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Letzte Änderung für Artikel Berlin-Adlershof: 26.01.2006 19:27

Berlin-Adlershof

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Lage des Ortsteiles Adlershof im Bezirk Treptow-Köpenick
Lage des Ortsteiles Adlershof im Bezirk Treptow-Köpenick
Basisdaten
Bundesland: Berlin
Stadtbezirk : Bezirk Treptow-Köpenick
Geografische Lage :
Koordinaten: 52° 26â€Č n. Br., 13° 32â€Č Ă¶. L.
52° 26â€Č n. Br., 13° 32â€Č Ă¶. L.
Höhe : 34 m ĂŒ. NN
Einwohner : 15.251
(Quelle: StaLa Stand 31. Dez. 2004)
Postleitzahlen : 12489
Website: BA Treptow-Köpenick

Adlershof [ a:dlɐs'ho:f ] ist ein Ortsteil im Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin. Bis zur Verwaltungsreform 2001 war es ein Ortsteil des ehemaligen Stadtbezirks Treptow .

WISTA Bessy und Uni
WISTA Bessy und Uni

Adlershof steht im Sprachgebrauch oft synonym fĂŒr den WISTA-Standort, einer in der Entwicklung befindlichen neuen Stadt fĂŒr Wissenschaft, Wirtschaft und Medien im Bereich der traditionellen BetriebsgelĂ€nde auf der sĂŒdwestlichen Seite.

Die alten Wohnviertel und Siedlungen liegen auf der nordöstlichen Seite, zukĂŒnftig sollen neue Wohnviertel auf dem nordwestlich angrenzenden ehemaligen Flugplatz Johannisthal entstehen und den WISTA-Standort zur Wissenschaftsstadt komplettieren.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Adlershof Marktplatz
Adlershof Marktplatz

Im Zuge der „Peuplierung“ Preußens, mit der Friedrich II. neue Bewohner nach Preußen holte, wurden 1753 Johannisthal, 1754 Adlershof und Altglienicke gegrĂŒndet. Der Name der BĂŒdnerkolonie am ursprĂŒnglich "Sueszen (Grundt)" geheißenen Flecken leitet sich vom Zinsgut "Adlershoff" ab. - Dessen GrĂŒndungsdatum durch Zinsvertrag vom 14. April 1754 gilt heute als GrĂŒndungsjahr der Gemeinde Adlershof.

Lange Zeit blieben die drei Dörfer Erholungsgebiete vor den Toren Berlins. Der Bau der Berlin-Görlitzer Eisenbahn 1866/67 fĂŒhrte zu einem Aufschwung, in dem insbesondere Adlershof zum Industriestandort heranwuchs. 1879 wurde das Landgut aufgelöst, und Adlershof zur Gemeinde. Die Einwohnerzahl wuchs rasch, von 344 im Jahre 1880 auf 8.006 im Jahre 1900. Der Teltowkanal wurde 1906 errichtet, und markiert heute das SĂŒdende der Gemeinde.

Mit der zunehmenden Industrialisierung verlor der Ort natĂŒrlich seinen Charakter als Erholungsort. 1909 eröffnete dann der erste deutsche Motorflugplatz in Johannisthal-Adlershof, der schnell international bekannt wurde. Um den Flugplatz Johannisthal bildete sich ein Zentrum mit UnterkĂŒnften, Produktionshallen, Fliegerschulen, und vielen namhaften Konstrukteuren und bekannten Fliegern. 1912 wurde die Deutsche Versuchsanstalt fĂŒr Luftfahrt ( DVL ), der VorgĂ€nger des heutigen DLR, in Adlershof gegrĂŒndet. In Berlin-Adlershof befand sich auch die zentrale Polizeifunkstelle des deutschen Reiches mit zwei 120 Meter hohen selbststrahlenden Sendemasten .

Nach 1945 wird in Adlershof die Akademie der Wissenschaften der DDR angesiedelt, die insbesondere viele Institute der angewandten Forschung beherbergte. Am 21. Dezember 1952 ging dann in den neuen Studios in Berlin-Adlershof erstmals der Deutsche Fernsehfunk (DFF) auf Sendung. In der DDR-Zeit war hier auch das Wachregiment " Feliks Dzierzynski " (GesamtstĂ€rke 12.000 Mann) mit Teilen stationiert, das Regiment nutzte den ehemaligen Flugplatz als Schießplatz. Auch das Akademie- und das FernsehgelĂ€nde waren in dieser Zeit eingezĂ€unt, so dass diese GelĂ€nde faktisch losgelöst von den Wohngebieten auf der nordöstlichen Seite des Bahndamms existierten. In Berlin-Adlershof wurde auch ein Radioteleskop mit 36 Meter Durchmesser errichtet und einige Forschungsinstitute angesiedelt. Das Radioteleskop dĂŒrfte heute demontiert sein.

Mit dem Untergang der DDR wurden die Betriebe fast vollstĂ€ndig abgewickelt , und die BetriebsgelĂ€nde waren plötzlich weithin ungenutzt. So entstand der Plan, die bestehenden Einrichtungen und verbliebenen Institute zu nehmen, und in eine neue "integrierte Landschaft aus Wissenschaft und Wirtschaft" einzubinden. Ein markantes Symbol dieser neuen Landschaft ist heute das BESSY -II Elektronen synchrotron , errichtet 1993 – 1997 .

Die EntwicklungsplĂ€ne sehen vor, die neue "Stadt fĂŒr Wissenschaft, Wirtschaft und Medien" weiter auszubauen. Der direkte Autobahnanschluss (A113) wird bis Ende 2005 (Richtung Berliner Innenstadt) bzw. 2007 (Richtung Schönefeld) fertiggestellt, bis 2015 eine lockere Wohnbebauung angefĂŒgt, und die damit nochmals stark wachsende Gemeinde soll auch mit einem neuen ĂŒberregionalen Bahnhofskomplex versehen werden. Mit Stand Ende 2002 lebten in Adlershof 14.432 Einwohner, etwa 8000 neue Einwohner werden erwartet.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1772 81
1801 65
1817 56
1840 86
1858 107
1871 198
Jahr Einwohner
1875 322
1880 344
1885 743
1890 3.346
1895 5.591
1900 8.006
Jahr Einwohner
1905 9.114
1910 10.645
1919 12.655
2004 15.251

Lage und Bebauung

Adlershof Karte
Adlershof Karte

Der Ortbereich Adlershof ist relativ scharf abgegrenzt von umliegenden Ortsteilen, es gibt nur sieben Zufahrten. Der Ortsteil wird geteilt durch einen breiten hochliegenden Bahndamm, der mehrere Eisenbahnen und die S-Bahn fĂŒhrt (Trasse nach Schönefeld ; S-Bahnlinien S8, S9, S45, S46, S85). Es existieren nur zwei BrĂŒcken unter diesem Bahndamm, sodass der Ort scharf geteilt wird, noch verschĂ€rft durch die sechsspurige Fernstraße Adlergestell direkt neben dem Bahndamm. Die beiden Ortsbereiche mĂŒssen jeweils getrennt betrachtet werden, und haben sich in der Bebauung völlig unabhĂ€ngig voneinander entwickelt.

Luftbild Berlin Adlershof

Der sĂŒdwestliche Bereich wird durch die WISTA Entwicklungsgesellschaft verwaltet. Zu DDR-Zeiten befanden sich dort nur große eingezĂ€unte BetriebsgelĂ€nde, auf denen sich eigenstĂ€ndige Straßenetze befanden. Dazwischen fanden sich nur die Rudower Chaussee und die Agastraße als öffentlich befahrbare Wege, diese sind auch jetzt die großen Straßen in diesem Gebiet. Das Ernst-Ruska-Ufer (so heißt die Uferstraße am Teltowkanal) ist ein Neubau, dort befanden sich ursprĂŒnglich Bahngleise am Ufer. Die Bahngleise waren ĂŒber den heute noch existierenden Kohlebahnhof am Glienicker Weg verbunden mit der Bahnstrecke, die nach Norden in einen Rangierbahnhof mĂŒndet.

Das ehemalige AkademiegelĂ€nde ist heute schon weitgehend ausgebaut. Am SĂŒdende findet sich das BESSY -Elektronen synchrotron , weitere alte GebĂ€ude sind erneuert, oder abgerissen und neugebaut. Der Bereich nördlich der Rudower Chaussee befindet sich in der Entwicklung. In einem breiten Streifen sind dort schon Neubauten der UniversitĂ€t zu finden. Der ehemalige Flugplatz soll zum großen Teil Erholungsgebiet werden. Außerdem sollen neue Wohngebiete entstehen, angebunden an die Wohngebiete in Johannisthal.

Die Wohngebiete im nordöstlichen Bereich werden durch die Dörpfeldstraße geteilt. In deren Mitte befindet sich der vergleichsweise kleine Marktplatz. Durch ungesteuerte Entwicklung hat dieser den ursprĂŒnglichen Piazza-Charakter verloren, und ist heute kein natĂŒrlicher Treffpunkt mehr. Da Adlershof auf Feuchtwiesen errichtet wurde, herrschte sehr lange Zeit eine Traufhöhe von 12 Metern (in vielen anderen alten Stadtteilen Berlins 22 Meter), sodass die Bebauung geprĂ€gt ist von zwei- bis vierstöckigen GebĂ€uden. Erst in jĂŒngerer Zeit wurden GebĂ€ude um ein bis zwei Stockwerke erhöht. Die einzigen alten, hohen GebĂ€ude sind die beiden Kirchen sĂŒdöstlich des Marktplatzes.

Der Friedhof findet sich sĂŒdlich der Cöllnischen Heide, einem WaldstĂŒck zwischen Adlershof und Oberspree. Dies ist das eigentliche Naherholungsgebiet des Ortes. Der neue Landschaftspark auf der Westseite wird weniger genutzt. Beliebt sind dort die Skaterbahnen und die fĂŒr Rollerblades geeigneten, gepflasterten, langen Wege.

SehenswĂŒrdigkeiten

  • Alte Schule
  • Marktplatz mit Löwenbrunnen
  • Anna-Seghers -Oberschule
  • VerklĂ€rungskirche
  • Trudelturm

Weblinks

[B] BerlinWiki: Adlershof – Daten, Listen und Aktuelles

Wikipedia

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