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Letzte Änderung für Artikel Uetersen: 20.02.2006 14:18

Uetersen

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Deutschlandkarte, Position von Uetersen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis : Pinneberg
Geografische Lage :
Koordinaten: 53┬░ 41' N, 9┬░ 40' O
53┬░ 41' N, 9┬░ 40' O
H├Âhe : 6 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 11,43 km┬▓
Einwohner : 18.782 (2. Januar 2006)
Bev├Âlkerungsdichte : 1.643 Einwohner je km┬▓
Postleitzahlen : 25436
Vorwahl : 04122
Kfz-Kennzeichen : PI
Gemeindeschl├╝ssel : 01 0 56 049
Stadtgliederung:
Adresse der Stadtverwaltung: Wasserm├╝hlenstr. 7
25436 Uetersen
Offizielle Website: www.uetersen.de
Politik
B├╝rgermeister : Wolfgang Wiech (parteilos/ CDU nah)

Die Stadt Uetersen liegt im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein und ist als Rosenstadt an der Pinnau bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Uetersen grenzt direkt an die Stadt Tornesch und an die Gemeinden Gro├č Nordende, Moorrege, Neuendeich und Heidgraben. Uetersen lag am historischen Ochsenweg, der heute als Radfernweg genutzt wird.

Uetersen ist eine Schlafstadt, die sich kulturell nach Hamburg und Elmshorn orientiert.

Geschichte

Das Gr├╝ndungsjahr ist nicht festzustellen, da es keine Gr├╝ndungsurkunde gibt. Schon 1223 soll ein katholisches Nonnenkloster existiert haben, das in einem Schriftdokument aus dem 18. Jahrhundert erw├Ąhnt wurde. Dieses Dokument ist leider nicht mehr auffindbar, so dass die heutige Stadt ohne geschichtlich belegbares Gr├╝ndungsjahr leben muss.

Nachweisbar ist jedoch, dass der Ritter Heinrich von Barmstede im 13. Jahrhundert (ca. 1234/35) den Zisterziensern seine Burg zur Errichtung eines Nonnenklosters schenkte. Bereits vor 1664 wurde Uetersen Flecken . Das f├╝hrte zur Ansiedlung weiterer Familien und viel sp├Ąter, am 13. Januar 1870 , bekam die Siedlung dann das Stadtrecht. Im 19. Jahrhundert wurde von Uetersen aus Walfang betrieben, wie auch von mehreren anderen St├Ądten an der Unterelbe und den schiffbaren Nebenfl├╝ssen aus.

Der Name der Stadt Uetersen ist aus ueterst end entstanden, was einst soviel wie am ├Ąussersten Ende bedeutet. Der Name bezieht sich darauf, dass der Ort am ├ťbergang der Geest zur Haseldorfer Marsch liegt.

Besonders im 20. Jahrhundert ist der Ort schnell gewachsen. W├Ąhrend die Einwohnerzahl in den 20-er Jahren noch bei 7.000 lag, wohnten zur Jahrtausendwende bereits rund 18.000 Menschen in Uetersen. Die Prognosen die in den 60er Jahren von einer Bev├Âlkerung von 60.000 Einwohnern (aus dieser Zeit stammen die Klosterkoppelhochh├Ąuser und das, aufgrund der Bev├Âlkerungsprognosen ├╝berdimensionierte, Rathaus) ausgingen erwiesen sich jedoch als falsch.

Statistische Zahlen

  • Arbeitslosigkeit: M├Ąrz 2005 17,8%; Dezember 2005 14,3%
  • ausl├Ąndische Mitb├╝rger: 1696 Personen aus 87 Nationen davon 912 t├╝rkisch, 79 polnisch, 62 italiensich, 54 russisch, 52 griechsich, 47 potugiesisch, 32 serbisch-montenegrisch, 28 afghanisch, 27 britisch (Stand 9.1.2006)

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Sehensw├╝rdigkeiten

Bekannt ist Uetersen f├╝r sein Rosarium , einen Rosenpark, der Kaffeefahrten von weit her anlockt. Mit sieben Hektar Fl├Ąche ist er der gr├Â├čte Rosengarten Norddeutschlands und steht im Mittelpunkt der deutschen Rosenzucht. In Uetersen werden mehr als 800 verschiedene Rosensorten in allen farblichen Abstufungen und Duftnuancen vorgestellt.

Eine weitere Sehensw├╝rdigkeit ist das historische Kloster, welches 1234 von Heinrich von Barmstede II. gestiftet und 1544 in ein adliges Damenstift umgewandelt wurde. Mittelpunkt ist die barocke Klosterkirche von 1748/1749, ein Saalbau mit sch├Ânem Kanzelaltar und gro├čem Deckengem├Ąlde. Im Kloster lebte auch die Gr├Ąfin Augusta Louise zu Stolberg-Stolberg , die als Goethes Gustchen weltbekannt wurde. Mit dem Haus der Pri├Ârin befindet sich hier das ├Ąlteste Geb├Ąude der Stadt. Mit weiteren denkmalgesch├╝tzten H├Ąusern wie dem Kloster vorwerk und dem Haus des Kloster probstes bildet es den Kern der Altstadt. Typisch ist dabei der holsteinische Rotziegelstil.

Ein weiteres Baudenkmal ist der Wasserturm , der 1925/26 erbaut wurde.

Das stadtgeschichtliche Museum (Parkstrasse) stellt die Anf├Ąnge der Stadt aus dem 13. Jahrhundert dar und erz├Ąhlt von der Entwicklung Uetersens vom Flecken bis zur Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1870. Es bietet Informationen ├╝ber Handel, Schifffahrt, Walfang, Industrie und Gewerbe bis zum Ersten Weltkrieg und den wirtschaftlichen Ver├Ąnderungen nach den beiden Kriegen. Eine kritische Auseinandersetzung mit den Geschehnissen im Dritten Reich fehlt leider. Ebenfalls zu sehen ist eine Sammlung von Motoren aus den ehemaligen JLO-Motorenwerken Pinneberg.

Das Museum Langes Tannen besteht aus drei denkmalgesch├╝tzten Geb├Ąuden, einem klassizistischen Herrenhaus aus dem fr├╝hen 19. Jahrhundert, einer nach Brandstiftung Wiederaufgebauten Scheune aus dem Jahre 1762 und einem M├╝hlensockel aus dem Jahre 1796. Es bietet wechselnde Veranstaltungen und Ausstellungen.

Nachtleben

Die Gastst├Ątte "Taps" bietet regelm├Ą├čige Livemusik (schon aufgetreten sind beispielsweise Toni Sheridan, Farmers Road Bluesband, Schmitz Katze, uvm.). Fr├╝her wurde Sie, wegen der kleinen Treppe nach unten, auch "Keller-Taps" genannt.

Das Caf├ę Bowy feierte am 7. Mai 2005 noch sein 20-j├Ąhriges Bestehen bevor es Ende Mai an dem bisherigen Standort endg├╝ltig geschlossen wurde. Eine Neuer├Âffnung an anderer Stelle ist bisher fraglich.

Schulwesen/Bildung

In der Stadt Uetersen gibt es mehrere Grundschulen, eine F├Ârderschule, zwei Hauptschulen, eine Realschule und ein durch den Kreis verwaltetes Gymnasium.

Zudem gibt es einen Schulzweckverband mit der Nachbarstadt Tornesch f├╝r den Betrieb der gemeinsamen Gesamtschule:

Es wird dar├╝ber diskutiert alle Tornescher und Uetersener Schulen in diesem Zweckverband gemeinsam zu verwalten.


Die Stadt besitzt zudem eine Stadtb├╝cherei und eine gemeinsam mit der Stadt Elmshorn betriebene Volkshochschule.

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

  • Rosenfest
  • Herbst- und Lampionfest
  • Holsteiner Apfeltage
  • Schaufahren des Schiffsmodellbauclub Uetersen
  • Weinfest
  • Woodrock -Festival
  • Uetersener Hafennacht

Vereine

  • jung gewinnt e.V. (Uetersener Jugend- und Kulturverein)
  • TSV Uetersen
  • Chorknaben Uetersen
  • Sport und Spa├č Uetersen
  • Uetersen Dostlukspor
  • SGR Uetersen
  • Oldtimer und Technik Freunde Uetersen-Holsten - OTF
  • Uetersener Sport Gemeinschaft - USG (Bogensport, Radsport, Badminton, Karate, Fit for Fun, Senioren, Wandern)
  • Musikzug Rosenstadt Uetersen
  • Sportangelverein Uetersen-Tornesch
  • Uetersener Hagebuttenb├╝hne e.V. (Theaterverein)
  • Initiative Hafen-Stadt e.V.
  • Weitere Vereine: Tennis, Sportsch├╝tzen, Schiffsmodellbauclub usw.

Wirtschaft

Heute ist Uetersen ein bedeutender Industriestandort. Zu den gr├Â├čten Unternehmen im Stadtgebiet geh├Âren der Papierhersteller Stora Enso, das Pharmazieunternehmen Nordmark, der Maschinenbauer Hatlapa und die Chemiebetriebe Voss Chemie und Oemeta.

In und um Uetersen befindet sich das gr├Â├čte Rosenzuchtgebiet Deutschlands mit den dort ans├Ąssigen Firmen Kordes, Tantau, Strobel und anderen. J├Ąhrlich rund 20 Millionen Rosenpflanzen werden in gro├čfl├Ąchigen Betrieben gezogen und weltweit exportiert; deshalb tr├Ągt die Stadt den Beinamen "Rosenstadt".

Westlich der Stadt befindet sich der Uetersener Windpark mit sechs Anlagen welche rechnerisch 2/3 der Uetersener Haushalte mit Strom versorgen k├Ânnen.

Umweltprobleme

├ťberregionale Bekanntheit erlangte Uetersen durch sein Dioxinproblem . Gro├če Teile eines Neubaugebietes (Am Eichholz/Esinger Steinweg) befinden sich auf ehemaligen Feldern, auf denen dioxinhaltiger Papierschlamm ausgebracht wurde. In den 1980er Jahren f├╝hrte dies zu gesundheitlichen Problemen wie Hauterkrankungen und erweckte Assoziationen mit dem Sevesoungl├╝ck . Zwischenzeitlich wurde ein Gro├čteil des betroffenen Bodens mit einer zus├Ątzlichen, sch├╝tzenden Erdschicht versehen. Eine von den Anliegern geforderte vollst├Ąndige Sanierung fand aus Kostengr├╝nden nicht statt. Eine Gefahr f├╝r das Grundwasser wird verneint, kann aber nicht ausgeschlossen werden. Messungen hierzu finden statt. Am Rande des Gebiets befindet sich im ├ťberschwemmungsgebiet der Pinnau eine dioxinhaltige Papierschlammdeponie.

An der Pinnau, nahe dem Stichhafen befindet sich eine alte Deponie. Der genaue Inhalt dieser Deponie ist unbekannt. Im Umkreis werden regelm├Ą├čig Wasserproben entnommen.

Innerhalb des Stadtgebietes gibt es weitere ehemalige Deponien und durch Gewerbeunternehmen (Gerbereien, Baumschulen, etc.) belastete Grundst├╝cke.

Verkehr

Durch Uetersen f├╝hrt die Bundesstra├če 431.

Aufgrund von Protesten einheimischer Fuhrleute erhielt Uetersen beim Bau der Altona-Kieler Eisenbahn im 19. Jahrhundert keinen Bahnhof. Unter dieser mangelhaften Verkehrsanbindung leidet die Stadt noch heute. Der in diesem Zuge im Nachbarort Tornesch errichtete Bahnhof f├╝hrte zum prosperieren der Nachbarstadt. Um diesen Nachteil auszugleichen wurde 1873 die Uetersener Eisenbahn zur Verbindung des S├╝dteils der Stadt mit dem Tornescher Bahnhof er├Âffnet. Der Personenverkehr wurde 1965 eingestellt, G├╝terverkehr wird bis heute betrieben.

Uetersen ist ├╝ber mehrere Buslinien im Hamburger Verkehrsverbund ( HVV ) direkt mit den St├Ądten Elmshorn, Tornesch und Wedel sowie mit der Kreisstadt Pinneberg verbunden.

Die Stadt besitzt zwei an der Pinnau gelegene H├Ąfen . Den am Ortsrand gelegenen Wassersporthafen Klosterdeich, sowie den im Zentrum gelegenen gro├čen Stichhafen. Der Stichhafen wurde nach langer Zeit im Jahr 2005 ausgebaggert und wieder schiffbar gemacht. Die B├╝rgerinitiative Hafen-Stadt versucht dieses brachliegende Gel├Ąnde wiederzubeleben.

Der Flughafen Uetersen liegt vor den Toren der Stadt auf dem Gebiet der Gemeinde Heist, direkt angrenzend an die Unteroffiziersschule Marseille-Kaserne. Von hier aus kann man unter anderem nach Helgoland starten.

Politik

Von den 30 Sitzen in der Stadtvertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2003 15 Sitze, die SPD 9, die W├Ąhlergemeinschaft BfB 3, die AL 2 und die FDP einen. Zwischenzeitlich ist eine Mandatstr├Ągerin der CDU zur FDP gewechselt, ebenso ein Mandatstr├Ąger der AL, womit die FDP auf 3 Stimmen, die CDU auf 14 Stimmen und die AL nur noch auf eine Stimme kommt.

B├╝rgermeister seit 1870

  • 1870-1900 Ernst Heinrich Me├čtorff
  • 1900-1914 Heinrich Muu├č (1915 Amtsenthebung wegen finanzieller Verfehlungen)
  • 1914-1918 Ernst Ladewig Meyn
  • 1918-1930 Jakob Christians
  • 1930-1933 Heinrich Wellenbring
  • 1933 Ferdinand Bauth (kommissarisch)
  • 1933-1945 Hermann D├Âlling ( NSDAP )
  • 1945 Heinrich St├╝hmeyer
  • 1945-1956 Heinrich Wilkens
  • 1956-1964 Dr. J├╝rgen Frenzel ( SPD )
  • 1964-1988 Waldemar Dudda (SPD)
  • 1988-1994 Wolfgang Bromma (SPD)
  • 1994-2003 Karl Gustav Tewes (parteilos)
  • Seit 2003 Wolfgang Wiech (parteilos)

Parteien

  • Alternative Liste Uetersen
  • B├╝rger f├╝r B├╝rger
  • CDU Ortsverein
  • FDP Ortsverein
  • SPD Ortverein

Paten- und Partnerschaften

Partnerstadt ist die Stadt Wittstock/Dosse im Bundesland Brandenburg. Eine weitere Partnerschaft besteht zur Unteroffiziersschule der Luftwaffe in der Marseille-Kaserne in Appen, dem fr├╝heren Fliegerhorst Uetersen.

Pers├Ânlichkeiten

Ehrenb├╝rger

  • C├Ącilie Bleeker (1798-1888) - Gr├╝nderin des Krankenhaus Uetersen (Bleeker-Stift)
  • Werner Lange (1917-1979) - vererbte der Stadt "Langes Neue M├╝hle" [1]
  • Waldemar Dudda - Besondere Verdienste f├╝r Uetersen [2]

Bekannte Uetersener

  • Franz Kruckenberg (1882-1965) - Erbauer des Schienenzeppelins
  • Hans-Heinrich und Theda Hatlapa- Gr├╝nder und Eigent├╝mer des Wildpark Eekholt. Ehrenpreistr├Ąger der Heinz Sielmann Stiftung.
  • Gr├Ąfin Augusta Louise zu Stolberg-Stolberg (1753-1835) - Brieffreundin Goethes
  • Matth├Ąus Friedrich Chemnitz (1815-1870), deutscher Jurist und Dichter des Schleswig-Holstein-Liedes.
  • Friedrich Karl Adolf Neelsen (1854-1898), deutscher Pathologe und Wissenschaftler.
  • Kurt Roth (1899-1975), deutscher Maler.

Literatur

  • Rudolf Lavorenz: Uetersen. ISBN 3897025418
  • Elsa Plath-Langheinrich: Als Goethe nach Uetersen schrieb ISBN 3529026956
  • Johann Wolfgang von Goethe: Briefe an Augusta Louise zu Stolberg.
  • Goethes Briefe ins holsteinische Kloster Uetersen ISBN 3529026824
  • Mit der Eisenbahn durch Uetersen - Lothar Mosler(1996)
  • Uetersen und seine Einwohner - Dr. Ernst Br├╝tt und Gerhard Scharfenstein (1995)
  • Das Hochadeliche Closter zu Uetersen - Andreas Fr├╝ndt (1986)

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