fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Berlin-Ruhleben: 19.02.2006 13:59

Berlin-Ruhleben

Wechseln zu: Navigation, Suche

Ruhleben ist ein Ortsteil in Berlin, der teilweise zum Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und teilweise zum Bezirk Spandau gehört.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Ruhleben befindet sich historisch zwischen den StÀdten Spandau und Charlottenburg. Hier befinden sich noch AuslÀufer der in der letzten Eiszeit entstandenen EndmorÀne des Berliner Urstromtals. Heutzutage zeugen davon noch die Murellenberge mit der Murellenschlucht und dem Murellenteich .

Im Charlottenburger Teil von Ruhleben befindet sich das Naturschutzgebiet Fließwiese . Nördlich wird Ruhleben durch die Spree begrenzt, sĂŒdlich durch das zum OlympiagelĂ€nde gehörende Sportforum.

Geschichte

Ruhleben wird unter dem Namen Neues Vorwerk bei Spandau 1638 dem Heidereiter von Grunewald ĂŒbergeben und nach dessen Tod 1639 an die Försterfamilie von Grabow, spĂ€ter an an die Familie von Saldern ĂŒbertragen. Als Saldernsches Vorwerk wird es 1695 gemeinsam mit Lietzow (der VorlĂ€ufersiedlung von Charlottenburg) der KurfĂŒrstin Sophie Charlotte im Austausch fĂŒr ihre GĂŒter in Caputh und Langerwisch von ihrem Mann KurfĂŒrst Friedrich III. von Brandenburg vermacht. Nachdem bei Lietzow ihr Sommerschloss LĂŒtzenburg (heute: Schloss Charlottenburg) 1699 fertiggestellt war, ĂŒbertrug sie das Vorwerk 1700 an ihren Oberhofmeister von Dobrzenski bei seinem Ausscheiden aus ihren Diensten. Der Name Ruhleben wird erstmals 1704 erwĂ€hnt. Nach dem Tode Sophie Charlottes 1705 erwarb Friedrich, inzwischen König von Preußen geworden, das Vorwerk 1707 zurĂŒck und unterstellte es dem Amt Spandau. Bereits ein Jahr spĂ€ter begannen die Bauarbeiten an einem Lustschloss, das 1710 fertiggestellt wurde; es wurde 1800 wieder abgerissen.

Nachdem Ruhleben zwischen 1810 und 1841 dem preußischen Minister Karl Friedrich von Beyme gehörte, wurden dort nach dem RĂŒckerwerb durch den Staat Anfang der 1840er erste militĂ€rische Einrichtungen an den Murellenbergen errichtet. Der Auswandererbahnhof Ruhleben wurde 1891 auf dem westlich anschließenden BahngelĂ€nde in Stresow eröffnet und diente bis zum Ersten Weltkrieg als Umschlagsplatz vor allem fĂŒr OsteuropĂ€er zur Ausreise nach Amerika . Die Trabrennbahn der Trabrenn-Gesellschaft Westend wurde von Westend auf Spandauer Seite von Ruhleben verlegt und 1908 eröffnet. WĂ€hrend des Ersten Weltkriegs diente die Trabrennbahn als Internierungslager fĂŒr englische Zivilisten. 1920 wurde Ruhleben dann nach Groß-Berlin eingemeindet und zwischen den Bezirken Spandau und Charlottenburg aufgeteilt.

Noch in den 1920ern entstand die Siedlung Ruhleben. Die Architekten Max Taut und Franz Hoffmann entwarfen hauptsĂ€chlich ein- und zweigeschossige GebĂ€ude. 1929 erhielt der Ortsteil auch eine Nahverkehrsanbindung durch die U-Bahn, bis heute enden am U-Bahnhof Ruhleben die ZĂŒge der Linie U2.

Durch den Zweiten Weltkrieg bedingt musste die Trabrennbahn ihren Betrieb einstellen. Nach dem Krieg wurde auf dem GelĂ€nde ein Industriegebiet eingerichtet und spĂ€ter eine MĂŒllverbrennungsanlage – die zu den grĂ¶ĂŸten in Europa zĂ€hlt – erbaut. 1952 wurde im Charlottenburger Teil ein großer Friedhof angelegt, der 1962 / 63 ein Krematorium nach EntwĂŒrfen der Architekten Jan und Rolf Rave erhielt.

Literatur

  • John Davidson Ketchum: Ruhleben. A Prison Camp Society. Toronto 1965

Weblinks


Koordinaten: 52°32'00 N 13°14'00 O

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Berlin-Ruhleben aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Berlin-Ruhleben verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de