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Letzte Änderung für Artikel Unterstammheim: 27.01.2006 12:07

Unterstammheim

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Wappen
Wappen von Unterstammheim
Basisdaten
Kanton: Z├╝rich
Bezirk : Andelfingen
BFS-Nr. : 0042
PLZ : 8476
Koordinaten : 47┬░ 38' n. Br.
8┬░ 47' ├Â. L.
H├Âhe : 433  m ├╝. M.
Fl├Ąche: 7.32  km┬▓
Einwohner : 869 (31. Dezember 2003)
Website : www.unterstammheim.ch
Karte
Karte von Unterstammheim

Unterstammheim ist eine politische Gemeinde im Bezirk Andelfingen des Kantons Z├╝rich in der Schweiz . Zusammen mit Oberstammheim und Waltalingen bildet sie das Stammertal.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Gemeinde Unterstammheim liegt im Z├╝rcher Weinland nahe der Thurgauer Grenze, jedoch noch im Kanton Z├╝rich. Ca. 1000 Einwohner leben dort umgeben von drei weiteren D├Ârfern.

Geschichte

Erste schriftliche Erw├Ąhnung Stammheims ist im Jahr 761 zu finden, in einer Schenkungsurkunde. Der freie Alemanne Isanhart ├╝berl├Ąsst dem Kloster St. Gallen seinen Hof. W├Ąhrend den folgenden 1000 Jahren ist die Geschichte Unterstammheims mit dem Kloster verkn├╝pft.

1212 wurde erstmal zwischen Unter- und Oberstammheim unterschieden, doch bildeten die beiden D├Ârfer bis 1538 eine Einheit. 1652 erfolgte die Trennung in Unterstammheim und Oberstammheim.

1464 schon kam das Dorf durch einen Kauf zum Kanton Z├╝rich. W├Ąhrend des Drei├čigj├Ąhrigen Krieges hatten die Z├╝rcher zwei Hochwachten auf dem Stammerberg, welche der fr├╝hen Warnung der Schweizer Eidgenossenschaft bei einem Einfall der Kriegsf├╝hrenden in S├╝ddeutschland dienten. Von der Vorderh├╝tten sah man bis auf den ├ťetli- und den Z├╝richberg.

Reformation

1524 nahm der Landvogt des Thurgaus, der Schwyzer Josef Amberg in Stein am Rhein den reformierten Pfarrer Johannes Oechsli fest. Dies erz├╝rnte zahlreiche reformierte Gemeinden ringsum, so auch Unterstammheim. Zahlreiche Einwohner Unterstammheims zogen mit anderen an die Thur, schliesslich vor die Kartause Ittingen. Vom 18-19.7 1524 wurde die Kartause fast komplett zerst├Ârt (Ittingersturm).

Daf├╝r zur Verantwortung gezogen wurde der Untervogt von Stammheim, Hans Wirth. Er hatte zusammen mit seinen S├Âhnen und dem Untervogt von Nussbaumen, B. R├╝ttimann vergeblich versucht die aufgebrachten Bauern vom Klostersturm abzuhalten. Gegen den Protest der Stadt Z├╝rich (welche reformiert war) wurden sie festgenommen, und bei der Tagsatzung in Baden vor Gericht gestellt. Am 28. September 1524 wurden Hans Wirth, sein Sohn Johannes und Burkhart R├╝ttimann in Baden durch Enthauptung hingerichtet. Als Grund lag vor, dass sie dem reformierten Glauben angeh├Ârten. Der zweite Sohn Hans', Adrian Wirth wurde nach Hause zur├╝ckgeschickt.

Fasnachtsfeuer

Unter den Gemeinden des Stammertals herrscht seit Urzeiten eine grosse Rivalit├Ąt. Die Feindseligkeiten gipfeln im allj├Ąhrlichen Bau der Fasnachstfeuer. Eigentlich da um den Winter zu vertreiben, stellen sie viel eher ein Kr├Ąftemessen zwischen den D├Ârfern dar. Diese Kunstwerke regionaler Architektur erreichen bis zu 17 m und werden von den Oberstufensch├╝ler der jeweiligen D├Ârfer w├Ąhrend den Wintermonaten gebaut.

Am Vorabend des Fasnachtstages, an dem die Feuer niedergebrannt werden, veranstalten die Jugendlichen einen W├Ąchterabend. Fr├╝her war das Ziel des W├Ąchterabend, die anderen Feuer anzugreifen und wenn m├Âglich anzuz├╝nden - nat├╝rlich die H├Âchststrafe unter "Fasnibauer". Heutzutage kommt es eher darauf an, wer das pomp├Âsere Feuerwerk zur Verf├╝gung hat. Deshalb wird von solchen Angriffen abgesehen.

Im Mittelpunkt steht ein berauschendes Fest. Um dieses Fest und das Feuerwerk finanzieren zu k├Ânnen, sind die "Fasnibauer" auf die meist sehr spendablen Dorfbewohner angewiesen.

Das ganze Wesen des Fasnachtsfeuer hat sich in der letzten Zeit ge├Ąndert. Vom fr├╝her sehr erbitterten "Kampf" zwischen den D├Ârfern ist ein friedlicher Wettkampf geworden. Von seiner speziellen Atmosph├Ąre hat es aber nichts eingeb├╝sst.

Politik

Der Gemeinderat besteht aus f├╝nf Mitgliedern, einer davon Pr├Ąsident und einer dessen Vize. Derzeit im Gemeinderat sind: Werner Haltner (Pr├Ąsident), Andreas Schmid (Vizepr├Ąsident), Samuel Frei, Frank Keller und Hans Wirz.

Kultur

Das Gemeindehaus aus dem Jahre 1530 ist gut erhalten, und wird auch heute noch genutzt. Im ersten Stock befindet sich der Gemeindehaussaal. Dort h├Ąngen knapp 30 Wappenscheiben, auf welche die Unterstammer sehr stolz sind. Die ├älteste der Scheiben ist aus dem Jahr 1531, und wurde von der Stadt Diessenhofen am Rhein den Unterstammern geschenkt.

Dazu gilt Stammheim als eines der besterhaltenen Riegelbaud├Ârfer in der Schweiz. Um dies zu erhalten werden am Dorfkern wenige bis gar keine Neu- oder Umbauten vorgenommen. Einige der Geb├Ąude stehen zus├Ątzlich noch unter Heimatschutz.

Zus├Ątzlich sind im Stammertal rund 50 Vereine eingetragen, welche ein breites Spektrum an Freizeitunterhaltung abdecken.

Wirtschaft

In der Gegend um Unterstammheim wird Weinbau betrieben. Siehe hierzu auch den Artikel Weinbau in der Schweiz .

Desweiteren wird in Unterstammheim Hopfen angebaut. Neben Fricktal (AG) und Wolfwil (SO) gilt Unterstammheim zu den gr├Âssten Hopfenanbaugebieten in der Schweiz.

Grosse Arbeitgeber sind auch die S├Ągerei Keller AG und die Landwirtschaftliche Genossenschaft.

Weblinks


Koordinaten: 47┬░ 38' N, 8┬░ 46' O

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