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Letzte Änderung für Artikel Pfungen: 01.12.2005 23:45

Pfungen

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Wappen
Wappen von Pfungen
Basisdaten
Kanton: ZĂĽrich
Bezirk : Winterthur
BFS-Nr. : 0224
PLZ : 8422
Koordinaten : 47° 31' n. Br.
8° 39' ö. L.
Höhe : 412  m ĂĽ. M.
Fläche: 4.99  km²
Einwohner : 2650 (31. Dezember 2003)
Website : www.pfungen.ch
Karte
Karte von Pfungen

Pfungen ist eine politische Gemeinde im Bezirk Winterthur des Kantons ZĂĽrich in der Schweiz .

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Liegt südlich der Töss, mit dem Dorf Pfungen auf einem Sporn des Multbergs , Hofsiedlungen im Rumstal und den im 19. Jhdt. entstandenen Industriesiedlungen im Bruni und in der Tössniederung Neu-Pfungen .

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1467 ca.50
1633 240
1850 522
1888 760
1900 1061
1910 1271
1950 1278
1970 1870
1990 2261

Geschichte

Pfungen wurde im Jahre 993 durch alemannische Siedler am Fusse des Multberges gegründet (im Areal der im frühen 14. Jhdt. zerstörten Burg der Freiherrn von Wart auf dem Multberg finden sich spätbronzezeitliche Siedlungsspuren). Der Multberg mit seinen steil abfallenden Hängen eignete sich schon früher als strategisch interessanter Standort, wie heutige Ausgrabungen belegen. Es wurden Überreste von einer Palisadensiedlung aus dem Altertum gefunden. Frühmittelalterliche Besiedlung auf dem Moränenkamm, spätere Siedlungen im unteren Rumstal. Im 13. Jhdt. gelangte Pfungen unter den Einfluss der Freiherren von Wart, welche sich in der Gegend Rund um Pfungen ansiedelten und Inhaber des Burglehens Pfungen mit Kelnhof und Kirchensatz waren. Die Hauptburg lag jedoch am gegenüberliegenden Ufer der Töss auf dem Grund des heutigen Neftenbachs. Auf dem Multberg wurde ein Beobachtungsturm errichtet. Und in Pfungen selber eine sogenannte Zehntenburg mit dem Kerker für die Steuersünder.

Überliefert sind ein Aufenthalt des fränkischen Wanderapostels Pirmin im Tössfeld und eine damit verbundene Schenkung von Land und Leuten in Pfungen durch den alemannischen Herzogssohn Uatilo an das Kloster Reichenau. Das 1463 erwähnte, in der Region einzigartige Pirmin-Patrozinium der 1275 erstmals genannten Kirche verweist auf Reichenauer Einfluss bei dem vor der Jahrtausendwende erfolgten ältesten Kirchenbau.

Auf die Freiherren von Wart folgten verschiedene niederadlige Burginhaber. 1454-1524 lag die Gerichtsherrschaft Pfungen bei den Herren von Wellenberg (Offnung von 1479) und 1524-1629 bei Mitgliedern der Familie Steiner. 1629 erwarb Winterthur von der Familie Steiner deren Rechte und schuf das Amt Pfungen. Als Teil der Grafschaft Kyburg gelangte das Hochgericht ĂĽber Pfungen 1452 endgĂĽltig an ZĂĽrich.

Ackerbau und ab dem 15. Jhdt. zunehmend Viehwirtschaft sowie ländliches Bedarfsgewerbe am Mühlebach bestimmten die dörfliche Wirtschaft bis ins 19. Jhdt. Im Industriezeitalter gelangte Pfungen in den Einfluss des stark aufstrebenden Textil- und Maschinenindustriestandortes Winterthur, der sich ja nur rund 7 km weiter östlich von Pfungen befindet. Aufgrund des begradigten Flusslaufes der Töss wurde Pfungen zu einem idealen Standort einer Textilweberei inklusive Färberei. Dazu wurde eine fast 2 km Kanal ausgehoben welche zur Energieversorgung der Fabrik im sogenannten Neu-Pfungen sorgte. Die Industrialisierung brachte zunächst Beschäftigung in den Fabriken von Neftenbach, Wülflingen und Winterthur. Auch die 1838 ausgebaute Strasse Winterthur-Embrach förderte Pfungens Siedlungs- und Wirtschaftsentwicklung. Erster Unternehmer in Pfungen war Hans Georg Steiner (u.a. Abbau von Sand für die Glashütte Bülach und Sulzer, Ziegelherstellung). Die Ziegelei ging 1889 an Johann Jakob Keller über. Sie entwickelte sich dank ausgedehnten Gehänge- und Seelehmlagern zum modernen Grossbetrieb. 1854 errichtete der Winterthurer Ferdinand Ernst die Wollwarenfabrik Neu-Pfungen, welche die Wasserkraft der Töss nutzte. Die daraus entstandene Schweiz. Tuch- und Deckenfabrik Eskimo wurde 1983 nach Turbenthal verlegt. Die Fabrikgebäude sind zum Gewerbezentrum umgestaltet worden.

Die verkehrsgünstige Lage Pfungens und die wachsende Mobilität bewogen ab 1960 viele in Winterthur und im Raum Zürich Beschäftigte, hier Wohnsitz zu nehmen. Die Bevölkerungsstruktur ist dadurch vielgestaltig geworden. In der Neuzeit wurde die wilde Töss durch Ingenieure begradigt und somit konnte wertvolles Ackerland für Pfungen und die angrenzenden anderen Gemeinden gewonnen werden. Heute bestehen noch vier landwirtschaftliche Betriebe. Wegen der topografischen Auffächerung ist das Dorf in einzelne Viertel gegliedert. Der ursprüngliche Siedlungskern blieb trotz vieler Neubauten wenig verändert.

Bekannte historische Pfunger-Familien-Geschlechter sind: Benz , Fischer und Steiner . Gemeindepräsident ist Kurt Kohler ( SVP ).

Weblinks


Koordinaten: 47° 31' N, 8° 39' O

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Pfungen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Pfungen verfügbar.

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