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Letzte Änderung für Artikel Hebertsfelden: 07.02.2006 18:32

Hebertsfelden

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Wappen Karte

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Deutschlandkarte, Position des Orts hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Niederbayern
Landkreis : Rottal-Inn
Geografische Lage :
Koordinaten: 48° 24' N, 12° 49' O
48° 24' N, 12° 49' O
FlĂ€che : 49,78 kmÂČ
Einwohner : 3.771 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 76,07 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahlen : 84332
Vorwahl : 08721
Kfz-Kennzeichen : PAN
GemeindeschlĂŒssel : 09 2 77 124
Adresse der
Verwaltung:
Gemeinde Hebertsfelden
Bahnhofstr. 1
84332 Hebertsfelden
Website: www.hebertsfelden.de
E-Mail-Adresse: gemeinde@hebertsfelden.de
Politik
BĂŒrgermeister : Alfred Wollinger (Freie WĂ€hlergemeinschaft)

Hebertsfelden ist eine Gemeinde mit 3.771 Einwohnern im Landkreis Rottal-Inn ( Regierungsbezirk Niederbayern ).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Hebertsfelden liegt in der Region Landshut.

Es existieren folgende Gemarkungen : Hebertsfelden, Langeneck, Linden, Lohbruck, Unterhausbach, Gern, Peterskirchen.

Geschichte

Hebertsfelden gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Eggenfelden des KurfĂŒrstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 3.322, 1987 dann 3.547 und im Jahr 2000 3.787 Einwohner gezÀhlt.

Politik

BĂŒrgermeister ist Alfred Wollinger (Freie WĂ€hlergemeinschaft).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1480 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 214 T€.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 15, im produzierenden Gewerbe 384 und im Bereich Handel und Verkehr 57 sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 144 Personen sozialversicherungspflichtig beschĂ€ftigt. Sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigte am Wohnort gab es insgesamt 1242. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 11 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 164 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten FlĂ€che von 3366 ha, davon waren 2358 ha AckerflĂ€che und 1008 ha DauergrĂŒnflĂ€che.

Bildung

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • KindergĂ€rten: 100 KindergartenplĂ€tze mit 111 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 17 Lehrern und 260 SchĂŒlern

Persönlichkeiten

  • Ludwig Gruber , genannt Ponzauner Wigg (1922-2005)

Das Wappen

Die Beschreibung des Wappens lautet: „Über gespaltenem Wellenschildfuß in verwechselten Farben gespalten von Silber und Blau, vorne schrĂ€g gekreuzt ein rotes Schwert und eine rote Lanze, hinten eine silberne Linde.“

BegrĂŒndung des Hoheitszeichens: Wichtigster Grundherr im heutigen Gemeindegebiet war der Landesherr, was im Wappen durch die Farben Weiß und Blau zum Ausdruck kommt. Seit dem Jahr 1269 ist in Hebertsfelden der Sitz einer Pfarrei nachweisbar, die dem Hl. Emmeram geweiht ist. Eine weitere bekannte Kirche ist St. Barbara in Unterhausbach, die noch heute als „Schloßkircherl“ bezeichnet wird. Die Attribute dieser beiden Kirchenpatrone -Lanze und Schwert- wurden in das Gemeindewappen ĂŒbernommen. Auf das hĂ€ufige Vorkommen von Linden im Gemeindegebiet soll die Linde im Wappen hinweisen, wĂ€hrend der Wellenschildfuß als Wassersymbol an die Rott erinnern soll, die das Gemeindegebiet durchflie

Geschichte der Gemeinde

Die heutige Gemeinde Hebertsfelden setzt sich in Auswirkung der Gemeindegebietsreform von 1972 und 1978 aus den drei Altgemeinden Hebertsfelden, Linden und Unterhausbach, sowie Teilen der frĂŒheren Gemeinden Langeneck, Lohbruck, Gern II und Peterskirchen zusammen.

Gleich vorweg sei die Feststellung erlaubt, dass mit dieser Gebietsverbindung sich weitestgehend die Dörfer, Weiler und Einöden zusammengetan haben, die seit mehr als einem halben Jahrtausend in einer engen Beziehung zueinander gestanden waren, auch wenn deren Bewohner zwischenzeitlich ĂŒber viele Generationen hin in getrennten Verwaltungseinheiten gelebt hatten.

Die Gemeinde Hebertsfelden liegt im sĂŒdlichen Niederbayern im tertiĂ€ren HĂŒgelland am Oberlauf der Rott zwischen den StĂ€dten Eggenfelden und Pfarrkirchen.

Die FrĂŒhgeschichte dieser Gegend liegt weitgehend im Dunkeln. Funde von Steinwerkzeugen belegen eine Besiedelung schon in der Jungsteinzeit. Erdwallanlagen deuten auf die Keltenzeit, wahrscheinlicher jedoch auf die Zeit der UngarneinfĂ€lle um 900 nach Christus hin. Recht oft zu finden sind, wegen des Überwuchses durch WĂ€lder erhaltene, parallel verlaufende GrĂ€ben und WĂ€lle, die als sogenannte mittelalterliche HochĂ€cker gedeutet werden.

Hebertsfelden ist nach derzeitigem Wissen der Ă€lteste urkundlich erwĂ€hnte Ort im Gemeindebereich: 1073 wird ein Ortsadeliger mit dem Namen Adalprecht de Heriboldesuelden erstmals urkundlich genannt. Das Geschlecht derer „de Heriboldesuelden“ wird von Historikern der Schicht der sog. Edelfreien zugerechnet, die in diesem Raum als alteingewurzelte und vermögende gesellschaftliche Gruppe galten. Der Name Heriboldesuelden wird ausgelegt als Heribold zu/bei den Feldern. Aus dieser Namenszusammensetzung leiten Historiker zudem ab, dass Hebertsfelden neben Massing und Amelgering als Ă€lteste bajuwarische Niederlassung zu sehen ist (im Historischen Atlas von Bayern Band 28 -Gericht Eggenfelden- indirekt belegt). Außer der urkundlichen Nennung im 11. Jahrhundert ist keine Generationenfolge bekannt. Hebertsfelden hat in den folgenden Jahrhunderten nicht den Zuwachs an Bedeutung erfahren wie der Nachbarort Eggenfelden, dem Ă€hnliche geschichtliche Wurzeln zugeschrieben werden.


GerĂ€tschaften aus der Vergangenheit Hebertsfelden ist zusammen mit der Pfarrei Oberdietfurt die sĂŒdlichste Pfarrgemeinde des Bistums Regensburg, umgeben von alten Pfarreien des Bistums Passau (Schönau und PostmĂŒnster) und viele Jahrhunderte lang bis 1830 des Erzbistums Salzburg (Gern und Hirschhorn – seither Bistum Passau). Zwischen 1220 und 1240 hatte das Hochstift Passau Besitz in Hebertsfelden und Rottenstuben.

Mit der Organisation der herzoglichen Land- u. Pflegegerichte in Obmannschaften seit 1464 wird Hebertsfelden Sitz zweier Obmannschaften: Hebertsfelden I im Amt Eggenfelden und Hebertsfelden II im Amt Mornthal. Ebenfalls zum Amt Mornthal gehörte die nördlich davon gelegene Obmannschaft Niedernkirchen. Die Obmannschaften waren auf ein Dekret hin von Herzog Ludwig dem Reichen von Bayern-Landshut zunĂ€chst zum Zwecke des lĂ€ndlichen Gebietsschutzes gebildet worden. Sie erlangten dann auch Bedeutung zur Steuereinhebung und fĂŒr sog. Scharwerkzwecke (Hand- und Spanndienste). Als unterste Verwaltungsebene der Landesherrschaft der bayerischen Wittelsbacher hatten die Obmannschaften Bestand bis Anfang des 19. Jahrhunderts. Sie waren den schon erwĂ€hnten Ämtern, die Gerichtsbefugnisse besaßen, zugeordnet. Die Ämter Eggenfelden und Mornthal gehörten mit den Ämtern Massing und dem spĂ€ter gebildeten Amt Wurmannsquick zum Gericht Eggenfelden. Das Gericht Eggenfelden war 1440 durch die Aufteilung des Rottgerichts Pfarrkirchen entstanden. Dieses Gericht bei der Rott wiederum war eine Schöpfung des niederbayerischen Herzog Heinrich XIII gewesen, der in den Jahren 1260 - 1272 den Zusammenbruch der Pfalzgrafschaft (Kraiburg)-Ortenburg machtpolitisch im eigenen Interesse konsequent genutzt hatte.

Aus Hebertsfeldener Sicht bemerkenswert ist die Existenz des Amtes Mornthal. Dieses hatte im Gegensatz zu den Ämtern Eggenfelden, Massing und Wurmannsquick kein Recht zur Abhaltung von MĂ€rkten. Diese Rechte, so wird daraus geschlossen, reichen in die Ortenburger Zeit zurĂŒck. Die Einöde Mornthal dĂŒrfte seine gewisse Bedeutung somit erst in der wittelsbachisch-herzoglichen Neustrukturierung auf Grund seiner gutsmĂ€ĂŸigen GrĂ¶ĂŸe erlangt haben.

Neben und auch schon vor den Obmannschaften gab es ĂŒber viele Jahrhunderte hinweg im heutigen Gemeindegebiet Sitze und Hofmarken, die meist auch niedere Gerichtsbarkeiten besaßen: Rottenstuben, Ponhardsberg, Gaßlsberg, Krapfenberg und Hausbach. Die beiden letztgenannten hatten die Gerichtsbarkeit als Patrimonialgerichte bis 1848 inne. Zahlreiche Anwesen im heutigen Gemeindebereich unterstanden der Hofmark Gern, einzelne weitere auch anderen auswĂ€rtigen Sitzen.

Die Gemeindebildung von 1818/23 im Rahmen der Verwaltungsneuordnung des Königreichs Bayern formierte aus dem Steuerdistrikt Hebertsfelden (bestanden seit 1808/10) eine aus 25 Orten zusammengesetzte landgerichtische Gemeinde: aus 15 Orten der frĂŒheren Obmannschaft Hebertsfelden I und weiteren 10 Orten, die bis dahin umliegenden Hofmarken eingegliedert waren (Hofmarken Gern, Grasensee und Haiming sowie Hofmarkssitz Gaßlsberg). Eine Neusiedlung des 19. Jahrhunderts ist die Einöde Holzgrund. Linden zĂ€hlt zu den verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig jungen Siedlungen im Streusiedelland an der Rott. Der Ort Linden war um 1750 ein unscheinbarer Weiler im Tal der Rott mit nur vier Anwesen, die verschiedenen Grundherrschaften unterworfen waren.


Der Zunftbaum in Hebertsfelden Im Rahmen der Verwaltungsorganisation des 1806 entstandenen Königreichs Bayern bildete man 1808/10 im Landgericht Eggenfelden zunĂ€chst einen Steuerdistrikt Linden, der sich aus allen Orten der bisherigen Obmannschaft Hebertsfelden II (außer Ober- und Unterlehen) und aus weiteren 11 Orten der benachbarten Obmannschaft Niedernkirchen zusammensetzte. Einzelne Höfe aus anliegenden adeligen Hofmarken kamen hinzu, so Ferlin (entstanden aus Fern-Linden) und Nußbaum aus der Hofmark Hirschhorn, Schieghub aus der Hofmark Taufkirchen, Mehring und Kuglmehring vom Hofmarkssitz Krapfenberg. Neusiedlungen des 19. Jahrhunderts sind die Einöde Schwaiglehen (inzwischen dem Gemeindeteil Wengl angegliedert) und die HĂ€user am Bahnhof Hebertsfelden, der seit der Eröffnung der Rottal-Bahn Neumarkt - Pocking am 1. September 1879 besteht. SĂŒdgrenze dieses Steuerdistrikts wie auch der nachmaligen, nunmehr aufgelösten Gemeinde Linden war die Rott. Unterhausbach verdient in Bezug auf den heutigen nördlichen Gemeindebereich besondere Beachtung:

Der Ortsname Hausbach erscheint erstmals 1436 in einer Besitzurkunde eines Ortolf Tattenbach. Ein Zweig dieses alten aus dem gleichnamigen Ort Tattenbach bei Birnbach stammenden Adelsgeschlechts nannte sich seit dem 15. Jahrhundert nach unserem Hausbach, das von seinen AnfĂ€ngen her immer als Sedel oder Hofmarkssitz bezeichnet wird. FĂŒr 1597 ist der Umfang des Sitzes Unterhausbach mit einem ganzen Sedelhof und mehreren Huben in nĂ€chster Umgebung bezeugt. 1808/10 bildete die königlich-bayerische Verwaltungsneuordnung aus den GĂŒtern des Hofmarkssitzes Unterhausbach, aus den Orten der bisherigen Obmannschaft Niedernkirchen und aus dem westlichen Bereich der alten Obmannschaft Schönau zunĂ€chst den Steuerdistrikt Unterhausbach, der insgesamt 35 Einzelsiedlungen umfaßte, darunter nur 4 kleine Dörfer (Holzhamm mit 6 Anwesen, Niedernkirchen mit 5, Oberhausbach mit 11 und Unterhausbach mit 10 Anwesen) und 6 Weiler (je 2 bis 3 Gehöfte). Alle ĂŒbrigen Siedlungen waren (und sind meist auch heute noch) Einödhöfe. Dieser Steuerdistrikt war Grundlage der zwischen 1818 und 1823 neuformierten Ruralgemeinde gleichen Namens. Interessant ist die Tatsache, daß als Hauptsitz der neuen Gemeinde Unterhausbach im Landgericht Eggenfelden nicht der Ort des Filialkirchensprengels Niedernkirchen gewĂ€hlt wurde, sondern eben der Sitz des 1821 bestĂ€tigten Patrimonialgerichts Hausbach, das ĂŒbrigens im gleichen Jahr von den Tattenbachs durch Erbschaft an die Grafen Arco ĂŒberging, aber schon 1848 mit der Aufhebung der Patrimonialgerichtsbarkeit endgĂŒltig in die ZustĂ€ndigkeit der politischen Gemeinde kam.

Wulzinger, der Eggenfeldener Landgerichtsarzt beschrieb in seiner Historischen Topographie 1878 auch die Ortschaft und die Hofmark Unterhausbach, die nach ihm „52 Einwohner, 28 GebĂ€ude und eine Kirche .... hat und sĂ€mtliche Gewerbe, die sonst bei Burgen angetroffen werden, wie einen Wirth, Schmied, Wagner, KrĂ€mer usw.“. Doch schon damals hĂ€tten die Unterhausbacher nicht mehr gewußt, wo das Schloss gestanden habe. Noch heute wird das dortige, nun neu renovierte Kirchlein als „Schloßkircherl“ bezeichnet. In der Zeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden auch die Grundherrschaftsrechte ĂŒber die Bauern aufgehoben. Damit entfielen auch die Zehent- (Zins-) und Dienstpflichten (Scharwerke).

Die Altgemeinden hatten 170 Jahre hindurch als unterste staatliche Ordnungseinheiten das verfassungsmĂ€ĂŸig verbĂŒrgte Selbstverwaltungsrecht zu verwirklichen gestrebt.


Votivtafel der Überlebenden Ein Ereignis, das Eingang in GeschichtsbĂŒcher fand, trug sich wĂ€hrend des Spanischen Erbfolgekrieges (1701 – 1714) am 12. November 1705 bei Hebertsfelden zu:

Die Bevölkerung Bayerns hatte nach der verlorenen Schlacht bei HöchstĂ€dt unter Einquatierung kaiserlicher Truppen und hohen Abgaben sehr zu leiden. Den Ă€ußerst rigoros durchgefĂŒhrten Zwangsrekrutierungen durch die kaierlich-österreichischen Besatzungstruppen hatten sich wohl auch die Hebertsfeldener Bauernburschen entzogen. Es ist anzunehmen, dass sie auch an dem Überfall mehrerer hundert AufstĂ€ndischer auf den Markt Eggenfelden am 09. November 1705 beteiligt waren. Dabei sollen einige Besatzungssoldaten und ein Amtsknecht getötet worden sein. Die kaiserliche Administration reagierte umgehend und schickte von MĂŒnchen aus eine Abteilung Husaren unter Oberst de Wendt ins rebellierende Rottal los. Er erreichte am 12. November Eggenfelden, stellte fest, dass die AufstĂ€ndischen geflohen waren und folgte diesen nach. In der NĂ€he von Hebertsfelden holte er eine grĂ¶ĂŸere Gruppe davon ein. Es folgte ein gnadenloses Gemetzel mit etwa fĂŒnfzig Toten. Der Überlieferung nach zogen sich die Kampfhandlungen vom damaligen Pfarrhof bis zum Weiler Ponhardsberg hin. Zur Abschreckung der Bevölkerung wurden die Gefangenen am nĂ€chsten Tag aufgehĂ€ngt.

Die Überlebenden stifteten eine Votivtafel, die bis heute erhalten ist. Der Aufstand und das Gemetzel von Hebertsfelden waren das Fanal fĂŒr den offenen Bauernaufstand, der in den Schlachten von Sendling bei MĂŒnchen "Sendlinger Mordweihnacht" 24./25. Dezember 1705 und bei Aidenbach in Niederbayern am 08. Januar 1706 seine grausamen Höhepunkte fand. Die unzulĂ€nglich ausgerĂŒsteten Bauern wurden zu Tausenden regelrecht hingeschlachtet.

Von kriegerischen BedrĂ€ngnissen frĂŒherer Zeit zeugen Schanzen die aus der Keltenzeit, möglicherweise auch erst aus der Zeit der UngarneinfĂ€lle im zehnten Jahrhundert n. Chr. stammen.

Als Zuflucht vor ÜberfĂ€llen in Kriegswirren, so vermutlich im DreißigjĂ€hrigen Krieg von 1618 bis 1648 dienten wohl auch unterirdische GĂ€nge, die unter anderem in Gschaidmaier nachgewiesen sind.


"GrĂŒĂŸe aus Hebertsfelden" - Postkarte die 1904 verschickt wurde. Oben: Blick auf Hebertsfelden, Unten: Tonwerk Hebertsfelden Das Geschehen in der Pfarrei Hebertsfelden im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts hat der damalige Pfarrer Dr. Thoni in seinen Tagebuchaufzeichnungen niedergeschrieben. Diese geben ein anschauliches Bild ĂŒber die Nöte der Bevölkerung wĂ€hrend der napoleonischen Kriege, die MĂŒhen des Lebensunterhalts und des Alltags in Dorf und Umgebung wieder. AuszĂŒge daraus sind von Gerti Kempfler in den „Tagebuchaufzeichnungen eines Landpfarrers“ veröffentlicht worden.

Das Hebertsfeldener Gebiet blieb im Zweiten Weltkrieg von Kriegshandlungen verschont. Im Anschluss daran wurden viele Hundert FlĂŒchtlinge aus den deutschen Ostgebieten, vor allem Sudetendeutsche, hiesigen WohnungseigentĂŒmern, insbesonders Landwirten, zur Unterbringung zugewiesen.

Auch zahlreiche nicht mehr heimgekehrte ungarische Soldaten fanden eine Bleibe.

Ein großer Teil dieser Menschen, die ihre Heimat verloren hatten, wanderte in den folgenden Jahren ab. Viele jedoch fanden hier auf Dauer Arbeit und ein neues Zuhause.

In frĂŒherer Zeit hat die Bevölkerung ihr Einkommen weitestgehend aus der Landwirtschaft und dem Handwerk gewonnen. Durch den Strukturwandel, von dem die Landwirtschaft auch hier betroffen ist, haben sich die Erwerbsquellen deutlich zu Gewerbe, Industrie und Handel, sowie auch zum Dienstleistungsbereich hin verlagert.

Weblinks

Wikipedia

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