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Letzte Änderung für Artikel Schloss Gottorf: 20.02.2006 09:08

Schloss Gottorf

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Schloss Gottorf
Schloss Gottorf

Schloss Gottorf ( niederdeutsch , dÀnisch Gottorp) ist eine der bedeutendsten Schlossanlagen Schleswig-Holsteins und heute Sitz des Landesmuseums. Die Anlage wurde in ihrer Geschichte mehrfach umgebaut und erweitert. Nach der Annexion des Gottorper Herzogtumteils von Schleswig 1713 diente es als Sitz des dÀnischen Statthalters in Schleswig.

Inhaltsverzeichnis

Baugeschichte

Das Schloss entstand auf der Burginsel am Ende der Schlei aus mehreren VorlĂ€uferbauten. Erstmals wurde 1161 hier eine Bischofsresidenz erwĂ€hnt, die 1268 an den Herzog von Schleswig fiel. Das Schloss wurde 1459 vom dĂ€nischen König Christian I. geerbt. Herzog Friedrich I. von Oldenburg regierte als dĂ€nischer König von hier und ließ um 1530 den WestflĂŒgel im Stil der FrĂŒhrenaissance errichten. Es wurde in der Folge als Festungsanlage ausgebaut. Von 1697 - 1703 wurde es barock erweitert, durch den schwedischen Baumeister Nicodemus Tessin d. J. (dessen Hauptwerkt der Bau des Stockholmer Schlosses war) fĂŒr den Herzog Friedrich IV., der die Fertigstellung des gewaltigen SĂŒdflĂŒgels jedoch nicht mehr erlebte. Das Schloss bildest heute eine unregelmĂ€ĂŸige, vierflĂŒgelige Anlage um einen lichten Hof.

Ein Teil der ursprĂŒnglichen Einrichtung kann besichtigt werden, hervorzuheben ist besonders die zweigeschossige Kapelle mit dem sog. FĂŒrstenstuhl, die um 1530 entstand.

Der zum Schloss gehörende Barockgarten , welcher lange Zeit nur in Fragmenten zu bewundern war, wird gegenwÀrtig revitalisiert. Hier ist auch der Gottorfer Riesenglobus zu sehen.

Landesmuseum fĂŒr Kunst und Kulturgeschichte

Das Landesmuseum fĂŒr Kunst und Kulturgeschichte ist seit 1945 im Schloss Gottorf untergebracht. Seine bedeutenden Sammlungen reichen vom hohen Mittelalter bis zur Moderne und zur Kunst der Gegenwart.

Die Kunst des Mittelalters wird in der imposanten "Gotischen Halle" von 1490 ausgestellt, einem der Ă€ltesten noch erhaltenen RĂ€ume der Schlossanlage. Einen Sammlungsschwerpunkt der GemĂ€ldesammlung zur Renaissance bildet die Gruppe von Werken Lucas Cranachs d. Ä.. Eine besondere Kostbarkeit ist die Gutenberg-Bibel von 1452/54.

Zur originalen Ausstattung des Schlosses gehören der "Hirschsaal" sowie die "Schlosskapelle" der Renaissance. Bilder, Skulpturen und Kunsthandwerk geben einen Eindruck der frĂŒheren herzoglichen Sammlungen in der barocken Glanzzeit Gottorfs.

Einen Schwerpunkt der Sammlungen bilden Möbel und kostbares TischgerÀt vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Dazu zÀhlt eine einzigartige Sammlung nordeuropÀischer Fayencen .

Die wichtigsten Vertreter des "Goldenen Zeitalters" der dÀnischen Malerei werden in der Galerie des 19. Jahrhunderts prÀsentiert. In der Jugendstil-Abteilung verbinden sich Malerei, Plastik und Kunsthandwerk zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk.

In der Galerie der Klassischen Moderne mit der Stiftung Rolf Horn sind unter anderem Hauptwerke der drei großen norddeutschen Meister des Expressionismus zu sehen: Emil Nolde, Ernst Barlach und Christian Rohlfs .

Die Ausstellung umfasst darĂŒber hinaus eine fĂŒr Norddeutschland reprĂ€sentative Sammlung zeitgenössischer Kunst.

Der Skulpturenpark prĂ€sentiert moderne Kunstwerke vor dem Hintergrund der großartigen Landschaft von Schlossinsel und Schlei.

Sonderausstellungen öffnen den Blick auf international renommierte KĂŒnstler.

Das Kloster Cismar bei Grömitz dient als Außenstelle des Landesmuseums.

ArchÀologisches Landesmuseum

Die Sammlungen des ArchĂ€ologischen Landesmuseums mit ĂŒber drei Millionen FundstĂŒcken fĂŒhren durch die Geschichte Nordeuropas von der Steinzeit bis ins hohe Mittelalter. Die Ă€ltesten GegenstĂ€nde im ArchĂ€ologischen Landesmuseum wurden vor etwa 120 000 Jahren vom Neandertaler aus Stein gefertigt. Feuersteinwerkzeuge, Waffen und Keramik geben Zeugnis vom langen Weg des Menschen von den JĂ€gern und Sammlern der Altsteinzeit bis zu den Bauern der Jungsteinzeit.

Seit etwa 1 700 v. Chr. fĂŒhrten neue Werkstoffe aus Metall zu einer tiefgreifenden VerĂ€nderung der Gesellschaft. Besonders eindrucksvoll sind die kostbaren GefĂ€ĂŸe aus Gold und die Dolche und Schwerter aus Bronze.

Aus der Eisenzeit sind in Schleswig-Holstein annĂ€hernd 30 000 Grabfunde bekannt. Untersuchungen an den GrĂ€bern ermöglichen erstmals ein genaueres Bild vom Aufbau der Gesellschaft in unserem Land in den Jahrhunderten um die Zeitenwende. Zu den berĂŒhmtesten Funden zĂ€hlen die Moorleichen , wie beispielsweise das " Kind von Windeby ".

Im ehemaligen Exerzierhaus neben dem WestflĂŒgel des Schlosses liegt seit Ende des Zweiten Weltkriegs ein Exponat von internationaler Bedeutung: Das 23 Meter lange Nydam-Schiff, das um 320 n. Chr. gebaut wurde. Es war wĂ€hrend des Krieges aus Kiel ausgelagert worden. Die dort gezeigten Moorfunde von Thorsberg und Nydam aus dem 3. und 4. Jahrhundert n. Chr. gehören zu den eindrucksvollsten archĂ€ologischen Zeugnissen des Landes. MilitĂ€rausrĂŒstung, Pferdegeschirr, Alltagsausstattung und Kleidung zeichnen ein anschauliches Bild von den Germanen des Nordens.

Die Ausstellung "Dorf-Burg-Kirche-Stadt" zeigt archÀologische Funde zur Geschichte Schleswig-Holsteins im Mittelalter.

Seit 1995 umfasst das ArchĂ€ologische Landesmuseum auch die Völkerkundlichen Sammlungen der UniversitĂ€t Kiel. Gezeigt werden unter anderem Ausstellungen zu den japanischen Samurai und zum nordeuropĂ€ischen Volk der Samen . Bis heute faszinieren die RĂŒstungen und Waffen der Samurai durch ihre handwerkliche Perfektion, Ästhetik und hohe FunktionalitĂ€t.

Weblinks


Koordinaten: 54,5116° N, 9,5415° O

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