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Letzte Änderung für Artikel Ellwangen (Jagst): 12.02.2006 21:28

Ellwangen (Jagst)

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Wappen Karte
Wappen Ellwangens Deutschlandkarte, Position von Ellwangen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W├╝rttemberg
Regierungsbezirk : Stuttgart
Landkreis : Ostalbkreis
Gemeindeart : Gro├če Kreisstadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 48┬░ 58' N, 10┬░ 08' O
48┬░ 58' N, 10┬░ 08' O
H├Âhe : 490 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 127,45 km┬▓
Einwohner : 25.268 (30.Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 198 Einwohner je km┬▓;
Ausl├Ąnderanteil : 5,6 %
Postleitzahl : 73471-73479 (alt: 7090)
Vorwahl : 07961, 07965
Kfz-Kennzeichen : AA
Gemeindeschl├╝ssel : 08 1 36 019
Stadtgliederung: Kernstadt und 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Spitalstra├če 4
73479 Ellwangen
Website: www.ellwangen.de
E-Mail-Adresse: info@ellwangen.de
Politik
Oberb├╝rgermeister : Karl Hilsenbek

Ellwangen an der Jagst, amtlich Ellwangen (Jagst), ist eine Stadt im Osten Baden-W├╝rttembergs nahe der Grenze zu Bayern, etwa 17 km n├Ârdlich von Aalen. Sie ist mit ca. 25 000 Einwohnern nach Aalen und Schw├Ąbisch Gm├╝nd die drittgr├Â├čte Stadt des Ostalbkreises. Ellwangen bildet ein Mittelzentrum f├╝r die umliegenden Gemeinden.

Die Einwohnerzahl Ellwangens ├╝berschritt im Rahmen der Gebietsreform 1972 die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Gro├čen Kreisstadt , was die baden-w├╝rttembergische Landesregierung mit Wirkung vom 1. Februar 1972 beschloss. Mit den Gemeinden Adelmannsfelden, Ellenberg, Jagstzell, Neuler, Rainau, Rosenberg und W├Ârt hat die Stadt eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Ellwangen liegt im Tal der Jagst, wo diese aus dem Albvorland in die Ellwanger Berge, einem Teil des Schw├Ąbisch-Fr├Ąnkischen Waldes eintritt. Die Jagst betritt von Rainau kommend im S├╝dwesten das Stadtgebiet, flie├čt dann in n├Ârdlicher Richtung an den Stadtteil Schrezheim und Rotenbach vorbei, anschlie├čend durch die Kernstadt und durch den Stadtteil Rindelbach, um es schlie├člich im Nordwesten in Richtung Jagstzell wieder zu verlassen.

Nachbargemeinden

Folgende St├Ądte und Gemeinden grenzen an die Stadt Ellwangen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
Jagstzell, Ellenberg, St├Âdtlen, Unterschneidheim, Westhausen , Rainau, Neuler und Rosenberg (alle Ostalbkreis)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Ellwangens besteht aus der Kernstadt und den im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre eingegliederten vier Gemeinden Pfahlheim, Rindelbach, R├Âhlingen und Schrezheim mit ihren jeweils zugeh├Ârigen Ortsteilen und Weilern. Die vier Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-w├╝rttembergischen Gemeindeordnung, das hei├čt sie haben jeweils einen von der Bev├Âlkerung der Ortschaft bei jeder Kommunalwahl neu zu w├Ąhlenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher an der Spitze.

Zur Kernstadt und zu den Stadtteilen geh├Âren eine Vielzahl meist r├Ąumlich getrennter Wohnpl├Ątze oder Ortsteile mit eigenem Namen. Diese haben meist eine lange eigenst├Ąndige Geschichte. In der Kernstadt unterscheidet man dar├╝ber hinaus auch noch Wohngebiete, die im Zuge ihrer Bebauung einen eigenen Namen bekamen, doch sind die Grenzen hierbei oftmals nicht genau festgelegt

  • zur Kernstadt geh├Âren: Braune Hardt, Schloss ob Ellwangen und Sch├Ânenberg
  • zu Pfahlheim geh├Âren: Beersbach, Buchhausen, Halheim, Hammerm├╝hle, Hardt, Hirlbach, Hochgreut, Hofstetten, Pfeifh├Ąusle und Sonnenhof
  • zu Rindelbach geh├Âren: Borsthof, Eigenzell, Gehrens├Ągm├╝hle, Holbach, Kalkh├Âfe, Kellerhaus, Rabenhof, Rattstadt, Rotkreuz, Scheuens├Ągm├╝hle, Sch├Ânau, Sch├Ânenberg, Stocken, Stockens├Ągm├╝hle und Treppelm├╝hle
  • zu R├Âhlingen geh├Âren: Dettenroden, Elberschwenden, Erpfental, Heisterhofen, Killingen, Neunheim, Neunstadt, R├Âtlen, Schafhof, Steigberg, S├╝├čhof und Wagnershof
  • zu Schrezheim geh├Âren: Altmannsrot, Altmannsweiler, Bahnm├╝hle, Eggenrot, Engelhardsweiler, Espachweiler, Glass├Ągm├╝hle, Griesweiler, Hinterlengenberg, Hintersteinb├╝hl, Lindenh├Ąusle, Lindenhof, Lindenkeller, ├ľlm├╝hle, Rotenbach, Schleifh├Ąusle und Vorderlengenberg

Raumplanung

Ellwangen bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Ostw├╝rttemberg. Zum Mittelbereich Ellwangen geh├Âren die St├Ądte und Gemeinden im Norden des Ostalbkreises, und zwar Adelmannsfelden, Ellenberg, Jagstzell, Neuler, Rainau, Rosenberg, St├Âdtlen, Tannhausen, Unterschneidheim und W├Ârt.

Geschichte

Ellwangen entstand im 7. Jahrhundert als eine alamannische Siedlung am Stelzenbach. Die Br├╝der Hariolf und Erlolf ( Bisch├Âfe der franz├Âsischen Stadt Langres ) gr├╝ndeten im Jahr 764 auf einem H├╝gel direkt neben der Ansiedlung ein Benediktinerkloster. Das Kloster in Ellwangen wurde bereits am 8. April 814 in einer Urkunde Ludwigs des Frommen urkundlich erw├Ąhnt (Elehenuuang).

Im 12. und 13. Jahrhundert entwickelte sich aus dem Wohnbereich der zum Kloster geh├Ârenden Laien die Stadt, deren Bewohner jedoch unter der Oberhoheit des Abtes standen. Das Kloster wurde sp├Ątestens ab 1124 exemt , das hei├čt, es unterstand direkt dem Papst . Seine ├äbte waren ab 1215 Reichsf├╝rsten . 1460 wurde die Abtei in ein weltliches Chorherrenstift mit einem F├╝rstpropst an der Spitze umgewandelt. Es umfasste zun├Ąchst ein Gebiet, das aus den ├ämtern Ellwangen, Tannenberg und Kochenburg bestand. 1471 kam das Amt R├Âtlen, 1545 Wasseralfingen und 1609 Heuchlingen dazu.

1802 wurde es s├Ąkularisiert und dem Kurf├╝rstentum W├╝rttemberg zugeordnet und war zun├Ąchst Sitz der Regierung von Neuw├╝rttemberg . 1803 wurde es Sitz eines Oberamtes, das 1806 Teil des K├Ânigreichs W├╝rttemberg wurde. 1807 wurde Ellwangen Sitz des Jagstkreises, der 1924 aufgel├Âst wurde. Der w├╝rttembergische K├Ânig wollte Ellwangen zum Sitz eines katholischen Bistums f├╝r sein Land machen. Daher erhielt Ellwangen 1812 ein Generalvikariat und ein Priesterseminar sowie eine katholisch-theologische Fakult├Ąt . Letztere wurde jedoch sp├Ąter Teil der Universit├Ąt T├╝bingen , die anderen Einrichtungen wurden 1817 nach Rottenburg am Neckar verlegt, das 1821 Sitz des neuen Bistums f├╝r W├╝rttemberg wurde.

Ellwangen blieb danach eine w├╝rttembergisch Kleinstadt mit Sitz eines Oberamtes, das 1938 aufgel├Âst wurde. Seither geh├Ârte das Gebiet zum Landkreis Aalen, der bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 Teil des Ostalbkreises wurde. Die Einwohnerzahl erh├Âhte sich um rund 50 Prozent nach Kriegsende, da nach Ellwangen viele Heimatvertriebene vor allem aus dem s├╝dlichen B├Âhmerwald gebracht worden sind. Durch Eingemeindungen im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung und die Einwohnerzahl ├╝berschritt die 20.000-Grenze.

Ellwangen um 1900
Ellwangen um 1900

Die Stadtteile Ellwangens haben ebenfalls eine lange Geschichte:

Pfahlheim wurde bereits im 8. Jahrhundert erw├Ąhnt. Mit Pfahl ist der r├Âmische Limes gemeint. Die G├╝ter des Dorfes wurden im 13. Jahrhundert von Ellwangen erworben. Bis 1504 ist ein Ortsadel ellwangischer Ministerialen genannt. Diese verkauften ihre Burg, G├╝ter und Rechte an Ellwangen, so dass das Dorf die Geschicke Ellwangens teilte. Der Ort bildete seit 1471 ein Unteramt innerhalb des Oberamtes R├Âtlen und kam 1802 an W├╝rttemberg, wo er bis 1938 zum Oberamt Ellwangen geh├Ârte. Der zu Pfahlheim geh├Ârige Weiler Buchhausen sowie Teile von Beersbach geh├Ârten teilweise den Herren zu Oettingen-Spielberg und kam 1806 zun├Ąchst zu Bayern, doch 1810 ebenfalls an W├╝rttemberg.

Rindelbach wurde um 1337 als "Rennelbach" erstmals erw├Ąhnt und war schon ab 1337 ellwangisch, mit dem es 1802 an W├╝rttemberg kam und dem Oberamt Ellwangen zugeordnet wurde.

R├Âhlingen wurde im 9. Jahrhundert als "Rehilingen" erstmals erw├Ąhnt. Bis Anfang des 15. Jahrhunderts gab es einen Ortsadel, der sich wohl aus ellwangischen Ministerialen rekrutierte. Diese verkauften, wie sp├Ąter die ebenfalls beg├╝terten Herren von Killingen den Ort an Ellwangen. Dann geh├Ârte R├Âhlingen zum Oberamt R├Âtlen und kam 1802 an W├╝rttemberg, wo es eine Gemeinde im Oberamt Ellwangen wurde.

Schrezheim wurde um 1140 als "Screzheim" erstmals erw├Ąhnt. Ellwangen war bereits 1337 beg├╝tert und besa├č bald den ganzen Ort. 1802 fiel er an W├╝rttemberg und geh├Ârte zum Oberamt Ellwangen. Der zugeh├Ârte Weiler Eggenrot war bis 1802 teilweise auch im Besitz der Herren von Adelmannsfelden. Der Hauptteil war jedoch ellwangisch. 1802 kam er mit Schrezheim an W├╝rttemberg.

Religionen

Die Bev├Âlkerung Ellwangens geh├Ârte urspr├╝nglich zum Bistum Augsburg und war dem Landkapitel Ellwangen unterstellt. Das Kloster und ein Teil der Stadt wurden sp├Ątestens 1124 exemt , das hei├čt, unabh├Ąngig vom Bischof und nur dem Papst unterstellt. Ab 1524 sollte die Reformation eingef├╝hrt werden, doch scheiterte dies am Widerstand des F├╝rstpropstes Heinrich von der Pfalz. Auch dessen Nachfolger lie├č die protestantische Lehre nicht zu, so dass Ellwangen ├╝ber Jahrhunderte eine ├╝berwiegend katholische Stadt war. Neben der Stiftskirche St. Veit, der Pfarrkirche f├╝r das exemte Stift, gab es seit dem 13. Jahrhundert auch eine Pfarrkirche f├╝r die Stadtpfarrei. Dabei handelte es sich um die Marienkirche. Nach dem ├ťbergang an W├╝rttemberg wurden beide Pfarreien 1818 vereinigt. Seither war St. Veit die alleinige Pfarrkirche, die nach Gr├╝ndung des Bistums Rottenburg Sitz eines Dekanats wurde. 1969 wurde die alte St. Wolfgangkirche die zweite Pfarrkirche Ellwangens, die auch die Katholiken aus Schrezheim betreut. Die Heilig-Geist-Kirche wurde dann die 3. Pfarrkirche. Diese drei Pfarreien bilden heute mit der Filialkirchengemeinde St. Patricius Eggenrot die Seelsorgeeinheit 1 innerhalb des Dekanats Ellwangen des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Auch die heute zu Ellwangen geh├Ârigen Stadtteile blieben nach der Reformation katholisch, so dass es meist katholische Kirchengemeinden und alte Kirchen gibt. Die Kirchengemeinden sind heute zur Seelsorgeeinheit 2 innerhalb des Dekanats Ellwangen zusammen geschlossen. Zu dieser Seelsorgeeinheit geh├Âren die Pfarrei Zu unserer lieben Frau auf dem Sch├Ânenberg (sie betreut auch die Katholiken aus Rindelbach), die Pfarrei St. Petrus und Paulus R├Âhlingen, die Pfarrei St. Johann Baptist Beersbach und die Pfarrei St. Nikolaus Pfahlheim.

Protestanten kamen erst nach dem ├ťbergang an W├╝rttemberg wieder nach Ellwangen. Bereits 1802 wurde die mit der katholischen Stiftskirche nach wie vor verbundene ehemalige Jesuitenkirche evangelische Garnisonskirche . 1817 wurde sie die erste protestantische Pfarrkirche Ellwangens. Die Kirchengemeinde betreut auch alle Protestanten in den Stadtteilen Rindelbach und Schrezheim und geh├Ârt zum Dekanat Aalen innerhalb der Evangelischen Landeskirche in W├╝rttemberg . Die Protestanten in den Stadtteilen Pfahlheim und R├Âhlingen geh├Âren zur Kirchengemeinde Unterschneidheim-Walxheim.

Neben den beiden gro├čen Kirchen gibt es in Ellwangen auch Freikirchen und Gemeinden, darunter die Freie Evangeliums Gemeinde (Baptisten) Ellwangen e. V. und die Christus-Gemeinde Ellwangen e. V., eine freie evangelische Gemeinde. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Ellwangen vertreten.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand sind Sch├Ątzungen, Volksz├Ąhlungsergebnisse (┬╣) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen ├ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1803 2.451
1810 2.032
1823 2.608
1843 3.802
1861 3.623
1. Dezember 1871 4.145
1. Dezember 1880 ┬╣ 4.697
1. Dezember 1890 ┬╣ 4.606
1. Dezember 1900 ┬╣ 4.747
1. Dezember 1910 ┬╣ 4.722
16. Juni 1925 ┬╣ 5.653
16. Juni 1933 ┬╣ 5.924
Jahr Einwohnerzahlen
17. Mai 1939 ┬╣ 6.944
1946 9.415
13. September 1950 ┬╣ 10.390
6. Juni 1961 ┬╣ 12.538
27. Mai 1970 ┬╣ 13.155
31. Dezember 1975 21.994
31. Dezember 1980 21.242
27. Mai 1987 ┬╣ 21.538
31. Dezember 1990 22.594
31. Dezember 1995 24.153
31. Dezember 2000 24.836
31. Dezember 2004 25.227

┬╣ Volksz├Ąhlungsergebnis

Eingemeindungen

In die Stadt Ellwangen wurden folgende Gemeinden eingegliedert:

  • 1. Januar 1972 : Rindelbach, R├Âhlingen und Schrezheim
  • 1. Januar 1973 : Pfahlheim

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht seit der letzten Kommunalwahl am 13. Juni 2004 aus 37 Mitgliedern, deren Amtszeit 5 Jahre betr├Ągt. Die Sitze verteilen sich auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen wie folgt:

  • CDU 19 Sitze
  • FW 7 Sitze
  • SPD 6 Sitze
  • GR├ťNE 5 Sitze

B├╝rgermeister

An der Spitze der Stadt Ellwangen stand der vom Abt bzw. Propst ernannte Stadt vogt , der seit der 2. H├Ąlfte des 18. Jahrhunderts Vizedom genannt wurde. Daneben gab es einen Stadtschulthei├č, dessen Amt ebenfalls vom Abt bzw. Propst verliehen wurde. Das Stadtgericht war zugleich der Rat.

Nach dem ├ťbergang an W├╝rttemberg wurde 1819 das Amt des "Stadtschulthei├č" eingef├╝hrt. Ab 1930 f├╝hrte dieser die Amtsbezeichnung B├╝rgermeister und mit der Erhebung zur Gro├čen Kreisstadt am 1. Februar 1972 tr├Ągt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberb├╝rgermeister. Dieser wird heute von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gew├Ąhlt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats . Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "B├╝rgermeister".

Die Stadtoberh├Ąupter seit 1819:

  • 1819 - 1860 : Ulrich Rettenmaier
  • 1861 - 1881 : Johann Leonhard Bayrhammer
  • 1881 - 1903 : Hermann Mayrhausen
  • 1903 - 1933 : Karl Ettensperger
  • 1933 - 1942 : Adolf K├Âlle
  • 1942 - 1945 : Dr. Friedrich Wilhelm Erbacher
  • 1945 : Hugo-Wilhelm Oechsle
  • 1945 - 1946 : Otto Schreiner
  • 1946 - 1954 : Alois Seibold
  • 1954 - 1962 : Alois Rothmaier
  • 1962 - 1982 : Karl W├Âhr
  • 1982 - 1995 : Dr. Stefan Schultes
  • 1995 - 2003 : Dr. Hans-Helmut Dieterich
  • 2003 -heute: Karl Hilsenbek

Wappen und Flagge

Das Wappen der Stadt Ellwangen zeigt in Blau ein durchgehendes rotes Andreaskreuz, bewinkelt von vier goldenen Lilien. Die Stadt flagge ist blau-rot. Das Wappen wird seit 1802 /03 in der heutigen Form gef├╝hrt. Dabei handelt es sich um das Wappen des franz├Âsischem Bistums Langres. Es wurde bereits als Wappen der Klostergr├╝nder Hariolf und Erlolf am Stift Ellwangen abgebildet.

St├Ądtepartnerschaften

Ellwangen (Jagst) unterh├Ąlt St├Ądtepartnerschaften mit folgenden St├Ądten:

  • Langres ( Haute-Marne , Frankreich ), seit 1964
  • Abbiategrasso ( Italien ), seit 1991

Diese beiden St├Ądte haben auch untereinander eine St├Ądtepartnerschaft.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftlich wird Ellwangen von mittelst├Ąndischen Betrieben und dem Einzelhandel gepr├Ągt. Die gr├Â├čten Arbeitgeber der Stadt sind der Batteriehersteller VARTA, der hier seine Knopfzellenproduktion hat, sowie die Bundeswehrgarnison.

Verkehr

Die N├Ąhe der Bundesautobahn A 7 (eigene Anschlussstelle Ellwangen) sowie die Eingliederung der Nachbargemeinden Rindelbach , R├Âhlingen , Schrezheim und Pfahlheim im Zuge der Gemeindereform und dem damit verbundenen Gebietszuwachs haben wesentlich zum wirtschaftlichen Aufschwung Ellwangens beigetragen. Durch das Stadtgebiet f├╝hrt auch die Bundesstra├če 290 Aalen-Crailsheim.

Dar├╝ber hinaus ist die Stadt seit 1958 Bundeswehrstandort . Ellwangen liegt an der Bahnlinie Stuttgart - N├╝rnberg und hat damit zweist├╝ndlich Anschluss an das Intercity -Netz der Deutschen Bahn , eine st├╝ndliche RegionalExpress -Verbindung nach Aalen/Ulm sowie eine zweist├╝ndliche RegioalExpress-Verbindung nach Crailsheim.

Gerichte, Beh├Ârden und Einrichtungen

Ellwangen verf├╝gt ├╝ber ein Amtsgericht und ein Landgericht , die zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart geh├Âren sowie ein Notariat . Ferner befindet sich hier eine Forstliche Au├čenstelle des Landratsamt Ostalbkreis.

Die Stadt ist auch Sitz des Dekanats Ellwangen des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Bildungseinrichtungen

Als Schul- und Beh├Ârdenstadt hat Ellwangen auch ├╝berregional Bedeutung. Die Stadt ist Tr├Ąger von zwei Gymnasien (Hariolf- und Peutinger-Gymnasium), einer Realschulen (Eugen-Bolz-Realschule), einer F├Ârderschule (Sch├Âner-Graben-Schule), drei Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Buchenbergschule und Mittelhofschule in der Kernstadt sowie Johann-Sebastian-von-Drey-Schule R├Âhlingen) sowie f├╝nf selbst├Ąndigen Grundschulen (Klosterfeldschule in der Kernstadt, Kastellschule Pfahlheim, St.-Georg-Schule Schrezheim, Grundschule Rindelbach und Grundschule Neunheim).

Der Ostalbkreis ist Schultr├Ąger des Beruflichen Schulzentrums (Gewerbliche, Kaufm├Ąnnische und Hauswirtschaftliche Schule) unter anderem mit einem Technischen Gymnasium.

Das Privates M├Ądchengymnasium und die private M├Ądchenrealschule St. Gertrudis, das Institut f├╝r sozialp├Ądagogische Berufe (Berufsfachschule) und die Private Schule f├╝r Erziehungshilfe sowie die Schule f├╝r Kranke in l├Ąngerer Krankenhausbehandlung am Kinder- und Jugenddorf Marienpflege runden das schulische Angebot in Ellwangen ab:

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Museen

Das Alamannenmuseum Ellwangen ist eines der bedeutendsten Museen zur Geschichte der Alamannen . Weitere Museen sind das Schlossmuseum (Zeugnisse der f├╝rstpr├Âpstlichen Vergangenheit, unter anderem Schrezheimer Fayencen) sowie die Bauernstube und das Jagdmuseum im Stadtteil Pfahlheim.

Ferner gibt es mehrere Galerien in Ellwangen.

Bauwerke

Sehenswert ist vor allem die Stiftskirche St. Veit (Weihetag 3. Oktober 1233), das Wahrzeichen der Stadt, eine dreischiffige, kreuzf├Ârmige Basilika aus dem 12. Jahrhundert , die als die bedeutendste romanische Gew├Âlbebasilika in Schwaben anzusehen ist. Die Erhebung zur Basilica minor erfolgte 1964 . Gleich daneben die Evangelische Stadtkirche, die ehemalige Jesuitenkirche.

In der barocken Innenstadt sind ferner sehenswert das ehemalige Jesuiten-Gymnasium, das ehemalige Stiftsrathaus, mehrere Stiftsherrenh├Ąuser am Markplatz, die ehemalige Kustorie, die ehemalige Statthalterei, das Palais Adelmann, die Marienkirche (gotische Kirche von 1427 , 1612 umgebaut ), die St. Wolfgangskirche (1476 geweiht), der Stadtturm (ehemaliger Wehrturm aus dem Mittelalter) und das Rathaus (ehemaliges Spital zum Heiligen Geist).

Au├čerhalb der Innenstadt sind die Marienwallfahrtskirche auf dem Sch├Ânenberg und das Schloss ob Ellwangen zu erw├Ąhnen. In der Wallfahrtskirche auf dem Sch├Ânenberg wurde zum erstenmal, von den Gebr├╝dern Michael und Christian Thumb der Typus des Vorarlberger M├╝nsters verwirklicht. Dieses M├╝nsterschema wurde etwa ab 1680 zum f├╝hrenden Schema f├╝r s├╝ddeutsche Kirchenneubauten und bestimmte die Gestalt der meisten der oberschw├Ąbischen Klosterkirchen.

In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen und Kapellen:

  • Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus Pfahlheim, 1891 neu erbaut von J. Caden, der Turm jedoch noch sp├Ątgotisch
  • Katholische Pfarrkirche Beersbach mit sp├Ątgotischem Turm mit Zeltdach
  • Kapelle zu den Heiligen Maria und Gangolf Eigenzell, im Kern gotisch mit polygonem eingew├Âlbtem Chor
  • Kapelle zur Heiligen Dreifaltigkeit Rattstadt, erbaut 1731
  • Katholische Kirche St. Peter und Paul R├Âhlingen, erbaut 1898 -1901 in der N├Ąhe einer sp├Ątromanischen Vorg├Ąngerkirche. Die Rokokokapelle war im 19. Jahrhundert Marienwallfahrtsort.
  • Kapelle St. Ursula Heisterhofen, erbaut 1702
  • Barockkapelle St. Martin Killingen, Kapelle zu den Heiligen Schutzengeln Neunheim ( 1724 ), *Kapelle zu den 14 Nothelfern Neunstadt ( 1722 ), Katharinenkapelle R├Âtlen
  • Antonius-Kapelle Schrezheim, gestiftet 1692 und 1729 geweiht.
  • Katholische Kirche St. Patrizius Eggenrot, erbaut im 18. Jahrhundert
  • Kapelle Rotenbach, erbaut 1737

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

Seit ├╝ber 1000 Jahren findet nach dem Dreik├Ânigstag der Kalte Markt statt, ein traditioneller Pferdemarkt .

Pers├Ânlichkeiten

Ehrenb├╝rger

Die Stadt Ellwangen (Jagst) hat folgenden Personen das Ehrenb├╝rgerreicht verliehen:

  • 1928 : Karl Ettensperger, B├╝rgermeister
  • 1961 : Dr. h.c. Karl F├Ąrber, Publizist
  • 1964 : Dr. phil. Viktor Burr
  • 1982 : Karl W├Âhr, Oberb├╝rgermeister
  • 1997 : Josef Merz, Gemeinderat und Fraktionsvorsitzender der CDU

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

  • 1484 , 13. Dezember in R├Âtlen, Paul Speratus , ÔÇá 12. August 1551 in Marienwerder (Westpreu├čen), katholischer Priester, Reformator und Liederdichter
  • 1611 , 2. Januar , Servilian Weihelin (Veihelin) , ÔÇá 6. Oktober 1675, SJ, Theologe
  • 1777 , 16. Oktober in Killingen, Johann Sebastian von Drey , ÔÇá 19. Februar 1853 in T├╝bingen, kath. Theologe, Prof. f├╝r Apologetik und Dogmatik an der Universit├Ąt in Ellwangen und ab deren Verlegung ab 1817 in T├╝bingen; Begr├╝nder der kath. "T├╝binger Schule"
  • 1780 , 27. November , Josef von Beroldingen , ÔÇá 28. Januar 1868 Staatsminister, Generalleutnant Stuttgart
  • 1824 , Theodor Ge├čler , ÔÇá 1886 in Urach, Professor der Rechtswissenschaft und Kanzler der Universit├Ąt in T├╝bingen, 1870-1885 w├╝rttembergischer Staatsminister des Kirchen- und Schulwesens
  • Karlmann Gei├č , Pr├Ąsident des Bundesgerichtshofs
  • Friedrich Haug , 1957 bis 1974 Richter am Bundessozialgericht
  • Wilhelm Jordan , deutscher Geod├Ąt und Mathematiker
  • Helmut Esdar , Maler und Bildhauer, 1908 - 1982
  • Philipp Jenninger , Bundestagspr├Ąsident von 1984-1988, * 10. Juni 1932
  • Paul Wengert , Oberb├╝rgermeister der Stadt Augsburg, * 18. November 1952

Literatur

  • W├╝rttembergisches St├Ądtebuch; Band IV Teilband Baden-W├╝rttemberg Band 2 aus "Deutsches St├Ądtebuch. Handbuch st├Ądtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst├╝tzung des Deutschen St├Ądtetages, des Deutschen St├Ądtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961

Weblinks

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Wikipedia

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