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Letzte Änderung für Artikel Olten: 18.02.2006 09:26

Olten

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Wappen
Wappen von Olten
Basisdaten
Kanton: Solothurn
Bezirk : Olten
BFS-Nr. : 2581
PLZ : 4600
Koordinaten : 47° 21' n. Br.
7° 54' ö. L.
Höhe : 396  m ĂĽ. M.
Fläche: 11.50  km²
Einwohner : 16'616 (31. Dezember 2004)
Website : www.olten.ch
Karte
Karte von Olten

Olten ist eine Stadt im gleichnamigen Bezirk im Kanton Solothurn in der Schweiz .

Inhaltsverzeichnis

Wappen

In Weiss auf grünem Dreiberg drei rotbestammte grüne Tannen. Das bis 1580 verwendete Siegel zeigte drei Buchsbäume. Als Olten ab 1800 wieder ein Siegel führen durfte, wurden sie durch Tannen ersetzt.

Geographie

Olten liegt in einem Talkessel beidseits der Aare am Jurasüdfuss . Nördlich der Stadt ist der Hauensteinpass , in den anderen Richtungen beschirmen die vorgelagerten Hügelzüge Born, Säli und Engelberg die Stadt.

Die Fläche des Gemeindegebietes beträgt 1149 Hektaren, davon sind 457 Hektaren (40%) bewaldet.

Nachbargemeinden von Olten sind Boningen, Kappel_SO und Wangen bei Olten im Westen der Stadt, Trimbach SO und Winznau im Norden, Starrkirch-Wil im Osten sowie die Aargauer Gemeinden Aarburg und Rothrist im SĂĽden.

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl Oltens ging während Jahrzehnten zurück, von einst über 20.000 auf heute noch 17.190 (2004), bedingt durch die Deindustrialisierung der letzten Jahrzehnte, aber auch durch den in Stadtregionen üblichen Suburbanisierungsprozess . In den letzten Jahren nahm die Bevölkerungszahl der Stadt wieder leicht zu. Mit Verwirklichung des Entwicklungsprojekts Olten SüdWest sollen zwei- bis dreitausend neue Einwohner dazukommen. In der Agglomeration Olten leben heute 101.909 Personen in 26 Gemeinden.

Bei der Volkszählung vom Dezember 2000 wurde ein Ausländeranteil von 26% ermittelt, den grössten Anteil stellen Italiener und Bürger des ehemaligen Jugoslawien.

Die Bevölkerung Oltens war früher überwiegend römisch-katholisch . Durch die Einwanderung aus der übrigen Schweiz nahm der Anteil der Menschen römisch-katholischer Konfession ab und betrug im Dezember 2004 41%. Dahinter folgten die Reformierten mit 26% Anteil. Die christkatholische Gemeinde der Stadt Olten ist, obwohl sie nur 2% der Bevölkerung ausmacht, eine der grössten der Schweiz und Besitzerin der Stadtkirche. Aus der Kirche ausgetreten sind 12% der Oltner.

Quelle: [1]

Verkehr

Bahnhof Olten
Bahnhof Olten

Olten ist als wichtiger Eisenbahnknotenpunkt eine typische Eisenbahnerstadt . In der Stadt treffen die Nord-Süd-Achse Basel-Mailand, die West-Ost-Achse Genf-St. Gallen sowie einige Regionallinien zusammen. Der grosse, repräsentative Bahnhof mit schöner Perronhalle ist im System der SBB ein Knotenbahnhof, d.h. immer zur vollen und zur halben Stunde treffen aus allen Richtungen die Züge ein. Dies erlaubt es den Reisenden bequem und rasch umzusteigen. Überwacht wird der Bahnbetrieb durch Fahrdienstleiter im Operativen Betriebszentrum (OBZ) , welches gut sichtbar neben den Perronanlagen untergebracht ist. Die SBB unterhalten zudem an diesem zentralen Punkt im Netz mehrere Wartungsbetriebe, so unter anderem das grosse Industriewerk SBB, früher «Hauptwerkstätte» genannt.

Südlich der Stadt verläuft die Autobahn A1 von Zürich nach Bern, im Westen die Autobahn A2 durch den «Belchen-Tunnel» nach Basel. Olten leidet unter dem Durchgangsverkehr. In den Stosszeiten kommt es regelmässig zu Staus auf den Einfallstrassen und im Stadtzentrum. Im Jahr 2013 soll eine grosse Umfahrung ("Entlastung Region Olten") eröffnet werden und den Verkehr durch die Innenstadt reduzieren.

Der Busbetrieb Olten Gösgen Gäu (BOGG) unterhält ein dichtes Busnetz in Stadt und Umgebung,

Politik

Gemeindeparlament (Legislative)

Die Anliegen der Bevölkerung werden durch ein Gemeindeparlament vertreten. Es besteht aus 50 Mitgliedern und wird alle vier Jahre im Proporzwahlverfahren gewählt.

Partei 2005 2001
SP 16 16
FDP 14 15
CVP 8 9
SVP 5 5
GrĂĽne 4 4
Jungfreisinnige 0 1
EVP 1 0
Junge Alternative 2 0

Stadtrat (Exekutive)

Der Stadtrat von Olten besteht aus einem Stadtpräsidenten im Vollamt sowie vier Mitgliedern im Nebenamt. Die Mitglieder werden im Majorzverfahren gewählt.

Die fünf Stadträte sind:

  • Ernst Zingg (FDP), Stadtpräsident
  • Silvia Forster (SP), Vizepräsidentin des Stadtrates
  • Doris Rauber (SP)
  • Peter Schafer (SP)
  • Martin Wey (CVP)

Städtepartnerschaften

  • Altenburg ( Deutschland )
  • Stierva GR ( Schweiz )

Bildung

Olten ist ein bedeutender Bildungsstandort. In der Stadt befinden sich die Kantonsschule Hardwald, die Kaufmännische Berufsschule Olten-Balsthal, die Gewerblich-industrielle Berufsschule und die Fachhochschule Solothurn Nordwestschweiz mit den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Augenoptik. Dazu kommen zahlreiche Privatschulen.

Geschichte

FrĂĽhzeit

Frühe steinzeitliche Höhlensiedlungen konnten in den Sälihöhlen nachgewiesen werden, auch der Mammutfund von Olten wird mit diesen Siedlungen in Zusammenhang gebracht. Reiche Feuersteinvorkommen im Chalofen wurden abgebaut und in der Gegend als Rohmaterial für Werkzeuge verwendet.

Römerzeit

Altstadt mit HolzbrĂĽcke
Altstadt mit HolzbrĂĽcke

Zahlreiche Grabungsfunde belegen, dass schon zur Römerzeit eine bedeutende Siedlung bestanden haben muss. Die Villen Im Grund und Römerpark stammen aus dem ersten Jahrhundert n. Chr., zwischen der Stadtmauer und der Froburgerstrasse dürfte der Vicus um 375 n. Chr. angelegt worden sein.

Mittelalter

Obwohl eine ältere Besiedlung nachgewiesen ist, wird die Gründung von Olten den Grafen von Frohburg zugeschrieben. Im Stadtbrand von 1422 wurde leider das gesamte Archiv verbrannt, so dass keine Dokumente aus dieser Zeit mehr vorhanden sind.

1383 wurde Olten durch Bern und Solothurn belagert, aufgrund eines Unwetters mussten diese jedoch unverrichteter Dinge abziehen. Daraufhin wurde von ihnen das Gerücht verbreitet, dass das Unwetter durch eine Hexe beschworen wurde. Kurz darauf wurde in Niederbipp eine Frau aus der Klus als « Hexe von Olten» verhaftet. Dem Feuertod entging sie nur der Fürsprache der Frauen der Ratsherren .

Aufgrund der beiden verheerenden Stadtbrände von 1411 und 1422 erlosch das Interesse der Stadt Basel, und im Jahr 1426 gelangte Olten pfandweise in den Besitz der Stadt Solothurn. Im Jahr 1532 gingen die Herrschaftsrechte vom Bischof zu Basel für 1800 Gulden auf die Stadt Solothurn über.

1611 brach die Pest aus und soll die Oltner Einwohnerschaft bis auf 14 BĂĽrger dahingerafft haben.

Die Unterstützung der aufständigen Bauern kostete die Stadt im Jahr 1653 sämtliche politische Privilegien und machte Olten zu einem gewöhnlichen Untertanenstädtchen. Erst die Helvetische Republik händigte am 12. November 1800 das seit 1653 in Solothurn deponierte Stadtrecht und Siegel wieder aus.

Neuzeit

Mitte des neunzehnten Jahrhunderts wurde Olten zum Knotenpunkt der wichtigen schweizerischen Eisenbahnlinien, die Stadt lockte die Schweizerische Centralbahn mit einer grosszĂĽgigen Offerte. Noch heute erinnert der Kilometer-Null-Stein daran, dass das gesamte Schienennetz der Schweiz von Olten aus vermessen wurde.

Die Industrialisierung sorgte fĂĽr eine GrĂĽndung einer Vielzahl von Firmen:

  • 1866 Giesserei von Roll
  • 1866 Schuhfabrik Strub und Glutz
  • 1868 Maschinenfabrik Louis Giroud
  • 1888 Steinbaukasten Dr. Richter AG
  • 1898 Seifenfabrik Helvetia
  • 1901 Lampenfabrik Pfändler
  • 1903 Nussbaum AG
  • 1904 Berna
  • 1906 GlashĂĽtte Maetz und Söhne
  • 1911 Nago
  • 1917 OLMA

Die beiden Weltkriege

Im Bereich Wisenberg-Hauenstein-Ifenthal- Belchen wurde im Ersten Weltkrieg ein Festungssystem mit 50 km Länge und über 150 Geschützstellungen angelegt. Der rückwärtige Dienst war mit über 72 000 Armeeangehörigen und 10 000 Pferden in Olten stationiert.

1918 wurde das Oltener Aktionskomitee durch den FĂĽhrer der schweizerischen Arbeiterbewegung, Robert Grimm , ins Leben gerufen. Der Generalstreik in Olten verlief friedlich.

Auch im Zweiten Weltkrieg wurden in Olten wieder über 60 000 Armeeangehörige einquartiert. Zusätzlich gab es in Olten über 18 000 Flüchtlinge und Internierte. Der Flugplatz Gheid wurde mit einer Messerschmitt-Staffel von 5 Flugzeugen belegt.

Prostitution

Prostitution hat in Olten eine lange Tradition. Die Stadt genoss während vieler Jahren den Ruf, den "längsten Strassenstrich der Schweiz" zu beheimaten. Gemäss einer Richtlinie von 1992 tolerierte der Stadtrat die gut zwei Kilometer lange Industriestrasse offiziell als Strichzone.

Im Oktober 2004 beschloss der Stadtrat, dieser dort unterdessen eigebĂĽrgerten Szene ein Ende zu setzen. Mit flankierenden Massnahmen wollte man dafĂĽr sorgen, dass die Prostitution im Industriequartier nicht weiter betrieben wird. FĂĽr die Industriestrasse gilt seit Anfang 2005 zwischen 20'00 und 5'00 Uhr ein Nachtfahrverbot. Mit Polizeikontrollen sollen Prostituierte und vor allem Freier vertrieben werden.

Die Strategie hatte teilweise Erfolg. Nachts wirkt die Industriestrasse seither geradezu gespenstisch leer. Wer allerdings am Ende der Industriestrasse auf die um einiges kürzere Haslistrasse einbiegt, trifft auf die frühere Szene. Trotz der ungewollten Verlagerung ist die Stadträtin einigermassen zufrieden. An der Industriestrasse gäbe es keine Frauen und Freier mehr; damit sei der Weg für die Investoren frei, erklärte sie.

SehenswĂĽrdigkeiten

Stadthaus
Stadthaus
  • Die 1803 erbaute HolzbrĂĽcke ĂĽber die Aare fĂĽhrt den Besucher vom Bahnhofsquai schräg vis-Ă -vis des Hauptbahnhofes direkt in die malerische Altstadt mit einigen sehenswerten Kirchen, schönen alten BĂĽrgerhäusern und dem Stadtturm.
  • Das Bahnhofbuffet Olten ist in der ganzen Schweiz bekannt; hier wurden zahlreiche bedeutende Vereinigungen gegrĂĽndet.
  • Der Rathauskeller (im Volksmund Chöbu) lohnt sich mit seiner Fassade von aussen und der Waffensammlung von innen
  • Schöne Wanderwege fĂĽhren von Olten in die Umgebung, zum Beispiel auf die Frohburg oder das Sälischlössli, welches Starkoch Anton Mosimann kurzzeitig als Gourmettempel benutzte, mittlerweile aber wieder verkaufte. Ebenfalls sehr schön sind die zahlreichen Aareuferwege.
  • Die Berge des Schweizer Jura bieten in nächster Umgebung lohnende Gipfelziele wie den Belchen (1123 m) mit herrlichem Panorama ins westlich gelegene Baselbiet und nach SĂĽdosten auf die Berner Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau.
  • Olten ist ein guter Ausgangspunkt fĂĽr TagesausflĂĽge in die Städte Aarau, Luzern, Solothurn, Bern und Basel, auch ZĂĽrich ist ĂĽber die Autobahn oder mit dem Zug schnell erreichbar.

Persönlichkeiten

Munzinger-Denkmal
Munzinger-Denkmal
  • Ildefons von Arx (1755-1833, Pater des Klosters St. Gallen, Archivar und Historiker)
  • Martin J. Munzinger (1791-1855; Bundesrat)
  • Martin Disteli (1802–1844; Maler)
  • Niklaus Riggenbach (1817-1899; Erfinder des Zanhnradbahnsystems)
  • Bernhard Hammer (1822-1900; Bundesrat)
  • Maria Felchlin (1899-1987; Vorkämpferin fĂĽr das Frauenstimmrecht)
  • Otto F. Walter (1928-1994; Schriftsteller)
  • Franz Hohler (1943; Schriftsteller, Kabarettist und Liedermacher)
  • Alex Capus (1961; Schriftsteller)
  • Paul Hermann MĂĽller (1899-1965; Chemiker, Nobelpreis fĂĽr Medizin 1948)

Siehe auch

  • Gruppe Olten , Schweizer literarische Gruppe

Weblinks



Koordinaten: 47° 21' N, 7° 54' O

Wikipedia

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