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Letzte Änderung für Artikel Kanton Zug: 13.02.2006 07:34

Kanton Zug

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Kanton Zug
Wappen Kanton Zug
Basisdaten
Hauptort: Zug
Fläche: 239 km²
(Rang 24)
Einwohner: 104'538 ( 2005 )
(Rang 18)
Bevölkerungsdichte : 437 Einw./km²
(Rang 5)
Beitritt zur Eidgenossenschaft: 1352
AbkĂĽrzung: ZG
Sprachen: Deutsch
Website: Kanton Zug
Karte
Karte Kanton Zug

Der Kanton Zug ( fra. Zoug, ita. Zugo, roh. Zug, lat. Tugium) ist ein Kanton im Zentrum der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Lage des Kantons

Zug liegt in der Zentralschweiz zwischen den Kantonen ZĂĽrich, Schwyz, Luzern und Aargau im Ăśbergangsgebiet zwischen den Voralpen und der Hochebene. Die an der Schwyzer Grenze gelegenen höheren Berge, wie Rossberg (1582 m), Kaiserstock (1417 m), Morgarten (1236 m) und Hochrohn (1232 m), werden in Richtung Nordwestern durch Vorberge abgelöst. Die Vorberge, zu denen unter anderem der Zugerberg (991 m) und Gubel (ca. 1000 m) gehören, gehen in die Ebene ĂĽber. Der Hauptfluss des Kantons ist die Lorze , die dem voralpinen Ă„gerisee entspringt und zwischen Zug und Cham in den Zugersee mĂĽndet. Von dort fliesst sie weiter in die Reuss , die, wie an der Nordostgrenze die Sihl , den Kanton bloĂź streift.

Regierung

Legislative

Die Legislative bildet der in den Gemeinden nach dem Proporzverfahren gewählte Kantonsrat.

Sitzverteilung nach den Wahlen 2002:

  • CVP : 25 Sitze
  • FDP : 20 Sitze
  • SVP : 18 Sitze
  • SP : 9 Sitze
  • Alternative Fraktion (AF): 8 Sitze

Exekutive

Die Exekutive bildet ein ebenfalls im Proporzverfahren (eine Ausnahme in der Schweiz) gewählter 7-köpfiger Regierungsrat, der gleichzeitig mit dem Kantonsrat alle vier Jahre gewählt wird. Er besteht nach der letzten Wahl am 27. Oktober 2002 aus folgenden Vertretern der einzelnen Parteien: 2 CVP, 2 FDP, 1 SVP, 1 SP und einem Mitglied der SGA (Alternative).

Wirtschaft

Roche Diagnostics hat hier ein Entwicklungszentrum für Laborgeräte, und Zug ist der Sitz des schweizerischen Vertriebs von Roche Diagnostics. Des Weiteren haben sich im Kanton Zug zahlreiche internationale Handelsunternehmungen niedergelassen, die vor allem mit Rohstoffen handeln.

Steuern

Viele Domizilfirmen und Holdings haben ihren Sitz im Kanton Zug, da die Unternehmungsbesteuerung auf einem im internationalen Vergleich sehr tiefen Niveau ist. Aber auch viele Unternehmungen, die der ordentlichen Besteuerungen unterliegen haben hier Fuss gefasst.

Domizilfirmen sind gemäss den Bestimmungen der kantonalen Steuerverwaltung „Unternehmungen, die in der Schweiz nur eine Verwaltungstätigkeit, aber keine Geschäftstätigkeit ausĂĽben“. Sie dĂĽrfen in der Schweiz weder eigenes Personal beschäftigen noch BĂĽros unterhalten. Unter dem alten Steuergesetz (vor 2001) wurden die Gewinne von Domizilgesellschaften gar nicht und das Kapital nur reduziert besteuert. Mit dem neuen Steuergesetz, gĂĽltig ab dem 1. Januar 2001, werden die Gewinne mit 4 % auf den ersten 100'000 SFr. und fĂĽr den 100'000 SFr. ĂĽbersteigenden Gewinn wird mit 7 % besteuert. Die Kapitalsteuer beträgt 0.075 â€° des zu versteuernden Eigenkapitals, mindestens jedoch 150 SFr. multipliziert mit dem geltenden Steuerfuss (siehe § 75 Abs. 1 StG). Eine Besonderheit der Domizilfirmen ist, dass Erträge die im Ausland erzielt worden sind, zum Beispiel Dividenden von ausländischen Firmen oder Honorarerträge, steuerfrei sind. Erträge aus Beteiligungen sind fĂĽr alle Besteuerungsarten steuerfrei. Oft sieht man bei Domizilfirmen auch die Fifty-Fifty-Regel . Diese wurde aber per 1. Juli 2005 abgeschafft. FĂĽr bestehende Gesellschaften (gegrĂĽndet vor 1. Juli 2005) gilt eine Ăśbergangsfrist bis 2009. Bis dahin wird diese Regel weiterhin akzeptiert.

Verkehr, Tourismus

Die Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB) betreiben ein Netz von Linienbussen, das sich über den ganzen Kanton erstreckt. Durch die Stadt Zug verlaufen die Eisenbahn-Hauptachsen Zürich – Arth-Goldau und Zürich – Luzern.

Am Ă„gerisee befindet sich bei Morgarten das Morgarten-Denkmal, das an die Schlacht am Morgarten vom 15. November 1315 erinnert.

Geschichte

Vor rund 4000 Jahren finden sich erste Spuren von bäuerlichen Gesellschaften am Ufer des Zugersees. Erstmals erwähnt wird 858 der Königshof Cham in einer Schenkungsurkunde. Um 1300 wird die Stadt Zug wichtiger Umschlagplatz auf der Säumer-Route über den Gotthard . Am Ostufer des Ägerisees fand 1315 die Schlacht bei Morgarten statt, aus der die Eidgenossen siegreich hervorgingen. Bis 1814 gehörte Zug dem Bistum Konstanz an. Nach der Auflösung des Bistums Konstanz gehört Zug seit 1828 zum neuorganisierten Bistum Basel.

Der 27. September 2001 war der bisher dunkelste Tag der Zuger Geschichte: Auf das Zuger Parlament in Zug wurde ein Terroranschlag (das Zuger Attentat) verübt, wobei drei Regierungsräte und elf Kantonsräte getötet und etliche weitere Politiker verletzt wurden.

Städte und Orte

Gemeinden des Kantons Zug
Gemeinden des Kantons Zug

Der Kanton Zug hat 11 Gemeinden (Einwohnerzahlen am 1. Januar 2005):

Siehe auch: Gemeinden des Kantons Zug

Sonstiges

Persönlichkeiten aus dem Kanton

  • Philipp Etter (1891–1977; Bundesrat und Bundespräsident )
  • Annemarie Huber-Hotz ( Bundeskanzlerin )
  • Hans HĂĽrlimann (1918–1994; Bundesrat und Bundespräsident )
  • Brigitte McMahon ( Olympiasiegerin 2000 im Triathlon )
  • Marco Rima ( Komiker )
  • Rolf Schweiger ( Ständerat )
  • Josef Lang ( Nationalrat )
  • Reto Götschi (Olympia-Silber 1998 in Nagano (Bob))
  • Colette Brand (Olympia-Siegerin 1998 in Nagano in der Ski-Akrobatik)
  • Patrick HĂĽrlimann (Olympia-Sieger 1998 in Nagano im Curling)
  • Marion Rittmeyer (Weltmeisterin bei der Unihockey -WM in Singapur 2005)

Literatur

  • Direktion fĂĽr Bildung und Kultur des Kantons Zug (Hrsg.): ZG - Ein Heimatbuch. Balmer Verlag, Zug 1999. ISBN 3-85548-052-4
  • Sibylle Omlin, Christian Raschle, Sonja Stauffer, Josef WĂĽest: Zug - Stadt und Kanton. Balmer Verlag, Zug 2002. ISBN 3-85548-048-6
  • Eugen Gruber: Geschichte des Kantons Zug. Francke, Bern 1968.
  • Eugen Gruber: Grundfragen zugerischer Geschichte. Buchdruckerei Dossenbach, Baar 1952.
  • Eugen Gruber, Albert Iten, Ernst Zumbach (Hrsg.): Urkundenbuch von Stadt und Amt Zug: vom Eintritt in den Bund bis zum Ausgang des Mittelalters, 1352 bis 1528. (2 Bände) Verlag des Kantonsarchivs Zug, Zug 1952-1964.
  • Eugen Gruber: Geschichtliche Tatsachen aus den mittelalterlichen Urkunden und Dokumenten von Stadt und Land Zug. ZĂĽrcher, Zug 1951

Weblinks

Wikipedia

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