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Letzte Änderung für Artikel Sinsheim (Elsenz): 06.02.2006 22:34

Sinsheim (Elsenz)

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Wappen Karte
Wappen von Sinsheim
Deutschlandkarte, Position von Sinsheim hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : Karlsruhe
Regionalverband : Rhein-Neckar-Odenwald
Kreis : Rhein-Neckar-Kreis
Gemeindeart : Große Kreisstadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 49¬į 15' N, 08¬į 53' O
49¬į 15' N, 08¬į 53' O
H√∂he : 154 m √ľ. NN
Fläche : 127,01 km²
Einwohner : 35.300 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte : 278 Einwohner/km²
Ausländeranteil : 10,4 %
Postleitzahlen : 74871 - 74889
(alt 6920)
Vorwahlen : 07260, 07261, 07265,
07266, 07268
Kfz-Kennzeichen : HD
Gemeindeschl√ľssel : 08 2 26 085
Stadtgliederung: Kernstadt und
12 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Wilhelmstr. 14-16
74889 Sinsheim
Offizielle Website: www.sinsheim.de
E-Mail-Adresse: info@sinsheim.de
Politik
Oberb√ľrgermeister : Rolf Geinert

Sinsheim an der Elsenz ist eine Stadt im Nordwesten Baden-W√ľrttembergs, ca. 22 km s√ľd√∂stlich von Heidelberg bzw. 28 km nordwestlich von Heilbronn. Sie ist nach Weinheim die zweitgr√∂√üte Stadt des Rhein-Neckar-Kreises und ein Mittelzentrum im Bereich des Oberzentrums Heidelberg. Zum Mittelbereich Sinsheim geh√∂ren neben Sinsheim die St√§dte und Gemeinden Angelbachtal, Epfenbach, Eschelbronn, Helmstadt-Bargen, Lobbach, Mauer (Baden), Meckesheim, Neckarbischofsheim, Neidenstein, Reichartshausen, Spechbach, Waibstadt und Zuzenhausen.

Sinsheim ist vor allem bekannt durch das Auto- und Technikmuseum Sinsheim sowie die Messe Sinsheim . Bis zur Kreisreform 1973 war Sinsheim Sitz des gleichnamigen Landkreises, welcher das Kfz-Kennzeichen SNH hatte.

Im Zuge der Gebietsreform der 1970er Jahre √ľberschritt die Einwohnerzahl die 20.000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadt Sinsheim den Antrag auf Erhebung zur Gro√üen Kreisstadt , was die baden-w√ľrttembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 1973 beschloss. Die Stadt Sinsheim hat mit den Gemeinden Angelbachtal und Zuzenhausen eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Sinsheim liegt im Herzen des Kraichgaus zwischen Heidelberg und Heilbronn und grenzt an die s√ľdlichen Ausl√§ufer des vorderen Odenwalds. Durch die Stadt flie√üt die Elsenz, ein kleiner, nicht schiffbarer, linker Nebenfluss des Neckars, der bei Neckargem√ľnd m√ľndet.

Lage der Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis
Lage der Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Sinsheim. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt.
Bad Rappenau, Kirchardt, Ittlingen und Eppingen (alle Landkreis Heilbronn), √Ėstringen (Landkreis Karlsruhe) sowie Angelbachtal, M√ľhlhausen (Kraichgau), Dielheim, Zuzenhausen, Waibstadt und Neckarbischofsheim (alle Rhein-Neckar-Kreis).

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Sinsheims gliedert sich in die Kernstadt und die 12 Stadtteile Adersbach, D√ľhren, Ehrst√§dt, Eschelbach, Hasselbach, Hilsbach, Hoffenheim, Reihen, Rohrbach, Steinsfurt, Waldangelloch und Weiler, die im Rahmen der Gebietsreform eingemeindet wurden. In jedem Stadtteil gibt es einen Ortschaftsrat , der von der Bev√∂lkerung des Stadtteils bei jeder Kommunalwahl gew√§hlt wird. Vorsitzender des Ortschaftsrats ist der Ortsvorsteher . Die Ortschaftsr√§te sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten, zu h√∂ren.

In jedem Stadtteil gibt es ferner eine Verwaltungsstelle, in welcher man die wichtigsten Angelegenheiten einer Stadtverwaltung ‚Äěvor Ort‚Äú erledigen kann. Hier halten auch die Ortsvorsteher regelm√§√üige Sprechstunden ab.

Neben den Stadtteilen werden zum Teil noch separat gelegene Wohnpl√§tze mit eigenem Namen unterschieden, die meist aber nur sehr wenige Einwohner haben. Hierzu geh√∂ren zum Beispiel Rauhof, Eulenhof, Eichm√ľhle, Junghof, Neufeldsiedlung, Immelh√§user Hof, Hammerau, Schloss Neuhaus.

Geschichte

Vor- und Fr√ľhgeschichte

Urgeschichte

Der spektakul√§rste und √§lteste Fund aus der Entstehungsgeschichte Sinsheims datiert etwa 700.000 Jahre vor unserer Zeit. In einem Steinbruch bei Mauer zwischen Sinsheim und Heidelberg wurde im Jahr 1907 der Unterkiefer des Homo heidelbergensis gefunden, der bis dahin √§lteste Fund eines Vorfahren des Homo sapiens in Europa . In der weiteren Entwicklungsgeschichte der Erde bildete sich der Kraichgau √ľber die Jahrtausende zu einer H√ľgellandschaft aus, die gleicherma√üen fruchtbare Flussauen als auch schwer zug√§ngliche R√ľckzugsgebiete bot, wodurch die Region f√ľr die Ansiedelung fr√ľher Kulturen wie geschaffen war.

Erste Besiedlung

Erste Besiedlungsspuren auf dem Gebiet der heutigen Gemarkung Sinsheim stammen aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit . Insgesamt konnten bis heute 26 H√ľgelgr√§ber aus dem zweiten und dritten vorchristlichen Jahrtausend in und um Sinsheim gefunden werden, daneben steinzeitliche Urnenfelder sowie Steinbeile, Lanzenspitzen und zahlreiche weitere Funde.

Im Ortsteil D√ľhren bestand um 400 v. Chr. ein keltischer Ringwall, daneben sind noch weitere keltische Funde in Sinsheim bekannt, z.B. das so genannte ‚ÄěF√ľrstinnengrab‚Äú mit reichen Grabbeigaben.

Römerzeit

Mit der Niederschlagung des Bataveraufstandes im Jahre 70 begannen die R√∂mer ihren Machtbereich um einige Kilometer √∂stlich des Rheins auszuweiten. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Gegend um Sinsheim zu diesem Zeitpunkt unter r√∂mische Kontrolle kam. Sp√§testens im Jahre 98 n. Chr., mit der Vorverlegung der Reichsgrenze an Odenwald und Neckar (vgl. Neckar-Odenwald-Limes) unter Kaiser Trajan , wurde der Raum Teil des R√∂mischen Reichs. Das heutige Sinsheim liegt inmitten des damals neu besetzten Gebietes, des so genannten Dekumatlandes (agri decumates). Ein r√∂mischer Vierg√∂tterstein , der in Sinsheim gefunden wurde, benennt eine Siedlung Saliobriga. Von den R√∂mern zeugen auch die Fundamente r√∂mischer Gutsh√§user auf der Gemarkung Sinsheim sowie die gr√∂√üte jemals in S√ľddeutschland gefundene Jupitergigantens√§ule , die im heutigen Ortsteil Steinsfurt geborgen werden konnte.

Mit dem Zerfall des Neckarlimes und dem Abzug der Römer 259 / 260 n. Chr. drangen Germanen ( Alamannen ) auf das Gebiet des heutigen Sinsheim vor. Bereits aus dem dritten Jahrhundert n. Chr. sind alamannische Siedlungsspuren bekannt. Um das Jahr 500 kam das Gebiet von Sinsheim zum Frankenreich und bereits um das Jahr 550 datieren die ältesten fränkischen Siedlungsspuren im Bereich der heutigen Kernstadt.

Die Besiedlung von Sinsheim war durch den Lauf der Elsenz und die alte Stra√üe von Heilbronn √ľber Steinsfurt nach Sinsheim begr√ľndet.

Mittelalter

Erste schriftliche Erwähnung

Im Lorscher Codex wird erw√§hnt, dass im Jahr 770 ein gewisser Hagino dem Kloster Lorsch eine Hufe in ‚ÄěSunnisheim‚Äú √ľbereignet hat. Diese Siedlung war bereits zu Beginn des 9. Jahrhunderts relativ bedeutend, da ein gro√üer fr√§nkischer Friedhof gefunden wurde, der Aufschluss √ľber diese Zeit gibt. Es ist nicht wahrscheinlich, dass Sinsheim bereits zu dieser Zeit Sitz eines fr√§nkischen Grafengeschlechts war.

Sinsheim zur Zeit der Salier

Die in Rheinfranken herrschenden Salier √ľberlie√üen nach dem Tode Ottos von K√§rnten 1024 den Kraichgau und die umliegenden L√§ndereien dem Grafen Wolfram aus der Familie der Zeisolf-Wolframe als Lehen. Dieser errichteten um 1050 eine Grabanlage auf dem Michaelsberg, wo bereits seit langer Zeit eine sakrale Einrichtung bestanden haben muss. Sein Sohn Gaugraf Zeisolf erhielt 1064 von Heinrich IV. das Marktrecht in Sinsheim, 1067 auch das M√ľnzrecht.

Kaiser Heinrich IV. weilte in der Stadt, als im Jahr 1100 das Augustinerkloster durch Bischof Johannes von Speyer (den Bruder Ottos von Kärnten) zu einem Benediktinerkloster umgeweiht wurde. Bei diesem Anlass wurden dem Kloster auch größere Ländereien, z.B. der heutige Stadtteil Steinsfurt, zugeschlagen.

Stadtrecht durch Heinrich VI.

Im Jahr 1192 verlieh Kaiser Heinrich VI. dem Ort st√§dtische Rechte . Die erste Erw√§hnung als ‚Äěcivitas‚Äú (Stadt) erfolgt in einer Urkunde aus dem Jahr 1234 . Aus dem Jahr 1300 ist das √§lteste Stadtsiegel √ľberliefert. Der Stadtname lautete inzwischen ‚ÄěSunnensheim‚Äú.

Besitzverhältnisse im späten Mittelalter

Im Laufe des 12. und 13. Jahrhunderts wurden die Herren von Laufen Grafen in Kraichgau und Elsenzgau, anschlie√üend wurde Sinsheim mehrfach verpf√§ndet und hatte h√§ufig wechselnde Herren. Zudem bestanden mit benachbarten D√∂rfern territoriale Verb√ľnde. Es regierten die Markgrafen von Baden , die Herren von Gemmingen und Hirschhorn und schlie√ülich 1329 die Pfalzgrafen, die Sinsheim ab 1362 dem kurpf√§lzischen Oberamt Mosbach unterstellten. Im Jahr 1410 fiel die Stadt an Pfalzgraf Otto I. von Mosbach, der ab 1440 auch Anspr√ľche auf das Nachbardorf Reihen erhob und dieses 1472 erwarb.

1496 wurde das Sinsheimer Benediktinerkloster unter Abt Michael von Angelloch zu einem weltlichen adligen Ritterstift umgewandelt.

Nach dem Tod des letzten Mosbachers im Jahr 1499 ging Sinsheim an die Hauptlinie der Pfalzgrafen zur√ľck. Umliegende D√∂rfer unterstanden zumeist den in Sinsheim ans√§ssigen Adligen.

Auf das sp√§te Mittelalter datieren ebenfalls die ersten Erw√§hnungen einer j√ľdischen Gemeinde in Sinsheim, die jedoch bis weit ins 18. Jahrhundert unbedeutend sein sollte.

Zeit der Reformation und Bauernkriege

Im Bauernkrieg wurde Sinsheim 1525 von bewaffneten Bauern bedr√§ngt, die nach der √Ėffnung der Stadttore unter Anf√ľhrung des fr√ľheren Eppinger Pfarrers Eisenhut das katholische Ritterstift erst√ľrmten und zahlreiche Zerst√∂rungen hinterlie√üen.

Viele Adlige aus dem Kraichgau schlossen sich in den Folgejahren den Thesen Luthers an. Das katholische Stift in Sinsheim wurde von 1528 bis 1533 wieder instandgesetzt, doch war sein Schicksal bereits 1565 besiegelt, als der calvinistische Kurf√ľrst Friedrich III. im Zuge der Reformation die Einrichtung schlie√üen und katholisches Inventar verbrennen lie√ü. Bereits 1557 hatte Pfalzgraf Ottheinrich sich zur Augsburger Konfession bekannt, wodurch seine Gebietsbesitze bereits protestantisch geworden waren.

Neuzeit

Dreißigjähriger Krieg

W√§hrend der Zeit des Drei√üigj√§hrigen Krieges von 1618 bis 1648 wurde Sinsheim mehrmals von marodierenden Truppen heimgesucht und unter der Bev√∂lkerung herrschte Armut und Elend. Einige verlustreiche Schlachten fanden im Umland statt, z.B. die Schlachten bei Wiesloch und bei Wimpfen im Jahr 1622 , und der kaiserliche Feldherr Johann Tserclaes Graf von Tilly verw√ľstete auch Sinsheim.

Nach Tilly zogen die Schweden ein, anschlie√üend Kroaten, danach Franzosen. Im heutigen Ortsteil Reihen reduzierte sich die Bev√∂lkerung von 300 zu Beginn auf 14 Personen zum Ende des Krieges. √Ąhnlich verlustreich ging es auch in Sinsheim selbst zu.

Nach dem Westfälischen Frieden 1648, wonach das Ritterstift zur Wiederherstellung der umliegenden Häuser vollends abgebrochen wurde, kehrte jedoch kein Frieden in Sinsheim ein. Die Stadt wurde während der Franzosenkriege im Jahr 1674 Schauplatz einer Schlacht, in der 20.000 Soldaten aufeinandertrafen und der französische Marschall Turenne die deutschen kaiserlichen Truppen empfindlich schlug. Im Jahr 1689 brannten Truppen Ludwigs XIV. unter General Mélac die Stadt komplett nieder. Trotz weiterer kriegerischer Auseinandersetzungen bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts konnte das Sinsheimer Rathaus bis 1714 wieder errichtet werden.

Im gesamten heutigen Stadtgebiet fanden folglich auch zahlreiche Kirchenneubauten, -umbauten und -abrisse statt. 1750 werden in verschiedenen heutigen Stadtteilen ebenfalls j√ľdische Gebetsh√§user errichtet.

Das ‚ÄěLerchennest‚Äú in Steinsfurt sollte noch erw√§hnt werden, da es geschichtlich von gro√üer Bedeutung ist. In Steinsfurt bei Sinsheim versuchte der Kronprinz Friedrich von Preu√üen (Friedrich der Gro√üe) seinem Vater und der Verantwortung des Preu√üischen Hofes zu entfliehen. Die Flucht wurde allerdings vereitelt und der Kronprinz zur√ľck gebracht.

Sinsheim im 19. Jahrhundert

Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts waren die Kriege um Sinsheim beendet und die Stadt erfuhr Wiederaufbau und bescheidenes Wachstum, so dass Goethe im Jahr 1797 die Stadt in ‚ÄěDichtung und Wahrheit‚Äú als ‚Äěheiteres Landst√§dtchen‚Äú beschreiben konnte. Mit dem Ende der Kurpfalz im Jahre 1803 wurde der Ort kurzzeitig dem neugebildeten F√ľrstentum Leiningen zugeschlagen, um dann ab 1806 inzwischen als Amtsstadt (ab 1813 ) dem neugegr√ľndeten Gro√üherzogtum Baden zuzufallen.

Im Jahr 1816 erfolgte die Gr√ľndung eines Franziskanerklosters.

Ab 1819 hatte Karl Wilhelmi das Dekanat in Sinsheim inne. Im Jahre 1830 erfolgte durch ihn die Gr√ľndung der Sinsheimer ‚ÄěGesellschaft zur Erforschung der vaterl√§ndischen Denkmale der Vorzeit‚Äú, durch welche die Sicherung und Erfassung der vorzeitlichen Bodendenkm√§ler begonnen wurde.

Dennoch herrschten weiter finanzielle Probleme, so dass die Stadt beispielsweise die Planung und den Bau einer Synagoge ab dem Jahr 1827 nur mittels der Bereitstellung von Bauholz unterst√ľtzen konnte und bis zur Fertigstellung des schlichten Bauwerks √ľber 10 Jahre vergingen.

W√§hrend der M√§rzrevolution 1848 (siehe auch Badische Revolution ) kam es in Sinsheim zu Aufst√§nden demokratischer B√ľrger und Handwerker. Die Revolution√§re Karl Bauer, Eduard Speiser und M√ľller Rau herrschten ab April 1848 im Sinsheimer Rathaus und riefen dort die demokratische Republik aus, um anschlie√üend mit 250 bewaffneten Freisch√§rlern nach Heidelberg zu ziehen, um dort dem Revoluti√∂n√§r Friedrich Hecker beizustehen. Die Niederschlagung des Hecker-Aufstandes f√ľhrte in ganz Baden zu einer Auswanderungswelle in die USA, wo viele Badener in der Nordstaatenarmee k√§mpften (vgl. Forty-Eighters ). Der geb√ľrtige Sinsheimer Franz Sigel erreichte dort den Generalsrang.

Generell setzte zwischen 1830 und 1870 eine gro√üe Auswanderungswelle aus dem Gebiet um Sinsheim nach Nordamerika ein. Dagegen aus Amerika kamen in den 1870er Jahren die Reblaus und andere Weinberg-Sch√§dlinge, so dass der seit dem 16. Jahrhundert in und um Sinsheim betriebene Weinbau binnen weniger Jahre praktisch zum Erliegen kam. Viele Weinberge wurden zu √Ąckern oder Wiesen. 1863 wurde das Bezirksamt Sinsheim um das Gebiet des aufgel√∂sten Bezirksamtes Neckarbischofsheim vergr√∂√üert.

1868/69 wurde die Eisenbahnstrecke MeckesheimJagstfeld √ľber Sinsheim gebaut. Der Bau der Eisenbahn brachte wirtschaftlichen Aufschwung, die zum Bau der Trassen ben√∂tigten Steinbr√ľche boten Arbeit f√ľr viele M√§nner.

Sinsheim im 20. Jahrhundert

Im Jahr 1900 wurde eine Querverbindung zwischen der Meckesheim-Jagstfelder Bahnlinie und der Kraichgaubahn eröffnet, diese verlief von Steinsfurt nach Eppingen.

Um 1910 waren die meisten heutigen Stadtteile elektrifiziert und an Wasserleitungen angeschlossen.

1924 wurde das Bezirksamt Sinsheim um das Gebiet des aufgelösten Bezirksamt Eppingen vergrößert. Trotz Inflation konnte bis 1928 das Wohnbauprojekt in der Gartenstadt abgeschlossen werden.

Die Wirtschaftskrise ab 1929 sorgte erneut f√ľr hohe Arbeitslosigkeit und gro√üe Armut, es wurden Suppenk√ľchen in der Stadt betrieben, um Erwerbslose mit dem N√∂tigsten zu versorgen. Der Aufschwung der fr√ľhen 30er Jahre wurde mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs j√§h beendet. Zuvor war aus dem ehemaligen Bezirksamt Sinsheim der Landkreis Sinsheim hervorgegangen. Sinsheim wird Sitz eines Landratsamts.

Sinsheim im Nationalsozialismus

Im Gefolge der Reichspogromnacht kam es 1938 auch in Sinsheim und Umgebung zu Ausschreitungen gegen Juden und j√ľdische Einrichtungen. Unter dem Kommando des Sinsheimer B√ľrgermeisters und NSDAP -Ortsgruppenleiters J√ľrgen Rieg wurden am 10. November in allen 53 Gemeinden des damaligen Amtsbezirks Sinsheim j√ľdische Einrichtungen wie Synagogen, Friedh√∂fe und Gesch√§fte zerst√∂rt. Bis 1945 wurde die j√ľdische Bev√∂lkerung Badens gr√∂√ütenteils in Konzentrationslager deportiert. [1]

Besonders die letzten Kriegstage brachten schwere Zerst√∂rungen in Sinsheim. Die Sprengung vieler Neckarbr√ľcken vor den anr√ľckenden Amerikanern sollte noch lange Jahre f√ľr infrastrukturelle Probleme sorgen. Der Krieg war f√ľr Sinsheim mit dem Einmarsch der Amerikaner am 2. April 1945 zu Ende. Der Landkreis Sinsheim wurde von der amerikanischen Milit√§rverwaltung direkt nach dem Krieg umgebildet.

Sinsheim nach 1945

Ab 1946 sorgte der Zuzug von mehreren Tausend Fl√ľchtlingen f√ľr ein gro√ües Bev√∂lkerungswachstum in der Stadt. Sehr viel Bauland musste erschlossen werden. Die vormals im Stadtkern ans√§ssigen Bauern wurden ausgesiedelt, die Innenstadt modernisiert und Schulen und Sporteinrichtungen vergr√∂√üert oder neu errichtet.

Der Bau der Autobahn A6 von Heilbronn nach Mannheim Mitte der 1960er Jahre, die direkt an Sinsheim vorbeif√ľhrt, schloss Sinsheim an internationale Verkehrswege an.

Im Zuge der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Sinsheim aufgel√∂st und sein Gebiet √ľberwiegend auf den Rhein-Neckar-Kreis und den Landkreis Heilbronn aufgeteilt. Sinsheim selbst kam zum Rhein-Neckar-Kreis und wurde durch die Eingliederung zahlreicher Nachbarorte zur Gro√üen Kreisstadt erhoben, nachdem die Einwohnerzahl die 20.000-Grenze √ľberschritten hatte.

Religionen

Sinsheim geh√∂rte zun√§chst zum Bistum Worms, seit 1099 zum Bistum Speyer und war dem Archidiakonat der Propstei des Kollegiatsitfts zum Hl. Johannes und Hl. Guido in Speyer zugeordnet. Wie in der gesamten Kurpfalz, so wurde auch in Sinsheim die Reformation eingef√ľhrt und zwar ab 1553 mit dem ersten evangelischen Geistlichen. 1557 erhielt Sinsheim eine erste protestantische Kirchenordnung und ab 1559 setzte sich das reformierte Bekenntnis durch. Zwischen 1576 und 1583 war Sinsheim vor√ľbergehen lutherisch . Eine eigene lutherische Gemeinde gab es jedoch erst wieder ab 1696 . W√§hrend des 30j√§hrigen Krieges war Sinsheim vor√ľbergehend katholisch. Ab 1697 wurde die einzige Kirche am Ort von beiden protestantischen und von der inzwischen wieder offiziell zugelassenen katholischen Gemeinde simultan genutzt, bevor diese im Rahmen der Kirchenteilung der Kurpfalz 1707 geteilt wurde. Den Katholiken wurde der Chorraum, den Reformierten das Langhaus zugestanden. 1715 wurde sogar eine Scheidemauer eingebaut.

Nach dem √úbergang an das Gro√üherzogtum Baden 1806 erfolgte 1821 die Vereinigung beider protestantischen Gemeinden zu einer unierten Gemeinde. Sinsheim wurde Sitz eines Dekanats . Der zugeh√∂rige Kirchenbezirk Sinsheim fusionierte zum 1. Januar 2005 mit dem Nachbarkirchenbezirk Eppingen-Bad Rappenau zum neuen Kirchenbezirk Kraichgau. Ihm geh√∂ren alle Kirchengemeinden der Stadt an. Es sind dies die Kirchengemeinden Adersbach und Hasselbach, D√ľhren, Ehrst√§dt, Eschelbach, Hilsbach und Weiler, Hoffenheim, Reihen, Rohrbach und Steinsfurt, Sinsheim sowie Waldangelloch. Die Sinsheimer Gemeinde wurde 1981 in die Lukasgemeinde und die Markusgemeinde geteilt. Diese bilden jedoch weiterhin die Gesamtkirchengemeinde Sinsheim. Die Stadtkirche geh√∂rt seit dem Neubau der katholischen Kirche 1964 allein den Protestanten. In den Stadtteilgemeinden gibt es jeweils eine eigene evangelische Kirche.

Die seit dem 17. Jahrhundert wieder bestehende katholische Gemeinde geh√∂rte zun√§chst weiterhin zum Bistum Speyer , ab 1801 zur Dalbergischen Verwaltung und dann zum Generalvikariat Bruchsal, bevor sie 1821 /27 Teil des neu gegr√ľndeten Erzbistums Freiburg wurde. Die Pfarrgemeinde wurde dem Dekanat Waibstadt zugeordnet. 1964 wurde die neue katholische St. Jakobus-Kirche erbaut. Auch in den Stadtteilen Sinsheims entstanden vor allem nach Zuzug von Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg teilweise eigenst√§ndige katholische Gemeinden. Nach Aufl√∂sung des Dekanats Waibstadt 1976 wurden die Pfarrgemeinden im Sinsheimer Stadtgebiet dem Dekanat Kraichgau zugeordnet. Zu diesem geh√∂ren heute 21 Pfarreien. Die meisten Katholiken im Stadtgebiet werden von der Seelsorgeeinheit Sinsheim betreut, zu der neben der St. Jakobus-Gemeinde Sinsheim mit D√ľhren und Hoffenheim auch die Gemeinde St. Peter Steinsfurt mit Reihen und Rohrbach geh√∂rt. Waldangeloch sowie Hilsbach mit Weiler werden von der Seelsorgeeinheit Angelbachtal, Adersbach von Waibstadt sowie Ehrst√§dt und Hasselbach von Bad Rappenau-Obergimpern betreut.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Sinsheim auch Freikirchen und Gemeinden und zwar eine Evangelisch-Methodistische Gemeinde ( Methodisten ), eine Mennonitengemeinde , die Gemeinde Gottes , die zum Bund Freier Evangelischer Gemeinden (FeG) gehörige Freie Evangelische Gemeinde Hoffenheim, die Christliche Gemeinde Sinsheim und die Christliche Gemeinschaft Steinsfurt.

Ferner gibt es in Sinsheim auch eine Neuapostolische Kirche .

1980 wurde die ‚ÄěT√ľrkisch-islamischen Union der Anstalt f√ľr Religion‚Äú gegr√ľndet, die 1995 eine Halle im Sinsheimer Gewerbegebiet kaufte um darin die Fatih-Moschee einzurichten.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden wurden nach Sinsheim eingegliedert:

  • 1. April 1971 : D√ľhren
  • 1. Juli 1971 : Hilsbach, Weiler
  • 1. Dezember 1971 : Adersbach, Ehrst√§dt, Hasselbach
  • 31. Dezember 1971 : Rohrbach
  • 1. Juli 1972 : Eschelbach, Hoffenheim, Reihen, Waldangelloch
  • 1. Januar 1973 : Steinsfurt

Einwohnerzahlen

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Sch√§tzungen, Volksz√§hlungsergebnisse (¬Ļ) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen √Ąmter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
14. Jh. ca. 1.200
1705 823
1798 1.705
1852 2.854
1. Dezember 1871 2.716
1. Dezember 1880 ¬Ļ 2.990
1. Dezember 1890 ¬Ļ 2.952
1. Dezember 1900 ¬Ļ 3.011
1. Dezember 1910 ¬Ļ 3.327
8. Oktober 1919 ¬Ļ 3.184
16. Juni 1925 ¬Ļ 3.497
16. Juni 1933 ¬Ļ 3.767
Jahr Einwohnerzahlen
17. Mai 1939 ¬Ļ 3.900
Dezember 1945 ¬Ļ 4.101
13. September 1950 ¬Ļ 5.860
6. Juni 1961 ¬Ļ 6.532
27. Mai 1970 ¬Ļ 8.056
31. Dezember 1975 25.373
31. Dezember 1980 26.658
27. Mai 1987 ¬Ļ 27.454
31. Dezember 1990 29.307
31. Dezember 1995 32.828
31. Dezember 2000 34.171
31. Dezember 2004 35.092

¬Ļ Volksz√§hlungsergebnis

Einwohnerzahlen der Stadtteile

(Stand: 31.12.2004)

Stadtteil Einwohnerzahlen
Sinsheim (Kernstadt) 12.229
Adersbach 565
D√ľhren 2.374
Ehrstädt 638
Eschelbach 2.353
Hammerau 130
Hasselbach 299
Hilsbach 2.199
Hoffenheim 3.286
Reihen 2.086
Rohrbach 2.020
Steinsfurt 3.295
Waldangelloch 1.740
Weiler 2.008

Politik

Der Gemeinderat der Stadt Sinsheim hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 41 Mitglieder, die den Titel ‚ÄěStadtr√§tin/Stadtrat‚Äú f√ľhren. Sie geh√∂ren folgenden Parteien an:

  • CDU 17 Sitze
  • FW 10 Sitze
  • SPD 8 Sitze
  • AfS 4 Sitze
  • Gr√ľne 2 Sitze

B√ľrgermeister

An der Spitze der Stadt steht der B√ľrgermeister, seit 1. Januar 1973 Oberb√ľrgermeister , der von der Bev√∂lkerung auf 8 Jahre direkt gew√§hlt wird. Sein st√§ndiger Vertreter ist der ‚ÄěErste Beigeordnete‚Äú mit der Amtsbezeichnung ‚ÄěErster B√ľrgermeister‚Äú.

  • 1962 ‚Äď 1980 : Helmut Gmelin
  • 1980 ‚Äď 2004 : Dr. Horst Sieber
  • 2004 ‚Äďheute: Rolf Geinert

Wappen

Das Wappen der Stadt Sinsheim zeigt in Gold einen rot bewehrten, schwarzen Adler. Die Stadtflagge ist gelb mit schwarzem Adler. Wappen und Flagge werden schon seit vielen Jahrhunderten gef√ľhrt. Sinsheim geh√∂rte bis 1803 zum kurpf√§lzischen Oberamt Mosbach und von 1803 bis 1806 zum F√ľrstentum Leiningen. Es hat, nachdem es 1329 an die Pfalz gekommen und bei dieser geblieben war, wie andere pf√§lzisch gewordene ehemalige Reichsst√§dte, das ihm einst als Reichsstadt zustehende Siegelbild, den Reichsadler, weitergef√ľhrt. Die Darstellung des Adlers hat im Lauf der Jahrhunderte einige Male gewechselt. Das √§lteste bekannte Siegel mit dem Umschrift: ‚Äěs. civivm de. svnnensheim‚Äú h√§ngt an einer Urkunde des Jahres 1300.

Städtepartnerschaften

Sinsheim unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften :

  • Longu√©-Jumelles , D√©partement Maine-et-Loire , Frankreich , seit 1976
  • Barcs , Ungarn , seit 1989

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Technik-Museum in Sinsheim
Technik-Museum in Sinsheim

In Sinsheim-Waldangelloch wurde 1988 der erste Retentionsbodenfilter in Betrieb genommen.

Theater

In Sinsheim gibt es mehrere Amateurtheater wie z.B. das W√ľrfeltheater, das Friedrich-Hecker Theater, das Max-Weber Theater und die Sinsheimer Theaterkiste. Unter professioneller Anleitung entstand bei der Sinsheimer Theaterkiste eine Bandbreite von St√ľcken ‚Äď beginnend bei Volkstheater √ľber Kindertheater, Kabarett bis hin zu Klassikern und Kom√∂dien. Das Friedrich-Hecker-Theater, ein Amateurtheater geh√∂rt zum F√∂rderverein des Stadt- und Freiheitsmuseums Sinsheim ‚ÄěFreunde Sinsheimer Geschichte e.V.‚Äú Es spielt ausschlie√ülich Eigenproduktionen mit historischem Bezug. Spielst√§tte ist der Innenhof der Burg Steinsberg. Das Max-Weber Theater ist das Theater der Max-Weber Schule in Sinsheim und spielt St√ľcke aller art ohne sich auf eine bestimmte Richtung festzulegen.

Museen

In Sinsheim befinden sich mehrere Museen, wovon das Auto- und Technikmuseum Sinsheim das √ľberregional bekannteste ist. Hier kann man u.a. eine Concorde und eine Tupolev 144 bewundern. Es ist Reiseziel f√ľr Touristen aus ganz Deutschland und den Nachbarl√§ndern.

Das Stadt- und Freiheitsmuseum im Alten Rathaus zeigt vor allem die Geschichte von Stadt und Umgebung. Der Museumshof Lerchennest im Stadtteil Steinsfurt beherbergt das Friedrich der Große-Museum. Im Stadtteil Hoffenheim gibt es ein Heimatmuseum.

Bauwerke

Die Burg Steinsberg, eine Stauferburg mit achteckigem Bergfried auf einem Basaltkegel im Stadtteil Weiler ist das Wahrzeichen der Stadt. Die Burg gilt auch als ‚ÄěKompass des Kraichgaus‚Äú. Sie befindet sich seit 1973 im Eigentum der Stadt Sinsheim. Der Burginnenhof bietet sich f√ľr Kulturveranstaltungen an. Daher finden hier in den Sommermonaten die Burgfestspiele und andere Theaterauff√ľhrungen sowie das Steinsberg-Festival statt.

Ein weiteres historisches Wahrzeichen ist der Stiftsturm auf dem Michaelsberg, einer Benediktiner-Abtei, die ab 1100 entstand.

Fernmeldeturm (Geographische Breiten: 8¬į51'2" √∂stliche L√§nge, 49¬į14'28" n√∂rdliche Breite)

Regelmäßige Veranstaltungen

Sinsheim verf√ľgt √ľber ein gro√ües Messegel√§nde, in dem ganzj√§hrig Ausstellungen stattfinden. Insbesondere die Messen am Anfang des Jahres finden gro√üen Anklang (z.B. Modelleisenbahn-Echtdampftreffen, Faszination Motorrad, Faszination Modellbau oder die Car&Sound HiFi -Messe).

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Sinsheim liegt direkt an der Bundesautobahn A 6 Mannheim-Heilbronn. Die Stadt ist √ľber die Anschlussstellen Sinsheim und Sinsheim-Steinsfurt zu erreichen. Ferner f√ľhren die Bundesstra√üen B 39, B 45 und B 292 durch das Stadtgebiet.

Die Stadt hat mehrere Bahnh√∂fe an der Strecke Heilbronn-Bad Friedrichshall-Neckargem√ľnd-Heidelberg (Reihen, Steinsfurt, Sinsheim-Museum, Sinsheim, Hoffenheim) mit einer Abzweigung in Sinsheim-Steinsfurt nach Eppingen (dort besteht Anschluss an die Stadtbahnlinie Karlsruhe-Heilbronn).

Den √∂ffentlichen Personennahverkehr ( √ĖPNV ) bedienen mehrere Buslinien des Sinsheimer Stadtbusses.

Medien

Als Tageszeitung erscheint in Sinsheim eine Lokalausgabe der Rhein-Neckar-Zeitung.

Gerichte, Behörden und Einrichtungen

Sinsheim besitzt ein Amtsgericht , das zum Landgerichtsbezirk Heidelberg gehört, ein Notariat , ein Finanzamt und eine Außenstelle des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis. Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Kraichgau der Evangelischen Landeskirche in Baden . Des Weiteren bietet Sinsheim mit dem Gesundheitszentrum Sinsheim ein Kreiskrankenhaus, eine Geriatrische Rehaklinik und ein Kreispflegeheim an.

Bildung

Sinsheim ist eine Schulstadt f√ľr das gesamte Umland. Die Stadt ist Schultr√§ger eines Gymnasiums (Wilhelmi-Gymnasium), einer Realschule (Kraichgau-Realschule), der Carl-Orff- F√∂rderschule sowie von drei Grund- und Hauptschulen (Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Steinsfurt, Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Hoffenheim und Theodor-Heuss-Schule GHS). Ferner gibt es Grundschulen in den Stadtteilen D√ľhren, Eschelbach, Hilsbach-Weiler, Rohrbach, Waldangelloch und Reihen (Wingertsbergschule).

Das Berufliche Schulzentrum des Rhein-Neckar-Kreises umfasst die Max-Weber-Schule (Kaufm√§nnische Schule), die Friedrich-Hecker-Schule (Gewerbliche Schule) und die Albert-Schweitzer-Schule (Hauswirtschaftliche Schule). Der Rhein-Neckar-Kreis ist auch Schultr√§ger der Steinsberg-Schule f√ľr Geistigbehinderte.

Dar√ľber hinaus gibt es zwei private Schulen in den Geb√§uden des ehemaligen Benediktinerstifts: die Berufliche Sonderschule des Landesjugendheims Stift Sunnisheim und die Private Schule f√ľr Erziehungshilfe am Michaelsberg.

Persönlichkeiten

Ehrenb√ľrger

Die Stadt Sinsheim hat folgenden Personen das Ehrenb√ľrgerrecht verliehen: (Die Liste ist evtl. noch nicht vollst√§ndig)

  • 1972 : Else Schwenn, Stadtr√§tin
  • 1973 : Dr. Eugen D√ľrrw√§chter, Unternehmer
  • 1975 : Friedrich Hub, Heimatforscher
  • 1980 : Helmut Gemlin, Oberb√ľrgermeister a.D.
  • 1988 : Dr. Paul Herrmann, Landrat a.D.
  • 2000 : Johann Appenzeller, Stadtrat und Heimatforscher
  • 2004 : Dr. Horst Sieber, Oberb√ľrgermeister a.D.
  • 2005 : Wilhelm Bauer, Heimatforscher

Die Stadt verleiht au√üerdem seit 1969 an Personen, die sich besondere Verdienste um die Stadt und ihrer B√ľrgerschaft erworben haben, die Karl-Wilhelmi-Ehrenm√ľnze. Sie ist benannt nach Karl Wilhelmi, dem in Sinsheim verstorbenen Altertumsforscher. Diese Auszeichnung erhielten bislang folgende Personen:

  • 1972 : Elisabeth Reeb, Heimatpflegerin
  • 1973 : Dr. Paul Herrmann, Landrat
  • 1973 : Helmut Gemlin, Oberb√ľrgermeister
  • 1975 : Dr. August Petri, Stadtrat
  • 1984 : Katharina Zimmermann, Heimatforscherin
  • 1984 : Walter Barth, Heimatpfleger
  • 1984 : Dr. Adam Schlitt, Heimatforscher
  • 1985 : Dr. Ludwig Schumacher, Stadtrat
  • 1987 : Johann Appenzeller, Stadtrat und Heimatforscher
  • 1994 : Wilhelm Bauer, Heimatforscher
  • 1995 : Ernst M√ľller, B√ľrgermeister

Söhne und Töchter der Stadt

In Sinsheim wurde am 18. November 1824 geboren: Franz Sigel, † 21. August 1902 in New York, deutscher Freiheitskämpfer und später amerikanischer Nordstaatengeneral

Am 3. September 1949 wurde in Sinsheim-Hoffenheim auch der Politiker Volker Kauder geboren. Er ist seit Januar 2005 Generalsekretär der CDU und seit November 2005 Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

In Sinsheim starb am 8. April 1857 Karl Wilhelmi (*17. M√§rz 1786 in Heidelberg), Dekan und Begr√ľnder der Altertumsforschung in S√ľddeutschland

Literatur

  • Badisches St√§dtebuch; Band IV 2. Teilband aus Deutsches St√§dtebuch. Handbuch st√§dtischer Geschichte ‚Äď Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst√ľtzung des Deutschen St√§dtetages, des Deutschen St√§dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1959

Weblinks

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