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Letzte Änderung für Artikel Winterlingen: 10.12.2005 16:53

Winterlingen

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Wappen Karte
Wappen fehlt
Wappenabbildung auf ngw.nl
Deutschlandkarte, Position von Winterlingen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : T├╝bingen
Region : Neckar-Alb
Landkreis : Zollernalbkreis
Geografische Lage :
Koordinaten: 48┬░ 11' N, 09┬░ 07' O
48┬░ 11' N, 09┬░ 07' O
H├Âhe : 789 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 50,64 km┬▓
Einwohner : 6.657 (30. Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 131 Einwohner je km┬▓
Postleitzahlen : 72470-72474
Vorwahl : 07434
Kfz-Kennzeichen : BL
Gemeindeschl├╝ssel : 08 4 17 075
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktstra├če 7
72474 Winterlingen
Offizielle Website: www.winterlingen.de
E-Mail-Adresse: rathaus@winterlingen.de
Politik
B├╝rgermeisterin : Gabriele Schlee

Winterlingen ist eine Gemeinde im Zollernalbkreis, etwa zehn Kilometer s├╝d├Âstlich von Albstadt. Sie besteht in der jetzigen Form seit dem 1. Januar 1975 , als die zuvor selbst├Ąndigen Gemeinden Benzingen (mit dem Weiler Bl├Ąttringen) und Harthausen auf der Scher nach Winterlingen eingemeindet wurden.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lage

Auf dem zur westlichen Schw├Ąbischen Alb z├Ąhlenden Gemeindegebiet gibt es weder markante Berge noch gro├če H├Âhenunterschiede. Die Markungsfl├Ąchen der drei, zwischen 730 und 820 m hoch gelegenen, Teilorte betragen: Winterlingen 16,88 km┬▓, Benzingen 17,09 km┬▓, Harthausen 16,67 km┬▓.

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn, beginnend im Westen: Stra├čberg (Gemarkungen Kaiseringen und Stra├čberg), Albstadt (Gemarkung Ebingen), Bitz, Neufra, Hettingen, Veringenstadt (Gemarkungen Veringenstadt und Veringendorf), Sigmaringen (Gemarkung Jungnau), Stetten am kalten Markt (Gemarkungen Storzingen und Frohnstetten).

Geologie

Kalkgestein des oberen Wei├čen Jura ( Quenstedt W ╬┤/╬Á, Kimmeridgium 2-3) pr├Ągt den gr├Â├čten Teil des Gemeindegebiets. Zwischen Harthausen und Bitz hat sich im Zollerngraben W ╬ 2-3 (Unter- Tithonium ) erhalten. Ablagerungen von Oberer Meeresmolasse bei Harthausen und Korallenkalk bei Winterlingen entstanden im mioz├Ąnen Molassemeer , dessen K├╝stenlinie (Kliff) die Grenze zwischen Kuppen- und Fl├Ąchenalb markiert. Der H├Âhenr├╝cken zwischen Benzingen und Bl├Ąttringen besteht aus Juranagelfluh .

Auf der verkarsteten Albhochfl├Ąche sind Oberfl├Ąchengew├Ąsser die Ausnahme. Zwar entspringen entlang des H├Âhenzugs bei Benzingen mehrere kleine Quellen , ihr Wasser versickert aber nach kurzem Lauf im por├Âsen Untergrund. An wasserreichere Epochen der Erdgeschichte erinnern nur noch die teilweise bis 100 m tief in den Albk├Ârper eingeschnittenen Trockent├Ąler. Bis zum Bau der Albwasserversorgung war die Bev├Âlkerung auf die H├╝len angewiesen. Nur ├Âstlich Winterlingen, wo Verwitterungslehm den Abfluss hemmt, befinden sich zwei Weiher und ehemals eine M├╝hle. Das versickerte Wasser kommt in Karstquellen wieder zu Tage, beispielsweise in der am ├Âstlichen Rand der Gemeinde gelegenen B├╝ttnau.

Geschichte

Vor- und Fr├╝hgeschichte

Wie Bodenfunde beweisen, war das Winterlinger Gebiet mindestens seit der H├╝gelgr├Ąberbronzezeit (um 1500 v. Chr.) kontinuierlich besiedelt. Aus der sp├Ąten Urnenfelderzeit (um 900 v. Chr.) stammen die bronzenen Beile und Sicheln, die im Jahre 1609 entdeckt wurden und heute im W├╝rttembergischen Landesmuseum zu sehen sind. Mehrere Grabh├╝gelgruppen der Hallstattzeit (um 800 bis 500 v. Chr.) liegen auf Gemeindegebiet, und aus der sp├Ątkeltischen La-T├Ęne-Zeit fand man vier Kelche. Die von den R├Âmern ausgebaute Hochstra├če f├╝hrte vom oberen Neckar ├╝ber das Kastell bei Lautlingen durch das Gemeindegebiet zur Donaufurt bei Laiz.

Mittelalter und Neuzeit

Die Ortsnamen Winterlingen und Benzingen belegen die Gr├╝ndung dieser Siedlungen in der Phase der alemannischen Landnahme. Harthausen ordnet man der Ausbauzeit zu.

Im Jahr 793 wurde Winterlingen in einer Schenkungsurkunde des Grafen Berthold an das Kloster St. Gallen erw├Ąhnt. Im 8. Jahrhundert z├Ąhlte das Gemeindegebiet zur Gaugrafschaft Scherra, deren Name sich von einem althochdeutschen scorra (mit der Bedeutung Fels, vgl. schwedisch Sch├Ąre ) ableitet und im Namenszusatz von Harthausen bis heute erhalten blieb. Sie erstreckte sich entlang der oberen Donau von Sigmaringen bis Tuttlingen und nordwestlich davon etwa bis zum Albtrauf.

Im Sp├Ątmittelalter bildeten sich neue Herrschaftsformen aus, und die Entwicklungslinien der drei Teilorte trennten sich...

Das Dorf Winterlingen gelangte 1367 in den Besitz der Grafen von W├╝rttemberg. Diese erwarben 1403 auch die Herrschaft Schalksburg und rundeten damit ihr Gebiet auf der westlichen Alb ab. Winterlingen geh├Ârte von nun an zum Amt Balingen. Im Jahre 1534 wurde die Reformation eingef├╝hrt. Als das vergr├Â├čerte W├╝rttemberg um 1810 in Ober├Ąmter eingeteilt wurde, kam Winterlingen zum Oberamt Balingen, das 1938 im Landkreis Balingen aufging.

Wesentlich unruhiger verlief die Geschichte der 1220 beziehungsweise 1275 urkundlich erw├Ąhnten D├Ârfer Benzingen und Harthausen. Beide wurden im 12. und 13. Jahrhundert durch die Grafen von Veringen erworben, die ihre Besitzungen 1291 an Rudolf von Habsburg verkauften. Als Pfand ging die Grafschaft Veringen durch verschiedene H├Ąnde, bis sie 1535 an die Grafen, sp├Ątere F├╝rsten, von Hohenzollern kam. Mit dem F├╝rstentum Sigmaringen wurden die dem Oberamt Gammertingen, sp├Ąter Landkreis Sigmaringen, zugeteilten beiden Gemeinden 1850 preu├čisch .

Wiederum anders erging es dem seit etwa 1930 zu Benzingen geh├Ârenden Bl├Ąttringen, das 1534 f├╝rstenbergisch und erst 1806 hohenzollerisch wurde.

Zwischen Winterlingen einerseits, Benzingen und Harthausen andererseits verlief also ├╝ber Jahrhunderte eine Territorialgrenze, die seit dem 16. Jahrhundert auch die Konfessionen trennte.

Eingemeindungen

Im Rahmen der Verwaltungsreform wurden Benzingen und Harthausen am 1. Januar 1975 nach Winterlingen eingemeindet. Die Gemeinden entschieden sich gegen eine Beteiligung an der damals neu formierten Gro├čen Kreisstadt Albstadt. Mit der Nachbargemeinde Stra├čberg besteht eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft .

Entwicklung der Einwohnerzahl

Jahr Einwohner
  Winterlingen Benzingen Harthausen
1820 1604    
1836   717 794
1950 2932 728 818
1976 4166 963 1230
2004 6659

Wappen

Blasonierung: Gespalten; vorne geteilt von Silber und Rot, hinten in Gold drei liegende schwarze Hirschstangen.
Dieses Wappen f├╝hrte Winterlingen bereits vor 1975.

Blasonierung des vor 1975 gef├╝hrten Wappens der Gemeinde Benzingen: Geteilt von Rot und Gold; oben ein goldener offener Flug, unten drei liegende rote Hirschstangen.

Blasonierung des vor 1975 gef├╝hrten Wappens der Gemeinde Harthausen auf der Scher: In Gold rotes Spitzenschildhaupt.

Politik

Gemeinderat

Bei der Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:

  • B├╝rgerliste - 8 Sitze
  • CDU - 5 Sitze
  • FWV - 3 Sitze
  • Frauenliste - 3 Sitze

B├╝rgermeister

Der B├╝rgermeister wird f├╝r eine Amtszeit von 8 Jahren gew├Ąhlt. Die derzeitige Amtszeit von Gabriele Schlee endet 2010.

  • 2002 - 2006 : Gabriele Schlee

Wirtschaft und Infrastruktur

Die ├╝ber Jahrhunderte dominierende Landwirtschaft war durch Wasserarmut und Klima der Albhochfl├Ąche benachteiligt. Etwa seit 1860 setzte eine gewerbliche Entwicklung ein, wobei sich vor allem Betriebe der Textil- und der metallverarbeitenden Industrie ansiedelten.

Verkehr

Winterlingen liegt an der Bundesstra├če 463 zwischen Albstadt und Sigmaringen. Vom Hauptort f├╝hren Stra├čen nach Bitz, ├╝ber Harthausen nach Neufra und ├╝ber Benzingen nach Veringendorf.

Im Rahmen des Verkehrsverbundes Neckar-Alb-Donau verkehren zwei Buslinien nach Albstadt-Ebingen. Winterlingen liegt in der Wabe 337.

Bildung

Kinderg├Ąrten und Grundschulen in allen drei Teilorten. Grund-, Haupt- und Realschule in Winterlingen.

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Bauwerke

Winterlingen

Evangelische Pfarrkirche mit Holzdecke aus dem 18. Jahrhundert.

Benzingen

Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul. Der Chor stammt noch aus romanischer Zeit, das Schiff wurde 1629 und 1733 erbaut, der Turm mit Staffelgiebel 1688. Taufstein und Sakramentsh├Ąuschen aus Sandstein sind sp├Ątgotisch, um 1500. Johann Joseph Christian schnitzte 1732 die fig├╝rliche Kanzel.

Auf Anfrage kann der 1923 erbaute Wasserturm besichtigt werden. Bei klarem Wetter bietet er einen Ausblick bis zu den Alpen.

Harthausen

Katholische Pfarrkirche St. Mauritius, errichtet 1740 von Baumeister Christian Gosser. Der ├Ąltere Turm wurde 1873 umgebaut. Mitte des 18. Jahrhunderts malte Meinrad von Ow das Deckenfresko und zwei Altarbl├Ątter .

Naturdenkm├Ąler

  • An mehreren Stellen, besonders sch├Ân im Heutal bei Harthausen, findet man die f├╝r die Alb typischen Kalkmagerrasen , Wacholderheiden und m├Ąchtige Weidbuchen .
  • Unweit der Stra├če von Winterlingen nach Bitz liegen die drei K├╝hstellenh├Âhlen.
  • Das Tal B├╝ttnau steht unter Landschaftsschutz.

Museen

  • Heimatmuseum Harthausen

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

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