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Letzte Änderung für Artikel Selb: 20.02.2006 14:29

Selb

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Deutschlandkarte, Position von Selb hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Oberfranken
Landkreis : Wunsiedel
Geografische Lage :
Koordinaten: 50° 10' N, 12° 8' O
50° 10' N, 12° 8' O
Höhe : 562 m ĂŒ. NN
FlĂ€che : 62,37 kmÂČ
Einwohner : 17.156 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 275 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahl : 95100
Vorwahl : 09287
Kfz-Kennzeichen : WUN
GemeindeschlĂŒssel : 09 4 79 152
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ludwigstraße 6
95100 Selb
Website: www.selb.de
E-Mail-Adresse: poststelle@selb.de
Politik
OberbĂŒrgermeister : Wolfgang Kreil ( CSU )

Selb ist eine Stadt im Landkreis Wunsiedel i.Fichtelgebirge , (Oberfranken, Freistaat Bayern) direkt an der tschechischen Grenze. Sie gehört der grenzĂŒberschreitenden Mikroregion Freunde im Herzen Europas an.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und Aktuelles

Erste urkundliche ErwÀhnung

Seit 1135 wird die Region um Selb von einem Adelsgeschlecht bewohnt, das sich „de Selewen“ nannte. Selb wird erstmals 1281 urkundlich erwĂ€hnt, als es zusammen mit dem benachbarten Asch im heutigen Tschechien den Vögten von Weida unterstellt wird. 1420 wird Selb ein Teil des SechsĂ€mterlandes. Im Jahre 1426 erhĂ€lt Selb ein erstes Stadtrecht .

Selb erlangt im 17. Jahrhundert Bedeutung als Bergbaustandort in Verbindung mit Hammer- und Eisenschmelzwerken, die die Wasserkraft der Eger ausnutzen. Der Bergbau wird im Steinbruch auf der HĂ€usellohe betrieben. Im 18. Jahrhundert ist Selb eine Handwerkerstadt mit zirka 1.500 Einwohnern.

Der „Selber Brand“

Durch die Unachtsamkeit einer Magd geraten am 18. MĂ€rz 1856 die GebĂ€ude bei der alten Apotheke in Brand. Das sich schnell ausbreitende Feuer zerstört die gesamte Stadt und damit den mittelalterlich gewachsenen Stadtkern. Es ist als „Selber Brand" bekannt. Nur wenige GebĂ€ude ĂŒberstehen den Feuersturm unversehrt, darunter die Gottesackerkirche zur hl. Dreifaltigkeit von 1612 und die sog. PechhĂŒtte (kleiner profaner Fachwerkbau, in dem das Pechsiederhandwerk ausgefĂŒhrt wurde) von ca. 1583; diese beiden GebĂ€ude befinden sich damals außerhalb des Stadtkerns. Im ganzen werden 221 HĂ€user und 408 NebengebĂ€ude in Schutt und Asche verwandelt. 624 Familien (ĂŒber 3000 Personen) werden dabei obdachlos.

Selb entwickelt sich zur Porzellanstadt

Die durch den Selber Brand arbeitslos gewordenen Weber finden 1857 teilweise wieder Arbeit, als Lorenz Hutschenreuther die erste Porzellanfabrik auf der LudwigsmĂŒhle errichtet. In den Folgejahren werden zahlreiche Porzellanfabriken gegrĂŒndet, so dass Selb im Jahre 1900 bereits 7.200 Einwohner und 20 Porzellanfabriken umfasst.

Kriegsende

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wird Selb von US-amerikanischen Truppen eingenommen. 3.500 FlĂŒchtlinge aus den deutschen Ostgebieten kommen nach Selb. Durch die neue Grenzziehung fielen fĂŒr die Porzellanindustrie die Tschechoslowakei und Sachsen als MĂ€rkte und Rohstoffquellen weg.

1972 wird Selb im Zuge der Gebietsreform als Große Kreisstadt dem Landkreis Wunsiedel zugeordnet. In den 1990er Jahren macht sich die Krise der Porzellanindustrie in Form von Rationalisierungen und Produktionsverlagerungen ins Ausland stark bemerkbar, so dass heute weniger als 1.000 ArbeitsplĂ€tze in der Porzellanindustrie zu finden sind. Diese Abwanderung der Porzellanindustrie konnte von keiner anderen Branche abgefangen werden.

BĂŒrgermeister

  • 1945-1948: Hans Feßl
  • 1948-1956: Dr. Franz Bogner
  • 1956-1988: Christian Höfer
  • 1988-2002: Werner SchĂŒrer
  • seit 2002: Wolfgang Kreil

PartnerstÀdte

  • BeaucouzĂ© , Frankreich
  • Pardubice , Tschechien

Industrie

Selb ist das Zentrum der Porzellanindustrie in Deutschland, die dort aufgrund kleiner und um 1900 schon erschöpfter Kaolinvorkommen nach 1856 entsteht. Die Firmen Hutschenreuther, Rosenthal und Heinrich, jetzt Villeroy & Boch , stellen fast die HÀlfte der deutschen Produktion her. Weiterhin befinden sich in der Stadt Betriebe des Maschinen- und Anlagenbaus, der technischen Keramik, der Elektrotechnik sowie der Kunststoffverarbeitung.

Beispiele von in Selb ansÀssigen Firmen:

  • Rosenthal AG (Porzellan)
  • Hutschenreuther (Porzellan)
  • BHS tabletop (Porzellan)
  • Linseis MessgerĂ€te GmbH (GerĂ€tebau, Messdatenerfassung)
  • Vishay Europe GmbH (Technologie)
  • Netzsch Gruppe (Maschinenbau, Apparate- und GerĂ€tebau)
  • Rapa - Rausch & Pausch GmbH (Automobilzulieferer)
  • TRW (Automobilzulieferer)
  • H.C. Starck (Keramik)
  • Witt & Appelt (Kunststoff)
  • Textilveredlung Drechsel (Beschichtung und FĂ€rberei)

Sport und Freizeit

Die Stadt liegt am Fuße des Fichtelgebirges und bietet viele Möglichkeiten der FreizeitbeschĂ€ftigung, wie etwa das Skifahren im Winter auf dem Wartberg oder dem Kornberg oder der Besuch des Waldbades „Langer Teich“ im Sommer. In der Stadt sind die Hutschenreuther-Eissporthalle, das Rosenthal-Theater sowie das Hallenbad zu finden. Der berĂŒhmteste Selber Sportverein ist der Eishockey-Club VER Selb.

Rund um Selb ist die Natur ganz ursprĂŒnglich geblieben. Spazierengehen, wandern, dunkle WĂ€lder durchqueren, Berge besteigen, FlĂŒsse rauschen hören, naturbelassene BachlĂ€ufe entdecken, atemberaubende Fernblicke genießen, GranittĂŒrme bestaunen - alles das ist in und von Selb aus ganz unkompliziert möglich. Hier gibt es genug Raum fĂŒr Natur, Erholung und Entspannung.

" Porzellanwelt Selb - Die Museen" ist die Bezeichnung fĂŒr einen ganzen Museumskomplex in der historischen Porzellanfabrik Selb-PlĂ¶ĂŸberg. Der Besucher kann sich ĂŒber die Herstellungsgeschichte von Porzellan in den letzten drei Jahrhunderten informieren, unterstĂŒtzt durch VorfĂŒhrungen an den ArbeitsplĂ€tzen, durch Videogroßprojektionen und weitere Medien. Fertige Produkte kann man im ebenfalls hier befindlichen Rosenthal-Museum sehen. 125 Jahre Unternehmensgeschichte werden in Design und Kunst prĂ€sentiert. Seit Oktober 2005 hat die dritte museale Einheit ihre Pforten geöffnet: das EuropĂ€ische Museum fĂŒr Technische Keramik , die ihren Ursprung im Porzellan hat. Der Komplex in Selb-PlĂ¶ĂŸberg ist zusammen mit dem Deutschen Porzellanmuseum in Hohenberg an der Eger das grĂ¶ĂŸte Spezialmuseum fĂŒr Porzellan in Europa.

Feste und Tradition

  • Selber Kunstnacht (MĂ€rz)
    Zahlreiche Firmen, Organisationen und Einrichtungen aus Selb prĂ€sentieren - ĂŒber das ganze Stadtgebiet verteilt - Kunst, Kultur und kulinarische GenĂŒsse. Findet seit 2001 jĂ€hrlich statt.
  • Internationale Grenzland-Filmtage (MĂ€rz/April)
    JĂ€hrliches Filmfestival, das 2004 zum 27. und letzten Mal stattfand. Ältestes deutsches Filmfestival mit osteuropĂ€ischem Schwerpunkt. Nachfolgeveranstaltung sind die Grenzlandfilmtage Selb.
  • BĂŒrgerfest (1. Samstag im Juni)
    Das erste große Stadtfest, das BĂŒrgerfest, findet immer am ersten Samstag im Juni statt. Hier erhalten Selber Vereine und Vereinigungen die Möglichkeit, sich im gesamten Innenstadtbereich zu prĂ€sentieren. Außerdem findet ein Flohmarkt statt.
  • Meilerfest (Juni)
    Am Wochenende nach dem BĂŒrgerfest findet auf der HĂ€usellohe das Meilerfest statt.
  • Wiesenfest (2. Juli-Wochenende)
    Über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist das Selber Wiesenfest, welches jedes Jahr am zweiten Juli-Wochenende auf dem Goldberg stattfindet. Die UrsprĂŒnge dieses Heimat- und Kinderfestes gehen ins Jahr 1807 zurĂŒck.
  • Wochen des Weißen Goldes (Juli/August)
  • Fest der Porzelliner (1. Samstag im August)
    Erst seit knapp zehn Jahren gibt es das Porzellinerfest mit Europas grĂ¶ĂŸtem Porzellanflohmarkt, welches jĂ€hrlich Anfang August gefeiert wird.

Persönlichkeiten

EhrenbĂŒrger

  • Lorenz Hutschenreuther (25. Dezember 1885)
  • Viktor Hutschenreuther (10. Oktober 1900)
  • Wilhelm Baumann (12. Juli 1907)
  • Dr. ing. hc Philip Rosenthal (15. Februar 1918)
  • Christian Povenz (9. Februar 1927)
  • Dr. med. Franz Bogner (1. Januar 1946)
  • Carl Wilhelm Netzsch
  • Prof. Philip Rosenthal M.A. (4. Juli 1989)
  • Roland Dorschner

Söhne und Töchter der Stadt

  • Richard Rogler (* 1949), Kabarettist
  • Prof. Dr. Helmut BaumgĂ€rtel , Ehrenmitglied der Deutschen Bunsen-Gesellschaft fĂŒr Physikalische Chemie e.V.
  • Gerhard Schmid (* 22. Mai 1952), Ehemaliger Unternehmer und GrĂŒnder von MobilCom
  • Peter Schiller (* 29. Juni 1957), ehemaliger Eishockey-Nationalspieler (40 LĂ€nderspiele)
  • Manfred Ahne (* 2. Juni 1961), ehemaliger Eishockey-Nationalspieler (82 LĂ€nderspiele)
  • Jörg Hanft (* 24. Februar 1964), ehemaliger Eishockey-Nationalspieler (34 LĂ€nderspiele)
  • Udo Döhler (* 4. Januar 1967), ehemaliger Eishockey-Nationalspieler (4 LĂ€nderspiele)
  • Sascha Sirtl , Big-Brother V-Gewinner.

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

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Landgasthof Ploss 95173 Schönwald http://www.landgasthofploss.de/  09287 / 800630
Rosenthal Casino Hotel & Restaurant 95100 Selb http://www.rosenthal-casino.de  09287 / 805-0

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