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Letzte Änderung für Artikel Weil am Rhein: 17.02.2006 19:52

Weil am Rhein

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Wappen Karte
Wappen von Weil am Rhein Deutschlandkarte, Position von Weil am Rhein hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : Freiburg
Region : Hochrhein-Bodensee
Landkreis : L├Ârrach
Gemeindeart : Gro├če Kreisstadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 47┬░ 36' N, 07┬░ 37' O
47┬░ 36' N, 07┬░ 37' O
H├Âhe : 268 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 19,47 km┬▓
Einwohner : 29.461 (30. Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 1.513 Einwohner je km┬▓
Postleitzahlen : 79546-79576 (alt: 7858)
Vorwahl : 07621
Kfz-Kennzeichen : L├ľ
Gemeindeschl├╝ssel : 08 3 36 091
Stadtgliederung: Kernstadt und
3 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Rathausplatz 1
79576 Weil am Rhein
Website: www.weil-am-rhein.de
E-Mail-Adresse: stadt@weil-am-rhein.de
Oberb├╝rgermeister : Wolfgang Dietz ( CDU )

Weil am Rhein ist die s├╝dwestlichst gelegene Stadt der Bundesrepublik Deutschland unmittelbar im Dreil├Ąndereck mit der Schweiz und Frankreich . Zusammen mit ihrer direkt angrenzenden Nachbarstadt L├Ârrach bildet sie ein Oberzentrum . Nach L├Ârrach und Rheinfelden (Baden) ist Weil am Rhein die drittgr├Â├čte Stadt des Landkreises L├Ârrach.

Die Einwohnerzahl der Stadt Weil am Rhein ├╝berschritt 1970 die Grenze von 20.000. Danach stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Gro├čen Kreisstadt , was die Landesregierung von Baden-W├╝rttemberg dann mit Wirkung vom 1. Januar 1972 beschloss.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Weil am Rhein liegt am Rande des T├╝llinger Berges in der Rheinebene und reicht im Westen bis an den Rhein. Die besondere Lage zwischen Rhein und den Ausl├Ąufern des Schwarzwaldes beg├╝nstigt ein au├čergew├Âhnlich s├╝dl├Ąndisches Klima und bietet hervorragende Voraussetzungen f├╝r den Weinbau . Die Vogesen und die Alpen sind in Sichtweite.

Nachbargemeinden

Folgende St├Ądte und Gemeinden grenzen an die Stadt Weil am Rhein. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt: Efringen-Kirchen, Eimeldingen, Binzen und L├Ârrach (alle Landkreis L├Ârrach), Riehen und Basel (beide Kanton Basel-Stadt/ Schweiz ) sowie Huningue und Village-Neuf (D├ępartement Haut-Rhin in Frankreich ).

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet besteht aus der Kernstadt , die sich von der Schweizer Grenze bei Riehen im Osten ├╝ber Alt-Weil als lang gezogenes Gebilde entlang der Hauptstra├če nach Westen ├╝ber die Leopoldsh├Âhe bis hinunter nach Friedlingen an den Rhein darstellt, sowie den s├╝dlich der Kernstadt gelegenen Stadtteil Otterbach und den erst bei der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten ehemaligen Gemeinden Haltingen, ├ľtlingen und M├Ąrkt, die sich alle n├Ârdlich der Kernstadt befinden, wobei Haltingen der gr├Â├čte Ortsteil ist. Im Bereich des Rathauses ├Âstlich des Bahnhofs Weil am Rhein versucht die Stadtverwaltung seit Jahren durch umfangreiche Gestaltungsma├čnahmen eine Art Zentrum zu schaffen.

Die Stadtteile Haltingen, M├Ąrkt und ├ľtlingen sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-w├╝rttembergischen Gemeindeordnung, das hei├čt sie haben einen Ortschaftsrat , der bei jeder Kommunalwahl von den Wahlberechtigten neu gew├Ąhlt wird. Vorsitzender dieses Gremiums ist der Ortsvorsteher . Ferner gibt es in jeder Ortschaft eine Ortschaftsverwaltung, gleichsam ein Rathaus vor Ort.

Zu einigen Stadtteilen geh├Âren weitere Wohnpl├Ątze mit eigenem Namen, die aber meist sehr wenige Einwohner haben. Hierzu geh├Ârt zum Beispiel der Luisenhof in ├ľtlingen oder Hupfer in Haltingen.

Raumplanung

Weil am Rhein liegt in der Region Hochrhein-Bodensee und bildet zusammen mit seiner Nachbarstadt L├Ârrach eines der 14 Oberzentren von Baden-W├╝rttemberg; zugleich nimmt dieses Oberzentrum f├╝r die umliegenden Gemeinden die Aufgaben eines Mittelzentrums wahr, und zwar f├╝r Binzen, Efringen-Kirchen, Eimeldingen, Fischingen, Inzlingen, Kandern, Malsburg-Marzell, R├╝mmingen, Schallbach, Steinen und Wittlingen. Dar├╝ber hinaus gibt es grenz├╝berschreitende Verflechtungen mit den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie mit dem Elsass .

Geschichte

Erstmals am 27. Februar 786 unter dem Namen Willa urkundlich erw├Ąhnt. Vermutlich ist der Name r├Âmischen Ursprungs. Die Kl├Âster St. Blasien und Weitenau hatten Besitzungen. 1361 bzw. 1368 kam Weil an die Markgrafschaft Hachberg-Sausenberg und war R├Âttelner Lehen. Mit R├Âtteln kam der Ort 1503 an die Markgrafschaft Baden und war dem Amt R├Âtteln zugeordnet. Nach dessen Aufl├Âsung 1809 kam Weil zum Oberamt L├Ârrach, aus dem 1939 der Landkreis L├Ârrach hervorging.

Lange Zeit von der Landwirtschaft , insbesondere dem Weinbau gepr├Ągt, entwickelte sich Weil seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer Stadt, angetrieben durch die g├╝nstige Verkehrslage. Mit der Ansiedlung der Bahn und der Entstehung des Rangierbahnhofs Basel-Weil ( 1913 ) stieg die Bev├Âlkerung an, und es entstanden neue Stadtteile. Zudem siedelten sich im Stadtteil Friedlingen Textilbetriebe aus der Schweiz an. Am 14. August 1929 wurde Weil mit seinen damaligen Ortsteilen Friedlingen, Leopoldsh├Âhe und Otterbach zur Stadt erhoben und gleichzeitig in Weil am Rhein umbenannt. 1934 entstand der Rheinhafen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bev├Âlkerung in Weil erneut rasch an, da Heimatvertriebene und Fl├╝chtlinge angesiedelt wurden. Damals geh├Ârte die Stadt zum Landkreis L├Ârrach im Land (S├╝d-)Baden, ab 1952 zum Regierungsbezirk S├╝dbaden innerhalb von Baden-W├╝rttemberg. 1971 wurde die Nachbargemeinde ├ľtlingen eingegliedert. Bereits 1970 hatte die Einwohnerzahl die 20.000-Grenze ├╝berschritten, so dass Weil am Rhein 1972 zur Gro├čen Kreisstadt erhoben wurde. Seit der Kreisreform 1973 geh├Ârt Weil am Rhein mit dem Landkreis L├Ârrach zum Regierungsbezirk Freiburg und wurde Teil der gleichzeitig neu gegr├╝ndeten Region Hochrhein-Bodensee. 1975 wurden noch die Gemeinden Haltingen und M├Ąrkt eingemeindet. Damit erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung.

1999 war Weil am Rhein Gastgeber der Landesgartenschau Baden-W├╝rttemberg.

Haltingen

Haltingen wurde 764 als Haholtinga erstmals erw├Ąhnt. Im 10./11. Jahrhundert kam der Ort an die Bisch├Âfe von Basel, die ihren Besitz 1065 an das Kloster St. Blasien verschenkten. Die Herren von R├Âtteln hatten den Ort zu Lehen und so kam der Ort an die Markgarfschaft Hachberg-Sausenberg und somit 1503 an Baden. Ebenso wie Weil geh├Ârte Haltingen zum Oberamt R├Âtteln und ab 1809 zum Oberamt L├Ârrach. Im 2. Weltkrieg wurde das Dorf fast vollst├Ąndig zerst├Ârt.

M├Ąrkt

M├Ąrkt wurde 1169 als Matro erstmals erw├Ąhnt. Er geh├Ârte als Lehen der Basler Bisch├Âfe den Herren von R├Âtteln und kam ├╝ber die Markgrafschaft Hachberg-Sausenberg an Baden. Auch M├Ąrkt geh├Ârte zun├Ąchst zum Oberamt R├Âtteln und ab 1809 zum Oberamt L├Ârrach.

├ľtlingen

Das Dorf ├ľtlingen liegt auf einem Seitenriegel des T├╝llinger Berges (Rechberg oder auch K├Ąferholzberg). ├ľtlingen wurde erstmals im Jahre 1064 als Ottlichoven urkundlich erw├Ąhnt. Die eng aneinander liegenden H├Ąuser und H├Âfe zeigen deutlich die Anlage als ein Wehrdorf. ├ľtlingen war in der Hauptsache ein Freigut der Herren von R├Âtteln und ihrer Erben. Daneben gab es gab es noch Eigentum und Rechte kleiner Adeliger und verschiedener Kl├Âster. 1971 wurde ├ľtlingen im Zuge der Gemeindereform nach Weil am Rhein eingemeindet. Auf der S├╝d- und S├╝dwestseite ist ├ľtlingen von Weinbergen ges├Ąumt. N├Ârdlich und ├ľstlich befinden sich Ackerland und Obstwiesen.

Friedlingen und Otterbach

Beide Orte geh├Ârten wohl stets zur Gemeinde Weil am Rhein. Friedlingen hie├č zun├Ąchst ├ľtlikon und wurde wohl 1280 erstmals erw├Ąhnt. Sp├Ąter hie├č es ├ľtlingen am Rhein (im Gegensatz zu dem heute ebenfalls zu Weil geh├Ârigen Ort ├ľtlingen am Berg, siehe oben). Im Ort gab es ein Wasserschloss, das im Besitz der Herren von R├Âtteln war, die es 1368 an die Markgraftschaft Hachberg-Sausenberg verkauften. Die neuen Herren gaben es verschiedenen Herrschaften zu Lehen. 1445 wurde es von den Schweizern angez├╝ndet. Der benachbarte Ort ├ľtlingen war der Vogtei unter M├╝nch von M├╝nchenstein unterstellt und wurde 1640 von den Markgrafen von Baden durch Tausch erworben. 1648 wurden Dorf und Wasserschloss ├ľtlingen in Friedlingen umbenannt. 1678 wurde das Schloss durch die Franzosen schwer besch├Ądigt, 1702 in der Schlacht von Friedlingen total zerst├Ârt und danach abgerissen. Vom Dorf Friedlingen blieben ebenfalls nur wenige H├Ąuser ├╝brig. So verkaufte der Markgraf das Kammergut Friedlingen 1750 an Weiler Bauern und an die Gemeinde, die sich das Gebiet einverleibte. Danach verschwand der Name Friedlingen zun├Ąchst von der Landkarte, bis im 19. Jahrhundert durch Ansiedelung von Industrie der alte Gemeindename f├╝r den neu entstandenen Ortsteil wieder aktiviert wurde.

Otterbach war ab 1488 ein Sumpfgebiet zwischen Weil und Kleinbasel, das 1640 teilweise an Kleinbasel gelangte. Auf dem bei Baden verbliebenen Teil stand das baslische Otterbachgut, das zu Friedlingen geh├Ârte. In den 1930er Jahren entstand in Otterbach eine Arbeitersiedlung, die den alten Namen Otterbach erhielt.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden wurden in die Stadt Weil am Rhein eingemeindet:

  • 1. Januar 1971 : ├ľtlingen
  • 1. Januar 1975 : Haltingen und M├Ąrkt

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volksz├Ąhlungsergebnisse (┬╣) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen ├ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohner
1700 600
1756 688
1805 922
1836 1.056
1852 1.419
1. Dezember 1871 1.409
1. Dezember 1880 ┬╣ 1.451
1. Dezember 1900 ┬╣ 2.052
1. Dezember 1910 ┬╣ 2.357
16. Juni 1925 ┬╣ 4.565
16. Juni 1933 ┬╣ 8.254
Jahr Einwohner
17. Mai 1939 ┬╣ 9.181
13. September 1950 ┬╣ 10.507
6. Juni 1961 ┬╣ 17.389
27. Mai 1970 ┬╣ 20.298
31. Dezember 1975 26.826
31. Dezember 1980 26.076
27. Mai 1987 ┬╣ 25.800
31. Dezember 1990 27.082
31. Dezember 1995 27.910
31. Dezember 2000 28.942
31. M├Ąrz 2005 29.391

┬╣ Volksz├Ąhlungsergebnis

Religionen

Weil geh├Ârte zun├Ąchst zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat Breisgau unterstellt. Im Jahr 1556 f├╝hrte Markgraf Karl II. in Weil die Reformation ein. Danach war Weil eine ├╝berwiegend protestantische Gemeinde. Sie geh├Ârt zum Dekanat L├Ârrach der Evangelischen Landeskirche in Baden . Infolge des starken Wachstums der Gemeinde wurde 1937 die Pfarrei Weil geteilt. Es entstand die Westpfarrei, die bisherige Pfarrei hei├čt seither Alt-Weil. 1956 erhielt die Westpfarrei eine eigene Kirche (Johanneskirche) erhielt und wurde danach in Johannespfarrei umbenannt. 1957 wurde von dieser die Pfarrei Friedlingen abgetrennt, die nach dem Bau der Friedenskirche 1963 in Friedenspfarrei umbenannt wurde.

Auch in den Stadtteilen Haltingen, M├Ąrkt und ├ľtlingen gibt es jeweils eine evangelische Kirchengemeinde und eine alte Kirche. Auch diese Gemeinden geh├Âren zum Dekanat L├Ârrach.

Im 19. Jahrhundert zogen wieder Katholiken nach Weil. Sie wurden zun├Ąchst von Stetten aus versorgt und erhielten 1904/05 eine eigene Kirche (Peter und Paul), die 1937 zur Pfarrei erhoben wurde. Die Kirche zum Guten Hirten in Friedlingen wurde 1964 zur Pfarrei erhoben. In Haltingen wurde 1964 eine Pfarrei errichtet, nachdem bereits 1936/38 nach dem Bau der Marienkirche eine Pfarrkuratie errichtet worden war. Zur Gemeinde geh├Âren auch die Katholiken in M├Ąrkt und in ├ľtlingen. Die katholischen Gemeinden im Weiler Stadtgebiet geh├Âren heute zum Dekanat Wiesental des Erzbistums Freiburg.

Neben den beiden gro├čen Kirchen gibt es in Weil am Rhein auch Gemeinden, die zu Freikirchen geh├Âren, darunter zwei Evangelisch-freikirchliche Gemeinden ( Baptisten ). Auch die Neuapostolische Kirche ist in Weil am Rhein vertreten.

Politik

Seit der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 setzt sich der Gemeinderat von Weil am Rhein aus 33 Gemeinder├Ąten zusammen. Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Parteien bzw. Fraktionen:

  • CDU - 9 Sitze
  • SPD / GR├ťNE - 9 Sitze
  • UFW - 8 Sitze
  • Junges Forum - 4 Sitze
  • FDP /Freie B├╝rger/NWS - 3 Sitze

B├╝rgermeister

An der Spitze der Gemeinde Weil stand zun├Ąchst der herrschaftliche Vogt , der durch einen Stabhalter, der von 1560 bis 1822 bezeugt ist, unterst├╝tzt wurde. Zur Vogtei Weil geh├Ârten noch die Orte Friedlingen, T├╝llingen und Klein-H├╝ningen. Ab 1715 gab es ferner vier bis sechs Beisitzer und vier Geschworene. Seit 1833 steht ein B├╝rgermeister an der Spitze der Gemeinde. Ihm steht seither der Gemeinderat zur Seite. Seit der Erhebung zur Gro├čen Kreisstadt 1972 tr├Ągt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberb├╝rgermeister . Dieser wird heute von den Wahlberechtigten f├╝r eine Amtszeit von acht Jahren direkt gew├Ąhlt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung B├╝rgermeister .

V├Âgte, B├╝rgermeister und Oberb├╝rgermeister seit 1804
Jahre Name Amt
1804 - 1814 Hans Georg Ziegler Vogt
1814 - 1818 Lienin Vogt
1818 - 1822 F. Ziegler Vogt
1822 - 1833 Martin Reinert Vogt
1833 - 1835 Georg Friedrich Ziegler B├╝rgermeister
1835 - 1840 Johann Mehlin, B├╝rgermeister
1840 - 1841 Johann S├╝tterlin B├╝rgermeister
1842 - 1847 Johann Jakob Glattacker B├╝rgermeister
1847 - 1848 Fridlin Ziegler B├╝rgermeister
1848 - 1849 Fridlin Frey B├╝rgermeister
1849 Georg Friedrich Ziegler B├╝rgermeister
1849 - 1856 Johann Jakob Glattacker B├╝rgermeister
1856 - 1861 Max Hodel B├╝rgermeister
1862 - 1864 Georg Friedrich Ziegler B├╝rgermeister
1864 - 1870 Johann Jakob Fingerlin B├╝rgermeister
1870 - 1876 Johann Hauser B├╝rgermeister
1876 - 1904 Georg Friedrich Lienin B├╝rgermeister
1904 - 1918 Philipp Johann Bertsch B├╝rgermeister
1919 - 1933 Rudolf Kraus B├╝rgermeister
1933 - 1936 Walter Hennes B├╝rgermeister
1936 - 1945 Wilhelm Schellenberg B├╝rgermeister
1945 - 1946 Rudolf Kraus B├╝rgermeister
1946 - 1957 Peter Hartmann B├╝rgermeister
1957 - 1965 Wilhelm Schellenberg B├╝rgermeister
1965 - 1984 Otto Boll B├╝rgermeister
ab 1972 Oberb├╝rgermeister
1984 - 2000 Dr. Peter Willmann Oberb├╝rgermeister
2000 -heute Wolfgang Dietz Oberb├╝rgermeister

Wappen

Das Wappen von Weil am Rhein zeigt in Silber ├╝ber einem erniedrigten blauen Wellenbalken eine stilisierte blaue Weintraube mit acht sichtbaren Beeren und gr├╝nem Blatt. Die Stadtflagge ist blau-wei├č. Wappen und Flagge wurden vom Innenministerium Baden-W├╝rttemberg am 6. August 1962 verliehen.

Bis ins 18. Jahrhundert trug die Gemeinde Weil ein Rebmesser und die Initiale ÔÇ×WÔÇť in ihren Siegeln. 1811 tritt anstelle des Rebmessers die Weintraube auf. Nach der Stadterhebung 1929 setzte man die Traube in einen Wappenschild. Ab 1952 bem├╝hte man sich um eine amtliche Festlegung des Wappens, die dann 1962 zur Wappenverleihung f├╝hrte. Neben dem Weinbausymbol w├Ąhlte man den Wellenbalken als Hinweis auf den Rhein. Die Wappen der in den 1970er Jahren eingegliederten Gemeinden trugen auch Weinbausymbole oder Symbole im Bezug auf den Rhein und so stellt das 1962 verliehene Weiler Wappen auch eine Verbindung zu den heutigen Stadtteilen dar.

St├Ądtepartnerschaften

Mit dem Baselbiet und dem Elsass verbinden die Stadt zahlreiche Institutionen grenz├╝berschreitender Zusammenarbeit. Die so genannte Regio TriRhena verbindet gemeinsame Geschichte und der ( Alemannische Dialekte ) Dialekt, der in jeweiligen Varianten gesprochen wird. Die benachbarte Kreisstadt L├Ârrach ist zwar immer noch der traditionelle Konkurrent, aber auf vielen Ebenen gibt es seit neuerer Zeit sinnvolle Zusammenarbeit. Internationale Partnerst├Ądte sind das benachbarte Huningue (H├╝ningen) in Frankreich (seit 1962 ), Bognor Regis (heute District Arun ) in Gro├čbritannien (seit 1987 ) und Trebbin in Brandenburg (seit 1990 ).

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Stadt ist mit der Bahnlinie S5 mit L├Ârrach und mit der Bahnlinie 702 mit Basel und Freiburg im Breisgau verbunden; dar├╝ber hinaus verf├╝gt sie ├╝ber einige lokale und regionale Busverbindungen . Sie geh├Ârt dem Regio Verkehrsverbund L├Ârrach an. Der neben dem Personenbahnhof als Bahnhofsteil des Badischen Bahnhofes von Basel gelegene heute stillgelegte Rangierbahnhof wurde in einen Containerbahnhof umgebaut.

Beh├Ârden und ans├Ąssige Unternehmen

Bekanntestes Unternehmen ist die Firma VITRA , die mit ihrer architektonischen Kultur tausende von Besucher jedes Jahr anzieht.Auch die Werbung der Stadt im Tourismusbereich bezieht sich mangels naturgegebener Attraktionen allein auf die Mega- Reproduktion der Designer-St├╝hle der weltbekannten Firma VITRA .

Medien

In Weil am Rhein erscheint als Tageszeitung die Weiler Zeitung, die aus dem Verlagshaus Jaumann in L├Ârrach kommt. Diese bezieht den Mantel vom Schwarzw├Ąlder Boten. ├ťber das Lokalgeschehen berichtet neben der Badischen Zeitung aus Freiburg im Breisgau die Weiler Zeitung.

Bildungseinrichtungen

In Weil am Rhein gibt es ein Gymnasium (Kant-Gymnasium), eine Realschule , eine F├Ârderschule (Leopoldschule), vier Grundschulen (Hermann-Daur-Grundschule ├ľtlingen, Karl-Tschamber-Grundschule, Leopoldschule und Rheinschule), eine Grund- und Hauptschule (Hans-Thoma-Schule Haltingen) und eine Hauptschule (Markgrafen-Hauptschule).

Der Landkreis L├Ârrach ist Tr├Ąger des Schulkindergartens f├╝r Geistigbehinderte.

Das private Abendgymnasium Weil am Rhein, die private Abendrealschule, der private Emma-Fackler-Schulkindergarten f├╝r K├Ârperbehinderte und Sprachbehinderte sowie das private Berufskolleg zur Erlangung der Fachhochschulreife runden das schulische Angebot Weils ab.

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Das Kulturzentrum mit seinen 20 K├╝nstlerateliers bietet vielerlei Interessantes und auch jede Menge kultureller Veranstaltungen (Theater, Kino, Konzerte etc.).

Museen

Vitra Design Museum
Vitra Design Museum

Das Museum am Lindenplatz in einem klassizistischen Geb├Ąude aus dem Jahre 1845 pr├Ąsentiert wechselnde Ausstellungen zu kulturhistorischen Themen, unter anderem zu Stadtarch├Ąologie, Kunstgewerbe, Literatur und Musik.

Das Vitra Design Museum von Frank Gehry z├Ąhlt zu den bedeutendsten Einrichtungen dieser Art in Europa.

Bauwerke

Eines der ├Ąltesten Geb├Ąude der Stadt und eines ihrer Wahrzeichen ist das sogenannte Stapflehus, ein wohl um die Mitte des 16. Jahrhunderts erbautes ehemaliges Herrenhaus mit Staffelzinnen, das Sitz eines R├Âttler Obervogtes war. Es diente aber auch als Amtssitz mit Empfangs- und Kanzleir├Ąumen. Heute wird es als St├Ądtische Galerie und f├╝r Empf├Ąnge genutzt.

Das Rathaus wurde am 5. Juni 1964 eingeweiht. Es sollte den Beginn einer neuen Stadtmitte repr├Ąsentieren. Vor dem Rathaus wurde ein Uhrenturm errichtet, der die im Dreil├Ąndereck aneinander sto├čenden L├Ąnder Deutschland, Frankreich und Schweiz symbolisiert.

Die evangelische Kirche Alt-Weil wurde 1791 erbaut und erhielt 1906 einen h├Âheren Turm. Doch gab es bereits dort vorher eine Kirche, die bereits 786 im Besitz des Klosters St. Gallen war. 1956 entstand im Westen Weils die Johanneskirche f├╝r die Leopoldsh├Âhe und Otterbach. 1963 wurde die Friedenskirche in Friedlingen erbaut. Die katholische Peter-Pauls-Kirche wurde 1904 /05 auf der Leopoldsh├Âhe errichtet. 1957 entstand in Friedlingen die Kirche zum Guten Hirten, ein moderner Hallenbau mit freistehendem Turm.

In Haltingen wurde die dortige alte evangelische St. Georgskirche 1718 umgebaut, doch blieb der ├Ąltere Turm erhalten. Die Katholiken des Ortes erhielten 1936 die Marienkirche. Die Kirche in M├Ąrkt geht auf das 14. Jahrhundert zur├╝ck. Im Chor befinden sich Wandmalerein des 15. Jahrhunderts , die 1959 restauriert wurden. Die ├ľtlinger Kirche wurde 1410 bis 1420 erbaut, geht jedoch auf eine fr├╝here Kirche zur├╝ck. Auch in dieser Kirche sind sp├Ątgotische Freskenbilder zu bewundern.

Mit dem Geb├Ąude der (inzwischen aufgel├Âsten) Vitra Werksfeuerwehr von Zaha Hadid und dem Pavillon von Tadao Ando bietet die Stadt zwei weitere Anlaufpunkte f├╝r Architekturbegeisterte. Au├čerdem ist Weil am Rhein die "Stadt der St├╝hle" und lockt damit j├Ąhrlich zahlreiche Besucher zu sich. Ausgestellt sind diese St├╝hle am Gel├Ąnde des Vitra Design Museums und viele der Exemplare finden sich an etlichen Stellen in der Stadt selbst wieder.

Parks

Im Stadtteil Friedlingen befindet sich unmittelbar am Rhein der Rheinpark. Der Park mit umfasst gro├če Rasenfl├Ąchen mit Brunnen, einem Teich, Spielger├Ąten f├╝r die Kinder und zahlreichen B├Ąume und Ruheb├Ąnke. Im Rheinpark befanden sich vor 200 Jahren Teile des Br├╝ckenkopfes der H├╝ninger Festung.Am Rande von Alt-Weil befindet sich der kleine L├Ąublin-Park, der - ├Ąhnlich einem englischen Schlosspark - Ruhe und Beschaulichkeit zwischen den den Park umgebenden Hauptverkehrsadern seinen Besuchern schenkt.

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

Eine Besonderheit ist die Wiiler Buurefasnacht, die traditionell eine Woche sp├Ąter als die "normale Fastnacht" stattfindet.

Mit der Entwicklung des Stadtteils Leopoldsh├Âhe und dem Zuzug von Bahnbediensteten aus dem Rheinland ver├Ąnderte sich das Bild der Weiler Fasnacht kurzzeitig, denn Sie wollten "Ihre Fasnacht" feiern, und dies zur kalenderm├Ą├čigen Fasnachtszeit.

Doch die lange Tradition der Buurefasnacht setzte sich durch und somit wird dieser althergebrachte Brauchtum gepflegt und erhalten. Mittlerweile ist Weil am Rhein zur Hochburg der "Buurefasnacht" geworden und pr├Ąsentiert in bester Manier mit seinen bis zu 5000 H├Ąstr├Ągern j├Ąhrlich fasn├Ąchtliches Brauchtum unserer alemannisch schw├Ąbischen Fasnacht. Dazu geh├Ârt auch das "Schnitzelbanksingen", das 1951 nach der Umtaufe von "Gr├╝ne Zipfel" in "Wiler Zipfel" hier wieder Einzug hielt. 1957 wurde die Narrenzunft gegr├╝ndet und 1958 dem Verband oberrheinischer Narrenz├╝nfte (VON) unter dem Namen "Narrenzunft Weil" beigetreten. 1962 wurde der Zunftrat gebildet und 1966 nannte man sich "Narrenzunft Wiler Zipfel". 1970 wurden wir schlie├člich in das Vereinsregister eingetragen. Mit dem Wachstum unserer Stadt wuchs auch die Narrenzunft. Clique um Clique schloss sich der Zunft an, sodass die Narrenzunft heute zweiundzwanzig Narrengruppen z├Ąhlt.


Au├čerdem findet j├Ąhrlich am 31. Juli der Weiler Weinweg in Flammen statt. Hier werden entlang des Weiler Weinweges durch den gesamten Weinberg Schwedenfeuer entz├╝ndet.

Pers├Ânlichkeiten

Ehrenb├╝rger

Die Stadt Weil am Rhein hat folgenden Personen das Ehrenb├╝rgerrecht verliehen (die Liste ist bislang noch sehr l├╝ckenhaft):

  • 1982 : Charles M├╝ller, B├╝rgermeister der Partnerstadt Hunigue
  • 1984 : Otto Boll

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

  • 1950 , 25. Mai , Enjott Schneider (eigentlich Norbert J├╝rgen Schneider), Komponist und Schriftsteller; schrieb unter anderem Musiken zu zahlreichen Filmen wie zum Beispiel Schlafes Bruder , Stalingrad , Herbstmilch , Rama dama ( Bayerischer Filmpreis ), Wildfeuer und Leise Schatten . F├╝r die beiden letztgenannten erhielt er das Filmband in Gold des Bundesfilmpreises . Ferner schrieb Schneider auch Opern und Sinfonien.

Literatur

  • Badisches St├Ądtebuch; Band IV 2. Teilband aus "Deutsches St├Ądtebuch. Handbuch st├Ądtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst├╝tzung des Deutschen St├Ądtetages, des Deutschen St├Ądtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1959

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

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