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Letzte Änderung für Artikel Vevey: 19.01.2006 18:01

Vevey

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Wappen
Wappen von Vevey
Basisdaten
Kanton: Waadt
Bezirk : Vevey
BFS-Nr. : 5890
PLZ : 1800
Koordinaten : 46° 28' n. Br.
6° 51' ö. L.
Höhe : 383  m ĂŒ. M.
FlĂ€che: 2.39  kmÂČ
Einwohner : 16'321 (31. Dezember 2004)
Website : www.vevey.ch
Karte
Karte von Vevey

Vevey (phonetisch: [ vÞˈvɛ ]) ist eine Stadt und Hauptort des gleichnamigen Distrikts des Kantons Waadt in der Schweiz . Der frĂŒhere deutsche Name Vivis wird heute kaum mehr verwendet. Zur Römerzeit hiess der Ort Viviscus.

Die Stadt am Nordostufer des Genfersees war frĂŒher ein bedeutender Handelsplatz und profitierte im 19. Jahrhundert vom Aufschwung durch Industrie und Fremdenverkehr, die noch heute die HauptsĂ€ulen der Wirtschaft darstellen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Vevey liegt auf 383 m ĂŒ. M., 18 km ostsĂŒdöstlich der Kantonshauptstadt Lausanne (Luftlinie). Die Stadt erstreckt sich auf dem flachen Schwemmkegel, den die Veveyse im Lauf der Zeit bei ihrer MĂŒndung in den Genfersee aufgeschĂŒttet hatte, am SĂŒdfuss des Mont PĂšlerin , an der WaadtlĂ€nder Riviera und am Alpenrand.

Die FlĂ€che des 2.4 kmÂČ grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt am Nordostufer des Genfersees (rund 2 km Seeuferlinie). Der Hauptteil des Gemeindebodens wird von der Schwemmebene der Veveyse eingenommen, die nördliche Grenze liegt am Fuss des Mont PĂšlerin im Bereich des Baches Ruisseau de BergĂšre. In einem schmalen Zipfel erstreckt sich das Gebiet entlang des Tals der Veveyse bis auf die GelĂ€ndeterrasse La Veyre, auf der mit 500 m ĂŒ. M. der höchste Punkt von Vevey erreicht wird. Östlich an die Schwemmebene schliessen die sanft geneigten HĂ€nge der WaadtlĂ€nder Riviera an, wobei die Grenze durch die Ă€usseren Wohngebiete verlĂ€uft und die obersten Villensiedlungen bereits zur Nachbargemeinde Saint-LĂ©gier-La ChiĂ©saz gehören. Nach SĂŒdosten reicht der Gemeindeboden bis zum RebhĂŒgel CrĂȘt Richard, und der Bachlauf der Ognona bildet eine natĂŒrliche Abgrenzung gegen La Tour-de-Peilz. Von der GemeindeflĂ€che entfielen 1997 89 % auf Siedlungen, 6 % auf Wald und Gehölze, 4 % auf Landwirtschaft und etwas mehr als 1 % war unproduktives Land.

Zu Vevey gehören ein Teil des ehemaligen Weilers Clies (450 m ĂŒ. M.) und die Siedlung Gilamont (454 m ĂŒ. M.) an der sĂŒdlichen Talflanke der Veveyse. Nachbargemeinden von Vevey sind Corseaux, Corsier-sur-Vevey, Saint-LĂ©gier-La ChiĂ©saz und La Tour-de-Peilz.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 5201
1900 11781
1910 13664
1930 13036
1950 14264
1960 16269
1970 17957
1980 16139
1990 15968
2000 16202

Mit 16321 Einwohnern (Ende 2004) gehört Vevey zu den grössten Gemeinden des Kantons Waadt; es ist die zweitgrösste Stadt der Region Vevey-Montreux. Von den Bewohnern sind 77.3 % französischsprachig, 5.3 % italienischsprachig und 3.7 % portugiesischsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Vevey stieg vor allem in der Zeit von 1940 bis 1970 markant an. Zu Beginn der 1970er Jahre erreichte die Einwohnerzahl mit rund 18000 den vorlĂ€ufigen Höchststand. Rezessionsbedingt nahm die Bevölkerung nach 1974 deutlich ab und pendelt seit 1980 um 16000 Einwohner. Die Baulandreserven der Stadt sind nahezu aufgebraucht. Das Siedlungsgebiet von Vevey ist heute lĂŒckenlos mit denjenigen von Corseaux, Corsier-sur-Vevey, Saint-LĂ©gier-La ChiĂ©saz und La Tour-de-Peilz zusammengewachsen.

Wirtschaft

Seine wirtschaftliche Entwicklung verdankt Vevey der Lage am Nordostufer des Genfersees. Schon frĂŒh war es ein wichtiger Umschlagsplatz am Handelsweg von Frankreich ins Greyerzerland und nach Bern. Die Waren wurden von Frankreich mit dem Schiff nach Vevey gebracht und dort auf Fuhrwerke verladen und ihren weiteren Bestimmungsorten zugefĂŒhrt.

Noch im 18. Jahrhundert war Vevey agrarisch geprÀgt. Hier wurden die landwirtschaftlichen Produkte des Umlandes weiterverarbeitet und in den Handel gebracht. Das Gewerbe umfasste zu dieser Zeit Tabak- und Tuchmanufakturen, Hutmachereien, Gerbereien, aber auch MarmorwerkstÀtten und Uhrmacherei, die zunÀchst in Heimarbeit verrichtet wurde.

Vevey
Vevey

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt rasch zu einem Industriestandort, und im weiteren Verlauf des Jahrhunderts vollzog sich der Strukturwandel hin zu Grossunternehmen. In diese Zeit fallen beispielsweise die GrĂŒndung der ersten Sparkasse des Kantons Waadt ( 1814 ), die Eröffnung der Ateliers de constructions mĂ©caniques de Vevey ( 1842 ) und die GrĂŒndung der Tabakwarenfabrik Ormond & Rinsoz SA ( 1848 ). Vevey wurde ein bedeutendes Zentrum der Schokoladenindustrie: unter François-Louis Cailler wurde 1819 die erste Schokoladenfabrik der Schweiz gegrĂŒndet. Henri NestlĂ© schuf sich hier einen Namen mit der Entdeckung eines Produktionsverfahrens fĂŒr Milchpulver ( 1867 ), und 1875 gelang Daniel Peter die Herstellung von Milchschokolade. Im Jahr 1867 wurde die NestlĂ© SA gegrĂŒndet, die sich seit 1929 nach der Übernahme der Firma Cailler auf die Schokoladenproduktion konzentrierte und spĂ€ter nach weiteren FirmenĂŒbernahmen ihren Marktbereich auf weitere Nahrungsmittelindustriezweige ausdehnte.

Im Lauf des 20. Jahrhunderts kam es mehrmals zu Krisen, so wĂ€hrend der 1930er Jahre in der Uhrenindustrie und wĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges im Tourismus. Als Folge davon fand eine Diversifikation in vielen Wirtschaftsbereichen statt. Auch die Rezession von 1974 und 1975 traf die Industrie hart, fĂŒhrte zu zahlreichen Betriebsschliessungen und letztlich zu einer Abnahme der Bevölkerung um rund 2000 Personen innerhalb von 10 Jahren.

Heute gibt es in Vevey rund 11000 ArbeitsplÀtze. Mit 0.5 % der ErwerbstÀtigen, die noch im primÀren Sektor beschÀftigt sind, ist die Landwirtschaft bedeutungslos geworden. Etwa 15 % der ErwerbstÀtigen sind im industriellen Sektor tÀtig, wÀhrend der Dienstleistungssektor 85 % der ArbeitskrÀfte auf sich vereinigt (Stand 2001).

Bedeutendster Betrieb ist noch heute die NestlĂ© SA, einer der grössten Nahrungsmittelkonzerne der Welt mit Hauptsitz in Vevey. Daneben gibt es zahlreiche weitere Unternehmen im Bereich der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, der pharmazeutischen Industrie, des Druckerei- und Verlagswesens, des Apparatebaus, sowie der Feinmechanik und Mikrotechnik. Ferner ist Vevey Sitz von Banken und Versicherungen, der Stadt- und Bezirksverwaltung. Die Stadt verfĂŒgt ĂŒber zwei RegionalspitĂ€ler, nĂ€mlich das HĂŽpital de la Providence (seit 1933 ) und das HĂŽpital du Samaritain (seit 1956 ).

Tourismus

Seit der ersten HÀlfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Vevey zu einem bedeutenden Fremdenverkehrsort. Als erstes grosses Hotel wurde 1842 das HÎtel des Trois Couronnes eröffnet; 1867 und 1868 folgten das Grand HÎtel de Vevey und das HÎtel du Lac. Ein weiterer Aufschwung des Tourismus wurde kurz nach 1900 eingeleitet, als die umliegenden Höhen, der Mont PÚlerin und der Aussichtspunkt Les Pléiades durch Bergbahnen erschlossen wurden.

Kultur und Freizeit

Alimentarium (ErnÀhrungsmuseum)
Alimentarium (ErnÀhrungsmuseum)

Vevey hat zahlreiche kulturelle Einrichtungen zu bieten, beispielsweise das 1897 gegrĂŒndete MusĂ©e Jenisch mit der Kunstsammlung der Stadt und dem naturwissenschaftlichen Museum. Als erste Stadtbibliothek der Schweiz wurde 1774 die Bibliothek von Vevey eröffnet. Im ehemaligen Landvogtssitz befinden sich seit 1953 das MusĂ©e historique de Vevey und das MusĂ©e de la vigne et du vin (Museum der Weinbauernzunft). Seit 1979 gibt es auch ein Museum fĂŒr Fotoapparate (MusĂ©e suisse de l'appareil photographique) und seit 1985 das Alimentarium, ein Museum fĂŒr ErnĂ€hrung. Die Stadt verfĂŒgt ĂŒber mehrere Theater und Kinos und ist Austragungsort zahlreicher Feste, darunter das Festival Images. Das Seeufer ist als Flanier- und Erholungszone ausgestaltet.

FĂȘte des Vignerons

In Vevey findet vier bis fĂŒnf mal pro Jahrhundert die berĂŒhmte FĂȘte des Vignerons ( Winzerfest ) statt, in welcher die hiesige Weinbaukultur (siehe auch den Artikel Weinbau in der Schweiz ) gefeiert wird. FĂŒr diesen Anlass wird eine grosse Arena auf der Grande Place, dem zweitgrössten Marktplatz Europas (nach Lissabon, Portugal), aufgebaut, welche Platz fĂŒr 16'000 Zuschauer bietet. Die Feste werden seit dem 18. Jahrhundert durchgefĂŒhrt, die letzten fĂŒnf fanden 1889, 1905, 1927, 1955 und 1999 statt, das nĂ€chste ist fĂŒr die frĂŒhen 20er Jahre des 21. Jahrhunderts geplant.

Bildung

Russische Kirche
Russische Kirche

Als wichtiges Bildungszentrum im östlichen Teil des Kantons Waadt verfĂŒgt Vevey ĂŒber sĂ€mtliche Schulstufen bis zum Gymnasium. Als weiterfĂŒhrende Bildungseinrichtungen ist die Ecole des arts et mĂ©tiers zu nennen, eine Kunstgewerbe- und Berufsschule, die 1914 gegrĂŒndet wurde und seit 1969 in den GebĂ€uden des Centre d'enseignement professionnel untergebracht ist.

Verkehr

Die Gemeinde ist verkehrstechnisch sehr gut erschlossen. Sie liegt an der alten Hauptstrasse 9, welche von Lausanne entlang des Seeufers via Vevey und Montreux ins Wallis fĂŒhrt. Der nĂ€chste Autobahnanschluss (Vevey) an die 1970 eröffnete A9 (Lausanne-Sion) ist rund 3 km vom Stadtkern entfernt. Oberhalb von Vevey, nur wenig ausserhalb des Gemeindegebietes, befindet sich auch die Verzweigung La Veyre, wo seit 1980 die Autobahn A12 (Bern-Vevey) auf die A9 trifft.

Am 2. April 1861 wurde der Abschnitt Lausanne-Villeneuve der Bahnlinie von Lausanne nach Sion mit einem Bahnhof in Vevey eröffnet. Der Bahnhof Vevey entwickelte sich zu einem regionalen Verkehrsknotenpunkt mit der Einweihung der Schmalspurbahnlinie nach Blonay (am 1. Oktober 1902 ) respektive nach Chùtel-Saint-Denis (von 1904 bis 1969 in Betrieb), der Verbindung nach Puidoux-Chexbres (am 2. Mai 1904 , Normalspur auf der heute der Train des Vignes verkehrt) und der Eröffnung der Standseilbahn Vevey-Mont PÚlerin im Jahr 1900 .

Ab 1888 verkehrte entlang des Seeufers die Tramway Vevey-Montreux-Chillon-Villeneuve , eine elektrische Strassenbahn . Sie war die erste elektrisch betriebene Bahn der Schweiz und wurde 1957 durch eine Trolleybuslinie ersetzt, welche heute von der Gesellschaft Transports publics Vevey-Montreux-Chillon-Villeneuve (VMCV) betrieben wird. Diese Gesellschaft ist fĂŒr die Feinverteilung im öffentlichen Verkehr zustĂ€ndig, sowohl fĂŒr das Stadtbusnetz als auch fĂŒr die Linie nach ChĂątel-Saint-Denis (Ersatz fĂŒr die ehemalige Schmalspurbahn).

Geschichte

ChĂąteau de l'Aile
ChĂąteau de l'Aile

Vevey kann auf eine sehr lange Siedlungstradition zurĂŒckblicken. Die frĂŒhesten vom Menschen hinterlassenen Spuren auf dem Gemeindegebiet stammen von Pfahlbausiedlungen aus dem Neolithikum und der Bronzezeit . Auch ein GrĂ€berfeld aus der spĂ€ten Bronzezeit wurde entdeckt. Vermutlich war der Ort unter den Kelten seit dem 4. Jahrhundert vor Christus besiedelt.

In der Römerzeit lag Vevey an der wichtigen Heerstrasse vom Grossen Sankt Bernhard entlang des Ostufers des Genfersees nach Aventicum (Avenches). Ein Seitenzweig der Strasse fĂŒhrte nach Lausanne. An dieser Strassenverzweigung entwickelte sich ein kleines StĂ€dtchen, von dem archĂ€ologisch allerdings nur wenig bekannt ist. Auf römischen Strassenverzeichnissen war der Ort unter dem Namen Vibisco, auf der Peutingerschen Tafel als Vivisco aufgefĂŒhrt. Weitere lateinische Namen waren Bibiscum und Viviacum. Der Ortsname stammt vom latinisierten Namen des keltischen Stamms der Vivisci ab.

Die nĂ€chste urkundliche ErwĂ€hnung des Ortes erfolgte im 5. Jahrhundert unter dem Namen Bibiscon und bezeugt auch in dieser Übergangszeit eine Siedlung. Aus dem Mittelalter sind die Bezeichnungen Viviscum ( 1011 ), Vivesium ( 1017 ), Vivois ( 1163 ), Vives ( 1177 ), Vivex (im 12. Jahrhundert ) und Viveis ( 1225 ) ĂŒberliefert.

Der Fischerflecken gehörte um das Jahr 1000 zum Königreich Hochburgund . Auf dem Gemeindegebiet hatten aber auch das Lausanner Domkapitel, die Abtei Saint-Maurice, die Chorherren vom Grossen Sankt Bernhard und der Bischof von Sion reichen Grundbesitz. Im Jahr 1011 ĂŒbertrug König Rudolf III. von Burgund seine Rechte ĂŒber Vevey dem Bischof von Lausanne. Diese Herrschaftsrechte erkaufte sich 1250 Peter von Savoyen und gab sie als Lehen an die Herren von Blonay und von Oron weiter. Der Ort entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Handelsplatz am Genfersee. Im Lauf des 14. Jahrhunderts organisierten sich die BĂŒrger von Vevey, erhielten 1356 von der savoyischen Oberhoheit erste Freiheiten zugesprochen und bildeten ab 1370 eine Gemeindeverwaltung.

Kirche Saint-Martin
Kirche Saint-Martin

Mit der Eroberung der Waadt durch Bern im Jahr 1536 gelangte Vevey unter die Herrschaft der Berner. Diese grĂŒndeten die Vogtei Chillon, die seit 1735 , als der Landvogt die Stadt Vevey dem Schloss Chillon als Residenz vorzog, den Namen Vogtei Vevey trug. Diese Vogtei umfasste das Gebiet des heutigen Bezirks Vevey, ausser die Teile nördlich der Veveyse, die der Vogtei Lausanne angehörten; dafĂŒr war auch Villeneuve der Vogtei Vevey zugeteilt.

Nach dem Zusammenbruch des Ancien rĂ©gime gehörte die Stadt von 1798 bis 1803 wĂ€hrend der Helvetik zum Kanton LĂ©man , der anschliessend mit der Inkraftsetzung der Mediationsverfassung im Kanton Waadt aufging. 1798 wurde sie Hauptort des Bezirks Vevey . Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Vevey zu einem bedeutenden Industriezentrum, und dank seiner attraktiven Lage und des milden Klimas auch zu einem Fremdenverkehrsort. Deshalb nahm die Bevölkerung rasch zu, und die Stadt stiess schon in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts an ihre engen Gemeindegrenzen. 1892 wurden daher die am Stadtrand von Vevey auf dem Schwemmkegel der Veveyse gelegenen Quartiere Arabie, Plan-Dessous, Plan-Dessus, Sous-CrĂȘts, Corsets und Faubourg-Saint-Antoine von Corsier-sur-Vevey abgetrennt und nach Vevey eingegliedert. Eine weitere Grenzbereinigung wurde 1931 vorgenommen, als das Gebiet von Gilamont von Saint-LĂ©gier-La ChiĂ©saz an Vevey abgetreten wurde.

SehenswĂŒrdigkeiten

Altstadt
Altstadt

Älteste Kirche von Vevey ist die reformierte Pfarrkirche Saint-Martin, die bereits 1172 erwĂ€hnt wurde. Der heutige gotische Bau stammt teils aus dem 13. Jahrhundert (insbesondere der Chor und der Turm) und teils aus der Zeit um 1500 , als das Kirchenschiff neu erbaut und der Frontturm mit vier Echauguetten umgestaltet wurde. An der Place Sainte-Claire steht die reformierte Kirche Sainte-Claire, die ursprĂŒnglich zu einem 1425 gegrĂŒndeten Klarissenkloster gehörte, das mit der EinfĂŒhrung der Reformation ( 1536 ) aufgehoben wurde. Die Kirche wurde 1776 - 83 umgestaltet und mit einem klassizistischen Portal versehen. Als weitere Kirchenbauten sind die neugotische katholische Kirche Notre-Dame-de-l'Annonciation ( 1869 - 72 ), die 1878 vom FĂŒrsten Schuwaloff gestiftete Russische Kirche und die 1880 - 82 erbaute Englische Kirche zu nennen.

Das HĂŽtel de Ville (Rathaus) wurde 1709 - 10 im Stil Louis XV. erbaut und 1751 umgestaltet. Nahebei steht die Tour Saint-Jean, ein mittelalterlicher Turm aus dem frĂŒhen 14. Jahrhundert , der ursprĂŒnglich zur Kapelle des Spitals Vieux-Mazel gehörte. Im Cour-au-Chantre, einem 1746 errichteten Stadtpalais, ist heute die PrĂ€fektur untergebracht. Das Schloss von Vevey wurde im 16. Jahrhundert an der Stelle einer mittelalterlichen Burg erbaut und im 18. Jahrhundert verĂ€ndert, bevor die Berner Landvögte hier Sitz nahmen. Heute befinden sich im Schloss das MusĂ©e historique de Vevey und das MusĂ©e de la vigne et du vin.

In der Altstadt sind einige charakteristische BĂŒrger- und PatrizierhĂ€user aus dem 17. bis 19. Jahrhundert erhalten. Westlich an die Altstadt schliesst die Grande Place an, Schauplatz des Winzerfestes und normalerweise - wenn nicht gerade fĂŒr FestivitĂ€ten oder einen Markt genutzt – von Autos belegt. An diesem Platz stehen die Grenette, ein ehemaliges Kornhaus von 1808 , das 1830 erbaute Casino und das im neugotischen Stil errichtete ChĂąteau de l'Aile (auch Couvreu genannt und heute in Privatbesitz).

Am nordwestlichen Stadteingang steht der verglaste Skelettbau des Nestlé-VerwaltungsgebÀudes, das 1958 - 60 nach PlÀnen des Architekten Jean Tschumi errichtet wurde.

Vevey zeichnet sich ferner durch die 1830 angelegte Uferpromenade und mehrere Stadtparks aus, beispielsweise der Parc de l'Arabie an der Veveyse, der Jardin du Rivage und der Jardin Roussi am sĂŒdöstlichen Stadteingang.

Prominenz in Vevey

Chaplin-Statue
Chaplin-Statue

Jean-Jacques Rousseau wÀhlte die Umgegend von Vevey zum Schauplatz seines Romans " Die neue Heloise ". In Vevey wurde seine erste Geliebte Françoise-Louise de Warens geboren.

Charles Chaplin verbrachte seine letzten Jahre in einer Villa bei Vevey. Heute steht zu seinem Gedenken in Vevey vor dem Alimentarium von NestlĂ© am Seeufer eine berĂŒhmte kleine Statue , Chaplin in einer seiner bekannten Posen darstellend.

Persönlichkeiten

Weblinks



Koordinaten: 46° 28' N, 6° 51' O

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