 129,69 km²
Einwohner : 17.674 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte : 136 Einwohner je km²
Postleitzahl : 36304
Vorwahl : 06631
Kfz-Kennzeichen : VB
GemeindeschlĂĽssel : 06 5 35 001
Stadtgliederung: 16 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
36304 Alsfeld
Offizielle Website: www.alsfeld.de
E-Mail-Adresse: info@stadt.alsfeld.de
Politik
BĂĽrgermeister : Herbert Diestelmann ( SPD )

Alsfeld ist eine Stadt im Zentrum von Hessen. Die nächstgrößeren Städte sind Bad Hersfeld, etwa 39 km im Osten, Fulda, ungefähr 44 km im Südosten, Gießen, zirka 52 km im Westen und Marburg , etwa 43 km im Nordwesten gelegen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Stadt liegt am Oberlauf der Schwalm im nördlichen Vogelsberggebiet und am südlichen Rand des Knüllgebirges, am Westhang des Alsfelder Beckens. Je nach Betrachtung (Wetterregionen, Zuteilung von Rundfunkredaktionen, usw.) genießt Alsfeld eine verwirrende Zuordnung zu verschiedenen willkürlichen Regionsbezeichnungen: Alsfeld ist leicht am Zentrum Deutschlands zu finden.

Nachbargemeinden und -kreise

Alsfeld grenzt im Norden an die Gemeinden Willingshausen, Schrecksbach und Ottrau (alle Schwalm-Eder-Kreis), im Osten an die Gemeinde Breitenbach (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) und die Gemeinde Grebenau (Vogelsbergkreis), im Süden an die Gemeinden Schwalmtal und Romrod, sowie im Westen an die Stadt Kirtorf und die Gemeinde Antrifttal, alle ebenfalls zum Vogelsbergkreis gehörend.

Stadtgliederung

Neben der Kernstadt gibt es die Stadtteile Altenburg, Angenrod, Berfa, Billertshausen, Eifa, Elbenrod, Eudorf, Fischbach, Hattendorf, Heidelbach, Leusel, Liederbach, Lingelbach, MĂĽnch-Leusel, Reibertenrod und Schwabenrod.

Wappen

Blasonierung: Das Wappen zeigt in blau einen rechtsgewendeten, golden gekrönten und golden bewehrten, roten Löwe. Rechts ein Schwert mit silberner Schneide und goldenem Griff.

Bedeutung: Das älteste Siegel der Stadt zeigte um 1234 den Landgrafen von Hessen als Richter mit Schwert in der einen Hand und in der Anderen ein Schild. Dieses Schild zeigte das Wappen der Landgrafen von Hessen (den Löwe von Hessen). Die heutige Anordnung auf dem Wappen erschien ab dem späten 14. Jahrhundert. Seit dem gab es nur kleine farbliche Änderungen, so wurde der frührer sieben Mal von Silber und Rot geteilte Löwe einfarbig.

Geschichte

Im 4. Jahrhundert nach Chr. durchquerten die Hunnen unter Attila die Region um Alsfeld. Der in dieser Gegend noch ĂĽberdurchschnittlich oft auftretende Mongolenfleck zeugt davon.

Alsfeld wurde im Jahre 1069 das erste Mal urkundlich erwähnt. Ausgrabungen in der Walpurgiskirche haben ergeben, dass es hier im 9. bzw. 10. Jahrhundert schon eine romanische Kirche gegeben hat. Somit entstand der Ort vermutlich in der Zeit der Karolinger . Zwischen 1180 und 1190 bauten die Landgrafen von Thüringen hier an der historischen Handelsstraße der Kurzen Hessen, eine Burg. Diese Lage begünstigte die Entwicklung von Alsfeld, so dass Alsfeld ab 1222 als Stadt bezeugt ist.

Das Rathaus von Alsfeld
Das Rathaus von Alsfeld

Seit 1247 gehört Alsfeld zu Hessen und im Jahre 1254 tritt die Stadt dem Rheinischen Städtebund bei. Herrman II. baute sich hier 1395 ein Schloss und die Stadt war zeitweise Residenzstadt. Seit 1567 gehörte die Stadt zu Hessen-Marburg und ab 1604 zu Hessen-Darmstadt . Bis 1972 war sie Sitz des gleichnamigen Landkreises, der bei der hessischen Gebietsreform mit dem Nachbarkreis Lauterbach und dem Raum Schotten zum Vogelsbergkreis zusammengeschlossen wurde.

Die Entscheidung des hessischen Innenministeriums, Lauterbach zur Kreisstadt zu bestimmen, führte seinerzeit zu einiger Verbitterung in Alsfeld, die das Verhältnis zu Lauterbach über Jahre hinweg belastete. Auf Grund der Proteste im Alsfelder Raum teilte z. B. die Kfz-Zulassungsstelle Alsfeld zwischen 1972 und 1978 nicht, wie ursprünglich vorgesehen, das Kennzeichen LAT (Lauterbach), sondern weiterhin Nummernschilder mit dem Kürzel ALS zu, bis 1978 die Kombination VB als Autokennzeichen des Vogelsbergkreises festgelegt wurde.

Eine der vielen Geschichten, wie Alsfeld zu seinem Namen und seiner Lage gekommen sei, lautet wie folgt. Um das Jahr 1200 machte der Markgraf von Hessen/Thüringen einen Ausritt über den Vogelsberg. Auf dem Homberg (einem Hügel nahe Alsfeld) angekommen, blies dort ein starker Wind. So sagte dieser: „Als fällt mir der Hut vom Kopp.“ („Als“: oberhessisch für „immerfort“.) Aus „als fällt“ wurde dann angeblich Alsfeld.

Politik

37 Stadtverordnete bilden die Alsfelder Stadtverordnetenversammlung . Die Sitzverteilung stellt sich seit der letzten Kommunalwahl am 18. März 2001 wie folgt dar:

SPD 15 Sitze
CDU 13 Sitze
UWA 5 Sitze
BĂĽndnis 90/Die GrĂĽnen 3 Sitze
FDP 1 Sitz

Der Magistrat besteht aus 9 Stadträten. Davon entfallen 3 Sitze auf die SPD , 3 Sitze auf die CDU , 2 Sitze auf die UWA und ein Sitz auf Bündnis 90/Die Grünen .

Der Bürgermeister Herbert Diestelmann ( SPD ) wurde am 13. Februar 2005 mit einem Stimmenanteil von 52,7 % wiedergewählt.

Wirtschaft

Verkehr

Alsfeld liegt unmittelbar an der Autobahn BAB 5 mit den Anschlussstellen Alsfeld Ost und Alsfeld West. Die dort gelegene Raststätte „Pfefferhöhe“ ist nach der Raststätte Rimberg die zweithöchste der BAB 5 und ist auch wegen der Erreichbarkeit über die B 49 beliebter Treffpunkt.

Die BundesstraĂźen B 254 und B 62 fĂĽhren durch die Stadt. Weiterhin beginnt hier die BundesstraĂźe B 49.

Alsfeld ist auch per Eisenbahn ĂĽber die Vogelsbergbahn GieĂźen - Alsfeld - Fulda erreichbar. Seit dem 01.04.1916 konnte Alsfeld von Niederaula her mit der GrĂĽndchenbahn angefahren werden. Der Personenverkehr wurde hier schon am 25.05.1974 wieder eingestellt. Der letzte Zug, ein GĂĽterzug, verlieĂź Alsfeld am 28.05.1988 nach Eifa. Seitdem ist die Strecke zwischen Alsfeld und Breitenbach unterschiedlich renaturiert.

Die Einfädelung der Gründchenbahn bedingte eine Umgestaltung der Bahnanlagen, das prächtige neoklassizistische Empfangsgebäude stammt aus dieser Zeit. Das Empfangsgebäude und die Ausmaße des Bahnhofes (mit Lokstation) lassen erahnen, welche verkehrliche, wirtschaftliche Bedeutung Alsfeld für das agrarisch geprägte Umland hatte.

Städtepartnerschaften

  • New Mills (Derbyshire/ GroĂźbritannien , seit 1962)
  • Nakskov ( Dänemark , seit 1963)
  • Chaville ( Frankreich ), seit 1974)
  • Amstetten ( Ă–sterreich , seit 1979)
  • Spisská Nová Ves ( Slowakische Republik , seit 1992)

Entwicklung des Stadtgebiets

Eingemeindungen

Die Gemeinden Berfa , Hattendorf, Liederbach und Lingelbach wurden anlässlich der Gemeindereform am 11. Juli 1972 eingemeindet.

Kultur und SehenswĂĽrdigkeiten

Konzerte

  • Regelmäßig Rock-, Pop- und volkstĂĽmliche Konzerte in der Hessenhalle
  • Regelmäßige alternative Konzert im alten Jugendzentrum

Theater

  • Theater Regional in der Stadthalle
  • Alljährliches Theater der lokalen höheren Schulen (ASS/MES)

Museen

  • Regionalmuseum Alsfeld, Rittergasse, in den Patrizierhäusern „Neurath-Haus“ (erbaut 1688) und dem „Minnigerode-Haus“ (erbaut 1687), gibt Vorträgen u.a. Veranstaltungen eine besondere Atmosphäre, häufig kleine, feine Sonderausstellungen
  • Spielzeugmuseum Alsfeld
  • Märchenhaus Alsfeld Sackgasse/ Ecke Samuel-Spier-Gasse: Ă–ffnungszeiten und Veranstaltungskonditionen im Tourist Center Alsfeld am Markt, besonders zu Weihnachten sehr romantisch

Bauwerke

Rathaus, Weinhaus, ältestes Fachwerkhaus und Walpurgiskirche
Rathaus, Weinhaus, ältestes Fachwerkhaus und Walpurgiskirche
Die Stadt ist bekannt fĂĽr ihre Altstadt mit geschlossener historischer Bebauung.

Diese ist wie für mittelalterliche Städte typisch angelegt: Um den Marktplatz als Zentrum verläuft in einiger Entfernung die aus strategischen Gründen nahezu kreisförmige Stadtmauer. Diese enthält Öffnungen an den in weiterer Vorzeit entstandenen Verkehrswegen. Von diesen Öffnungen, den Stadttoren, her gelangt man auf meist geradem Weg zum Mittelpunkt der Stadt - und aus dieser auch wieder heraus. In Alsfeld ist der Verlauf der Stadtmauer an den Gassen, die nicht dem überregionalen Verkehr dienten, erahnbar. Die Krümmungen dieser Gassen, dem Verlauf der damaligen Stadtmauer folgend, bieten im Jahres- und Tageslauf bei unterschiedlichstem Licht dem sensiblen Betrachter zahllose Motive für seine persönlichen Erinnerungen.

Merkwürdig ist, daß die von Nordosten, von der Messestadt Leipzig und von Kassel nach Frankfurt verlaufende Handelsstraße (heutiger Straßenzug: Hersfelder Straße, Obergasse, Obere Fulder Gasse, Markt) innerhalb der Stadt so verwinkelt verläuft wie auch weit außerhalb der Stadt. So ist zu vermuten, daß sich Äußeres etwas verkleinert schon immer auch innerhalb Alsfeld wiederfindet.

Am Markt im Zentrum der Altstadt befindet sich das Fachwerk-Rathaus in frühem Rähmbau , das von 1512 bis 1516 errichtet worden ist. Sein steinerner Unterbau wurde früher als Markthalle genutzt. Beim Rathaus, auf dem Winkel Markt - Obergasse steht das Weinhaus, an dessen Ecke sich noch heute der Pranger befindet.

Der Pranger ist ein schließbarer Eisenring, der den Verletzern mittelalterlicher Regeln um den Hals gelegt wurde. Die tatsächlichen oder vermeintlichen Regelverletzer waren in ihrer Wehrlosigkeit damit dem Spott oder sogar der physischen Mißachtung (z.B. anspucken) der anderen Einwohner ausgesetzt. Der mit einem Trittstein und deutlichen Benutzungsspuren (!!) ausgestattete Pranger ist ein beliebtes Fotomotiv für viele Gäste der Stadt.

Das Weinhaus wurde im Jahre 1538 von Hans von Frankfurt mit einem Staffelgiebel errichtet. Gebaut wurde es als städtisches Weinlager und Ausschank. Die alten Vorhangbogenfenster wurden 1840 verändert.

An das Weinhaus angelehnt ist das älteste Fachwerkhaus der Stadt. Es wurde in Ständerbauweise errichtet. Die ältesten Teile des Hauses stammen von 1350 . Weitere Aus- und Umbauten fanden 1403 und 1464 statt. Unter dem Haus befinden sich noch zwei Keller mit Tonnengewölbe, die aus der Zeit der Stadtgründung stammen. Im Erdgeschoß seit Jahrzehnten kulturwahrende Nutzung in Privatinitiative. Hinter diesen drei Gebäuden steht die Walpurgiskirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts . Der Chor wurde im Jahr 1393 neu erbaut, der Turm wurde nach dessen Einsturz 1394 neu errichte, allerdings erst 1543 vollendet und 1836 um ein Geschoss gekürzt. Das gotische Langhaus wurde ab 1472 zu einer Kirchenhalle umgebaut. In einer zu den Architekturformen passenden Bildsprache schuf Charles Crodel 1963 die den Kirchenraum prägende Gesamtverglasung.

In unmittelbarer Nähe zur Walpurgiskirche befindet sich das spätgotische Beinhaus, das 1368 das erste Mal erwähnt und 1510 erweitert wurde. Es diente zur Aufbewahrung der Gebeine aus dem Friedhof.

Am sĂĽdlichen Ende der Altstadt steht die Dreifaltigkeitskirche, die ehemalige Klosterkirche der Augustiner aus dem 14. Jahrhundert . Sie besitzt einen zweischiffigen, asymmetrischen Hallenbau, der um das Jahr 1435 erbaut wurde. Der Kirche fehlt, wie bei Bauten von Bettelorden ĂĽblich, ein Kirchturm.

Bei den Ruinen der Klosterbauten ist ein StĂĽck der alten Stadtmauer mit dem Leonhardsturm erhalten, einem Torturm der ehemaligen Stadtbefestigung, der 1386 erbaut wurde.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Himmelfahrt: akademischer MarktfrĂĽhschoppen
  • Alsfelder Pfingstmarkt
  • Alsfelder Stadtfest (1. Augustsamstag)
  • Marktspiel mit historischem Markt (2. Wochenende im September)
  • Alsfelder Weihnachtsmarkt
  • Vogelsberger Spezialitäten: Verschiedene publikumswirksame Aktivitäten Alsfelder Einwohner am 1. Samstag des Monats
  • Bauern- und Spezialitätenmarkt am 3. Samstag des Monats

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Samuel Spier (* 4. April 1838 , † 9. November 1903 ), einer der MitbegrĂĽnder der deutschen Sozialdemokratie
  • Rudolf Stammler (Rechtsphilosoph)
  • Henny Koch (* 22. September 1854 ; † 13. Juni 1925 ), Schriftstellerin
  • Dr. Peter Gruss (* 28. Juni 1949 ), Präsident der Max-Planck-Gesellschaft
  • Thomas Freitag (* 17. Juni 1950 ), deutscher Kabarettist
  • Stephan Weidner (* 29. Mai 1963 ), Texter, Bassist und Sänger der Gruppe Böhse Onkelz

Weblinks

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Wikipedia

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