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Letzte Änderung für Artikel Prenzlauer Berg: 14.02.2006 08:27

Prenzlauer Berg

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Lage des Prenzlauer Bergs in Berlin
Lage des Prenzlauer Bergs in Berlin
Blick ├╝ber den Prenzlauer Berg
Blick ├╝ber den Prenzlauer Berg

Prenzlauer Berg ist ein Ortsteil im Berliner Bezirk Pankow. Bis zur Fusion mit den ehemaligen Stadtbezirken Wei├čensee und Pankow bei der Verwaltungsreform 2001 war er ein eigenst├Ąndiger Bezirk (bis 1990 ÔÇ×StadtbezirkÔÇť).

Der Name ÔÇ×Prenzlauer BergÔÇť kann mit oder ohne Artikel verwendet werden. Die Bewohner k├Ânnen ÔÇ×imÔÇť Bezirk oder aber in, am oder ÔÇ×auf'mÔÇť Prenzlauer Berg wohnen. Die Abk├╝rzung Prenzl. Berg wird auch umgangssprachlich oft verwendet, teils auch Prenzelberg oder Prenzlberg geschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Stadtbild

Vor der deutschen Wiedervereinigung war Prenzlauer Berg ein Teil Ostberlins. Er ist gepr├Ągt durch Altbauten aus der Zeit um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert . Von Fl├Ąchenbombardements im Zweiten Weltkrieg verschont, in der DDR vernachl├Ąssigt, wurde die Geb├Ąudesubstanz in den 1990er und 2000er Jahren gr├Â├čtenteils saniert und bildet heute das wohl gr├Â├čte erhaltene Gr├╝nderzeitgebiet mit ├╝ber 300 unter Denkmalschutz stehenden Geb├Ąuden. Der innenstadtnahe Stadtteil ist von Restaurants und Bars gepr├Ągt, die sich besonders in der Kastanienallee, um den Kollwitz- und den Helmholtzplatz sammeln. Mittelpunkt des Nachtlebens ist das Gebiet um den U-Bahnhof Eberswalder Stra├če, an dem sich u.a. Sch├Ânhauser Allee, Danziger Stra├če und Kastanienallee schneiden.

├ťber 80% aller Wohnungen des Gebiets entstanden vor 1948, das ├Ąlteste noch vorhandene Geb├Ąude ist von 1848 (Kastanienallee 77).

360┬░-Panorama der Kreuzung Sch├Ânhauser Allee mit Danziger und Eberswalder Stra├čev.l.n.r.: Einm├╝ndung Eberswalder Stra├če, Sch├Ânhauser Allee nach Norden (mit Hochbahnhof), Pappelallee, Einm├╝ndung Danziger Stra├če, Sch├Ânhauser Allee nach S├╝den (mit ÔÇ×Konnopke's Imbi├čÔÇť), Kastanienallee
360┬░-Panorama der Kreuzung Sch├Ânhauser Allee mit Danziger und Eberswalder Stra├če
v.l.n.r.: Einm├╝ndung Eberswalder Stra├če, Sch├Ânhauser Allee nach Norden (mit Hochbahnhof), Pappelallee, Einm├╝ndung Danziger Stra├če, Sch├Ânhauser Allee nach S├╝den (mit ÔÇ×Konnopke's Imbi├čÔÇť), Kastanienallee

Der Stadtteil bietet st├Ądtebaulich ein recht einheitliches Bild, er ist ganz ├╝berwiegend von f├╝nfgeschossigen Wohngeb├Ąuden in geschlossener Blockbauweise gepr├Ągt. Die Blocks sind in den meisten F├Ąllen durch die gro├čen Grundst├╝ckstiefen und zahlreichen Hinterhofnutzungen sehr gro├č, manche Stra├čenblocks haben einen Umfang von mehr als einem Kilometer.

Der Wasserturm an der Ecke Rykestra├če/Knaackstra├če
Der Wasserturm an der Ecke Rykestra├če/Knaackstra├če

Herausragende Geb├Ąude sind vor allem die gro├čen Kirchen des Bezirks, von denen August Orths Gethsemanekirche an der Stargarder Stra├če ( 1891 - 93 ) die bekannteste sein d├╝rfte. Ihr 66 Meter hoher Turm wird nur vom 79 Meter hohen Turm der Segenskirche an der Sch├Ânhauser Allee ├╝bertroffen. Auch die repr├Ąsentativen Schulbauten, ├╝berwiegend von Ludwig Hoffmann entworfen, heben sich von der Wohnbebauung ab.

In der Rykestra├če befindet sich die gr├Â├čte Synagoge Deutschlands. Die Bauarbeiten begannen Ende 1903 , geweiht wurde sie am 4. September 1904 . Entworfen wurde der 2000 Personen fassende Bau von Johann Hoeniger . Die Reichskristallnacht ├╝berstand das Geb├Ąude, da die Synagoge dicht von ÔÇ×arischenÔÇť Geb├Ąuden umbaut war. Die Synagoge wurde gesch├Ąndet und im April 1940 enteignet. Am 30. August 1953 wurde sie erneut eingeweiht. Auf dem 1827 er├Âffneten J├╝dischen Friedhof in der Sch├Ânhauser Allee gibt es ├╝ber 22.500 Gr├Ąber und 750 Familiengr├╝fte, unter anderem die Gr├Ąber von Max Liebermann , Leopold Ullstein , Eduard Lasker und Giacomo Meyerbeer .

Als ein bauliches Wahrzeichen von Prenzlauer Berg gilt der ehemalige Wasserturm (ÔÇ×dicker HermannÔÇť) an der Ecke Rykestra├če/Knaackstra├če aus dem Jahr 1877 , der erste Wasserturm Berlins.

Im Westen am Jahn-Sportpark (siehe Sport) befindet sich der Mauerpark, eine ├Âffentliche Gr├╝nfl├Ąche, die auf dem Gebiet der ehemaligen Berliner Mauer angelegt wurde.

Geografie

Lage, Namensgebung

H├Âhenprofil Prenzlauer Berg
H├Âhenprofil Prenzlauer Berg

Der Stadtteil Prenzlauer Berg ist Teil des Berliner Bezirks Pankow im Nordosten Berlins und grenzt im Westen und S├╝dwesten an den Bezirk Mitte, im S├╝dosten an den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, im Osten an den Bezirk Lichtenberg und im Norden an die Ortsteile Wei├čensee und Pankow. Der Stadtteil liegt vollst├Ąndig auf der Grundmor├Ąnenfl├Ąche des Barnim.

Das alte Berlin blieb im Norden bis in das 19. Jahrhundert auf das ebene Berliner Urstromtal beschr├Ąnkt. Hinter der ehemaligen Stadtmauer steigt das Gel├Ąnde auf der gesamten Breite zum Plateau des Barnim an. Daher wurde das Gebiet schon immer als ÔÇ×BergÔÇť ÔÇô meist als Windm├╝hlenberg ÔÇô bezeichnet. Da der im Gro├č-Berlin-Gesetz 1920 festgelegte Bezirksname Prenzlauer Tor auf ein zu diesem Zeitpunkt schon seit f├╝nfzig Jahren nicht mehr existierendes Bauwerk hinwies, wurde im Folgejahr der Name der Steigung am Beginn der Prenzlauer Allee, einer zentralen Ausfallstra├če, die direkt in die ca. 90 km n├Ârdlich gelegene uckerm├Ąrkische Stadt Prenzlau f├╝hrte, f├╝r den gesamten Bezirk ├╝bernommen. Erstmals dokumentiert ist der Name Prenzlauer Berg bereits in einem Schreiben vom Mai 1826 .

Der h├Âchste Punkt des Bezirks liegt heute mit 91 Metern ├╝ber dem Meeresspiegel im Nordosten im ÔÇ×Volkspark Prenzlauer BergÔÇť. Dieser Berg entstand nach dem Zweiten Weltkrieg durch das Aufsch├╝tten von Tr├╝mmern aus der Innenstadt und anschlie├čende Begr├╝nung.

In Prenzlauer Berg gibt es bis auf einen kleinen See im Volkspark Prenzlauer Berg keinerlei Wasserfl├Ąchen und heute auch keine Waldfl├Ąchen mehr.

Gliederung

Der Bezirk ist durch die gro├čen Ausfall- und Ringstra├čen leicht nachvollziehbar in Nachbarschaften (ÔÇ× Quartiere ÔÇť bzw. ÔÇ× Kieze ÔÇť) gegliedert, die fast alle ├╝ber einen Quartiersplatz als Mittelpunkt verf├╝gen. Diese Unterteilungen haben keine beh├Ârdliche Relevanz, sind aber im Sprachgebrauch ├╝blich.

Die Kieze des Prenzlauer Bergs
Die Kieze des Prenzlauer Bergs
S├╝dlich des Stra├čenzugs Danziger Stra├če
01 das Gebiet Kastanienallee / Teutoburger Platz
02 das Gebiet Kollwitzplatz (Kollwitzkiez)
03 das Gebiet Winsstra├če
04 das B├Âtzowviertel mit dem Arnswalder Platz (auch "Stierbrunnenviertel")
Zwischen Eberswalder/Danziger Stra├če und Ringbahn
05 das Gebiet Falkplatz
06 das Gebiet Helmholtzplatz / Pappelallee (Helmholtzkiez, auch "LSD-Viertel", nach Lychener, Schliemann- und Dunckerstra├če)
07 das in den 80er Jahren errichtete Wohngebiet Th├Ąlmannpark
08 das aus den 30er Jahren stammende Gebiet um die Anton-Saefkow-Stra├če ("Gr├╝ne Stadt")
09 das Gebiet um die Conrad-Blenkle-Stra├če am Velodrom
10 das Gebiet des alten Schlachthofs
N├Ârdlich der Ringbahn
11 das Gebiet Arnimplatz
12 das Gebiet Humannplatz / Stahlheimer Stra├če
13 das aus den 20er und 50er Jahren stammende Wohngebiet Grellstra├če / Ostseeplatz
14 die Plattenbausiedlung Greifswalder / Michelangelostra├če
15 das f├╝r den Bezirk sehr untypische, mit Einfamilienh├Ąusern bebaute Wohngebiet Syringenplatz

Bev├Âlkerung

Der Prenzlauer Berg als Stadtteil hat mit 134.861 Einwohnern ( 30. Juni 2003 ) die Dimension einer eigenen Gro├čstadt auf dem relativ kleinen Gebiet von 10,95 km┬▓. Die Bev├Âlkerungsdichte geh├Ârt mit 12.316 Einwohnern je Quadratkilometer zu den h├Âchsten in Berlin. In einigen Bereichen ÔÇô beispielsweise um den Helmholtzplatz ÔÇô liegt sie noch h├Âher. Hier wohnen etwa 25.000 Einwohner je Quadratkilometer.

In Prenzlauer Berg leben ├╝berdurchschnittlich viele junge Menschen: 26,2% der Bev├Âlkerung sind zwischen 15 und 30 Jahre alt (Berlin: 20,1%; Deutschland: 18,3%). Dies liegt auch am hohen Anteil von Ein- und Zweiraumwohnungen (70% gegen├╝ber beispielsweise 60% im angrenzenden Stadtteil Wei├čensee oder 50% im angrenzenden Stadtteil Pankow). Der Anteil an ledigen Personen (1991: 46,2%) ist hoch. Auch die Geburtenrate liegt mit 2,1 Kindern je Frau weit ├╝ber dem Durchschnitt. Einige Medien sprechen von der h├Âchsten Geburtenrate Europas.

Der Ausl├Ąnderanteil liegt bei 8,1% und somit ungef├Ąhr f├╝nf Prozentpunkte unter dem Berliner Durchschnitt. F├╝r Ostberliner Verh├Ąltnisse ist dies zwar viel, andere zentrumsnahe Gebiete haben aber weit mehr Ausl├Ąnder ( Friedrichshain-Kreuzberg : 22,4%; Mitte: 27,1%). Nach der Wende wuchs die Anzahl ausl├Ąndischer Bewohner von 2.309 Ende 1991 ├╝ber 4.024 (Ende 1992) und 8.373 (Ende 1995) auf ├╝ber 10.000.

Die Sozialstruktur des Gebiets befindet sich seit der Wende im Umbruch: das urspr├╝ngliche Berliner Arbeitermilieu wird zunehmend verdr├Ąngt. Auch die nachgezogene ÔÇ×alternative SzeneÔÇť beginnt langsam h├Âheren Einkommensschichten zu weichen ÔÇô nicht zuletzt wegen der steigenden Mieten im Zuge umfangreicher Sanierungen. Auch der Anteil der schwulen Bewohner ist stark angestiegen. Die schwule ÔÇ×Ost-SzeneÔÇť um die Greifenhagener Stra├če boomt und macht dem traditionellen Schwulenkiez in Berlin-Sch├Âneberg rund um den Nollendorfplatz Konkurrenz.

Das vor dem Fall der Mauer von den meisten Bewohnern des Prenzlauer Bergs gesprochene Berlinisch wurde durch die zunehmende Durchmischung der Bev├Âlkerung mit Zugezogenen in den letzten Jahren zur├╝ckgedr├Ąngt. Unter Alteingesessenen ist Berlinisch aber nach wie vor die Umgangssprache.

Geschichte

Anf├Ąnge

Karte des Berliner Weichbildes im NordostenDie dicke Linie kennzeichnet die Grenze
Karte des Berliner Weichbildes im Nordosten
Die dicke Linie kennzeichnet die Grenze

Der Prenzlauer Berg hat im Berliner Vergleich eine kurze Geschichte. Zwar rodeten Bauern die W├Ąlder des Gebietes zum gr├Â├čten Teil schon im 13. Jahrhundert , doch ├╝ber eine Nutzung als Landwirtschaftsfl├Ąche ging die Verwendung nicht hinaus. Beispielsweise war der Weinbau bis zum sehr kalten Winter 1740 / 41 f├╝r die Region relativ bedeutend. Noch zur Jahrhundertwende zum 19. Jahrhundert befanden sich auf dem Gel├Ąnde nur ├äcker und wenige Windm├╝hlen , die vor allem der K├Ânig seit einigen Jahrzehnten vermehrt bauen lie├č. Siedlungen entstanden aber nicht. Die einzige Bebauung des Gel├Ąndes war das K├Ânigliche Vorwerk, auf Erlass des K├Ânigs vom 31. M├Ąrz 1708 entstanden. Erste Erweiterungen au├čerhalb der alten Zoll- und Akzisemauer waren Friedh├Âfe: 1802 legten die St. Marien - und St. Nicolai-Gemeinden ihren heute so genannten ÔÇ×Alten FriedhofÔÇť vor dem Prenzlauer Tor an. Die Stadtmauer erweiterte man zu dieser Zeit noch. Der 1814 vor dem K├Ânigstor angelegte Friedhof der Georgen-Gemeinde blieb au├čerhalb der Mauern Berlins.

In den Einflussbereich Berlins fiel das Gebiet erst nach dem 19. November 1808 , als in Preu├čen eine neue St├Ądteordnung erlassen wurde. Gem├Ą├č dieser St├Ądteordnung blieb das Umland einer Stadt zwar eigenst├Ąndig, aber das Stadtrecht und somit die gesamte Gesetzgebung und das Steuerrecht galten nun auch dort. Das so zu einer Stadt geh├Ârende Gebiet wurde Weichbild genannt. In Berlin wurden die n├Ârdlich gelegenen Felder 1831 / 32 in dieses Weichbild aufgenommen. Die erste Karte, die diese Grenzen zeigt, stammt von 1840 . Das Gebiet ├Ąnderte sich in der Folgezeit nicht.

Die Stein- und Hardenbergischen Reformen ( 1807 bis 1810 ) befreiten auch die Bauern n├Ârdlich Berlins von der Grundherrschaft . Ihnen wurde zwischen 1822 und 1826 ihr Gel├Ąnde als freies Grundeigentum ├╝berschrieben, wenn sie entweder die H├Ąlfte ihrer Fl├Ąche abgaben oder das Achtzehnfache eines Jahresertrages abf├╝hrten. Gleichzeitig separierte man gemeinsam bewirtschaftete Fl├Ąchen, sie wurden also unter den Bauern aufgeteilt und die Fl├Ąchen neu verteilt. Die Bauern erhielten so zusammenh├Ąngende Fl├Ąchen zur Bewirtschaftung. Hauptgewinner waren die drei Familien Griebenow , B├╝ttner und B├Âtzow , die nun zusammen mehr als zwei Drittel der Fl├Ąche besa├čen.

Der Prenzlauer ÔÇ×Windm├╝hlenbergÔÇť um 1800
Der Prenzlauer ÔÇ×Windm├╝hlenbergÔÇť um 1800

Kleinbauern hingegen hatten keine Chance, wirtschaftlich zu ├╝berleben. Entweder wurden ihre Felder durch Abtreten der halben Fl├Ąche zu klein, um auf dem unfruchtbaren Boden noch wirtschaftlich Landwirtschaft betreiben zu k├Ânnen, oder sie mussten sich hoch verschulden. Diese Bauern spezialisierten sich in den folgenden Jahren vorrangig auf die Weiterverarbeitung agrarischer Erzeugnisse: Die Zahl der Windm├╝hlen auf dem so genannten ÔÇ×Windm├╝hlenbergÔÇť (heute zwischen Sch├Ânhauser Allee und Prenzlauer Allee) stieg an, au├čerdem entstanden einige Schnapsbrennereien . Der Windm├╝hlenberg war der wichtigste M├╝hlenstandort Berlins. Andere Bauern begannen, Bier zu brauen, und so war der Prenzlauer Berg in der Mitte des 19. Jahrhunderts auch der bedeutendste Brauereistandpunkt der Stadt. Nicht nur die Wasserqualit├Ąt der Brunnen war hervorragend, auch eine dicke Tonschicht zur Anlage unterirdischer K├╝hlr├Ąume war vorhanden. So entstanden auch viele Ausflugslokale, Karusselle und eine Kegelbahn.

Erste Planungen

Gegend vor dem Prenzlauer Tor um 1847
Gegend vor dem Prenzlauer Tor um 1847

1827 beschloss der Berliner Magistrat, dass f├╝r das Umland ein Bebauungsplan erstellt werden sollte, da die Stadt innerhalb der Mauern stark wuchs. Zust├Ąndig daf├╝r war das Preu├čische Innenministerium, das gerade Pl├Ąne f├╝r das bisherige Stadtgebiet fertig gestellt hatte. Der zust├Ąndige Oberbaurat Johann Carl Ludwig Schmid teilte das Gebiet um Berlin dazu in f├╝nf Planabschnitte ein, die im Uhrzeigersinn nummeriert wurden. Das Gebiet des heutigen Prenzlauer Berges fiel dabei komplett in den Plan I. Dieser orientierte sich an den bereits im 18. Jahrhundert entstandenen Chausseen (der heutigen Sch├Ânhauser Allee, Prenzlauer Allee und Greifswalder Stra├če), sah aber eine Verdoppelung der Stra├čenbreite vor. Die Gr├Â├če der geplanten Grundst├╝cke l├Ąsst darauf schlie├čen, dass eine lockere Bebauung mit kleinen G├Ąrten vorgesehen war. Schmid entwickelte den Plan bis 1829 und K├Ânig Friedrich Wilhelm III. genehmigte ihn im darauf folgenden Jahr. Da der Plan viele gro├če Stra├čen und Pl├Ątze vorsah und die daf├╝r ben├Âtigten Grundst├╝cksfl├Ąchen entsch├Ądigungslos von den Bauern bereitgestellt werden sollten, scheiterte der Plan in den folgenden Jahren an ihrem Widerstand.

Da die Bev├Âlkerung der Stadt zwischen 1830 und 1840 weiter stark wuchs (von 250.000 auf 330.000 Einwohner), ver├Âffentlichte der Magistrat 1840 einen Plan des Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenn├ę , der einen gro├čen Ringboulevard nur wenige hundert Meter n├Ârdlich der vorhandenen Stadtmauern vorsah. Als Landschaftsarchitekt plante Lenn├ę sehr gro├čr├Ąumig, ohne an die wirtschaftlichen Interessen der Grundbesitzer zu denken. So war auch dieser Plan zum Scheitern verurteilt. Schon wenige Jahre sp├Ąter zerschnitten erste Eisenbahnlinien den geplanten Boulevard, die Industrialisierung beschleunigte nochmals das Wachstum der Stadt, die in den 1840er Jahren von 330.000 Einwohnern auf 430.000 Einwohner wuchs.

Der Hobrecht-Plan f├╝r die Umgebung Berlins

Nord├Âstlicher Ausschnitt des Hobrecht-Plans
Nord├Âstlicher Ausschnitt des Hobrecht-Plans

Anfang der 1850er Jahre trug der damalige Bauinspektor K├Âbicke dann alle ├Ąlteren Planungen zusammen. Er stellte dabei fest, dass es viele Ungenauigkeiten gab und die Teilung des Umlandes in f├╝nf Planbereiche nicht ausreichend war. K├Âbicke teilte das Umland in 14 Planabteilungen. Die alte Abteilung I ├╝berf├╝hrte er in die Abteilungen XI, XII und XIII. Der heutige Prenzlauer Berg erstreckt sich dabei vom ├Âstlichen Bereich der Abteilung XI bis zum westlichen Bereich der Abteilung XIII (XIII-1). 1859 trat James Hobrecht die Nachfolge K├Âbickes an und ver├Âffentlichte 1862 den so genannten Hobrecht-Plan. In diesem war auf dem inzwischen (seit dem 1. Januar 1861) zu Berlin geh├Ârenden Gebiet eine Erweiterung der Stadt bis an die Grenzen des alten Weichbildes und ein grobes Stra├čennetz mit Stra├čenbreiten von 19 bis 68 Metern vorgesehen.

Freir├Ąume wurden zum gr├Â├čten Teil auf Magistratsfl├Ąchen geplant. Trotzdem mussten viele Pl├Ątze in den folgenden Jahren verkleinert oder aufgegeben werden, da die Grundst├╝cksbesitzer wiederum unentsch├Ądigt bleiben sollten und sich daher wehrten. Neben den vorhandenen Chausseen, die verbreitert werden sollten, erweiterte Hobrecht einen seit 1822 existierenden Feldweg, der bis dahin ÔÇ×CommunicationÔÇť genannt wurde. Er sollte zusammen mit der Warschauer Stra├če und der Petersburger Stra├če Teil eines Ringes um die Stadt werden. Dieser Ring wurde aber nie ├╝ber diese Stra├če ÔÇô die heutige Danziger Stra├če ÔÇô hinaus nach Westen verl├Ąngert.

Ein zweiter Ring sollte an der Grenze des alten Weichbildes im Norden verlaufen (heute Osloer Stra├če, Bornholmer Stra├če, Wisbyer Stra├če und Ostseestra├če). Die Bev├Âlkerung kritisierte dies, da man sich nicht vorstellen konnte, dass die Stadt je bis dahin wachsen k├Ânnte. 1862 wurde dieser Plan genehmigt und sollte die Grundlage f├╝r das Wachstum des Bezirks in den folgenden Jahrzehnten darstellen. Die Planungen beschr├Ąnkten sich ausschlie├člich auf die ├Âffentlichen Fl├Ąchen und trafen keine Beschr├Ąnkungen bei der Art der Bebauung.

Erste Bebauungen

Erste, teils noch niedrige Bebauungen im S├╝den des Prenzlauer BergesLottumstra├če 1871
Erste, teils noch niedrige Bebauungen im S├╝den des Prenzlauer Berges
Lottumstra├če 1871

Seit den 1840er Jahren bebauten die ersten Berliner die stadtnahen Gebiete zun├Ąchst mit kleinen, zweigeschossigen H├Ąusern, deren Dachgeschosse sie sp├Ąter ausbauten, um weiteren Wohnraum zu schaffen. Doch schon Ende der 1850er Jahre wurden diese Geb├Ąude auf die gesamte Grundst├╝cksbreite erweitert, tiefer gebaut und bis auf vier Etagen aufgestockt. In den 60er Jahren schlossen sich langsam die letzten L├╝cken, sodass bis zu 300 Meter von der Stadtmauer entfernt geschlossene viergeschossige H├Ąuserzeilen entstanden waren. Noch vorhandene Einzelgeb├Ąude riss man in dieser Zeit nach und nach ab und ersetzte sie durch gr├Â├čere Geb├Ąude. Die Fassaden waren einfach und hatten wenige Verzierungen und nur selten Balkone. Hinter den Vorderh├Ąusern entstanden nun Wirtschaftsgeb├Ąude und Werkst├Ątten, die in der folgenden Zeit auf zwei Etagen aufgestockt und ├╝ber einen Seitenfl├╝gel mit dem Vorderhaus verbunden wurden. Ihre Nutzung als Wohnraum untersagten die Beh├Ârden aber gr├Â├čtenteils noch. Erst in den 1870ern wurden mehrgeschossige Hinterh├Ąuser und Seitenfl├╝gel als Wohnraum ├╝blich. Die volle H├Âhe erreichen sie jedoch erst in den 1880ern , und bis zur Jahrhundertwende war diese Bauart Standard.

Die Gr├╝nderzeit: Rasantes Wachstum

ÔÇ×Tempo der Gr├╝nderzeitÔÇť - zeitgen├Âssische Darstellung
ÔÇ×Tempo der Gr├╝nderzeitÔÇť - zeitgen├Âssische Darstellung

Die Stadt wuchs in den 1870er Jahren fortw├Ąhrend, nicht zuletzt durch die f├╝nf Milliarden Goldfranc Kriegsentsch├Ądigung nach dem Deutsch-Franz├Âsischen Krieg und die Ernennung Berlins zur Reichshauptstadt 1871 . Lebten 1870 noch 800.000 Menschen in Berlin, konnte sich die Stadt schon in der zweiten H├Ąlfte der 70er Jahre zu einer der weltweit sieben Millionenst├Ądte z├Ąhlen. In dieser Zeit industrialisierten Baugesellschaften den Wohnungsbau. Sie schufen ganze Fabriken, die nur mit der Produktion von Baumaterial besch├Ąftigt waren, und auf dem Gel├Ąnde des heutigen Helmholtzplatzes errichtete der Holl├Ąndische Aktienbauverein sogar eine eigene Ziegelei. So konnte ein ganzes Grundst├╝ck mit f├╝nfgeschossigem Vorderhaus , Seitenfl├╝gel und Hinterhaus in nur einem halben Jahr vom ersten Spatenstich bis zur Fertigstellung bebaut werden.

Kurze Rezession und st├Ądtische Bauma├čnahmen

Ab 1870 erteilten die Beh├Ârden nur noch Baugenehmigungen , wenn die Stra├če befestigt und gepflastert war. Im Jahr 1873 kam es zu einem gro├čen B├Ârsenkrach mit folgender Rezession . Die Baut├Ątigkeit in Prenzlauer Berg nahm daraufhin rapide ab. Da man die eigenen Vers├Ąumnisse bei der Besiedlung des Gebietes erkannt hatte, und um die Bauwirtschaft anzukurbeln, begann die Stadt in den sp├Ąten 1870ern damit, den sp├Ąteren Prenzlauer Berg zu erschlie├čen. Im Anschluss an die in diesem Bereich schon 1867 fertig gestellte Ringbahn lie├č man auf einem 20 ha gro├čen Gel├Ąnde zwischen Ringbahn und Danziger Stra├če die IV. Gasanstalt der Stadt errichten. Der erste Gasbeh├Ąlter war 1874 fertig gestellt, bis 1900 folgten f├╝nf weitere.

Zwischen 1878 und 1881 errichtete der Magistrat auf einem knapp 48 ha gro├čen Gel├Ąnde ├Âstlich der Landsberger Allee den ÔÇ×Central-Vieh- und SchlachthofÔÇť, ebenfalls mit Bahnanschluss. F├╝r viele Jahrzehnte war er eine der modernsten europ├Ąischen Anlagen dieser Art. 1886 folgten an der Prenzlauer Allee das ÔÇ×St├Ądtische HospitalÔÇť (seit 1934 Bezirksamt Prenzlauer Berg) und das ÔÇ×St├Ądtische ObdachÔÇť als Obdachlosenasyl. 1889 wurden im Stadtgebiet 13 Markthallen errichtet, um den Verkauf an zentrale Stellen zu verlagern und somit die Qualit├Ąt der Waren ├╝berwachen zu k├Ânnen. In der Knaackstra├če entstand die Markthalle XIII, die jedoch zu gro├č bemessen und aufgrund der hohen Standgeb├╝hren sehr schlecht ausgelastet war. Schon 1916 nutzte man das Geb├Ąude f├╝r andere Zwecke. Auch um die Frage der Kanalisation k├╝mmerte sich James Hobrecht ÔÇô ab 1873 wurde sein Kanalisationsplan umgesetzt. Die gro├čen Alleen im Prenzlauer Berg waren um 1885 kanalisiert, in den kleineren Stra├čen dauerte dies noch einige Jahrzehnte l├Ąnger.

Trotz der verst├Ąrkten ├Âffentlichen Baut├Ątigkeit erholte sich die Bauwirtschaft auch in den 1880ern nur langsam. Die in den Jahren des Aufschwungs gebauten Wohnungen erwiesen sich als zu gro├č f├╝r den Normalverdiener, und so baute man nun vorrangig H├Ąuser mit kleiner zugeschnittenen Wohnungen.

Erneuter Aufschwung

Mitte der 1890er Jahre erholte sich die Bauwirtschaft, und zur Jahrhundertwende erreichte die Bebauung die Danziger Stra├če. Die Investoren lie├čen die neu erschlossenen Grundst├╝cke sehr dicht bebauen, sodass man sich gezwungen sah, Ende des 19. Jahrhunderts einige Einschr├Ąnkungen in der Bauordnung zu erlassen. 1887 verbot der Magistrat das Errichten von Kellerwohnungen (es gab ca. 100.000 Wohnungen dieser Art in ganz Berlin), und 1897 gab es erstmals Vorschriften f├╝r gr├Â├čere Innenh├Âfe, sodass sich nun meist zwei Nachbargrundst├╝cke einen Innenhof teilten, um den Anforderungen zu gen├╝gen. Die aufkommende Praxis, einen Hof mit zwei Seitenfl├╝geln zu umbauen, wurde somit unterbunden. Trotzdem durften weiterhin zwei Drittel des Grundst├╝cks bebaut werden, bei bereits bebauten Grundst├╝cken lag diese Grenze sogar bei drei Vierteln.

In den Jahren um die Jahrhundertwende gab es wieder eine starke Baut├Ątigkeit. Zwischen 1895 und 1910 entstanden Jahr f├╝r Jahr etwa 100 neue H├Ąuser, auch die Seitenstra├čen wurden nun dicht bebaut. In dieser Zeit ├Ąhnelten sich die H├Ąuser immer mehr, und das typische Prenzlauer-Berg-Haus entstand: das 18 Meter breite Grundst├╝ck war auf voller Breite mit einem f├╝nfgeschossigen Vorderhaus bebaut, in dessen Erdgeschoss Ladengesch├Ąfte untergebracht waren. Dar├╝ber befanden sich pro Etage zwei Wohnungen, von der eine einen l├Ąnglichen Raum hatte, der in den Seitenfl├╝gel hineinragte und von einem Fenster dort das Licht bekam; heute sind diese R├Ąume unter dem Namen Berliner Zimmer bekannt. Mit dem Nachbargrundst├╝ck teilte man sich einen Hinterhof ÔÇô das wohl typischste Zeichen der so genannten Mietskasernen , von denen es in Prenzlauer Berg noch heute ├╝ber 3.000 gibt. Im Hinterhaus gab es pro Etage meist vier Wohnungen f├╝r ├Ąrmere Bev├Âlkerungsschichten. Insgesamt bestand ein solches Haus also aus ein bis zwei L├Ąden und drei├čig bis vierzig Wohnungen. Je mehr sich der Aufbau der H├Ąuser glich, umso mehr wurden sie individuell verziert. Die aufkommende industrielle Produktion verschiedenster genormter und daher zueinander passender Fliesen sorgte daf├╝r, dass jedes Haus anders wirkte.

Blick ├╝ber den n├Ârdlichen Prenzlauer Berg in Richtung Westen. Im Vordergrund (waagrecht) die Greifswalder Stra├če mit den Kreuzungen Erich-Weinert-Stra├če, Schieritzstra├če und Ostseestra├če (v.l.n.r.).
Blick ├╝ber den n├Ârdlichen Prenzlauer Berg in Richtung Westen. Im Vordergrund (waagrecht) die Greifswalder Stra├če mit den Kreuzungen Erich-Weinert-Stra├če, Schieritzstra├če und Ostseestra├če (v.l.n.r.).

Vorantreiben der Baut├Ątigkeit

Gethsemanekirche, August Orth, 1893
Gethsemanekirche, August Orth, 1893

Die Grundbesitzer forcierten h├Ąufig die Baut├Ątigkeit in diesen Gebieten. Die bereits erw├Ąhnten Familien Griebenow, B├╝ttner und B├Âtzow taten viel, um ihre Grundst├╝cke gut verkaufen zu k├Ânnen. Sie gaben nun freiwillig Fl├Ąchen f├╝r Stra├čen an die Stadt ab und stifteten Grundst├╝cke f├╝r den Kirchenbau. So entstand die Immanuelkirche an der Prenzlauer Allee 1893 in v├Âllig unbebautem Gebiet, und auch um die im selben Jahr eingeweihte Gethsemanekirche befand sich zu dieser Zeit noch keine Bebauung. Beide Grundst├╝cke schenkten die Gro├čgrundbesitzer den Kirchgemeinden: das Gel├Ąnde der Immanuelkirche kam von der Familie B├Âtzow, das Gel├Ąnde der Gethsemanekirche von der Witwe Griebenows, Caroline von Griebenow. Beide Schenkungen sollten sich rentieren, waren die umliegenden Gebiete doch schon Ende der 1890er vollst├Ąndig bebaut.

Der bereits 1877 komplettierten Ringbahn kam nun eine neue Bedeutung zu. Errichtet als Verbindung der Berliner Kopfbahnh├Âfe und der Vorst├Ądte untereinander, wurde sie nun Teil des innerst├Ądtischen Nahverkehrs. Nachdem ab dem 1. Januar 1872 der Personenverkehr zwischen Moabit und Sch├Âneberg aufgenommen worden war, baute man bereits 1890 den Nordring viergleisig aus, um G├╝ter- und Personenverkehr zu trennen. Da die innerst├Ądtischen Industriebetriebe ÔÇô die das starke Wachstum des Prenzlauer Bergs ausl├Âsten ÔÇô nun nach und nach in die Berliner Randbezirke zogen, verst├Ąrkte sich das Verkehrsaufkommen weiter. So wurde die Bahn bereits 1892 von 30 Millionen Fahrg├Ąsten genutzt.

Abschwung der Bauwirtschaft

Heinrich-Schliemann-Gymnasium, Ludwig Hoffmann, 1913
Heinrich-Schliemann-Gymnasium, Ludwig Hoffmann , 1913

Um die Jahrhundertwende hatte Berlins Einwohnerzahl die Zwei-Millionen-Grenze erreicht und wuchs weiterhin um ca. 50.000 pro Jahr. Die Stadt hatte das Wachstum aber inzwischen im Griff, es entstanden Schulen und andere ├Âffentliche Einrichtungen, und 1908 war die Kanalisation endg├╝ltig fertig gestellt. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg verlor der Prenzlauer Berg an Bedeutung. Dazu trug die schlechte Anbindung an die Innenstadt bei, denn es gab zwar die Ringbahn, aber keine Schnellbahn ins Zentrum. Es existierten nur langsame Pferdeomnibuslinien. Sp├Ąter wurden sie zwar zu Pferdeeisenbahnlinien ausgebaut, aber dennoch waren sie der mobilen Bev├Âlkerung zu langsam. Planungen f├╝r eine Hochbahn vom Alexanderplatz zum Ring existierten zwar seit Anfang des Jahrhunderts, doch wehrten sich die Anlieger der Sch├Ânhauser Allee gegen die Ausf├╝hrung der Bahn als Hochbahn statt als Untergrundbahn. Gegen diese Stimmen beschloss der Magistrat im Februar 1906 die Ausf├╝hrung als Hochbahn, die Anlieger wehrten sich aber weiterhin, indem sie notwendige Grundst├╝cke f├╝r den Bahnhofsbau nicht verkauften. So konnte die Linie erst am 27. Juli 1913 er├Âffnet werden. Die auf Mobilit├Ąt angewiesene Bev├Âlkerung zog es deshalb in die gut erschlossenen westlichen Vorst├Ądte Sch├Âneberg, Charlottenburg und Wilmersdorf.

Die Baut├Ątigkeit in Prenzlauer Berg nahm zu Anfang der 1910er Jahre ab und kam 1914 mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs ganz zum Erliegen. Als der Krieg 1918 endete, herrschte daher wieder einmal gro├če Wohnungsnot. Die Wirtschaft lag am Boden, und viele der Kriegsheimkehrer zog es in die Gro├čst├Ądte. Das bisher wenig genutzte Obdachlosenasyl an der Prenzlauer Allee, die ÔÇ×PalmeÔÇť (so genannt, weil anfangs eine Palme in einem K├╝bel am Einlass gestanden haben soll) stie├č an die Grenzen seiner Kapazit├Ąt ÔÇô h├Ąufig n├Ąchtigten hier ├╝ber 4000 Menschen. Die neue sozialdemokratische Regierung versuchte zudem, den Wohnungsbau sozialer zu gestalten, indem sie das Baurecht versch├Ąrfte und H├Âchstmieten festlegte. Durch diese staatliche Regulierung kam es bis Anfang der 1920er Jahre kaum zu Neubauten.

Der Zusammenschluss zu Gro├č-Berlin

Wohnanlage der GEHAG, Bruno Taut 1927/28
Wohnanlage der GEHAG, Bruno Taut 1927/28

Einschneidend f├╝r die Geschichte Berlins ist der 1. Oktober 1920 , an dem ÔÇô nach ├╝ber zehnj├Ąhrigem Ringen ÔÇô ÔÇ×Gro├č-BerlinÔÇť gegr├╝ndet wurde. Das alte Berlin und sieben weitere Stadtgemeinden, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke fasste das Gesetz ├╝ber die Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlin nun auch organisatorisch zu einer Stadt zusammen, nachdem sie bereits zusammengewachsen waren. Das neue Berlin war damit der Fl├Ąche nach zur zweitgr├Â├čten Stadt der Welt hinter Los Angeles geworden und war mit 3,8 Millionen Einwohnern die drittgr├Â├čte Stadt der Welt nach London und New York . Die Stadt wurde in 20 Bezirke eingeteilt, von denen einer das ÔÇ×Prenzlauer TorÔÇť (Bezirk IV) mit rund 10 Quadratkilometern und 300.000 Einwohnern war. Schon ein Jahr sp├Ąter benannte man den Bezirk in ÔÇ×Prenzlauer BergÔÇť um.

Da durch die staatlichen Restriktionen kaum jemand baute, wurde in der Weimarer Republik nach der Inflation von 1923 ein Wohnungsbauprogramm gestartet. Weil das Immobilienverm├Âgen im Gegensatz zum Geldverm├Âgen durch die Inflation nicht geschm├Ąlert wurde und die Hausbesitzer so von der Inflation profitiert hatten, mussten sie nun auf eingenommene Mieten eine so genannte Hauszinssteuer zahlen. Diese Gelder kamen der neu gegr├╝ndeten Wohnungsf├╝rsorgegesellschaft zugute, die billige Kredite f├╝r Wohnungsneubauten vergab. So kam es ab Mitte der 1920er Jahre wieder zu einer verst├Ąrkten Baut├Ątigkeit, vor allem n├Ârdlich der Ringbahn, aber auch an anderen Stellen wurden Baul├╝cken geschlossen.

Die Bauten aus dieser Zeit unterscheiden sich stark von den Geb├Ąuden der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Beim Entwurf der Neubauten wurde vor allem auf soziale Gesichtspunkte geachtet; sie wurden mit dem Ziel gestaltet, die Lebensbedingungen der darin wohnenden Menschen zu verbessern. In dieser Zeit herrscht der Bauhaus-Stil vor. Auf die Ornamente der Vorkriegszeit wurde verzichtet, die H├Ąuser zeichnen sich durch einfache, unverzierte Au├čenseiten aus. W├Ąhrend fr├╝her jedes Grundst├╝ck durch eine andere Front auffiel, gab es nun durchgehende, gleiche Fassaden. Das bisher benutzte Schr├Ągdach wurde durch Flachd├Ącher ersetzt. So entstanden Ende der 20er Jahre Tausende neuer Wohnungen im Prenzlauer Berg. Zu den bekanntesten Berliner Siedlungen dieser Zeit geh├Âren die von Bruno Taut und Franz Hoffmann 1927 / 28 errichtete GEHAG-Siedlung (siehe Foto) zwischen Greifswalder, Grell- und Rietzestra├če in der N├Ąhe des S-Bahnhofs Greifswalder Stra├če und die Wohnstadt Carl Legien (Taut und Franz Hilliger , 1928- 30 ), ebenfalls in der Erich-Weinert-Stra├če (zwischen Gubitz- und S├╝ltstra├če). Weitere Beispiele sind Tauts Wohnanlage in der Paul-Heyse-Stra├če im ├Âstlichen Teil des Bezirks (1926/27) sowie der Bereich der n├Ârdlichen Dunckerstra├če (Gudvanger Stra├če bis Prenzlauer Allee) erbaut 1926-28 von Paul Mebes , Paul Emmerich , Eugen Schmohl und anderen, eines der bis dato modernsten Wohnviertel Berlins.

Da sich das Stadtwachstum inzwischen auf weiter au├čen liegende Bereiche verlagert hatte, blieb die Bev├Âlkerungszahl des Prenzlauer Bergs konstant, und die neuen Wohnungen nutzte man, um die vorher herrschende ├ťberbelegung zu reduzieren.

Das Ende der Baut├Ątigkeit

Aktuelles Satellitenbild├ťber 80% aller Wohnungen entstanden vor 1948
Aktuelles Satellitenbild
├ťber 80% aller Wohnungen entstanden vor 1948

Ende der 1920er Jahre erreichte die Weltwirtschaftskrise Deutschland. Eine der Notverordnungen von Reichskanzler Heinrich Br├╝ning k├╝rzte die Hauszinssteuer, sodass der Hauptmotor des Wohnungsbauprogramms wegfiel. Damit endet auch das Kapitel der massiven ├ťberbauung. Zu diesem Zeitpunkt lebten im Prenzlauer Berg ├╝ber 325.000 Menschen in 100.000 Wohnungen ÔÇô Experten gehen davon aus, dass der Prenzlauer Berg zu dieser Zeit eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt war, und das, obwohl ein Viertel der Fl├Ąche noch immer unbebaut und zur Bebauung vorgesehen war. Eine Statistik vom Anfang des Jahrhunderts zeigt, wie dicht Berlin besiedelt war. So lebten in London pro Haus im Schnitt gerade einmal acht Menschen, in New York 17 ÔÇô im gesamten Berlin waren es 76 und im Prenzlauer Berg um die 110. Ein Ende der starken Berliner Baut├Ątigkeit war damals aber noch nicht absehbar ÔÇô aus dem Jahr 1913 existieren Wohnungsplanungen f├╝r Berlin f├╝r 21 Millionen Menschen.

Auch nach der Macht├╝bernahme Hitlers ├Ąnderte sich nichts am massiven Baur├╝ckgang. Das Stadtbild des Prenzlauer Berges ver├Ąnderte sich so in den 30er Jahren kaum. Einige provisorische Geb├Ąude ersetzte man durch Neubauten, die Siedlungen zwischen Eberswalder und Topsstra├če ( 1937 ) und an der heutigen Anton-Saefkow- und John-Schehr-Stra├če ( 1939 ) entstanden, viele Stra├čen und B├╝rgersteige wurden saniert. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges kam die Baut├Ątigkeit v├Âllig zum Erliegen.

W├Ąhrend dieser Zeit ver├╝bten die Nationalsozialisten ihre Gr├Ąueltaten auch im Prenzlauer Berg. Auf dem Gel├Ąnde des Wasserturms im Zentrum des Bezirks entstand f├╝r einige Monate ein so genanntes ÔÇ×wildes KonzentrationslagerÔÇť zur Folterung und Ermordung von Gegnern des Regimes. Die Zahl der j├╝dischen Bewohner sank von ├╝ber 20.000 schon bis 1939 auf unter 10.000. Nach Juden benannte Stra├čen benannten die Machthaber um. J├╝dische Kinder durften keine ├Âffentlichen Schulen mehr besuchen, weshalb die Sch├╝lerzahl in der 1904 gegr├╝ndeten j├╝dischen Schule in der Rykestra├če von 170 auf 750 stieg, bis auch diese 1941 schlie├čen musste.

Bombensch├Ąden

Einwohnerentwicklung Prenzlauer Berg 1932 bis 2003
Einwohnerentwicklung Prenzlauer Berg 1932 bis 2003

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg lie├č die neue Verwaltung eine Schadensbilanz erstellen und jedes Haus klassifizieren. Da der Prenzlauer Berg keine Fl├Ąchenbombardements ertragen musste, fiel diese Bilanz im Gegensatz zu anderen Bezirken relativ g├╝nstig aus. Etwa 10% der Geb├Ąude galten als vollkommen zerst├Ârt, 7% als schwer besch├Ądigt und 11% als ÔÇ×wieder herstellbarÔÇť. 72% der Geb├Ąude hingegen waren gar nicht oder nur leicht besch├Ądigt und bewohnbar. Andere innerst├Ądtische Bezirke wie Mitte und Tiergarten hatten 50% Verlust an Bausubstanz zu beklagen, der von der Bebauung her ├Ąhnliche Friedrichshain 40%. Inwieweit der Prenzlauer Berg als Arbeiterbezirk von den Alliierten absichtlich nicht bombardiert wurde, ist ungekl├Ąrt. Von Zerst├Ârungen besonders betroffen waren strategische Ziele, also das Gaswerk, Bahnanlagen und wichtige Zufahrtsstra├čen.

Schon relativ schnell begannen die Hausbesitzer, die Sch├Ąden zu reparieren und L├╝cken zu schlie├čen. Dabei ging man behutsam vor, sodass der Gr├╝nderzeitstil erhalten blieb. Fassaden wurden zwar meist vereinfacht wiederhergestellt, Neubauten f├╝gten sich aber in Gr├Â├če und Form gut ins Stadtbild ein.

Nach dem Krieg

Nach Kriegsende wurden auch im Prenzlauer Berg Haftst├Ątten eingerichtet, in denen im Sinne der Beschl├╝sse der Potsdamer Konferenz Kriegsverbrecher und NS-R├Ądelsf├╝hrer h├Ątten inhaftiert werden sollen. Der wichtigste Haftort in Prenzlauer Berg wurde 1945 vom russischen Geheimdienst NKWD im Keller des Geb├Ąude an der Prenzlauer Allee eingerichet, das heute als ÔÇ×Haus 3ÔÇť des Bezirksamtsgel├Ąndes bekannt ist. Im Unterschied zu den westlichen Alliierten wurden in diesem wie auch anderen russischen Haftkellern tats├Ąchlich aber von Anfang an auch Menschen inhaftiert, die weder NS-R├Ądelsf├╝hrer noch Kriegsverbrecher waren, sondern z.B. durch so genannte anti-sowjetische ├äu├čerungen aufgefallen waren. Ab 1946 waren kaum noch ehemalige NS-Mitglieder unter den Verhafteten. Die Haftkeller entwickelten sich schnell zu einem Teil des sowjetischen Repressionssystems. Der Haftkeller in der Prenzlauer Allee wurde 1950 vom Ministerium f├╝r Staatssicherheit der DDR ├╝bernommen und bis mindestens 1956 weitergef├╝hrt. Bis in die 1980er Jahre gab es hier eine nicht n├Ąher bekannte Nutzung durch das MfS. Heute erinnert ein k├╝nstlerisches Denkzeichen (s. Prenzlauer Allee) an dieses bislang kaum bekannte Kapitel der Geschichte.

Die Teilung Berlins

Einen tiefen Einschnitt in die Stadtstruktur brachte der Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 . Die st├Ądtebaulich stark miteinander verbundenen Bezirke Wedding und Prenzlauer Berg wurden praktisch ├╝ber Nacht getrennt. Die Bilder von Menschen, die aus H├Ąusern in der Bernauer Stra├če teilweise mehrere Stockwerke tief in den Westen sprangen, gingen um die Welt. Entlang der Grenze entstand ein Sperrg├╝rtel, der durch den Abriss von Geb├Ąuden geschaffen wurde.

Mit ihrem Konzept f├╝r Berlin mit der Konzentration auf das Zentrum um den Alexanderplatz f├Ârderte die DDR -F├╝hrung die gro├čen Chausseen Sch├Ânhauser Allee, Prenzlauer Allee und Greifswalder Stra├če. Den Wohnarealen dazwischen widmete sie sich nicht. Die alten gewerblichen Geb├Ąude in den H├Âfen, die nun ungenutzt waren, verfielen ebenso wie die eigentliche Wohnsubstanz. Das Wohnungsbauprogramm der DDR war fast ausschlie├člich auf den Neubau von Plattensiedlungen in bisher unbebauten Gebieten ausgelegt ÔÇô im Altbaubestand wurden nicht einmal dringende Reparaturen durchgef├╝hrt. Das Desinteresse des Staates an der vorhandenen Bausubstanz f├╝hrte dazu, dass man teilweise nicht einmal mehr wusste, welche Wohnungen noch bewohnbar beziehungsweise bewohnt waren oder wer sich darin niedergelassen hatte. Die Einwohnerzahl sank rapide ÔÇô vor allem junge Familien mit Kindern verlie├čen den Bezirk, um in moderne Plattenbauwohnungen zu ziehen. In dieser Zeit bildete sich das alternative Flair des Bezirks. Wohnungen insgesamt waren knapp, und mit ein wenig Einsatz und Durchhaltewillen kam man hier schneller an eine eigene Wohnung als anderswo.

Sanierungsabsichten und Neubauten

Jahr f├╝r Jahr stieg die Zahl der unbewohnbaren Wohnungen. Die wenigen Instandsetzungen konnten dies nicht ansatzweise ausgleichen. Mitte der 70er Jahre ├Ąnderte sich die Lage. Die immer noch vorhandenen Planungen, den ganzen Bezirk oder zumindest den S├╝den abzurei├čen, um Plattenbauten zu errichten, legte man aufgrund der Wohnungsnot auf Eis, und die Stadtplanungsb├╝ros waren nun angewiesen, L├Âsungen zu finden. Kurze Zeit sp├Ąter lief das erste Pilotprojekt rund um den Arnimplatz an. Die ├ťberbauung wurde durch Abriss von Seitenfl├╝geln und Quergeb├Ąuden reduziert, auf den Freifl├Ąchen wurden Spielpl├Ątze angelegt. Die verbleibenden Geb├Ąude wurden von Grund auf saniert. Durch Entkernungen und Grundrissvergr├Â├čerungen sank die Zahl der Wohnungen in dieser Zeit um 15%. Trotzdem sahen die DDR-Oberen das Projekt nicht als Erfolg an, denn es wurden keine neuen Wohnungen geschaffen, f├╝r die Bewohner mussten sogar Ausweichwohnungen freigehalten werden.

Th├Ąlmann-Park und Plattenbauten auf dem Gebiet des alten Gaswerks
Th├Ąlmann-Park und Plattenbauten auf dem Gebiet des alten Gaswerks

Stattdessen riss man das im Mai 1981 stillgelegte Gaswerk an der Danziger Stra├če ab, um den schon zu NS-Zeiten bestehenden Plan zur Anlage eines Volksparks umzusetzen. Die unter Denkmalschutz stehenden Gasometer ÔÇô praktisch Wahrzeichen des Bezirks ÔÇô wurden dabei unter dem Vorwand statischer Probleme, gegen den Widerstand von Denkmalsch├╝tzern und einer der in der DDR seltenen B├╝rgerinitiativen , am 28. Juli 1984 gesprengt. Der f├╝r DDR-Zeiten starke zivile Widerstand sprach sich f├╝r eine kulturelle Nutzung aus, wurde aber ignoriert. Ein neu errichtetes Planetarium an der Prenzlauer Allee sollte die Gem├╝ter beruhigen. Auf dem Gel├Ąnde des ehemaligen Gaswerks entstanden neben dem ÔÇ×Ernst-Th├Ąlmann-ParkÔÇť inklusive eines gewaltigen Th├Ąlmann -Denkmals auch Hunderte neuer Plattenbauwohnungen. Offizielle Einweihung war am 15. April 1986 . Auch auf unbebauten Gartengrundst├╝cken ├Âstlich der Greifswalder Stra├če entstand eine Plattenbausiedlung.

Im Zuge der Vorbereitungen f├╝r die 750-Jahr-Feier Berlins 1987 wurde Anfang der 80er auch wieder begonnen, Altbauten zu sanieren. Die Husemannstra├če am Kollwitzplatz sollte als eine Art Freilichtmuseum das Gebiet um die Jahrhundertwende zeigen. Auch in anderen Stra├čen stieg die Zahl der Sanierungen ÔÇô aber nur, weil die Bausubstanz sonst kaum l├Ąnger zu halten gewesen w├Ąre. Sch├Ątzungsweise zwei Drittel der D├Ącher waren undicht. Die langfristigen Planungen des Staates sahen anders aus. F├╝r das Jahr 1989 waren gro├čfl├Ąchige Abrissarbeiten im Bereich Rykestra├če vorgesehen. So sollte Platz f├╝r neue Plattenbauten entstehen. In den Protokollen der Beratungen dar├╝ber finden sich eindeutige Vermerke dar├╝ber, dass dies kurzfristig geschehen sollte, um Widerstand in der Bev├Âlkerung keine Chance zu lassen. Beispielsweise sollte der Magistrat umgangen werden. Nur die politische Wende im Land lie├č diese Planungen nie Wirklichkeit werden.

Der Herbst 1989

Die politische Wende in der DDR ging auch vom Prenzlauer Berg aus. Schon 1987 verbreiteten Oppositionelle aus den R├Ąumlichkeiten der Zionskirchgemeinde heraus kritische Zeitschriften (bspw. ÔÇ×GrenzfallÔÇť). Am 25. November 1987 wurden daher sieben von ihnen (darunter ein 14-J├Ąhriger) bei der Durchsuchung der R├Ąume von der Stasi verhaftet. Nach Gottesdiensten f├╝r die Inhaftierten und einem gro├čen Medienecho in den Westmedien lie├č man sie wieder frei. Die R├Ąume in der Zionskirche wurden jedoch von der Stasi gesperrt, und die Aktivit├Ąten verlagerten sich in die Gethsemanekirche. Diese stand ab dem 2. Oktober 1989 st├Ąndig f├╝r eine ununterbrochene Mahnwache f├╝r die politischen Gefangenen in der DDR offen. Neu gegr├╝ndete Parteien und Organisationen organisierten sich von hier aus. Der Grenz├╝bergang an der Bornholmer Stra├če war am 9. November 1989 der erste ├╝berhaupt, der ge├Âffnet wurde.

Nach der Wende: Umfangreiche Sanierungsarbeiten

Blick auf die Kastanienallee am U-Bahnhof Eberswalder Stra├če
Blick auf die Kastanienallee am U-Bahnhof Eberswalder Stra├če

Zur Wende lebten trotz des Neubaus der Plattenbausiedlungen nur noch ca. 160.000 Menschen im Prenzlauer Berg ÔÇô nur noch halb so viele wie Ende der 20er Jahre. Grund hierf├╝r war vor allem die jahrzehntelange Vernachl├Ąssigung der Bausubstanz. Bleierne Wasserleitungen waren ebenso erneuerungsbed├╝rftig wie undichte Gasleitungen, durch die unz├Ąhlige Stra├čenb├Ąume starben. Viele Wohnungen mussten noch immer mit Kohle beheizt werden und noch Anfang der 1980er gab es im Prenzlauer Berg ├╝ber 16.000 Etagenklos. So wurde der Prenzlauer Berg Anfang der 1990er Jahre zum wohl gr├Â├čten Sanierungsgebiet Mitteleuropas. In f├╝nf ausgeschriebenen Sanierungsgebieten wurde die Sanierung von 32.202 Wohneinheiten gef├Ârdert. Dabei sank die Anzahl der Wohnungen durch Vergr├Â├čerung der Fl├Ąche (z.B. zum Einbau von Innentoiletten) weiter, von 1981 bis 1991 um 2000 und bis 1995 nochmals um 3000 auf 86.435 Wohneinheiten.

1992 kam es im Prenzlauer Berg erstmals zu 1.-Mai-Krawallen. 1995 eskalierte die Lage am Kollwitzplatz, 100 Polizisten wurden verletzt. In den Folgejahren setzte die Polizei immer mehr Einsatzkr├Ąfte ein. Seit der Jahrtausendwende sind die Krawalle stark zur├╝ckgegangen.

Heute sind gro├če Teile des Bezirks saniert und bilden das gr├Â├čte Gr├╝nderzeitgebiet Deutschlands ÔÇô 67% aller Wohnungen stammen aus den wenigen Jahrzehnten zwischen Reichsgr├╝ndung und Erstem Weltkrieg. Durch den Prozess der Gentrifizierung k├Ânnen sich allerdings einige der urspr├╝nglichen Mieter das Leben dort nun nicht mehr leisten, daf├╝r nimmt die Gastronomie st├Ąndig zu. Einige der urspr├╝nglichen Bewohner klagen auch ├╝ber den ver├Ąnderten Charakter des Viertels; anstatt einer dort oft vermuteten auch politischen Szene stehe heute gr├Â├čtenteils Konsum im Vordergrund, die weiterhin vorhandene Armut im Bezirk werde gerne ├╝bersehen. Andere j├╝ngere Leute lieben gerade die lebendige Mischung aus Kneipen und Kultur und sind in den letzten zehn Jahren zur ├ťberraschung der Kommunalpolitiker und Journalisten mit ihren kleinen Kindern in den Bezirk gezogen. Wurde noch Mitte der 90er Jahre der Wegzug von Familien mit Kindern ├Âffentlich beklagt, so gilt heute die Gegend um Helmholtz- und Kollwitzplatz als die kinderreichste der Stadt.

Leben & Kultur

Schon zu DDR -Zeiten pr├Ągten Studenten, Kulturinitiativen und Literaten das Image des Prenzlauer Bergs. Nach dem Fall der Mauer hat sich der Prenzlauer Berg zum ÔÇ×SzeneviertelÔÇť entwickelt und ist vor allem f├╝r sein ausgepr├Ągtes Nachtleben und die Vielzahl an Kneipen, Caf├ęs und Clubs bekannt.

Besonders am Kollwitz- und Helmholtzplatz gibt es viele unterschiedliche Restaurants und Caf├ęs. In der Kastanienallee finden sich au├čerdem viele kleinere Gesch├Ąfte, das Kino Lichtblick und das Dock11-Theater. Die Kulturbrauerei , die sich im Geb├Ąudekomplex der ehemaligen Schultheiss-Brauerei an der Sch├Ânhauser Allee/Danziger Stra├če befindet, der von September 1998 bis Januar 2001 saniert wurde, ist ein Zentrum des kulturellen Lebens im Prenzlauer Berg. Hier befinden sich Kinos, Restaurants und Theater: Das schon 1922 in Berlin gegr├╝ndete russische Kammertheater und das Theater Rambazamba, in dem der Verein Sonnenuhr e.V. mit geistig behinderten K├╝nstlern arbeitet. Daneben befinden sich auf dem Areal auch Veranstaltungsr├Ąume, Clubs, und die ÔÇ×literaturWERKstattÔÇť.

Der kommerzielle Mittelpunkt des Stadtteils liegt beim S-Bahnhof Sch├Ânhauser Allee, wo die ÔÇ×Sch├Ânhauser Allee ArcadenÔÇť, ein Einkaufszentrum nach dem typischen Muster der ostdeutschen Nachwendejahre, Kunden auch aus dem urspr├╝nglichen Pankow anziehen. Typisch f├╝r den Bezirk sind kleine autonome L├Ąden wie das Hinterhof-Antiquariat.

Unter den vielen Klubs im Prenzlauer Berg sind die Stammclubs vieler Berliner Bands wie Rammstein , den Beatsteaks oder Rosenstolz . Wichtige Klubs sind beispielsweise der Knaack-Klub und der Magnet-Klub in der Greifswalder Stra├če, in der Kulturbrauerei neben dem NBI der Frannz Klub, das Kesselhaus, der Soda Club und f├╝nf weitere Clubs. Weiterhin Pfefferberg, Prater und Steinhaus.

Personen

Der Maler Max Liebermann wurde auf dem j├╝dischen Friedhof im Prenzlauer Berg beigesetzt.
Der Maler Max Liebermann wurde auf dem j├╝dischen Friedhof im Prenzlauer Berg beigesetzt.

Die Personen, die den Bezirk pr├Ągten, sind vor allem K├╝nstler. Am 20. August 1892 nimmt Max Skladanowsky seinen Bruder Emil im Eckhaus Sch├Ânhauser Allee/Kastanienallee bei gymnastischen ├ťbungen auf: dies sind die ersten deutschen Filmaufnahmen ├╝berhaupt. Noch viele Jahre nutzte Skladanowsky den Dachboden f├╝r filmische Zwecke. Schon 1856 gr├╝ndete Gustav Langenscheidt in einem der ersten H├Ąuser der Sch├Ânhauser Allee seinen Verlag . Ber├╝hmt ├╝ber die Grenzen des Bezirks hinaus wurden auch Max und Charlotte Konnopke. Sie gr├╝ndeten an der Ecke Sch├Ânhauser Allee/Danziger Stra├če am 4. Oktober 1930 ihren ersten Imbiss. ÔÇ× Konnopke's Imbi├č ÔÇť (heute Sch├Ânhauser Allee/Eberswalder Stra├če) soll heute die besten Curryw├╝rste Berlins verkaufen. Er ist eine Touristenattraktion und Lieblingsimbiss ber├╝hmter Personen gleicherma├čen.

W├Ąhrend der NS-Zeit war der Arbeiterbezirk eine Hochburg des Widerstandes . Ber├╝hmte Antifaschisten wie Anton Saefkow , K├Ąthe Niederkirchner und Heinz Kapelle agierten von Prenzlauer Berg aus. Doch auch sie konnten nicht verhindern, dass viele j├╝dische Bewohner des Prenzlauer Bergs, wie der sp├Ątere Pr├Ąsident des Zentralrats der Juden Heinz Galinski , deportiert wurden. Der j├╝dische Maler Max Liebermann war bereits 1935 gestorben und auf dem J├╝dischen Friedhof Prenzlauer Berg beigesetzt worden. Zur Beerdigung trauten sich nur wenige. Eine davon war die wahrscheinlich ber├╝hmteste Einwohnerin des Prenzlauer Bergs, K├Ąthe Kollwitz . Sie wohnte seit 1891 mit ihrem Mann, dem Arzt Dr. Karl Kollwitz, in einem Haus am heute nach ihr benannten Kollwitzplatz. Ihr Haus wurde bei Bombenangriffen im November 1943 mitsamt vieler Werke zerst├Ârt. Heute erinnert hier ein k├╝nstlerisches Denkzeichen an K├Ąthe Kollwitz.

Nach dem Krieg waren es wieder vorrangig K├╝nstler, die den Bezirk pr├Ągten. In den 50er und 60er Jahren lebten hier unter anderem die Schriftsteller Bruno Apitz (ÔÇ×Nackt unter W├ÂlfenÔÇť), Peter Hacks , Heinz Kahlau , Herbert Nachbar und Dieter Noll , aber auch der S├Ąnger Fredy Sieg . Weitere Pers├Ânlichkeiten sind die Schriftsteller Klaus Schlesinger und Klaus Kordon , die Politiker Andreas Matthae, Wolfgang Thierse und sein Vorg├Ąnger als Vorsitzender der SPD der DDR Ibrahim B├Âhme , sowie der Filmemacher Andreas Wei├č . Zu DDR-Zeiten lebte die Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Sch├Ânhauser Allee.

Auch heute wohnen und arbeiten hier viele K├╝nstler, darunter die bildenden K├╝nstler Olaf Nicolai und Cornelia Schleime, die Schauspieler Heike Makatsch , Daniel Br├╝hl und Matthias Schweigh├Âfer oder die Moderatorin Sarah Kuttner .

Verkehr

Stra├čennetz im Prenzlauer Berg
Stra├čennetz im Prenzlauer Berg

Der Prenzlauer Berg ist gut erschlossen. Die wichtigsten Stra├čen sind die stadtausw├Ąrts f├╝hrenden ehemaligen Chausseen (Greifswalder Stra├če; Prenzlauer Allee; Sch├Ânhauser Allee) und die rechtwinklig dazu verlaufenden gro├čen Stra├čen (Danziger Stra├če; Bornholmer Stra├če; Wisbyer Stra├če; Ostseestra├če), die einst als Ringe um die Stadt konzipiert waren. Das Stra├čennetz mit 192 Stra├čen hat eine L├Ąnge von 92 Kilometern, bedingt durch die Blockstruktur vergleichsweise wenig. Weitere wichtige Stra├čen sind B├Âtzowstra├če, Hufelandstra├če , Winsstra├če, Kollwitzstra├če, Sredzkistra├če, Pappelallee, Raumerstra├če, Gneiststra├če, Stargarder Stra├če, Kastanienallee, Oderberger Stra├če, Schwedter Stra├če und Gleimstra├če. Wichtige Pl├Ątze sind Arnimplatz, Falkplatz, Helmholtzplatz (Helmi), Humannplatz, Kollwitzplatz (Kolle), Senefelderplatz, Teutoburger Platz und Arnswalder Platz.

├ľffentlicher Personennahverkehr im Prenzlauer Berg
├ľffentlicher Personennahverkehr im Prenzlauer Berg

Prenzlauer Berg ist durch den S-Bahn-Ring, eine U-Bahn-Linie, neun Stra├čenbahnlinien und einige Buslinien sehr gut durch den ├Âffentlichen Personennahverkehr erschlossen.

Die Ringstrecke der S-Bahn Berlin z├Ąhlt auf dem Gebiet des Stadtteils f├╝nf Bahnh├Âfe (Sch├Ânhauser Allee, Prenzlauer Allee, Greifswalder Stra├če, Landsberger Allee und Storkower Stra├če). An den ersten vier Bahnh├Âfen kann zur Stra├čenbahn umgestiegen werden, an der Sch├Ânhauser Allee au├čerdem zur U-Bahn.

Die Linie 2 der Berliner U-Bahn verl├Ąuft mit drei Bahnh├Âfen (Senefelderplatz, Eberswalder Stra├če und Sch├Ânhauser Allee) unter und ├╝ber ( Hochbahn ) der Sch├Ânhauser Allee, der wichtigsten Einkaufsstra├če des Stadtteils.

Die Stra├čenbahnlinie M1 bef├Ąhrt die Kastanien- und die Sch├Ânhauser Allee, die Linie 12 die Kastanien- und Pappelallee, die M2 die Prenzlauer Allee, die M4 die Greifswalder Stra├če, die M10 die Danziger und Eberswalder Stra├če und die M13 die Wisbyer und Bornholmer Stra├če. An der Kreuzung Sch├Ânhauser Allee/Danziger Stra├če befindet sich ein ÔÇ×SternÔÇť mit Gleisen in f├╝nf Richtungen, eine weltweit sehr seltene Anlage.

Im Osten auf der Landsberger Allee fahren die Stra├čenbahnlinien M5, M6 und M8. In dieser Gegend kreuzen auch einige Buslinien das Gebiet, auch wenn der Busverkehr im Allgemeinen aufgrund des guten Ausbaus des Schienennetzes im Prenzlauer Berg unbedeutend ist.

Politik

Seit der Berliner Bezirksreform vom 1. Januar 2001 ist Prenzlauer Berg kein eigenst├Ąndiger Bezirk mehr, sondern ein Stadtteil des Gro├čbezirks Pankow. Dabei wurde vor und nach der Reform immer wieder kontrovers ├╝ber den Namen diskutiert, letztendlich blieb der Name ÔÇ×Prenzlauer BergÔÇť aber nur noch f├╝r einen Stadtteil erhalten.

Seit der Gr├╝ndung des Bezirks 1920 war die vorherrschende politische Kraft in Prenzlauer Berg die Sozialdemokratie ( USPD 29 von 61 Sitzen; SPD 12). Sie stellte bis 1933 die st├Ąrkste Fraktion im Bezirksparlament und den B├╝rgermeister. Ab 1933 regierte auch hier die NSDAP . Gleich nach dem Krieg beauftragte die sowjetische Besatzungsbeh├Ârde loyale kommunistische Funktion├Ąre mit dem Wiederaufbau. Doch die ersten Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zur Bezirksverordnetenversammlung am 20. Oktober 1946 gewann die SPD mit jeweils ├╝ber 45% der Stimmen. 1948 musste der SPD-B├╝rgermeister seinen Platz r├Ąumen, und w├Ąhrend der DDR-Zeit wurde offiziell ausschlie├člich die SED gew├Ąhlt.

Bei den ersten freien Volkskammerwahlen in der DDR am 18. M├Ąrz 1990 gab es im Prenzlauer Berg mit 87,0% die geringste Wahlbeteiligung im Osten Berlins. Die meisten Stimmen erhielt die SPD (37,7%), gefolgt von der PDS (23,3%), der CDU (19,1%) und B├╝ndnis 90 (8,5%). Mit dem besten Berliner Ergebnis f├╝r B├╝ndnis 90 (auch die GR├ťNE-UFV hatten 3,4%) zeigt sich schon der in der Zukunft anhaltende, typisch gro├čst├Ądtische gr├╝ne Trend. Bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung am 6. Mai 1990 best├Ątigte sich dies, B├╝ndnis 90 konnte sich sogar um einige Prozentpunkte auf 13,8% verbessern.

Nach der Wende entwickelte sich dieses Profil weiter. Die SPD erreichte bei Bundestagswahlen relativ konstant zwischen 32 und 37 Prozent der Zweitstimmen, die PDS/Linkspartei zwischen 20 und 25% (Ausnahme 1994: 29,8%). Das Ergebnis f├╝r die CDU verschlechterte sich kontinuierlich von 25,0% (1990) ├╝ber 17,5% (1994), 11,5% (1998), 10,5 (2002) auf 10,2 (2005). Die FDP fiel nach 7,2% 1990 zun├Ąchst in die Bedeutungslosigkeit ab (1998: 2,0%), konnte aber 2005 wieder ├╝ber 5 Prozent der Zweitstimmen auf sich vereinen. Nur die Gr├╝nen legten best├Ąndig zu: Nach 10,3% 1990 erreichten sie 1994 schon 12,9% und 1998 19,2%. Bei der Bundestagswahl 2002 erreichte die Partei 25,8, 2005 24,1 Prozent.

Zweimal verdankten die Gr├╝nen den Prenzlbergern auch das jeweils einzige Direktmandat bei Bundestagswahlen : sowohl 2002 als auch 2005 erhielt Christian Str├Âbele im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost die meisten Erststimmen. Der westliche Teil des Bezirks geh├Ârt zum Wahlkreis 77 Berlin-Pankow. In einem Wahllokal am Helmholtzplatz erreichte die Partei 2005 mit 42 Prozent der Stimmen auch ihr berlinweit bestes Ergebnis.

Bei Berliner Wahlen sehen die Ergebnisse anders aus. Sowohl SPD als auch Gr├╝ne und CDU erreichen weniger Stimmen als bei Bundestagswahlen. Daf├╝r ist die PDS st├Ąrker, zuletzt erreichte die Partei 2001 42,6% der Stimmen.

Bei Europawahlen erzielen die Gr├╝nen sehr starke Ergebnisse, 2004 erreichten sie 41,7% der Stimmen und somit mehr als CDU und SPD zusammen.

Wirtschaft

Gastronomie und Kultur in einer ehemaligen Brauerei: Der Pfefferberg am Senefelderplatz
Gastronomie und Kultur in einer ehemaligen Brauerei: Der Pfefferberg am Senefelderplatz
Wirtschaftlich war der Prenzlauer Berg schon immer unbedeutend. Neben dem Gaswerk waren Brauereien (Schultheiss, Landr├ę, Pfeffer, B├Âtzow, Groterjan) die wichtigsten Betriebe im Bezirk.

Heute dominieren vor allem Gastronomie , Kultur , Einzelhandel und mittelst├Ąndisches Gewerbe . Vor allem das Potenzial der Gastronomie scheint unersch├Âpflich. Gab es 1991 noch 231 Gastst├Ątten und Lokale im Bezirk, sind es heute ├╝ber 600.

W├Ąhrend des Internet-Booms um die letzte Jahrhundertwende siedelten sich au├čerdem zahlreiche kleine und mittlere Webdienstleister im Bezirk an. In den Wohnkiezen abseits der Hauptachsen gibt es zahlreiche Galerien und Gesch├Ąfte ans├Ąssiger K├╝nstler, Kunsthandwerker und Modelabels.

In der Sch├Ânhauser Allee, der n├Ârdlichen Prenzlauer Allee (zwischen Danziger Stra├če und Bahnhof) sowie der Greifswalder Stra├če im Bereich des Ringbahnhofs findet sich die ├╝bliche Einzelhandelsmischung mittlerer und kleinerer Stadtteilzentren.

Im s├╝d├Âstlichen Bereich des Stadtteils auf dem Gebiet des alten Schlachthofs soll ein Gewerbegebiet mit ├╝ber 250.000 m┬▓ Gewerbefl├Ąchen und einigen hundert Wohnungen entstehen. Bei der Umsetzung sind aber schon etliche Tr├Ąume der Senatsplanung geplatzt, gro├č angek├╝ndigte Ansiedlungen wurden storniert. Auch hier siedeln sich haupts├Ąchlich Dienstleister (Ingenieure, Anw├Ąlte usw.) an. Es entstand schon eine Werkstatt f├╝r behinderte Menschen f├╝r 260 Behinderte und 60 Ausbilder. Auf dem Gel├Ąnde am S-Bahnhof Storkower Stra├če wurde ein Fachmarktzentrum mit Baumarkt, Gartencenter und M├Âbelmarkt errichtet.

ÔÇ×Der BerlinerÔÇť, die erste Regionalw├Ąhrung Berlins, ist seit Februar 2005 am Prenzlauer Berg als Zahlungsmittel (Warengutschein) in verschiedensten L├Ąden und Institutionen im Umlauf. Regionalw├Ąhrungen dienen der Unterst├╝tzung regionaler Wirtschaftskreisl├Ąufe. Sie entwickeln sich, verst├Ąrkt aus B├╝rgerinitiativen, seit etwa zwei Jahren in mehreren St├Ądten und Gebieten Deutschlands.

Bildung

In Prenzlauer Berg gibt es 16 Grundschulen mit ca. 4500 Sch├╝lern, davon zwei private Schulen. An weiterf├╝hrenden Schulen gibt es eine Hauptschule (260 Sch├╝ler), drei ├Âffentliche und eine private Realschule (zusammen 850 Sch├╝ler), f├╝nf Gymnasien (3500 Sch├╝ler) und zwei Gesamtschulen mit zusammen 1200 Sch├╝lern. Ferner existieren zwei Sonderschulen (170 Sch├╝ler) und 14 - vor allem private - k├╝nstlerische Schulen, Sprachenschulen, Wirtschafts- und Verwaltungsschulen und Berufsschulen.

Der Erwachsenenbildung dienen ein Abendgymnasium und eine Volkshochschule .

Sport

Der sportliche Mittelpunkt des Bezirks konzentriert sich im Westen am Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Der Jahn-Sportpark wurde am 3. August 1951 als ÔÇ×Berliner SportparkÔÇť f├╝r die Weltjugendfestspiele er├Âffnet. Am 15. Oktober 1952 erhielt er anl├Ąsslich des 100. Todestages des ÔÇ×TurnvatersÔÇť Friedrich Ludwig Jahn seinen heutigen Namen. Am 22. Juni 1963 fand hier der erste ÔÇ× Olympische Tag der Leichtathletik ÔÇť statt, ein internationaler Leichtathletik -Vergleich nach dem Vorbild des nun im Westteil Berlins stattfindenden Internationalen Stadionfestes (ISTAF). Diese Veranstaltung fand bis 1989 j├Ąhrlich an dieser Stelle statt. Hier wurden mehrere Weltrekorde erzielt; unter anderem ├╝bertraf Uwe Hohn am 20. Juli 1984 als erster Speerwerfer der Welt die 100-Meter-Marke (auch wenn die Anzeige nur ÔÇ×04,80ÔÇť Meter statt ÔÇ×104,80ÔÇť Meter zeigte). Im Stadion fanden zwischen 1951 und 1990 zehn Fu├čball-L├Ąnderspiele der DDR-Nationalmannschaft statt, das Stadion war au├čerdem Spielort des DDR-Rekordmeisters BFC Dynamo. Wie in allen Sportst├Ątten fanden auch hier viele kulturelle Veranstaltungen (u.a. ein Konzert von Michael Jackson ) statt.

Die angrenzende Max-Schmeling-Halle wurde im Zuge der Olympia -Bewerbung Berlins f├╝r das Jahr 2000 errichtet und am 14. Dezember 1996 von Max Schmeling eingeweiht. Die Mehrzweckhalle ist die Heimspielst├Ątte des Basketball-Bundesligavereins ALBA Berlin. Au├čerdem wird sie f├╝r weitere sportliche Ereignisse, Veranstaltungen und Konzerte genutzt.

├ähnliches gilt f├╝r das Velodrom am S-Bahnhof Landsberger Allee. Das Velodrom steht an der Stelle der ehemaligen Werner-Seelenbinder-Halle, in der zahlreiche Parteitage der SED sowie kulturelle Veranstaltungen (u.a. Konzerte von Udo Lindenberg oder Rio Reiser ) stattfanden. Es wurde ebenfalls im Zuge der Berliner Olympia-Bewerbung erbaut und enth├Ąlt eine Sprung- und Schwimmhalle sowie eine Radrennsporthalle. In der Schwimmhalle fanden 2002 die Schwimm-Europameisterschaften statt. Das Velodrom ist gleichzeitig die gr├Â├čte Veranstaltungshalle Berlins.

Auch der Berliner Erstliga-Fu├čballverein Hertha BSC stammt urspr├╝nglich aus Prenzlauer Berg. Gegr├╝ndet wurde er als Hertha 1892 in einem Lokal in der Kastanienallee. Die ersten Spiele fanden in der N├Ąhe des heutigen Jahn-Sportparks an der Oderberger Stra├če statt. 1904 zog der Verein in den nahen Gesundbrunnen. Heute nutzen die Amateure von Hertha den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. In einem Nebenplatz der Anlage ist der SV Empor Berlin beheimatet (Landesliga Berlin).

Literatur

  • Alexander Haeder, Ulrich W├╝st: Prenzlauer Berg ÔÇô Besichtigung einer Legende. edition q , Berlin 1994. ISBN 3-86124-140-4
  • Daniela Dahn: Prenzlauer Berg-Tour. Mitteldeutscher Verlag, Halle-Leipzig 1987. ISBN 3-354-00139-9
  • Bernt Roder, Bettina Tacke: Prenzlauer Berg im Wandel der Geschichte ÔÇô Leben rund um den Helmholtzplatz. be.bra, Berlin 2004. ISBN 3-89809-051-5
  • Marina Kirk, Peter Kurch, Johnny Norden, Frank Richter, Beate Seyfarth: Der Berliner Bezirk Prenzlauer Berg. Institut f├╝r Sozialdatenanalyse, Berlin 1995. ISBN 3-89626-008-1
  • Klaus Grosinski: Prenzlauer Berg. Dietz, Berlin 2000. ISBN 3-320-01938-4

Weblinks

Commons: Prenzlauer Berg ÔÇô Bilder, Videos oder Audiodateien


Koordinaten: 52┬░ 32ÔÇ▓ n. Br., 13┬░ 25ÔÇ▓ ├Â. L.

Informationen aus der Umgebung

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Waldhotel-Frohnau 13465 Berlin http://www.waldhotel-frohnau.de  030 / 401 40 56 / 57
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Estrel Hotel Berlin 12057 Berlin http://www.estrel.de  030 / 6831- 22522
Hotel Ravel 12351 Berlin http://www.ravel.de  030 / 666800
Kastanienhof 10119 Berlin http://www.hotel-kastanienhof-berlin.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3030 / 44 30 50
Hotel Alt Tegel 13507 Berlin http://www.hotel-alt-tegel.de  030 / 438 00 70
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Comfort Hotel 10315 Berlin http://www.comfort-hotel-berlin.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3030 / 549 35 0
Bogota 10707 Berlin http://www.hotelbogotaberlin.com/  030 / 881 50 01
DeragHotel Gro├čer Kurf├╝rst 10179 Berlin http://www.deraghotels.de/ Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4030 / 2 46 00-0
Studentenhotel Hubertusallee 14193 Berlin   030 / 891 97 18
Hotel Christophorus-Haus Evangelisches Johannesstift Berlin 13587 Berlin http://www.johannesstift-hotel.de  030 / 336 06 - 0
Hotel Transit 10965 Berlin http://www.hotel-transit.de  030 / 789 04 70
Heidelberg 10623 Berlin http://www.hotel-heidelberg-berlin.de/  030 / 313 01 03
Hotel - Restaurant Igel 13505 Berlin http://www.hotel-restaurant-igel.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3030 / 436 00 1-0
Savigny 10713 Berlin  Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3 /
Domus 10623 Berlin http://www.hotel-domus-berlin.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3030 / 88 03 44 - 0
Franke 10709 Berlin   030 / 893 60 20
Art-Hotel Charlottenburger Hof 10627 Berlin http://www.charlottenburger-hof.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3030 / 32 90 70
Michels Apart Hotel Berlin 14055 Berlin http://www.aparthotelberlin.de Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4030 / 3 00 00 60
Comfort Hotel Auberge 10789 Berlin http://www.hotel-auberge.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3030 / 235002-0
Hotel Kurf├╝rstendamm am Adenauerplatz 10707 Berlin http://www.ibhotel-berlin-kurfuerstendamm.de  030 / 8 84 63-0
Altstadt Spandau 13597 Berlin  Kategorie: 2Kategorie: 2030 / 333 62 64
Atrium Hotel Garni Berlin 10779 Berlin http://www.atrium-hotel-garni.de  030 / 21491-0
Astoria 10623 Berlin http://www.hotelastoria.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3030 / 312 40 67
Kurf├╝rst 10623 Berlin http://www.kurfuerst.com/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3030 / 8856820
Bernhard 10715 Berlin   030 / 857583-0
Augusta 10623 Berlin http://www.hotel-augusta.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3030 / 8835028
Hansablick 10555 Berlin http://www.hotel-hansablick.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3030 / 3904800
Castell 10707 Berlin  Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3030 / 882 71 81
Askanischer Hof 10707 Berlin http://www.askanischer-hof.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3030 / 8818033
Belvedere 14193 Berlin  Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3030 / 8260010
Kleist 10707 Berlin http://www.hotel-pension-kleist.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3030 / 881 47 01
Hotel Gunia Berlin 10777 Berlin http://www.hotelgunia.de  030 / 218-5940
Pension Kreuzberg 10963 Berlin http://www.pension-kreuzberg.de  030 / 251 13 62
G├╝ntzel 10717 Berlin   030 / 857 90 20
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Hotel Pension Blumenbach 12685 Berlin http://www.blumenbach.de  030 / 5455377
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