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Letzte Änderung für Artikel Schwarzburg-Sondershausen: 13.02.2006 18:31

Schwarzburg-Sondershausen

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Daten im Jahr 1910
Landeshauptstadt : Sondershausen
Fl├Ąche : 862 km┬▓
Einwohner : 89.917
Bev├Âlkerungsdichte : 104 Einwohner/km┬▓
Kfz-Kennzeichen : SS
Karte
F├╝rstentum  Schwarzburg-Sondershausen
F├╝rstentum Schwarzburg-Sondershausen

Schwarzburg-Sondershausen ist der Name eines F├╝rstentums in Th├╝ringen, das 1599 zun├Ąchst als Grafschaft Schwarzburg-Arnstadt gebildet wurde, seit 1697 ein F├╝rstentum war und seit 1716 bis 1919 die Bezeichnung F├╝rstentum Schwarzburg-Sondershausen trug. Die Gesamtfl├Ąche des F├╝rstentums betrug 862,1 km┬▓. Das Territorium war zerst├╝ckelt und gliederte sich in eine so genannte Oberherrschaft, bestehend aus den r├Ąumlich getrennten Bezirken Arnstadt und Gehren mit den beiden Enklaven Geschwenda und Rocksdorf sowie in eine Unterherrschaft mit den Bezirken Sondershausen und Ebeleben. Weitere wichtige Orte in der Oberherrschaft waren Masserberg, Gro├čbreitenbach und Plaue (Th├╝ringen) sowie in der Unterherrschaft Greu├čen und Clingen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Geschichte des F├╝rstentums geht auf das Geschlecht der Grafen von Schwarzburg zur├╝ck, die erstmals im 11. Jahrhundert erw├Ąhnt wurden. Durch verschiedene Erbteilungen und Erwerbungen ver├Ąnderte die Grafschaft Schwarzburg bis zum 16. Jahrhundert h├Ąufig ihre Gestalt. Nach dem Tod von Graf G├╝nther XLI. im Jahr 1583 teilten seine beiden Br├╝der die Grafschaft Schwarzburg und bildeten ab 1584 die beiden Hauptlinien Schwarzburg-Arnstadt und Schwarzburg-Rudolstadt. Mit dem Stadtilmer Vertrag vom 21. November 1599 wurden die schwarzburgischen Territorien neu aufgeteilt und die beiden Grafschaften und sp├Ąteren F├╝rstent├╝mer erhielten ihre Gestalt, die bis 1920 im Wesentlichen unver├Ąndert blieb.

Auch in den Jahrzehnten nach 1599 gab es aber weiter Erbstreitigkeiten. So teilten im Jahr 1681 die Grafen Christain Wilhelm und Anton G├╝nther III., die bis dahin gemeinsam regiert hatten, das Land in eine Sondersh├Ąuser und eine Arnst├Ądter Linie. Erst 1713 schlossen beide schwarzburgische Hauptlinien einen Familienvertrag, durch welchen die Primogenitur eingef├╝hrt und weitere Teilungen des Landes untersagt wurden.

Zuvor waren beide Grafen in den Reichsf├╝rstenstand erhoben worden und ihr Land f├╝r ein unmittelbares Reichsf├╝rstentum erkl├Ąrt. Kursachsen , das die Oberhoheit ├╝ber Schwarzburg f├╝r sich in Anspruch nahm, gab in den Vertr├Ągen von 1699 und 1702 seine landesherrlichen Rechte gegen Geldentsch├Ądigung auf. Doch musste sich Schwarzburg 1719 zu einer j├Ąhrlichen Zahlung von 7000 Talern verpflichten. Wegen Arnstadt wurde 1731 dem Herzog von Sachsen-Weimar eine j├Ąhrliche Entsch├Ądigung von 3500 Thalern zugesichert.

1815 trat das F├╝rstentum dem Deutschen Bund bei, nachdem es 1807 Mitglied des Rheinbunds geworden war und damit bis 1813 unter der Protektion Napoleons gestanden hatte. Im Jahr 1816 gabe es erstmals eine Verfassung des Landes. Im Jahr 1830 sollte diese durch eine neue st├Ąndische Verfassung abgel├Âst. Diese von F├╝rst G├╝nther Friedrich Carl I. erlassene Verfassung erhielt aber keine Zustimmung im Land und er musste sie im folgenden Jahr wieder aufheben. Erst der junge F├╝rst G├╝nther Friedrich Carl II. gab dem Land im Jahr 1841 wieder eine Verfassung, auf Grund deren am 7. September 1843 die Er├Âffnung des ersten Landtages stattfand. Unter G├╝nther Friedrich Carl II. fand auch 1835 der Beitritt des Landes zum Deutschen Zollverein statt.

Trotz verschiedener Reformen gab es 1848 auch in Schwarzburg-Sondershausen Unruhen, welche zur Folge hatten, da├č im Herbst des Jahres die Oberherrschaft von s├Ąchsischen, die Unterherrschaft von preu├čischen Truppen besetzt wurde. Am 12. Dezember 1849 wurde eine neue freisinnige Verfassung verk├╝ndet. Durch Gesetz vom 18. M├Ąrz 1850 ├╝bernahm der Staat die Verwaltung der Kammerg├╝ter, wogegen der F├╝rst eine j├Ąhrliche Zivilliste von 120.000 Talern erhielt. Am 8. Juli 1857 wurde die Verfassung wieder konservativ umgestaltet. Damit waren die zuvor beschnittenen f├╝rstlichen Rechte im Wesentlichen wieder hergestellt worden.

Nachdem 1866 Schwarzburg-Sondershausen gegen die von ├ľsterreich im Bundestag des Deutschen Bundes beantragte Mobilmachung gegen Preu├čen gestimmt hatte, trat das F├╝rstentum dem neuen Norddeutschen Bund bei, wodurch 1867 die Milit├Ąrhoheit an Preu├čen ├╝berging. Seit dem 18. Januar 1871 geh├Ârte das Land dann dem Deutschen Reich an.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs dankte am 25. November 1918 F├╝rst G├╝nther Victor als letzter deutscher Monarch ab. An die Stelle der f├╝rstlichen Regierung trat ein Ministerium und ein Landesrat mit einem Landtagspr├Ąsidenten an die Spitze. Am 1. April 1919 wurde Schwarzburg-Sonderhausen Freistaat und erhielt eine neue Gemeindeordnung und ein neues Wahlrecht . Am 11. Februar 1920 trat eine neue Kirchenverfassung in Kraft, die erstmals die Trennung von Staat und Kirche im Land festschreibt. Am 1. Mai 1920 wurde das Land Th├╝ringen gebildet, in dem auch der Freistaat Schwarzburg-Sondershausen aufging.

Die Grafen und F├╝rsten von Schwarzburg-Sondershausen 1571 bis 1909

Mit der Ernennung von Graf Christain Wilhelm zum F├╝rsten im Jahr 1697 beginnt die Linie der F├╝rsten in Schwarzburg-Sondershausen. Die nachfolgenden Grafen und F├╝rsten waren:

  1. 1571-1586 - Graf Johann G├╝nther I. (1532-1586), Sohn G├╝nthers XL.
  2. 1586-1593 - vormundschaftlich Johann und Anton von Oldenburg
  3. 1593-1642 - Graf Christian G├╝nther I. (1578-1642) (regiert gemeinsam mit seinen Br├╝dern G├╝nther XLII., Anton Heinrich und Johann G├╝nther II.)
  4. 1593-1642 - Graf G├╝nther XLII. (1570-1643)
  5. 1593-1642 - Graf Anton Heinrich (1571-1638)
  6. 1593-1642 - Graf Johann G├╝nther II. (1577-1631)
  7. 1642-1666 - Graf Anton G├╝nther I. (1620-1666)
  8. 1666-1720 - Graf Anton G├╝nther II. (1653-1716) (regiert gemeinsam mit Christian Wilhelm)
  9. 1666-1720 - Graf Christian Wilhelm (1647-1721),1697 Erhebung Schwarzburgs in den Reichsf├╝rstenstand
  10. 1720ÔÇô1740 - F├╝rst G├╝nther I. (1678ÔÇô1740), der bis zu seiner Ernennung zum F├╝rsten den Namen Graf G├╝nther XLIII. (der Dreiundvierzigste) trug
  11. 1740ÔÇô1758 - F├╝rst Heinrich (1689ÔÇô1758)
  12. 1758ÔÇô1794 - F├╝rst Christian G├╝nther III. (1736ÔÇô1794)
  13. 1794ÔÇô1835 - F├╝rst G├╝nther Friedrich Carl I. (1760ÔÇô1837)
  14. 1835ÔÇô1880 - F├╝rst G├╝nther Friedrich Carl II. (1801ÔÇô1889)
  15. 1880ÔÇô1909 - F├╝rst Carl G├╝nther (1830ÔÇô1909)

Nachdem Carl G├╝nther 1909 kinderlos verstarb, wurde Schwarzburg-Sondershausen von F├╝rst G├╝nther Victor von Schwarzburg-Rudolstadt in Personalunion gef├╝hrt.

Bev├Âlkerungsentwicklung 1871 bis 1919

Nach der Gr├╝ndung des Deutschen Reichs 1871 kam es auch im F├╝rstentum Schwarzburg-Sondershausen zu einer verst├Ąrkten Industrialisierung und damit einhergehend zu einem starken Bev├Âlkerungswachstum , was sich wie folgt darstellt:
1871: 67.191 Einwohner
1880: 71.107 Einwohner
1900: 80.898 Einwohner
1910: 89.917 Einwohner
1919: 92.692 Einwohner

Die Bev├Âlkerung verteilte sich zu etwa gleichen Teilen auf die Ober- und Unterherrschaft. Etwa 98 % bekannten sich zur evangelischen Konfession .

Wirtschaft

Neben der traditionellen Landwirtschaft und der im waldreichen Bezirk Gehren betriebenen Forstwirtschaft entwickelten sich vor allem im 19. Jahrhundert auch einige Industriebereiche im F├╝rstentum. Dazu z├Ąhlen mehrere Kalibergwerke in der Unterherrschaft, die Herstellung von Textilwaren und Handschuhen (in Arnstadt) sowie die Steingut - und Porzellanindustrie vor allem in der Oberherrschaft.

Weblinks

Wikipedia

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