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Letzte Änderung für Artikel Manebach: 15.02.2006 17:28

Manebach

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Manebach ist ein Ortsteil der Stadt Ilmenau in Th├╝ringen mit 1.433 Einwohnern (Stand: 30. Juni 2005).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Manebach liegt im Ilmtal, ca. 3 km ├Âstlich von Ilmenau. Der Ort ist ein Stra├čendorf, welches ├╝ber 2 km lang ist. Manebach liegt im Th├╝ringer Wald, rund um den Ort breiten sich Fichtenw├Ąlder aus. S├╝d├Âstlich liegt der 861 Meter hohe Kickelhahn, der der Ilmenauer Hausberg ist. In der N├Ąhe liegt der Hermannstein, eine Felsh├Âhle, die schon von Goethe gern besucht wurde. N├Ârdlich des Ortes befindet sich die Hohe Warte sowie der Schwalbenstein, auf dem Goethe an nur einem Tag den vierten Akt der Iphigenie schrieb.

Geschichte

Manebach wurde im Jahre 1351 erstmals urkundlich erw├Ąhnt. Damals geh├Ârte es zur Grafschaft Henneberg. Die Ersterw├Ąhnung von Cammerberg auf der anderen Ilmseite f├Ąllt ins Jahr 1580 . W├Ąhrend des Drei├čigj├Ąhringen Krieges kam es in Manebach immer wieder zu gro├čen Hungersn├Âten .

Im Jahre 1660 starben die Henneberger aus. Ihre Grafschaft wurde geteilt. Manebach links der Ilm kam zum Amt Ohrdruf im Herzogtum Sachsen-Gotha, Manebach rechts der Ilm, das sogenannte Cammerberg kam zum Amt Ilmenau im Herzogtum Sachsen-Weimar . 1682 wurde die heutige Kirche Kripplein Jesu erbaut. Der Steinkohlenbergbau begann in Manebach nachweislich im Jahr 1691 . 1736 errichtete man eine erste Glash├╝tte im Ort. Sie wurde mit der Manebacher Steinkohle befeuert, was jedoch zu Komplikationen auf Grund des zu hohen Wasseranteils in der Manebacher Steinkohle f├╝hrte, sodass man 1748 auf Holzbefeuerung umstieg. Die Glash├╝tte geriet jedoch immer wieder in wirtschaftliche Probleme, was dazu f├╝hrte dass sie 1771 geschlossen wurde. Eine gro├če Katastrophe f├╝r den Ort und die gesamte Region war der Dammbruch am R├Âdelsteich im Freibachtal 1739 , der zu einer ├ťberschwemmung des Ilmtals und zur ├ťberflutung der Ilmenauer Bergwerksstollen f├╝hrte. Dies markierte auch das Ende des Bergbaues in Ilmenau. 1775 w├╝tete ein schwerer Brand in Manebach, welcher die H├Ąlfte der H├Ąuser zerst├Ârte und 12 Menschenleben forderte.

Im Jahre 1832 wurde die erste Maskenmanufaktur im Ort er├Âffnet. Sie hie├č Eilers & Mey und hatte bis 1971 Bestand. Durch die Er├Âffnung der befestigten Stra├če Ilmenau - Schleusingen (heutige B4) im Jahr 1841 verbesserte sich die Infrastruktur des Ortes erheblich. 1860 begann die Porzellanproduktion . Die Manebacher Porzellanproduktion endete mit dem Jahr 1972 als alle Porzellanfabriken im Ilmenauer Porzellanwerk aufgingen.

Seit 1865 wurde Manebach auch von Kurg├Ąsten besucht. Im Jahr 1877 er├Âffnete eine erste Postfiliale . Die Eisenbahn erreichte Manebach im Jahr 1904 , als die Rennsteigbahn von Ilmenau nach Schleusingen er├Âffnet wurde. 1922 wurden bei der Bildung des Landkreises Arnstadt die Orte Manebach und Cammerberg vereinigt. 1952 entstand durch die Teilung des Landkreises Arnstadt der Kreis Ilmenau, dem auch Manebach angeh├Ârte. Der Ort hatte zu dieser Zeit etwa 2.700 Einwohner. Im Jahr 1988 erhielt Manebach das Pr├Ądikat Staatlich anerkannter Erholungsort zugesprochen. In den Jahren 1993 und 1996 belegt der Ort den 1. Platz im Kreiswettbewerb Unser Dorf soll sch├Âner werden . Die Eingemeindung zu Stadt Ilmenau, nunmehr im Ilm-Kreis gelegen, erfolgte 1994 .

Einwohnerentwicklung

  • 1938: 2.307 Einwohner
  • 1950: 2.700 Einwohner
  • 1977: 1.900 Einwohner
  • 31. Dezember 2002: 1.482 Einwohner
  • 31. Dezember 2003: 1.471 Einwohner
  • 30. Juni 2004: 1.460 Einwohner
  • 30. Juni 2005: 1.433 Einwohner

Politik

1994 wurde die bis dahin selbstst├Ąndige Gemeinde Manebach ein Ortsteil von Ilmenau. Der fr├╝here Gemeinderat wich einem achtk├Âpfigen Ortschaftsrat. Daneben gibt es einen Ortsb├╝rgermeister. Bei den Kommunalwahlen am 27. Juni 2004 wurde dazu Karl-Heinz K├╝hn ( CDU ) mit 87,3% der abgegebenen Stimmen gew├Ąhlt.

Wirtschaft und Verkehr

Der wichtigste Wirtschaftszweig Manebachs war einst die Glasindustrie , speziell die Fabrikation von Thermometern . In Manebach wurde fr├╝her auch Steinkohle abgebaut. Es gab auch weltbekannte Maskenproduktion, die einst sogar den Karneval in Rio de Janeiro ausstattete.

Manebach liegt an der B4, die Ilmenau mit Schleusingen verbindet. Des weiteren liegt Manebach an der Rennsteigbahn. Fr├╝her verkehrten hier Z├╝ge ├╝ber Erfurt - Ilmenau - Schleusingen - Themar. Heute gibt es am Wochenende Zugverkehr nach Erfurt bzw. St├╝tzerbach.

Pers├Ânlichkeiten

Literatur

  • Heimatgeschichtlichen Verein Manebach e.V.: Manebach im Th├╝ringer Wald und seine Geschichte: Bergbau, Fossilien, Glas, Masken. Escher Verlag, Gehren 1999, ISBN 3-932642-12-0

Weblinks


Koordinaten: 50┬░ 41' N, 10┬░ 52' O

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