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Letzte Änderung für Artikel Graz: 20.02.2006 12:51

Graz

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Wappen Karte
Wappen der Stadt Graz Ă–sterreichkarte, Position von Graz
Basisdaten
Bundesland : Steiermark
Bezirk : Graz (Statutarstadt)
Fläche : 127,58 km²
Einwohner : 240.278 (1. Jänner 2005) Ballungsraum: ca. 305.000
Bevölkerungsdichte : 1.773 EinwohnerInnen/km²
Bevölkerungswachstum 1991-2004: –2,2%
Höhe : 353 m ü. NN
Postleitzahl : A-801x, A-802x, A-803x
A-804x, A-805x
Vorwahl : +43 316
Gemeindekennzahl : 60101
Adresse des
Rathauses:
Hauptplatz 1
A-8010 Graz
Website: http://www.graz.at/
E-Mail: buergerbuero@stadt.graz.at
Politik
BĂĽrgermeister : Siegfried Nagl ( Ă–VP )
Karte: Graz in der Steiermark
bild:Karte_Aut_Stmk_G.png
Bild: Grazer Uhrturm
Grazer Uhrturm

Graz ( slowenisch Gradec, von grad = „Burg“ und ec = Nachsilbe für „klein“) ist die Hauptstadt des österreichischen Bundeslandes Steiermark. Graz ist bevölkerungsmäßig die zweitgrößte Stadt und zweitwichtigste Universitätsstadt Österreichs (vier Universitäten mit zusammen über 35.000 Studierenden) und war Kulturhauptstadt Europas 2003 .

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Graz liegt an beiden Seiten der Mur, wo diese ihren Durchbruch durch das Grazer Bergland beendet und in das Grazer Becken eintritt. Die Stadt füllt den nördlichen Teil des Grazer Beckens von Westen bis Osten vollständig aus und ist daher an drei Seiten von Bergen umschlossen, die das eigentliche Stadtgebiet um bis zu 400 m überragen. Nur nach Süden öffnet sich das Stadtgebiet zum Grazer Becken hin.

Die höchste Erhebung in Graz ist der Plabutsch mit 754 m im Nordwesten der Stadt. Tiefste Stelle ist mit ca. 330 m dort, wo die Mur das Stadtgebiet nach Süden verlässt.

Nachbargemeinden

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Graz ist in 17 Stadtbezirke gegliedert:

I. Innere Stadt
II. St. Leonhard
III. Geidorf
IV. Lend
V. Gries
VI. Jakomini

VII. Liebenau
VIII. St. Peter
IX. Waltendorf
X. Ries
XI. Mariatrost
XII. Andritz

XIII. Gösting
XIV. Eggenberg
XV. Wetzelsdorf
XVI. StraĂźgang
XVII. Puntigam

Klima

Graz liegt im Bereich der gemäßigten Klimazone, ist jedoch bereits stark beeinflusst vom mediterranen und vom pannonischen Klima . Durch die Lage am Südostrand der Alpen ergibt sich eine gute Abschirmung gegenüber den in Mitteleuropa vorherrschenden Westwetterlagen. Größere Niederschlagsmengen dringen daher vorwiegend aus dem mediterranen Bereich vor. Von dort bringt auch der Föhn immer wieder das typische "Föhnwetter" mit warmem Wind.

  • Durchschnittstemperatur: 10,3° (Januar: -1,7°, Juli: 21,3°)
  • mittlere Jahresniederschlagsmenge: 840 mm mit durchschnittlich 131 Niederschlagstagen
  • Sonnenscheindauer: etwa 1.900 Stunden im Jahr

Geschichte

Die Römer bauten an der Stelle des heutigen Graz ein Kastell . Die Slowenen errichteten später eine „kleine Burg“ (Gradec), aus der dann im Laufe der Zeit eine mächtige Befestigungsanlage entstand. 1128 wird der Name Graz in einer Urkunde des Stiftes Rein erwähnt. Markgrafen , später Herzöge aus dem Geschlecht der Traungauer und der Babenberger machten den Ort zu einem wichtigen Handelsplatz. Später kam Graz in den Besitz der Habsburger und erhielt 1281 vom Habsburger Kaiser Rudolf I. besondere Privilegien.

Im 14. Jahrhundert wurde Graz Residenz der Habsburger – die Habsburger wohnten in der Grazer Burg und regierten von dort aus Innerösterreich , zu dem die Steiermark, Kärnten und Teile des heutigen Italiens und Sloweniens (bis nach Triest) gehörten.

1585 wurde die erste Universität gegründet. Zu dieser Zeit prägten italienische Künstler und Baumeister das Bild der Stadt. Einer der bekanntesten Bauten ist das Landhaus, das im Renaissancestil erbaut wurde. Hier tagten die steirischen Landstände . Von 1594 bis 1600 lehrte Johannes Kepler an der Stiftsschule.

Die Türken erreichten bei ihren Kriegszügen immer wieder das Gebiet von Graz. 1619 übersiedelte der gesamte Hofstaat nach Wien. 1797 besetzte die französische Armee unter Napoléon Bonaparte Graz. 1809 konnte ein neuerlicher Angriff der Franzosen erfolgreich abgewehrt werden. Im Frieden von Schönbrunn verpflichtete sich Österreich, die Festungsanlagen auf dem Grazer Schlossberg, die auch von den Franzosen nicht überwunden werden konnten, vollständig zu schleifen. Der bis dahin kahle Schlossberg wurde im 19. Jahrhundert ebenso wie das Gebiet um die ehemaligen Stadtmauern ( Glacis ) in einen Park umgewandelt.

Unter dem nationalsozialistischen Regime wurde Graz von Adolf Hitler der Ehrentitel „Stadt der Volkserhebung“ verliehen, weil es schon vor dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich 1938 eines der aktivsten Zentren der (illegalen) österreichischen Nationalsozialisten gewesen war. Bereits im Februar 1938 waren Tausende Nationalsozialisten in Demonstrationszügen durch die Grazer Innenstadt gezogen, obwohl deren Partei im Austrofaschismus verboten war. Im Zuge des „Anschlusses“ übernahmen die lokalen Nationalsozialisten bereits vor dem Eintreffen der deutschen Truppen am Flughafen Thalerhof die Kontrolle in der Stadt und beflaggten die Straßen mit Hakenkreuzfahnen .

Während des Zweiten Weltkrieges wurden in Graz 16 % der Gebäude zerstört. Die Altstadt blieb weitgehend von Bombenangriffen verschont, nur der Bereich Tummelplatz wurde schwer getroffen - darunter auch die Oper. Hauptziele der Angriffe waren der Hauptbahnhof sowie die großen Industrieanlagen im Westen und Süden der Stadt. Bedingt durch die hohe Zahl der Fehlabwürfe wurden die Gebiete um die Hauptziele schwer in Mitleidenschaft gezogen. Wegen der von Zwangsarbeitern in den Schlossberg gegrabenen, weitläufigen, Luftschutzstollen blieb die Zahl der Bombentoten, in Relation zur schwere der Angriffe, gering.

Einwohnerentwicklung

Die Bevölkerungszahl von Graz überschritt etwa im Jahr 1870 , in der sogenannten „ Gründerzeit “, die 100.000er-Marke. In der Folge stieg die Einwohnerzahl bis in die 1970er -Jahre stetig an – teilweise durch natürlichen Zuwachs und Zuwanderung , teilweise durch die 1938 erfolgte Eingemeindung von Nachbarorten. In den nachfolgenden Jahren verringerte sich die Zahl wieder, da viele Grazer in die Umlandgemeinden zogen. Der Umstand, dass Graz trotzdem wächst und nicht schrumpft, ist mit einer starken Zunahme der Zweitwohnsitze zu erklären. 2001 hatten 24.852 Personen in Graz ihren Zweitwohnsitz, darunter vermutlich viele der über 35.000 Studenten. Dazu kommen noch viele in Graz wohnende jüngere Werktätige, die ihren Hauptwohnsitz bei den Eltern außerhalb von Graz haben. Dies stellt Graz vor finanzielle Probleme, da die Stadt die Infrastruktur für alle in und um Graz wohnenden Menschen errichten und erhalten muss, vom Bund jedoch nur Geld für die Bewohner mit Hauptwohnsitz bekommt. Anderseits profitiert der Wirtschaftsstandort von den meist jüngeren Zweitwohnsitzbewohnern.

Jahr Einwohnerzahl
um 1870 100.000
1900 168.808
1910 193.790
1923 199.578
1934 210.845
1939 208.016
1951 226.453
1961 237.080
1971 249.089
1981 243.166
1991 237.810
2001 226.244

(Zahlen bezogen auf Hauptwohnsitze; ab 1900 offizielle Volkszählungsergebnisse)

Politik

Graz ist eine Statutarstadt. Das bedeutet, dass die Gemeindeorganisation durch ein eigenes Landesgesetz (Statut der Landeshauptstadt Graz aus dem Jahr 1967 ) geregelt wird und die Gemeindeorgane (insbesondere der Magistrat ) neben den üblichen Aufgaben einer Gemeinde auch die der Bezirksverwaltungsbehörde übernehmen. Wegen dieser Sonderstellung finden auch die Grazer Gemeinderatswahlen nicht zusammen mit denen der übrigen steirischen Gemeinden statt.

Grazer Rathaus
Grazer Rathaus

Gemeinderat

In den letzten Jahrzehnten wartete die Grazer Kommunalpolitik mit einigen Anomalien auf. Das in Graz traditionell starke deutschnationale Lager äußerte sich bis vor wenigen Jahren in einem überdurchschnittlich starken Abschneiden der FPÖ . Diese Partei stellte zwischen 1973 und 1983 mit Alexander Götz sogar den Bürgermeister. Gleichzeitig war Graz die erste österreichische Großstadt, in der die Grünen – damals noch als Alternative Liste Graz (ALG) – in den Gemeinderat einziehen konnten (1983). Die aktuelle kommunalpolitische „Besonderheit“ besteht darin, dass die KPÖ mit über 20 % der Stimmen die drittstärkste politische Kraft in Graz ist. Dies ist einmalig in Österreich, denn überall sonst – außer in einigen kleineren Städten der Mur-Mürz-Furche sowie in Eisenerz – fristet die KPÖ ein Schattendasein.

Der Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen (nach den Gemeinderatswahlen vom 26. Jänner 2003 , in Klammer die Mandatsstände von 1998 ):

  • Ă–VP 21 (13)
  • SPĂ– 15 (18)
  • KPĂ– 12 (4)
  • GrĂĽne 4 (3)
  • FPĂ– 4 (16)
  • andere 0 (2)

BĂĽrgermeister

  • BĂĽrgermeister: Siegfried Nagl (Ă–VP)

Kultur und SehenswĂĽrdigkeiten

Blick aus dem Kunsthaus auf den Schlossberg (links) und die Altstadt mit Franziskanerkirche
Blick aus dem Kunsthaus auf den Schlossberg (links) und die Altstadt mit Franziskanerkirche
Grazer Schlossberg
Grazer Schlossberg
Schloss Eggenberg
Schloss Eggenberg

Grazer Altstadt

Die Grazer Altstadt wurde 1999 wegen ihres hervorragend erhaltenen Stadtkerns, dessen geschichtliche Entwicklung nahezu lückenlos im Stadtbild ablesbar ist, zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Diese Auszeichnung bedeutet aber auch die Verpflichtung, das historische Erbe mit seinem vielschichtigen Bauensemble von der Gotik bis zum 21. Jahrhundert zu erhalten, neue Architektur harmonisch einzufügen und auf hohem Niveau zu fördern. Gerade das Nebeneinander von Gebäuden zeichnet die Grazer Altstadt aus, lässt ständige Erneuerung zu und ermöglicht hohe Lebensqualität.

( Panorama-Rundgang durch die Grazer SehenswĂĽrdigkeiten )

Sehenswertes auĂźerhalb der Altstadt

  • Schloss Eggenberg
  • Ruine Gösting: Burg im Norden der Stadt, die das Murtal nördlich von Graz kontrollierte. 1723 durch einen Blitzschlag zerstört und heute als Ruine ein beliebtes Ausflugsziel.
  • Kirche St. Veit
  • Kirche St. Leonhard: alte Kirche im Osten der Stadt, 1361 erstmals urkundlich erwähnt.
  • Herz-Jesu-Kirche: neugotische Kirche mit dem dritthöchsten Kirchturm Ă–sterreichs, erbaut 1881 - 1887
  • Basilika Mariatrost
  • Grazer Kindermuseum "Frida & Fred"

Musik

In den Jahren 2004 und 2005 konnten die Bands Shiver und Rising Girl , deren Bandmitglieder aus Graz kommen, in der �sterreichischen Hitparade beachtliche Platzierungen landen. Im Jahr 2002 formierte sich ein Orchester neu: recreation - Gro�es Orchester Graz , welches oft auch in kleiner Besetzung auftritt.

Regelmäßige Veranstaltungen und Festivals

Veranstaltungsorte

Grazer Kunsthaus
Grazer Kunsthaus

Die wichtigsten Grazer Veranstaltungsorte:

  • Kunsthaus
  • Stadthalle
  • Vereinigte BĂĽhnen Graz: Grazer Oper, Schauspielhaus, NextLiberty und Orpheum
  • Grazer Congress - Stephaniensaal
  • Helmut-List-Halle
  • Grazer Stadtmuseum
  • Dom im Berg
  • SchloĂźbergbĂĽhne Kasematten
  • p.p.c.
  • Explosiv
  • Postgarage
  • Generalmusikdirektion
  • Forum stadtpark
  • Das veilchen
  • Medienturm
  • Tao (Theater am Ortweinplatz)
  • Seifenfabrik
  • Kristallwerk
  • Murinsel (erbaut 2003)

Ausflugsziele

Neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten im Grazer Stadtgebiet bietet auch die nähere Umgebung lohnende Ausflugsziele.

  • Die Berge, die das Grazer Becken von Westen bis Nordosten umschlieĂźen, laden zu kurzen oder auch ausgedehnten Wanderungen ein und bieten Ausblicke auf die Stadt:
    • Buchkogel (Buslinie 78)
    • Plabutsch (StraĂźenbahnlinien 1, 7; Buslinien 40, 48, 62, 64, 85; Regionalbusse 710, 711)
    • Hohe Rannach (Buslinie 45)
    • Leber (Buslinie 41/53)
    • Platte
  • Thalersee (Buslinie 48)
    Zur kurzen Erholung eignet sich auch ein Spaziergang um den See in Thal, dem Geburtsort von Arnold Schwarzenegger .
  • Ă–sterreichisches Freilichtmuseum StĂĽbing ( Ă–BB -Haltestelle StĂĽbing; Regionalbus 111, 131)
    Wenige Kilometer nördlich von Graz gelegen sind hier originale Bauernhäuser aus ganz Österreich zu besichtigen.
  • Grazer Bergland
    Das nordwestlich von Graz liegende Gebiet zwischen Murtal, Breitenauer Tal, Feistritztal und Fladnitztal mit zahlreichen Wanderwegen. In diesem Gebiet liegt auch der Grazer Hausberg Schöckl.
  • SĂĽdsteiermark
    Hier lohnt sich u.a. ein Ausflug zu einer der zahlreichen Buschenschänken .
  • Weststeiermark
    Als Beispiel sei hier das LipizzanergestĂĽt in Piber genannt.
  • Oststeiermark
    Bekannteste Ausflugsziele in der Oststeiermark sind z.B. der Tierpark und das Schloss Herberstein und die Riegersburg.

Wirtschaft, Bildung und Infrastruktur

Zum Zeitpunkt der Volks- und Arbeitsstättenzählung von 2001 arbeiteten per Stichtag 15. Mai 158.268 Personen in den 14.148 Arbeitsstätten der Stadt. 89 davon zählen mit je mehr als 200 Mitarbeitern zu Großunternehmen.

Ansässige Unternehmen

Einige bedeutende Unternehmen mit Hauptsitz in oder um Graz (fĂĽr eine umfassendere Liste siehe Leitbetriebe der Stadt Graz ):

AuĂźerdem befinden sich in Graz bedeutende Niederlassungen folgender wichtiger internationaler Unternehmen:

Karl-Franzens Universität, Hauptgebäude
Karl-Franzens Universität, Hauptgebäude
Universitätsbibliothek
Universitätsbibliothek

Bildung

Verkehr

Ă–ffentlicher Verkehr

Graz hat ein relativ gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz, welches in den Steirischen Verkehrsverbund eingegliedert ist. Ein Ein-Stunden-Ticket für die Zone 101 (Graz) kostet 1,70 €, die 24-Stunden-Karte 3,50 € (Stand Dezember 2005). Für Kinder, Familien und Senioren gibt es vergünstigte Tarifangebote.

Sechs reguläre Straßenbahnlinien (geänderte Linienführungen am Abend bzw. Wochenende) und eine Vielzahl von Buslinien durchziehen die Stadt. Daneben werden von den Grazer Verkehrsbetrieben auch die Standseilbahn und der Aufzug auf den Schlossberg betrieben (beide mit gewöhnlichen Fahrscheinen benutzbar, für den Lift gibt es auch verbilligte Einzelfahrscheine zu 50 Cent). In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag sowie in den Nächten vor Feiertagen verkehren Nachtbuslinien . Den wichtigsten Knotenpunkt des innerstädtischen öffentlichen Verkehrs bildet der Jakominiplatz, an dem alle Straßenbahnlinien, zehn Buslinien und alle Nachtbuslinien zusammentreffen.

Der Grazer Hauptbahnhof (der übrigens für seine funktionale Innenarchitektur mit dem Brunel Award ausgezeichnet wurde) liegt an der Südbahn . Gleichzeitig bildet er den Anfangspunkt der steirischen Ostbahn und der Graz-Köflacher Eisenbahn (GKB). Von hier fahren Regionalzüge in alle Teile der Steiermark sowie IC -Züge nach Wien, Linz, Salzburg und Villach. Darüber hinaus gibt es Verbindungen in Richtung Slowenien , Ungarn , Schweiz und Italien . Am Hauptbahnhof halten die Straßenbahnlinien 1, 3, 6 und 7 sowie sechs Stadtbus- und zwei Nachtbuslinien.

Weitere Bahnhöfe und Haltestellen im Stadtgebiet:

  • SĂĽdbahn:
    • Bahnhof Graz Puntigam (StraĂźenbahn 5; Bus 62, 64, 78, 80; Nachtbus N5)
    • Haltestelle Graz Don Bosco [in Bau, Stand November 2005] (Bus 31, 32, 33; Nachtbus N2, N6)
  • Ostbahn:
    • Graz Ostbahnhof (StraĂźenbahn 4, 13; Bus 71; Nachtbus N4)
    • Haltestelle Raaba (Bus 36)
  • GKB:
    • Graz Köflacher Bahnhof
    • Haltestelle Graz Wetzelsdorf (Bus 31; Nachbus N2)
    • Haltestelle Graz Webling (Bus 32; Nachtbus N6)
    • Bahnhof Graz StraĂźgang (Bus 62)

DarĂĽber hinaus ist das Umland durch zahlreiche Regionalbuslinien des Steirischen Verkehrsverbundes erschlossen, die ihre Endstationen am Andreas-Hofer-Platz, am Jakominiplatz, am Griesplatz, am Lendplatz und beim Hauptbahnhof haben. SĂĽdlich des Stadtgebietes befindet sich (ĂĽber Bus- und Bahnverbindungen erreichbar) der Flughafen Thalerhof , von dem aus verschiedene Destinationen im In- und Ausland angeflogen werden.

In regelmäßigen Abständen wird auch an die Einrichtung einer S-Bahn gedacht, nicht zuletzt um der massiven Feinstaubbelastung beizukommen. Deren Realisierung steht aber aufgrund von Finanzierungsproblemen und Protesten der unmittelbaren Anrainer in weiter Ferne. Immerhin werden derzeit (Herbst 2005) die Straßenbahnlinien 4, 5, und 6 nach jahrelangen Verzögerungen verlängert – die erste nennenswerte Erweiterung, seit in den 1950er - und 1960er -Jahren fast die Hälfte des Straßenbahnnetzes eingestellt wurde.

FernstraĂźen

Graz liegt an der Pyhrnautobahn (A 9) und an der SĂĽdautobahn (A 2), die sich beim Knoten Graz-West schneiden. Weiters durchzieht die B 67 im Westen die Stadt von Norden nach SĂĽden, von ihr zweigen die die Stadt durchquerenden TeilstĂĽcke a, b und c ab, die an der Stadtgrenze wieder in andere ehemalige BundesstraĂźen (B 72, B 73, B 65) mĂĽnden.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

siehe separate Liste

Persönlichkeiten, die mit Graz verbunden sind

  • Johannes Kepler (* 1571 in Weil der Stadt , † 1630 in Regensburg), Mathematiker, Astronom und Optiker, lehrte und forschte von 1594 bis 1600 in Graz.
  • Erzherzog Johann (* 1782 in Florenz, † 1859 in Graz) wirkte von 1811 bis zu seinem Tod in Graz und der Steiermark.
  • Johann Nestroy (* 1801 in Wien, † 1862 in Graz), Schauspieler und Dichter, von 1826 bis 1803 als Schauspieler in Graz, kehrte er in den letzten beiden Lebensjahren noch öfters nach Graz zurĂĽck.
  • Alexander Graf von Auersperg (* 1806 in Laibach , † 1876 in Graz), Dichter und Politiker, lebte, studierte und starb in Graz, Mitglied des Steiermärkischen Landtages.
  • Ferdinand Heinrich Thieriot (* 1838 in Hamburg, † 1919 in Hamburg), 1870-1885 Musikdirektor des steirischen Musikvereins in Graz.
  • Peter Rosegger (* 1843 in Alpl, † 1918 in Krieglach ), Dichter, verbrachte einen GroĂźteil seines Lebens in Graz.
  • Ludwig Boltzmann (* 1844 in Wien, † 1906 in Duino bei Triest), Physiker, lehrte ab 1869 an der Technischen Universität.
  • Johann Puch (* 1862 in Sakušak bei Pettau , † 1914 in Graz), Unternehmer, kam als ca. 30-Jähriger nach Graz und baute dort seine Fahr- und Motorräder sowie Autos.
  • Viktor Geramb (* 1884 in Deutschlandsberg, † 1958 in Graz), steirischer Volkskundler
  • Leopold Stocker (* 1886 im Waldviertel, † 1950 in Graz), rechtsgerichteter österreichischer Verleger
  • Friedrich Schmiedl (* 1902 in Schwertberg, † 1994 in Graz), Raketenpionier, Studium an der Technischen Universität, entwickelte er Stratosphärenballons und zĂĽndete 1931 die erste Postrakete der Welt.
  • Nikolaus Harnoncourt (* 1929 in Berlin); Dirigent, in Graz aufgewachsen
  • Alfred Kolleritsch (* 1931 in Brunnsee , SĂĽdsteiermark), Autor, lebt in Graz
  • GĂĽnther Domenig (* 1934 in Klagenfurt), Architekt, Studium und Professur an der Technischen Universität
  • Richard Kriesche (* 1940 in Wien), bildender KĂĽnstler, MedienkĂĽnstler
  • Jochen Rindt (* 1942 in Mainz, † 1970 in Monza), Formel-1-Weltmeister, bei seinen GroĂźeltern in Graz aufgewachsen.
  • Arnold Schwarzenegger (* 1947 in Thal bei Graz), Bodybuilder, Schauspieler und Politiker.
  • Werner Kopacka (* 1950 in GroĂźlobming bei Knittelfeld), Journalist, Schriftsteller, lebt in Graz.

Sport

Die wohl wichtigsten Sportarten in Graz sind Fußball und Eishockey . Viermal pro Jahr wird das Grazer Stadtderby zwischen den beiden großen Klubs der Stadt SK Sturm und dem Liebherr GAK in der UPC-Arena (ehemaliges Arnold Schwarzenegger-Stadion Graz-Liebenau) ausgetragen. Durch die EC Graz 99ers ist Graz auch in der höchsten Spielklasse der österreichischen Eishockeyliga vertreten.

Auch der Laufsport ist unter den Bürgern der steirischen Landeshauptstadt sehr beliebt. Die Stadt bzw. die nähere Umgebung bieten eine Vielzahl an Trainingsmöglichkeiten. So bieten der Murradweg und die Naherholungszentren Leechwald (21,5 km Laufwege) und Platte beschilderte und vermessene Laufwege. Diese Wege sind auch unter Mountainbikern und Nordic-Walkern beliebt. Höhepunkte der Laufsaison sind der Grazer Kulturmarathon (Ende Oktober), der Grazer Volkslauf, der Silvesterlauf, der Business-Lauf und der Frauenlauf. Graz ist auch Zentrum der neuen Trendsportart Orientierungslauf (Trailrunning). Es gibt drei ansässige Klubs (SU Schöckl Graz, OLC Graz und HSV Graz), von denen regelmäßig nationale, aber auch internationale Wettkämpfe veranstaltet werden.

Internationale Aufmerksamkeit bringt das jährlich unmittelbar im Anschluss an die Tour de France durchgeführte Grazer Altstadtkriterium, ein Radrennen mit Streckenführung durch die engen Gassen der Grazer Altstadt, an dem internationale Spitzenradsportler wie Lance Armstrong oder Jan Ullrich teilnehmen.

Als berühmte Sportler, die aus Graz stammen, sind an oberster Stelle die Medaillengewinner bei Olympischen Spielen zu nennen: Harald Winkler (Gold, Viererbob 1992), Franz Brunner und Walter Reisp (Silber, Handball 1936), und Ine Schäfer (Bronze, Leichtathletik 1948)

Sportvereine

Sportveranstaltungen

Stadtbezirke

  1. Innere Stadt: Der erste Bezirk bildet das Stadtzentrum. Im ersten Bezirk liegt der Hauptplatz der Stadt, auf dem auch das Rathaus steht. In der Mitte des Platzes befindet sich der Erzherzog-Johann-Brunnen. Auf dem Hauptplatz gibt es auch viele Stände, die diverse Waren wie Süßigkeiten, Obst etc., aber auch Imbisse anbieten. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Wahrzeichen der Stadt, der Uhrturm auf dem Schlossberg, und das Gemalte Haus. Durch den Bezirk verläuft die Herrengasse, die schönste und beliebteste Einkaufstraße in Graz, in der sich auch das Landhaus befindet, der Sitz des Steiermärkischen Landtags . Der Hauptplatz ist mit allen Straßenbahnlinien zu erreichen. Der Bezirk ist fast durchgehend eine Fußgängerzone . Tramlinien: alle.
  2. St. Leonhard: Östlich an die Innenstadt anschließend, erstreckt sich dieser wohlhabende, bürgerlich geprägte Bezirk bis zur Leonhardkirche nach Osten und zum St.-Peter-Stadtfriedhof im Süden. Tramlinien: 1, 3, 7.
  3. Geidorf: Wohnbezirk nördlich des Zentrums, Sitz dreier Universitäten (Karl-Franzens-Universität, Kunstuniversität sowie Medizinische Universität), dementsprechend Wohnsitz vieler Studenten und Professoren. Tramlinien: 1, 4, 5, 7.
  4. Lend: Arbeiterbezirk westlich des Zentrums. Der Grazer Hauptbahnhof befindet sich hier. Lend gehörte seit jeher zu den raueren Gegenden der Murmetropole, vor allem aufgrund des dortigen Binnenhafens, über dem auf Flößen Holz und Eisenprodukte aus der Obersteiermark ihren Weg nach Italien und auf den Balkan fanden. Im 60 km entfernten Marburg (Maribor) erfüllte der Bezirk Lent die gleiche Funktion. Der Lendplatz ist Standort eines Bauernmarktes. Tramlinien: 1, 3, 6, 7.
  5. Gries: Südwestlich des Zentrums. Genauso wie Lend ein Arbeiterbezirk, in dem auch zahlreiche Ausländer wohnen. Die Griesgasse gilt als Zentrum bosnischer und türkischer Kultur in Graz. Das Gebiet um den Griesplatz ist traditionell ein wichtiger Standort der Nachtclubs und zahlreicher anderer Etablissements zweifelhaften Rufes, begründet durch den Grieskai und die dadurch gegebenen Nachfrage durch Binnenschiffer. Zur Zeit der Monarchie war der Griesplatz Verkehrsknotenpunkt in Richtung Triest, und damals schon ein Ort der Immigranten, zu den Zeiten noch vor allem Handwerker aus Italien. Heute ist er die Endstation für Busse aus den südlichen und westlichen Vorstadtgemeinden. Als großes Manko des Griesplatzes gilt das Fehlen eines Straßenbahnanschlusses und das damit verbundene, durchaus auch „traditionelle“ „Autobahnflair“. Immer wieder kommen Pläne zur Einbindung des Platzes ins Straßenbahnnetz in die Regionalseiten der Tageszeitungen. Doch aufgrund der chronisch knappen städtischen Finanzen verschwinden diese Pläne meist relativ schnell wieder in der Versenkung. Gries gewinnt in den letzten Jahren wieder stark an Attraktivität – vor allem in den murnahen Gebieten zwischen Südtiroler Platz, Griesplatz und Grieskai. Der Bezirk gilt als Trendbezirk mit angesagten Lokalen und dynamischem Lokalleben. Darüber hinaus befindet sich hier – an der Grenze zum Bezirk Eggenberg – die Fachhochschule Joanneum. In der Justizanstalt Graz-Karlau waren unter anderem Udo Proksch und der Briefbomber Franz Fuchs inhaftiert. Tramlinie: 5.
  6. Jakomini: Im südlichen Zentrum gelegener und bevölkerungsreichster Grazer Stadtbezirk. Der Jakominiplatz (eigentlich in der Inneren Stadt gelegen) ist die innerstädtische Verkehrsdrehscheibe der Murstadt. Über den Bezirk verstreut befinden sich die Gebäude der Technischen Universität. Tramlinien: alle.
  7. Liebenau: Wohnbezirk im SĂĽden der Stadt. Das Stadion Graz-Liebenau befindet sich hier. Tramlinie: 4.
  8. St. Peter: Wohnbezirk im Südosten der Stadt. Die Wohnbevölkerung konzentriert sich hauptsächlich auf große Neubausiedlungen im nördlichen Teil des Bezirkes. Hier ist auch das Landesstudio Steiermark des ORF ansässig. Tramlinie: 6.
  9. Waltendorf: Bezirk im Osten der Stadt. Ehemals eigene Gemeinde (der Name leitet sich von „Wald-Dorf“ her), heute vorwiegend wohlhabendes Wohnviertel. Tramlinie: 3.
  10. Ries: Wohnbezirk im Osten der Stadt, aufgrund der hĂĽgeligen Topographie dĂĽnn besiedelt.
  11. Mariatrost: BĂĽrgerlicher Wohnbezirk im Nordosten. Tramlinie: 1.
  12. Andritz: Im Norden der Stadt gelegen, besteht der Bezirk (Namensgeber der hier ansässigen Andritz AG ) aus den Ortschaften Oberandritz, Unterandritz und St. Veit. Tramlinien: 4, 5.
  13. Gösting: Bezirk im Nordwesten von Graz. Ehemals unter der Herrschaft von Gösting mit eigener Burg; seit 1707 den Grafen von Attems gehörig. Ab 1850 eigene Gemeinde, seit 1938 Teil von Graz. Die angrenzende Gemeinde Thal bei Graz ist die Heimat von Arnold Schwarzenegger .
  14. Eggenberg: BĂĽrgerlicher Wohnbezirk, zum Teil auch traditioneller Arbeiterbezirk im Westen der Stadt. Tramlinie: 1.
  15. Wetzelsdorf: Wohnbezirk im Westen der Stadt. Tramlinie: 7.
  16. Straßgang: Im Südwesten des Stadtgebiets gelegen, von der Kärntner Straße durchzogen. Hauptsehenswürdigkeit ist die Kirche am Florianiberg. Im Süden grenzt es an Seiersberg. Weitgehend mit Einfamilienhäusern bebaut.
  17. Puntigam: Der Arbeiterbezirk im äußersten Süden der Stadt ist Standort der Puntigamer Brauerei und nach der 1989 erfolgten Trennung von Straßgang der jüngste Bezirk der Stadt. Simon Brenner, Hauptfigur in vielen Büchern des Krimiautors Wolf Haas , ist hier aufgewachsen. Tramlinie: 5.

Sonstiges

  • Als beliebter Alterswohnsitz trägt Graz den scherzhaften Titel „Pensionistenhauptstadt Ă–sterreichs“.
  • Den Begriff „der Graz“ verwendet Sven Böttcher in seiner deutschsprachigen Ausgabe des Buches Der tiefere Sinn des Labenz fĂĽr eine männliche Grazie.
  • In Graz wurde die Zeitschrift Sonne Busen Hammer herausgegeben.
  • Nach Graz benannte die deutsche Kriegsmarine 1941 ein Lazarettschiff im Mittelmeer , siehe Graz (Schiff) .

Siehe auch

Wikinews: Graz – aktuelle Nachrichten
Commons: Graz – Bilder, Videos oder Audiodateien
Wikiquote: Graz – Zitate

Weblinks


Koordinaten: 47° 04' 13" N, 15° 26' 20" O

Informationen aus der Umgebung

Weitere Artikel aus der Umgebung

Wikipedia

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