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Letzte Änderung für Artikel Ilm-Kreis: 18.02.2006 18:48

Ilm-Kreis

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Wappen Karte
Wappen des Ilm-Kreises Lage des Ilm-Kreises in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Th├╝ringen
Verwaltungssitz : Arnstadt
Fl├Ąche : 843,30 km┬▓
Einwohner : 117.418 (30. Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 139 Einwohner je km┬▓
Kreisschl├╝ssel : 16 0 70
Kfz-Kennzeichen : IK
Kreisgliederung: 44 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Ritterstra├če 14
99310 Arnstadt
Website : www.ilm-kreis.de
Landrat : Dr. Lutz-Rainer Senglaub ( CDU )
Lagekarte
Lage des Ilm-Kreises in Th├╝ringen
Naturr├Ąumliche Gliederung des Ilm-Kreises
Die aturr├Ąumliche Gliederung des Ilm-Kreisesn

Der Ilm-Kreis ist ein Landkreis in Th├╝ringen, der sich von der Landeshauptstadt Erfurt s├╝dlich bis zum Rennsteig erstreckt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lage in Th├╝ringen

Der Ilm-Kreis liegt im zentralen Bereich Th├╝ringens. Er ist nur von weiteren Th├╝ringer Kreisen umgeben. Nachbarkreise sind im Norden die kreisfreie Stadt Erfurt, im Nordosten der Landkreis Weimarer Land, im Osten der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, im S├╝den der Landkreis Hildburghausen und die kreisfreie Stadt Suhl, im S├╝dwesten der Landkreis Schmalkalden-Meiningen und im Westen der Landkreis Gotha.

Geografische Gliederung

Der Ilm-Kreis l├Ąsst sich geografisch in drei verschiedene Zonen gliedern:

Der Nordosten des Kreisgebiets (n├Ârdlich von Arnstadt) stellt den S├╝drand des Th├╝ringer Beckens dar. Dieses Gebiet ist kaum bewaldet und wird ├╝berwiegend landwirtschaftlich genutzt. Hier befindet sich auch auf dem Gebiet der Gemeinde Ichtershausen der mit 235 m ├╝ber NN niedrigste Punkt des Kreisgebiets. Dieser liegt auf der Kreisgrenze, am ├ťbergang der Gera in die kreisfreie Stadt Erfurt.

Der mittlere und ├Âstliche Bereich des Kreises wird durch H├╝gelland mit H├Âhenlagen zwischen 250 und 600 m ├╝ber NN charakterisiert. Die Fl├╝sse Ilm, Gera und Wilde Wei├če haben hier teilweise bis zu 300 m tiefe T├Ąler in die Landschaft gegraben. Je nach Boden- und Hangverh├Ąltnissen wird dieses Gebiet landwirtschaftlich genutzt oder ist bewaldet. Hier gibt es einige kleinere Bergketten wie z.B. die Reinsberge.

Das s├╝dliche Drittel des Landkreises bilden die Mittelgebirgslandschaften des Th├╝ringer Waldes bzw. (im ├Ąu├čersten S├╝dosten) des Th├╝ringer Schiefergebirges. Im ├Ąu├čersten S├╝dwesten befindet sich hier auch mit dem Gro├čen Beerberg und dem Schneekopf die mit 982 m bzw. 978 m ├╝ber NN beiden h├Âchsten Erhebungen Th├╝ringens. Dieser Bereich ist ├╝berwiegend von dichten Fichtenw├Ąldern bewachsen, die forstwirtschaftlich genutzt werden. Bis auf die Gemeinden Schmiedefeld am Rennsteig und Frauenwald liegen alle ├╝brigen Gebiete des Ilm-Kreises n├Ârdlich des Rennsteigs. W├Ąhrend der Th├╝ringer Wald im s├╝dwestlichen Teil des Kreises noch stark zerkl├╝ftet ist, ebnet er nach S├╝dosten hin immer weiter ab, sodass in der Neust├Ądter Umgebung Hochfl├Ąchen vorherrschend sind, w├Ąhrend im Westen noch Bergkuppen dominieren.

Die beiden gr├Â├čten St├Ądte Arnstadt und Ilmenau bilden jeweils die Grenze zwischen den verschiedenen geografischen Zonen. Daneben gibt es im Flach- und H├╝gelland eine Vielzahl kleiner D├Ârfer bzw. St├Ądte, die teilweise bereits eine ├╝ber tausendj├Ąhrige Geschichte besitzen. In der Gegend s├╝dlich von Ilmenau konzentriert sich die Besiedelung auf wenige gr├Â├čere Ortschaften, die meist in den Gebirgst├Ąlern liegen, teilweise, besonders im Bereich des Rennsteigs, aber auch auf ebenen Bereichen des Kamms des Th├╝ringer Waldes.

Die h├Âchst gelegenen Orte des Ilm-Kreises sind Neustadt am Rennsteig (800 m ├╝. NN), Frauenwald (750 m ├╝. NN), Schmiedefeld am Rennsteig (700 m ├╝. NN) und Gehlberg (690 m ├╝. NN).

Berge im
Ilm-Kreis
H├Âhe
in m
Gemeinde
Gro├čer Beerberg
983
<center> Gehlberg
Schneekopf <center> 978 <center> Gehlberg
Gro├čer Finsterberg <center> 944 <center> Schmiedefeld
Gro├čer Eisenberg <center> 907 <center> Schmiedefeld
Kickelhahn <center> 861 <center> Ilmenau
Langer Berg <center> 808 <center> Gillersdorf
Rumpelsberg
Hohe Warte
<center> 799 <center> Elgersburg
Lindenberg <center> 749 <center> Ilmenau
Singer Berg <center> 583 <center> Ilmtal
Veronikaberg <center> 553 <center> Martinroda
Riechheimer Berg <center> 513 <center> Elleben
Wassenberg
Veste Wachsenburg
<center> 421 <center> Wachsenburggemeinde

Gew├Ąsser

Die wichtigsten Fl├╝sse des Ilm-Kreises sind die Ilm, nach der er benannt ist, und die Gera. Fast alle ├╝brigen Fl├╝sse und B├Ąche m├╝nden in einen der beiden Fl├╝sse. Der s├╝dliche Teil des Kreises geh├Ârt zum Einzugsgebiet der Schwarza, die teilweise die s├╝d├Âstliche Kreisgrenze zum Landkreis Saalfeld-Rudolstadt bildet. All die genannten Fl├╝sse geh├Âren zum gro├čr├Ąumigen Einzugsbereich der Elbe. Lediglich einige kleinere B├Ąche s├╝dlich des Rennsteigs (Vesser, Tr├Ąnkbach und Nahe) geh├Âren zum Einzugsbereich der Werra und damit der Weser.

Fl├╝sse im
Ilm-Kreis
Gesamtl├Ąnge
in km
davon im
Kreisgebiet
Ilm <center> 128,7 <center> 46,8
Gera <center> 85,0 <center> 38,8
Wipfra <center> 39,6 <center> 39,6
Wilde Gera <center> 22,8 <center> 22,8
Zahme Gera <center> 19,0 <center> 19,0
Wohlrose <center> 17,0 <center> 17,0

Der Ilm-Kreis verf├╝gt nur ├╝ber weinge nat├╝rliche Standgew├Ąsser, diese befinden sich im Gehrener Feuchtgebiet, im Ilmenauer Teichgebiet und bei Rudisleben. Die gr├Â├čte Gew├Ąsserfl├Ąche stellt die Talsperre Heyda dar, die Bew├Ąsserungszwecken dient. Daneben gibt es noch die Talsperre L├╝tsche, die zur Versorgung der Dampflokomotiven der Deutschen Reichsbahn gebaut worden war, heute aber haupts├Ąchlich touristischen Zwecken dient.

Klima

Auf Grund der geografischen Gegebenheiten gibt es im Ilm-Kreis gro├če klimatische Unterschiede, die sich auch aus den jeweiligen Luv - bzw. Lee -Situationen, die durch den Mittelgebirge und den Th├╝ringer Wald ergeben. Dabei l├Ąsst sich sowohl bei den Temperaturen als auch bei den Niederschl├Ągen ein deutliches Nord-S├╝d-Gef├Ąlle beobachten.

Die Jahresmitteltemperaturen betragen im Nordrand des Kreises etwa 8 ┬░C, w├Ąhrend sie in den Gipfellagen des Th├╝ringer Waldes nur etwa 4 ┬░C erreichen. Noch deutlicher wird der Unterschied bei den Niederschl├Ągen: In den Gipfellagen fallen im langj├Ąhrigen Mittel etwa 1200 mm Niederschlag. Dieser Wert nimmt nach Norden hin deutlich ab und erreicht im Bereich der Drei Gleichen kaum noch 450 mm j├Ąhrlich. Dieses Gebiet geh├Ârt damit zu den trockensten in Deutschland. Das Gebiet um den Gro├čen Beerberg und die Schm├╝cke geh├Ârt zu den im Winter schneesichersten Bereichen des Th├╝ringer Waldes. Die mittlere Jahressumme an Sonnenscheinstunden betr├Ągt zwischen 1400 Stunden im Bergland und 1600 Stunden am Nordrand des Kreises.

Der Klimawandel der letzten Jahrzehnte wirkt sich auch auf das Klima im Ilm-Kreis aus, wobei die St├Ąrke der Auswirkungen wiederum regional sehr unterschiedlich ist. So betrug die Zunahme der mittleren Temperatur in den Jahren 1951 bis 2000 im Norden ca. 0,8 K , aber nur etwa 0,4 K im Bergland. Bei den Niederschl├Ągen lassen sich sogar gegens├Ątzliche Trends feststellen: W├Ąhrend es im genannten Zeitraum zu einer Zunahme der j├Ąhrlichen Niederschlagsmenge im Mittelgebirge um bis zu 20 Prozent kam, gingen die Niederschlagsmengen am Rand des Th├╝ringer Beckens leicht zur├╝ck. Insgesamt l├Ąsst sich im Ilm-Kreis wie in ganz Th├╝ringen ein Trend zu nasseren Wintern und trockeneren und w├Ąrmeren Sommern feststellen.

Geologie

Die heutige stark differenzierte geografisch - geomorphologische Gestalt des Ilm-Kreises ist das Ergebnis eines sich ├╝ber mehrere Hundert Millionen Jahre hinziehenden Prozesses von aus dem Erdinneren herr├╝hrenden Hebungsprozessen verbunden mit den Wirkungen des Klimas bzw. vor├╝bergehender Meeres├╝berflutungen. Trotz der heute anzutreffenden landschaftlichen Gegens├Ątze verlief die geologische Entwicklung des Gebiets des heutigen Ilm-Kreises lange Zeit gleich.

Der ├Ąlteste tektonische Vorgang, der f├╝r die geologische Betrachtung des Gebiets von Bedeutung ist, war die variszische Gebirgsfaltung vor etwa 325 Millionen Jahren. Sie hinterlie├č eine rasche Abfolge von Wellen und Satteln, die von S├╝dwest nach Nordost ausgerichtet waren. Im Gebiet des Ilm-Kreises unterscheidet man dabei den ├Âstlich gelegenen Schwarzburger Sattel und die zentral gelegene Oberh├Âfer Mulde. Im Muldenbereich bildeten sich dabei einzelne Vulkane. Die bei dieser Faltung herausgehobenen Sedimente wurden rasch eingeebnet. Es entstanden langgezogene Schwellengebiete und Senken. Die Mulden wurden von den Schwellen her mit den Schuttmassen (vor allem Sandsteine und Konglomerate ) aufgef├╝llt. Im Bereich des oberen Ilmtals war dies aber auch Granit infolge der Vulkant├Ątigkeit.

Nach dieser Periode drang vor etwa 240 Millionen Jahren aus nordwestlicher Richtung das Zechsteinmeer nach Th├╝ringen vor. Dessen Ablagerungen, vor allem Kalke , Dolomite , tonige Gesteine und Salze bilden ein zweites Stockwerk auf den variszischen Gesteinen.

Durch tektonische Bewegungen der Erdkruste vor etwa 160 Millionen Jahren bildeten sich die noch heute sichtbaren Gro├čformen im th├╝ringer Bereich aus. Es entstanden vorrangig von Nordwest nach S├╝dost gerichtete Schollen, die sich, wie die relativ schmale Scholle des heutigen Th├╝ringer Waldes und die deutlich breitere Scholle des Th├╝ringer Schiefergebirges teilweise bis zu 1000 Meter aus ihrer Umgebung heraushoben, aber auch um wesentlich geringere Betr├Ąge wie die Scholle des Th├╝ringer Beckens. Von besonderer geologischer Bedeutung sind die R├Ąnder dieser Schollen, wo sich Gesteinsschichten teilweise senkrecht aufstellten. Ein solche St├Ârungszone ist die Eichenberg-Gotha-Saalfelder-St├Ârungszone , durch die nordwestlich von Arnstadt zwei charakteristische H├Âhenz├╝ge entstanden sind, aus deren Mulde zwischen den beiden der Keuper-Bergkegel der Veste Wachsenburg herausragt. Dieser Bereich ist wegen der hier zutage tretenden unterschiedlichsten Gesteinsschichten geologisch besonders interessant und die Basis f├╝r den entstehenden Geopark Drei Gleichen .

Die tektonischen Bewegungen, die auch saxonische Gebirgsbildung genannt werden, h├Ârten gegen Ende des Terti├Ąrs im Plioz├Ąn vor etwa zwei Millionen Jahren auf. Bereits in dieser Phase wurden die Schichten des Zechsteins und der Trias ( Buntsandstein , Muschelkalk und Keuper ) von den H├Âhenlagen der Schollen abgetragen, wobei im Bereich des Th├╝ringer Waldes weitere f├╝r die Witterung anf├Ąllige Gesteine zutage traten, w├Ąhrend im Bereich des Schiefergebirges ├Ąltere, feste Gesteine die relativ flache Oberfl├Ąche noch heute bilden.

Im nachfolgenden Quart├Ąr , dem den j├╝ngsten geologischen Zeitraum der Erdgeschichte, kam es zu h├Ąufig wechselnden Klimazust├Ąnden, die st├Ąndig zwischen warm- und Kaltzeiten pendelten. Insbesondere in den Kaltzeiten kam zu intensiven Frostverwitterungen vor allem des Buntsandsteins und des Keupers, w├Ąhrend der Muschelkalk auf Grund seiner Wasserdurchl├Ąssigkeit, aber geringen Wasseraufnahmef├Ąhigkeit in dieser Zeit kaum angegriffen wurde. Diese je nach Gesteinsart verschiedene Wirkung des Wassers l├Ąsst sich noch heute an der Breite der Flusst├Ąler im Ilm-Kreis erkennen: W├Ąhrend die Gera im Bereich der aus Muschelkalk bestehenden Ohrdrufer Platte ein tiefes Tal mit steilen Muschelkalkfelsen geschaffen hat, hat die Ilm zwischen Ilmenau und Stadtilm die dort vorhandenen Buntsandsteinfl├Ąchen relativ breitfl├Ąchig abgetragen. In den Muschelkalkbereichen zwischen den Fl├╝ssen wurden die Deckfl├Ąchen abgetragen und es entstanden relative flache Fl├Ąchen, von denen das Plateau von Gossel besonders bemerkenswert ist. Die neu entstandenen, nach Nordosten gerichteten Fl├╝sse trugen gro├če Mengen des verwitterten Gesteins in das Vorland des Th├╝ringer Waldes, wo sie wegen des geringeren Gef├Ąlles nicht mehr abgetragen werden konnten und Schotterterrassen bildeten, die heute vor allem im Bereich Ilmenau ÔÇô Gr├Ąfenroda anzutreffen sind.

Die Vereisungen der Elster- und Saale-Eiszeit erreichten zwar das Th├╝ringer Becken, ber├╝hrten den Ilm-Kreis aber nur an seiner ├Ąu├čersten n├Ârdlichen Grenze. Deshalb sind dort wenige Reste in Form von Grundmor├Ąnenmaterial zu finden. Bedeutender sind aus dieser Zeit die L├Â├čablagerungen in H├Âhen bis zu 400 m ├╝ber dem Meeresspiegel infolge der kaltzeitlichen Verwitterung, die die Bodenstruktur f├╝r die heutige Landwirtschaft bildeten. Nach der letzten Eiszeit, in der das Gebiet eine Art Tundra darstellte, hielten die W├Ąlder wieder Einzug, wenn auch mit einem geringeren Artenreichtum als es noch im Terti├Ąr unter tropischen Klimabedingungen der Fall war. Durch den Bewuchs nach der letzten Kaltzeit hat sich das zu diesem Zeitpunkt herausgebildete Relief bis heute dann kaum ver├Ąndert.

Wirtschaft

Die Wirtschaft des Ilm-Kreis ist f├╝r ostdeutsche Verh├Ąltnisse gut entwickelt. Die Menschen aus den n├Ârdlichsten Kreisteilen k├Ânnen zum Arbeiten nach Erfurt einpendeln, der Norden und Osten ist landwirtschaftlich gepr├Ągt, in Arnstadt ist traditionell Metallindustrie/Maschinenbau angesiedelt, Ilmenau ist ebenfalls Maschinenbaustandort, wichtig ist hier auch die Universit├Ąt in Verbindung mit High-Tech-Unternehemen. In Ilmenau gibt es auch noch Glasindustrie, diese war fr├╝her auch Hauptindustrie der Orte im Th├╝ringer Wald, die jetzt vom Tourismus leben.

Pro-Kopf-Einkommen

Ilm-Kreis:

  • 1995: 10.822ÔéČ
  • 2000: 13.052ÔéČ
  • 2003: 13.411ÔéČ

Th├╝ringen:

  • 2003: 14.050ÔéČ

Deutschland:

  • 2003: 19.305ÔéČ

Verkehr

Stra├čenverkehr

Der Ilm-Kreis ist f├╝r den Stra├čenverkehr gut erschlossen. Neben der Tatsache, dass alle St├Ądte und D├Ârfer untereinander durch ein dichtes Netz von Landes-und Kreisstra├čen untereinander verbunden sind, f├╝hren zwei Autobahnen und drei Bundestra├čen durch das Kreisgebiet. Lediglich im Bereich des Th├╝ringer Waldes ist die Stra├čendichte geringer. Hier gibt es neben der Autobahn A 71 und einer Stra├če, die auf bzw. in unmittelbarer N├Ąhe des Rennsteigs verl├Ąuft, nur wenige, senkrecht zum Gebirgskamm in den Flusst├Ąlern verlaufende Stra├čen.

Anschluss an das Autobahnnetz erhielt der damalige Landkreis Arnstadt bereits 1940 , seitdem die heutige, von Ost nach West verlaufende A 4 das n├Ârdliche Kreisgebiet ber├╝hrt. Die auf dem Gebiet der damaligen Gemeinde Th├Ârey gelegene Anschlusstelle trug dann auch bis zur Er├Âffnung der A 71 den Namen Arnstadt (heute: Neudietendorf). In den Jahren von 1996 bis 2003 wurde, beginnend am Erfurter Kreuz (Kreuzung zur A4) die Bundesautobahn 71 (auch Th├╝ringer-Wald-Autobahn genannt) von Nordost nach S├╝dwest durch das Kreisgebiet gebaut, wobei einige beachtenswerte Br├╝cken- und Tunnelbauwerke entstanden sind. An dieser Autobahn liegen im Ilm-Kreis f├╝nf Anschlusstellen.

Neben den Autobahnen gibt es im Kreisgebiet noch Abschnitte folgender Bundesstra├čen :

  • Die B 4, die den Kreis von Nord nach S├╝d durchquert, und die wichtigsten St├Ądte Arnstadt und Ilmenau miteinander verbindet. Dies verl├Ąuft seit der Er├Âffnung der A 71 teilweise auf dieser Autobahn.
  • Die B 87, die in Ilmenau beginnt und von hier nach Nordosten ├╝ber Stadtilm die Verbindung zum Landkreis Weimarer Land herstellt.
  • Die am Nordrand des Th├╝ringer Waldes ├╝ber Ilmenau f├╝hrende B 88, die die in den Landkreisen Gotha bzw. Rudolstadt-Saalfeld weiterf├╝hren und ebenfalls seit der Er├Âffnung der A 71 teilweise auf dieser Autobahn verl├Ąuft.
Eisenbahn

Der Ilm-Kreis wird von den Hauptbahnen Neudietendorf/Erfurt - Rentwertshausen/Schweinfurt, Arnstadt Hbf - Saalfeld/Saale sowie den Nebenbahnen Gr├Ąfenroda - Gotha und Plaue - Ilmenau - St├╝tzerbach erschlossen. Siehe hierzu auch: Erfurt-Ilmenauer Eisenbahn

Die Strecken geh├Âren alle der DB Netz AG. Der Streckenabschnitt Ilmenau - Themar der Nebenbahn Plaue - Themar ist momentan an die Rennsteigbahn verpachtet. Hier befindet sich zwischen St├╝tzerbach und Schleusingen die mit teilweise mehr als 60 Promille steilste noch in Betrieb befindliche Bahnstrecke Deutschlands. Planm├Ą├čigen Zugverkehr gibt es auf dieser Strecke im Moment nur zwischen Plaue und St├╝tzerbach.

Der gr├Â├čte und wichtigste Eisenbahnknoten im Ilm-Kreis ist der Hauptbahnhof Arnstadt. Hier befindet sich auch das erste und bisher einizge Elektronische Stellwerk (ESTW) im Landkreis, welches aktuell den Streckenabschnitt Neudietendorf - Zella-Mehlis auf der f├╝r Neigetechnik ausgebauten Strecke Neudietendorf - Rentwertshausen steuert.

Des weiteren wird der Ilm-Kreis in Nord-S├╝d-Richtung von der im Bau befindlichen Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 8.1, (Skandinavien -) Berlin - M├╝nchen (- Italien), durchzogen. Diese Schnellfahrstrecke verl├Ąuft im Abschnitt Erfurter Kreuz - Tra├čdorf parallel zur A 71 und ist im Abschnitt Erfurt - W├╝mbach bis auf die Streckenausr├╝stung Ende 2005 nahezu fertig gestellt. Der Weiterbau der Strecke geht jedoch momentan aufgrund von Geldmangel seitens der Bundesregierung nur schleppend voran. Mit der Inbetriebnahme der Gesamtstrecke wird fr├╝hestens im Jahr 2015 gerechnet.

Der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) wird auf folgenden Linien erbracht:

  • RE2 Erfurt - Arnstadt - Saalfeld (2h-Takt)
  • RE7/14 Erfurt - Arnstadt - Suhl - W├╝rzburg/Meiningen (2h-Takt)
  • RB23 Arnstadt - Saalfeld (2h-Takt)
  • RB49 Gr├Ąfenroda - Ohrdruf - Gotha (2h-Takt, zwischen Crawinkel und Gotha 1h-Takt)
  • EIB3 Erfurt - Arnstadt - Ilmenau - St├╝tzerbach (1h-Takt, Abschnitt Ilmenau Bad - St├╝tzerbach nur an Wochenenden im 2h-Takt)
  • STB4 Erfurt - Arnstadt - Suhl - Meiningen (2h-Takt + Verdichter)

Vom Fernverkehr der Deutschen Bahn wird der Ilm-Kreis nicht bedient. Die letzte Fernverkehrsverbindung, der IR "Rennsteig" (Erfurt - Arnstadt - Suhl - W├╝rzburg - Stuttgart) wurde zum Fahrplanwechsel 2001 eingestellt und dessen Fahrplanlage in die heutige RE-Linie 7 integriert.

Regelm├Ą├čige G├╝terverladung findet in Arnstadt Hbf (werkt├Ągliche Bedienung durch DB Cargo + Sonderleistungen) und in Ilmenau (2 Mal pro Woche M├╝llcontainerzug nach Leuna + gelegentliche Sonderleistungen) statt.

Flugverkehr

Der einzige Flugplatz im Ilm-Kreis ist der Verkehrslandeplatz Arnstadt-Alkersleben (EDBA). Er liegt ca. 8 km ├Âstlich von Arnstadt. Hier finden Flugschulen, Rundfl├╝ge und verschiedene Veranstaltungen statt. Der n├Ąchste gr├Â├čere Flugplatz mit Linien- und Charterflugbetrieb ist der ca. 23 km n├Ârdlich von Arnstadt gelegene Flughafen der Landeshauptstadt Erfurt (EDDE). Au├čerdem gibt es noch den Flugplatz Pennewitz, der sich auf der Kreisgrenze zwischen Ilm-Kreis und LK Saalfeld-Rudolstadt befindet.

Geschichte

Geschichte der Region

Besiedlung

Erste Ortsgr├╝ndungen fanden um 700 statt. Die Kreisstadt Arnstadt wurde 704 erstmals erw├Ąhnt. Sie ist damit die ├Ąlteste Stadt Deutschlands au├čerhalb der r├Âmisch besiedelten Gebiete. Die Region zwischen Arnstadt, Erfurt und Gotha war die erste Th├╝ringer Region, die durch Ortsgr├╝ndungen besiedelt wurde. Sehr alte Orte befinden sich im Gebiet der 3 Gleichen, n├Ąmlich S├╝lzenbr├╝cken, Holzhausen und M├╝hlburg im LK Gotha. Hier war auch Bonifatius, der "Missionar der Th├╝ringer" aktiv. Als n├Ąchstes wurde die Wipfraebene ├Âstlich von Arnstadt besiedelt (um 1000). Die mei├čten Ortsnamen enden auf -leben oder -hausen, d.h. die Gebiete wurden von Sachsen besiedelt. Danach wurden die T├Ąler von Ilm und Gera besiedelt. Wichtige Orte hier: Stadtilm und Plaue. Als letztes wurden die Gebiete im S├╝den, die bereits im Th├╝ringer Wald liegen, besiedelt. Das geschah von 1200 bis 1400. Nun wurde auch die Stadt Ilmenau gegr├╝ndet, ihre Ersterw├Ąhnung war 1273.

Mittelalter und fr├╝he Neuzeit

Im Mittelalter verlief die Geschichte des Ilm-Kreises nicht wesentlich anders, als die vom Rest Deutschlands. Es gibt im Ilm-Kreis sogut wie in jedem Ort eine Burg. Von den meisten dieser Burgen ist heute nichts mehr oder nur noch die Grundmauern zu sehen. Gut erhaltene Burganlagen sind z.B. die Wachsenburg, die Elgersburg und die Burgruine Liebenstein. Das Gebiet wurde vor allem vom Siebenj├Ąhrigen Krieg und vom Drei├čigj├Ąhrigen Krieg verw├╝stet. Der Ilm-Kreis war auch eine Hochburg der Bauernaufst├Ąnde, die zum Drei├čigj├Ąhrigen Krieg f├╝hrten. W├Ąhrend des Mittelalters und der fr├╝hen Neuzeit zersplitterte das Kreisgebiet in zahlreiche Staaten. Die Besonderheit am Ilm-Kreis ist, dass diese Zersplitterung bis 1920 anhielt. Das Kreisgebiet teilte sich bis 1920 auf folgende Einzelstaaten auf:

X=Der Ort war auf 2 Staaten aufgeteilt

F├╝rstentum Schwarzburg-Sondershausen: Alkersleben, Altenfeld, Angelhausen, Arnstadt, Behringen, Branchewinda, Dannheim, Dosdorf, Espenfeld, Ettischleben, Frankenhain, Gehren, Geschwenda, G├Ârbitzhausen, Gr├Ąfinau-Angstedt (X), Gro├čbreitenbach, Hausen, Jesuborn, Kleinbreitenbach, Langewiesen, Marlishausen, M├Âhrenbach, Neustadt am Rennsteig (X), Niederwillingen, Oberndorf, Oberwillingen, Oehrenstock, Osthausen, Pennewitz, Plaue, Reinsfeld, Rockhausen, Roda (b. Arnstadt), Rudisleben, Schmerfeld, Siegelbach, Witzleben, W├╝lfershausen

F├╝rstentum Schwarzburg-Rudolstadt: Allersdorf, Angelroda, B├Âhlen, B├╝cheloh, Cottendorf, D├Âllstedt, D├Ârnfeld, Ehrenstein, Elxleben, Friedersdorf, Geilsdoirf, Gillersdorf, G├Âsselborn, Gr├Ąfinau-Angstedt (X), Griesheim, Gro├čhettstedt, Gro├čliebringen, Hammersfeld, Herschdorf, Kleinhettstedt, Kleinliebringen, Oesteroda, Singen, Stadtilm, Wildenspring, Willmersdorf, W├╝llersleben W├╝mbach,

Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha : Bittst├Ądt, B├Âsleben, Elgersburg, Gehlberg, Geraberg, Gossel, Gr├Ąfenroda, Haarhausen, Holzhausen, Ichtershausen, Kettmannshausen, Liebenstein, Manebach (X), Neuroda, Rehest├Ądt, Rippersroda, S├╝lzenbr├╝cken, Th├Ârey, Tra├čdorf,

Gro├čherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach: Dienstedt, Heyda, Ilmenau, Manebach (X), Martinroda, Neusi├č, Oberp├Ârlitz, Roda (b. Ilmenau), S├╝tzerbach (X), Unterp├Ârlitz, Wipfra

Herzogtum Sachsen-Meiningen: Achelst├Ądt, Elleben, G├╝gleben, Neustadt am Rennsteig (X), Riechheim

K├Ânigreich Preu├čen : Bechstedt-Wagd, Eischleben, Frauenwald, Kirchheim, R├Âhrensee, Schmiedefeld, St├╝tzerbach (X), Werningsleben,

Geschichte der Verwaltungseinheit

Der Ilm-Kreis wurde 1994 durch Zusammenlegung der Landkreise Arnstadt und Ilmenau gegr├╝ndet. Er umfasst im wesentlichen das Gebiet des 1923 gebildeten Landkreises Arnstadt, der 1952 mit der Einteilung der DDR in Bezirke in zwei Kreise geteilt wurde. Der Kreis Arnstadt geh├Ârte zum Bezirk Erfurt, der Kreis Ilmenau zum Bezirk Suhl.

Gebietsver├Ąnderungen

Seit der Gr├╝ndung des Landkreises Arnstadt (1923).

Zum besseren Verst├Ąndnis ist der Landkreis Arnstadt/Kreis Arnstadt/Kreis Ilmenau/Ilm-Kreis immer nur als Ilm-Kreis bezeichnet.

Ort Jahr von an
Molsdorf 1952 Kreis Erfurt Ilm-Kreis
Molsdorf 1994 Ilm-Kreis Stadt Erfurt
Rockhausen 1952 Ilm-Kreis Kreis Erfurt
Rockhausen 1994 Kreis Erfurt Ilm-Kreis
Kirchheim 1952 Kreis Erfurt Ilm-Kreis
Werningsleben 1952 Kreis Erfurt Ilm-Kreis
Bechstedt-Wagd 1994 Kreis Erfurt Ilm-Kreis
Riechheim 1952 Kreis Weimar Ilm-Kreis
├ľster├Âda 1952 Kreis Rudolstadt Ilm-Kreis
Herschdorf 1952 Kreis Rudolstadt Ilm-Kreis
Allersdorf 1952 Kreis Rudolstadt Ilm-Kreis
Masserberg 1952 Ilm-Kreis Kreis Hildburghausen
Schmiedefeld am Rennsteig 1952 Kreis Schleusingen Ilm-Kreis
Frauenwald 1952 Kreis Schleusingen Ilm-Kreis
St├╝tzerbach (westl. Teil) 1952 Kreis Schleusingen Ilm-Kreis
Vesser 1952 Kreis Schleusingen Ilm-Kreis
Vesser 1994 Ilm-Kreis Stadt Suhl
Gehlberg 1952 Ilm-Kreis Kreis Suhl
Gehlberg 1994 Kreis Suhl Ilm-Kreis
Crawinkel 1952 Kreis Gotha Ilm-Kreis
Crawinkel 1994 Ilm-Kreis Kreis Gotha
R├Âhrensee 1952 Kreis Erfurt Ilm-Kreis

Wappen

F├╝r das Wappen wurden Symbole von Territorialherrschaften gew├Ąhlt, die die Region ehemals gepr├Ągt haben. Der goldene L├Âwe auf blauem Grund als Symbol des F├╝rsten von Schwarzburg ist zweimal im Wappen, da sich der Hauptteil des heutigen Kreisgebietes ehemals im Besitz des F├╝rsten von Schwarzburg befand. Weiter vertreten ist das farblich ver├Ąnderte Wappen der Grafen von Henneberg (ein schwarzer Hahn auf goldenem Grund, unten rechts) sowie das Stadtwappen der Stadt Arnstadt.

St├Ądte und Gemeinden

(Einwohner am 30. Juni 2005)

┬╣ Mitgliedsgemeinde einer Verwaltungsgemeinschaft
┬▓ erf├╝llende Gemeinde f├╝r 2 weitere Gemeinden
┬│ Gro├če kreisangeh├Ârige Stadt
St├Ądte
  1. Arnstadt ┬▓ (25.828)
  2. Gehren ┬╣ (3.676)
  3. Gro├čbreitenbach ┬╣ (2.926)
  4. Ilmenau ┬│ (26.713)
  5. Langewiesen (3.707)
  6. Plaue ┬╣ (1.972)
  7. Stadtilm (5.185)
Gemeinden

4 erf├╝llende Gemeinde

  1. Ichtershausen (3.927)
  2. Ilmtal (4.128)
  3. Wachsenburggemeinde (Stadt Arnstadt 4) (2.608)
  4. Wipfratal (Stadt Arnstadt 4) (2.896)
  5. Wolfsberg (3.305)

Verwaltungsgemeinschaften

1. VG Geratal

  1. Angelroda (438)
  2. Elgersburg (1.227)
  3. Geraberg (2.578)
  4. Martinroda (910)
  5. Neusi├č (254)

2. VG Gro├čbreitenbach

  1. Altenfeld (1.115)
  2. B├Âhlen (697)
  3. Friedersdorf (224)
  4. Gillersdorf (324)
  5. Gro├čbreitenbach, Stadt (2.926)
  6. Wildenspring (244)

3. VG Langer Berg

  1. Gehren, Stadt (3.676)
  2. Herschdorf (1.012)
  3. M├Âhrenbach (755)
  4. Neustadt am Rennsteig (1.147)
  5. Pennewitz (609)

4. VG Oberes Geratal

  1. Frankenhain (867)
  2. Gehlberg (780)
  3. Geschwenda (2.249)
  4. Gossel (529)
  5. Gr├Ąfenroda (3.569)
  6. Liebenstein (417)
  7. Plaue, Stadt (1.972)

5. VG Rennsteig

  1. Frauenwald (1.115)
  2. Schmiedefeld am Rennsteig (1.912)
  3. St├╝tzerbach (1.656)

6. VG Riechheimer Berg

  1. Alkersleben (341)
  2. B├Âsleben-W├╝llersleben (677)
  3. Dornheim (572)
  4. Elleben (957)
  5. Elxleben (605)
  6. Kirchheim (1.219)
  7. Osthausen-W├╝lfershausen (554)
  8. Rockhausen (279)
  9. Witzleben (715)

Dialekte im Kreisgebiet

Im Landkreis werden ├╝berwiegend zentralth├╝ringische , ilmth├╝ringische und s├╝dostth├╝ringische Mundarten gesprochen, die zur gro├čen th├╝ringisch-obers├Ąchsischen Dialektgruppe geh├Âren.

Sonstiges

Der Landkreis geh├Ârt zur Planregion Mittelth├╝ringen.

Weblinks

Wikipedia

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