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Letzte Änderung für Artikel Wiedergeltingen: 06.12.2005 10:02

Wiedergeltingen

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Wappen Karte
Karte Wiedergeltingen in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Schwaben
Landkreis : Unterallgäu
Fläche : 11,61 km²
Einwohner : 1.349 (31. Dezember 2002)
Bevölkerungsdichte : 116 Einwohner je km²
H√∂he : 607 m √ľ. NN
Postleitzahlen : 86879
Vorwahlen : 08241
Geografische Lage :
Koordinaten: 48¬į 01' N, 10¬į 40' O
48¬į 01' N, 10¬į 40' O
Kfz-Kennzeichen : MN
Gemeindeschl√ľssel : 09 7 78 216
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mindelheimer Str. 21
86879 Wiedergeltingen
Offizielle Website: www.wiedergeltingen.de
E-Mail-Adresse: info@wiedergeltingen.de
Politik
B√ľrgermeister : Michael Schulz

Wiedergeltingen ist eine Gemeinde im bayerisch-schw√§bischen Landkreis Unterallg√§u. Das Haufendorf liegt in einer Unterbrechung der Seitenmor√§ne der Wertach, n√∂rdlich der Bahnlinie Buchloe - Memmingen und der Autobahn A96 M√ľnchen - Lindau .

Die urspr√ľnglich stark landwirtschaftlich gepr√§gten Strukturen wurden durch Gewerbeansiedlungen in den letzten Jahren tiefgreifend ver√§ndert. Bei der bayerischen Gebietsreform blieb der Ort selbst√§ndig, zusammen mit T√ľrkheim, Amberg und Rammingen bildet Wiedergeltingen seitdem die Verwaltungsgemeinschaft T√ľrkheim.

Neben den örtlichen Gewerbebetrieben (u.a. Molkerei, Holzhandel, Kunststoffverarbeitung, Bearbeitungssysteme, Blumenhandel, Pulverbeschichtungen) prägt eine Vielzahl von Vereinen das öffentliche Leben.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die ersten Siedlungsspuren in der Wiedergeltinger Gegend reichen zur√ľck in die mittlere Bronzezeit (1600 - 1200 v.Chr.) und die Hallstattzeit (800 - 500 v.Chr.). Entsprechende Bodendenkmale sind in Form von ca. 150 H√ľgelgr√§bern s√ľdlich des Ortes nachweisbar. Dar√ľber hinaus gibt es einige Funde von Werkzeugen und Schmuck aus der angesprochenen Zeit auf Wiedergeltinger Flur.

Wann die Gr√ľndung des Ortes am heutigen Platz stattfand, l√§√üt sich nur ungef√§hr eingrenzen. Mit der alemannischen Landnahme nach Abzug der R√∂mer d√ľrften im 5. Jahrhundert neue Siedler in die Gegend um Wiedergeltingen gekommen sein. Der Aufstieg der Franken / Karolinger im 7. und 8. Jahrhundert und die einhergehende fr√§nkische Dominanz √ľber Alemannien f√ľhrte zu mehreren Siedlungssch√ľben aus Norden - u.a. wurde die nicht weit entfernte Benediktinerabtei Ottobeuren 764 von fr√§nkischen Adligen gegr√ľndet. Der Ortsname gibt dar√ľber hinaus ebenfalls einen Hinweis, in welcher Zeit die entscheidende Ansiedlung stattfand. Der bestimmende Namensteil ist der Personenname "Widargelt", zusammen mit dem bei den Alemannen in Ortsnamen √ľblichen Suffix "ingen", was "bei den Leuten des Widargelt" hei√üt. Die Gr√ľndung der "ingen"-Orte in der Gegend wird allgemein in das 6. und 7. Jahrhundert datiert. Eine wahrscheinliche Deutung ist, dass Widargelt in dem genannten Zeitraum mit einem fr√§nkisch-alemannischen Siedlerzug in diese Gegend kam und die vorhandene Altsiedlung √ľbernahm.

Ebenfalls fast bis in diese Zeit d√ľrfte die Verbindung des Ortes mit dem Herrschergeschlecht der Welfen reichen. Diese geh√∂rten dem karolingischen Dienstadel an und kamen ebenfalls mit der fr√§nkischen Expansion zu Macht und Grundbesitz u.a. im s√ľddeutschen, schw√§bischen Raum. Spekulationen, ob in Wiedergeltingen - wie auch z.B. in Mindelheim oder Kaufbeuren - ein fr√§nkischer Reichshof bestand, konnten bislang nicht belegt werden. Die in Bodenfunden nachgewiesene Welfenburg (s.u.) k√∂nnte daf√ľr in Betracht kommen - entsprechende Untersuchungen wurden bisher jedoch nicht durchgef√ľhrt.

Die erste urkundliche Erw√§hnung des Ortes datiert auf den 26. Januar 1172 , als Herzog Welf VI. "in domo Welfonis ducis" - d.h. in der √∂rtlichen Pfalz/Burg ‚Äď eine Urkunde ausstellt. Welf VI. schenkte um diese Zeit umfangreiche G√ľter in Wiedergeltingen an das von ihm 1147 gegr√ľndete Pr√§monstratenserkloster Steingaden. Der Ort bildete eine geschlossene Hofmark der ehemals reichsunmittelbaren (bis zum 15. Jahrhundert) Abtei und war zun√§chst Teil der Herrschaft Schwabeck, nach dessen Verkauf dann des Kurf√ľrstentums Bayern. Steingaden hatte bis zur S√§kularisation 1803 die niedere Gerichtsbarkeit √ľber den Ort und einige D√∂rfer in der Gegend inne. In Wiedergeltingen wurde zur Verwaltung der umliegenden steingadischen Besitzungen ein Oberrichteramt (Obervogtamt) errichtet. Die im Mittelalter √ľbliche Zweiteilung der Gerichtsbarkeit (kleinere Vergehen wurden von den √∂rtlichen V√∂gten geahndet, w√§hrend der Blutbann f√ľr schwere Verbrechen vom Landesherren ausge√ľbt wurde) f√ľhrte in der Folge zu wiederholten Streitigkeiten zwischen dem Kloster und den wechselnden Besitzern der Herrschaft Schwabeck, welche die hohe Gerichtsbarkeit beanspruchten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Die Lage an der Stra√üe Landsberg - Mindelheim - Memmingen brachte dem Ort gelegentlich hohen Besuch. Nach der Doppelwahl im Jahr davor standen sich Anfang September 1315 K√∂nig Ludwig der Bayer und seine Gegner K√∂nig Friedrich der Sch√∂ne und Herzog Leopold in der unmittelbaren N√§he des Ortes an der Wertach gegen√ľber. Ung√ľnstige Gel√§ndeverh√§ltnisse und schlechtes Wetter verhinderten jedoch Kampfhandlung, so dass der Ort und seine Umgebung nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Im Mai 1501 lagen dann Teile des Gefolges Kaiser Maximilian I. im Dorf. Dies d√ľrfte im Zusammenhang mit dem Reichstag stehen, den der Kaiser in diesem Jahr in Augsburg abhielt.

In den Bauernaufständen wurde Wiedergeltingen am 20. April 1525 durch Truppen Herzog Ludwigs von Bayern als abschreckende Maßnahme gegen die Aufständischen zerstört. Als Vergeltung brannten die Bauern im Jahr darauf u.a. das Kloster Steingaden nieder. Im Dreißigjährigen Krieg litt der nahe der Heerstraße gelegene Ort ebenfalls Schaden, als durchziehende Söldnerheere sich schadlos hielten und die Pest mit sich brachten.

Religion

Eine Kirche wird im Ort ab 1185 beurkundet, diese wurde bereits 1235 von den Rittern von Mattsies im Zuge einer Streitigkeit mit dem Kloster Steingaden wieder in Brand gesetzt. Die heute noch bestehende Kirche datiert in ihren Fundamenten in das 14. Jahrhundert, der Chor wurde um das Jahr 1500 errichtet, während das Langhaus um 1700 fertiggestellt wurde.

Wappen

Das Ortswappen zeigt auf silbernem Grund drei rote Quadersteine, welche die Bindung zum Kloster Steingaden symbolisieren. Darauf erhebt sich der Greifenl√∂we mit spitzem Schnabel, geflochtenem Schweif und Krallenf√ľ√üen, der an das schw√§bische Herzogshaus der Welfen erinnert.

Politik

B√ľrgermeister ist Schulz Michael (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Singer Hermann (CSU/Freie W√§hlergruppe).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 571 T‚ā¨, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 146 T‚ā¨.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 181 und im Bereich Handel und Verkehr 31 sozialversicherungspflichtig Besch√§ftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Besch√§ftigte am Wohnort gab es insgesamt 422. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 37 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fl√§che von 716 ha, davon waren 339 ha Dauergr√ľnfl√§che.

Bildung

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten St. Nikolaus (Tr√§ger ist die katholische Kirche): 50 Kindergartenpl√§tze mit 46 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 8 Lehrern und 159 Sch√ľlern (Grundschule)

Eine Schule ist am Ort seit dem 17. Jahrhundert nachgewiesen. Während zunächst in der Wohnung des Mesners unterrichtet wurde, konnte 1808 ein Schulsaal im alten steingadischen Zehentstadel eingerichtet werden. 1833 / 34 wurde dann an der Stelle des abgerissenen Stadels eine Schule mit zunächst einem Saal errichtet. In den späteren Jahren erfolgen zahlreiche Umbauten und ein kompletter Neubau in den Jahren 1939 und erneut 1994 .

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