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Letzte Änderung für Artikel Schwarzburg-Rudolstadt: 13.02.2006 18:23

Schwarzburg-Rudolstadt

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Daten im Jahr 1910
Landeshauptstadt : Rudolstadt
Fl├Ąche : 941 km┬▓
Einwohner : 100.702
Bev├Âlkerungsdichte : 107 Einwohner/km┬▓
Kfz-Kennzeichen : SR
Karte
F├╝rstentum  Schwarzburg-Rudolstadt
F├╝rstentum Schwarzburg-Rudolstadt

Schwarzburg-Rudolstadt ist der Name eines F├╝rstentums in Th├╝ringen, das 1599 zun├Ąchst als Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt gebildet wurde und ab 1697 bis 1918 ein F├╝rstentum war .

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Geschichte des F├╝rstentums geht auf das Geschlecht der Grafen von Schwarzburg zur├╝ck, die erstmals im 11. Jahrhundert erw├Ąhnt wurden. Durch verschiedene Erbteilungen und Erwerbungen ver├Ąnderte die Grafschaft Schwarzburg bis zum 16. Jahrhundert h├Ąufig ihre Gestalt. Nach dem Tod von Graf G├╝nther XLI. im Jahr 1583 teilten seine beiden Br├╝der die Grafschaft Schwarzburg und bildeten ab 1584 die beiden Hauptlinien Schwarzburg-Arnstadt und Schwarzburg-Rudolstadt. Mit dem Stadtilmer Vertrag vom 21. November 1599 wurden die schwarzburgischen Territorien neu aufgeteilt und die beiden Grafschaften und sp├Ąteren F├╝rstent├╝mer erhielten ihre Gestalt, die bis 1920 im Wesentlichen unver├Ąndert blieb.

1815 trat das F├╝rstentum dem Deutschen Bund bei, nachdem es 1807 Mitglied des Rheinbunds geworden war und damit bis 1813 unter der Protektion Napoleons gestanden hatte. 1816 trat die erste Verfassung des Landes im Kraft. 1835 fand der Beitritt des Landes zum Deutschen Zollverein statt.

1848 gab es auch im F├╝rstentum Schwarzburg-Rudolstadt Unruhen, welche zur Folge hatten, dass B├╝rgerwehren gebildet wurden und im Herbst des Jahres Reichstruppen einr├╝ckten. Das neue Wahlrecht mit einem allgemeinen, gleichen und indirekten Wahlsystem wurde erst 1854 durch ein neues Wahlgesetz f├╝r den Landtag mit Dreiklassenwahlrecht , die liberalen Gesetze von 1848 und ein neues Grundgesetz f├╝r das F├╝rstentum au├čer Kraft gesetzt.

Nachdem 1866 Schwarzburg-Rudolstadt gegen die von ├ľsterreich im Bundestag des Deutschen Bundes beantragte Mobilmachung gegen Preu├čen gestimmt hatte, trat das F├╝rstentum dem neuen Norddeutschen Bund bei, wodurch 1867 die Milit├Ąrhoheit an Preu├čen ├╝berging. Seit dem 18. Januar 1871 geh├Ârte das Land dann dem Deutschen Reich an.

Nach wiederholter Zur├╝ckweisung von Steuererh├Âhungen durch den Landtag war Schwarzburg-Rudolstadt 1870 in einer Staatskrise und musste beim Bundespr├Ąsidium seine Insolvenz anzeigen. Das B├╝rgertum war zu finanziellen Mehrbelastungen nur bei gleichzeitig gr├Â├čeren politischen und wirtschaftlichen Freiheiten bereit. Kosteneinsparungen durch Einschr├Ąnkung der Ministerialb├╝rokratie und des Hofstaates waren dem Ministerium nicht m├Âglich, so dass durch den Landtag Ende 1870 eine Wahlrechtsreform erreicht wurde. Danach setzte sich der Landtag aus 4 Abgeordneten der H├Âchstbesteuerten und 12 Abgeordneten zusammen, die aus allgemeinen gleichen Wahlen der m├Ąnnlichen Staatsangeh├Ârigen in 12 Wahlbezirken hervorgingen. Das fortschrittliche Landtagswahlrecht bewirkte zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine hohe Anzahl von Landtagsabgeordneten der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands , welche 1911 erstmals die absolute Mehrheit im Landtag besa├č und mit Franz Winter den ersten sozialdemokratischen Landtagspr├Ąsident in Deutschland stellte.

Die franz├Âsischen Kriegsentsch├Ądigungen, h├Âhere Steuereinnahmen durch einen Wirtschaftsaufschwung sowie ein neues Einkommenssteuergesetz von 1876 beendeten die Krise der Staatsfinanzen, ├Ąnderten aber nichts an den 1910 mit 48 Mark pro Einwohner h├Âchsten Staatsschulden in Th├╝ringen.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs dankte mit zwei Wochen Versp├Ątung am 23. November 1918 F├╝rst G├╝nther Victor, der in Personalunion auch das F├╝rstentum Schwarzburg-Sondershausen regierte, als letzter deutscher Monarch ab. Ohne ├änderung der Verfassung, meinte er, lasse sich die Monarchie nicht abschaffen - ein Argument, dem sich auch die SPD-Mehrheit im Landtag nicht verschlie├čen mochte. 1919 wurde der Freistaat Schwarzburg-Rudolstadt gebildet, der 1920 im neuen Land Th├╝ringen aufging.

Das Haus Schwarzburg starb 1925 mit dem Tod des kinderlosen F├╝rsten G├╝nther Victor aus.

Weitere Daten

  • Gesamtbev├Âlkerung:

1871 : 75.523 Einwohner
1900 : 93.059 Einwohner
1910 : 100.702 Einwohner
Etwa 98,5 % bekannten sich zur evangelisch - lutherischen Kirche .

Oberherrschaft

Unterherrschaft

  • Fl├Ąche: 206 km┬▓
  • St├Ądte: Frankenhausen , Strau├čberg
  • Landratsamt: Frankenhausen
  • Exklaven: Schlotheim, Immenroda

Regierende Grafen und F├╝rsten

Mit der Teilung der schwarzburgischen L├Ąndereien 1599 bildet sich die Hauptlinie Schwarzburg -Rudolstadt.

  • 1574-1605 Graf Albrecht VII. (1537 - 1605), Sohn G├╝nthers XL.
  • 1605-1630 Graf Karl G├╝nther (1576 - 1630)
  • 1630-1646 Graf Ludwig G├╝nther I. (1581 - 1646)
  • 1646-1662 vormundschaftlich; Emilie von Delmenhorst (1614-1670)
  • 1662-1710 Graf Albrecht Anton (1641 - 1710)
  • 1710-1718 F├╝rst Ludwig Friedrich I. (1667 - 1718)
  • 1718-1744 F├╝rst Friedrich Anton (1692 - 1744)
  • 1744-1767 F├╝rst Johann Friedrich (1721 - 1767)
  • 1767-1790 F├╝rst Ludwig G├╝nther II. (1708 - 1790)
  • 1790-1793 F├╝rst Friedrich Carl. (1736-1793)
  • 1793-1807 F├╝rst Ludwig Friedrich II. (1767-1807)
  • 1807-1814 vormundschaftlich; Caroline Luise von Hessen-Homburg (1771-1854)
  • 1814-1867 F├╝rst Friedrich G├╝nther (1793-1867)
  • 1867-1869 F├╝rst Albert (1798-1869)
  • 1869-1890 F├╝rst Georg Albert (1838-1890)
  • 1890-1918 F├╝rst G├╝nther Victor (1852-1925)

Siehe auch

Schwarzburg (Schloss)

Weblinks

Wikipedia

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