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Letzte Änderung für Artikel Balingen: 17.02.2006 22:40

Balingen

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Wappen Karte
Wappen von Balingen Deutschlandkarte, Position von Balingen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : T√ľbingen
Region : Neckar-Alb
Landkreis : Zollernalbkreis
Geografische Lage :
Koordinaten: 48¬į 16' N, 08¬į 51' O
48¬į 16' N, 08¬į 51' O
H√∂he : 519 m √ľ. NN
Fläche : 90,34 km²
Einwohner : 34.338 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 380 Einwohner je km²
Postleitzahl : 72301-72336 (alt: 7460)
Vorwahl : 07433
Kfz-Kennzeichen : BL
Gemeindeschl√ľssel : 08 4 17 002
Stadtgliederung: Kernstadt und 12 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Färberstr. 2
72336 Balingen
Offizielle Website: www.balingen.de
E-Mail-Adresse: stadt@balingen.de
Politik
Oberb√ľrgermeister : Dr. Edmund Merkel ( CDU )
Balingen 1907
Balingen 1907

Balingen ist eine Stadt im S√ľden Baden-W√ľrttembergs, etwa 75 km s√ľdlich von Stuttgart. Sie ist die Kreisstadt und nach Albstadt die zweitgr√∂√üte Stadt des Zollernalbkreises und bildet ein Mittelzentrum f√ľr die umliegenden Gemeinden. Seit 1. Januar 1974 ist Balingen Gro√üe Kreisstadt . Mit der Nachbarstadt Geislingen hat die Stadt eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Balingen liegt, umgeben von den Balinger Bergen (u.a. der Plettenberg, Schafberg, Lochen und das H√∂rnle ), im Tal der Eyach, einem Nebenfluss des Neckars. Der Fluss betriff von Albstadt kommend im S√ľdosten das Stadtgebiet, flie√üt dann in nordwestlicher Richtung, westlich des Stadtteils D√ľrrwangen vorbei, nimmt dann den von Osten kommenden Schalksbach auf, flie√üt dann weiter durch den Stadtteil Frommern und erricht schlie√ülich die s√ľdliche Kernstadt. Dann flie√üt die Eyach nach Norden, die Altstadt liegt am linken Ufer des Flusses, verl√§sst die Kernstadt und flie√üt dann zwischen den Stadtteilen Ostdorf und Engstlatt durch um das Stadtgebiet im Norden in Richtung Haigerloch wieder zu verlassen. Angrenzend zur Stadtmitte liegt der Heuberg , der schw√§bische Blocksberg, und eine Schwefelquelle (1724 entdeckt).

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Balingen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören alle zum Zollernalbkreis:

Grosselfingen, Bisingen, Albstadt, Meßstetten, Hausen am Tann, Dotternhausen, Dormettingen, Geislingen und Haigerloch.

Stadtgliederung

Die Stadt besteht aus der Kernstadt und Stadtteilen D√ľrrwangen, Endingen, Engstlatt, Erzingen, Frommern, Heselwangen, Ostdorf, Ro√üwangen, Stockenhausen, Streichen, Weilstetten und Zillhausen, wobei die meisten dieser Stadtteile erst im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre nach Balingen eingegliedert wurden. Heselwangen war bereits 1934 nach Balingen und D√ľrrwangen 1937 nach Frommern eingemeindet worden.

F√ľr die Stadtteile wurden insgesamt acht Ortschaften im Sinne der baden-w√ľrttembergischen Gemeindeordnung eingerichtet, das hei√üt, diese haben jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl neu zu w√§hlenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. Die Zahl der Mitglieder im Ortschaftsrat richtet sich nach der Einwohnerzahl der Ortschaft und liegt zwischen 7 und 13. In jedem der Ortschaften gibt es eine Ortschaftsverwaltung, quasi ein "Rathaus vor Ort", dessen Leiter der Ortsvorsteher ist. Die acht Ortschaften sind: Endingen, Engstlatt, Erzingen, Frommern (mit D√ľrrwangen und Stockenhausen), Ostdorf, Streichen, Weilstetten (mit Ro√üwangen) und Zillhausen. Heselwangen wird direkt von der Kernstadt Balingen aus verwaltet.

Zu einigen Stadtteilen gehören noch räumlich getrennten Wohnplätze mit eigenem Namen, die jedoch meist nur wenige Einwohner haben oder Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen sind zu nennen:

  • in der Kernstadt: Holderhof, Reichenbacher Hof, Stadtm√ľhle und Schmiden
  • in Endingen: Eckhaus, Galgenrain und Kutzm√ľhle
  • in Erzingen: Bronnhaupten
  • in Frommern: S√§ge und Ziegelh√ľtte
  • zu Ostdorf: B√∂llatm√ľhle, Gie√üm√ľhle, Kaunter Gipsm√ľhle, Obere M√ľhle, Wirtschaft zum K√ľhlen Grund
  • zu Weilerstetten: Hotel Lochen
  • zu Zillhausen: Wannental

Raumplanung

Balingen bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Neckar-Alb, zu dessen Mittelbereich neben Balingen selbst die Städte und Gemeinden Dautmergen, Dormettingen, Dotternhausen, Geislingen , Hausen am Tann, Ratshausen, Rosenfeld , Schömberg, Weilen unter den Rinnen und Zimmern unter der Burg des Zollernalbkreises gehören.

Geschichte

Balingen wurde 863 als Baginga erstmals erw√§hnt. Im 12. Jahrhundert traten verschiedene Adlige als Ortsherren des kleinen Dorfes auf. Vermutlich gab es auch eine Burg. Im 13. Jahrhundert geh√∂rte die Siedlung der Grafen von Zollern , die den Ort zum Sitz der Herrschaft Schalksburg machten. 1255 wurde die Stadt Balingen gegr√ľndet, etwa 200 m weiter flussabw√§rts zur bisherigen Siedlung. Mit dem Stadtrecht wuchs die Siedlung rasch an und erhielt eine Ummauerung. 1403 gelangte Balingen durch Kauf an W√ľrttemberg, wo die Stadt bald Sitz eines Amtes wurde. Im 15. Jahrhundert war die Stadt mehrfach verpf√§ndet, so unter anderem an Graf Hans von Werdenberg und an die Herren von Bubenhofen. Die f√ľr die Stadt zust√§ndigen V√∂gte und Oberv√∂gte residierten im ehemaligen Zollernschloss. Eine Reihe mehrerer Stadtbr√§nde zerst√∂rte Balingen im 17. bis 19. Jahrhundert, wobei der Brand von 1809 der gr√∂√üte war. Doch wurde die Stadt stets wieder neu aufgebaut.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Balingen Sitz eines Oberamtes, das ab 1810 zur Landvogtei am obern Neckar und ab 1818 zum Schwarzwaldkreis geh√∂rte. Nach Feuersbr√ľnsten von 1724 und 1809 wurde die Stadt mit regelm√§√üigem Grundriss neu erbaut. Die Bewohner betrieben seit dem 19. Jahrhundert haupts√§chlich Trikotwebereien und waren in der Handschuh- und Schuhfabrikation t√§tig, andere betrieben auch Viehhandel.

1934 wurde das Oberamt Balingen in den Landkreis Balingen √ľberf√ľhrt, der bei der Kreisreform 1973 Bestandteil des neu gebildeten Zollernalbkreises wurde.

Durch die Eingliederung verschiedener Umlandgemeinden √ľberschritt die Einwohnerzahl Balingens 1973 die Grenze von 20.000. Danach stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Gro√üen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-W√ľrttemberg dann mit Wirkung vom 1. Januar 1974 beschloss.

Geschichte der Stadtteile

Die Balinger Stadtteile haben eine unterschiedliche Geschichte, kamen jedoch nahezu alle √ľber die Grafen von Zollern 1403 an W√ľrttemberg. Hier geh√∂rten sie zum Amt bzw. Oberamt Balingen, aus dem 1934 der Landkreis Balingen hervorging. Lediglich Ro√üwangen kam erst 1938 zum Landkreis Balingen, zuvor geh√∂rte der Ort zum Oberamt Rottweil.

D√ľrrwangen wurde 1064 als Durniwach erstmals erw√§hnt. Ab 1306 sind Herren von D√ľrrwangen erw√§hnt. Die Oberhoheit und Ortsherrschaft war schon fr√ľh geteilt und kam an die Herren von Zollern und von Bubenhofen. Die Rechtsnachfolger derer von Bubenhofen waren die Herren von Stotzingen. Diese verkauften 1533 ihren Teil an W√ľrttemberg, dem der zollerische Teil D√ľrrwangens bereits seit 1403 geh√∂rte.

Endingen wurde 793 als Eindinga erstmals erw√§hnt. Die urspr√ľnglichen Ortsherren zogen schon um 1250 nach Rottweil. Im 14. Jahrhundert tauchen S√∂ller von Endingen auf, deren l√§ngst abgegangene Burg in der N√§he der Kirche vermutet wird.

Engstlatt wurde in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts als Ingislatt erstmals erwähnt. Seit dem 13. Jahrhundert gehörte der Ort zur Herrschaft Schalksburg und unterstand damit den Grafen von Zollern.

Erzingen wurde 1225 als Arcingin erstmals erwähnt. Vermutlich entstand der Ort aus zwei Siedlungen mit den Namen Erzingen und Böllingen. Bis 1396 sind Herren von Erzingen erwähnt, von diesen stammen wohl die Erzinger in Rottweil ab.

Frommern wurde 793 als Frumara erstmals erwähnt. Im 9. Jahrhundert gehörte der Ort zur Scherragrafschaft, die Oberhoheit lag jedoch spätestens seit dem 13. Jahrhundert bei der Herrschaft Schalksburg und unterstand damit den Grafen von Zollern.

Heselwangen wurde 793 als Hesiliuuane erstmals erwähnt. Da der Ort wohl schon von Anfang an auf Balinger Gemarkung lag teilte er die Geschicke der Stadt. Bis 1934 war Heselwangen eine selbständige Gemeinde im Amt bzw. Oberamt Balingen und wurde dann in die Stadt Balingen eingemeindet.

Ostdorf wurde um 1200 als Osdorf erstmals erw√§hnt. Ober die Ortsherren gelangte der Ort an die Herz√∂ge von Teck und Anfang des 14. Jahrhunderts an W√ľrttemberg.

Ro√üwangen wurde 1094 als Rossiwane erstmals erw√§hnt. √úber verschiedene kleinere Herrschaften gelangte der Ort an die Herren vonThierberg, dann √ľber die von Bubenhofen an das Rittergut Dotternhausen. Dort verblieb es bis 1805 als es unter w√ľrttembergische Herrschaft kam. Dort geh√∂rte der Ort zun√§chst zum Oberamt Balingen, 1807 zum Oberamt Spaichingen und ab 1842 zum Oberamt Rottweil, bei dem es bis 1938 verblieb.

Stockenhausen wurde 1094 als Stokinhusen erstmals erwähnt. Über die Herren von Winzeln kam der Ort an das Kloster St. Gallen und schließlich an die Grafen von Zollern.

Streichen wurde um 1130 als Striche erstmals erw√§hnt. Es gibt jedoch Anzeichen, dass diese Erw√§hnung nicht mit dem heutigen Ort in Verbindung stehen. Der heutige Ort und das nicht mehr vorhandene Niederhofen d√ľrften j√ľngere Siedlungen sein. Im 13. Jahrhundert gab es m√∂glicherweise eine Burg und ein Adelsgeschlecht. Im 14. Jahrhundert geh√∂rte der Ort zur Herrschaft Schalksburg der Grafen von Zollern.

Weilstetten bestand urspr√ľnglich aus zwei Siedlungen. Waldstetten wurde 793 als Walahstetti, das benachbarte Weilheim 838 als Wilon erstmals erw√§hnt. Beide Orte geh√∂rten zur Scherragrafschaft und gelangten schlie√ülich an die Grafen von Zollern. Beide D√∂rfer waren bis 1936 selbst√§ndige Gemeinden, bis sie unter dem Namen Weilstetten (von Weilheim und Waldstetten) zu einer Gemeinde vereinigt wurden.

Zillhausen wurde 793 als Zillinhusir erstmals erwähnt. Vermutlich gab es auch hier eine Burg und einen Ortsadel, doch gelangte der Ort schließlich an die Herrschaft Schalksburg und damit an die Grafen von Zollern.

Bronnhaupten wurde 1140 als Brunnohoubiton erstmals erw√§hnt. Die Oberhoheit lag bei der Herrschaft Kallenberg, mit der die Siedlung 1381 an √Ėsterreich gelangte. Im 15. Jahrhundert war das Dorf ver√∂det. Die G√ľter wurden vom Rittergut Geislingen erworben. Die Herrschaftsrecht wurden 1591 von den Truchsessen von Waldburg erworben. Ab 1598 war Bronnhaupten vor√ľbergehend Herrschaftssitz. Im 17. Jahrhundert erwarb W√ľrttemberg alle Rechte. Ab 1703 war es Rentkammergut und unterstand der Verwaltung in Balingen. 1852 wurde es nach Erzingen eingegliedert.

Religionen

Das Gebiet der heutigen Stadt Balingen geh√∂rte anfangs zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat "ante nemus sive nigrae silvae" unterstellt. Infolge der Zugeh√∂rigkeit zu W√ľrttemberg wurde in den meisten Stadtteilen 1534 die Reformation eingef√ľhrt, so dass diese √ľber viele Jahrhunderte √ľberwiegend protestantisch waren. Lediglich Ro√üwangen blieb katholisch, weil dieser Ort ritterschaftlich verwaltet wurde und die Ortsherren keine Reformation durchf√ľhrten. In allen evangelischen Orten gibt es daher jeweils eine evangelische Kirchengemeinde und eine meist alte evangelische Kirche. Die erste Balinger Kirche wurde 1255 erw√§hnt und war Unserer Lieben Frau geweiht. Sie war die Pfarrkirche des alten Dorfes Balingen und blieb zun√§chst auch die Pfarrkirche der Stadt nach deren Gr√ľndung. Doch lag sie au√üerhalb der Stadtmauer. Aus der 1343 erw√§hnten Kapelle St. Nikolaus im heutigen Stadtzentrum wurde dann im 15./16 . Jahrhundert die heutige Stadtkirche erbaut und 1516 zur Pfarrkirche erhoben. Dadurch wurde die bisherige Kirche als Friedhofskirche genutzt. 1547 wurde Balingen Sitz eines Superintendentur, aus der sp√§ter der Kirchenbezirk Balingen hervorging. Die Superintendentur war zun√§chst der Generalsuperintendentur (heute Pr√§latur) T√ľbingen, sp√§ter Bebenhausen, 1810 erneut T√ľbingen, 1823 Reutlingen, 1913 Ulm und seit 1956 wieder Reutlingen unterstellt. Infolge des starken Wachstums der Gemeinde Balingen wurden im 20. Jahrhundert weitere Pfarreien errichtet. So wurde die alte Friedhofskirche 1954 wieder Pfarrkirche (Kirchengemeinde Balingen Ost, zu der heute auch die Gemeindeglieder in Heselwangen geh√∂ren) und im Wohngebiet Schmiden entstand 1968 ein neues Gemeindezentrum mit einer weiteren Pfarrei. Die drei Kirchengemeinden bilden heute die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Balingen im Dekanat Balingen der Evangelischen Landeskirche in W√ľrttemberg . Auch die evangelischen Kirchengemeinden in den Stadtteilen D√ľrrwangen (mit Stockenhausen), Endingen, Engstlatt, Erzingen, Frommern, Heselwangen, Ostdorf, Streichen, Weilstetten und Zillhausen geh√∂ren zum Dekanat Balingen.

Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken nach Balingen, später auch in die anderen evangelischen Stadtteile. 1899 konnte sich die Gemeinde ihre eigene Kirche Hl. Geist erbauen, die 1918 zur Pfarrei erhoben wurde. Zur Kirchengemeinde Balingen gehören auch die Katholiken der Stadtteile Engstlatt und Ostdorf, doch gibt es in Engstlatt seit 1966 eine eigene Kirche St. Johannes Apostel. In Frommern wurde 1965 die Kirche St. Paulus erbaut, die 1970 zur Pfarrei erhoben wurde. Zur dortigen Gemeinde gehören auch die Katholiken in Endingen, Stockenhausen, Streichen, Weilstetten und Zillhausen. Die Gemeindeglieder von Erzingen gehören zur Kirchengemeinde Dotternhausen. Die katholische Kirche in Roßwangen wurde 1948 unter Einbeziehung von Teilen der Vorgängerkirche von 1668 erbaut, doch ist dort bereits 1275 eine Kirche erwähnt, die den Heiligen St. Johannes Baptist und St. Dionysius geweiht war. Alle katholischen Kirchengemeinden im Stadtgebiet Balingens gehören heute zur Seelsorgeeinheit 3 des Dekanats Balingen des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Balingen auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche , Baptisten und die Gemeinde Gottes . Auch die Neuapostolische Kirche ist in Balingen vertreten.

Eingemeindungen

In die Stadt Balingen wurden folgende Gemeinden eingegliedert bzw. mit der Stadt Balingen vereinigt:

  • 1934 : Heselwangen
  • 1. Januar 1971 : Stockenhausen, Streichen
  • 1. Juli 1971 : Ostdorf, Ro√üwangen
  • 1. August 1971 : Endingen
  • 1. September 1971 : Erzingen (mit dem 1852 eingegliederten Bronnhaupten)
  • 1. Januar 1973 : Zillhausen
  • 1. Oktober 1973 : Engstlatt
  • 1. Januar 1975 : Frommern (mit dem 1937 eingegliederten D√ľrrwangen), Weilstetten

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volksz√§hlungsergebnisse (¬Ļ) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen √Ąmter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1622 1.932
1706 2.101
1745 2.461
1803 2.946
1823 3.049
1843 3.196
1855 2.878
1861 2.989
1. Dezember 1871 ¬Ļ 3.212
1. Dezember 1880 ¬Ļ 3.252
1. Dezember 1900 ¬Ļ 3.447
1. Dezember 1910 ¬Ļ 4.101
16. Juni 1925 ¬Ļ 4.077
Jahr Einwohnerzahlen
16. Juni 1933 ¬Ļ 4.973
17. Mai 1939 ¬Ļ 6.285
13. September 1950 ¬Ļ 8.242
6. Juni 1961 ¬Ļ 11.647
27. Mai 1970 ¬Ļ 14.216
31. Dezember 1975 29.310
31. Dezember 1980 29.738
27. Mai 1987 ¬Ļ 30.346
31. Dezember 1990 31.738
31. Dezember 1995 33.624
31. Dezember 2000 33.700
30. Juni 2005 34.338

¬Ļ Volksz√§hlungsergebnis

Politik

Gemeinderat

Das renovierte Rathaus
Das renovierte Rathaus

Bei der Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:

  • CDU - 17 Sitze
  • SPD - 11 Sitze
  • FWV - 7 Sitze
  • Die Frauenliste Balingen - 5 Sitze
  • FDP - 4 Sitze
  • Initiative Kritische B√ľrger - 4 Sitze

B√ľrgermeister

An der Spitze der Stadt Balingen stand seit dem 14. Jahrhundert ein herrschaftlicher Schulthei√ü . Daneben gab es der herrschaftliche Vogt als Leiter des Amtes Balingen. Im 16. Jahrhundert √ľbernahm ein Untervogt als Vertreter des Vogtes das Leiter der st√§dtischen Verwaltung. Dieser trug sp√§ter die Amtsbezeichnung Oberamtmann. Daneben gab es seit 1441 auch einen B√ľrgermeister, seit dem 17. Jahrhundert zwei B√ľrgermeister. Sie geh√∂rten zum Rat, der erstmals 1382 genannt wurde. Im 17. Jahrhundert war ein Stadtschulthei√ü Vorsitzender des Rates. Die Hauptaufgabe des Rates bestand in der Aufsicht √ľber die Flur.

Seit 1935 wurde aus dem Stadtschulthei√ü der B√ľrgermeister, der seit der Erhebung zur Gro√üen Kreisstadt 1974 die Amtsbezeichnung Oberb√ľrgermeister tr√§gt. Heute wird der Oberb√ľrgermeister f√ľr eine Amtszeit von 8 Jahren gew√§hlt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats und Leiter der Stadtverwaltung. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "B√ľrgermeister".

Die derzeitige Amtszeit von Edmund Merkel endet 2007.

Die Stadtoberhäupter von Balingen seit 1819:

  • 1819-1854: Johannes Z√ľrn
  • 1855-1869: Johann Michael Eisele
  • 1869-1906: Wilhelm Friedrich Eisele
  • 1906-1919: Friedrich Hofmann
  • 1919-1936: Hermann Friedrich Rommel
  • 1937-1945: Kurt Friedrichs
  • 1945-1946: Robert Wahl
  • 1946-1948: Walter Fuchs
  • 1948-1954: Gottlob Maurer
  • 1955-1975: Albert Hagenbuch
  • 1975-1991: Dr. Eugen Fleischmann
  • 1991-heute: Dr. Edmund Merkel

Wappen und Flagge

Das Wappen Balingens zeigt unter goldenem Schildhaupt, darin eine liegende schwarze Hirschstange, einen von Silber und Schwarz gevierten Schild. Die Balinger Stadtfarben sind Schwarz-Weiß-Gelb.

Der gevierte Schild ist das alte Stadtsymbol, als Balingen noch zur Herrschaft der Zollern geh√∂rte. Nachdem die Stadt w√ľrttembergisch wurde f√ľgte man deren Symbol, die Hirschstange in das Wappen ein. Die heutige Form des Wappens setzte sich ab 1535 allm√§hlich durch. Die Flagge wurde 1922 angenommen. Auch die im Rahmen der Gemeindereform vergr√∂√üerte Stadt √ľbernahm ihre alten Hoheitssymbole. Sie wurden am 18. Juni 1975 vom Innenministerium Baden-W√ľrttemberg neu verliehen.

Städtepartnerschaften

Seit 1980 unterhält Balingen eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Royan .

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Theater

In der Stadthalle Balingen finden regelm√§√üig Theatergastspiele sowie Opern-, Operetten und Musical-Auff√ľhrungen statt. Die Halle dient auch f√ľr Konzerte und Kongresse unterschiedlichster Art.

Museen

In Balingen befindet sich ein Museum f√ľr Waagen und Gewichte, ein Heimatmuseum, die Friedrich-Eckenfelder-Galerie und im Ortsteil Ostdorf ein Bauernmuseum. Im Stadtteil Schmiden befand sich bislang auch ein Privat-Museum Deutsche Eisenbahn, das inzwischen jedoch nach Geislingen verlegt wurde.

Bauwerke

Blick auf das Zollernschloss
Blick auf das Zollernschloss

Ein Blick wert ist das Zollernschloss, das Wahrzeichen der Stadt, mit dem Klein Venedig. In ihm befindet sich das weltweit einzige Museum f√ľr Waagen und Gewichte.

Die sp√§tgotische evangelische Stadtkirche beherbergt unter anderem das Grabmal Friedrichs von Zollern. (1880) Sie wurde im 15./16. Jahrhundert aus einer alten Kapelle St. Nikolaus erbaut. √Ąlter ist jedoch die Friedshofskiche. Diese wurde bereits 1255 erw√§hnt und war Unserer Lieben Frau geweiht. Weitere Kirchen in der Kernstadt sind die katholische Heilig-Geist-Kirche von 1899 und das evangelische Gemeindezentrum Schmiden von 1968.

In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen: Evangelische Kirche D√ľrrwangen (erbaut 1912/14, nachdem die Vorg√§ngerkirche nach einem Erdbeben abgebrochen werden musste), evangelische Kirche Endingen (sp√§tgotischer Bau mit Turm von 1866), evangelische Kirche Engstlatt (gotischer Bau), katholische Kirche St. Johannes Engstlatt (1966), evangelische Kirche Erzingen (sp√§tgotischer Chor mit Langhaus von 1833), evangelische Kirche Frommern (teilweise fr√ľhgotisch, Turm wohl aus dem 17. Jh.), katholische Kirche St. Paulus Frommern (1965), evangelische Kirche Heselwangen (erbaut 1830 als flachgedeckter Saalbau mit eingezogenem Turm), evangelische Kirche Ostdorf (gotischer Bau mit Langhaus von 1832), katholische Kirche Ro√üwangen (erbaut 1948 unter Einbeziehung von Teilen der Vorg√§ngerkirche von 1668), evangelische Kirche Streichen (erbaut 1911, nachdem die Vorg√§ngerkirche nach einem Erdbeben abgebrochen werden musste), evangelische Kirche Weilstetten (teilweise noch gotische Kirche mit Umbauma√ünahmen von 1934) und evangelische Kirche Zillhausen (erbaut 1838 anstelle einer √§lteren Vorg√§ngerkirche).

Regelmäßige Veranstaltungen

Jährlich findet in der Stadthalle eine Kunstausstellung mit wechselnden Schwerpunkten (Chagall, Picasso) statt.

Das j√§hrliche Bang-Your-Head Konzert auf dem Messegel√§nde hat inzwischen √ľberregionale Bekanntheit erreicht.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch Balingen f√ľhrt die Bundesstra√üe B 27, die sich n√∂rdlich des Stadtteiles Engstlatt bis s√ľdlich von Balingen auf einer L√§nge von etwa 10 km mit der Bundesstra√üe B 463 vereint. Die B 27 verbindet die Stadt nach Norden mit dem Gro√üraum Stuttgart und nach S√ľden mit Schaffhausen in der Schweiz . Die B 463 verl√§uft in Richtung Nordwesten √ľber Haigerloch zur Autobahn A 81 (Anschlu√üstelle Empfingen) und in Richtung S√ľdosten √ľber Albstadt bis nach Sigmaringen.

HzL Richtung Aulendorf und Schömberg in Balingen
HzL Richtung Aulendorf und Schömberg in Balingen

Durch Balingen f√ľhrt die Zollernalbbahn, welche von T√ľbingen √ľber Hechingen, Balingen, Albstadt und Sigmaringen bis nach Aulendorf verl√§uft. Eine weitere Bahnlinie verl√§uft in Richtung Sch√∂mberg (siehe Balingen-Sch√∂mberg-Rottweil (Eisenbahnstrecke). Balingen hat insgesamt sechs Bahnh√∂fe : Engstlatt , Balingen(W√ľrtt), Balingen-S√ľd, Frommern , Endingen , Erzingen

Der √Ėffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gew√§hrleistet. Die Stadt befindet sich in der Wabe 331. F√ľr die Stadt selbst gilt der Stadttarif 31.

Ansässige Unternehmen

Wichtigster Arbeitgeber ist die Bizerba GmbH & Co. KG ( Waagenbau ). Daneben bestehen weitere feinmechanische Betriebe. Die Textilindustrie , Lederherstellung und -verarbeitung sowie die Seifenproduktion haben ihre einstige Bedeutung verloren. Weitere wichtige Unternehmen sind Uhlsport (Sportartikel), Ideal Krug & Priester GmbH & Co. KG(Aktenvernichter), Edeka-Zentrallager S√ľd, V√∂tsch Industrietechnik GmbH (Umweltsimulation).

Medien

Die wichtigsten lokalen Zeitungen sind der Zollern-Alb-Kurier und der Schwarzw√§lder Bote. √úber Kabel ist der regionale TV-Sender RTF.1 -Fernsehen f√ľr die Region Neckar-Alb zu empfangen.

Behörden, Gerichte und Einrichtungen

In Balingen ist der Sitz des Landratsamts Zollernalbkreis. Ferner gibt es ein Finanzamt , eine Agentur f√ľr Arbeit , ein Notariat und ein Amtsgericht , das zum Landgerichtsbezirk Hechingen und Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart geh√∂rt.

Balingen ist Sitz auch des Kirchenbezirks Balingen der Evangelischen Landeskirche in W√ľrttemberg und des Dekanats Balingen des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Bildung

Die Stadt Balingen ist Schulträger des Gymnasiums Balingen, der Realschule Balingen und der Realschule Frommern und der Lauwasenschule ( Förderschule ). Ferner unterhält sie sechs Grund- und Hauptschulen (GHS Weilstetten, GHS Frommern, Langwiesen-GHS Engstlatt, Längenfeld-Schule und Sichel-Schule) und drei selbständige Grundschulen (Endingen, Schmiden und Streichen-Zillhausen).

Der Zollernalbkreis ist Tr√§ger der Beruflichen Schulen (Gewerbliche Schule) sowie der Schule f√ľr Sprachbehinderte mit Schulkindergarten Balingen und der Krankenpflegeschule der Kreisklinik Balingen.

Die private Abendrealschule , die Freie Waldorfschule Balingen und die Plettenbergschule f√ľr Physiotherapie und Massage Engstlatt runden das schulische Angebot Balingens ab.

Persönlichkeiten

Ehrenb√ľrger

Die Stadt Balingen hat folgenden Personen das Ehrenb√ľrgerrecht verliehen:

  • Karl von Leibbrand, (‚Ć 14. M√§rz 1898), Oberbaurat
  • Hermann von Ehmann, (‚Ć 7. Dezember 1905), Oberbaurat
  • Josef Filser, (‚Ć 31. Juli 1918), Oberamtmann und Regierungsrat
  • Konrad Haussmann, (‚Ć 11. Februar 1922), Landtagsabgeordneter
  • Friedrich Eckenfelder, (‚Ć 11. Mai 1938), Kunstmaler
  • Robert Wahl, (‚Ć 5. Dezember 1955), Oberb√ľrgermeister
  • Prof. Wilhelm Kraut, (*9. Mai 1875; ‚Ć 26. September 1957), Fabrikant
  • Jakob Beutter, (‚Ć 17. Januar 1972), Schreinermeister
  • Albert Hagenbuch, (‚Ć 25. Dezember 1997), Oberb√ľrgermeister
  • Wilhelm Kraut, Ehrensenator

Söhne und Töchter der Stadt

  • Philipp Nicodemus Frischlin , * 22. September 1547 in Erzingen , ‚Ć 29. November 1590 in Hohenurach , ein sp√§thumanistischer Philologe , neulateinischer Dramatiker und Lyriker
  • Heinrich Lang , *14. November 1826 in Frommern; ‚Ć 13. Januar 1876 in Z√ľrich, Theologe
  • Martin Schaudt , *7. Dezember 1958, Reitsportler, Deutscher Meister und Olympiasieger
  • Stefan Krohmer , *1971, Regisseur und Schauspieler, er erhielt 2002 den Adolf-Grimme-Preis f√ľr seinen Film "Ende der Saison".
  • J√ľrgen Haug , Schauspieler, Drehbuchautor und Sprecher (u.a. f√ľr H√∂rspiele). Er spielt Theater und Film und wirkte schon mehrfach in der Fernsehserie Tatort und in anderen Serien mit.

Literatur

  • W√ľrttembergisches St√§dtebuch; Band IV Teilband Baden-W√ľrttemberg Band 2 aus "Deutsches St√§dtebuch. Handbuch st√§dtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst√ľtzung des Deutschen St√§dtetages, des Deutschen St√§dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

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Hamann 72336 Balingen http://www.hotel-hamann.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 307433 / 950-0
Thum 72336 Balingen http://www.hotel-thum.de/  07433 / 9690-0
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