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Letzte Änderung für Artikel Gosen-Neu Zittau: 12.02.2006 12:55

Gosen-Neu Zittau

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Wappen Karte
Wappen fehlt
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Deutschlandkarte, Position von Gosen-Neu Zittau hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis : Oder-Spree
Amt : Spreenhagen
Geografische Lage :
Koordinaten: 52° 22' n. Br., 13° 45' Ă¶. L.
52° 22' n. Br., 13° 45' Ă¶. L.
Höhe : 32 m ĂŒ. NN
FlĂ€che : 15,07 kmÂČ
Einwohner : 2.737
(April 2005)
Bevölkerungsdichte : 178 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahl : 15537
Vorwahl : 03362
Kfz-Kennzeichen : LOS
GemeindeschlĂŒssel : 12 0 67 173
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Amtsverwaltung:
Hauptstr. 13
15528 Spreenhagen
Website: Amt Spreenhagen
E-Mail-Adresse: post@amt-spreenhagen.de
Politik
BĂŒrgermeister : Horst Buch ( SPD )
Eugen Bracht: Heidelandschaft (Neu Zittau bei Berlin), 1884
Eugen Bracht : Heidelandschaft (Neu Zittau bei Berlin), 1884
Dorfkirche von Gosen
Dorfkirche von Gosen
Denkmal zur OrtsgrĂŒndung Gosen
Denkmal zur OrtsgrĂŒndung Gosen
Dorfkirche von Neu Zittau
Dorfkirche von Neu Zittau
Heimatmuseum von Neu Zittau
Heimatmuseum von Neu Zittau

Gosen-Neu Zittau ist eine amtsangehörige Gemeinde im Brandenburgischen Landkreis Oder-Spree, nahe Berlin.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Neu Zittau liegt direkt an der Spree, nÀchste Fluss ist der Oder-Spree-Kanal . Der nÀchste Berg ist der Stahlberg mit 86 Meter.

Nachbargemeinden

Erkner, Wernsdorf , Hartmannsdorf, Berlin

Stadtgliederung

Die Gemeinde gliedert sich in die vier Ortsteile Gosen, Neu Zittau, Burig und Steinfurth, die erst 2003 im Rahmen der Gemeindegebietsreform Brandenburgs fusioniert wurden. Am 24. Juni 2004 stellte das Landesverfassungsgericht Brandenburg UnregelmĂ€ĂŸigkeiten bei der Fusionierung fest. Trotzdem sie unter Verletzung der Brandenburger Verfassung zustande gekommen ist, wurde sie vom Gericht nicht aufgehoben. Dem Gesetzgeber wurde eine Frist bis zum 1. Januar 2006 gegeben, die VerfassungsmĂ€ĂŸheit der Fusion herzustellen.

Geschichte

Geschichte des Ortsteiles Neu Zittau

Die GrĂŒndung von Neu Zittau

Friedrich der II. von Preußen wollte sein durch Kriege stark gepeinigtes Land wieder aufbauen und sagte: „Warum soll man teuer Rohstoffe von außerhalb kaufen, wenn man sie billiger im eigenen Land produzieren kann?“ Einer dieser begehrten Rohstoffe war Wolle. Und so ließ Friedrich einige Dörfer in der NĂ€he von Berlin grĂŒnden, in denen sich Feinspinner aus Sachsen niederlassen sollten, um Wolle fĂŒr die Wollgroßmanufakturen in Berlin zu spinnen. Am 19. August 1751 wurde dem König der Plan fĂŒr ein Spinnerdorf in der NĂ€he von Wernsdorf unterbreitet. Der Name „Neu Zittau“ tauchte erstmals am 22. Dezember 1751 auf. Geplant war ein Dorf aus 50 DoppelhĂ€usern fĂŒr 100 Familien, ein Schulzengericht, ein Krug und eine MĂŒhle. FĂŒr den Bau des Dorfes wurden dann 11.000 Reichstaler zur VerfĂŒgung gestellt. Die ersten HĂ€user wurden im August 1752 fertig gestellt und es kamen die ersten Familien in Neu Zittau an. Alle HĂ€user waren im darauf folgenden Jahr fertig und mit der Unterzeichnung der GrĂŒndungsurkunde vom 16. Mai 1753 durch Friedrich den II. war Neu Zittau offiziell gegrĂŒndet. Neu Zittau hat seinen Namen, da viele Siedler aus der NĂ€he von Zittau in Sachsen angesiedelt werden sollten. Wirklich kamen aber nur zwei Familien aus dieser Gegend.

Die Wirtschaft in Neu Zittau

Der Hauptwirtschaftszweig in Neu Zittau sollte die Wollspinnerei sein. Dazu wurden die angesiedelten Feinspinner mit Wolle der Wollweberei „Wegely und Söhne“ aus Berlin beliefert. Die Neu Zittauer sollten nun Garne spinnen und diese wieder der Firma Wegely zurĂŒckliefern. Da die meisten aber nur mittlere und grobe Garne spinnen konnten, jedoch feine erwĂŒnscht waren, konnte man von der Spinnerei kaum leben. Selbst ein fleißiger Spinner brachte es wöchentlich auf höchstens 16–20 Groschen. Da zum Ende des 18. Jahrhunderts durch Krankheiten der Seidenraupen die Seidenindustrie stark zurĂŒckgegangen war, mussten sich die Neu Zittauer eine eintrĂ€chtigere Erwerbsquelle suchen. Die große Zeit der Schifffahrt begann. Da die Wasserstraße direkt am Ort vorbeifĂŒhrte und die Spree damals mehr Wasser fĂŒhrte als heute, wurde aus dem Spinnerdorf ein Schifferdorf. Bereits 1768 gab es sechs Schiffer, 1803 waren es 17 und zwischen 1850 und 1900 waren es mehr als 100 Schiffer. Die Neu Zittauer Schiffer zĂ€hlte man zu den GĂŒterschiffern. Es wurden RĂŒdersdorfer Kalksteine nach Berlin, oder Kohlen, Blei und Zink von Breslau nach Berlin transportiert. Durch die Schifffahrt kam Neu Zittau zu einigem Wohlstand und es wurden grĂ¶ĂŸere und schönere HĂ€user gebaut, von denen heute einige noch stehen. Im Jahre 1806 wurde ein Schifferverein gegrĂŒndet. Dieser wurde bald in Schiffergeselligkeitsverein umbenannt und jeder aus dem Dorf betrachtete es als Pflicht Mitglied zu sein. Am 25. MĂ€rz 1889 wurde eine Schiffer-Innung mit 67 Mitgliedern aus Neu Zittau, Gosen, Wernsdorf und Freienbrink gegrĂŒndet. SpĂ€ter kamen weitere Schiffer dazu, sodass die Innung 1906 bereits 130 Mitglieder zĂ€hlte. Im Jahre 1897 wurde eine Schifferschule gegrĂŒndet, in der man das Schifferpatent erlangen konnte. Diese Schule erlangte eine so große BerĂŒhmtheit, dass sogar Schiffer aus dem Rheinland ihr Patent hier ablegten. SpĂ€ter versandete der Lauf der Spree immer stĂ€rker und die Schifferei verlagerte sich nach Wernsdorf, was durch den Bau des Oder-Spree-Kanals (1887–1891) begĂŒnstigt wurde. Am 1. April 1935 wurde die Innung aufgelöst, da freie Innungen im dritten Reich nicht mehr existieren durften. Am Ende hatte sie noch 70 Mitglieder. Heute gibt es keine Schifffahrt mehr in Neu Zittau, aber dafĂŒr ein vielfĂ€ltiges Angebot von Dienstleistungsunternehmen. Die Palette reicht vom Böttchermeister ĂŒber BĂ€cker und Blumenladen bis hin zu Reiterhöfen, Pensionen und vielen GaststĂ€tten.

Die Kirche in Neu Zittau

Mit den ersten Kolonisten war auch Carl Gottfried Agricola nach Neu Zittau gekommen, der das Amt des Predigers ĂŒbernahm, in den ersten Jahren aber noch ohne Entgelt. 1756 wurde er ordentlich eingefĂŒhrt. Da es in Neu Zittau noch keine Kirche gab, fand der Gottesdienst in den ersten Jahren im Krug statt, wobei es oft zu bösen ZwischenfĂ€llen mit „frechen Zechern“ kam. Im Jahre 1761 haben die Vorverhandlung zum Bau einer Kirche begonnen, die Kosten wurden auf 3.204 Taler und 18 Silbergroschen veranschlagt. Zur Freude aller Neu Zittauer konnte am 18. Dezember 1767 die Kirche eingeweiht werden, jedoch aus KostengrĂŒnden noch ohne Kirchturm. Den fehlenden Turm ersetzte ein GerĂŒst auf dem Dach in dem sich eine kleine Glocke befand. Erst im Jahre 1825 tauchte der Gedanke zur Anschaffung einer zweiten grĂ¶ĂŸeren Glocke auf, weil das GelĂ€ut als mangelhaft empfunden wurde. Der Plan konnte damals noch nicht zur AusfĂŒhrung gelangen. Im Jahre 1907 wurde der Kirchturm gebaut und es wurde eine zweite Glocke angeschafft. Am 3. April 1877 konnte die Orgel in Neu Zittau eingeweiht werden. Man beschloss zu dieser Zeit auch die SitzplĂ€tze in der Kirche durch Seitenemporen zu vermehren. Wie ĂŒberall, musste auch in Neu Zittau im Ersten Weltkrieg die große Glocke zum Einschmelzen abgegeben werden. Die kleine Glocke durfte im Turm verbleiben. Mit einem Gottesdienst wurde Abschied von der Glocke genommen. Die zur Ablieferung gebrachte Glocke war erst mit der Erbauung des Turmes im Jahre 1907 gegossen worden. Sie hatte einen Durchmesser von 80 cm, und ein Gewicht von 6 Zentner und trug die Inschrift „Gott die Ehre“. Zur Ablieferung von Buntmetall mussten auch die Prospektpfeifen der Orgel sowie das Kupferdach des Turmes und der Blitzableiter geopfert werden. Im Jahre 1919 wurde in der Kirche eine Gedenktafel fĂŒr die Gefallenen des 1. Weltkrieges angebracht. Im Jahre 1924 konnte trotz der schlechten Finanzlage mit den Instandsetzungsarbeiten in der Kirche begonnen werden. Die Kirche und das Pfarrhaus wurden mit elektrischem Licht ausgestattet. Schließlich gelang es auch, nachdem vorher infolge der Inflation alle Versuche gescheitert waren, fĂŒr die Kirche ein neues GlockengelĂ€ut zu beschaffen. Die Gesamtkosten einschließlich des erforderlichen Umbaues des Glockenstuhles beliefen sich auf zirka 1.700 Mark, die bereitwillig von den BĂŒrgern Neu Zittaus aufgebracht wurden. Am 3. Mai 1925 fand unter großer Anteilnahme der Neu Zittauer die Feier zur Einweihung der Glocken statt. Die Kirche besaß nun ein GelĂ€ut mit drei Klangglocken. Die kleine Glocke (fĂŒnf Zentner) trĂ€gt die Inschrift „Glaube“, die mittlere Glocke (sieben Zentner) trĂ€gt die Inschrift „Hoffnung“, die große Glocke (zwölf Zentner) trĂ€gt als Erinnerung fĂŒr die Kriegsgefallenen die Inschrift „Liebe“. Am 28. Oktober 1928 fand die Einweihung fĂŒr das Ehrenmal der Kriegsgefallenen statt, das seinen Platz am Ostgiebel der Kirche hat. Im Jahre 1929 fand der Plan zum Bau einer Friedhofskapelle endlich seine Verwirklichung; sie wurde am 24. November 1929 eingeweiht. Die Kosten beliefen sich auf 12.000 Mark. Die im Jahre 1924 beschlossene große Instandsetzung der Kirche musste von Jahr zu Jahr verschoben werden. Erst im FrĂŒhjahr 1930 konnten die Arbeiten in Angriff genommen werden. Das Abputzen des Turmes und des gesamten GebĂ€udes ging recht schnell voran, aber bei den Dacharbeiten stellte sich heraus, dass schwere SchĂ€den im Dachstuhl und in den Querbalken vorhanden waren. Die Kosten beliefen sich nicht wie geplant auf 10.000, sondern auf mehr als 12.000 Reichsmark. Hinzu kam ein Sommer mit ungewöhnlich starken RegenfĂ€llen und immer wieder neu auftretenden Hindernissen, die ein schnelles Reparieren des Dachstuhles verhinderten. Erst im spĂ€ten Herbst waren die Arbeiten beendet und am 16. November 1930 konnte endlich der lang ersehnte Eröffnungsgottesdienst vom Pfarrer HĂ€useler gehalten werden. In der Zeit des Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieges wurde unserer Kirche wieder großer Schaden zugefĂŒgt. In vielen Kirchen, so auch in Neu Zittau, wurden die Glocken entschĂ€digungslos beschlagnahmt und auch das Innere der Kirche wurde regelrecht „ausgeplĂŒndert“. Unter anderem ein Messingkronleuchter, ein Geschenk der Schiffer-Innung, Altarleuchter und MessingopferbĂŒchsen. Schwere Ă€ußere SchĂ€den hatte die Kirche durch Fliegerbomben erlitten. Erst 1967 begann eine umfangreiche Restaurierung der Kirche. Die kleine hölzerne Sakristei neben dem Altarraum musste wegen Wurmfraß abgerissen werden. Der hölzerne Kanzelaltar war auch stark beschĂ€digt. Der neue aus Stein gemauerte Altarsockel wurde in die Mitte des Altarraumes gestellt. Die Altarplatte und die Lesepultplatten sind aus Holz gefertigt. Auch am Dach mussten wieder Reparaturen der Balken vorgenommen werden. Die Beleuchtung der Kirche wurde verĂ€ndert, in der Mitte hĂ€ngen in Kreisform zwölf Lampen an langen Kabeln. Die hellen Farben gelb, weiß und grau im Inneren der Kirche sind wieder dominierend. Diese Farben sollen die ursprĂŒnglichen der ersten Jahre nach dem Bau gewesen sein.

Religionen

evangelisch und neuapostolisch

Bekannte Gosener

Richard Schmidt ( Kunstmaler )

  • *24.02.1906 - † 24.05.1995

Das ehem. Wohnhaus steht in der Eichwalder Str. 33, vor dem Haus steht der letzte Maulbeerbaum (>200 Jahre) Gosens. Die FensterlĂ€den bemalte der KĂŒnstler mit Motiven aus seiner Wanderschaft.

Einwohnerentwicklung Neu Zittau

1753   305
1772   318
1801   548
1837   631
1858   784
1921 1.027
1927 1.401
1939 1.851
1964 1.671

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Museen

  • Heimatmuseum Neu Zittau
  • Heimatstube Gosen

Musik

Neu Zittauer Heimatlied von Hauptlehrer Gause, 1938

1. Dort, wo die Spree sich westwĂ€rts wendet, da liegt ein Dörflein still und traut, und wo der Hang am FlĂŒsschen endet, hat's einst der "alte Fritz" erbaut. Er rief von Sachsen her die Leute, gab ihnen Acker, Hof und Haus. und so wie damals schallt's noch heute, ein frohes Leben aus dem Ort heraus.

2. Folgst du am Fluss dem Wiesenpfade, grĂŒĂŸt drĂŒben dich der HĂ€user reih, und wie aus einer Spielzeuglade sind GrĂ¶ĂŸen aller Art dabei. geschmiegt an jene HĂŒgelkette, die Kirche treu bemuttert sie und alles strahlt hier um die Wette, ein herrlich Bild, das vergisst man nie.

3. Stehst du am Rande jener HĂŒgel, da wo die Heide weit sich dehnt hĂ€ttest dem Schauen weite FlĂŒgel fĂŒr diesen Anblick schnell entlehnt. Vorn ducken sich die HĂ€user nieder, dort hinten schlĂ€ngelt sich der Fluss, Wald, Wiese, HĂŒgel grĂŒĂŸen wieder ein prĂ€chtig Bild, das ewig bleiben muss.

4. Wisst ihr wie ich dies Fleckchen nenne, den Ort, der Solches bietet dar? Der darin wohnt, glaubt das er's kenne, es heißt "Neu-Zittau" doch fĂŒr wahr. Wir, die wir seine BĂŒrger heißen, sind stolz auf diese heimat hier. Sind unsere Alten auch aus Zittau-Meißen, jetzt sind wir MĂ€rker, heimattreu wie ihr.

Vereine

Heimatverein Gosen e.V. Eichwalder Strasse 2 15537 Gosen-Neu Zittau OT Gosen Telefon: +49 3362 8427 (Fa. Schulz&Sohn) E-Mail: ischulz@heimatverein-gosen.de / Internet: www.heimatverein-gosen.de

Heimatverein Neu Zittau e.V. Geschwister-Scholl-Straße 19 15537 Gosen-Neu zittau OT Neu Zittau Telefon: +49 3362 8422 (Marlies Zibolsky, Vorsitzende des HV) E-Mail: m.zibolsky@web.de

Förderverein Kirche Neu Zittau e.V. Bernhard Borchert; JÀgerstr. 14; 15537 Neu Zittau; Tel.: 0 33 62 - 82 03 59 e-mail: anitabetty007@aol.com

Judo-Verein Neu Zittau

Literatur

Sagen aus und um Neu Zittau

Die GrĂŒndung Steinfurt's (Ortsteil von Neu Zittau)

Die Kolonie Steinfurt ist eine GrĂŒndung Friedrich des Großen. Dem 1. Ansiedler des Ortes erging es schlecht. Er grub und sammelte mit vieler MĂŒhe Feldsteine und fuhr sie an die Stelle des kĂŒnftigen Hauses. Als er eines Tages mit Maurern und Zimmerleuten erschien, um den Bau zu beginnen, sah er mit Schrecken, dass die Steine verschwunden waren. Er war fassungslos; nur das eine konnte er hervorbringen: "Steine fuhrt! Steine fuhrt!" Er verfasste sofort einen Bericht an den König, in welchem er sein Missgeschick schilderte. nach kurzer Zeit erhielt er vom König Steine und Bauholz, und das Haus wurde bald errichtet. In schneller Folge entstanden danach die anderen KolonistenhĂ€user . Als der König zur Besichtigung kam, fand er alles vorzĂŒglich. Nur hatte der Ort noch keinen Namen. Der alte Fritz aber hatte ein gutes GedĂ€chtnis. Ihm kam das Missgeschick des 1. Ansiedlers und dessen verzweifelte Worte sofort in Erinnerung.

Der Spuk im Forsthause

Vor etwa einhundert Jahren wohnte in der zu Neu Zittau gehörigen Kolonie Burig ein Förster, der nach der Meinung der Leute mehr konnte als Brotessen. Als er eines Nachmittags fort geritten war, ging der bei ihm bedienstete junge Bursche in die Stube des Herrn, nahm eines der geheimnisvollen BĂŒcher und vertiefte sich drin. Mittlerweile war die DĂ€mmerung hereingebrochen. Da hörte er die mannigfaltigsten Töne durcheinander erklingen. als er sich umwandte, sah er in der Stube Elstern, KrĂ€hen, HĂŒhner, GĂ€nse und sonstiges Federvieh versammelt. Aus Angst fing er laut an zu schreien. Da sprengte der Förster, der in der Ferne schon gemerkt, was sich zugetragen hatte, in den Hof, eilte in die Stube und gab dem Burschen eine Ohrfeige. dann fing er an, in dem Buche rĂŒckwĂ€rts zu lesen; sofort war aller Spuk verschwunden. der Bursche hat das Erlebnis spĂ€ter seinen Verwandten oft erzĂ€hlt und immer wieder beteuert, dass er die Wahrheit sage

Der Spuk in der MĂŒhle

Auf einem HĂŒgel dicht an der Spree stand frĂŒher eine WindmĂŒhle. dort erschien zwölf NĂ€chte hintereinander eine weiße Gestalt und griff in das Getriebe ein, wodurch immer etwas entzwei ging. Kein Geselle blieb bei der Arbeit, auch der Lehrling flĂŒchtete; schließlich ließ selbst der Meister die MĂŒhle im Stich. In der Gegend besprach man lebhaft das Ereignis und suchte nach einer ErklĂ€rung. Die fand sich bald. Zwölf Tage vorher war ein aus FĂŒrstenberg an der Oder stammender Schiffer in der Spree ertrunken und am WindmĂŒhlenberge an das Land geschwemmt, wo er an Ort und Stelle beerdigt wurde. Auf Gemeindebeschluss grub man den Toten wieder aus und setzte ihn mit allen Ehren auf dem Dorffriedhof bei. Von dem Tage an war es wieder ruhig auf der MĂŒhle.

Wirtschaft und Infrastruktur

AnsÀssige Unternehmen

  • Elektro-Thomas
  • Böttcherei Messerschmidt
  • Herrmann Kanalreinigung

Bildung

  • Gesamtschule Neu Zittau „Schule an der Spree“

Weblinks

Wikipedia

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