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Letzte Änderung für Artikel Berlin-Halensee: 24.01.2006 15:41

Berlin-Halensee

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Karte
Lage Halensee in Berlin
Basisdaten
Verwaltungsbezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
Ortsteil : Berlin-Halensee
Geografische Lage :
Koordinaten: 52┬░ 29' 41" n. Br., 13┬░ 17 '08" ├Â. L.
52┬░ 29' 41" n. Br., 13┬░ 17 '08" ├Â. L.
H├Âhe : XXX m ├╝. NN
Fl├Ąche : XXX km┬▓
Einwohner : XX.XXX (T. Mmm JJJJ)
Bev├Âlkerungsdichte : XXX Einwohner je km┬▓
Postleitzahlen : 10709-10711
(alt: 1000 Berlin 31)
Ortsteilnummer : 04 07

Berlin-Halensee ist der kleinste Ortsteil im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, gelegen am westlichen Ende des Kurf├╝rstendammes. Er entstand als als Villen- und Mietshaussiedlung Ende des 19. Jahrhunderts, wobei die Entwicklung und Bebauung um 1914 im Wesentlichen abgeschlossen war.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Halensee liegt auf der Hochfl├Ąche des Teltow im S├╝dwesten des heutigen Berlins. Der namensgebende Halensee, der ein Teil der Grunewaldseenkette ist, liegt am Au├čenrand des Ortsgebietes im Ortsteil Berlin-Grunewald.

Ausdehnung des Ortsteilgebiets

Der Beschluss der BVV vom 30. September 2004 zur Einrichtung des Ortsteiles definiert die Grenzen wie folgt: Der Ortsteil wird in etwa von der Stadtbahn und Ringbahn begrenzt. ├ľstliche Grenzachse: Cicerostra├če-Hochmeisterplatz-Lehniner Platz-Damaschkestra├če), Westend und Berlin-Charlottenburg-Nord . ... Dem Ortsteil Halensee ist aus Gr├╝nden der baunutzungs- und siedlungsstrukturellen Sinnhaftigkeit auch der Bereich zwischen Bahngraben und Stadtring BAB A 100 neu zugeordnet worden.

Nachbarortsteile

Halensee grenzt an Charlottenburg im Westen und Norden, im S├╝dosten an Wilmersdorf, im S├╝den an Schmargendorf und im Westen an Grunewald und Westend.

Geschichte

Benannt 1880 nach dem gleichnamigen See, zur damaligen Kolonie Grunewald geh├Ârig, und angetrieben durch die Er├Âffnung des Ringbahn-Bahnhofes Halensee, der damals noch den Namen Berlin-Grunewald trug, entstand der Ortsteil als Villen- und Mietshaussiedlung Ende des 19. Jahrhunderts. Der Bereich Halensee entwickelte sich rasch zu einem bevorzugten Wohnort von pensionierten Milit├Ąrs, Beamten, Literaten und Rentiers. Bis zum Jahr 1914 war die Bebauung praktisch abgeschlossen.

In den 1920er Jahren siedelten sich hier, ebenso wie im benachbarten Charlottenburg, viele russische Emigranten an. So wohnte beispielsweise Vladimir Nabokov lange Jahre in der Nestorstra├če 22, wo eine Gedenktafel angebracht ist.

In der Markgraf-Albrecht-Stra├če Nummer 11-12 befand sich die Synagoge Friedenstempel, die vom Besitzer des Lunaparks, Prof. Dr. jur. Salomon Goldberg als Vereinssynagoge nach liberalem Ritus gestiftet worden war. Die Synagoge bot Platz f├╝r 1450 Menschen und war eine der gro├čen Berliner Vereinssynagogen. 1929 wurde sie von der Berliner J├╝dischen Gemeinde erworben und wurde damit zur Gemeindesynagoge. Nach 1933 erlebte sie einen Aufschwung, weil immer mehr Juden, die von den Nationalsozialisten terrorisiert wurden, hier die Gemeinschaft suchten. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 wurde sie vom NS-Mob angez├╝ndet. Am Haus ist eine Gedenktafel mit der folgenden Inschrift angebracht:

An dieser Stelle stand einst
die Synagoge "Friedenstempel"
erbaut von G. und C. Gause 1922-1923
eingeweiht am 9.September 1923
angez├╝ndet und zerst├Ârt von
Nationalsozialisten am 9. November 1938.
"Der Tempel soll nicht allein religi├Âsen
Zwecken dienen, sondern auch eine Versamm-
lungsst├Ątte aller sein, die an der Herbeif├╝hrung
eines wirklichen Friedens mitarbeiten wollen".
Prof. Dr.S. Goldberg anl├Ąsslich der Einweihung

W├Ąhrend des Zweiten Weltkrieges wurde der Ortsteil stark besch├Ądigt und mit vielen Bauten des Sozialen Wohnungsbaus wieder neu aufgebaut, wodurch sich allerdings der Charakter stark ver├Ąnderte.

Gedenktafel f├╝r Rudi Dutschke
Gedenktafel f├╝r Rudi Dutschke

Bis 1970 war auf der Ecke Joachim-Friedrich/Johann-Georg-Stra├če das Haus des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes . Keine 30 m davon entfernt fand am 11. April 1968 vor dem Grundst├╝ck Kurf├╝rstendamm 141 das Attentat auf den Studentenf├╝hrer Rudi Dutschke statt. Eine in den Gehweg eingelassen Gedenktafel erinnert heute daran.

Mit Beschluss der BVV vom 30. September 2004 wurde Halensee zum Ortsteil erhoben.

Wirtschaftsgeschichte

Von 1904 bis 1934 lag am Ostufer des Halensees das Vergn├╝gungsgel├Ąnde Lunapark, ein beliebtes Berliner Ausflugsziel.

In Halensee befanden sich in der Vor- und Nachkriegszeit zahlreiche Automobilbetriebe wie die Firma Rometsch, die Karosserien auf Basis verschiedener Autofahrgestelle baute. Noch heute gibt es hier zahlreiche Autoh├Ąndler mit den dazugeh├Ârenden Werkst├Ątten.

Der Bahnhof Halensee (bis 1884 Grunewald) erhielt 1960 ein Bahnhofsgeb├Ąude im Pavillionstil. Der Bahnhof wurde aber bald nach dem Mauerbau stillgelegt und eine Weile als Autosalon benutzt. Im Zuge der Wiederer├Âffnung der Ringbahn wurde das Bahnhofgeb├Ąude 1993 abgerissen. Der daneben liegende G├╝terbahnhof Halensee wurde in den 1990er Jahren geschlossen.

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Bauwerke

B├╝rohaus 'Zitrone' am Halensse
B├╝rohaus 'Zitrone' am Halensse
  • Das "Zitrone" getaufte B├╝rogeb├Ąude am Halensee wurde 1994-96 nach Pl├Ąnen von Hilde L├ęon und Konrad Wohlhage auf einem Grundst├╝ck direkt am meistbefahrenen Autobahnabschnitt Deutschlands errichtet. Das Geb├Ąude ist nach ├Âkologischen Grunds├Ątzen gebaut und hat eine zweischalige Au├čenhaut, die f├╝r ein nat├╝rliches Raumklima sorgt und das Haus vor dem L├Ąrm der Autobahn und den Abgasen sch├╝tzt. Hier residierte bis zum Jahre 2000 die in den Berliner Bankenskandal verwickelte AUBIS.
  • Das B├╝rogeb├Ąude Kurf├╝rstendamm 119/120 wurde 1994 nach Pl├Ąnen von Helmut Jahn errichtet.
  • Die Hochmeisterkirche in der Westf├Ąlischen Stra├če wurde 1908-10 nach Pl├Ąnen von Otto Schnock im romanischen Stil errichtet. Nach schweren Kriegssch├Ąden wurde sie 1953-58 wiederhergestellt und am 31. Oktober 1958 von Otto Dibelius , dem damaligen Bischof von Berlin und Brandenburg, erneut geweiht.

Stra├čen und Pl├Ątze

Rathenauplatz mit Wolf Vostells Betoncadillacs
Rathenauplatz mit Wolf Vostells Betoncadillacs
  • Auf dem Rathenauplatz wird der Berlin-Besucher von den "Beton Cadillacs in Form der nackten Maja" des Charlottenburger K├╝nstlers Wolf Vostell begr├╝├čt, das 1987 anl├Ąsslich der 750-Jahr Feier Berlins aufgestellt wurde und zu teilweise heftigen Debatten f├╝hrte.
  • Der Kurf├╝rstendamm (Spitzname: Kudamm) durchquert Halensee in Ost-West Richtung.
  • Westf├Ąlische Stra├če (Haupteinkaufsstra├če).

Die meisten Seitenstra├čen des K├╝rf├╝rstendammes in Halensee sind nach brandenburgischen Kurf├╝rsten benannt:

Die anschlie├čenden Stra├čen geh├Âren zum Ortsteil Wilmersdorf und sind ebenfalls nach Kurf├╝rsten benannt:

Wirtschaft und Infrastruktur

Sonstiges

Am 29.9.2005 wurde der FKK-Wellness-Club Artemis in der Halenseestra├če er├Âffnet. Es ist das erste Berliner Gro├čbordell , behindertengerecht ausgestattet mit 36 Zimmern, Pool, Hamam , Saunen, Kinos, Bar und Lounge.

├ľffentliche Einrichtungen

  • Generalkonsulat der Republik T├╝rkei, Johann-Georg-Str.12, 10709 Berlin
  • Konsulat der Republik Gambia, Kurf├╝rstendamm 103, 10711 Berlin
  • Botschaft der Republik Sudan, Kurf├╝rstendamm 151, 10709 Berlin
  • Kassenzahn├Ąrztliche Vereinigung Berlin, Georg-Wilhelm-Str. 16, 10711 Berlin

Kirchen und religi├Âse Versammlungsst├Ątten

  • Evangelische Hochmeister-Kirche am Hochmeisterplatz
  • Katholische St.-Albertus-Magnus-Kirche, Nestorstra├če 10, 10709 Berlin
  • Franz├Âsische Kirche zu Berlin, Hugenottenkirche (franz├Âsisch-reformiert) Joachim-Friedrich-Stra├če 4, 10709 Berlin

Bildung

Grundschulen

  • Halensee Grundschule, Joachim-Friedrich-Stra├če 35-36, 10711 Berlin

Pers├Ânlichkeiten

Pers├Ânlichkeiten, die in Halensee gewirkt haben

  • Vladimir Nabokov , russischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, lebte von 1922 bis zu seiner Flucht vor den Nazis 1937 in Halensee (Nestorstra├če 22).
  • Else Lasker-Sch├╝ler , Schriftstellerin und Lyrikerin, lebte von 1909 bis 1911 in der Katharinenstra├če 5.
  • Daniel Libeskind , Architekt, lebte in seiner Berliner Zeit bis 2003 am Kurf├╝rstendamm 96.
  • Heinz Berggruen , Kunstsammler, besuchte die Halensee Grundschule.

Weblinks

Wikipedia

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