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Letzte Änderung für Artikel Pforzheim: 18.02.2006 01:49

Pforzheim

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Wappen Karte
Wappen Pforzheims Lage der kreisfreien Stadt Pforzheim in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : Karlsruhe
Region : Nordschwarzwald
Kreis : Stadtkreis
Geografische Lage :
Koordinaten: 48¬į 54' N, 08¬į 43' O
48¬į 54' N, 08¬į 43' O
H√∂he : 263 m √ľ. NN
Fläche : 98,03 km²
Einwohner : 118.755 (2. Februar 2006)
Bevölkerungsdichte : 1.212 Einwohner/km²
Ausländeranteil : 17,8 %
Postleitzahlen : 75101-75181
(alte PLZ 7530)
Vorwahlen : 07231 und 07234
Kfz-Kennzeichen : PF
Gemeindeschl√ľssel : 08 2 31 000
Stadtgliederung: 16 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
75175 Pforzheim
Website: www.pforzheim.de
Politik
Oberb√ľrgermeisterin : Christel Augenstein ( FDP / DVP )

Pforzheim ist Gro√üstadt im Westen Baden-W√ľrttembergs. Sie liegt am Nordrand des Schwarzwalds. Wegen ihrer Lage und wegen der lange hier ans√§ssigen Schmuckindustrie wird sie auch als Pforte zum Schwarzwald oder als Goldstadt bezeichnet. N√§chstgr√∂√üere St√§dte sind Karlsruhe, etwa 25 km westlich und Stuttgart, circa 37 km √∂stlich.

Pforzheim war einst badische Residenzstadt. Heute ist sie kreisfreie Stadt und zugleich Sitz des Enzkreises, von dem das Stadtgebiet fast vollst√§ndig umschlossen ist. Sie ist ferner das Oberzentrum der Region Nordschwarzwald und damit eines von 14 Oberzentren, die der baden-w√ľrttembergische Landesentwicklungsplan 2002 ausweist. Gegenw√§rtig ist Pforzheim (an Einwohnern) die achtgr√∂√üte Stadt Baden-W√ľrttembergs.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Pforzheim liegt am n√∂rdlichen Rand des √∂stlichen Schwarzwaldes am √úbergang zum Kraichgauer H√ľgelland in einer Talerweiterung am Zusammenfluss von W√ľrm, Nagold und Enz. Ihrer Geografie wegen nennt man die Stadt auch Drei-T√§ler-Stadt oder Pforte zum Schwarzwald (Porta Hercynia). Der au√üergew√∂hnlichen Geografie ist auch die fr√ľhe Besiedelung (viel fr√ľher als die heutigen Zentren Stuttgart und Karlsruhe) durch die R√∂mer zu verdanken, die gerade nach dem Zusammenfluss aller drei Fl√ľsse eine Furt f√ľr ihre Heerstra√üe bauten. Durch diese Geografie wurde Pforzheim sp√§ter zu einem wichtigen Handelszentrum f√ľr die Fl√∂√üerei , die Holz aus dem Schwarzwald √ľber die Fl√ľsse W√ľrm, Nagold und Enz, dann weiter √ľber Enz, Neckar und Rhein unter anderem nach Holland zum Schiffbau transportierte.

Raumplanung

Pforzheim geh√∂rt mit dem Umland zum "Verdichtungsraum Karlsruhe/Pforzheim" (Umfang siehe unter Karlsruhe). Das Oberzentrum Pforzheim √ľbernimmt f√ľr die St√§dte und Gemeinden Birkenfeld (W√ľrttemberg), Eisingen, Engelsbrand, Friolzheim, Heimsheim, Ispringen, K√§mpfelbach, Keltern, Kieselbronn, K√∂nigsbach-Stein, M√∂nsheim, Neuenb√ľrg (Enz), Neuhausen , Neulingen, Niefern-√Ėschelbronn, √Ėlbronn-D√ľrrn, Remchingen, Straubenhardt, Tiefenbronn, Wiernsheim, Wimsheim und Wurmberg auch die Aufgaben des Mittelzentrums.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Pforzheim. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und liegen alle mit Ausnahme von Unterreichenbach, das zum Landkreis Calw gehört, im Enzkreis:

Ispringen, Neulingen, Kieselbronn, Niefern-√Ėschelbronn, Wurmberg, Wimsheim, Neuhausen (Enzkreis), Unterreichenbach, Engelsbrand, Birkenfeld (W√ľrttemberg), Keltern und K√§mpfelbach

Stadtgliederung

Die Stadt Pforzheim ist in 16 Stadtteile gegliedert. Die durch die j√ľngste Gebietsreform der 1970er Jahre eingegliederten Gemeinden B√ľchenbronn, Eutingen an der Enz, Hohenwart, Huchenfeld und W√ľrm haben gem√§√ü ¬ß 8 ff der Hauptsatzung der Stadt Pforzheim als Vertretung ihrer Ortschaft einen eigenen Ortschaftsrat und eine Ortschaftsverwaltung . Der Ortschaftsrat ist zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu h√∂ren. Die Entscheidung √ľber eine Ma√ünahme liegt jedoch beim Gemeinderat der Gesamtstadt Pforzheim.

  • Innenstadt
  • Nordstadt
  • Oststadt
  • S√ľdoststadt
  • S√ľdweststadt
  • Weststadt
  • Arlinger
  • Br√∂tzingen
  • Buckenberg und Hagenschie√ü mit Altgef√§ll, Haidach und Wald-Siedlung
  • B√ľchenbronn mit Sonnenberg
  • Sonnenhof
  • Dillwei√üenstein
  • Eutingen an der Enz mit M√§uerach
  • Hohenwart
  • Huchenfeld
  • W√ľrm

Geschichte

Die Stadt geht auf eine r√∂mische Siedlung an einer Enz- Furt zur√ľck (um 90 n. Chr.), der Name vermutlich auf lateinisch portus = Hafen.

90 die erste Urkunde, der r√∂mische Leugenstein von Friolzheim, weist auf die r√∂mische Siedlung 'Portus' (lateinisch f√ľr Hafen) hin. Die Siedlung liegt an der r√∂mischen Heerstra√üe zwischen Oberrhein- und Neckargebiet gerade dort, wo die Fernhandels- und Heerstra√üe die Enz (kurz nach der Vereinigung mit der Nagold) in einer Furt √ľberquert. Wohl schon zu dieser Zeit etabliert sich die Fl√∂√üerei in der r√∂mischen Siedlung, da die Enz ab "Portus" durch den Zufluss von Nagold und W√ľrm schiffbar wird. √úber eine zu vermutende Hafenanlage an der Enz ist nichts weiter bekannt. Mit einiger Wahrscheinlichkeit ist der lateinische Name unvollst√§ndig √ľberliefert und hatte weitere Bestandteile.

3. Jahrhundert : Angefangene römische Großbauten lassen den Schluss zu, dass die kleine Handwerkersiedlung zu einem Verwaltungszentrum, etwa einem Civitas -Hauptort, ausgebaut werden soll.

259 / 260 erobern Franken und Alamannen die rechtsrheinischen Gebiete des r√∂mischen Reichs. Die Siedlung 'Portus' wird dem Erdboden gleich gemacht. Die √úberlieferung √ľber die Siedlung bricht vorerst ab.

6. und 7. Jahrhundert : Reihengräberfunde weisen ebenso wie der Ortsname Pforzheim auf die Kontinuität der Siedlung hin.

√úber die r√∂mische Siedlung w√§chst die sp√§ter so genannte "Alte Stadt" von Pforzheim. Ein Zeugnis unter anderem f√ľr diese Zeit ist die Grabungsanlage am Kappelhof im Untergeschoss des Caritas-Geb√§udes.

1067 wird Pforzheim in einer Urkunde Kaiser Heinrichs IV. zum ersten Mal erw√§hnt, um 1080 erh√§lt die Siedlung das Marktrecht . Ab 1220 wird Pforzheim zur Residenz der badischen Markgrafen . Von 1535 bis 1565 ist Pforzheim Residenz des badischen Markgrafen Ernst . Danach wird die Residenz nach Durlach (heute Stadtteil von Karlsruhe) verlegt. Die Stadt bleibt aber Sitz eines badischen Amtes. Vom fr√ľhen Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ist Pforzheim ein Handelszentrum f√ľr die Fl√∂√üerei . Vom 13. bis zum 15. Jahrhundert erlebt Pforzheim seine erste Bl√ľtezeit. Im 18. Jahrhundert entsteht die Schmuck- und Uhrenindustrie, durch die Pforzheim Reichtum und Bekanntheit erlangt. Ende des 20. Jahrhunderts verschwindet die Schmuck- und Uhrenindustrie in gro√üen Teilen aus Pforzheim und wandert nach Fernost (unter anderen China, Thailand: Bangkok) aus. Pforzheim wird in seiner Geschichte mehrfach zerst√∂rt und wieder aufgebaut: 260 , 1645 , um 1690 gleich dreifach und zuletzt 1945 .

1067 Erste Erwähnung der Siedlung Pforzheim in einer Urkunde Kaiser Heinrichs IV. Beurkundete Besuche Pforzheims durch Kaiser Heinrich des IV in den Jahren 1067 und 1074.

1100 Dem Codex des Klosters Hirsau ist zu entnehmen, dass die "Alte Stadt" von Pforzheim bereits vor 1100 Marktrecht besitzt und sich im Besitz des Klosters Hirsau befindet.

12. Jahrhundert : Die "Alte Stadt", kl√∂sterlich-kirchlich gepr√§gt, mit einer Nikolauskapelle (Schutzpatron der Fl√∂√üer und Schiffer), im Schutz einer fr√ľhen Martinskirche, bekommt Konkurrenz von einem neuen Siedlungskern ("Neustadt"), unterhalb eines 800m flussaufw√§rts gelegenen Burgbergs mit einer Michaelskapelle (heutiger Schlossberg mit Schlosskirche ). Die "Neustadt" w√§chst schnell.

1220 die badischen Markgrafen wählen Pforzheim zur Residenz . Der Schwerpunkt verschiebt sich zugunsten der "Neustadt" - die "Alte Stadt" verliert an Bedeutung.

1240 Erste urkundliche Erw√§hnung eines Pforzheimer 'B√ľrgermeisters'.

1447 "Pforzheimer F√ľrstenhochzeit": Die Hochzeit des badischen Markgrafen Karl I. mit Katharina von √Ėsterreich, der Schwester Kaiser Friedrichs III., wird in Pforzheim mit gro√üem Prunk gefeiert.

1455 Johannes Reuchlin , der gro√üe deutsche Humanist , wird am 29. Januar in Pforzheim geboren (gestorben am 30. Juni 1522 in Stuttgart). Unter der besonderen F√ľhrung von Johannes Reuchlin entwickelt sich die Pforzheimer Lateinschule zu einer der bedeutendsten Gelehrtenschulen S√ľddeutschlands. Ihre Lehrer und Sch√ľler spielen eine wichtige und herausragende Rolle in der Ausbreitung des Humanismus und der Reformation . Zu den bekanntesten Sch√ľlern geh√∂rt Reuchlins Neffe Philipp Melanchthon . Reuchlin ist heute Namensgeber f√ľr das Reuchlinhaus (Schmuckmuseum), den Reuchlinpreis, das Reuchlin-Gymnasium.

1501 erl√§√üt Markgraf Christoph die "Ordnung der fl√∂tzer oder schiffer zu Pfortzheim". Zu den √§ltesten Gewerben in Pforzheim z√§hlt die Fl√∂√üerei . Die √ľber Enz, Nagold und W√ľrm gefl√∂√üten Einzelst√§mme und Kleinfl√∂√üe aus dem tiefen Schwarzwald (die langen und geraden Tannen waren als Baumaterial ideal) werden in der Pforzheimer Au zu Gro√üfl√∂√üen f√ľr die untere Enz und die Wasserlinie Neckar/Rhein umgebunden. Jedem Flo√üfahrer der vergangenen Jahrhunderte sind die Fl√∂√üer-Stationen Wei√üenstein, Dillstein und Pforzheim feste Begriffe. Pforzheim besitzt zu dieser Zeit auch eine Zollstation f√ľr Fl√∂√üer, an der Fl√∂√üer f√ľr die Beschiffung der Wasserwege eine Geb√ľhr entrichten m√ľssen.

1535 bis 1565 : Bei der Erbteilung der badischen Lande ist Pforzheim Residenz der Markgrafen von Baden-Durlach , die sich jedoch immer mehr in die Rheinebene ( Durlach ) zur√ľckziehen.

1618 : Zu Beginn des Drei√üigj√§hrigen Krieges bringt es Pforzheim auf eine Einwohnerzahl von insgesamt etwa 2500 bis 3000 Einwohnern. Pforzheim ist damit mit Abstand die gr√∂√üte unter den St√§dten der Markgrafen von Baden. Zu diesem Zeitpunkt hat Pforzheim schon deutlich Bedeutung gegen√ľber fr√ľherer Zeit eingeb√ľ√üt, zum Teil weil im 15. Jahrhundert viele Oberschichtfamilien (Patrizier) die Stadt verlassen.

1645 : Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges brennen bayrische Truppen die "Alte Stadt" nieder. Sie wird ohne Befestigungsanlagen wieder aufgebaut. Damit ist der Status eines dorfähnlichen Weilers besiegelt und sie verschwindet bis auf ein paar Randnotizen aus der Geschichtsschreibung. Die "Neustadt" besteht weiter.

13. - 15. Jahrhundert : Die tatkr√§ftige F√∂rderung der badischen Markgrafen , die Pforzheim als den wichtigsten St√ľtzpunkt ihrer Hausmacht betrachten, und die g√ľnstige Lage am Kreuzungspunkt gro√üer Handelsstra√üen f√ľhren zu einer wirtschaftlichen Bl√ľte. Holzhandel und Fl√∂√üerei, Gerberei, Tuch- und Zeugmacherei tragen neben dem Handwerk zum Reichtum der Stadt bei. Drei Orden lassen sich in der Stadt nieder. Die letzten Jahrzehnte dieser Bl√ľtezeit, in denen die politische und wirtschaftliche Vormachtstellung zu wanken beginnt, sind in geistiger Hinsicht H√∂hepunkte der Stadtgeschichte.

1689 - 1692 : Der Pf√§lzer Erbfolgekrieg richtet in S√ľdwestdeutschland ungeheure Zerst√∂rungen an. Pforzheim wird von franz√∂sischen Truppen dreimal gepl√ľndert und niedergebrannt. Die Zerst√∂rungen wurden ausgef√ľhrt unter dem Kommando der folgenden Offiziere: Brigadier Comte Ez√©chiel de M√©lac (Besetzung der Stadt im Oktober 1688, verheerende Niederbrennung der Stadt im Januar 1689, Artilleriebeschuss der Stadt und zweite Niederbrennung der Stadt im August 1689, vielleicht auch Beteiligung an Zerst√∂rungen im September 1692), Marschall Joseph de Montclar (1688, 1689), Marshal Duc de Lorge (1691, 1692), Duc de Villeroy (Artilleriebeschuss der Stadt und Pl√ľnderung im August 1691), General Chamilly (Besetzung und Pl√ľnderung der Stadt sowie Verw√ľstung der F√ľrstengruft in der Schlosskirche im September 1692).

1718 wird das Pforzheimer Waisenhaus (Landeswaisenhaus) im Gebäude des ehemaligen Dominikanerinnenklosters eröffnet. Dieses 'Waisen-, Toll-, Kranken-, Zucht- und Arbeitshaus' wird später zur Keimzelle der noch heute existierenden Schmuck- und Uhrenindustrie.

1767 : Gr√ľndung der Schmuck- und Uhrenindustrie in Pforzheim durch den Markgrafen Karl-Friedrich : Durch einen schweizer Unternehmer wird zur Ausbildung der Waisen im Waisenhaus eine Uhrenfabrik eingerichtet, die sich dann auch auf die Herstellung von Schmuckwaren verlegt. Das Unternehmen entwickelt sich kr√§ftig. Bald wird in alle Welt exportiert.

1809 wird das badische "Amt Pforzheim" in ein "Stadtamt" sowie ein "Erstes und ein Zweites Landamt" aufgeteilt. Die beiden letzt genannten werden jedoch 1813 wieder zum Landamt Pforzheim vereinigt. 1819 werden Stadt- und Landamt Pforzheim zum "Oberamt Pforzheim" vereinigt, das 1864 in das "Bezirksamt Pforzheim" √ľberf√ľhrt wird.

1836 erfindet Ferdinand √Ėchsle in der Stadt die Mostwaage , mit der noch heute das Mostgewicht des frisch gepressten Traubensaftes in Grad √Ėchsle gemessen wird.

1861 - 1863 erfolgt durch den Bau der Bahnstrecke Durlach-M√ľhlacker die Anbindung Pforzheims an das Eisenbahnnetz. 1868 und 1874 werden mit dem Bau der Enztalbahn und der Nagoldtalbahn auch die zwei gro√üen in Pforzheim einm√ľndenden Schwarzwaldt√§ler an die Eisenbahn angeschlossen. Dies leitet das Ende der Fl√∂√üerei ein.

1888 ist Pforzheim Ziel der ersten Überlandfahrt mit einem Automobil , die Bertha Benz (ohne Wissen ihres Mannes Carl Benz ) mit ihren beiden Söhnen von Mannheim aus unternimmt.

19. Jahrhundert : die Textil-, Metall- und Schmuckwarenfabriken in Pforzheim bilden das industrielle Herz des Gro√üherzogtums Baden. Diese Bl√ľtezeit wird mit der Zerst√∂rung Pforzheims 1945 vorerst beendet.

1906 wird der 1.FC Pforzheim deutscher Fußball-Vizemeister .

1938 wird am 9. November w√§hrend der so genannten " Reichskristallnacht " auch in Pforzheim die Synagoge gesch√§ndet und schwer besch√§digt. Die Kosten f√ľr den Abriss mu√ü die j√ľdische Gemeinde tragen.

1939 wird Pforzheim Sitz des aus dem Bezirksamt Pforzheim hervorgegangenen Landkreises Pforzheim. Die Stadt selbst wird kreisfrei.

1940 erfolgt die Deportation der letzten in Pforzheim verbliebenen Juden. Nur wenige √ľberleben, fast keiner kehrt nach dem Ende der Naziherrschaft in die Stadt zur√ľck.

1944 arbeiten In 101 Betrieben 18622 Arbeitskr√§fte 66 Stunden pro Woche f√ľr den sogenannten Endsieg . Es werden Flakgranaten sowie Raketen vom Typ V1 und V2 hergestellt.

Am 23. Februar 1945 wird Pforzheim bei einem Angriff 379 britischer Bomber fast v√∂llig zerst√∂rt. Innerhalb von 22 Minuten finden bis zu 18.000 Menschen den Tod. Die Bomber und der Feuersturm der sich in der engbebauten Altstadt entwickelt, t√∂ten damit 30 Prozent der Bev√∂lkerung der Stadt. Nach Hamburg und Dresden ist dies der Angriff mit den meisten Opfern. 98 Prozent des Stadtgebiets werden zerst√∂rt. Pforzheim geh√∂rt damit zu den am st√§rksten zerst√∂rten St√§dten. Insgesamt ist dieser Angriff der konzentrierteste und erfolgreichste der Alliierten im Krieg. M√∂glicherweise ist die verwinkelte, malerische Fachwerkaltstadt, ausgew√§hlt unter der Pr√§misse der Brennbarkeit, der eigentliche Grund f√ľr den Angriff, da die feinmechanische Industrie , mittlerweile weitgehend auf die Produktion von Z√ľndern umgestellt, ausgelagert ist. Nach dem Krieg wird Pforzheim rasch wieder aufgebaut. Die Stadt w√§chst durch Eingemeindungen stark an. Das heutige Stadtbild ist durch den Stil der 1950er Jahre gepr√§gt.

1955 stiftet die Stadt Pforzheim den Reuchlinpreis .

Am 10. Juli 1968 werden Pforzheim und seine Umgebung von einem Tornado der St√§rke F4 nach der Fujita-Tornado-Skala heimgesucht. Zwei Menschen sterben, √ľber 200 werden verletzt, 1750 H√§user werden besch√§digt. Auf einer Strecke zwischen Wurmberg und B√ľchenbronn gibt es zum Teil erhebliche Forstsch√§den, die das Landschaftsbild f√ľr Jahrzehnte pr√§gen werden. Die durch den Tornado zerst√∂rten Oberleitungen von O-Bus und Stra√üenbahn werden nicht mehr repariert, Pforzheim stellt den √∂ffentlichen Personennahverkehr der Stadtwerke vollst√§ndig auf Dieselomnibusse um. Das Ittersbacher B√§hnle (S-Bahn Pforzheim-Ittersbach) wird nicht wieder aufgebaut.

Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 geht der Landkreis Pforzheim im neu gebildeten Enzkreis auf, dessen Sitz die Stadt Pforzheim wird. Sie selbst bleibt aber kreisfrei. Pforzheim wird ferner Sitz der neu gebildeten Region Nordschwarzwald.

Am 1. Januar 1975 √ľberschreitet die Einwohnerzahl durch die Eingemeindung von Huchenfeld die Grenze von 100.000, wodurch Pforzheim zur Gro√üstadt wird.

1983 fanden in Pforzheim die Heimattage Baden-W√ľrttemberg statt und 1992 war die Stadt Gastgeber der Landesgartenschau Baden-W√ľrttemberg.

Eingemeindungen

Ehemals selbständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Pforzheim eingegliedert wurden

Jahr Orte Zuwachs in ha
1. Januar 1905 Brötzingen 1.301
1. Januar 1913 Dillweißenstein 461,2
1. April 1924 Teile der Gemarkung Haidach 76,0
1. Oktober 1929 Teile der Gemarkung Hagenschieß 1623,0
1. September 1971 W√ľrm 822
1. April 1972 Hohenwart 492
1. Januar 1974 B√ľchenbronn 1114
1. Januar 1975 Huchenfeld 947
20. September 1975 Eutingen an der Enz 845

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1789 handelt es sich um Sch√§tzungen, danach um Volksz√§hlungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen √Ąmter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.

Jahr Einwohnerzahlen
um 1500 ca. 800
um 1689 ca. 1.000
1789 4.311
1810 5.572
1830 6.284
1855 10.711
1849 12.377
1. Dezember 1871 ¹ 19.803
1. Dezember 1890 ¹ 29.988
1. Dezember 1900 ¹ 43.373
1. Dezember 1910 ¹ 69.082
16. Juni 1925 ¹ 78.859
16. Juni 1933 ¹ 79.816
Jahr Einwohnerzahlen
17. Mai 1939 ¹ 79.011
1946 46.752
13. September 1950 ¹ 54.143
6. Juni 1961 ¹ 82.524
27. Mai 1970 ¹ 90.338
30. Juni 1975 108.635
30. Juni 1980 106.500
30. Juni 1985 104.100
27. Mai 1987 ¹ 106.530
31. Dezember 1990 112.944
30. Juni 1997 118.300
31. Dezember 2000 117.156
30. Juni 2003 115.777

¹ Volksz√§hlungsergebnis

Religionen

Nachdem Markgraf Karl II. von Baden 1556 in der Markgrafschaft Baden , dessen Residenz Pforzheim seinerzeit noch war, die Reformation einf√ľhrte, war Pforzheim √ľber Jahrhunderte eine protestantische Stadt. Die Gemeindeglieder in Pforzheim geh√∂ren, sofern sie nicht Mitglied einer Freikirche sind, zum Dekanat Pforzheim der Evangelischen Landeskirche in Baden .

Spätestens seit dem 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken nach Pforzheim. Sie gehören zum Dekanat Pforzheim der Erzdiözese Freiburg .

Sonstige vertretene Glaubens- und Religionsgemeinschaften:

  • Israelitische Gemeinde
  • Islamische Gemeinde
  • adventistische Gemeinde.
  • Zeugen_Jehovas
  • Baptisten
  • Heilsarmee
  • Methodisten
  • Erste Kirche Christi Wissenschafter

Politik

(Ober-)B√ľrgermeister

An der Spitze der Stadtverwaltung stand zun√§chst der vom Stadtherrn ernannte Schulthei√ü . Sp√§ter bestand ein Rat mit einem B√ľrgermeister an der Spitze, der seit 1849 den Titel "Oberb√ľrgermeister" f√ľhrt. Die Amtszeiten der B√ľrgermeister bis 1750 sind nicht bekannt. Es werden in den Geschichtsquellen lediglich die Namen der B√ľrgermeister erw√§hnt.

  • 1750 - 1758 : Ernst Matth√§us Kummer
  • 1758 - 1770 : W.C. Steinh√§user
  • 1770 - 1775 : Wei√ü
  • 1775 - 1783 : Ki√üling
  • 1783 - 1795 : G√ľnzel
  • 1795 - 1798 : Geiger
  • 1798 - 1815 : Jakob Friedrich Dreher
  • 1815 - 1830 : Christoph Friedrich Krenkel
  • 1830 - 1837 : Wilhelm Lenz
  • 1837 - 1848 : Rudolf Deimling
  • 1848 - 1849 : Christian Crecelius
  • 1849 - 1862 : Karl Zirenner
  • 1862 - 1875 : Kaspar Schmidt
  • 1875 - 1884 : Karl Gro√ü
  • 1885 - 1889 : Emil Kraatz
  • 1889 - 1919 : Ferdinand Habermehl
  • 1920 - 1933 : Erwin G√ľndert
  • 1933 : Dr. Emil G√∂lser
  • 1933 : Dr. Hans Gottlob
  • 1933 - 1941 : Hermann K√ľrz
  • 1941 - 1942 : Karl Mohrenstein
  • 1942 - 1945 : Ludwig Seibel
  • 1945 : Albert Hermann
  • 1945 : Wilhelm Becker
  • 1945 - 1947 : Friedrich Adolf Katz
  • 1947 - 1966 : Dr. Johann Peter Brandenburg, FDP / DVP
  • 1966 - 1985 : Dr. Willi Weigelt , SPD
  • 1985 - 2001 : Dr. Joachim Becker , SPD
  • 2001 -heute: Christel Augenstein , FDP / DVP

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

CDU 41,5 % -5,4 18 Sitze -2
SPD 19,3 % -3,4 8 Sitze -1
FW 8,3 % +1,3 3 Sitze +1
Gr√ľne Liste 9,0 % +1,8 3 Sitze ±0
FDP / DVP 7,5 % +1,8 3 Sitze +1
UB 6,2 % +0,3 2 Sitze ±0
REP 5,3 % +0,7 2 Sitze ±0
LBBH 4,3 % +4,3 1 Sitz  +1

Wappen

Das Wappen der Stadt Pforzheim zeigt in gespaltenem Schild vorn in Gold ein roter Schrägbalken, hinten von Rot, Silber, Blau und Gold geteilt. Die Stadtflagge ist Weiß-Blau.

Der Schrägbalken ist schon seit dem 13. Jahrhundert nachweisbar als Symbol der Stadtherren von Pforzheim, das später auch das Landeswappen von Baden wurde, doch ist die Bedeutung bis heute unklar. Ab 1489 ist das Wappen in seiner ganzen Form nachweisbar, dessen Bedeutung ebenfalls nicht nachgewiesen werden konnte. Die heutige Tingierung ist aber erst seit 1853 gebräuchlich, zuvor war die Farbgebung eine andere.

Städtepartnerschaften und -freundschaften

Pforzheim unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft :

  • Gernika-Lumo ( Spanien ), seit 1989
  • Saint-Maur-des-Foss√©s ( Frankreich ), seit 1989
  • Vicenza ( Italien ), seit 1991

Städtefreundschaften bestehen mit folgenden Städten bzw. Gebieten:

  • Komitat GyŇĎr-Moson-Sopron ( Ungarn ), seit 2001 zusammen mit dem Enzkreis
  • Irkutsk ( Russland ), seit ?
  • NevŇüehir ( T√ľrkei ), seit 2000
  • Osijek ( Kroatien ), seit 1994
  • Tschenstochau ( Polen ), seit 2000

Wirtschaft und Infrastruktur

Pforzheim ist eines der Oberzentren in Baden-W√ľrttemberg und verf√ľgt √ľber eine der h√∂chsten Industriedichten des Landes.

Die Wirtschaft ist nur zum kleineren Teil ausgerichtet auf die Herstellung von Uhren und Schmuck. Zwei Drittel der Arbeitspl√§tze werden gestellt durch die Bereiche Metallverarbeitung, Elektronik und Elektrotechnik. Der Versandhandel (Bader, Klingel, Wenz) nimmt mit seinen Millionenums√§tzen eine f√ľhrende Position in Deutschland ein. Der Fremdenverkehr gewinnt zunehmend an Bedeutung. Hier profitiert die Stadt von ihrer g√ľnstigen Drei-T√§ler-Lage zum Schwarzwald und den damit unter anderen verbundenen Ausgangspunkten f√ľr zahlreiche Wander-, Fahrrad- und Wasserwege. Durch Pforzheim laufen der Europ√§ische Fernwanderweg E1 und der Westweg .

Verkehr

N√∂rdlich von Pforzheim verl√§uft die Bundesautobahn A 8 (Karlsruhe - Stuttgart), an welcher die Stadt √ľber drei Ausfahrten zu erreichen ist. Durch die Stadt selbst f√ľhren die Bundesstra√üen B 10 (Karlsruhe - Stuttgart) und B 294 (Calw - Bretten). Ferner beginnt hier die B 463 in Richtung Nagold.

Pforzheim liegt an der Bahnlinie Karlsruhe-Stuttgart. Ferner f√ľhren zwei Eisenbahnlinien in den Schwarzwald nach Bad Wildbad und nach Nagold. Pforzheim ist auch an das Stadtbahnnetz von Karlsruhe angeschlossen.

Den sonstigen √∂ffentlichen Personennahverkehr ( √ĖPNV ) im Stadtgebiet bedienen Busse der St√§dtische Verkehrsbetriebe Pforzheim (SVP) und verschiedene andere Verkehrsunternehmen. Sie alle fahren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbundes Pforzheim-Enzkreis . Zwischen 1931 und 1968 verkehrte zwischen Pforzheim und Ittersbach die Kleinbahn der Pforzheimer Verkehrsbetriebe . Zuvor (seit 1899) geh√∂rte die Strecke der BLEAG (Badische-Lokaleisenbahn-Aktiengesellschaft). Die Pforzheim bedienende Strecke "S 5" von Bietigheim-Bissingen nach W√∂rth am Rhein wird von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft betrieben, ebenso seit 2002 die Enztalbahn "S 6" nach Bad Wildbad.

Ortsansässige Unternehmen

  • Versandhaus Klingel
  • Versandhaus Bader
  • Versandhaus Wenz
  • Witzenmann GmbH
  • THALES
  • Schmid Werkzeuge
  • Mapal WWS
  • Wellendorff
  • AMI DODUCO
  • Briefzentrum 75 der Deutschen Post AG (er√∂ffnet am 30. November 1998 )
  • Goldschmuckfabrikation Burkhardt
  • Jost+Philipp Dental Labor

Medien

In Pforzheim erscheinen als Tageszeitungen die Pforzheimer Zeitung und der Pforzheimer Kurier, eine Regionalausgabe der Badischen Neuesten Nachrichten (BNN), die in Karlsruhe ihre Hauptredaktion hat. Der einzige regionale Radiosender ist Hit1 - Das Reporterradio f√ľr Pforzheim, den Enzkreis und Calw auf UKW 91.4. Als Internetmedium gibt es noch GoldTown.de .

Gerichte und Behörden

Pforzheim verf√ľgt √ľber ein Amtsgericht , das zum Landgerichts - und OLG -Bezirk Karlsruhe geh√∂rt. Au√üerdem beherbergt die Stadt ein Arbeitsgericht und mehrere Notariate.

Pforzheim ist auch Sitz des Regionalverbands Nordschwarzwald , der IHK Nordschwarzwald, deren Kammerbezirk die Region Nordschwarzwald umfasst, einer Agentur f√ľr Arbeit und eines Finanzamts .

Die Stadt ist ferner Sitz des Kirchenbezirks Pforzheim der Evangelischen Landeskirche in Baden und des Dekanats Pforzheim des Erzbistums Freiburg.

Bildung

  • Fachhochschule Pforzheim - Hochschule f√ľr Gestaltung, Technik und Wirtschaft mit etwa 4.000 Studierenden. Die Hochschule entstand 1992 durch Zusammenschluss der 1877 gegr√ľndeten ehemaligen "Herzoglichen Kunstgewerbeschule und Fachschule f√ľr die Metallindustrie" mit der 1963 gegr√ľndeten ehemaligen "Staatlichen H√∂heren Wirtschaftsfachschule". Die Bereiche Gestaltung und Technik/Wirtschaft haben getrennte Standorte.
  • Goldschmiede- und Uhrmacherschule. Diese Schule ist die einzige ihrer Art in Europa. Viel ausl√§ndische Sch√ľler besuchen diese Schule.

Die Fachhochschule legt Wert auf Internationalität: Sie ist unter anderem Mitglied im NIBES -Verbund und pflegt regelmäßigen akademischen Austausch mit der Universität Osijek in Kroatien.

Pforzheim hat auch ein Staatliches Seminar f√ľr Didaktik und Lehrerbildung (Grund- und Hauptschulen).

Das Abitur kann auf dem Reuchlin-Gymnasium, dem Kepler-Gymnasium, dem Hebel-Gymnasium, dem Theodor-Heuss-Gymnasium, dem Hilda-Gymnasium, dem Schiller-Gymnasium, der Fritz-Erler-Schule (wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium), der Heinrich-Wieland-Schule (technisches Gymnasium), der Johanna-Wittum-Schule (Ernährungswissenschafltiches Gymnasium/ Biotechnologisches Gymnasium), sowie auf der Waldorfschule abgelegt werden.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Theater

  • Stadttheater Pforzheim (Oper, Operette, Musical, Schauspiel)

Orchester

  • S√ľdwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim - Das Orchester wurde 1950 von Friedrich Tilegant gegr√ľndet. Es wirkte unter anderem bei der Urauff√ľhrung eines Werks von Boris Blacher mit.
  • St√§dtisches Orchester Pforzheim (Stadttheater Pforzheim)

Museen

  • Arch√§ologischer Schauplatz Kappelhof - R√∂mische und mittelalterliche Ausgrabungen
  • B√§uerliches Museum Eutingen
  • DDR-Museum "Gegen das Vergessen"
  • Haus der Landsmannschaften
  • Mineralienmuseum Pforzheim
  • Pforzheim Galerie
  • Reuchlinhaus
  • Schmuckmuseum Pforzheim im Reuchlinhaus
  • Stadtmuseum Pforzheim (Stadtgeschichte)
  • Technisches Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie
  • Bahnhof Wei√üenstein - Eisenbahngeschichte im Raum Pforzheim
  • R√∂mischer Gutshof im Kanzlerwald
  • St√§ndige Musterausstellung (Industriehaus)
  • Edelsteinausstellung Witwe Sch√ľtt
  • Schmuckwelten

Kulturelle Einrichtungen

  • CongressCentrum Pforzheim (CCP)
  • Stadttheater (Oper, Operette, Musical, Ballett, Schauspiel, Podium, Junge B√ľhne, Konzerte...)
  • Stadtbibliothek
  • Kulturhaus Osterfeld (soziokulturelles Zentrum: Theater, Musik, Tanz, Kabarett, Musical, Kunst, Ausstellungen etc.)
  • Kommunales Kino Pforzheim
  • Kupferd√§chle (Jugendkulturtreff)
  • Figurentheater Raphael M√ľrle / Marionettenb√ľhne Mottenk√§fig
  • Club de Amigos

Bauwerke

  • Altes und Neues Rathaus am Marktplatz
  • Archivbau
  • Industriehaus
  • Reuchlinhaus
  • Aussichtsturm auf der B√ľchenbronner H√∂he
  • Bogenbr√ľcke in Dillwei√üenstein
  • Burgruine Liebeneck
  • Kirchen:
    • Schloss- und Stiftskirche St. Michael, das Wahrzeichen der Stadt
    • Altstadtkirche St. Martin (evang.)
    • Auferstehungskirche (evang.)
    • Barf√ľ√üerkirche (kath.)
    • Christuskirche Br√∂tzingen (evang.)
    • Evangelische Stadtkirche
    • Herz-Jesu-Kirche (kath.)
    • Matthaeuskirche, ein Bau von Eiermann, Vorg√§nger der ber√ľhmten Neuen Berliner Ged√§chtniskirche (evang.)
    • St. Franziskus Kirche (kath.)
    • Moschee
  • Leitgastturm
  • Seehaus
  • Alte Kelter Br√∂tzingen
  • Hachelturm
  • Kupferhammer
  • Enzauenpark
  • B√ľchenbronner Aussichtsturm

Sonstige Sehensw√ľrdigkeiten

  • Alpengarten Pforzheim
  • Hauptfriedhof
  • Wallberg. Auf den Wallberg wurden nach der Zerst√∂rung der Stadt (23. Februar 1945) die Tr√ľmmerreste gekarrt, weshalb dieser Tr√ľmmerberg im Volksmund auch "Monte Scherbelino" genannt wird. Auf dem Gipfel erinnert das 2005 zum 60.Jahrestag neu errichtete Mahnmal-Wallberg an die Geschichte der Stadt.
  • Stadion Br√∂tzinger Tal. Klassisches Fu√üball-Stadion des 1. FC Pforzheim von 1896, das 1913 er√∂ffnet wurde. Zuschauerrekord "15.000 bis 20.000" Besucher beim Spiel S√ľddeutschland gegen Zentralungarn 1920. Nachkriegszeit: Je 12.000 Zuschauer bei den Pokalspielen 1. FC Pforzheim - 1.FC N√ľrnberg 2:1 n.V. (1961) und 1. FC Pforzheim - Werder Bremen 1:1 n.V. (1988). Der Verein, genannt "der Club", der den ersten Spielf√ľhrer der Nationalelf und insgesamt elf A-Nationalspieler stellte, musste im Februar 2004 Insolvenz anmelden und spielt 2004-05 erstmals in seiner Geschichte "nur" in der 5. Liga, der Verbandsliga Nordbaden. 1906 unterlag der Verein im Endspiel um die Deutsche Fu√üball-Meisterschaft in N√ľrnberg dem VfB Leipzig mit 1:2.
  • Wildpark Pforzheim
  • Skulpturenweg Seehaus Pforzheim. Im Waldgebiet Hagenschiess stellen zur Zeit 14 K√ľnstler ihre Werke aus. Der Skulpurenweg ist als sich st√§ndig weiterentwickelnde Dauerausstellung konzipiert. Pro Jahr kommen ca. 2-3 neue Objekte hinzu, andere Werke werden wieder abgebaut oder ersetzt.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Januar: Internationales Fu√üball-Hallenturnier des 1. FC Pforzheim (√§ltestes Hallenturnier der Welt)
  • Februar: Faschingsumzug in Dillwei√üenstein
  • Mai: Internationales Pfingstturnier des VfR Pforzheim
  • Juni: "Pforzemer Mess"
  • Juli: Pforzheimer Goldschmiedemarkt
  • Juli: "Gruschtelmarkt" (Flohmarkt)
  • Juli: Internationales Pforzheimer Musik- & Theaterfestival
  • Juli: "Marktplatzfest" 2-j√§hrig (eines der gr√∂√üten "Umsonst-und-drau√üen" Feste in S√ľddeutschland)
  • August: "Oechsle-Fest"
  • September: "Br√∂tzinger Samstag"
  • November: Weihnachtsbastelmarkt
  • November/Dezember: Weihnachtsmarkt in der Innenstadt
  • Hoffest Bay. Brauhaus ( alle 2 Jahre )
  • Tour de France (nur 2005)

Persönlichkeiten

Ehrenb√ľrger

(kleine Auswahl)

  • 1939 Alfons Kern , Historiker
  • 1965 Dr. Johann Peter Brandenburg, deutscher Politiker ( FDP / DVP , MdL , Oberb√ľrgermeister
  • 1985 Dr. Willi Weigelt , deutscher Politiker ( SPD ), Oberb√ľrgermeister
  • 1991 Richard Ziegler , Maler
  • 1998 Rolf Schweizer , Kirchenmusikdirektor

Söhne und Töchter der Stadt

  • 1455 , 29. Januar , Johannes Reuchlin , ‚Ć 30. Juni 1522 in Stuttgart; Humanist und Philosoph
  • 1798 , 21. Oktober , Karl Heinrich Baumg√§rtner , ‚Ć 11. Dezember 1886 in Baden-Baden, Pathologe
  • 1802 , 11. Januar , Christian Friedrich Wilhelm Roller , ‚Ć 4. Januar 1878 in Achern, Psychiater
  • 1849 , Bertha Benz , geb. Ringer, ‚Ć 1944, Ehefrau von Carl Benz
  • 1866 , 31. Januar , Emil Strau√ü , † 10. August 1960 in Freiburg im Breisgau, deutscher Dichter
  • 1877 , Prof. Dr. Heinrich Otto Wieland , ‚Ć 1957; Nobelpreistr√§ger f√ľr Chemie 1927
  • 1878 , 7.M√§rz , Maximilian Karl Josef genannt Emil Salm , ‚Ć 14.Februar 1938, Bildhauer vieler Plastiken in Pforzheim
  • 1899 , 18. Dezember , Karl Abt , ‚Ć Dezember 1985, Maler
  • 1905 , Johann Peter Brandenburg, ‚Ć 1977 , Politiker der FDP / DVP und Oberb√ľrgermeister von Pforzheim
  • 1913 , 1. Januar , Hans Lutz Merkle , † 22. September 2000, Vorstandsvorsitzender Robert Bosch GmbH
  • 1943 , 6. Juni , Klaus Mangold , ehemaliger Aufsichtsratschef von Toll Collect
  • 1948 , 30. Mai , Dieter Kosslick , Leiter der Berlinale
  • 1953 , 26. M√§rz , Ren√© Weller , ehemaliger Boxweltmeister, derzeit Dichter
  • 1954 , 18. September , Peter Bofinger , Mitglied im Sachverst√§ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
  • 1961 , 13. April , Uwe H√ľbner , H√∂rfunk- und Fernsehmoderator ( ZDF-Hitparade u.a.)
  • 1962 , 6. August , Annette C. Anton , Buchautorin, Lektorin und Literaturagentin
  • 1966 , 4. April , Stefan Mappus, 2004 bis 2005 Umwelt- und Verkehrsminister von Baden-W√ľrttemberg
  • 1977 , 3. Mai , Nicola Thost , 1998 Olympiasiegerin Snowboard Halfpipe

Sonstiges

  • In Pforzheim ist die Freimaurerloge Reuchlin ans√§ssig.
  • Aus Pforzheim stammt die international erfolgreiche Rockband Fool's Garden ("Lemon Tree").
  • Busse in B√ľrgerhand ist ein Aktionsb√ľndnis gegen eine Privatisierung der st√§dtischen Verkehrsbetriebe (SVP)

Literatur

  • Badisches St√§dtebuch; Band IV 2. Teilband aus "Deutsches St√§dtebuch. Handbuch st√§dtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst√ľtzung des Deutschen St√§dtetages, des Deutschen St√§dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1959
  • Das Land Baden-W√ľrttemberg - Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht B√§nden); Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-W√ľrttemberg; Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe; Stuttgart, 1976, ISBN 3-17-002542-2

Weblinks

Wiktionary: Pforzheim ‚Äď Wortherkunft, Synonyme und √úbersetzungen

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