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Letzte Änderung für Artikel Berlin-Grunewald: 25.01.2006 07:49

Berlin-Grunewald

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Lage Grunewald in Berlin
Lage Grunewald in Berlin

Grunewald ist ein Ortsteil im Westen des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin und wurde nach dem gleichnamigen Forst Grunewald benannt.

In den 1880er Jahren verkaufte der Preu├čische Staat nach pers├Ânlicher Intervention von Kanzler Otto von Bismarck 234 Hektar des Forstes Grunewald an ein Bankenkonsortium, das die Villenkolonie oder sp├Ątere Million├Ąrskolonie Grunewald errichtete. In diesem Zusammenhang wurde auch der Kurf├╝rstendamm ausgebaut.

Aufgrund baulicher Vorgaben waren gro├če Grundst├╝cke erforderlich, die nur zu einem geringen Teil bebaut sein durften. So entwickelte sich Grunewald zu einer der wohlhabendsten Wohngegenden Berlins, obwohl die Villen stilistisch sehr heterogen sind. Im selben Jahr wurden die zur Glazialen Rinne der Grunewaldseenkette geh├Ârenden Seen Hubertussee ('vorher' Torffenn), Herthasee (Rundes Fenn), Koenigssee (Langes Fenn) und Dianasee (Diebsloch) ausgehoben und ├╝ber artesische Brunnen mit Wasser gef├╝llt. Man schlug damit zwei Fliegen mit einer Klappe: zum einen beseitigte man damit Moorgebiete (Fenns), die man als Infektionsherde f├╝rchtete, zum anderen legte man gleichzeitig Attraktionen f├╝r die potenziellen Bewohner an, da sich die Villen um die Seen gruppierten und die Seeufer und Hangbereiche frei von jeder Bebauung blieben und zu privaten Garten- und Parkanlagen wurden. Erwartungsgem├Ą├č zog es in gro├čer Zahl Unternehmer, Bankiers, Professoren und K├╝nstler in das Gebiet.

Bei der Eingemeindung nach Gro├č-Berlin 1920 wurden in Berlin-Grunewald-Landgemeinde 6.449 Einwohner und in Berlin-Grunewald-Forst-Gutsbezirk 507 Einwohner gez├Ąhlt.

├ťber den Bahnhof Grunewald besteht ein direkter Anschluss zur S-Bahn; von dort geht es stadteinw├Ąrts ins alte, beschauliche Villenviertel oder stadtausw├Ąrts direkt in den Wald.

Nicht vergessen werden darf aber, dass w├Ąhrend des Zweiten Weltkrieges seit Oktober 1941 die Deportation der Berliner Juden vorwiegend in ├Âstlich gelegene Konzentrations- und Vernichtungslager von Berlin-Grunewald erfolgte. Hieran erinnert seit 1998 das Mahnmal Gleis 17.

Bewohner

Die Grunewalder leben sprachlich korrekt in, nicht im Grunewald. Grunewald hatte viele ber├╝hmte Bewohner aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Kommerz:

  • Ingeborg Bachmann , Hasensprung 2 und Koenigsallee 53
  • Walter Benjamin , 1913-1928, Delbr├╝ckstr. 23
  • Dietrich Bonhoeffer , Wangenheimstr. 14
  • Arno Breker , 1940, Koenigsallee 65
  • Emma Cotta , Auguste-Viktoria-Str. 4, danach 1945-1957 Caspar-They├č-Str. 14
  • Lion Feuchtwanger , 1930-1933, Regerstr.
  • Carl F├╝rstenberg , Koenigsallee 53
  • Maximilian Harden , 1900-1922, Wernerstr. 16
  • Heinrich Himmler , Hagenstr. 22
  • Gerhart Hauptmann , Trabener Str. und Hubertusallee
  • Engelbert Humperdinck , 1901-1912, Trabener Str.
  • Harald Juhnke , 1929 - 2005, Lassenstra├če 1
  • Alfred Kerr , 1912-1933, Douglasstr.
  • Harry Graf Kessler , 1925-1930, H├Âhmannstr. 6
  • Hildegard Knef , Bettinastr. 12
  • Romy Schneider , Winkler Stra├če 12
  • Else Lasker-Sch├╝ler , 1913, Humboldtstr. 13
  • Max Pechstein , 1945-1955
  • Max Planck , 1905-1944, Wangenheimstr. 21
  • Walther Rathenau , 1910-1922, Koenigsallee 65
  • Max Reinhardt , 1902-1905, Fontanestr. 8
  • Ferdinand Sauerbruch , 1939-1951, Herthastr. 11
  • Grethe Weiser , Herthastr. 17a
  • Samuel Fischer , Erdener Stra├če 8
  • Artur Brauner , Koenigsallee
  • Helmut K├Ąutner , Koenigsallee 18g
  • Brigitte Mira , Koenigsallee
  • Vicki Baum , Koenigsallee 43-45

Literatur

  • Helga Gl├Ąser, Karl-Heinz Metzger u.a., 100 Jahre Villenkolonie Grunewald 1889-1989, Bezirksamt Wilmersdorf von Berlin 1988


Koordinaten: 52┬░ 29ÔÇ▓ N, 13┬░ 16ÔÇ▓ O

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