fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Wittstock/Dosse: 16.02.2006 13:08

Wittstock/Dosse

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Wappen von Wittstock/Dosse Deutschlandkarte, Position von Wittstock/Dosse hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis : Ostprignitz-Ruppin
Geografische Lage :
Koordinaten: 53¬į 09' N, 12¬į 30' O
53¬į 09' N, 12¬į 30' O
H√∂he : 59 m √ľ. NN
Fläche : 417,19 km²
Einwohner : 16.525 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 40 Einwohner je km²
Postleitzahl : 16909
Vorwahl : 03394
Kfz-Kennzeichen : OPR
Gemeindeschl√ľssel : 12 0 68 468
Stadtgliederung: 24 Orts- bzw.
Gemeindeteile
Adresse der Stadtverwaltung: Rheinsberger Straße 18a
16909 Wittstock (Dosse)
Website : www.wittstock.de
B√ľrgermeister : Lutz Scheidemann ( FDP )

Wittstock/Dosse ist eine Kleinstadt in Nordwesten von Brandenburg. In der N√§he von Wittstock liegt ein Bombodrom genannter Truppen√ľbungsplatz .

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Wittstock liegt in der Ostprignitz, einer eiszeitlich gepr√§gten Endmor√§nenlandschaft s√ľdlich der Mecklenburgischen Seenplatte. Die Stadt liegt am Zusammenfluss der Fl√ľsse Dosse und Glinze.

Stadtgliederung

Wittstock gehörte bis zur letzten Gemeindereform zum Amt Wittstock-Land und war durch Eingemeindungen zu der flächenmäßig drittgrößten Stadt Deutschlands geworden. Zum 1. Januar 2005 löste sich die Gemeinde Heiligengrabe aus diesem Verbund, so dass sich die Größe reduzierte.

Wittstock/Dosse, Ackerfelde, Klein Haßlow, Neu Cölln, Randow, Tetschendorf, Babitz, Berlinchen, Biesen, Christdorf, Dossow, Dranse , Fretzdorf, Freyenstein, Gadow, Goldbeck, Groß Haßlow, Niemerlang, Rossow, Schweinrich, Sewekow, Wulfersdorf, Zempow, Zootzen .

Die Gemeinden Herzsprung und Königsberg erreichten 2004 einen Gerichtsbeschluss, dass ihre Zwangseingemeindung aus Formfehlern nichtig war, und konnten so vorläufig selbständig bleiben - innerhalb der Verwaltung des Amtes Wittstock/Dosse. Seit dem 1. Januar 2005 gehören sie als Ortsteile zur Gemeinde Heiligengrabe.

Geschichte

Wittstock entstand aus einer slawischen Siedlung und wurde 946 in der Stiftungsurkunde f√ľr das Bistum Havelberg erstmals erw√§hnt. Es ist eine der √§ltesten St√§dte Brandenburgs. Am 13. September 1248 wurde Wittstock durch Bischof Heinrich I. von Havelberg das Stendaler Stadtrecht verliehen. 1251 erh√§lt die Stadt einen Abdruck des Stadtsiegels, das auch eines der √§ltesten in ganz Brandenburg ist. Die auf den Fundamenten einer slawischen Befestigung errichtete Wittstocker Burg diente den Bisch√∂fen von Havelberg von 1271 bis 1548 als Wohnsitz, die daher auch als Alte Bischofsburg bezeichnet wird.

Erstmalig wurde 1325 ein Tuchmacher , 1328 ein Lehrer und 1333 ein Gewandschneider in der Stadt erw√§hnt. Im Jahr 1409 ersch√ľtterte ein Erdbeben Wittstock und 1495 zerst√∂rte eine Feuersbrunst gro√üe Teile der Stadt. Die erste Stadtordnung wurde 1523 erlassen. Mit Busso II. starb 1548 der letzte Bischof von Havelberg auf der Wittstocker Burg. Die Herrschaft des Bistums Havelberg endete 1550 mit der Reformation in Wittstock.

Im Drei√üigj√§hrigen Krieg siegten 1636 in der Schlacht bei Wittstock am Scharfenberg die Schweden √ľber die kaiserlichen Truppen und Sachsen. 1638 wurde Wittstock von der Pest heimgesucht. 1500 Menschen, das war die H√§lfte der Bev√∂lkerung, starben. Kurf√ľrst Friedrich Wilhelm von Brandenburg besuchte 1658 die Stadt. 1681 wurde Wittstock Poststation auf der Postroute Berlin‚ÄďG√ľstrow. Die Reisezeit nach Berlin betrug damals 24 Stunden (heute mit PKW etwa 1 Stunde ). Erneut zerst√∂rte 1716 ein gro√üer Stadtbrand zwei Drittel der Stadt. Um die Bev√∂lkerungsverluste der letzten Jahrzehnte auszugleichen, wurden 1750 Kolonisten aus W√ľrttemberg und der Pfalz in und um Wittstock angesiedelt.

Ein Teil des historischen Stadtkerns als Postkarte.
Ein Teil des historischen Stadtkerns als Postkarte.

W√§hrend des Krieges gegen Napoleon wurde die Stadt 1812 zur Festung erkl√§rt. Die erste Wittstocker und somit √§lteste Zeitung der Prignitz erschien 1826 . Im Jahr 1869 wurde das Wittstocker Gymnasium gegr√ľndet und 1885 wurde die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Im 1. Weltkrieg war Wittstock Standort eines Lazaretts . Bei Luftangriffen im 2. Weltkrieg wurden die Au√üenbezirke der Stadt getroffen. Die Rote Armee besetzte Wittstock 1945 und richtete in der Stadt bis Juni 1994 eine Garnison ein. Seit 1953 war Wittstock in der DDR eine Kreisstadt . Im Zuge der Gemeindereform verliert 1993 Wittstock diesen Status, der Kreis Wittstock geht im neuen Landkreis Ostprignitz-Ruppin auf.

Politik

Eine St√§dtepartnerschaft mit H√∂gan√§s aus Schweden besteht seit 2004 , ein Jugendaustausch ist f√ľr das Fr√ľhjahr 2005 zwischen schwedischen Jugendlichen und Wittstockern Gymnasiasten geplant. Eine weitere Partnerschaft besteht mit Uetersen.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Museen

Die Museen Alte Bischofsburg befinden sich in der alten Bischofsburg. Neben Sonderausstellungen wird im Amtsturm eine Dauerausstellung zum Drei√üigj√§hrigen Krieg gezeigt, das B√ľrgermeisterhaus beherbergt das Ostprignitzmuseum.

Kupferstich von Matthäus Merian aus dem Jahre 1692
Kupferstich von Matthäus Merian aus dem Jahre 1692

Musik

In Wittstock gibt es mehrere Ch√∂re, darunter die Ch√∂re der Kantorei Wittstock, den Wittstocker M√§nnerchor 1836 e. V. und den Schulchor des Gymnasiums. Zum Musikleben der Stadt geh√∂ren daneben auch Konzerte von lokalen Instrumentalensembles und Orgelkonzerte auf der L√ľtkem√ľller-Orgel der St.-Marien-Kirche sowie die Auftritte der Gruppe X-Time in der Heiliggeistkirche.

Bauwerke

  • Rathaus, 1905 umgebaut, unter Einbeziehung der mittelalterlichen Gerichtslaube und des Kellers des Vorg√§ngerbaus, im Innern zahlreiche Jugendstilelemente, Gem√§lde zur √úbergabe der Stadtrechte.
  • St.-Marien-Kirche aus dem 13. Jahrhundert , stattliche dreischiffige Backsteinhallenkirche mit Breitturm und barocker Turmhaube; Ausstattung aus dem 15. Jahrhundert ; Hochaltar aus zwei sp√§tgotischen Schnitzalt√§ren zusammengesetzt, Besteigung des Turms - 68 Meter hoch, nach Absprache mt dem Kirchenb√ľro m√∂glich.
  • Superintendentur, stadtbildpr√§gendes Fachwerkhaus, sehenswerter Innenhof - Anmeldung im Kirchenb√ľro
  • Telschow‚Äėsches Haus: Als 1681 die Kairolpost von G√ľstrow √ľber Wittstock nach Berlin fuhr, war das Haus erste Poststation.
  • Alte Bischofsburg, von 1271 bis 1548 Sitz der Bisch√∂fe von Havelberg, bestand aus Unter- und Oberburg (Amtshof) mit dem 32 m hohen Bergfried (Amtsturm), Burgmauer mit drei Wiekh√§usern. Heute Sitz von Museen.
  • Stadtmauer mit Wall- und Grabenzone, 2500 m lang, 4-7 Meter hoch, urspr√ľnglich bis zu 11 Meter, rund 30 Wiekh√§user, W√§lle und weitr√§umige √∂ffentlichen Gr√ľnfl√§chen.
  • Daberturm, 3 km n√∂rdlich der Stadt, letztes erhaltenes Au√üenwerk der mittelalterlichen Befestigung
  • Fachwerkhaus K√∂nigstra√üe 33, mehr als 300 Jahre alt, √ľberstand den gro√üen Brand von 1716 , letztes Zeugnis giebelst√§ndiger Bauweise in Wittstock.
  • Gr√∂pertor, als einziges von drei Stadttoren erhalten
  • Heiliggeistkirche, erbaut um 1300 , diente Kaufleuten und Reisenden als Andachtskirche. 1730 durch Stadtbrand zerst√∂rt, danach in der heutigen Form wiedererrichtet.
  • Adlerapotheke: seit mehr als 400 Jahren befindet sich hier eine Apotheke; Jugendstilfassade und sehenswerter Innenhof.
  • Friesen-Jahn-K√∂rner-Denkmal, erinnert an die Befreiungskriege (116 Wittstocker meldeten sich damals freiwillig zum Landsturm)

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Sehr gute direkte Anbindung √ľber die Autobahn durch das Autobahndreieck Wittstock in die Richtungen Berlin, Hamburg und Rostock. Und durch den RE 6 (Berlin Charlottenburg - Hennigsdorf - Neuruppin - Wittstock) und die RB 71 (Wittenberge - Pritzwalk - Wittstock)

Ansässige Unternehmen

  • ETM Elektrotechnik Mundt ( http://www.elektrotechnik-mundt.de )
  • Schomburg GmbH Systembaustoffe (Zweigniederlassung)
  • Kronotex GmbH
  • Promix GmbH cosmetics
  • WICOM Software GmbH - EDV Systemhaus
  • andr√© Werbung am Einkaufswagen

Bildung

Gymnasium, Gesamtschule - ab 01. August 2005 Dr. Wilhelm-Polthier-Oberschule, Realschule - fusioniert mit Polthier-Oberschule, Förderschule.

Persönlichkeiten

  • Bischof Konrad von Lintdorf
  • Bischof Busso X. von Alvensleben

Söhne und Töchter der Stadt

  • Anna Do√ümann, Hexe, der neben dem √ľblichen Schadenzauber auch die T√∂tung von mindestens zwei Kindern des Kurf√ľrsten Johann Georg von Brandenburg vorgeworfen wurde.
  • Georg Marschall, ehemaliger Kaiserlicher Hofmaler
  • Wilhelm Polthier (1892 - 1961)
  • Ellen Streidt , Leichtathletin und Olympionikin (*1952)

Paten- und Partnerschaften

Partnerstadt ist die Stadt Uetersen im Bundesland Schleswig-Holstein.

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Weitere Artikel aus der Umgebung

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Wittstock/Dosse aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Wittstock/Dosse verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de