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Letzte Änderung für Artikel Sachsen-Weimar-Eisenach: 31.01.2006 16:36

Sachsen-Weimar-Eisenach

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Sachsen-Weimar-Eisenach war ein sog. ernestinisches Gro├čherzogtum und von 1918 bis 1920 Freistaat im heutigen Bundesland Th├╝ringen.

Daten im Jahr 1910
Landeshauptstadt : Weimar
Fl├Ąche : 3610 km┬▓
Einwohner : 417.149
Bev├Âlkerungsdichte : 116 Einwohner/km┬▓
Kfz-Kennzeichen : S
Karte
Gro├čherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach
Gro├čherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach

Inhaltsverzeichnis

Verfassung und Verwaltung

Nach der Verfassung vom 5. Mai 1816 (revidiert 15. Okt. 1850) war S. eine konstitutionelle Monarchie, erblich im Mannesstamm. Nach dem Wahlgesetz vom 17. April 1896 bestand der Landtag aus 33 indirekt gew├Ąhlten Mitgliedern. Im Bundesrat hatte das Land 1 Stimme, im Reichstage 3 Abgeordnete. Die Landesfarben waren Schwarz-Gelb-Gr├╝n.

Die Gerichtsbarkeit oblag dem allen th├╝ringischen Staaten gemeinsamen Oberlandesgericht in Jena, dazu den Landgerichten in Weimar und Eisenach. Eingeteilt war das Land in die f├╝nf Verwaltungsbezirke Weimar, Apolda, Eisenach, Dermbach und Neustadt/Orla. Milit├Ąrisch stellte das Gro├čherzogtum ein Infanterieregiment, das zum 11. preu├čischen Armeekorps geh├Ârte.

Wirtschaft und Bildung

Die Landwirtschaft beruhte auf Rinder- und Schafzucht und einer bl├╝henden Obst- und Forstkultur. In der Industrie waren Spinnereien und Webereien sowie die Produktion von Papier, Porzellan, Glas und Spielwaren von Bedeutung.

An Bildungsinstituten gab es 1910 neben der Landesuniversit├Ąt Jena drei Gymnasien, zwei Realgymnasien, zwei Lehrerseminare, eine Forstakademie sowie eine Reihe von gewerblichen Fortbildungsschulen.

Geschichte

Dem seit 1572 bestehenden Herzogtum Sachsen-Weimar fiel 1741 das Herzogtum Sachsen-Eisenach zu. Erster Herzog des vereinten Landes Sachsen-Weimar-Eisenach war Ernst August, der Bauherr des Schlosses Belvedere bei Weimar. Sein Sohn Ernst August Konstantin regierte nur drei Jahre und starb im Alter von 20 Jahren. Mit 18 Jahren hatte er die ein Jahr j├╝ngere braunschweigische Prinzessin Anna Amalia , eine Nichte des preu├čischen K├Ânigs Friedrich II., geheiratet. Sie gebar ein Jahr sp├Ąter ihren Sohn Carl August und nach einem weiteren Jahr, schon als Witwe, den Sohn Konstantin.

Als Herzogin-Mutter ├╝bernahm Anna Amalia mit Zustimmung der Kaiserin Maria Theresia und der Unterst├╝tzung ihres integren Ministers Freiherr von Fritsch tatkr├Ąftig die Regentschaft des Landes Sachsen-Weimar und Eisenach. Als Prinzenerzieher gewann sie den Dichter Christoph Martin Wieland , damals Professor an der Erfurter Universit├Ąt.

Mit 18 Jahren vollj├Ąhrig, heiratete Carl August die hessische Prinzessin Luise und rief den Dichter Johann Wolfgang Goethe , mit dem ihn bald eine tiefe Freundschaft verband, an seinen Hof. Goethe sorgte f├╝r die Berufung Johann Gottfried Herders und Friedrich Schillers . So wuchs, im Hintergrund von Anna Amalia gef├Ârdert, der Kreis der Weimarer Klassik , deren Erbe zu h├╝ten, sich die folgenden Regenten zur Aufgabe machten.

Die Hochzeit des Erbprinzen Carl Friedrich mit der russischen Gro├čf├╝rstin Maria Pawlowna 1804 brachte dem Land den Schutz des russischen Zaren Alexander I. , den es in den Wirren der napoleonischen Kriege brauchte. Dem Einfluss Alexanders verdankte Carl August auf dem Wiener Kongre├č 1815 die Erhebung zum Gro├čherzog und mit 1700 km┬▓ eine umfangreiche Vergr├Â├čerung und Abrundung seines Landes. Das Herzogtum erhielt Teile des Kreises Neustadt a. d. Orla (629 km┬▓ Fl├Ąche), gro├če Teile der Mainzer Enklave Erfurt und weitere kleine Herrschaften wie zum Beispiel Blankenhain, Kranichfeld und in der Rh├Ân Geisa. National gesinnt und weltoffen zugleich gab der F├╝rst seinem Land als erstem in Deutschland 1816 eine Verfassung. Studenten der Universit├Ąt Jena feierten 1817 auf der Wartburg die bevorstehende Gr├╝ndung der Burschenschaften .

Maria Pawlowna, seit 1828 Gro├čherzogin, leitete das silberne Zeitalter Weimars ein, das mit Namen wie Franz Liszt und Peter Cornelius vor allem der Musik galt. Ihr kunstsinniger Sohn Carl Alexander wirkte im gleichen Sinn. Verheiratet mit der Oranierin Sophie, die seine Pl├Ąne unterst├╝tzte, lie├č er die verfallende Wartburg im damals ├╝blichen Stil eines romantischen Historismus renovieren und von Moritz von Schwind ausmalen. Die Gr├╝ndung des Bauhauses und der Kunstgewerbeschule wurde von ihm, wenn auch halbherzig, gef├Ârdert.

Auf Carl Alexander folgte 1901 sein Enkel Wilhelm Ernst, verheiratet in erster Ehe mit Karoline von Reu├č ├ältere Linie und in zweiter mit Feodora von Sachsen-Meiningen. Er besa├č nicht den Kunstsinn seiner Vorfahren. Am 9. November 1918 verzichtete er auf den Thron. Damit endete die Monarchie im Gro├čherzogtum Sachsen (so amtlich seit 1903 ). Das Land wurde Freistaat und ging 1920 im neu gegr├╝ndeten Land Th├╝ringen mit Weimar als Landeshauptstadt auf.

Regierende Herz├Âge und Gro├čherz├Âge

Territorium

Das Gro├čherzogtum Sachsen-WeimarÔÇôEisenach war mit einer Fl├Ąche von 3610 km┬▓ der mit Abstand gr├Â├čte Th├╝ringische Staat. Es bestand aus drei gr├Â├čeren zusammenh├Ąngenden Landesteilen sowie diversen Exklaven und war gegliedert in f├╝nf Verwaltungsbezirke.

Weblinks

Literatur: Detlef Ignasiak: Regententafeln th├╝ringischer F├╝rstenh├Ąuser

Wikipedia

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