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Letzte Änderung für Artikel Saalfelden: 20.02.2006 15:55

Saalfelden

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Wappen Karte
Basisdaten
Bundesland : Salzburg ( √Ėsterreich )
Politischer Bezirk : Zell am See (ZE)
Fläche : 118,36 km²
Einwohner : 15.093 (Volkszählung 2001)
H√∂he : 748 m √ľ. NN
Postleitzahl : 5760
Vorwahl : 0 65 82
Geografische Lage :
Koordinaten: 47¬į 25‚Ä≤ N, 12¬į 50‚Ä≤ O
47¬į 25‚Ä≤ N, 12¬į 50‚Ä≤ O
Gemeindekennziffer : 50619
Gliederung 9 Katastralgemeinden
Gemeindeamt: Rathausplatz 1
5760 Saalfelden
Offizielle Website: www.saalfelden.at
E-Mail-Adresse: post@saalfelden.at
Politik
B√ľrgermeister : G√ľnter SCHIED ( SP√Ė )
Gemeindevertretung : 25 Mitglieder: 15 SP√Ė ,
6 √ĖVP , 2 FP√Ė , 2 Gr√ľne
Stadtrat : 8 Mitglieder:
6 SP√Ė , 2 √ĖVP

Saalfelden am Steinernen Meer ist eine Stadt im österreichischen Bundesland Salzburg und ist der Zentralort des Pinzgauer Saalachtals . Mit rd. 17.000 Einwohnern (Stand Ende 2004) ist Saalfelden auch die größte Stadt des Pinzgaus . Obwohl Saalfelden seit jeher die bevölkerungsstärkste Gemeinde des Pinzgaus ist, ist die Stadt nicht Sitz der Bezirksverwaltung . Dieser ist in der Nachbarstadt Zell am See.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Saalfeldner Becken
Saalfeldner Becken

Das weitläufige Saalfeldner Becken liegt eingebettet zwischen:

Die Katastralgemeinden

   57104  Bergham    57106  Farmach    57107  Gerling
   57110  Haid    57113  Hohlwegen     57114  Lenzing
   57116  Lichtenberg     57122  Saalfelden    57129  Uttenhofen 

Verkehrsanbindung - Eisenbahn

Saalfelden liegt an der sogenannten Westbahnstrecke und hat seit 1875 einen eigenen Bahnhof , der auf Grund der gro√üen Grundreserven aber auch wegen der Verladem√∂glichkeiten f√ľr den Magnesitbergbau in der Nachbargemeinde Hochfilzen immer gr√∂√üer und bedeutender wurde. Seit dieser Bergbau eingestellt wurde, verringerte sich auch die Bedeutung des Saalfeldner Bahnhofs. Die Westbahnstrecke ist die einzige inner√∂sterreichische Ost-West-Verbindung des √∂sterreichischen Schienennetzes. Als sogenannte "Schnellzugstation" ist der Bahnhof Saalfelden bedeutend f√ľr den Personenverkehr . Er ist daher auch Endstation f√ľr Besucher und Bev√∂lkerung der Nachbargemeinden Maria Alm oder Leogang.

Verkehrsanbindung - Straßen

Auch wenn Saalfelden an keiner inner√∂sterreichischen Schnellstra√üenverbindung liegt, kreuzen im Saalfeldner Becken wichtige Ost-West bzw. Nord-S√ľd Verbindungen. Die Stadt erreicht man:

Saalfelden ist somit mautfrei zu erreichen.

Von Saalfelden aus hat man leichten Zugang zu allen umliegenden Wintersportregionen wie:

  • Leogang-Saalbach-Hinterglemm
  • Zell am See - Schmittenh√∂he
  • Kaprun Kitzsteinhorn
  • Maria Alm-Aberg-Hinterthal (geh√∂rt zur Sportwelt Amade)

Geschichte

  • Erste Funde im Saalfeldner Becken stammen aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. Aus dieser Epoche - Bronzezeit - stammt jene im Jahr 1891 ausgegrabene Steinaxt mit gebohrtem Stielloch, deren Fundort aber leider nicht aufgezeichnet und √ľberliefert wurde. Kupfervorkommen waren f√ľr die damalige Zeit in dieser Region ausreichend vorhanden und entsprechende Abbaustellen lassen sich auch heute noch nachweisen.
  • Der Bronzezeit folgte die Eisenzeit . Aus deren √§lteren Zeit sind kaum Funde vorhanden. Das l√§sst darauf schlie√üen, dass die Besiedelung des Saalfeldner Raumes zur√ľck ging. Erst in der j√ľngeren Eisenzeit (2.bis 1. Jahrhundert v. Chr.) ist eine starke Zunahme der Besiedelung feststellbar. Damals siedelten die Kelten im Pinzgau . Aus dieser Epoche stammter der ber√ľhmte "Hirsch vom Biberg". Neuesten Erkenntnissen zufolge muss der Produktionsort nicht unbedingt mit dem Fundort zusammenstimmen. Man ist sich aber sicher, dass die Arbeit aus der Zone n√∂rdlich der Alpen stammt.
  • Aus der Besatzungszeit der R√∂mer ist sehr wenig √ľberliefert. Lediglich Namen und Bezeichnungen lassen auf den starken Einfluss dieser damaligen Weltmacht schlie√üen. So stammen Begriffe wie Bisontio (davon leitet sich Pinzgau ab) oder Marcon (das heutige Marzon) wohl aus dieser Epoche.
  • Ab dem 7. Jahrhundert n. Chr. ergriffen bayrische (bajuwarische) Zuwanderer vom Saalfeldner Becken Besitz. Die Ortsnamenendungen auf -ing oder -ham belegen die fr√ľhe Landnahme durch die Bayern . Eine Vermischung der romanischen Bev√∂lkerung mit den Bajuwaren fand statt. Auff√§llig ist aber, dass die Namensgebungen von Orten oder Gew√§ssern im Talboden verst√§rkt auf die bajuwarische Besiedlung schlie√üen lassen, wogegen die romaischen Ausdr√ľcke verst√§rkt am Alpen- bzw. Beckenrand vorkommen.
  • Im 8. Jahrhundert n. Chr. wurde das √§lteste G√ľterverzeichnis der Salzburger Kirche angelegt. Mit diesen Aufzeichnungen wurde die Bedeutung des Salzburger Gr√ľnderheiligen Rupert als Apostel der Bayern dokumentiert.
  • Dieses √§lteste G√ľterverzeichnis bringt auch die erste schriftliche Nachricht √ľber Saalfelden und den Pinzgau. Darin wird berichtet, dass ein Priester mit dem Namen Boso gewisse L√§ndereien an Orten im "Salzburggau" (Saalfelden, Zell am See, Wals ) √ľbergeben hatte. Saalfelden ist namentlich genannt. Auch der Fluss Saalach: "in Bisoncio, quod nunc Pinzgo dictur atque ad Salvet super Sala"
  • Auch Bayern wurde ins "Frankenreich" eingegliedert und die fr√§nkische Grafschaftsverfassung eingef√ľhrt. Im Pinzgau wurden zwei Grafschaften eingerichtet, von denen die Grafschaft im Oberpinzgau dem heutigen Gerichtsbezirk Mittersill entsprach, die Grafschaft Mitter - und Unterpinzgau den √ľbrigen Teil des heutigen politischen Bezirkes Zell am See umfasste.
  • 930 n. Chr. - es ist √ľberliefert, dass ein gewisser Graf Dietmar Besitzt√ľmer in Saalfelden hatte.
  • Sein (wahrscheinlicher) Sohn, der Edle Dietmar √ľbergab an Erzbischof Hartwig ( 991 - 1023 n.Chr.) im Tauschgesch√§ft die L√§ndereien in und um Saalfelden. Damit war der Grundstein gelegt, der Saalfeldens Entwicklung zum Ort und Markt erm√∂glichte.
  • Das 11. und 12. Jahrhundert n. Chr. kann man als die Zeit der " Herren von Saalfelden " bezeichnen (hier folgt vielleicht einmal ein Link zu einer entsprechenden Darstellung!).
  • 1228 n.Chr. erwarb Erzbischof Eberhard II ( 1200 - 1246 n.Chr.) durch ein Tauschgesch√§ft mit Bayern den heutigen Pinzgau. Saalfelden wurde in der √úbergabsurkunde noch als eigenst√§ndige Beckenlandschaft, das Salfeld, und nicht als Ort genannt.
  • 1290 n.Chr. verlor Gebhard von Felben die Burg Lichtenberg an den Erzbischof und darauffolgend wurde ein erzbisch√∂fliches Landgericht Saalfelden gebildet ( 1294n .Chr.).
  • Um die Mitte des 14. Jahrhunderts wird Saalfelden erstmals als Marktort genannt.
  • 1418 n.Chr. wurde das Landgericht Saalfelden mit der Verwaltung der Burg Lichtenberg zusammengelegt und es wurde das Pfleggericht Lichtnberg dem Pfleger (Verwalter) der Burg unterstellt.
  • Die weitere Geschichte ist sehr stark mit der Kirche verbunden. Auch den Pinzgau erreichte gegen Ende des 16. Jahrhunderts der Hexenwahn , der Glaube an Teufelspakt und Zauberei . Als eine der ersten Folterungen fand 1565 n.Chr. in Saalfelden die Verbrennung einer Zauberin statt. Der Schwerpunkt der Hexenverfolgung im Pinzgau verlagerte sich aber sodann in das Pfleggericht Mittersill. Diese Verfolgungen w√§hrten weit ins 18. Jahrhundert hinein.
  • Saalfelden wird zu einer aufm√ľpfigen Gemeinde. Schon 1801 n.Chr., nachdem der letzte regierende Salzburger Erzbischof nach Wien ins Exil gegangen war, hatten sich die Saalfeldner Bauern unter Hinweis auf das Fehlen eines Landesf√ľrsten geweigert, von ihrem Holzbezug das √ľbliche Stockrecht und Forstgeld zu bezahlen. 1811 n.Chr. wird berichtet, dass aus einer Forderung von 1000 Gulden sodann lediglich 300 Gulden bezahlt wurden.
  • W√§hrend der Napoleonischen Kriege kam es zur weitgehenden Selbstverwaltung in Gemeindeangelegenheiten
  • 17. - 19. Jahrhundert. Saalfelden erlebt als Marktort eine lange dauernde Rezession in seiner wirtschaftlichen Entwicklung. Die Handelswege hatten sich ver√§ndert. Der Haupthandel verlief nun √ľber den Pongau und Lungau zur erzbisch√∂flichen Residenzstadt Salzburg. Die Markttage, die aber bereits aus dem 14 Jahrhundert stammten, wurden immer wichtiger. Als Markttag f√ľr Saalfelden wurde der Dienstag bestimmt.
  • 1811 n.Chr. vernichtete ein Brand den ganzen Markt. 107 H√§user und die Kirche waren in nur 4 Stunden Schutt und Asche. √úber 800 Menschen wurden obdachlos. Aus allen Orten Salzburgs und sogar aus Bayern kamen Spenden und Hilfsg√ľter, die den Wiederaufbau erm√∂glichten.
  • Der Brand von 1811 n.Chr. f√ľhrte zu den ersten Brand- und Bauvorschriften
  • 1816 n.Chr. kommt Salzburg (und damit auch Saalfelden) nach neuerlich sechsj√§hriger Zugeh√∂rigkeit zu Bayern wieder zu √Ėsterreich .
  • 1850 n.Chr. Saalfelden wird bis 1854 n.Chr. Sitz der Bezirkshauptmannschaft .
  • 1864 n.Chr. wird die neue Salzburger Gemeindeverordnung erlassen,u.a.: Die Grundfeste des freien Staates ist die freie Gemeinde!. Saalfelden konnte davon profitieren.
  • 1875 n.Chr. Saalfelden erh√§lt einen Eisenbahnanschluss mit eigenem Bahnhof . Diese Zeit kann auch als die Geburtsstunde der Saalfeldner "Sozialdemokratie" angesehen werden. Bereits 1901 n.Chr. waren bei einer Reichsratswahl in Saalfelden 2/3 der abgegebenen Stimmen sozialdemokratisch.
  • 1899 n.Chr. die Marktwasserleitung wurde errichtet. Vorher versorgten 12 √∂ffentliche Brunnen und 20 Privatbrunnen die H√§user.

Quelle: hauptsächlich Chronik Saalfelden, Band 1)

Saalfelden ab dem 20. Jahrhundert

Zur Jahrhundertwende um 1900 n.Chr. war es noch √ľblich, dass nur ein " B√ľrger " auch B√ľrgermeister sein konnte. Die Liste der Saalfeldner B√ľrger umfasste am Stichtag 5. Dezember 1896   63 M√§nner

  • 1891 - 1912 B√ľrgermeister: Josef EBERHART (1849 - 1912)
Er f√ľhrte Saalfelden in das 20. Jahrhundert. Bereits 1891 wurde auf seine Initiative hin die "Sparkasse der Marktgemeinde Saalfelden" gegr√ľndet. Er war hauptverantwortlich daf√ľr, dass 1899 die erste Wasserleitung aus dem Kalmbach errichtet wurde. 1905 wurde in Bachwinkl mit dem Bau eines Elektrizit√§tswerkes begonnen. Damit konnte die Stra√üenbeleuchtung wesentlich verbessert und die √Ėllichter verdr√§ngt werden. 1906 wurde eine neue Schule eingeweiht. 1910 hatte Saalfelden bereits 5.589 Einwohner . Am 5. Februar 1912 verstarb B√ľrgermeister Eberhart.

  • 1912 - 1919 B√ľrgermeister: Johann EIB√ĖCK (1870 - 1945)
Nach dem Tod seines Vorg√§ngers wurde er am 16. Februar 1912 von der B√ľrgerversammlung in dieses Amt gew√§hlt. Die Zeit war nicht einfach. Der Erste Weltkrieg pr√§gte diese Periode. Das unterlegen viele Protokolle von Gemeindeausschuss -Sitzungen aus diesen Jahren. Saalfelden wurde von akuter Wohnraumnot geplagt. Der Zuzug von Menschen in den Markt war wesentlich st√§rker als Wohnraum geschaffen werden konnte. In diese Zeit f√§llt auch der Erwerb des sogenannten "Wagner-Hartl-Anwesen" und damit die Erbauung des Gemeindehauses an seinem heutigen Platz. Eine Art "Baulandsicherungsmodell" wurde eingef√ľhrt. Die Gemeinde verkauft Grundst√ľcksteile aus dem erw√§hnten Anwesen und die K√§ufer mussten sich verpflichten, diese nicht teuerer weiterzuverkaufen. Auch ein Kindergarten wurde errichtet.
W√§hrend der Kriegsjahre herrschte gro√üe Not. Die Gemeindearbeit wurde fast ausschlie√ülich auf das Wesentliche - das √úberleben - reduziert. Mit Ende des Ersten Weltkrieges endete auch die Monarchie . Die Erste Republik wurde ausgerufen und √ľberall wurden Parlamente gew√§hlt. Am 6. April 1919 gab es die ersten Landtagswahlen .
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Saalfelden um 1920
Saalfelden um 1920
  • 1919 - 1934 B√ľrgermeister: Josef RIEDLER (1873 - 1965)

Er war Lehrer und war auch der erste sozialdemokratische B√ľrgermeister Saalfeldens. Von 1922 - 1934 geh√∂rte er auch dem Salzburger Landtag an. Als ein Opfer des austrofaschistischen St√§ndestaates in √Ėsterreich wurde er am 13. Februar 1934 am Betreten des Gemeindeamtes und an der Aus√ľbung seiner Funktion gehindert. Auch als Schuldirektor wurde er seines Amtes enthoben und vorzeitig pensioniert. Eines seiner Hobbys war die Mineralogie und eine seiner Sammlungen ist heute noch im Heimatmuseum Schloss Ritzen zu sehen.

  • 1934 - 1936 Marktgemeinde- und Landgemeinde Saalfelden wurden getrennt kommissarisch gef√ľhrt.
  • 1936 - 1938 B√ľrgermeister: Bartholom√§us FERSTERER (???? - ????)

Fersterer wurde 1938 auf dieselbe undemokratische Weise seines Amtes enthoben, wie es Riedler 1934 erleben musste. In seine Amtszeit fiel die Errichtung der Kaserne im Ort. Die Gemeinde musste damals die baureifen Gr√ľnde kostenlos zur Verf√ľgung stellen. Eine gewaltige Vorleistung. 1937 z√§hlte man in Saalfelden 6.570 Einwohner.

Am 10. April 1938 stimmte man auch in Saalfelden mit einem √ľberw√§ltigenden "Ja" dem Anschluss an Hitler-Deutschland zu (offiziell 99,03%). Diese Ergebnis wurde aber bereits 1938 angezweifelt. Trotzdem lag das Abstimmungsergbnis absolut im √∂sterreichischen Gesamttrend. Der Anteil an NSDAP -Mitgliedern in der Bev√∂lkerung stieg rasant.

  • 1938 - 1945 B√ľrgermeister: Hans GROSSLERCHER (1896 - 1994)

Am 18. M√§rz 1938 wurde Hans Gro√ülercher zum kommissarischen B√ľrgermeister durch den Landeshauptmann bestellt. Die Gemeinde wurde nach den "neuen" NS-Regeln gef√ľhrt. Ein falsches Wort konnte schon das Gef√§ngnis bedeuten.

Auch während dieser Zeit war fehlender Wohnraum wohl das drängendste Problem Saalfeldens.
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Am 27. Mai 1945 wurde die Wiederherstellung der (Zweiten) Republik √Ėsterreich unter Staatskanzler Dr. Karl Renner proklamiert. Damit konnte sich auch die Arbeiterpartei - SP√Ė - wieder neu formieren. Aus dem christlich-sozialen Lager ging die √ĖVP hervor. Den ersten B√ľrgermeister Saalfeldens in der Zweiten Republik stellte die √ĖVP.

  • 1945 - 1949 B√ľrgermeister: Raimund ROHRMOSER (???? - ????)

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 geh√∂rte Saalburg zur Amerikanischen Besatzungszone im besetzten Nachkriegs√∂sterreich . Rohrmoser hatte sich mit dem Amt als B√ľrgermeister eine schwere Last aufgeb√ľrdet. Er stellte sich mit der Besatzungsmacht USA zwar gut, konnte aber die Erwartungen der Bev√∂lkerung nicht erf√ľllen. Von der amerikanischen Milit√§rverwaltung wurde in seiner Amtszeit ein DP-Lager eingerichtet zur Unterbringung genannter Displaced Persons . Als Rohrmoser sodann auch noch dubiose Grundst√ľcksgesch√§fte zum eigenen Nutzen und nicht zum Wohl der Gemeinde abwickelte, wurde er bei den Gemeinderatswahlen am 30. Oktober 1949 abgew√§hlt. Erstmals errang die SP√Ė die Stimmenmehrheit in Saalfelden.

Adam Pichler
Adam Pichler
  • 1949 - 1972 B√ľrgermeister: Adam PICHLER (1907 - 1989)

Saalfelden hatte auf allen Gebieten des √∂ffentlichen Lebens einen enormen Nachholbedarf. Das Stra√üennetz und die Wasserversorgung mussten ausgebaut werden. Mit der Verbauung der Urslau wurde begonnen. Der zentrale Bauhof wurde eingerichtet. Am Wohnungssektor ging vieles voran. Vor allem die Wohnbaugenossenschaften "Heimat √Ėsterreich" und "Bergland" errichtete viele Miet- und Eigentumswohnbauten.

Durch die Erweiterung des Wohnraumes waren auch mehr Schulen gefordert die auch errichtet wurden.

Nach dem Abzug der Amerikaner zog die BEA (Bundes Erziehungs Anstalt) in die ehemaligen Besatzungswohnungen in der B√ľrgerau ein. Der Name der Schule √§nderte sich sodann in HIB (H√∂here Internatsschule des Bundes) und schlie√ülich in Bundesgymnasium und Sportrealgymnasium (HIB) Saalfelden . Saalfelden wurde zu einem Schulzentrum .

1971 zählte man in der Martgemeinde 10.175 Einwohner.

Karl Reinthaler
Karl Reinthaler
  • 1972 - 1978 B√ľrgermeister: Karl REINTHALER (1913 - 2000)

Als B√ľrgermeister war Reinthaler - Sozialdemokrat wie sein Vorg√§nger - nur sechs Jahre im Amt. Sein Gesundheitszustand erlaubte keine l√§ngere Amtszeit. Reinthaler war ein Verfolgter der GESTAPO und zwischen 1942 und 1945 politischer H√§ftling . Als Zeitzeuge erz√§hlte er oft von den Geschehnissen.

Unter seiner F√ľhrung begann die Entstehnung der Bergland-Siedlung und die Schulen HTL und HBLA Saalfelden wurden gegr√ľndet. 2 Gro√üm√§rkte (Interspar und Konsum) wurden errichtet und das Obsmarktbad wurde einer kompletten Neugestaltung unterzogen.

Walter Schwaiger
Walter Schwaiger
  • 1978 - 1996 B√ľrgermeister: Walter SCHWAIGER (1935 - )

Der Sozialdemokrat Schwaiger √ľbernahm das Amt 1978 von seinem Vorg√§nger und musste sich erst 1979 einer Wahl stellen. In seine Zeit f√§llt die Ansiedlung des Rehabilitationszentrums der Pensionsversicherungsanstalt, der Bau des Festsaales, die Errichtung der Fu√üg√§ngerzone, der Turnsaalbau bei der Hauptschule Markt, neue Kinderg√§rten, der Bau der Ringwasserleitung und die Beseitigung der M√ľll- und Abwasserprobleme durch die Gr√ľndung der ZEMKA und des Reinhalteverbandes Mittleres Saalachtal. Die Freiwillige Feuerwehr bekam eine neue, moderne Zeugst√§tte und das Geb√§ude f√ľr die Allgemeine Sonderschule wurde errichtet.

Die Sprungschanze im Ortsteil Uttenhofen wurde errichtet und 1988 wurde Saalfelden zum Austragungsort der Nordischen Junioren-Weltmeisterschaften. Mit der Ansiedelung der PKL (heute SIG Combibloc) konnte ein industrieller Leitbetrieb f√ľr den Ort gewonnen werden.

G√ľnter Schied
G√ľnter Schied
  • 1996 - 20?? B√ľrgermeister: G√ľnter SCHIED (1956 - )

Auch Schied ist Sozialdemokrat und √ľbernahm das B√ľrgermeisteramt w√§hrend einer Legislaturperiode von seinem Vorg√§nger. Auch er konnte sich bei den darauffolgenden Wahlen eindrucksvoll best√§tigen lassen.

Die Entwicklung Saalfeldens geht ungebrochen weiter. Neben Schul Erweiterungs- und Neubauten wurde das Kunst- und Kulturhaus NEXUS errichtet. In seine Amtszeit f√§llt die Stadterhebung Saalfeldens im Jahr 2000 . 2005 wurde der im Jahr 1980 errichtete Festsaal saniert und in ein modernes Congress-Zentrum umgebaut. Die Baukosten betrugen betr√§chtliche 7 Millionen Euro. Das Stra√üennetz wurde gr√∂√ütenteils saniert und weitere Gro√üvorhaben in Planung genommen wie: Errichtung eines Sportstadions, Nord-S√ľd-Umfahrung und die Aussiedelung des Bauhofes aus dem Stadtkern wurde begonnen. 2002 und 2005 wurde der Raum Saalfelden von heftigen Unwettern heimgesucht. Die Folgen waren √úberschwemmungen und Verw√ľstungen. Vor allem die Urslau brachte Unmengen an Wasser und Geschiebe mit sich. So war das Bachbett der Urslau mit einer Schotterschicht mit einer M√§chtigkeit von bis zu 1 1/2 Metern gef√ľllt. Die Ausbaggerung im Herbst 2005 zwischen Gr√ľnh√§uslsiedlung und R√∂sslbr√ľcke brauchten Monate.

Wappen

Das Wappen der Gemeinde ist: "Im goldenen Schild auf gr√ľnem Dreiberg drei gr√ľne pappel√§hnliche Laubb√§ume (Salweiden), deren mittlerer h√∂her ist als die beiden √§u√üeren." Wappenabbildungen: saalfeld.jpg und saalfelden.gif

Die Schlösser Saalfeldens

Kirchen und Kapellen

Irgendwann im 11. oder 12. Jhdt.n.Chr. wurden in der Diözese Salzburg Pfarrinstitute eingerichtet; neben St. Martin bei Lofer , Stuhlfelden, Piesendorf und Taxenbach auch in Saalfelden. Es gab aber bereits um das Jahr 1000 n.Chr. eine Saalfeldner Kirche. Einer Überlieferung zufolge tauschte der Edle Dietmar mit dem Erzbischof Hartwig ( 991 - 1023 n.Chr.) "seine Kirche bei Saalfelden" mit der Kirche zu Palmberg (Bayern).

Nachweislich gibt es auch wesentlichen Einfluss der Chiemseer Bischöfe in der Pfarre Saalfelden.

Die römisch-katholische Pfarrkirche

Grundriss der Saalfeldner Kirche nach dem Umbau 1858 n.Chr.
Grundriss der Saalfeldner Kirche nach dem Umbau 1858 n.Chr.
Saalfeldens Kirche im Winter
Saalfeldens Kirche im Winter

Sie ist sicherlich aus der Eigenkirche des Edlen Dietmar entstanden. Als Saalfelden zur Pfarre wurde, d√ľrfte die einst aus Holz errichtete Kirche weiterentwickelt und zu einer aus Stein ausgebauten romanischen Kirche umgestaltet worden sein. Filialkirchen in Alm, Dienten, Gerling und Leogang sind √ľberliefert. Bei Restaurierungsarbeiten im Jahr 1966 n.Chr. konnte man auf Grund der Funde das urspr√ľngliche Gotteshaus in die Zeit der Romanik r√ľckdatieren. Damals fand man aber auch heraus, dass der nach Westen ausgerichtete Turm erst in gotischer Zeit an das Kirchenschiff angebaut wurde.

Die Kirche wurde zunehmend "gotisiert", zudem sie nach 2 Bränden wiederholt umgebaut werden musste.

In der Zeit zwischen 1858 und 1861 n.Chr. musste eine Generalsanierung in Angriff genommen werden. Die Kirche war in einem sehr verwahlosten Zustand. Nach Pl√§nen des M√ľnchner Architekten Georg Schneider (* 1828 -‚Ć 1897 ) wurde das Gotteshaus in eine neuromanische Basilika umgebaut.

Am Bauk√∂rper der Kirche √§nderte sich im Verlaufe der Jahrhunderte nicht mehr viel. Verschiedenste weltliche und geistliche Pers√∂nlichkeiten machten sich um die Ausgestalltung im Inneren der Basilika verdient. Im 20. Jahrhundert waren dies vor allem Dechant Franz Kocher (*1894 - ‚Ć1953), Dechant Johann Madersbacher (‚Ć 23. September 1980) und Dechant Josef Raninger (*1930). Unter Raninger wurde der Pfarrhof sowie die Krypta renoviert. Die Taufkapelle erhielt einen neuen Taufstein und der alte, gotische Fl√ľgelaltar wurde restauriert.

Das Geläute besteht aus 5 Glocken mit 439kg bis 3.475kg. Die schwerste Glocke - die sogenannte Heimkehrerglocke - erhielt die Kirche am 4. September 1949 n.Chr. Diese soll in erster Linie an die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges erinnern.
Das sehr eigenwillig anmutende, im Stil des Expressionismus geschaffene Holzkreuz √ľber dem Hochaltar stammt vom Halleiner Bildhauer Jakob Adelhart (*1898 - ‚Ć1985). Es entstand 1959 n.Chr. und wurde 1961 n.Chr. eingeweiht.

Die Kirche ist dem Evangelisten Johannes dem Täufer geweiht.

Die Kirche in Gerling

Gerling bei Saalfelden
Gerling bei Saalfelden

Das Dorf Gerling ist um 1330 n.Chr. erstmals urkundlich erw√§hnt. Die Kirche, welche dem hl. Gotthard geweiht ist, wird urkundlich um 1500 n.Chr. genannt. Auf Grund von Grabungsfunden glaubt man aber bewiesen zu haben, dass die Kirche schon fr√ľher gestanden haben muss, da diese Funde auf den Chiemseer Weihbischof Georg Altdorfer (‚Ć 1495 ) n.Chr. verweisen.
Die Kirche ist in gotischem Stil errichtet und bei Renovierungsarbeiten im Jahr 1971 n.Chr. wurde im Gibelfeld ein barockes Fresko , welches den hl. Christophorus zeigt, freigelegt.

Die Kirche steht auf einer kleine Anhöhe am Talrand und der spitze Turm ragt weithin sichtbar, hoch auf.

Von der alten Einrichtung ist fast nichts mehr erhalten. Lediglich ein kleines Kruzifix √ľber dem linken Seitenaltar ist erhalten. Zwei Kleinplastiken - Maria und Johannes - wurden gestohlen, als sie in der Krypta der Saalfeldner Pfarrkirche w√§hrend der Renovierungsarbeiten aufgestellt waren.

Eine bildliche Darstellung des J√ľngsten Gerichtes an der R√ľckwand der Kirche ist heute kaum mehr zu erkennen.

Gerling hat sich seit Jahrhunderten nicht mehr weiterentwickelt. Die Gerlinger Kirche wurde aber auf Grund ihrer Lieblichkeit zu DER Hochzeitskirche schlechthin.

Die Kirche in Lenzing

altes Kirchlein
altes Kirchlein
Neue Kirche in Lenzing
Neue Kirche in Lenzing

Lenzing ist einer der am stärksten wachsende Stadtteile Saalfeldens. Da verwundert es nicht, dass die Gläubigen keinen Platz mehr im alten Lenzinger Kirchlein fanden.

So wurde 1970 n.Chr. nach den Plänen des Saalfeldner Architekten Georg Aigner mit dem Bau eines neuen Pfarrzentrums mit Kirche , Pfarrhaus und Pfarrsaal begonnen. Das alte Kirchlein sollte in das Ensemble miteinbezogen werden. Am 24. Mai 1973 n.Chr. konnte sodann der damlige Erzbischof Karl Berg lediglich die Einweihung der Kirche mit 350 Sitzplätzen vornehmen. Die weitere Planung wurde bis heute nicht verwirklicht.

Das Innere ist mit Reliefs des Saalfeldner K√ľnstlers Klaus Moroder mit den Bezeichnungen "Taufe Christi", "Emmaus-Szene" und "Auferstehung" sowie Kreuzwegtafeln des Maishofner K√ľnstlers Leo Gans ausgestattet.

Die evangelische "Friedenskirche"

Evangelische KircheSaalfelden
Evangelische Kirche
Saalfelden

Die evangelische Glaubensgemeinde Saalfeldens kann auf eine sehr bewegte Vergangenheit zur√ľckblicken. Schon um 1528 n.Chr. h√∂rte man aus Saalfelden von "sektischen Wesen", wie man zu Anfang die Anh√§nger der lutherischen Idee bezeichnete. Dem Erzbischof zu Salzburg wurde oftmals von den Verfehlungen der Evangelischen berichtet, unter anderem, dass sie sogar Fleisch in der Fastenzeit a√üen. Es kam zu regelrechten Verfolgungen und Bestrafungen .
Die Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Evangelischen spitzte sich zu und die erzbischöflichen Landesherren versuchten es mit einer neuen Missionierung durch die Jesuiten .

So kam es, dass um 1732 n.Chr. eine nicht freiwillige Emigration von etwa 2.000 Personen aus dem Saalfeldner Raum stattfand. Das waren rd. 30% der gesamten Bev√∂lkerung. Etwa 670 Auswanderer gingen nach Ost-Preu√üen . Den √úberlieferungen zufolge wurden sie dort gut aufgenommen und dringend ben√∂tigt. Nach dieser Auswandrungswelle standen im Saalfeldner Raum 68 Bauerng√ľter leer. Aber schon damals gabe es regen Zuzug in das weite Saalfeldner Becken und so konnten die leerstehenden Geh√∂fte alsbald wieder besiedelt und bewirtschaftet werden.

Erst in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts gab es in Saalfelden wieder einige evangelische Familien. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Zahl der Evangelischen im Pinzgau rasch an. 1958 n.Chr. wurde in Zell am See unter Pfarrer G√ľnter Gei√üelbrecht die erste evangelische Pfarre im Pinzgau errichtet.

Durch das Wachstum Saalfeldens erh√∂hte sich auch zwangsl√§ufig die evangelische Glaubensgemeinschaft und so war es eine logische Folge, dass es 1964 n.Chr. zur Grundsteinlegung f√ľr eine eigene Kirche in Saalfelden kam. Am 15. Mai 1966 war das Werk vollendet und es erfolgte die Einweihung des Gotteshauses an der Palfenstra√üe. 1984 n.Chr. l√∂ste sich die Evangelische Gemeinde Saalfelden von der Zell am See's und Pfarrer Hutman aus Deutschland √ľbernahm als erster die Pfarrstelle in Saalfelden.

Thorer Kapelle

Thorer Kapelle
Thorer Kapelle

Diese kleine Kapelle steht an der Kollingwaldstra√üe vom Ritzensee nach Breitenbergham und wird in unmittelbaren Zusammenhang mit der Emigration von etwa 670, vornehmlich der b√§uerlichen Bev√∂lkerung zuzurechnenden Personen nach Preu√üen gebracht. M√ľndlichen √úberlieferungen zufolge lie√ü die Haslingb√§uerin diese Kapelle zum Andenken an ihren ausgewanderten Gatten errichten. An dieser Stelle sollen sich die auswandernden Protestanten von ihren Angeh√∂rigen verabschiedet haben.

Die Kapelle wurde erst vor wenigen Jahren restauriert, neu gefärbelt und die religiösen Motive an der Frontseite mit neuen Farben nachgemalt. Das Dach wurde auf Veranlassung der Stadtgemeinde Saalfelden im Jahr 2000 n.Chr. neu geschindelt. In der Gegenwart findet alljährlich, jeweils kurz nach Ostern , ein Bittgang von der Kapelle in die katholische Pfarrkirche statt.

Die Einsiedelei am Palfen, Saalfelden
Die Einsiedelei am Palfen, Saalfelden

Die Einsiedelei am Palfen

Der Eremitengedanke ist sicherlich kein christliches Gedankengut. Seine Urspr√ľnge reichen weit in vorchristliche Zeit. Trotzdem entstand die Einsiedelei am Palfen in Saalfelden aus rein christlichem Glauben.

Seit etwa 1560 n.Chr. wurde in einer Felsh√∂hle oberhalb des Schlosses Lichtenberg ein Bildnis des Heiligen Georg verehrt. Dies veranlasste einen gewissen Thomas Pichler - einem Orden des Heiligen Franziskus angeh√∂rend - im Jahr 1664 n.Chr. die Bewilligung des erzbisch√∂flichen Konsortiums in Salzburg einzuholen, sich oberhalb des Schlosses Lichtenberg als Einsiedler niederlassen zu d√ľrfen.

Mit Hilfe seiner Glaubensbr√ľder errichtete er sodann am Palfen eine kleine Klause und baute die H√∂hle, in welcher das Bildnis des Heiligen Georg war, zu einer Kapelle aus. Bruder Thomas war sodann 35 Jahre Einsiedler am Palfen. Ihm folgten sodann weitere Eremiten, die zum Teil einige Um- und Ausbauten vornahmen.

Heute ist die Einsiedelei wohl nicht mehr ausschlie√ülich eine christliche Andachtsst√§tte. Sie ist sowohl f√ľr die Bev√∂lkerung als auch Touristen ein beliebtes Ausflugsziel. Von den Eremiten der Neuzeit werden in den Sommermonaten auch Getr√§nke ausgeschenkt, um das doch sehr bescheidene Leben entsprechend fristen zu k√∂nnen.

Jeweils am 23. April jeden Jahres - am Georgitag - findet am Palfen eine Messe statt.

Die Liste der bekannten Einsidler in Saalfelden ist schon sehr lang. Tats√§chlich wichtige Pers√∂nlichkeiten f√ľr Saalfelden waren bislang keine darunter, wenngleich die Eremiten am Palfen wohl aus Saalfeldens Geschichte nicht mehr wegzudenken w√§ren.

wichtige Bauten in der Stadt

Fl√ľsse, B√§che, Seen, Teiche

Der Hauptfluss des Saalfeldner Beckens ist die Saalach. Diese entspringt im hinteren Glemmtal und durchflie√üt das Becken in Nord-S√ľd-Richtung.
Der das Stadtgebiet Saalfeldens in Ost-West-Richtung durchfließende Fluss ( Bach ) ist die Urslau.

Von Westen ergießt sich die Leoganger Ache in die Saalach.

Obwohl von vielen und hohen Bergen umgeben, ist die Zahl der Seitenbäche eher gering. Die Seitenbäche dieser wesentlichen Gewässer findet man bei deren entsprechenden Beschreibungen .

Der einzige See ist der Ritzensee. Es ist ein k√ľnstlich angelegter See, der heute im Sommer als Badeanstalt und im Winter als gro√üer Eislaufplatz genutzt wird.

Weitere, ebenfalls k√ľnstlich angelegte Teiche gibt es im Saalfeldner Becken viele. Sie dienen in erster Linie der Fischerei bzw. der Tourismuswirtschaft. Erw√§hnenswert ist der Angelteich der Familie Berger in Haid oder die Fischzucht Kehlbach , in welcher heimische Bachforellen , Saiblinge und √Ąschen gezogen werden.

Freizeit, Sport und Erholung

Der Ritzensee sowie der angrenzende Kollingwald sind die Naherholungsgebiete f√ľr Saalfeldens Bev√∂lkerung . Im Sommer als Frei- und Naturbad genutzt dient im Winter seine gefrorene Oberfl√§che als riesiger Eislaufplatz .

Aus den Spazier- und Wanderwegen im Sommer werden im Winter anspruchsvolle Langlaufloipen , die auch abends beleuchtet sind.

Kultur

Die kulturelle Entwicklung Saalfeldens wird in erster Linie von den vielen kleinen und größeren Vereinen getragen.
Aush√§ngeschild war bis ins Jahr 2004 das internationale Jazz-Festival-Saalfelden, deren Ausrichtung nach √ľber 20 Jahren leider aus finanziellen Gr√ľnden eingestellt werden musste.
Mit dem Kunst- u. Kulturhaus Nexus hat Saalfelden in den Jahren 2001/2002 aber ein f√ľr alle Kulturschaffenden wichtiges, zentrales Geb√§ude errichtet. Hier finden Veranstaltungen verschiedenster Art statt. Es erfolgen Theaterauff√ľhrungen ebenso wie life- Musikdarbietungen oder Filmvorf√ľhrungen f√ľr Kinder und Jugendliche.

Aus dem B√ľrgertum , welches noch zur Wende ins 20. Jahrhundert gepflogen wurde, entstand die B√ľrgermusik Saalfelden. Sie gilt derzeit ( 2005 ) als eine der besten Blasmusikkapellen im Bundesland Salzburg. Ein Mitglied des Vereines - Christoph Blatzer - wurde bei Harmonikaweltmeisterschaften jeweils einmal Weltmeister und einmal Vize-Weltmeister.
Die Eisenbahner Blasmusik - heute: Stadtkapelle - wurde ebenfalls bereits vor √ľber 100 Jahren gegr√ľndet und war die "Heimst√§tte" aller nicht b√ľrgerlichen Musiker .
Beide Vereine sind sehr r√ľhrig und pr√§sentieren sich im Jahresablauf bei verschiedensten Konzerten . Sie sind auch Begleiter bei regional wichtigen √∂ffentlichen und privaten Veranstaltungen.


Zentralraum Saalfelden

Wie schon im Kapitel Geschichte ausgef√ľhrt, wurde das Saalfeldner Becken bereits in der Bronzezeit und auch nach dem Zuzug bajuwarischer Einwanderer mehr oder weniger stark besiedelt. Man darf sich aber eine Siedlung oder Ortschaft in dieser Epoche nicht in der Dimension vorstellen, wie sich D√∂rfer oder Orte heute pr√§sentieren.
Zu einer Ortschaft wurde auch schon einmal ein Bauernhof mit Stall, Scheune und Wohnhaus .

Damit ist es leicht vorstellbar, dass sich im weitläufigen Saalfeldner Becken, im Saalfeld, viele "Orte" bildeten.

So kristallisierte sich Saalfelden zum Zentralort aus; die kleinen, umliegenden Ortschaften wurden eingemeindet und zählen heute auch zum Stadtgebiet Saalfeldens. Manche "Dörfer" sind bereits so mit dem Stadtgebiet verwachsen, dass man sie als einst eigene Dörfer gar nicht mehr erkennt.

   Almdorf    Bachwinkl    Breitenbergham    Bsuch
   Deuting    Euring   Gerling    Haid
   Harham    Hof    Kehlbach    Lenzing
   Letting    Marzon    Niederhaus    √Ėd
   Pabing    Pfaffenhofen    Pfaffing    Rain
   Ramseiden    Ruhgassing    Schinking    Schmalenbergham
   Sch√ľtzing    Thor   Uttenhofen    Weikersbach
   Wiesersberg   Wiesing

Persönlichkeiten

  • Karl Reinthaler (1913-2000; Politiker)
  • Marlies Schild (1981; Skirennl√§uferin)

Web-Seiten

Quellen

u.a.: Chronik der Gemeinde Saalfelden, Auflage Jänner 1992

Informationen aus der Umgebung

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Wikipedia

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