fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Finsterwalde: 17.02.2006 06:20

Finsterwalde

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Wappen der Stadt Finsterwalde Deutschlandkarte, Position von Finsterwalde hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis : Elbe-Elster
Geografische Lage :
Koordinaten: 51¬į38'N, 13¬į43'O
51¬į38'N, 13¬į43'O
H√∂he : 108 m √ľ. NN
Fläche : 76,91 km²
Einwohner : 18.840 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 245 Einwohner je km²
Postleitzahl : 03238 (alt: 7980)
Vorwahl : 03531
Kfz-Kennzeichen : EE (alt: FI)
Gemeindeschl√ľssel : 12 0 62 140
Stadtgliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Schloßstraße 7 / 8
03238 Finsterwalde
Website: www.finsterwalde.de
B√ľrgermeister : Johannes Wohmann ( FDP )

Finsterwalde ist eine Stadt im S√ľden des Bundeslandes Brandenburg und ist gr√∂√üte Stadt des Landkreises Elbe-Elster. Der sorbische Name von Finsterwalde lautet Grabin.

Die Stadt liegt in der Niederlausitz, einer Landschaft im S√ľden von Brandenburg. Finsterwalde verdankt dem Lied ‚ÄěWir sind die S√§nger von Finsterwalde zum gro√üen Teil seine Bekanntheit. Ein kompaktes Innenstadtbild mit Marktplatz, Rathaus, Kirche und Schloss, gem√ľtlichen Gastst√§tten und vielerlei Gesch√§ften l√§dt zum Verweilen ein. Die Stadt bietet vielseitige Sport- und Freizeitm√∂glichkeiten. Sehr beliebt ist das S√§ngerfest, das in geraden Jahren am letzten Augustwochenende in der ganzen Stadt gefeiert wird. Au√üerdem ist die Stadt Marktzentrum des agrarischen Umlands mit M√∂bel- und Glasindustrie. 1282 erstmals erw√§hnt, erhielt Finsterwalde noch im 13. Jahrhundert Stadtrecht. Im alten Stadtkern ist der historische Markt mit Rathaus (18. Jahrhundert) und Stadth√§usern (16. Jahrhundert) erhalten geblieben. Mit dem Bau der sp√§tgotischen Dreifaltigkeitskirche wurde 1578 begonnen, die Kurtsburg stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts.

Die Stadt ist 112km s√ľdlich von Berlin, 78km n√∂rdlich von Dresden, 53km s√ľdwestlich von Cottbus sowie 109km nord√∂stlich von Leipzig gelegen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Nachbargemeinden & -städte

Gliederung Name Grenze Landkreis
Gemeinde Massen-Niederlausitz N/O EE
Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf O EE
Stadt Lauchhammer O/S OSL
Gemeinde Gorden-Staupitz S EE
Gemeinde R√ľckersdorf S EE
Gemeinde Heideland W EE
Stadt Doberlug-Kirchhain W EE
Gemeinde M√ľnchhausen NW EE

Stadtgliederung

Stadt- und Ortsteile

Stadtteile:

  • Heinrichsruh
  • Nehesdorf

Ortsteile:

  • Pechh√ľtte
  • Sorno

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1282 unter dem Namen Vynsterwalde. Im Jahre 1301 wird erstmals durch eine Urkunde von einer Stadt oder wenigstens einer Ansiedlung in der unmittelbaren Umgebung der befestigten Anlage gesprochen (oppidum et castrum). Oppidum bedeutet aber hier wahrscheinlich nur Marktflecken. Die eindeutige Bezeichnung Finsterwaldes als Stadt bietet erst ein historisches Dokument aus dem Jahre 1336 .

Finsterwalde stellt in seiner urspr√ľnglichen Struktur eine typische ostelbische Kolonistenstadt dar. Rechtwinklig aufeinandertreffende Stra√üen bilden viereckige Quartiere, die sich um den relativ gro√üen Marktplatz gruppieren. Das Siedlungsgel√§nde (ca. 11ha) besa√ü keine Stadtmauer, aber einen Stadtgraben und zwei (oder drei) Stadttore, deren Aussehen nicht √ľberliefert ist.

Die Bewohner der Stadt waren urspr√ľnglich in erster Linie Ackerb√ľrger. Die Lage der Stadt an bedeutenden Handelswegen von Leipzig √ľber Torgau und Spremberg nach Breslau (Niedere Stra√üe) und dem Abzweig der Salzstra√üe nach J√ľterbog, Niemegk lie√ü gewiss auch die Beteiligung einiger B√ľrger an Handelsgesch√§ften zu.

Eine, vermutlich durch Slawen erbaute, Holzfestung wurde im Laufe der Zeit zu einer befestigten Burg ausgebaut, die bis Mitte des 15. Jahrhunderts von Raubrittern bewohnt und ab 1437 von den neuen Besitzern in eine Schlossanlage, das Finsterwalder Schloss , umgebaut wurde. Seit dem Sp√§tmittelalter entwickelten sich verschiedene Gewerbe in der Stadt. Die gewerbliche Tuchherstellung wurde zum wichtigsten Wirtschaftszweig. 1555 war Finsterwalder Tuch erstmals auf der Leipziger Messe vertreten. Im Jahre 1599 forderte die Pest 400 Tote. 1625 gelangte Finsterwalde in den unmittelbaren Besitz des s√§chsischen Kurf√ľrsten Johann Georg I. Das Schloss diente lediglich als Amtssitz f√ľr die kurf√ľrstlichen und von 1652 bis 1738 s√§chsisch-merseburgischen Beh√∂rden. 1642 pl√ľnderten marodierende Truppen in der Sp√§tphase des Drei√üigj√§hrigen Krieges Stadt und Schloss. Das st√§dtische Gewerbe und Gemeinwesen lag nun f√ľr Jahrzehnte danieder.

Das Rathaus wurde 1675 bei einem gro√üen Stadtbrand vernichtet. Erst 1739 war die B√ľrgerschaft in der Lage, ein neues Geb√§ude zu errichten. Der schlichte Barockbau dominiert noch heute den Marktplatz. 1815 gelangte Finsterwalde im Ergebnis des Wiener Kongresses zum K√∂nigreich Preu√üen.

Der allgemeine industrielle Aufschwung im 19. Jahrhundert l√§sst sich in Finsterwalde nahezu exemplarisch nachvollziehen. Es war wiederum die Tuchproduktion, die die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt ganz nachhaltig beeinflusste. Aus den kleinen z√ľnftlerischen Handwerksbetrieben entwickelten sich einige wenige, aber leistungsf√§hige Tuchfabriken. Das bedeutendste Unternehmen der Branche war F. F. Koswigs Tuchfabrik, die sich in der Besch√§ftigtenzahl von 3 Arbeitern 1838 auf 760 Arbeiter und Angestellte im Jahre 1913 steigerte. Neben der Tuchfabrikation entwickelten sich Betriebe der Metall-, Holz-, Glas-, Tabak-, Chemie- und sp√§ter der Elektromaschinenbranche. Der Anschluss an das Eisenbahnnetz wurde 1871 mit dem Bau der Bahnlinie Halle-Sorau vollzogen.

Die Einwohnerzahl Finsterwaldes stieg von 1.600 im Jahre 1800 auf 10.726 im Jahre 1900 . Die Stadt dehnte sich nun √ľber die mittelalterliche Siedlungsfl√§che hinaus aus. Neu entstandene Wohn- und Gewerbegebiete ziehen sich wie ein G√ľrtel um den urspr√ľnglichen Kern der Stadt. Geb√§ude des wirtschaftlichen und kommunalen Lebens, die noch heute das Stadtbild mitpr√§gen, wurden bis zum ersten Weltkrieg errichtet: Die M√§dchenschule (1868), das Amtsgericht (1885), die Realschule (1905), die Katholische Kirche (1906), das Krankenhaus (1908), der Wasserturm (1909/1910), die Knabenschule (1913), die Post (1915).

Zu DDR -Zeiten war Finsterwalde als Fahrradfahrer-Stadt bekannt. Heute ist Finsterwalde ein bedeutender Wirtschaftsstandort in der westlichen Niederlausitz. Aber das Symbol von der Fabrikstadt, das noch sehr an das Bild ru√üiger Schornsteine erinnert, ist durch den Ruf Finsterwaldes als S√§ngerstadt ersetzt. Die Ursache daf√ľr liegt nicht in erster Linie in der langen Tradition der hiesigen Sangespflege, sondern haupts√§chlich darin, da√ü ein Lied, ein Gassenhauer, die Finsterwalder als besonders sangesfreudig benennt.

1899 ersuchte der Direktor der Herrens√§ngergesellschaft "Hamburger S√§nger" Wilhelm Wolff bei der Politischen Polizei Berlin um die Auff√ľhrungsgenehmigung seines kleinen Theaterst√ľckes "Wir sind die S√§nger von Finsterwalde". In den Germania-Prachts√§len Berlins f√ľhrte die Wolffsche Gesellschaft die ganz dem Geschmack des Vergn√ľgungsbetriebes der Jahrhundertwende entsprechenden Burleske auf. Hier traten nun die S√§nger, drei auff√§llig gekleidete Herren mit den charakterisierenden Namen Pampel, Knarrig und Strippe, mit ihrem Entreeliedchen "Wir sind die S√§nger von Finsterwalde" erstmals an das Licht der Welt. Am Beginn der S√§ngermanie waren die B√ľrger der Stadt gar nicht erfreut, mit den zumeist komischen oder gar weinseligen Figuren in Frack und Zylinder verglichen zu werden. Aber schlie√ülich siegte der Humor, denn sonst liefen die echten Finsterwalder erst recht Gefahr, der L√§cherlichkeit anheimzufallen. Das Lied von den S√§ngern aus Finsterwalde wurde zum Ohrwurm und war allerorten zu vernehmen. Nat√ľrlich singen die Finsterwalder ihr Lied und die darauf beruhenden Liedvarianten, die bis in die heutige Zeit neu entstehen, immer noch gern. √úbrigens treten die Finsterwalder S√§nger heute im Gegensatz zur urspr√ľnglichen Besetzung zu viert auf. "Wir sind die S√§nger von Finsterwalde" ist bis heute das Er√∂ffnungslied des alle 2 Jahre stattfindenden S√§ngerfestes.

Einwohnerentwicklung

Datum Einwohner
31.12. 1998 20.908
31.12. 1999 20.482
31.12. 2000 20.103
31.12. 2001 19.704
31.12. 2002 19.378
31.12. 2003 19.152
31.12. 2004 18.985
31.06. 2005 18.840

Politik

Stadtverordnetenversammlung

Die Finsterwalder Stadtverordnetenversammlung besteht aus 28 Stadtverordneten und dem B√ľrgermeister. Zur Zeit gibt es 4 Parteien , 5 Fraktionen und 5 Aussch√ľsse (Hauptausschuss; Ausschuss f√ľr Wirtschaft, Umwelt und Bauen; Ausschuss f√ľr Bildung, Soziales, Sport und Kultur; Rechnungspr√ľfungsausschuss und Werksausschuss f√ľr Entw√§sserungsbetrieb).

  • CDU 7 Sitze
  • BfF 7 Sitze
  • FDP 5 Sitze
  • PDS 4 Sitze
  • SPD 4 Sitze
  • UWGF 2 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003 )

B√ľrgermeister

B√ľrgermeister der Stadt Finsterwalde ist zurzeit Johannes Wohmann ( FDP ).

Städtepartnerschaften

Finsterwalde unterhält Städtepartnerschaften mit:

Infrastruktur und Verkehr

Autobahnen und Bundesstraßen

Durch Finsterwalde f√ľhrt die B 96 Zittau - Sassnitz auf R√ľgen. Die Anschlussstelle der A 13 Berlin - Dresden, Bronkow liegt 17km und die n√§chste Anschlussstelle in Gro√ür√§schen 18km entfernt.

Bahnverkehr

Der Bahnhof Finsterwalde ist an der elektrifizierten Bahnstrecke Leipzig-Cottbus-Breslau (PL) angeschlossen.

Flugverkehr

Am s√ľdlichen Stadtrand von Finsterwalde befindet sich der Sonderlandeplatz "Lausitz-Flugplatz" (ICAO Code: EDUS; GPS-Koordinaten: 51¬į36'45" N / 13¬į44'28" E). Er besitzt zwei Start- und Landebahnen (eine Betonbahn, 1470 m L√§nge, 30 m Breite, zugelassen bis 14.000 kg MTOM und eine Grasbahn, 885 m L√§nge, 40 m Breite, zugelassen bis 2.000 kg MTOM).

Am westlichen Stadtrand von Finsterwalde befindet sich der Sonderlandeplatz Finsterwalde-Heinrichsruh - im Finsterwalder Volksmund Segelflugplatz genannt -(ICAO Code: EDAS) mit einer Start- und Landebahn 27/09 (Grasbahn, 980 m).

√Ėffentlicher Nahverkehr

Den √∂ffentlichen Personennahverkehr ( √ĖPNV ) bedienen Busse der ELSTER-Nahverkehrsgesellschaft mbh aus Finsterwalde (Grabin).

Bildung

Finsterwalde hat zwei Gymnasien, das Sängerstadt Gymnasium Finsterwalde und das Janusz-Korczak Gymnasium, zwei Oberschulen, eine Förderschule und drei Grundschulen sowie außerdem noch eine Musikschule und eine Volkshochschule.

Wirtschaft

Wachstumskern Metall- und Elektroindustrie

In und um Finsterwalde konzentrieren sich vorrangig Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie. Seit 1922 fertigt die Firma Kjellberg Schwei√üautomaten, Elektroden und mit wachsendem Erfolg Plasmaschneidtechnik an (2004: Marktf√ľhrer in Europa auf dem Gebiet der Plasmaschneidetechnik. Weitere gro√üe Unternehmen in und um Finsterwalde sind das Drahtwerk, das Schraubenwerk, die FIMAG oder die GALFA Industriegalvanik. Insgesamt umfassen die Unternehmen der Branche rund 1.500 Besch√§ftigte. Finsterwalde ist damit in S√ľdbrandenburg das Zentrum der Metall- und Elektroindustrie. Die meisten der Unternehmen sind heute in einem stabilen Netzwerk verankert, dass sich in S√ľdbrandenburg, Nordsachsen und Ost-Sachsen-Anhalt etabliert hat und als ARGE Metall- und Elektroindustrie S√ľdbrandenburg einen dezentralen Cluster-Ansatz darstellt.

Arbeitsmarktsituation

Entgegen dem Trend in S√ľdbrandenburg, wo die Arbeitslosenquote im November zur√ľck ging, stieg sie im Finsterwalder Altkreis mit 0,6 Prozent an. Damit sind zwischen Schilda, Kleinkrausnick, Dollenchen und Staupitz 5.340 Menschen ohne Arbeit, das sind 22,4 Prozent der erwerbsf√§higen Bev√∂lkerung.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Museen

Kernst√ľck des Kreismuseums, dass 1981 gegr√ľndet wurde, ist ein originaler Kolonialwarenladen, der im November 1850 er√∂ffnet wurde. Das Museum bietet einen Einblick in einen authentisch eingerichteten " Tante-Emma-Laden " des 19. Jahrhunderts . Einige Verkaufsm√∂bel stammen noch aus der Gr√ľnderzeit, das Interieur, die Warenverpackungen und die Werbung vermitteln einen anschaulichen Eindruck der Verkaufskultur der Zeit um den Ersten Weltkrieg. In den anliegenden Geb√§udeteilen befinden sich weiterhin eine nachgebildete DDR -Drogerie und eine Abteilung mit Verkaufsutensilien, die die Pr√§sentation zum Einzelhandel erg√§nzt. Weiterhin geh√∂ren Dauerausstellungen dazu, mit Themen u.a. zu den "Finsterwalder S√§ngern", zur "Tuchfabrikation in Finsterwalde" und zur weiteren lokalen Heimatkunde (inklusive einer umfangreichen Bibliothek). Im Museumshof und dem angrenzenden "Speicher" gibt es dar√ľberhinaus st√§ndig wechselnde Sonderausstellungen sowie Kultur- und Musikveranstaltungen unterschiedlichster Art.

Seit dem Jahr 2002 bietet die Niederlausitzer Museumseisenbahn eine weitere museale Attraktion f√ľr die Stadt und ihre Umgebung. Auf dem viele Jahre zuvor stillgelegten Normalspur -Gleisabschnitt zwischen Finsterwalde und Crinitz bietet der gemeinn√ľtzige Verein NLME e.V. die M√∂glichkeit mit den meist schon √ľber 100 Jahre alten, liebevoll restaurierten Loks und Waggongs in eine andere Zeit einzutauchen.

Sehensw√ľrdigkeiten der Stadt

Trinitatiskirche

Als dreischiffige Emporenkirche wurde die Trinitaskirche Ende des 16. Jh. an der Stelle eines Vorg√§ngerbaus unter der Leitung von Martin Piger erbaut. An der Nordseite erhielt sie einen pr√§chtigen Renaissancegiebel. Die Innenausstattung lohnt, vor allem wegen des sch√∂nen Netzrippengew√∂lbes und der Sandsteinkanzel, die Melchior Kunze 1613 ‚Äď 15 schuf. Man sieht hier Moses als Tragefigur des Kanzelkorbes und szenische Reliefs.

Tierpark

Naturerlebnis und Naturbildung m√∂chten die Betreiber dieses 5ha gro√üen Tierparks verbinden. Rund 220 Tiere aus 45 Arten, von Uhus √ľber Zwergziegen, Lamas, Luchse bis hin zu K√§ngurus, werden hier naturnah gehalten. Die Zucht von heimischen Tierarten dient auch der Arterhaltung. Die kleinen und gro√üen Besucher k√∂nnen im Streichelzoo einen ersten hautnahen Kontakt mit den Tieren bekommen.

Sehensw√ľrdigkeiten nahe der Stadt

Klosterkirche Doberlug-Kirchhain - 14km westlich

Der gotische Grundbau mit seinem Kreuzgratgewölbe harmoniert in St. Marien wunderbar mit der barocken Ausstattung. Die um 1165 entstandene Zisterzienserkirche wurde 1673-1676 von den Herzögen von Sachsen-Merseburg als Hofkirche umgestaltet und beherbergt heute noch einen wertvollen Hochaltar.

Weißgerbermuseum Doberlug-Kirchhain

Im einzigen Wei√ügerbermuseum Europas werden in einer originalen Wei√ügerberwerkstatt alle f√ľr die Lederherstellung erforderlichen Arbeitsschritte vorgestellt. Dar√ľber hinaus erh√§lt man einen √úberblick √ľber die Geschichte des Gerberhandwerks, kann eine Sammlung exotischer Leder und Felle aus aller Welt, kostbares Zunftgeschirr, eine Schuster- und Gesellenstube sowie die jeweils aktuelle Sonderausstellung in Augenschein nehmen.

Besucherbergwerk F60 - 7km s√ľd√∂stlich

Das Besucherbergwerk F60 in Lichterfeld ist ein Highlight der Region. Die ehemalige Abraumf√∂rderbr√ľcke kann als "liegender Eifelturm" bestiegen werden. Sie wird in den Abendstunden in ein Licht-Klang-Kunstwerk verwandelt.

Weitere Sehensw√ľrdigkeiten

  • Bauernmuseum in Sch√∂nborn ‚Äď Lindena - 17km westlich
  • Paltrockwindm√ľhle Oppelhain - 15km s√ľdwestlich
  • Kr√§utergarten Oppelhain
  • Badesee R√ľckersdorf - 17km s√ľdwestlich

Bauwerke

  • Finsterwalder Schloss , Renaissancebau
  • Curtsburg (vor 1572), vermutlich √§ltestes Wohngeb√§ude der Stadt
  • Trinitatiskirche (1585), evangelische Kirche der Reformationszeit
  • Rathaus (1739), Barockbau auf dem Markt
  • Ad. Bauers Wwe (1903), geh√∂rt zu den sch√∂nsten Jugendstilbauten in Finsterwalde
  • Realschule (1905), Backsteinbau mit Glasmalereien an den Aulafenstern
  • Kirche Sankt Maria Mater Dolorosa (1906), katholische Kirche
  • Krankenhaus (1908), Ziegelbau
  • Wasserturm (1910), mit 54 m H√∂he Wahrzeichen der Stadt
  • Gutenberghaus (1910?), ehem. Verlagshaus des "Niederlausitzer Anzeigers"
  • Janusz-Korczak-Gymnasium (1913), ehem. Knabenschule (vom Architekten Max Taut entworfen)
  • M√§rchenhaus (1928), mit 27 kunstvollen Klinkerformstein-Reliefs, die Szenen aus bekannten M√§rchen der Gebr√ľder Grimm darstellen, ausgestaltet
  • Doppelturnhalle (1928), Bau mit zwei √ľbereinanderliegende Turnhallen
  • Tower auf dem Flugplatzgel√§nde (um 1930), deutschlandweit einzigartige Kombination aus Tower und Verwaltungsgeb√§ude (Denkmalschutz)
  • St. Katharinenkirche, in Nehesdorf( Finsterwalde S√ľd)

Landschaft & Bauarchitektur

Die B√ľrgerheide, im Westen der Stadt, ist ein Waldgebiet, welches nicht nur zum Erholen und Wandern einl√§dt, sondern auch bei Sportlern als Jogging-Gebiet sehr beliebt ist. Der √úberlieferung zufolge soll der ehemalige B√ľrgermeister von Finsterwalde, Abraham Koswig, im Jahre 1661 durch eine Bier-Wette das heutige Naherholungsgebiet in Finsterwalder "Besitz" gebracht haben. Er soll es tats√§chlich fertig gebracht haben, ein Glas Bier mit darin schwimmender Maus zu leeren.

Der Tierpark ist als Teil der B√ľrgerheide, ein Anziehungspunkt vor allem f√ľr Familien mit Kindern. Auf einer Gr√∂√üe von 5 ha k√∂nnen etwa 220 Tiere aus 45 Arten bestaunt werden. Dabei leben im Finsterwalder Tierpark neben einheimischen Tieren auch solche aus fernen L√§ndern.

Naturdenkmäler

  • Internationale Bauausstellung F√ľrst-P√ľckler-Land

Regelmäßige Veranstaltungen

Finsterwalder Sängerfest

Die Finsterwalder sind ein sehr sangesfreudiges V√∂lkchen. Dies beweisen sie besonders beim alle 2 Jahre stattfindenden S√§ngerfest . Auf unz√§hligen B√ľhnen in der Innenstadt wird drei Tage lang (immer am letzten vollst√§ndigen Augustwochenende)ausgelassen gesungen, musiziert und gefeiert. Daf√ľr reisen Kapellen, Bands und Musikk√ľnstler aus ganz Deutschland, Europa und Amerika an.

Im April 1992 wurde der "Finsterwalder-S√§nger-Fest e.V." gegr√ľndet, der seit dem die Planung und Umsetzung der S√§ngerfest-Idee betreut.

Das S√§ngerfest, mit G√§sten aus dem In- und Ausland, z√§hlt zu den gr√∂√üten Volksfesten Brandenburgs. Es ist Anlass f√ľr viele ehemalige Finsterwalder, mal wieder die Heimat zu besuchen. Seinen kr√∂nenden Abschluss findet das S√§ngerfest im Festumzug durch die Stadt. Das n√§chste S√§ngerfest findet am 25. bis 27. August 2006 statt.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Inge Deutschkron , israelische Journalistin und Autorin
  • Peter Ensikat , deutscher Schriftsteller und Kabarettist
  • Detlef Irrgang , deutscher Fu√üballspieler
  • Sonja Kesselschl√§ger , deutsche Siebenk√§mpferin-Leichtathletin
  • Hans-J√ľrgen Riediger , deutscher Fu√üballspieler

Sport

  • BSV Gr√ľn-Wei√ü
  • SV ESKA (Handball)
  • Flugsportvereinigung Otto Lilienthal e. V.
  • Fortuna Finsterwalde
  • SV Hertha Finsterwalde
  • DJK Finsterwalde
  • Neptun 08
  • Radball-Verein
  • [Radsportverein
  • Spielvereinigung Finsterwalde
  • TC S√§ngerstadt
  • SV Turbine / Kegelsportverein / Classic

Literatur

  • Gericke, Wilhelm u. Gottfried Mai: Geschichte der Stadt Finsterwalde und ihrer S√§nger. Augsburg 1979, 432 S.
  • Ernst, Rainer u. Weber, Olaf: Finsterwalde. Ein Lesebuch zur Geschichte der Stadt. Finsterwalde, 1994.

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Zum Vetter 03238 Finsterwalde http://www.hotel-zum-vetter.de/  03531 / 2269
Goldener Hahn 03238 Finsterwalde http://www.schreibers-goldenerhahn.de/  03531 / 2214
Boulevardhotel S√§ngerstadt 03238 Finsterwalde http://www.finsterwalde.de/hotel_saengerstadt/index.htm  0 35 31 / 25 57

Weitere Artikel aus der Umgebung

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Finsterwalde aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Finsterwalde verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de