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Letzte Änderung für Artikel Eisenach: 16.02.2006 11:35

Eisenach

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Wappen Karte
Wappen Eisenachs Lage der kreisfreien Stadt Eisenach in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: ThĂŒringen
Landkreis : Kreisfreie Stadt
Geographische Lage :
Koordinaten: 50° 58â€Č N, 10° 19â€Č O
50° 58â€Č N, 10° 19â€Č O
Höhe : 220 m ĂŒ. NN
FlĂ€che : 103,84 kmÂČ
Einwohner : 43.858 ( 30. Juni 2005 )
Bevölkerungsdichte : 422 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahlen : 99801 - 99817
Vorwahl : 03691
Kfz-Kennzeichen : EA
GemeindeschlĂŒssel : 16 0 56 000
Stadtgliederung: 11 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 2
99817 Eisenach
Politik
OberbĂŒrgermeister : Gerhard Schneider ( CDU )

Eisenach ist eine kreisfreie Stadt im Westen des Freistaats ThĂŒringen . Sie ist als Luther -, Bach- und Wartburgstadt bekannt und hat die Teilfunktion eines Oberzentrums.

Der Name kommt von Issenach / Isenacha, schnelles Wasser oder vom kelt. Wasserlauf im Sumpftal

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Eisenach liegt am Nordrand des ThĂŒringer Waldes und an der Autobahn-/Eisenbahnhauptverbindung Leipzig-Frankfurt am Main. Durch Eisenach fließen Werra, Hörsel und Nesse.

Ausdehnung des Stadtgebiets

  • Stadtgebiet: 103,85 Quadratkilometer
  • WaldflĂ€chen: 37,52 Quadratkilometer
  • Landwirtschaftliche NutzflĂ€chen: 45,39 Quadratkilometer
  • Bebaute FlĂ€chen: 7,44 Quadratkilometer
  • VerkehrsflĂ€chen: 6,10 Quadratkilometer
  • Gewerbe- und IndustrieflĂ€chen: 1,12 Quadratkilometer

Nachbargemeinden

  • Herleshausen (Werra-Meisner-Kreis)
  • Krauthausen
  • Mihla
  • Gemeinde Hörselberg
  • Gemeinde Wutha-Farnroda
  • Gemeinde Marksuhl

Stadtgliederung

Zu Eisenach gehören die Stadtteile

Geschichte

Eisenach um 1900
Eisenach um 1900

Im Stadtgebiet Eisenach befindet sich die Wartburg , die zum Schutz der Via Regia 1067 errichtet wurde. Ende des 12. Jahrhunderts wurde sie Residenz der Landgrafen von ThĂŒringen. Auf ihr lebte die Heilige Elisabeth von ThĂŒringen, 1521/22 hielt sich hier der mit Reichsacht belegte Martin Luther versteckt. Er ĂŒbersetzte hier das Neue Testament der Bibel in die deutsche Sprache .

Die Stadt wurde 1180 erstmals erwĂ€hnt. Nach dem Ende der Ludowinger und den damit verbundenen hessisch-thĂŒringischen Erbfolgekriegen 1247-1264 wurde Eisenach Wettiner Gebiet. 1283 bekommt Eisenach das Stadtrecht und wird juristischer Oberhof des Landgrafen. 1405 verliert Eisenach den Status als Sitz des Landgrafen, 1450 wird die MĂŒnzstĂ€tte geschlossen. 1498 kommt Martin Luther als LateinschĂŒler zum ersten Mal nach Eisenach. Am 2. Mai 1521 predigt er auf der RĂŒckkehr vom Wormser Reichstag in der Georgenkirche. Am Folgetag wird er auf der Wartburg als Junker Jörg in Schutzhaft genommen und bleibt dort bis zum 1. MĂ€rz 1522 und ĂŒbersetzt die Bibel aus dem griechischem Urtext ins Deutsche. 1525 werden am Rande des Bauernkrieges GebĂ€ude in Eisenach verwĂŒstet - mehrere AufstĂ€ndische werden vor der Georgenkirche geköpft, noch heute erinnert ein Kreuz im Pflaster vor der Kirche daran. 1528 wird Eisenach im Zuge der Reformation evangelisch, erster Superintendent wird Justus Menior . 1596 wird Eisenach fĂŒrstliche Residenz unter Herzog Johann Ernst (siehe Sachsen-Eisenach). Am 21. MĂ€rz 1685 wird Johann Sebastian Bach in Eisenach geboren. 1741 fĂ€llt das Herzogtum Sachsen-Eisenach mit dem Tode des Herzogs Wilhelm Heinrich an Herzog Ernst August von Sachsen-Weimar. 1777 weilt Johann Wolfgang von Goethe auf Einladung des Herzogs erstmalig auf der Wartburg. 1807 ist Napoleon in der Stadt, im Zuge von Nachschubtransporten wĂ€hrend der napoleonischen Kriege kommt es am 1. September 1810 zu einer Pulverexplosion - noch heute erinnert der schwarze Brunnen daran. 1814 ist Zar Alexander I. von Russland in Eisenach. Das Wartburgfest 1817 trug maßgeblich zum Ende der Kleinstaaterei in Deutschland bei. 1840 wird der Physiker Ernst Abbe in Eisenach geboren. 1847 wird mit der Fahrt von Gotha nach Eisenach die Eisenbahn in Betrieb genommen. 1859 wird der Deutsche Nationalverein im Gasthof Phantasie gegrĂŒndet. August Bebel und Wilhelm Liebknecht grĂŒndeten im Gasthaus Goldener Löwe 1869 die Sozialdemokratische Arbeiterpartei , aus der spĂ€ter die SPD hervorging. 1896 wird die Eisenacher Fahrzeugfabrik gegrĂŒndet. 1899 wird das Denkmal des Wingolfsbundes vollendet. 1902 wird das Burschenschaftsdenkmal eingeweiht. 1907 wird das Bachhaus eröffnet.

In Eisenach wirkten die Barockkomponisten Johann Pachelbel und Johann Christoph Bach als Organisten sowie Georg Philipp Telemann als Hofkapellmeister.

Am 21. MĂ€rz 1685 wurde Johann Sebastian Bach in Eisenach geboren und in der dortigen Georgenkirche getauft. Sein Vater Ambrosius Bach war Leiter der Ratstrompeterei.

Eisenach ist Sitz des Landes bischofs der evangelisch - lutherischen Kirche ThĂŒringens.

Zeittafel und Herrschertabelle

  • 1067: sagenhafte GrĂŒndung der Wartburg.
  • 1131: GrĂŒndung der Landgrafschaft ThĂŒringen unter den Ludowingern
  • Mitte 12. Jahrhundert: Entstehung der Stadt Eisenach.
  • 1264: Die Wettiner erwerben die Landgrafschaft ThĂŒringen, Eisenach fĂ€llt an Wettin.
  • 1485: Leipziger Teilung, es entstehen die Ernestinische und die Albertinische Linie der Wettiner, Eisenach fĂ€llt an die Ernestiner.
  • 1547: Die Ernestiner verlieren die sĂ€chsische KurwĂŒrde.
  • bis 1572: Eisenach ist Teil des Ernestinischen Gesamtbesitzes.
  • 1572: Erfurter Teilung. Eisenach ist Teil des FĂŒrstentums Sachsen-Coburg-Eisenach.
  • 1596: Eisenach wird von Sachsen-Coburg getrennt.
  • 1596-1638: Herzog Johann Ernst (geboren 1566, gestorben 1638).
  • 1633: Johann Ernst erwirbt Sachsen-Coburg, Eisenach ist wiederum Teil von Sachsen-Coburg-Eisenach.
  • 1638: Eisenach wird unter Sachsen-Weimar und Sachsen-Altenburg aufgeteilt, die Stadt Eisenach fĂ€llt an Sachsen-Weimar.
  • 1638-1641: Eisenach ist Teil von Sachsen-Weimar.
  • 1641: Eisenach wird von Sachsen-Weimar getrennt.
  • 1641-1644: Herzog Albrecht (geboren 1599, gestorben 1644).
  • 1644: Teilung von Eisenach zwischen Sachsen-Weimar und Sachsen-Gotha.
  • 1644-1672: Eisenach ist Teil von Sachsen-Weimar.
  • 1672: Eisenach wird erneut von Sachsen-Weimar getrennt.
  • 1672-1686: Herzog Johann Georg I. (geboren 1634, verstorben 1686).
  • 1686-1698: Herzog Johann Georg II. (geboren 1665, verstorben 1698).
  • 1698-1729: Herzog Johann Wilhelm (geboren 1666, verstorben 1729).
  • 1729-1741: Herzog Wilhelm Heinrich (geboren 1691, verstorben 1741).
  • 1741 Eisenach fĂ€llt erneut, diesmal endgĂŒltig an Sachsen-Weimar
  • 1809 Staatsrechtliche Vereinigung von Sachsen-Weimar und Sachsen-Eisenach.

Eingemeindungen/ Kreisfreiheit

Am 1. Juli 1994 wurden Hötzelsroda, Lerchenberg , Neuenhof , Stedtfeld , Stockhausen (bei Eisenach) und Wartha-Göringen eingemeindet.

Seit 1998 ist Eisenach wieder kreisfrei, vor 1950 war Eisenach schon einmal eine kreisfreie Stadt.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember ):

1830 bis 1933

  • 1830 - 8.698
  • 1880 - 18.624
  • 1885 - 19.743
  • 1890 - 21.399
  • 1905 - 35.153
  • 1910 - 38.362
  • 1925 - 43.385
  • 1933 - 44.695

1939 bis 1995

  • 1939 - 52.826
  • 1946 - 51.834 1
  • 1950 - 51.777 2
  • 1960 - 48.109
  • 1981 - 50.674
  • 1984 - 51.044
  • 1994 - 46.008
  • 1995 - 45.337

1996 bis 2003

  • 1996 - 45.007
  • 1997 - 44.733
  • 1998 - 44.368
  • 1999 - 44.499
  • 2000 - 44.442
  • 2001 - 44.242
  • 2002 - 44.306
  • 2003 - 44.081

2004 bis

  • 2004 - 43.915

1 29. Oktober
2 31. August

Politik

Stadtrat

Besteht aus OberbĂŒrgermeister und 36 Mitgliedern folgender Parteien

  • Christlich Demokratische Union Deutschlands: 13 Mitglieder
  • Partei des Demokratischen Sozialismus: 9 Mitglieder
  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands: 6 Mitglieder
  • BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen: 3 Mitglieder
  • BĂŒrger fĂŒr Eisenach: 3 Mitglieder
  • Eisenacher Aufbruch: 2 Mitglieder

StÀdtepartnerschaften

  • seit 1988 : Marburg an der Lahn (Hessen)
  • seit 1991 : Sedan ( Frankreich )
  • seit 1992 : Waverly ( Iowa / USA )
  • seit 1993 : Skanderborg ( DĂ€nemark )
  • seit 1996 : Mahiljou /Mogilew/Mahileu ( Weißrussland )

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Theater

Eisenacher Burgen & Schlösser

  • Wartburg (Weltkulturerbe)
  • Metilstein (Ruine)
  • Eisenacher Burg (Ruine)
  • "Steinhof", mittelalterliche landgrĂ€fliche Stadtresidenz (verschwunden, an der Stelle der Esplanade)
  • Residenz & Stadtschloss zu Sachsen-Weimar-Eisenach (in Sanierung)
  • Schloss Wilhelmstal (dringend SanierungsbedĂŒrftig)
  • Residenzhaus Esplanade (Überrest des herzoglichen Schlosses, saniert)
  • Jagdschloss zur hohen Sonne (dringend SanierungsbedĂŒrftig)
  • Eichel-Streibersche Villa auf dem Pflugensberg (Saniert, Sitz der Evangelischen Landeskirche)
  • Schloss Boyneburgk zu Eisenach-Stedtfeld (in Sanierung)
  • Schloss Fischbach
  • Eichelsche Rittergut zu Eisenach-Madelungen (teils erhalten)
  • Schloss zu Eisenach-Neuenhof (Saniert, Privatwohnsitz)

Bedeutende Stand-/ Denkmale und Museen

  • Denkmal Johann Sebastian Bach (enthĂŒllt 28.9. 1884 ), Entwurf Adolf von Donndorf , ausgefĂŒhrt von Hermann Howaldt
  • Denkmal des Wingolfsbundes (Einweihung 1899 )
  • Denkmal Martin Luther (Einweihung 4. Mai 1895 ), Entwurf Adolf von Donndorf
  • Burschenschaftsdenkmal des Deutschen Burschenschaft Bundes.
  • Ärztedenkmal fĂŒr die gefallenen Ärzte in den Weltkriegen
  • Carl-Alexander-Denkmal
  • Automobile Welt Eisenach (Automobilmuseum) BMW , EMW , Dixi , Wartburg (PKW)
  • Jazzarchiv in der alten MĂ€lzerei
  • Bachhaus (Wohnhaus von Mitgliedern der Familie Bach)
  • Lutherhaus (hier wohnte Martin Luther als LateinschĂŒler bei der Familie Cotta )
  • ThĂŒringer Museum im Stadtschloss
  • Reuter-Wagner-Museum mit einer Ausstellung ĂŒber Fritz Reuter und Richard Wagner (die Wartburg und die nahegelegenen Hörselberge sind Schauplatz des TannhĂ€user )
  • Nikolaikirche mit Nikolaitor
  • Eisenacher Altstadt, FlĂ€chendenkmal Eisenacher SĂŒdviertel mit zahlreichen Villen,
  • zahlreiche Wanderwege, Der Rennsteig beginnt im Ortsteil Hörschel. Der Bergwanderweg Eisenach-Budapest beginnt auf der Wartburg.
  • Drachenschlucht, Landgrafenschlucht
  • Wandelhalle mit Karthausgarten & Teezimmer

Sport

SportstÀtten

Sommergewinn

Der Sommergewinn in Eisenach ist ein FrĂŒhlingsfest mit jahrhundertelanger Tradition. Freitag und Samstag vier Wochen vor Ostern wird er mit den sogenannten Kommerschabenden eingeleitet. Am dritten Samstag vor Ostern findet als Höhepunkt ein Festumzug statt, der seit 1897 zelebriert wird und jedes Jahr unter einem anderen Thema steht. Zum Zug gehören auch die Wagen von "Frau Sunna" und dem Winter, die zum Abschluss des Umzuges auf dem Marktplatz ein immer gleiches StreitgesprĂ€ch fĂŒhren. Anschließend wird eine Strohpuppe verbrannt, um das Ende des Winters zu symbolisieren. Die Symbole des Sommergewinns sind Hahn, Ei und Brezel.

Wirtschaft

In zentraler Lage in Deutschland gelegen bilden die Stadt Eisenach und der sie umgebende Wartburgkreis die wirtschaftsstĂ€rkste Region des Freistaates ThĂŒringen.

Mit der GrĂŒndung der Fahrzeugfabrik Eisenach im Jahr 1896 wurde der Automobilbau Synonym fĂŒr die wirtschaftliche LeistungsfĂ€higkeit der Wartburgregion. Aus Eisenach kamen die berĂŒhmten DIXI- Motorwagen. BMW begann in Eisenach die Produktion von Kraftfahrzeugen. Vom „Wartburg“ wurden in Eisenach ĂŒber 2 Mio. PKWs produziert. Seit 1992 befindet sich am Stadtrand von Eisenach die FertigungsstĂ€tte der Opel Eisenach GmbH. Heute prĂ€gt ein ausgewogenes mittelstĂ€ndisches Branchenmix mit dem Schwerpunkt Metallindustrie die Wirtschaftsstruktur in und um Eisenach.

Nicht ohne Grund haben sich bedeutende Firmen mit großen Namen wie Opel, BMW oder Bosch - um nur einige zu nennen - nach der deutschen Wiedervereinigung fĂŒr den Standort in der Wartburgregion entschieden.

Exzellente Verkehrsanbindungen durch mehrere Anschlussstellen der Autobahn A4, den ICE-Haltepunkt Eisenach, die NĂ€he zum internationalen Flughafen in Erfurt, den Regionalflugplatz Eisenach-Kindel aber auch das dichte Netz an Bundesstraßen machen die Wartburgregion zum idealen Ausgangspunkt wirtschaftlicher AktivitĂ€ten in Deutschland und in ganz Europa.

Die rĂ€umliche NĂ€he zu und die enge VerknĂŒpfung mit den UniversitĂ€ten in Ilmenau und Erfurt und der Fachhochschule Schmalkalden, den staatlichen Berufsbildungszentren in der Region aber auch der wegen ihres konsequenten Praxisbezuges geschĂ€tzten Berufsakademie in Eisenach bieten hierfĂŒr die optimalen Voraussetzungen.

Die wirtschaftliche Dynamik von Wartburgstadt und Wartburgkreis bezogen auf den Freistaat ThĂŒringen spiegeln sich in SpitzenplĂ€tzen bei ArbeitsproduktivitĂ€t, Industrieumsatz, Exportquote, BeschĂ€ftigungsquote und Kaufkraft wider.

Zu Zeiten der DDR war die Stadt Standort des Automobilwerkes Eisenach (AWE) , das den PKW " Wartburg " produzierte. Doch schon seit 1898 wurden hier zu Fuße der Wartburg im Hörseltal Automobile konstruiert und gebaut. In dem als Fahrzeugfabrik Eisenach gegrĂŒndetem Werk produzierte man ab 1904 den berĂŒhmten Dixi , ehe das Werk 1928 von BMW ĂŒbernommen wurde, was deren Einstieg in den Fahrzeugbau bedeutete. WĂ€hrend des 2.Weltkrieges, und auch danach, wurden MotorrĂ€der gefertigt. BMW stellte außerdem zwischen 1937 und 1945 Flugmotoren in einem neuen Werk DĂŒrrerhof her, welches nach der Demontage 1946 gesprengt wurde. Seit 1992 befindet sich am Stadtrand von Eisenach eine FertigungsstĂ€tte der Adam Opel AG . Maschinenbau prĂ€gt die Stadt bis heute.

2003 gab es hier 102 Industriebetriebe mit rund 8000 Mitarbeitern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Betrieben des Fahrzeugbaus und der Metallbranche. Mit 133 IndustriearbeitsplĂ€tzen pro 1000 Einwohner liegt Eisenach in einer Spitzenreiterposition weit ĂŒber dem Bundesdurchschnitt. 75 Prozent aller in ThĂŒringen gebauten Fahrzeuge und Fahrzeugteile werden hier produziert. Der Monatsdurchschnitt der ProduktivitĂ€t lag bei knapp 27.000 € je Mitarbeiter, die Exportquote der Eisenacher Wirtschaft liegt bei 14 Prozent. Trotz dieser erfreulichen Zahlen ist die Arbeitslosenquote immer noch sehr hoch und liegt derzeit ( 2004 ) bei etwa 11,9 Prozent.

Verkehr

  • A 4 Ost-West-Achse von Görlitz ĂŒber Dresden und Jena nach Aachen ĂŒber Bad Hersfeld (Nordverlegung im Bereich Eisenach ab ca. 2007)
  • A 44 voraussichtlich ab 2008/2009 Knotenpunkt Dreieck Eisenach-Kassel
  • B 7 Von Jena-Gotha kommend in Richtung Kassel zum Ruhrgebiet
  • B 19 Eisenach-SĂŒdthĂŒringen-Bayern
  • B 84 NordthĂŒringen-HĂŒnfeld
  • B 88 Eisenach - Ilmenau
  • Eisenbahnmagistrale mit ICE / IC - Korrespondenzbahnhof
 Kreuzung der  ICE  Linie 50/15 SaarbrĂŒcken - Frankfurt - Erfurt - Leipzig -   Dresden/(- Halle(S) - Berlin) und 
 ICE/IC - Linie 51 DĂŒsseldorf - Dortmund - Kassel-Wilhelmshöhe - Erfurt - Leipzig - Dresden)/(Halle(S) - Dessau - Berlin - Stralsund/ Ostseebad Binz) 
 Beginn der STB - Linie Richtung Bad Salzungen - Meiningen - Eisfeld - Sonneberg 
 sowie der RB Linien Bebra - Gerstungen - Eisenach und Eisenach - Gotha - Erfurt - Weimar - Halle(S)
  • 3 weitere Regionalbahnhöfe: Bahnhof Eisenach-West, Eisenach-Opelwerk und Hörschel
  • Flugplatz Eisenach-Kindel fĂŒr Flugzeuge bis 20 t und Hubschrauber (10 km von Eisenach)

AnsĂ€ssige Großunternehmen

  • Opel
  • BMW
  • Benteler
  • Bosch
  • Lear Cooperation
  • MITEC AG
  • Petkus
  • FER
  • Plastic Omnium

Medien

Printmedien

Radio

Film / Fernsehen

  • Polyphon Filmproduktions GmbH (ARD/MDR/ZDF)
  • TV61 Kabel & Fernseh GmbH
  • TVM Lokalfernsehen Eisenach
  • TV - A.R.T., TV-u. Videoproduktion
  • WerraTV
  • DOC-GmbH Dokumentations & Filmproduktion

Tourismus

Seit Jahrhunderten wird in Eisenach ein unverwechselbares StĂŒck deutscher Kultur und Geschichte geschrieben. Die Stadt am Fuße der geschichtstrĂ€chtigen Wartburg verbindet sich mit den Namen bedeutender Persönlichkeiten und mit weltweit einmaligen kulturhistorischen Traditionen. Diese wie auch die herrliche Umgebung der Stadt locken alljĂ€hrlich viele Zehntausend Besucher aus aller Welt nach Eisenach.

Die Wartburg, seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe, ist der Ausgangspunkt der Entwicklung der Stadt Eisenach, die zwischen 1180 und 1187 erstmals urkundlich erwĂ€hnt wurde. Das AufblĂŒhen von Handel und Gewerbe wurde durch die gĂŒnstige Lage an der mittelalterlichen Handelstraße „via regia lusatiae“ gefördert. Schon bald entwickelten sich die Stadt und ihre Burg zum geistigen und politischen Zentrum der Landgrafschaft ThĂŒringen. Die MinnesĂ€nger Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach weilten mehrmals auf der Wartburg. Der legendĂ€re SĂ€ngerkrieg inspirierte einst Richard Wagner zu seiner Oper „TannhĂ€user“. 1211 bis 1228 lebte die Heilige Elisabeth auf der Wartburg, deren caritatives Wirken bis heute unvergessen ist. Unter dem Titel „Elisabeth von ThĂŒringen – Eine europĂ€ische Heilige“ wird derzeit die nĂ€chste Landesausstellung des Freistaates ThĂŒringen vorbereitet. Sie wird 2007, im Jahr des 800. Geburtstages der Heiligen Elisabeth, auf der Wartburg prĂ€sentiert.

Engen Bezug hat Eisenach zur Zeit der Reformation und des Bauernkriegs. Martin Luther verbrachte von 1498 bis 1501 einen Teil seiner Schulzeit in Eisenach. SpĂ€ter fand der aufrechte Reformator als „Junker Jörg“ Zuflucht auf der Wartburg, wo er mit der Übersetzung des Neuen Testaments die Grundlage fĂŒr eine einheitliche deutsche Schriftsprache schuf.

Kultur und Tourismus

Bereits ab dem 17. Jahrhundert wurde Eisenach zunehmend zur Kulturstadt. Über viel Jahrzehnte hinweg lebten und wirkten hier Mitglieder der Musikerfamilie Bach. Einer der genialsten Komponisten der Geschichte, Johann Sebastian Bach, wurde am 21. MĂ€rz 1685 in Eisenach geboren. Die reichen musikalischen Traditionen, die ihren Ursprung bereits im mittelalterlichen Minnegesang auf der Wartburg haben, verbinden sich zudem mit Musikerpersönlichkeiten wie Georg Philipp Telemann , Max Reger, Eberhard Mauersberger oder Wilhelm Rinkens, die in der Stadt wirkten. Eisenach gehört zu jenen thĂŒringischen StĂ€dten, in denen alljĂ€hrlich im MĂ€rz die ThĂŒringer Bach-Wochen veranstaltet werden. Auch die moderne Musik ist in Eisenach Zuhause: Das Internationale Jazz -Archiv in der Kulturfabrik „Alte MĂ€lzerei “ beherbergt zahlreiche authentische Zeugnisse des Jazz und Blues .

Ebenso hat die Wartburgstadt auf den Gebieten der Literatur , Baukunst und Wissenschaft Bemerkenswertes zu bieten. 1742 wurde Charlotte von Schard hier geboren. Die langjĂ€hrige Freundin Goethes ging spĂ€ter als Charlotte von Stein in die Geschichte ein. Auch der DichterfĂŒrst selbst war des öfteren in Eisenach zu Gast. Der niederdeutsche Dichter Fritz Reuter verbrachte am Fuße der Wartburg seinen Lebensabend. Seine Villa beherbergt heute das Reuter-Wagner-Museum, in dem die Erinnerung an Reuter lebendig gehalten wird. Hier findet sich außerdem die nach Bayreuth zweitgrĂ¶ĂŸte Richard-Wagner-Sammlung Deutschlands. Zu den bekannten Persönlichkeiten, die aus der Wartburgstadt stammen, gehört auch Ernst Abbe , der BegrĂŒnder der wissenschaftlichen Optik und MitbegrĂŒnder der Carl-Zeiss-Werke in Jena.

Eisenach kann auf eine ĂŒber 100jĂ€hrige Tradition im Automobilbau verweisen. Hier wurden der legendĂ€re Dixi, mehrere BMW-Modelle und der Wartburg gebaut. Nach der deutschen Wiedervereinigung gab es einen Neuanfang: Opel und BMW setzten auf den Standort Eisenach und errichteten hier moderne ProduktionsstĂ€tten. Die Automobilbaugeschichte der Stadt wird in dem Museum „Automobile Welt Eisenach“ dokumentiert. Dies ist eine der wenigen Automobilbau-Ausstellungen, die an einem authentischen Produktionsstandort prĂ€sentiert wird.

Seit jeher gilt die Stadt als Treffpunkt studentischer Verbindungen. Seit 1990 treffen sich die Burschenschaften wieder jĂ€hrlich in der Stadt und knĂŒpfen so an das historische Burschenschaftsfest im Jahr 1817 auf der Wartburg an.

Zahlreiche Museen und GedenkstĂ€tten verweisen auf das reichhaltige geschichtliche Erbe. Im Lutherhaus sind Werdegang und Werk des großen Reformators zu erleben. In der Georgenkirche sang Martin Luther als LateinschĂŒler und predigte spĂ€ter hier. Mehr als 150 Jahre spĂ€ter wurde Johann Sebastian Bach in dieser Kirche getauft. Dem großen Komponisten Bach und seinen Musikersöhnen ist das Bachhaus gewidmet. Das Haus beherbergt auch eine bemerkenswerte Sammlung historischer Musikinstrumente.

In der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts wurde Eisenach zum Anziehungspunkt fĂŒr PensionĂ€re, Urlauber und betuchte Zugereiste. Dies fĂŒhrte zur Entstehung eines der grĂ¶ĂŸten und beeindruckendsten Villenviertel Deutschlands, das weitgehend erhalten ist. Eisenach gilt zudem als ein Mekka fĂŒr Wanderer. Ausgeschilderte Wanderstrecken ĂŒber eine LĂ€nge von 250 Kilometern fĂŒhren durch eine wunderschöne Landschaft zu herrlichen Ausflugszielen. In Eisenachs Ortsteil Hörschel beginnt Europas bekanntester Wanderweg, der Rennsteig. Zur landschaftlich reizvollen Umgebung gehören der ThĂŒringer Wald, der Nationalpark Hainich und in unmittelbarer NĂ€he die Rhön.

Mit ihrem traditionellen „Sommergewinn“ feiern die WartburgstĂ€dter jĂ€hrlich am dritten Samstag vor Ostern das grĂ¶ĂŸte FrĂŒhlingsfest Deutschlands. Mittelpunkt bildet seit mehr als 100 Jahren ein prĂ€chtiger Festumzug, der im Sieg einer strahlenden „Frau Sunna“ ĂŒber den scheidenden „Herrn Winter“ seinen krönenden Abschluss findet.

NatĂŒrlich ist Eisenach auch eine sportliche Stadt. Auf viele Fans kann vor allem die Handball-Mannschaft in der 2. Bundesliga verweisen. Auch zu Europas grĂ¶ĂŸtem Crosslauf, dem GutsMuths-Rennsteiglauf, der in jedem FrĂŒhjahr in Eisenach gestartet wird, zieht es Sportler aus vielen Nationen hierher.

Dies erklĂ€rt auch den hohen Anteil von Hotels in der Deluxe & First Class Kategorie. In Eisenach bieten ca. 110 Unternehmen Zimmer in allen Kategorien Übernachtungsmöglichkeiten an. Die Auslastung ist zufriedenstellend mit Tendenz der Steigerung. Der grĂ¶ĂŸte Anteil von AuslĂ€ndischen GĂ€sten kommt aus den USA, Japan, Holland, Österreich und der Schweiz. In Eisenach gibt es ca. 150 Gastronomische Betriebe angefangen von der einfachen Kneipe bis zum Gourmet Restaurant bester Klasse. Zudem bieten an den Wochenenden 4 Diskotheken und Zahlreiche Bars ein abwechslungsreiches Nachtleben welches jeden Alter gerecht wird.

Die renomiertesten Hotels

Weitere Kulturelle Höhepunkte

Musik / Theater

Volksfeste / MĂ€rkte

Einkaufen / Shopping

Eisenach entwickelt sich immer mehr zu einer beliebten Einkaufsstadt im Bereich West-ThĂŒringen/Ost-Hessen. Besonders beliebt sind die Einkaufszentren am Rande der Stadt. Die Karlstraße, Eisenachs „Gute Stube“, ist die Hauptschlagader der Stadt. Sie gehört zu den meist frequentierten Einkaufsstraßen in ThĂŒringen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Ernst Abbe , Astronom, Mathematiker, Physiker, Optiker, Unternehmer und Sozialreformer
  • Alfred Appelius , letzter PrĂ€sident des Landtages von Sachsen-Weimar-Eisenach
  • Alexander Kaiser , Musiker
  • Wolfgang Arnold , deutscher Maler und Restaurator
  • Johann Ernst Bach , deutscher Komponist
  • Johann Georg Bach , Sohn von Johann Ernst Bach
  • Johann Nikolaus Bach , deutscher Komponist aus der Familie Bach
  • Johann Sebastian Bach, deutscher Komponist des Barockmusik|Barock, Organist und Cembalist
  • Sabine Bergmann-Pohl , deutsche Politikerin
  • Ingo Braecklein , Bischof der Evangelischen Landeskirche von ThĂŒringen
  • Hermann Buddensieg , deutscher Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer
  • Walter Flex , deutscher Dichter
  • Baron Julius von Eichel-Streiber, Eisenacher MĂ€zenat & Großgrundbesitzer
  • Raimund Gensel , deutscher Schauspieler
  • Johann Wilhelm Hertel , deutscher Komponist
  • Thomas Karsten , Fotograf
  • Gerry Kley, deutscher Politiker der
  • Wilhelm Rein , PĂ€dagoge
  • Botho Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein , deutscher Politiker
  • Michael Schindhelm , deutscher Autor und Theaterintendant
  • Christian Schreiber-Eisenach , Philosoph, PĂ€dagoge, Lyriker
  • Felix Schuchard , Eisenacher Maler und Zeichner
  • Heinrich Schwerdt , deutscher PĂ€dagoge
  • Stephan Just , Deutscher Handball National Spieler
  • David Bode , Deutscher Jungschauspieler beim Film u.a. "Dr. Christian Kleist"
  • Jethro D. GrĂŒnder , Deutscher Schauspieler, Autor & Regisseur
  • Hermann Wislicenus , Maler
  • Charlotte von Stein , Hofdame der Herzogin Anna Amalie, enge Vertraute Goethes

Weblinks

Wikinews: Eisenach – aktuelle Nachrichten

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Best Western Hotel Kaiserhof 99817 Eisenach http://www.kaiserhof-eisenach.bestwestern.de Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 403691 / 88890
Hotel Villa Anna 99817 Eisenach http://www.hotel-villa-anna.de Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 403691 / 2395 0
Glockenhof 99817 Eisenach http://www.glockenhof.de  03691 / 234 - 0
Eisenacher Hof 99817 Eisenach http://www.eisenacherhof.de/  0 36 91 / 29 39-0
Hotel auf der Wartburg 99817 Eisenach http://www.wartburghotel.de Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 503691 / 797 223
Landhotel Birkenhof 99817 Eisenach   03691 / 880889
Flair Hotel Burgfried 99817 Eisenach http://www.hotelburgfried.de  03691 / 21 42 21
Sophien Hotel 99817 Eisenach http://www.sophienhotel.de/ Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 403691 / 2510
Hotel Logotel 99817 Eisenach http://www.logotel.de/ Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 403691 / 2350
Hotel Stadt Eisenach 99817 Eisenach   03691 / 88 18 28
Hotel Pension Klostergarten 99817 Eisenach http://www.klostergarten.eisenachonline.de/  03691 / 785166 - 67
Hotel-Pension-CafĂ© Haus Waldblick 99817 Eisenach   03691 / 21 47 51
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