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Letzte Änderung für Artikel Eckardts: 02.01.2006 22:02

Eckardts

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Karte
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schwallungen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: ThĂĽringen
Landkreis : Schmalkalden-Meiningen
Geografische Lage :
Koordinaten: 50° 41′ n. Br., 10° 15′ Ă¶. L.
50° 41′ n. Br., 10° 15′ Ă¶. L.
Höhe : 260 m ü. NN
Fläche : 5,666 km²
Einwohner : 427 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte : 75 Einwohner je km²
Postleitzahl : 98590
Vorwahlen : 036848, 036948
OrtsbĂĽrgermeister:

Eckardts ist ein Dorf in der Gemeinde Schwallungen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen (ThĂĽringen).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Panoramabild von Eckardts
Panoramabild von Eckardts

Geografische Lage

Der Ort liegt in der Vorderrhön, an der Grenze zum Thüringer Wald. Die höchste Erhebung in der Ortsflur ist der 452m hohe Röhrberg

Hinweis: Der mitunter auf (älteren) Karten zu findende Name Rührberg, mit -ü- statt -ö-, ist ein Fehler der preußischen Meßtischblattaufnahme aus dem 19. Jahrhundert.

Nachbargemeinden

Nachbarorte sind RoĂźdorf, Rosa, HĂĽmpfershausen, Schwarzbach , Zillbach.

Geschichte

Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen , wo Fließtext stehen sollte .
1145 : Erste urkundliche Erwähnung: Embricho, Bischof von Würzburg, bestätigt dem Kloster Zella Ecgihartes als eines seiner Güter (vgl. Mötsch, Johannes: Fuldische Frauenklöster in Thüringen. Regesten zur Geschichte der Klöster Allendorf, Kapellendorf und Zella/Rhön. VHKTh GR Band 5, S. 330).

1183 : Eckardts wird als villa Eckeriches urkundlich erwähnt

um 1250 : Teile von Eckardts gehören den Herren von Frankenstein. Die Grenze von deren Wildbann durchquert die Eckardtser Flur. Andere Teile von Eckardts gehören den Herren von Frankenberg zu Helmers .

1317 : Zusammenbruch der Herrschaft Frankenstein. Die ehmals zugehörigen Anteile an Eckardts kommen zu Henneberg.

1360 : Die Frankenberger Anteile von Eckardts kommen zu Henneberg. Die Henneberger unterhalten in Eckardts einen Fronhof, den sog. Bauhof, den die Dörfer Eckardts, Hümpfershausen, Schwarzbach und Friedelshausen befrohnen müssen. Der Sage nach, habe ein Graf Eckhard den Bauhof bewohnt. Von diesem solle der Ort seinen Namen haben.

1481 : Vom Glaser zu Eckerichs wird 1 fl (Gulden) Steuer erhoben. Die GlashĂĽtte stand auf dem Mangel ( Anger ).

1524 Graf Wilhelm IV. von Henneberg verkauft den Bauhof an G. Cyrus.

1555 : Der Ort hat 30 Häuser.

um 1600 : Bau der Kirche.

1693 : Anna Dorothea Rether bringt Vierlinge zur Welt.

1726 : Anbau des Hauptraumes der Kirche.

1799 : Bau einer Schule.

um 1800 : Eckardts hat 3 öffentliche Gebäude, 55 Wohn- und 3 Werkhäuser, 349 Einwohner in 77 Familien, 881 Stück Vieh (422 Schafe, 237 Rinder).

um 1855 : Brückner (siehe Literaturhinweise) erwähnt eine uralte Linde auf dem Mangel .

1866 Eckardts ist Aufmarschgebiet der bayrischen und preußischen Truppen im Vorfeld der Schlacht am Nebel (bei Roßdorf) während des Deutschen Einingungskriegs.

um 1870 : Die landwirtschaftliche Nutzfläche wird im Zuge der sog. Separation (Flurbereinigung) neu unter den landbesitzenden Bauern verteilt. Im selben Zuge werden schon lange währende Unstimmingkeiten über den Grenzverlauf zu den Nachbarfluren geklärt. Der bisher zur Eckardtser Flur gehörende Teil des ``Geiersgraben`` kommt zur Nachbarflur Rosas, der bisher zu Eckardtser Flur gehörende Teil der ``Tiefen Furchen`` kommt zur Nachbarflur Hümpfershausen. Die bisher zu Eckardts gehörenden Wiesengründe in der Winde und im Rödelbachkommen zur Flur Zillbach und damit an Sachsen-Weimar.

1885 : Bau einer neuen Schule.

1897 : Auf dem Mangel wird eine neue Dorflinde, die sog. Kaiser-Wilhelm-Linde (gewidmet Kaiser Wilhelm dem II.) gepflanzt.

1912 : Bau der Wasserleitung.

1914 – 1918 : 17 Männer aus Eckardts sterben im I. Weltkrieg .

1921 : Anschluss des Ortes an das Elektroenergienetz.

1934 : Aufstockung der neuen Schule.

1939 – 1945 : 45 Männer sterben im II. Weltkrieg .

1957 : Neubau der Ortstraße – Straßenkreuzung.

1958 : Einrichtung des Kindergartens

1959 : Aufgabe der Schulausbildung im Ort. Die Schulkinder besuchen ab jetzt die neue Schule in RoĂźdorf.

1960 : Zwangskollektivierung und Gründung der LPG „Goldene Ähre“.

1968 : Bau einer 200er Milchviehanlage. Das Gebäude dominiert auch heute noch den Ortseingang aus Richtung Hümpfershausen.

1970 : Bau des Stausees oberhalb der SchildbachsmĂĽhle (amtlicher Name: Speicher Eckardts, umgangssprachlich GroĂźer Teich genannt).

1970 : Neubau der Straßenverbindung Eckardts – Zillbach.

1972 Erweiterung der Stallanlage um einen Kälber- und einen Jungviehstall.

1982 – 1983 : Bau der abgesetzten Antennenanlage auf dem Röhrberg und Anschluss der Haushalte an den Gemeinschaftsempfang. Bedingt durch die geographische Lage und die auf dem nahen Pleß-Berg durch die russische Besatzungsmacht betriebene Funkanlage, war in Eckardts vorher der Empfang des DDR-Fernsehens gestört. Interessant ist diese Anekdote deshalb, weil der Bau solcher Anlage in den meisten Fällen dazu diente den Empfang des westdeutschen Fernsehens zu ermöglichen und deshalb nicht gern gesehen war bzw. verhindert wurde.

1983 : 800-Jahr Feier. Grundlage war die damals für die urkundliche Ersterwähung gehaltene Erwähnung von 1183.

1994 : Die ehemals eigenständige Gemeinde wurde nach Schwallungen eingemeindet.

Geschichtliche Dokumente

Kultur und SehenswĂĽrdigkeiten

Bauwerke

  • Die evangelische Filialkirche besitzt einen massiven Turm und schmale, spitzbogige Fenster im Erdgeschoss sowie Reste spätgotischer Wandmalerei im Chor. Die Kirche wurde schon mehrfach restauriert, beispielsweise 1991/1992 auĂźen. Der Taufstein stammt vermutlich von 1575 , die Glocke sogar von 1477 .
  • SĂĽdlich des Ortes im Schildbachsgrund befindet sich die Ruine der SchildbachsmĂĽhle und der zugehörige Schildbachsteich. Nachdem die ehemaligen Besitzer der MĂĽhle in den 1950er in den Westen gegangen waren, stand diese lange Zeit leer und verfiel zunehmend. Sie diente später als Ăśbungsgelände fĂĽr die sog. Kampfgruppen , die das MĂĽhlengebäude schlieĂźlich Anfang der 1980er Jahre sprengten. Die verbliebenen Nebengebäude wurden noch sporadisch durch die LPG genutzt und verfielen schlieĂźlich ebenfalls vollkommen.

Naturdenkmäler

Die Hohle Eiche
Die Hohle Eiche
  • Ein besonderes Naturdenkmal ist die „Hohle Eiche“, durch deren Stamm man hindurch gehen kann. Sie befindet sich am Ortsrand in Richtung Schwarzbach.
  • Entlang der Waldgrenze zum Zillbacher Forst ziehen sich die Reste einer Landwehranlage, beginnend an der Winde (oberhalb des Sportplatzes) bis zum Rödelbachsgrund. Im Hennebergischen wurden solche Grenzanlagen als Hähl, Höhl oder Hohl bezeichnet.
  • Der gleichen Linie folgend finden sich Grenzsteine, die auf einer Seite die Beschriftung SM (=Sachsen-Meiningen) und auf der anderen SWE (=Sachsen Weimar Eisenach) tragen.
  • Eine zweite Landwehranlage zog ebenfalls an der Winde beginnend in westlicher Richtung, nördlich am Ort vorbei zum Steinfirst (heute als Steinforst bezeichnet) ĂĽber den Gotteskopf weiter in Richtung Kaltenlengsfeld. Von ihr sind in der freien Ortsflur keine Reste erhalten, sie lässt sich aber noch anhand von Flurnamen nachweisen. Im Steinforst setzen dann erhaltende Reste ein. Diese Landwehranlage folgt im wesentlichen dem Verlauf der alten Frankensteiner Wildbanngrenze und stellte einmal die Nordgrenze des mittelalterlichen Amt Sand dar.
  • SĂĽdlich des Orts liegt im Wiesengrund ein blau schimmernder kleiner Stausee. Er wurde 1970 auf einem FlurstĂĽck, dass sich Wildsee nannte, errichtet und dient der Fischzucht.

Literatur

  • Mötsch, Johannes: Fuldische Frauenklöster in ThĂĽringen. Regesten zur Geschichte der Klöster Allendorf, Kapellendorf und Zella/Rhön. VHKTh GR Band 5, S. 330.
  • Höhn, Walter: ThĂĽringische Rhön. 2005, Michael Imhof Verlag Petersberg, ISBN 3-86568-060-7 , S. 22.
  • Jacob, G. Dr.: Die Ortsnamen des Herzogthums Meiningen. Hildburghausen, 1894, S. 37.
  • BrĂĽckner, G: Landeskunde des Herzogthums Meiningen. Zweiter Teil. (Die Topographie des Landes). Meiningen 1853, S. 91.
  • Lehfeldt, P./Voss G.: Bau- und Kunst-Denkmäler ThĂĽringens: Herzogthum Sachsen-Meiningen, Bd. 1: Kreis Meiningen, Abt. 2: Amtsgerichtsbezirke Salzungen und Wasungen. Jena 1910.
  • Zickgraf, Eilhard: Die gefĂĽrstete Grafschaft Henneberg-Schleusingen. Geschichte des Territoriums und seiner Organisation. Marburg 1944.
  • Berchheim, Ingo Freiherr von: Landwehren im und um das Hennebergische Gebiet. in: Jahrbuch des Hennebergisch-Fränkischen Geschichtsvereins 1999, S. 101ff.
  • Heim, Johann Ludwig: Hennbergische Chronica [...].. Meiningen, 1. Teil 1755, 2. Teil 1767, 3. Teil 1776
  • Hennebergisches Urkundenbuch. 7 Bd., Meiningen 1842–1877.

Wikipedia

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