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Letzte Änderung für Artikel Uettingen: 18.02.2006 13:27

Uettingen

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Wappen Karte
Deutschlandkarte, Position des Orts hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Unterfranken
Landkreis : W√ľrzburg
Geografische Lage :
Koordinaten: 49¬į 48' N, 9¬į 44' O
49¬į 48' N, 9¬į 44' O
H√∂he : 242 m √ľ. NN
Fläche : 13,52 km²
Einwohner : 1922 (am 31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte : 142 Einwohner je km²
Postleitzahlen : 97292
Vorwahl : 09369
Kfz-Kennzeichen : W√ú
Gemeindeschl√ľssel : 09679196
Adresse der
Verwaltung:
Gemeinde Uettingen
Im Kies 8
97264 Helmstadt
Website: -
E-Mail-Adresse: VGem.Helmstadt@t-online.de
Politik
B√ľrgermeister : Karl Meckelein (CSU/ Unabh. u. Freie W√§hlergem. )
Uettingen im Januar 2005
Uettingen im Januar 2005

Uettingen ist eine Gemeinde mit 1.922 Einwohnern im Bezirk Unterfranken (Bayern) im Landkreis W√ľrzburg. Sie ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Helmstadt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Uettingen liegt im Landkreis W√ľrzburg an der B8.

Es existiert nur die Gemarkung Uettingen.

Geologie

Uettingen liegt am Rande der fränkischen Platte. Die Bergkuppen in seiner Umgebung bestehen aus Muschelkalk . Darunter beginnt der Bundsandstein . Dazwischen liegt eine mergelig - tonige wasserundurschlässige Zwischenschicht, die an den Hanglagen oft ergiebige Quellhorizonte gibt.

Panorama

Nachbargemeinden

Remlingen Greußenheim
Holzkirchen Bild:Windrose_klein.png Rossbrunn
Helmstadt

Geschichte

Vorgeschichte

Neben Gef√§√üscherben aus der bandkeramischen Zeit wurde in Uettingen auch ein Beil aus der Bronzezeit gefunden. Um 300 - 400 d√ľrfte man den Beginn der Siedlung "√Ľot inga " ansetzen. Diese Schreibweise belegt eindeutig den alamannischen Ursprung des Ortsnamens.

Erste offizielle Erwähnungen

Am 20. Januar 772 wurde Uettingen erstmals urkundlich erw√§hnt, als ein gewisser Alwalah seine Besitzt√ľmer, in Gegenwart K√∂nig Karls des Gro√üen, aus insgesamt 25 Ortschaften dem Kloster Fulda schenkte. Uettingen selbst jedoch befand sich im Besitz des Klosters Holzkirchen und fiel um 1165 an Wertheim.

Die √útinger Artickel des Bauern Kleinhans

In der Folge des aufkommenden Protestantismus und dem beginnenden Humanismus entstanden im Februar 1525 die 12 Artikel der Bauernschaft in Schwaben . Hierbei trat ein angesehener und reicher Bauer namens Kleinhans aus Uettingen in den Vordergrund. Er verstand es die Empörung zu artikulieren und verfasste die sogenannten Ütinger Artickel. Darin erinnerte aber nur wenig an die 12 Artikel der Bauernschaft und er war beim Versuch, seine Artikel durchzusetzen, skrupellos.

Es war im wesentlichen ein lokales Konzept in dem die Forderung des Grafen (von Wertheim) ger√ľgt wurde, den M√∂nchen von Holzkirchen alles, was die Uettinger ihnen schuldig waren, in drei Tagen zu bezahlen. Andernfalls w√ľrde man den Besitz der B√ľrger verkaufen und damit ihre Schulden decken. Dies war wegen eines schlechten Erntejahres besonders hart. Ferner hatte der Graf die Freiz√ľgigkeit verboten, den Gemeinden B√ľrgerrechte entzogen, die Weidepl√§tze verkauft und einen reisigen Knecht zum Schulthei√üen gemacht.

Auf seine Artikel baute Kleinhans seine agitatorischen Umtriebe in der Umgebung auf, wobei er an L√ľgen und Drohungen nicht sparte. In Uettingen erreichte er leicht, dass man ihm die Leitung der Gemeinde √ľbertrug. Nachdem der vom Grafen von Wertheim eingesetzte Schulthei√ü treu zu seinem Herrn stand, erkl√§rte man ihn f√ľr abgesetzt und Kleinhans lie√ü sich zum Schulthei√ü machen.

Die erste Aktion galt dem Kloster Holzkirchen, besonders dem Weinkeller des Klosters. Beim Ausmarsch rief er ‚Äěsy haben follen kasten‚Äú. Die Uettinger gingen mit dem Besitz nicht schonend um, sogar die letzten Weinf√§sser fanden Abnehmer. Eines Nachts setzte eine Uettinger Abordnung mit Kleinhans die Helmstadter unter Druck. Jetzt und gleich m√ľsste man in die Bruderschaft gegen die Herren M√∂nchen und Pfaffen eintreten. Es folgten die Billingsh√§user, die beiden Altertheim, die Lautenbacher, die Bettinger , die Dertinger, die Kembacher, die H√∂hefelder usw. die sich widersetzten, drohte er unmissverst√§ndlich: ‚Äěziecht ir, so sind ir nit, so w√∂llen wir euch niemen, was ir habt und w√∂llen euch des lands verjagen!‚Äú.

Die Remlinger samt Schulthei√ü aber widerstanden, soweit bekannt, als einzige. Also sollte der Tauberbischofsheimer Haufe per Brief die Remlinger bekehren. Sie, die sich auch ‚Äěchristliche versamlung der neun stet‚Äú nannten, h√§tten sich verpflichtet: ‚Äěalles das das heilig evangelium uffricht, helfen uffrichten und alles das das heilig evangelium niederdruckt, helfen umsto√üen‚Äú. Die Absage der Remlinger war bestimmt: Sie h√§tten mit Freuden geh√∂rt, gaben sie den Hauptleuten zur Antwort, wie der Haufe das heilige Evangelium aufrichten wollte, da sie selbst schon seit langer Zeit von der Gnade des allm√§chtigen Gottes die Wahrheit unseres Herrn Jesus Christus von Herzen begehrten; allein sie w√ľssten auch, dass das friedreiche Wort Gottes mit der Hand zu verfechten sich nicht geb√ľhre. Dazu h√§tte sie Herr Georg Graf zu Wertheim, dieserzeit unser Herr, so viel Gnade gehabt, mit Flei√ü gef√∂rdert und mit einem gelehrten Prediger versehen. Sie w√ľrden deshalb f√ľr diese br√ľderliche Aufforderung danken.

Durch dieses Verhalten d√ľrften wohl jene Worte von Graf Georg beleutet werden, als er sagte: ‚ÄěH√§tte er in allen seinen Flecken evangelische Prediger gehabt, so w√ľrde er wohl dieses Aufruhrs √ľberhoben gewesen sein‚Äú.

Wolfskeels

Ab 1625 gehörte Uettingen schließlich zu den Freiherrn Wolfskeel v. Reichenberg.

Die neuere Geschichte

Das Rittergut der Freiherren von Wolfskeel , wurde 1806 durch das Gro√üherzogtum W√ľrzburg mediatisiert und fiel mit diesem 1814 an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

1866 wurde im Mainfeldzug bei Uettingen die letzte Schlacht des Deutschen Krieges geschlagen.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.145, 1987 1.401 und im Jahr 2000 1.849 Einwohner gezählt. Die aktuellste Zählung von 2004 ergab 1.922 Einwohner.

Politik

B√ľrgermeister ist Karl Meckelein (CSU/ Unabh. u. Freie W√§hlergem. ).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 660 T‚ā¨, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 103 T‚ā¨.

Partnergemeinden

Die Partnergemeinden Uettingens sind √ąchillais und Cosch√ľtz. Die Partnerschaft zu diesen Gemeinden wurde durch den TSV -Uettingen initiiert und wird unter seiner Schirmherrschaft weiterhin gepflegt.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Sprache

In Uettingen wird neben Hochdeutsch auch Unterostfränkisch gesprochen.

Religion

Uettingen ist urspr√ľnglich eine evangelische Gemeinde, die aber mittlerweile zur H√§lfte aus Katholiken besteht und seit den 60er Jahren eine Katholische Kirche hat.

Bauwerke

Schloss Uettingen der Grafen von Wolffskeel
Bartholomäus Kirche

Regelmäßige Veranstaltungen

Waldfest (2. Wochenende im Juli)
Kirchweih (1. Wochenende im September)
Hammelstanz (Kirchweihmontag)
Weinfest (1. Wochenende im Oktober)

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 23, im produzierenden Gewerbe 84 und im Bereich Handel und Verkehr 59 sozialversicherungspflichtig Besch√§ftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 61 Personen sozialversicherungspflichtig besch√§ftigt. Sozialversicherungspflichtig Besch√§ftigte am Wohnort gab es insgesamt 695. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 24 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fl√§che von 528 ha, davon waren 509 ha Ackerfl√§che und 16 ha Dauergr√ľnfl√§che.

Bildung

Im Dezember 2005 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kinderg√§rten: 75 Kindergartenpl√§tze mit 59 Kindern in drei Gruppen
  • Grundschule (Verbandschule Helmstadt)

Vereine

Aalbachtaler Musikverein e.V. (AMV)
Bund Naturschutz ‚ÄďOrtsgruppe Uettingen-
Freiwillige Feuerwehr Uettingen e.V. (FFUE)
Kleinpariser Faschings-Club Uettingen 1993 e.V. (KFC)
Männergesangsverein 1882 Uettingen e.V. (MGV)
Theatergruppe Uettingen
Turn- und Sportverein Uettingen 1910 e.V.
WSR Ufr. e.V. Hundeverein Uettingen
Country Club Uettingen SPIRIT OF WILD WEST e.V.
Verein f√ľr Gartenbau und Landespflege Uettingen
Skatfreunde Uettingen
Verschönerungsverein
Trachtenverein
Sch√ľtzenverein
Uettinger Jugend

Lokale Bräuche

Bohlenhochzeit (In der Regel zu den Jubiläen des Verschönerungsvereins alle 25 Jahre (letztmals 1985 ), Ausnahmsweise zur 1250-Jahr-Feier 2002 )
Hammelstanz
Sonnwendfeuer
Maibaum aufstellen
Dabbefangen
Sp√ľrle streuen

Wissenswertes

  • Johann Philipp Zorn (* 1808 in Uettingen, ‚Ć 1849 in Reichenberg), Gro√üvater Anders Zorns , dessen Familiename bis 1670 in Uettingen zur√ľck zu verfolgen ist. Wurde in Uettingen geboren und heiratete 1830 nach Reichenberg.
  • Es ist zu vermuten, dass der Beiname Uettingens Kleinparis auf einen Ausspruch des Pfarrers Johann Wolfgang Schmidt zur√ľckzuf√ľhren ist. Dieser hatte von 1835 bis 1864 das Amt des Pfarrers inne und eben dieser beklagte den "franz√∂sierenden Charakter " der Uettinger Bev√∂lkerung . Was √ľbrigens nicht verwunderlich ist, da eine Generation zuvor die napoleonische Armee w√§hrend ihres Russlandfeldzugs direkt bei Uettingen, auf der Poststra√üe , vorbeigekommen war und dort auch einige Monate (Nachschubbeschaffung und -sicherung) verbracht hat.
  • Den Ortsnecknamen Schneesenger haben die Uettinger, weil b√∂se Zungen behaupten, die Uettinger w√ľrden heimlich ihren Schnee verbrennen bzw. versengen. Als Beweis daf√ľr gilt die Tatsache, dass in Uettingen der Schnee tats√§chlich fr√ľher geschmolzen ist als in den Nachbargemeinden. Die Uettinger Schnees√ęnger haben diesen Ortsnecknamen in ganz Franken bekannt gemacht.
  • Norbert Riemer, aus Uettingen, steht im Guinness-Buch der Rekorde mit der kleinsten rauchbaren Tabakspfeife der Welt, die er selbst geschnitzt hat.

Weblinks

Website von Uettingen
Uettinger Vereine auf VereinsWiki

Wikipedia

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