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Letzte Änderung für Artikel Mauerkirchen: 17.02.2006 10:42

Mauerkirchen

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Wappen Karte
Wappen der Gemeinde Mauerkirchen Lage in Ă–sterreich
Basisdaten
Bundesland : Oberösterreich
Politischer Bezirk : Bezirk Braunau am Inn (BR)
Fläche : 3 km²
Einwohner : 2.303 (Stand: 15. Mai 2001)
Höhe : 407 m ü. NN
Postleitzahl : 5270
Vorwahl : 07724
Geografische Lage :
Koordinaten: 48° 11′ N, 13° 08′ O
48° 11′ N, 13° 08′ O
Gemeindekennziffer : 40422
Verwaltung: Marktgemeinde Mauerkirchen
Obermarkt 19
5270 Mauerkirchen
Offizielle Website: http://www.mauerkirchen.ooe.gv.at
E-Mail-Adresse: gemeinde@mauerkirchen.ooe.gv.at
Politik
BĂĽrgermeister : Dietmar Vlach ( SPĂ– )
Mandate im Gemeinderat: (25 Sitze):
SPĂ– 15, Ă–VP 8, FPĂ– 2

Mauerkirchen ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Braunau am Inn . Sie liegt im Mattigtal, eingebettet zwischen der Bezirkshaupstadt Braunau am Inn und der jungen Stadt Mattighofen im oberösterreichischen Innviertel. Bis zum Jahr 1779 war dieser Landstrich bayrisch und gehörte zum Rentamt Burghausen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Mauerkirchen liegt auf 407 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 2,5 km, von West nach Ost 2,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 3,1 km². 3,3 % der Fläche sind bewaldet, 63,3% der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile der Gemeinde sind: Biburg, Mauerkirchen, Spitzenberg, Unterbrunning.

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: Halbgeteilt und gespalten; rechts oben in Schwarz ein goldener, rot gewaffneter Löwe, rechts unten von Blau und Silber schrägrechts gerautet; links in Blau auf grünem Boden eine silberne, vom linken Schildrand ausgehende, eintürmige Kirche mit schwarzen Fensteröffnungen, roten Dächern und goldenem Turmknauf. Die Gemeindefarben sind Blau-Rot-Gelb. Der goldene, rot gewaffnete Löwe (Pfälzische Löwe) und das gerautete Blau-Silber sollen die lange Zugehörigkeit zu Bayern symolisieren.

Geschichte

Schon in der Steinzeit, vor etwa 7.000 Jahren, war das Mattigtal besiedelt. Auch aus der darauffolgenden Bronzezeit wurden in unseren Nachbarsgemeinden Funde gemacht. Zur Zeit der Römer, sie besetzten im Jahr 15 v. Chr. den Alpenraum, verlief durch das Mattigtal eine Nebenstraße. Diese berührte wohl auch Mauerkirchen (Münzfund bei Friedhofsverlegung 1842 ).

Die älteste Urkunde, in der Mauerkirchen erwähnt wird, stammt vom 20. Juli 1276 . Die Verleihung des Marktrechtes erfolgte am 29. September 1373 durch Herzog Stefan d. Ä. und seine Söhne. Die älteste Abbildung des Mauerkirchner Wappens, ein Urkundensiegel, stammt vom 6. Oktober 1476 . Seit Anfang des 15. Jahrhunderts bestand in Mauerkirchen eine lateinische und deutsche Pfarrschule. Ab dem Jahr 1493 fand eine langjährige Marienwallfahrt statt. Am 20. Januar 1549 verlieh Herzog Wilhelm IV den Mauerkirchnern einen Burgfried . Den 30jährigen Krieg überstand Mauerkirchen ohne große Kriegshandlungen, doch wurden der Ort ständig durch Truppendurchzüge, Einquartierungen, Plünderungen und Gewalttaten heimgesucht. Dazu kamen Hungersnöte und Seuchen, wie etwa die Pest . Sitz des Gerichtes (Obermark 13) wurde Mauerkirchen ab dem Jahre 1675 bis heute. Aufgrund der Holzbauweise kam es zu mehreren Marktbränden: 1701 war eine große Brandlegung. Ein Meteoritenfall am 20. November 1768 versetzte die Bevölkerung des Ortes in Angst und Schrecken. Das Hauptstück dieses Meteoriten befindet sich heute im Deutschen Museum in München. Bis 1780 war der Ort bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich . Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. 1865 kam es wieder zu einem großen Brand im Ort. 1873 erfolgte der Anschluss an die Eisenbahnlinie Braunau-Steindorf. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". 1938 wurde in Mauerkirchen ein Hauptschule eingerichtet (Bau 1939 ). Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges 1945 befand sich in Raum Mauerkirche ein großes amerikanisches Entlassungslager, in dem an die 300 000 deutsche Gefangene durchgeschleust wurden.

Kirche

Nach der großen Brandlegung 1865 wurde die Pfarrkirche, das Schloß Spitzenberg und der halbe Obermarkt zerstört. Mit Ausnahme des Kirchturmes, der bis zum Glockengeschoß erhalten blieb, wurde die Kirche von 1867-1872 im neugotischen Stil wieder errichtet. Sie gilt heute als eines der wenigen Baudenkmäler der Neugotik in Oberösterreich.

Politik

BĂĽrgermeister ist Dietmar Vlach von der SPĂ– seit 1997. Die 25 Mandate im Gemeinderat verteilen sich auf SPĂ– 15, Ă–VP 8 und FPĂ– 2 Sitze.

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2.372 Einwohner, 2001 dann 2.303 Einwohner.

Wirtschaft und Infrastruktur

In Mauerkirchen ansässige Firmen (Auswahl)

  • GPG Girlinger (Fenster, Sonnenschutz), Wollöster 60
  • Wimmer Kurt (Elektro), Obermarkt
  • Sailer Rudolf (Bäckerei), Obermarkt
  • Ă–ller Josef (Gasthof, Seminar, Hotel) Obermarkt

Persönlichkeiten

Der Pfleger des Gerichtes Mauerkirchen, Joseph Franz Graf von Aham , war vom 21. Dezember 1705 bis 16. Januar 1706 im Direktorium des Braunauer Parlaments.

EhrenbĂĽrger

  • August Gruber ( BĂĽrgermeister a.D., späterer Landtagsabgeordneter), 1867
  • K.k. Baurat Karl Freiherr von Schwarz (Erbauer der Bahnlinie Braunau-Steindorf), 1873
  • Friedrich BergmĂĽller (BĂĽrgermeister, Landtags- und Reichsratabgeordneter a.D.), 1883
  • Franz Xaver Nothaft (Pfarrer), 1901
  • Josef Matzner (ViezebĂĽrgermeister, Feuerwehrkommandant a.D.), 1929
  • Karl StarmĂĽhlner (BĂĽrgermeister a.D., Feuerwehrkommandant a.D.), 1929
  • Mark W. Clark (Oberbefehlshaber der amerikanischen Truppen in Ă–sterreich), 1946

Literatur

"Mauerkirchen - Die Chronik" von Herbert G. Brandstetter (2005)erhältlich im Gemeindeamt Mauerkirchen.

Sonstiges

Einige Teile von dieser Seite sind aus der Feuerwehrchronik (Herbert G. Brandstetter) zum 125jährigen Bestehen der FF Mauerkirchen zitiert.

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

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Wikipedia

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