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Letzte Änderung für Artikel Geislingen an der Steige: 11.02.2006 19:34

Geislingen an der Steige

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Wappen Karte
Deutschlandkarte, Position von Geislingen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk : Stuttgart
Region : Stuttgart
Landkreis : Göppingen
Gemeindeart : Große Kreisstadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 48¬į 37‚Ä≤ N, 09¬į 50‚Ä≤ O
48¬į 37‚Ä≤ N, 09¬į 50‚Ä≤ O
H√∂he : 463 m √ľ. NN (Rathaus)
Fläche : 75,83 km²
Einwohner : 27.763 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 366 Einwohner je km²
Ausländeranteil : 19,2 %
Postleitzahl : 73301-73312 (alt 7340)
Vorwahlen : 07331, 07334, 07337
Kfz-Kennzeichen : GP
Gemeindeschl√ľssel : 08 1 17 024
Stadtgliederung: 7 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 1
73312 Geislingen
Website: www.geislingen.de
E-Mail-Adresse: info@geislingen.de
Politik
Oberb√ľrgermeister : Wolfgang Amann
Blick zur Stadt - rechts die Geislinger Steige
Blick zur Stadt - rechts die Geislinger Steige

Geislingen an der Steige ist eine Stadt in Baden-W√ľrttemberg, im S√ľdosten der Region Stuttgart etwa 15 km s√ľd√∂stlich von G√∂ppingen bzw. 27 km nordwestlich von Ulm. Sie ist nach der Kreisstadt G√∂ppingen die zweitgr√∂√üte Stadt des Landkreises G√∂ppingen und bildet ein Mittelzentrum f√ľr die umliegenden Gemeinden. Die Einwohnerzahl der Stadt Geislingen an der Steige √ľberschritt 1946 die Grenze von 20.000 Einwohnern. 1948 wurde Geislingen zur "unmittelbaren Kreisstadt" und mit Inkrafttreten der baden-w√ľrttembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 kraft Gesetzes zur Gro√üen Kreisstadt erkl√§rt. Mit den Gemeinden Bad √úberkingen und Kuchen hat Geislingen eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Blick vom √Ėdenturm auf Geislingen
Blick vom √Ėdenturm auf Geislingen

Geislingen a.d. Steige liegt am Rand der Mittleren Schw√§bischen Alb, bereits hinter den Albtrauf zur√ľckgesetzt im Tal der Fils. Die Stadt und ihr Vorort Altenstadt liegt in einem Talkessel, der durch das Zusammentreffen verschiedener T√§ler entstanden ist. Geislingen nennt sich deshalb auch "F√ľnft√§lerstadt" (obere und untere Fils, Eyb, Rohrach und L√§ngentalbach). Die Fils betritt von Bad √úberkingen kommend (Oberes Filstal) im S√ľdwesten das Stadtgebiet, wendet sich dann bei Altenstadt nach Nordwesten, um es in Richtung Kuchen (Unteres Filstal) wieder zu verlassen.

Geologie

Weite Teile des Talkessels sind von sog. Kalktuffablagerungen gepr√§gt. Die vor- und fr√ľhgeschichtliche Besiedlung konzentriert sich auf alten Terrassen (Kalktuffbarren). Auch die Lage der Altstadt ist davon gepr√§gt. Das Rohrachtal, in dem die Altstadt liegt und durch das die Geislinger Steige f√ľhrt, weist rund 20 m nacheiszeitliche F√ľllung durch Hangschutt und Kalktuff auf. Die benachbarten Albgebiete sind durch den Wei√üjura mit seinen Karsterscheinungen gepr√§gt.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Geislingen an der Steige. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt:
Gerstetten (Landkreis Heidenheim), Amstetten und Nellingen (Alb) (Alb-Donau-Kreis) sowie Deggingen, Bad Überkingen, Kuchen, Donzdorf und Böhmenkirch (alle Landkreis Göppingen)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Geislingens besteht aus der Kernstadt , zu der heute auch die 1912 eingegliederte und inzwischen vollst√§ndig mit der heutigen City verwachsene Gemeinde Altenstadt (historisch betrachtet die Vorg√§ngersiedlung der Stadt) geh√∂rt und den im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre eingegliederten Gemeinden Aufhausen, Eybach, St√∂tten, T√ľrkheim (Alb), Waldhausen und Weiler ob Helfenstein, die heute als Stadtbezirke bezeichnet werden. Jeder dieser Stadtbezirke ist zugleich eine Ortschaft im Sinne der baden-w√ľrttembergischen Gemeindeordnung , das hei√üt sie haben einen Ortschaftsrat , deren Mitglieder von den Wahlberechtigten der Ortschaft bei jeder Kommunalwahl neu gew√§hlt werden. Vorsitzender des Ortschaftsrats ist der Ortsvorsteher . Die Anzahl der Ortschaftsr√§te betr√§gt je nach Gr√∂√üe der Ortschaft zwischen 7 und 11.

Zu einigen Stadtteilen geh√∂ren weitere teilweise r√§umlich getrennte Wohnbezirke oder Wohnpl√§tze mit eigenem Namen. Hierunter geh√∂ren Wannenh√∂fe zu Aufhausen, Christofshof, O√ümannsweiler und Untere Roggenm√ľhle zu Eybach, Wittingen zu T√ľrkheim sowie Battenau, Hofstett am Steig und Lindenhof zu Weiler ob Helfenstein. In der Kernstadt werden neben dem bereits erw√§hnten Altenstadt teilweise weitere Wohngebiete mit eigenem Namen unterschieden, deren Bezeichnungen sich im Zuge der Bebauung ergeben haben, deren Grenzen jedoch meist nicht festgelegt sind.

Raumplanung

Geislingen bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Stuttgart, deren Oberzentrum die Stadt Stuttgart ist. Zum Mittelbereich Geislingen geh√∂ren noch die St√§dte und Gemeinden im oberen Filstal sowie einige Orte auf der Albhochfl√§che. Im Einzelnen sind dies Bad Ditzenbach, Bad √úberkingen, B√∂hmenkirch, Deggingen, Drackenstein, Gruibingen, Hohenstadt, Kuchen, M√ľhlhausen im T√§le und Wiesensteig.

Geschichte

Geislingen an der Steige wird erstmals als Stadt in einer Urkunde aus dem Jahr 1237 erwähnt, doch war der Talkessel am Rande der Schwäbischen Alb spätestens seit der Späten Bronzezeit besiedelt. Aus der Merowingerzeit sind mehrere Gräberfelder und Siedlungsplätze bekannt. Einzelne Funde deuten darauf hin, dass sich hier auch auffallend reiche Gräber befanden, die auf herrschaftliche Strukturen vor Ort verweisen könnten. Dies mag mit der verkehrsgeographischen Situation an einem Albaufstieg zusammenhängen.

Diese Situation war wohl auch ausschlaggebend, dass hier zu Beginn des 13. Jahrhunderts von den Grafen von Helfenstein eine Stadt gegr√ľndet wurde, deren Position im engen Rohrachtal den wichtigen Handelsweg vom Rhein zum Mittelmeer kontrollierte. Oberhalb der Stadt lag die Burg Helfenstein. Schon bald wurde die Kernstadt durch zwei Vorst√§dte erweitert. Die alte Siedlung entwickelte sich parallel und blieb eine selbst√§ndige Gemeinde, die erst 1912 mit der Stadt Geislingen vereinigt wurde. Zwischen 1396 und 1802 geh√∂rte Geislingen zur Freien Reichsstadt Ulm. 1803 fiel die Stadt durch den Reichsdeputationshauptschluss an Bayern und wurde 1810 mit W√ľrttemberg ausgetauscht. Danach wurde Geislingen Sitz eines Oberamtes.

Am 29. Juni 1850 wurde mit der Geislinger Steige das letzte Teilst√ľck auf der Filsbahnstrecke zwischen Stuttgart und Ulm in Betrieb genommen und dem Verkehr √ľbergeben (siehe auch Schw√§bische Eisenbahn). Damit setzte die Industrialisierung Geislingens ein.

Bei der Kreisreform 1938 wurde das Oberamt Geislingen aufgel√∂st. Das Gebiet kam √ľberwiegend zum Landkreis G√∂ppingen. Bei der Kreisreform 1973 ver√§nderte sich diesbez√ľglich nichts, doch konnte die Stadt im Rahmen der Gebietsreform einige Nachbargemeinden eingliedern und erreichte somit 1975 ihre heutige Ausdehnung.

1948 √ľbernahm die Stadt die Patenschaft √ľber S√ľdm√§hren und nahm sich damit der Heimatvertriebenen dieser Region an. Seitdem finden in Geislingen-Altenstadt jedes Jahr am ersten Wochenende in den Sommerferien die Bundestreffen der S√ľdm√§hrer statt. 1950 wurde s√ľdlich der Stadt, auf der Schildwacht, das weithin sichtbare Ostlandkreuz errichtet. Es erinnert an die Leiden, welche die einst in B√∂hmen und M√§hren lebende deutsche Bev√∂lkerung bei ihrer Vertreibung erlitten hat. 1992 und 2003 wurde es erneuert und mit einer Lichtanlage versehen.

Die beengte Lage der Stadt im Tal bewirkt, dass angestammte Betriebe aufgrund mangelnder Erweiterungsmöglichkeiten abwandern.

Religionen

Die Bev√∂lkerung von Geislingen geh√∂rte urspr√ľnglich zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat circus alpes, Landkapitel Siezzen (S√ľ√üen) unterstellt. 1531 wurde durch die Reichsstadt Ulm, zu der die Stadt damals geh√∂rte, die Reformation eingef√ľhrt, daher war Geislingen √ľber Jahrhunderte eine √ľberwiegend protestantische Stadt. F√ľr die kirchlichen Angelegenheiten war der Ulmer Superintendent zust√§ndig. Die Gemeinde in Geislingen feiert ihre Gottesdienste in der ehemaligen Kirche zu Unserer Lieben Frau, die 1424 /28 als dreischiffige Pfeilerbasilika erbaut worden war. Diese Kirche wurde nach dem √úbergang der Stadt an W√ľrttemberg zu Anfang des 19. Jahrhunderts Sitz eines Dekanats . In Altenstadt gab es ebenfalls eine Kirche (St. Michael) auf dem Lindenhof, die 1582 wegen Bauf√§lligkeit gr√∂√ütenteils abgebrochen werden musste. Teile wurden zum Pfarrhaus (seit 1946 Kinderheim) umgebaut. Nach Abbruch der Kirche St. Michael wurde die Martinskirche neue Pfarrkirche. Diese war im 13. Jahrhundert erbaut worden (Vorg√§ngerkirche aber √§lter). Die Martinskirche wurde 1634 niedergebrannt, 1659 /61 wieder aufgebaut, 1904 abgebrochen und danach erneut wieder aufgebaut. Neben diesen beiden Pfarrkirchen wurden im 20. Jahrhundert weitere Kirchen gebaut und neue Gemeinden gegr√ľndet. Es entstand die Paulusgemeinde (Kirche von 1956 ) und die Markusgemeinde (Kirche von 19??). Diese vier Gemeinden der Kernstadt bilden zusammen mit der Kirchengemeinde Weiler ob Helfenstein (Margaretenkirche von mit gotischem Kern und mehrfachen Ver√§nderungen), das zum Gro√üteil auch zu Ulm, Teile jedoch zun√§chst zu W√ľrttemberg geh√∂rten und 1607 ebenfalls an Ulm kamen, die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Geislingen. Auch in den anderen Stadtteilen Aufhausen, St√∂tten, T√ľrkheim und Waldhausen wurde infolge der fr√ľhen Zugeh√∂rigkeit zur Reichsstadt Ulm die Reformation eingef√ľhrt. Daher gibt es in diesen Stadtteilen jeweils eine evangelische Kirchengemeinde und eine eigene Kirche. Eybach geh√∂rte den Grafen von Degenfeld und war dem Kloster Ellwangen zu Lehen gegeben, daher blieb der Ort zun√§chst katholisch. 1607 versuchte die Ortsherrschaft die Reformation einzuf√ľhren, doch konnte sie sich damit nicht durchsetzen. Dennoch wurde 1608 eine evangelische Pfarrei errichtet. Die Gottesdienste fanden in der katholischen Pfarrkirche Mari√§ Himmelfahrt aus dem 15. Jahrhundert statt, die seither simultan genutzt wurde. Erst 1968 baute sich die evangelische Gemeinde ihre eigene Christuskirche. Alle evangelischen Kirchengemeinden im Geislinger Stadtgebiet geh√∂ren zum Dekanat Geislingen innerhalb der Evangelischen Landeskirche in W√ľrttemberg . Ferner gibt es in Geislingen eine Liebenzeller Gemeinschaft .

Katholiken gibt es in Geislingen erst wieder seit dem 19. Jahrhundert . F√ľr sie wurde 1866 eine eigene Pfarrei errichtet und die Kirche St. Sebastian gebaut. Sie geh√∂rte zun√§chst zum Dekanat Deggingen. 1909 wurde auch in Altenstadt eine katholische Kirche St. Maria gebaut und 1919 zur Pfarrei erhoben. 1961 wurde Geislingen Sitz eines eigenen katholischen Dekanats, als das Dekanat Deggingen geteilt wurde. 1969 wurde die dritte katholische Kirche in Geislingen, St. Johannes Baptist, erbaut und 1975 zur Pfarrei erhoben. Die Gemeinde St. Sebastian betreut auch die Katholiken aus Aufhausen, T√ľrkheim und Weiler ob Helfenstein, die Gemeinde St. Johannes Baptist die Katholiken in St√∂tten. Die katholische Gemeinde Mari√§ Himmelfahrt Eybach hat eine lange Tradition (vgl. oben). Die Gemeinde betreut auch die Katholiken in Waldhausen. Alle vier katholischen Gemeinden im Geislinger Stadtgebiet bilden heute die Seelsorgeeinheit 3 des Dekanats Geislingen innerhalb des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Geislingen auch Freikirchen und Gemeinden, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche , die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und die Volksmission entschiedener Christen . Auch die Neuapostolische Kirche ist in Geislingen vertreten.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden wurden nach Geislingen an der Steige eingegliedert:

  • 1912 Altenstadt
  • 1. Januar 1966 Weiler ob Helfenstein
  • 1. Januar 1971 T√ľrkheim
  • 1. Januar 1972 St√∂tten
  • 1. M√§rz 1972 Waldhausen
  • 31. Dezember 1972 Eybach
  • 1. Januar 1975 Aufhausen

Einwohnerentwicklung

Vermutlich bereits im 8. Jahrhundert hatte der Geislinger Talkessel eine Einwohnerdichte erreicht, die am Limit der agrarischen Ertragsfähigkeit lag.

Die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand sind Sch√§tzungen, Volksz√§hlungsergebnisse (¬Ļ) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen √Ąmter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1768 1.541
1786 1.600
1823 2.075
1843 2.257
1855 2.560
1861 2.902
1. Dezember 1871 3.334
1. Dezember 1880 ¬Ļ 3.902
1. Dezember 1890 ¬Ļ 5.722
1. Dezember 1900 ¬Ļ 7.050
1. Dezember 1910 ¬Ļ 8.674
16. Juni 1925 ¬Ļ 13.762
16. Juni 1933 ¬Ļ 14.439
Jahr Einwohnerzahlen
17. Mai 1939 ¬Ļ 17.478
1946 20.478
13. September 1950 ¬Ļ 22.699
6. Juni 1961 ¬Ļ 26.169
27. Mai 1970 ¬Ļ 27.662
31. Dezember 1975 28.693
31. Dezember 1980 27.344
27. Mai 1987 ¬Ļ 25.980
31. Dezember 1990 26.993
31. Dezember 1995 28.429
31. Dezember 2000 27.947
31. Dezember 2004 27.807
Oktober 2005 28.067

¬Ļ Volksz√§hlungsergebnis

Politik

B√ľrgermeister

An der Spitze der Stadt Geislingen stand in ulmischer Zeit der ritterliche Vogt , dem ein Pfleger zur Seite stand. 1636 wurden beide √Ąmter unter einem Obervogt vereinigt. Nach dem √úbergang an W√ľrttemberg trug das Stadtoberhaupt seit 1819 die Bezeichnung "Stadtschulthei√ü" seit 1930 B√ľrgermeister und mit der Erhebung zur unmittelbaren Kreisstadt 1948 lautet die Amtsbezeichnung Oberb√ľrgermeister . Heute wird der Oberb√ľrgermeister von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gew√§hlt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Aus der Mitte des Gemeinderats werden drei allgemeinen Stellvertreter des Oberb√ľrgermeisters gew√§hlt.

Stadtoberhäupter seit 1819

  • 1819 - 1824 : Johann Friedrich Knoll
  • 1824 - 1847 : Karl Friedrich M√ľller
  • 1848 - 1854 : Michael H√§berlen
  • 1854 - 1877 : Johann Georg Fahr
  • 1877 - 1893 : Gustav Adolf Wilhelm Wolf
  • 1893 - 1910 : Ehrenreich V√∂hringer
  • 1910 - 1915 : Robert Leube
  • 1915 - 1919 : Wilhelm H√∂fer, Amtsverweser
  • 1919 - 1929 : Edmund Harrer
  • 1930 - 1938 : Emil Schlunck
  • 1938 - 1943 : Emil Schwarz
  • 1943 - 1945 : Andreas Schauz, Amtsverweser
  • 1945 : Dr. Friedrich Wilhelm Erbacher
  • 1945 - 1946 : Ernst Reichle
  • 1946 - 1948 : Dr. Friedrich-Karl von Siebold
  • 1948 - 1949 : Hermann Reihling
  • 1949 - 1950 : Dr. Karl Kienle, Amtsverweser
  • 1950 - 1951 : Dr. Alfred Allgaier
  • 1951 - 1952 : Georg Nagel, Amtsverweser
  • 1952 - 1962 : Dr. Erich Klotz
  • 1962 - 1990 : Helmut von Au
  • 1990 - 1998 : Martin Bauch
  • 1998 -heute: Wolfgang Amann

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

CDU 43,4 % +1,4 10 Sitze -1
SPD 23,5 % -2,9 5 Sitze -2
FWG 21,3 % -2,6 5 Sitze -1
GAL 11,8 % +4,1 2 Sitze ±0

Wappen

Das Wappen von Geislingen zeigt einen von Schwarz und Silber geteilten Schild √ľberdeckt mit einer f√ľnfbl√§ttrigen, golden besamten, roten Rose mit gr√ľnen Kelchbl√§ttern . Die Stadtflagge ist schwarz-wei√ü.

Graf Ulrich von Helfenstein legte im Jahre 1367 in einer Stadtordung fest, dass das Stadtsiegel sein Vollwappen erhalten solle. Dieses Siegel blieb auch nach dem Verkauf Geislingens im Jahre 1396 an die Reichsstadt Ulm einige Zeit erhalten. 1422 ist erstmals das geteilte Schild der Stadt Ulm in dem Siegel nachweisbar. Ob die Rose schon in dem schlecht erhaltenen Siegelabdruck vorhanden war, l√§sst sich nicht mit Sicherheit sagen. Die Stadtfarben Schwarz-Wei√ü werden 1557 erstmals in einem Sch√ľtzenbuch genannt.

Städtepartnerschaften

Geislingen unterhält seit 1990 mit Bischofswerda in Sachsen und seit 1993 mit Montceau-les-Mines in Frankreich eine Städtepartnerschaft .

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Stadt liegt an den Bundesstra√üen B 10 (Lebach - Augsburg) und B 466 (nach M√ľhlhausen ).

Geislingen ist Haltepunkt an der 1847 er√∂ffneten Filsbahnstrecke von Stuttgart nach Ulm (siehe auch Schw√§bische Eisenbahn). Neben dem Hauptbahnhof gibt es noch eine Station Geislingen-West. Im Stadtgebiet versorgen vor allem zahlreiche Buslinien den √∂ffentlichen Personennahverkehr ( √ĖPNV ).

Medien

In Geislingen an der Steige erscheint als Tageszeitung die "Geislinger Zeitung", eine Lokalausgabe der S√ľdwestpresse Ulm.

Behörden, Gericht und Einrichtungen

In Geislingen an der Steige befinden sich Au√üenstellen des Landratsamts G√∂ppingen und des Finanzamts G√∂ppingen sowie mehrere Bezirksnotariate. Die Stadt verf√ľgt auch √ľber ein Amtsgericht , das zum Landgerichtsbezirk Ulm und zum OLG -Bezirk Stuttgart geh√∂rt.

Der Landkreis Göppingen unterhält hier eines seiner beiden Kreiskrankenhäuser , die Helfenstein-Klinik.

Ferner ist die Stadt auch Sitz des Kirchenbezirks Geislingen der Evangelischen Landeskirche in W√ľrttemberg und des Dekanats Geislingen des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Bildung

Geislingen an der Steige hat zwei Gymnasien , das Helfensteingymnasium und das Michelberg-Gymnasium, zwei Realschulen , die Daniel-Straub-Realschule und die Schubart-Realschule, eine Förderschule (Pestalozzischule), drei Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Lindenschule, Tegelbergschule und Uhlandschule) sowie drei selbstständige Grundschulen (Albert-Einstein-Schule, Grundschule Aufhausen und Grundschule Eybach).

Der Landkreis G√∂ppingen ist Schultr√§ger der drei Beruflichen Schulen (Emil-von-Behring-Schule - Hauswirtschaftliche Schule, Gewerbliche Schule und Kaufm√§nnische Schule) sowie der Bodelschwinghschule f√ľr Geistigbehinderte.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Museen

  • Heimatmuseum im "Alten Bau"
  • Rot-Kreuz-Museum
  • Museum des S√ľdm√§hrischen Landschaftsrates

Bauwerke

Funkturm Aufhausen
Funkturm Aufhausen

Der "Alte Bau" von 1445 ist eines der gr√∂√üten Fachwerkh√§user Deutschlands. Er beherbergt das Heimatmuseum (mit Schatztruhenmuseum, Modell der Geislinger Steige) und einer Galerie mit Wechselausstellungen regionaler K√ľnstler.

Die evangelische Stadtkirche wurde von 1424 bis 1428 erbaut. Weitere Kirchen sind die evangelische Pauluskirche von 1956 , die evangelische Martinskirche Altenstadt von 1904 und die evangelische Markuskirche. Katholische Kirchen sind St. Sebastian von 1866 , St. Maria Altenstadt von 1909 mit der Klemens-Maria-Hofbauer-Gedächtnisstätte und St. Johannes Baptist von 1969 /70.

Im Altstadtbereich liegen, vor allem in den r√ľckw√§rtigen Bereichen, mehrere sp√§tmittelalterliche Fachwerkbauten. Entlang der Hauptstra√üe waren die Bauten mit klassizistischen Fassaden versehen worden, so dass im wesentlichen nur noch der Alte Zoll ins Auge f√§llt. Weitere Sehensw√ľrdigkeiten sind der √Ėdenturm, eines der Wahrzeichen der Stadt, das weithin sichtbare Ostlandkreuz, die Burgruine Helfenstein und der Waldlehrpfad, der dorthin f√ľhrt.

Ein Funkturm der Polizeidirektion Baden-W√ľrttemberg steht im Stadtteil Aufhausen.

In Oberb√∂hringen (Gemeinde Bad √úberkingen), westlich von Geislingen, liegt die Sendeanlage f√ľr UKW und TV des SWR, die aber den Namen "Geislingen" tr√§gt. (Geographische Koordinaten: 9¬į47'08'' √∂stliche L√§nge, 48¬į37'04'' n√∂rdliche Breite). Als Antennentr√§ger kommt ein Stahlbetonturm in Fertigbauweise zum Einsatz.

Naturdenkmäler

√Ėstlich Geislingen liegt auf der Hochfl√§che der Schw√§bischen Alb die Battenau, eine Karstsenke auf der europ√§ischen Hauptwasserscheide.

Sport

  • SC Geislingen 1900 e.V.

Zweitgr√∂√üter Sportverein in Geislingen mit 16 Abteilungen. Herausragend sicherlich die Fu√üballabteilung, die einige beachtiche Erfolge u.a. im DFB-Pokal vorweisen kann. So schlug man am 1. September 1984 in der 1.Runde den Hamburger SV, im Vorjahr Europapokalsieger der Landesmeister, mit 2-0 und wurde √ľberregional bekannt. Desweiteren verf√ľgt der Verein √ľber eine exzellente Jugendarbeit und bringt immer wieder sp√§tere Bundesliga- und sogar Nationalspieler hervor. Beispiele sind der aktuelle Bundestrainer J√ľrgen Klinsmann , Karl und Ralf Allg√∂wer, Klaus Perfetto, Rolf Baumann, Andreas Buck, Kai Oswald, R√ľdiger Kauf, die alle entweder in einer Jugend- oder Aktivenmannschaft des Sportclubs spielten. 2005/06 k√§mpft der SCG aktuell allerdings in der Landesliga II W√ľrttemberg (6.Liga) gegen den Abstieg.

Persönlichkeiten

Ehrenb√ľrger

Die Stadt Geislingen an der Steige hat folgenden Personen das Ehrenb√ľrgerrecht verliehen:

  • 1823 : Kammerrat Seeger
  • 1844 : Jakob Friedrich Zeh , Oberamtspfleger
  • 1910 : Dr.-Ing. Carl Haegele, Kommerzienrat
  • 1926 : Hugo Fahr, Kommerzienrat
  • 1951 : Georg Burkhardt, Studiendirektor
  • 1962 : Prof. h.c. Dr. rer.nat. Arthur Burkhardt, Vorstandsvorsitzender der W√ľrttembergischen Metallwarenfabrik WMF
  • 1990 : Heinrich Reinemer, Gemeinderat und Redaktionsleiter der Geislinger Zeitung
  • 1991 : Anton Ilg , MdL und Gemeinderat

Söhne und Töchter der Stadt

Weitere Persönlichkeiten

  • Christian Friedrich Daniel Schubart lebte von 1763 bis 1769 in Geislingen.
  • Raymund Dapp , liberaler Theologe, Vertreter des theologischen Rationalismus ist in Geislingen geboren (1744) und aufgewachsen.

Literatur

  • Erich Keyser: W√ľrttembergisches St√§dtebuch; Band IV Teilband Baden-W√ľrttemberg Band 2 aus "Deutsches St√§dtebuch. Handbuch st√§dtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst√ľtzung des Deutschen St√§dtetages, des Deutschen St√§dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, Stuttgart, 1961
  • Hartmut Gruber u.a.: Von Gizelingen zum Ulmer Tor. Spurensuche im mittelalterlichen Geislingen. Ver√∂ffentlichungen des Stadtarchivs Geislingen, Band 18, Geislingen 1993
  • Albert Kley, Rainer Schreg: Scherben schreiben Geschichte. Vor- und Fr√ľhgeschichte von Geislingen und Umgebung. Ver√∂ffentlichungen des Stadtarchivs Geislingen, Band 17, Geislingen 1992
  • Rainer Schreg: Die alamannische Besiedlung des Geislinger Talkessels. (Markungen Altenstadt und Geislingen, Stadt Geislingen a.d. Steige, Lkr. G√∂ppingen). In: Fundberichte aus Baden-W√ľrttemberg Heft 23/1999, S. 385-617
  • Paul Thierer: 750 Jahre Stadt Geislingen an der Steige. Ver√∂ffentlichungen des Stadtarchivs Geislingen, Band 6, Geislingen 1990

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Hotel & Restaurant Becher 73072 Donzdorf http://www.hotel-becher.de  07162 / 20 05 -0
Krone 73312 Geislingen a. d. Steige http://www.hotel-krone-geislingen.de/  07331 / 30560
Landgasthof Ochsen 73312 Geislingen a. d. Steige http://www.ochsen-eybach.de/  07331 / 62051
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Bad-Hotel 73337 √úberkingen, Bad http://www.bad-hotel.de/Bad-Ueberkingen/index.htm  07331 / 302-0
Filseck 73333 Gingen http://www.filseck-kroener.homepage.t-online.de/  07162 / 5015

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Wikipedia

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