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Letzte Änderung für Artikel Kreis Nordfriesland: 18.02.2006 18:43

Kreis Nordfriesland

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Wappen Karte
Wappen des Kreises Nordfriesland Lage des Kreises Nordfriesland in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Verwaltungssitz : Husum
Fläche : 2.046,98 km²
Einwohner : 166.654 (31. März 2005)
Bevölkerungsdichte : 81 Einwohner je km²
Arbeitslosenquote : 8,2% (2005)
Kreisschl√ľssel : 01 0 54
Kfz-Kennzeichen : NF
Kreisgliederung: 136 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Marktstraße 6
25813 Husum
Website : www.nordfriesland.de
E-Mail-Adresse : info@nordfriesland.de
Politik
Landrat : Dr. Olaf Bastian ( CDU )
Karte
Lage des Kreises Nordfriesland in Schleswig-Holstein

Der Kreis Nordfriesland ( dänisch : Nordfrisland, friesisch: Nordfraschlönj) ist der nördlichste Landkreis Deutschlands. Gemessen an seiner Fläche ist er nach dem Kreis Rendsburg-Eckernförde und dem Kreis Schleswig-Flensburg der drittgrößte Kreis Schleswig-Holsteins. Zugleich ist Nordfriesland Heimat der Minderheiten der Nordfriesen und Dänen . Zur historischen Region Nordfriesland gehört noch die Insel Helgoland und der zu Dänemark gehörende Teil Dänisch-Friesland zwischen der deutsch-dänischen Grenze und der Stadt Tondern .

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Kreis Nordfriesland liegt im Nordwesten des Landes und wird im Norden von D√§nemark , im Osten vom Kreis Schleswig-Flensburg (der Fluss Treene bildet teilweise die nat√ľrliche Grenze) und im S√ľden vom Kreis Dithmarschen (die Eider bildet hier die nat√ľrliche Grenze) begrenzt. Im Westen hat der Kreis eine K√ľste entlang der Nordsee . Die Nordspitze der Insel Sylt, der Ellenbogen, ist gleichzeitig der n√∂rdlichste Punkt Deutschlands. Die h√∂chsten Erhebungen sind der Sandesberg in der Gemeinde Ostenfeld (Husum) mit 54 m √ľ. NN und die Uwe-D√ľne in Kampen auf Sylt mit 52,5 Metern √ľber Normalnull.

Der Kreis setzt sich aus den Naturräumen der Marsch und der Geest zusammen. Das Wattenmeer wird trotz seiner geologischen Eigenheit und ausgedehnten Fläche nicht als eigener Naturraum angesehen.

Marsch in Eiderstedt
Marsch in Eiderstedt

Im Wattenmeer liegen zum einen die Geestkerninseln Sylt, Amrum und F√∂hr, die Marschinsel Pellworm, die aus Marsch bestehende Halbinsel Nordstrand und die ebenfalls aus Marsch bestehenden Halligen. Die Halbinsel Eiderstedt bildet den S√ľdteil des Kreises. Das nordfriesische Wattenmeer ist Teil des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Die Geografie des Kreises wurde in ihren Grundz√ľgen durch die Eiszeiten gepr√§gt. Besonders die K√ľstenlinie aber befindet sich in dynamischer Ver√§nderung, wobei anders als im s√ľdlichen Kreis Dithmarschen trotz menschlicher Landgewinnung in den letzten Jahrhunderten mehr Land an die See verloren ging als zur√ľckgewonnen werden konnte. Besonders Sturmfluten wie am ausgepr√§gtesten die Zweite Marcellusflut 1362 (Grote Mandr√§nke) √ľberfluteten weite Marschgebiete und rissen diese ins Meer. Ihr fiel auch die Stadt Rungholt zum Opfer.

In Nordfriesland gibt es 33 Naturschutzgebiete , die 9,21% der Landesfläche einnehmen. Von den insgesamt 441.000 Hektar des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer liegen 176.290 Hektar auf nordfriesischem Gebiet.

Geestkerninseln

Marschinseln und Halligen

Warft auf Hallig Hooge
Warft auf Hallig Hooge

Die Marschinseln und Halligen haben keinen eiszeitlichen Geestkern, sondern bestehen nur aus der sp√§ter entstandenen Marsch. Land und Meer sind hier in st√§ndiger Bewegung. Besonders die ehemalige Insel Strand befindet sich in stetiger Fl√§chenver√§nderung. Seit dem Deichschluss am Beltringharder Koog besteht das Gebiet aus der nunmehrigen Halbinsel Nordstrand, der Insel Pellworm und den Halligen Langene√ü, Oland , Gr√∂de, Habel, Hamburger Hallig, Nordstrandischmoor, Hooge, Norderoog, S√ľderoog und S√ľdfall. Dem Gebiet vorgelagert ist eine Linie aus Sanden, die mit dem einen Kilometer breiten Amrumer Kniepsand beginnt, sich √ľber diverse Sande im Meer wie den Norderoogsand und den S√ľderoogsand erstreckt und im weiten Sandstrand von Sankt Peter-Ording ausl√§uft. Durch das Wattenmeer verlaufen in diesem Gebiet zahlreiche bis zu 20 Meter tiefe Wattstr√∂me, die das Watt und das Fundament von Halligen und Inseln angreifen. Bedeutendster davon ist die Hever zwischen Nordstrand und Eiderstedt (S√ľderhever) sowie Nordstrand und Pellworm. (Norderhever). Der Nordteil des Stroms bildete sich erst nach der Burchardiflut, trug ma√ügeblich dazu bei die beiden Teile Alt-Nordstrands auseinanderzurei√üen. Da er weiter eine starke Str√∂mung aufweist, gab es Bestrebungen des K√ľstenschutzes wieder einen Damm zwischen Nordstrand und Pellworm zu errichten, um den Strom zu durchd√§mmen. In den letzten Jahren hat er sich aber beruhigt, so dass das Projekt im aktuellen Generalplan K√ľstenschutz (Stand: 2005) nicht mehr umgesetzt werden soll.

Marsch

Landschaft auf Eiderstedt
Landschaft auf Eiderstedt

Die Nordfriesische Marsch reicht von der d√§nischen Grenze bis Hattstedt-Schob√ľll, wo ein Teil der Geest direkt an die Nordsee grenzt. Nach Westen wird sie vom Meer, nach Osten von der Geest begrenzt. Die Marsch liegt tief, gr√∂√ütenteils knapp unter dem Meeresspiegel. Bis in die Fr√ľhe Neuzeit hinein, bestand das heutige Marschgebiet aus einer Vielzahl von Inseln und Halligen, die sich durch Landgewinnung und Sturmfluten (Zweite Marcellusflut, Burchardiflut) in stetiger Ver√§nderung befanden. Durch ihre Entstehungsgeschichte, sind die √§lteren B√∂den im Gegensatz zu den weiter s√ľdlich gelegenen Marschgebieten wenig fruchtbar und eignen sich fast nur zur Gr√ľnlandwirtschaft. Die Besiedlung startete hier aufgrund der gro√üen Flutanf√§lligkeit ebenfalls sp√§ter als in Eiderstedt oder Dithmarschen.

Die Eiderstedter Marsch liegt s√ľdlich des Geestvorsprungs bei Hattstedt-Schob√ľll. Sie ist landschaftlich j√ľnger als die nordfriesische Marsch. Ein Gro√üteil des Landes wurde erst durch Landgewinnung erschaffen, die die drei ehemaligen Inseln aus denen Eiderstedt bestand, zu einer Halbinsel verband. J√ľngster Koog ist das Naturschutzgebiet Katinger Watt. Die Marschgebiete werden an der Seeseite durch zwei kilometerbreite Sande begrenzt, im S√ľden liegt die Eider, im S√ľdosten schlie√üt die Marsch an die Eider-Treene-Niederung an, im Norden liegt die Nordfriesische Marsch. Die Eiderstedt Marsch ist von mehreren Nehrungen durchzogen, auf denen die meisten Ortschaften liegen. Das Gebiet besitzt fruchtbare B√∂den, zusammen mit der mittlerweile gr√∂√ütenteils ans Meer verlorenen Insel Alt-Nordstrand war Eiderstedt die Kornkammer der Gottorfer Herz√∂ge. Das Gebiet liegt etwas h√∂her als die nordfriesische Marsch, so dass hier eine nat√ľrliche Entw√§sserung m√∂glich ist.

Geest

Klima

Nordfriesland liegt im atlantischen Klimabereich . Der Kreis ist im Sommer verglichen mit anderen Gegenden Deutschlands vergleichsweise k√ľhl, im Winter vergleichsweise warm, wobei sich das atlantische Klima auch im Kreisgebiet merklich von Ost nach West st√§rker auspr√§gt. Gibt es in der Geest noch etwa 190 frostfreie Tage im Jahr, sind es auf den Inseln schon 220 Tage. In den Marschen tritt Frost nur selten vor Ende Oktober und ebenso selten nach Mitte April auf.

Das Niederschlagsminimum liegt von Februar bis Juni mit 40 mm/Monat, während von August bis Oktober etwa 80 mm/Monat fallen. Dabei fällt im Sommerhalbjahr auf den Inseln, der Marsch und Eiderstedt deutlich weniger Niederschlag als auf der Geest. Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit ist mit 7 Meter/Sekunde auf den Inseln sehr hoch, auch im restlichen Kreisgebiet deutlich höher als in den meisten Regionen Deutschlands.

Menschen und Meer

Pfahlbau am Strand St. Peter-Ordings
Pfahlbau am Strand St. Peter-Ordings

Nordfriesland wurde seit seiner Besiedlung von der Nordsee gepr√§gt: die K√ľstenlinie befindet sich in stetiger Bewegung, der jetzige Zustand ist nur ein Zwischenstand: die See zerst√∂rte Land und verwandelte es in Watt; oft mit katastrophalen Folgen f√ľr die Bewohner. Die Menschen versuchten sich und ihr Land zu sch√ľtzen, seit dem 14. Jahrhundert betreiben sie gezielt Landgewinnung . Im Gebiet der nordfriesischen K√ľste findet eine Transgression statt; tendenziell l√§uft derzeit die Entwicklung darauf hinaus, dass immer mehr K√ľstenland ans Meer verloren geht ‚Äď anders beispielsweise als im s√ľdlich gelegenen Dithmarschen. Die nordfriesischen Inseln und Halligen waren alle urspr√ľnglich Teil des Festlands. Pellworm und Nordstrand sind die Reste der alten Insel Strand, die w√§hrend zweier Sturmfluten 1325 und 1634 erst teilweise zerst√∂rt und dann in zwei gerissen wurde. Die Festlandsk√ľste besteht aber aus 171 K√∂gen: sowohl Eiderstedt als auch die Dageb√ľll, Klanxb√ľll etc. waren bis in die Fr√ľhe Neuzeit hinein Inseln bzw. Halligen, die erst durch menschliche Einwirkungen zu Festland wurden. Das Zusammenspiel von Mensch und Nordsee √§u√üert sich im friesischen Wahlspruch: Gott schuf das Meer. Der Friese die K√ľste.

Sturmfluten

Grote Mandränke

Mehrere gro√üe Sturmfluten sorgten f√ľr zehntausende Tote und ver√§nderten die K√ľstenlandschaft tiefgreifend. Bei der Zweiten Marcellusflut (Grote Mandr√§nke) 1362 verschwanden weite Landstriche dauerhaft im Meer, die Stadt Rungholt ging unter.

Landgewinnung

Im Beltringharder Koog, dem j√ľngsten Koog Nordfrieslands
Im Beltringharder Koog, dem j√ľngsten Koog Nordfrieslands

Beschr√§nkte sich der Kampf der Menschen gegen das Meer, zuerst sich durch Warften, sp√§ter Ringdeiche und sp√§ter lange Deichlinien an der K√ľste zu sch√ľtzen, begann mit der Zweiten Marcellusflut die offensive Eindeichung und Neulandgewinnung im Wattenmeer. Zuerst waren allein die Bewohner angrenzender Harden f√ľr den neuen Deich zust√§ndig und konnten das Land besetzen. Nachdem Alt-Nordstrand in der Burchardiflut weitgehend zerst√∂rt war, fehlten den Bewohnern Kraft und Mittel wenigstens die Reste der Insel zu retten. Erst als der Gottorfer Herzog in einem Oktroy Deichbauern aus den Niederlanden das Land und weitgehende Freiheitsrechte √ľberlie√ü, konnte das heutige Nordstrand gesichert werden. Sp√§ter dehnten die Gottorfer Herz√∂ge und sp√§ter d√§nischen K√∂nige das Oktroy-System aus und nutzten es auch zur Neulandgewinnung ‚Äď am prominentesten durch die diversen K√∂ge, die der d√§nische Adlige und B√§nker Jean Henri Desmercieres eindeichen lie√ü.

Der letzte schleswig-holsteinische Koog, der der Landgewinnung zur Besiedlung diente, war der 1954 fertig eingedeichte Friedrich-Wilhelm-L√ľbke-Koog. Sp√§tere K√∂ge wie der Hauke-Haien-Koog oder der Beltringharder Koog (Deichschluss 1987) dienten dem K√ľstenschutz und konnten erst nach heftigen Auseinandersetzung mit Natursch√ľtzern gewonnen werden. Sie sind unbesiedelt.

Geschichte

Die politische Geschichte Nordfrieslands, als Teil des Herzogtums Schleswig, war bis zum Jahr 1864 eng mit der des K√∂nigreiches D√§nemark verbunden. Zeitweise √ľbten auch die Niederl√§nder gro√üen Einfluss auf den Landstrich aus.

Besiedlung durch die Friesen und Beziehungen zu Dänemark

Ab 700 und in einer zweiten Siedlungswelle um 1100 besiedelten √ľber die Nordsee kommende Friesen das weitgehend menschenleere Westk√ľstengebiet n√∂rdlich der Eider. Funde, die auf enge Verbindungen ins Kerngebiet der Friesen an der Rheinm√ľndung und auf friesische Besiedlung Nordfrieslands hinweisen, stammen aus dem 8. Jahrhundert und beschr√§nken sich vor allem auf die Geestinseln und Eiderstedt. Die Quellen weisen f√ľr diese Zeit zahlreiche Kontakte zwischen Friesen und D√§nen aus, lassen aber nur indirekte R√ľckschl√ľsse darauf zu, dass damit auch Bewohner Nordfrieslands gemeint seien.

Um 1100 weiten sich die Besiedlungsspuren deutlich aus und erreichen auch gr√∂√üere Gebiete des heutigen Kreises. Offenbar k√§mpften zahlreiche Friesen mit den d√§nischen K√∂nigen. Die erste urkundliche Erw√§hnung der Nordfriesen geht auf das Jahr 1200 in dem Saxo Grammaticus eine ausf√ľhrliche Beschreibung ‚ÄěKleinfrieslands‚Äú gab. Die Stand im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen dem d√§nischen K√∂nig Sven II. und seinem Gegenk√∂nig Knut als die Friesen Knut unterst√ľtzten und s√ľdlich von Husum eine Burg erbauten, die Sven aber erst√ľrmen konnte.

Die folgenden Jahrhunderte waren von Kooperation und Konflikt gekennzeichnet. W√§hrend Friesen im d√§nischen Heer dienten und beispielsweise Waldemar II. in der 1227 verlorenen Schlacht bei Bornh√∂ved gegen Holsteiner und Hansest√§dte unterst√ľtzen, gab es zahlreiche Konflikte um Steuern und Abgaben. Die Friesen selbst betrachteten sich als unabh√§ngig von D√§nemark.

Im 13. Jahrhundert war Nordfriesland vergleichsweise reiches Land. Die Friesen betrieben Deichbau und Landwirtschaft. Wirtschaftlich wichtigstes Gut war aber Salz , das durch Torfverbrennung in den Utlanden gewonnen wurde.

Einwanderung aus den Niederlanden

Gracht in Friedrichstadt
Gracht in Friedrichstadt

Eine zweite bedeutsame Einwanderungswelle aus den Niederlanden erfolgte in der Zeit zwischen der Reformation und dem Ende des drei√üigj√§hrigen Krieges. Die Niederlande stiegen in dieser Zeit zur Seemacht auf; die reichen Marschb√∂den der schleswig-holsteinischen Westk√ľste lockten H√§ndler und Siedler an. Gleichzeitig sorgten religi√∂se Spannungen und die Auswirkungen des Drei√üigj√§hrigen Krieges daf√ľr, dass viele Niederl√§nder ihre Heimat verlie√üen; in Schleswig-Holstein wurden ihnen gro√üz√ľgige Toleranzedikte erlassen; der Krieg selbst streifte das Land nur.

Die Niederl√§nder brachten eine Vielzahl von technischen Innovationen mit sich. Sie revolutionierten geradezu Deichbau und Entw√§sserung und machten so weite Landstriche erst wieder bewohn- und landwirtschaftlich nutzbar. Sie f√ľhrten mit bedeutenden wirtschaftlichen Folgen die K√§seproduktion im gro√üen Stil ein; zeitweise hie√ü es, auf der Halbinsel Eiderstedt g√§be es mehr Silber als Eisen und dort w√ľrde man mit goldenem Besteck von goldenen Tellern Essen. Hauptgrund daf√ľr waren die 3 Millionen Pfund K√§se, die im 17. Jahrhundert in guten Jahren Eiderstedt √ľber den Hafen in T√∂nning verlie√üen.

Der Haustyp des Haubargs stammt urspr√ľnglich aus den Niederlanden, ebenso wie die Holl√§nderm√ľhlen mit den Einwanderern kamen. Ebenfalls mit den Niederl√§ndern kamen die Grundlagen aller modernen Seedeiche: die B√∂schungen wurden wesentlich flacher und boten so besseren Schutz gegen Deichbruch. Die Unterkante wurde durch Stroh gesichert und nicht mehr durch Holz.

Deutsch-dänischer Konflikt

Nordfriesland als Teil Preußens

Im Jahr 1864 wurde Schleswig-Holsteins ein Teil Preu√üens . Die Verwaltung an der Westk√ľste n√∂rdlich der Eider gliederte sich in die Kreise Eiderstedt, Husum und Tondern.

Weimarer Republik

Nach dem Ersten Weltkrieg gab es im Jahr 1920 eine Volksabstimmung √ľber die Gebietzugeh√∂rigkeit der n√∂rdlichen Teile Schleswigs, als deren Ergebnis der Kreis Tondern geteilt wurde und der n√∂rdliche Hauptteil zu D√§nemark kam. S√ľdtondern verblieb bei Schleswig-Holstein.

Die Landvolkbewegung war pr√§gend f√ľr das politische Klima Ende der 1920er.

Nordfriesland war wie das gesamte l√§ndliche Schleswig-Holstein seit Beginn der 1930er eine Hochburg der NSDAP . Die Blut und Boden -Ideologie der Nationalsozialisten sprach die Landbev√∂lkerung an. Bereits in den letzten freien Wahlen der Weimarer Republik erreichte die NSDAP hier weit √ľberdurchschnittliche Wahlergebnisse.

NSDAP-Ergebnisse bei den Reichstagswahlen
Wahl S√ľdtondern Husum Eiderstedt Schleswig-Holstein Deutsches Reich
1930 25,3% 36,8% 34,0% 27,0% 18,3%
1932 (I) 64,5% 68,6% 60,2% 51,0% 37,4%
1932 (II) 68,2% 63,2% 56,9% 46,7% 33,1%
1933 73,5% 68,5% 63,2% 53,3% 43,9%

Zeit des Nationalsozialismus

Macht√ľbernahme und Gleichschaltung

Die au√üerordentlich guten Wahlergebnisse der NSDAP setzten sich bei den Kommunalwahlen 1933 fort. In den Kreistagen S√ľdtondern und Husum-Eiderstedt erreichte die Partei √ľberw√§ltigende Mehrheiten von mehr als 60% der Stimmen. √Ąhnliche Ergebnisse erzielte sie in den meisten Gemeinden. Im Dorf Wittbek nahm Adolf Hitler laut Husumer Nachrichten die Ehrenb√ľrgerschaft an, da das Dorf f√ľnfmal hintereinander mit allen Stimmen f√ľr die NSDAP gestimmt hatte. Einzige nennenswerte Ausnahme bildete T√∂nning, indem die NSDAP nur 3 von 15 Sitzen gewann und damit nicht √ľber die Ergebnisse von SPD oder KPD hinauskam.

Innerhalb kurzer Zeit war dies jedoch bedeutungslos geworden. Die Gleichschaltung wirkte auch in Nordfriesland; nicht nur die kommunalen Vertretungen wurden entmachtet, sondern von der Kirche bis zu den Gefl√ľgelz√ľchtern s√§mtliche Verb√§nde. Tats√§chliche und Vermeintliche Gegner des Regimes wurden aus ihren √Ąmtern vertrieben, √∂ffentlich gedem√ľtigt und nicht selten gefoltert oder in fr√ľhe Konzentrationslager gesteckt. Die Bev√∂lkerung nahm die √∂ffentlich stattfindenden Misshandlungen und Dem√ľtigungen bis auf wenige Ausnahmen gleichg√ľltig bis enthusiastisch auf. Der Kreisbauernbund S√ľdtondern beschloss beispielsweise auf seiner Generalversammlung im M√§rz 1933 die Resolution:

Der Kreisbauernbund S√ľdtondern steht mit hei√üer Liebe zur Reichsregierung Hitler. Er bittet gegen Mordbrenner und Vaterlandsverr√§ter sofort mit Todesstrafe vorzugehen.

Minderheiten und Widerstand

Die Einstellung der Nationalsozialisten zu den Friesen war von Instrumentalisierung gepr√§gt. Einerseits waren sich alle Rassekundler einig, dass die Friesen ‚Äěurgermanisch‚Äú und ein ‚Äělebendiger Kraftquell nordischer Haltung und nordischen Wollens‚Äú seien: Friesenh√§user wurden Mode weit √ľber Friesland hinaus, die Nazis f√∂rderten unverf√§ngliche Br√§uche wie das Biikebrennen Filme wie der 1933 gedrehte Der Schimmelreiter glorifizierten das Friesentum. Andererseits wurde jeglicher Versuch, die tats√§chliche friesische Kultur aufrecht zu erhalten, bek√§mpft. Unterricht in friesischer Sprache wurde massiv eingeschr√§nkt; nur der Hinweis auf die politische Konkurrenz der D√§nenfriesen verhinderte, dass er ganz abgeschafft wurde. Kontakte zu den Friesen in den Niederlanden wurden massiv behindert.

Die kleine d√§nische Minderheit selbst wurde mit einer Politik der Nadelstiche bearbeitet. Sie profitierte von der ideologischen Begeisterung des Nationalsozialismus f√ľr ‚Äěnordische Rassen‚Äú, so dass ihre Organisationen legal blieben; sie selbst von HJ und Arbeitsdienst freigestellt waren. Allerdings mussten sie f√ľr ein System, mit dem sie nichts verband in den Krieg ziehen. Die Gruppe selbst musste mit zahlreichen Behinderungen, Schikanen und Abwerbungsversuchen leben, so dass die Zahl der organisierten D√§nen nach 1933 stark abnahm.

In den Nordfriesischen Kreisen lebten vor 1933 etwa 60 Juden, gut die H√§lfte davon in Friedrichstadt. Die Stadt war seit ihrer Gr√ľndung Ort besonderer Toleranz. Zahlreiche Juden fuhren aber in den Ferien in die Gegend, einige besa√üen auch Saison-Gesch√§fte auf den nordfriesischen Inseln. Auch hier wurden Gesch√§fte Boykottiert, im Laufe der Zeit arisiert und den Juden schrittweise s√§mtliche Rechte aberkannt. 1934 beschloss die Bade- und Stadtverwaltung Westerland keine Juden mehr aufzunehmen. Auf F√∂hr wurden nach der Reichspogromnacht Schulklassen an den Hafen gef√ľhrt, um j√ľdische Kinder zu bespucken, die von der Insel gewiesen wurden.

W√§hrend der Reichspogromnacht legten SA-M√§nner in der Friedrichsst√§dter Synagoge Feuer und z√ľndeten einen Sprengsatz. Die Juden der Stadt wurden verhaftet, teilweise ins KZ Sachsenhausen verfrachtet. Ein gr√∂√üerer Teil der nordfriesischen Juden suchte Schutz in der anonymeren Gro√üstadt Hamburg, viele von ihnen wurden in den folgenden Jahren in Konzentrationslagern ermordet. In Friedrichstadt, das einst mit 500 Mitgliedern eine der gr√∂√üten j√ľdischen Gemeinden D√§nemarks beherbergt hatte, lebt 2005 kein einziger Jude.

Widerstand fand nur sehr vereinzelt statt. Einzelne M√§nner wie der friesische Funktion√§r und das ehemalige DVP-Mitglied Julius Momsen lehnten den Nationalsozialismus konsequent ab. Der friesische Dichter Jens Mungard begr√ľ√üte jedoch die Machtergreifung der Nazis, wandte sich im Laufe der Zeit aber immer st√§rker ab und starb 1940 im KZ Sachsenhausen. Die Bekennende Kirche war im Kreis aktiv, beschr√§nkte ihre Aktionen aber gr√∂√ütenteils darauf, eine gewisse kirchliche Autonomie zu erhalten. In ihrer Hochburg, der Missionsanstalt in Breklum konnten einige Juden √ľber die Zeit des Nationalsozialismus gerettet werden. Vereinzelter kommunistische r Widerstand war 1934/1935 durch eine Gruppe in Friedrichstadt oder durch Hein Kommunist (Heinrich Carstensen) in Husum waren kurzzeitig aktiv, sp√§testens 1936 war das kommunistische und sozialdemokratische Lager in Nordfriesland zerschlagen.

Festung Sylt und Friesenwall

Bild:2003-05 Sylt - Remains of WW2 bunker (closeup).jpg

Mit gro√üem Propagandaaufwand nahm die NS-F√ľhrung gro√üe Landgewinnungsprojekte in Angriff. Bis 1939 schufen die Arbeiter acht K√∂ge mit 4.000 Hektar, darunter nationalsozialistische ‚ÄěMustersiedlungen‚Äú wie den Heinrich-G√∂ring-Koog (heute: T√ľmlauer Koog) oder den Horst-Wessel-Koog (heute: Norderhever Koog ). Die Arbeiten fanden absichtlich mit einfachsten Mitteln statt, um so den Bedarf an Handarbeit und Arbeitskr√§ften k√ľnstlich zu erh√∂hen.

Sylt als n√∂rdlichster Punkt Deutschlands und der Deutschen Bucht, spielte eine relevante Rolle bei der Kriegsplanung. Nach der Machtergreifung wurde die Insel massiv als Flughafen und Festung ausgebaut, zahlreiche Bunker und Gesch√ľtze in die Inseld√ľnen gegraben. Die Einwohnerzahl von List stieg von 1933 bis 1939 von 449 auf 2870, die von H√∂rnum stieg von einer zweistelligen Zahl auf 1519. Sylt war deshalb auch der einzige Ort in Nordfriesland, der w√§hrend des Krieges gr√∂√üeren Angriffen ausgesetzt war und zahlreiche Zerst√∂rungen erlitt.

Ende 1944 lie√ü die NS-F√ľhrung in ihrer Angst vor einer Invasion √ľber die Nordsee den Friesenwall errichten. 25.000 Mann sollten hier eine mehrfache Panzer- und Invasionssperre errichten. Teilweise Jugendliche, Volkssturm und Reichswehreinheiten, gr√∂√ütenteils aber KZ-Gefangene und Kriegsgefangene mussten im Dauerregen mit primitiven Mitteln 10-12 Stunden t√§glich 7 Tage die Woche, den schweren und nassen Kleiboden bewegen. Innerhalb der wenigen Wochen der Unternehmung arbeiteten sich so etwa 600 Insassen der KZ-Au√üenlager Ladelund und Schwesing zu Tode. Der Wall blieb aufgrund des schnell zusammenbrechenden Deutschen Reichs unvollendet und milit√§risch nutzlos.

Seit 1945

Im Rahmen der Kreisreform in Schleswig-Holstein wurden 1970 die 3 Landkreise Eiderstedt , Husum und S√ľdtondern zum neuen "Kreis Nordfriesland" mit Sitz in Husum vereinigt. Der d√§nische Teil Nordfrieslands wird heute als D√§nisch-Friesland bezeichnet.

Kultur und Bildung

Kultur

J√ľrgen Ovens: Selbstportr√§t vor Staffelei
J√ľrgen Ovens : Selbstportr√§t vor Staffelei

Trotz insgesamt neun verschiedener friesischer Dialekte bildete Nordfriesland eine kulturelle Einheit. Pr√§gend f√ľr Land und Leute ist die Nordsee , deren Sturmfluten die Menschen bedrohte und deren M√∂glichkeiten zur Seefahrt das Leben der Menschen bestimmte.

Die besondere kulturelle Vielfalt Nordfrieslands spiegelt sich auch in den Sprachen wieder. Neben dem erw√§hnten zu den Friesischen Sprachen geh√∂renden Nordfriesisch wird nat√ľrlich Hochdeutsch , Plattdeutsch (oder Niederdeutsch), S√łnderjysk (ein d√§nischer Dialekt) und D√§nisch gesprochen.

Das Nordfriisk Instituut in Bredstedt k√ľmmert sich besonders um die Forschung und Ver√∂ffentlichung zur Erforschung der friesischen Sprache, Geschichte und Kultur. Das Institut ver√∂ffentlicht die Zeitschrift Nordfriesland sowie B√ľcher zum Thema.

Zu den bedeutenden K√ľnstlern Nordfrieslands in der Fr√ľhen Neuzeit z√§hlen der Kunstmaler J√ľrgen Ovens und der Komponist und Orgelvirtuose Nicolaus Bruhns . Im 19. und fr√ľhen 20. Jahrhundert stammte eine gewisse Anzahl bedeutender K√ľnstler und Wissenschaftler aus der Gegend. Als identit√§tspr√§gend f√ľr die Landschaft gelten die Gem√§lde Emil Noldes und insbesondere die Erz√§hlungen Theodor Storms , hier vor allem Der Schimmelreiter . Aus Nordfriesland stammten noch der Soziologe Ferdinand T√∂nnies , der Historiker Theodor Mommsen und der P√§dagoge Friedrich Paulsen .

Architektur

Leuchtturm Westerhever in weniger typischer Aufnahme. Rechts des Bildes befindet sich ein weiteres Häuschen.
Leuchtturm Westerhever in weniger typischer Aufnahme. Rechts des Bildes befindet sich ein weiteres Häuschen.

Die See und die Landwirtschaft pr√§gten die nordfriesische Architektur. In den alten Handelsst√§dten St√§dten Husum, T√∂nning und Garding finden sich auch repr√§sentativere Bauten. Eindrucksvoll ist das Schloss vor Husum w√§hrend das T√∂nninger Schloss nach dem Nordischen Krieg komplett zerst√∂rt wurde. Im Kreisgebiet befinden sich zahlreiche Leuchtt√ľrme .

Vorherrschend f√ľr das l√§ndliche Gebiet ist in der Geest das Geesthardenhaus , in den Marschgebieten und auf den Insel das Uthlandfriesische Haus; das √§lteste davon erhaltene ist das 1617 erbaute Haus Olesen auf F√∂hr. Die Eiderstedter √ľbernahmen im 17. Jahrhundert von den niederl√§ndischen Einwanderern das Gulfhaus, das auf Eiderstedt zum Haubarg weiterentwickelt wurde. Ebenfalls mit den Einwanderern verbreiteten sich zahlreiche Holl√§nderm√ľhlen . Friedrichstadt ist komplett von Niederl√§ndern gegr√ľndet worden, so dass die Stadt in ihrem Stadtbild eher einer holl√§ndischen, denn einer norddeutschen √§hnelt.

Bildung

Nordfriesland verf√ľgt √ľber keine Hochschulen. N√§chstgelegene Hochschulen sind die Fachhochschule Westk√ľste in Heide im S√ľden und die Universit√§t Flensburg im Osten. Im Schuljahr 2004/2005 gab es im Kreis acht Gymnasien und Fachgymnasien, 17 Realschulen, 28 Hauptschulen und 62 Grundschulen. Grund- und Hauptschulen sind dabei meist, Grund-, Haupt- und Realschulen oft zusammengelegt. Es gibt keine Gesamtschulen.

Eine Besonderheit des Kreises sind die 15 Schulen der dänischen Volksgruppe.

Wirtschaft und Verkehr

Wirtschaft

Das wirtschaftliche Leben wird durch die Landwirtschaft , die Fischerei , das mittelst√§ndische Handwerk sowie in hohem Ma√üe durch den Tourismus bestimmt. Im Vergleich zum Land Schleswig-Holstein arbeiten weniger Arbeitnehmer im produzierenden Gewerbe, aber wesentlich mehr in der Landwirtschaft (4,0% gegen√ľber 1,9% landesweit, Stand 2002) und im Dienstleistungsgewerbe (80,0% gegen√ľber 75,9% Stand 2002), letzteres ist vor allem dem Tourismus geschuldet.

Im Kreis befinden sich etwa 100.000 Gästebetten. Im Jahr 2004 machten etwa 1,1 Millionen Gäste Urlaub im Kreis, die dort insgesamt etwa 11,5 Millionen Nächte verbrachten. Dabei erwirtschafteten sie einen Umsatz von ungefähr 1,2 Milliarden Euro.

Im Oktober 2005 gab es etwa 660 Windkraftanlagen. Bedeutung hat auch die Produktion von Windkraftanlagen erlangt. Mehrere Hersteller haben sich in der Kreisstadt Husum und im Umland angesiedelt. Husum ist in den Planungen f√ľr Offshore -Windkraftanlagen in der Nordsee als nahe gelegener Versorgungs- und Wartungshafen vorgesehen.

Die Arbeitslosenquote lag 2004 bei 8,9% und damit im Schnitt der Schleswig-Holsteinischen Fl√§chenkreise. Die h√∂chste Arbeitslosenzahl war im S√ľden des Kreises auf Eiderstedt (10,4%) festzustellen, die geringste auf Sylt (7,9%) und im Arbeitsamtsbezirk Nieb√ľll (8,7%) zu dem die Inseln F√∂hr und Amrum geh√∂ren.

Verkehr

Zug auf dem Hindenburgdamm
Zug auf dem Hindenburgdamm

Nordfriesland liegt am √§u√üersten n√∂rdlichen Ende Deutschlands und ist verkehrstechnisch relativ schlecht erschlossen. Es gibt keinen direkten Anschluss an die Autobahn; die Bundesstra√üe 5 verbindet in Richtung S√ľden den Kreis mit der in Heide endenden Bundesautobahn 23. Die Bundesstra√üen 199 und 200 binden den Kreis in Richtung Osten an die Bundesautobahn 7 an; beide Autobahnen f√ľhren weiter nach Hamburg. Die Bundesstra√üe 202 f√ľhrt von Sankt Peter-Ording √ľber T√∂nning in Richtung Rendsburg. Wichtigste Bahnverbindung ist die Marschbahn zwischen Hamburg und Westerland, die Regionalz√ľge auf dieser Strecke halten auf dem Weg nach Sylt in Friedrichstadt, Husum, Bredstedt, Langenhorn , Nieb√ľll und Klanxb√ľll. Intercity -Z√ľge der Deutschen Bahn AG auf der Marschbahn von und nach Sylt halten in Husum und Nieb√ľll. Weitere Bahnverbindungen bestehen zwischen Husum und Sankt Peter-Ording, Husum und Kiel sowie zwischen Nieb√ľll und Dageb√ľll, dem F√§hrhafen f√ľr die Inseln F√∂hr und Amrum. Eine grenz√ľberschreitende Zugverbindung besteht zwischen Nieb√ľll und Tondern in D√§nemark .

Die Inseln und Halligen sind √ľber F√§hren mit dem Festland verbunden. Nach Sylt besteht √ľber den Hindenburgdamm auch eine direkte Bahnverbindung mit dem Festland. Kleinere Flugh√§fen befinden sich Westerland, Husum, Wyk und St. Peter-Ording .

Politik

Dithmarschen entsendet einen direkt gew√§hlte Abgeordneten in den deutschen Bundestag: F√ľr den Wahlkreis 2 (Nordfriesland-Dithmarschen Nord) ist Ingbert Liebing ( CDU ) direkt gew√§hlter Bundestagsabgeordneter. Sein Vorg√§nger Peter Harry Carstensen aus Nordstrand gab das Mandat zugunsten seines Ministerpr√§sidentenpostens in Schleswig-Holstein ab.

Landrat ist der CDU-Politiker Olaf Bastian. Im Kreistag h√§lt die CDU mit 27 von 52 Sitzen die absolute Mehrheit. Weitere Fraktionen im Kreistag sind die SPD (13 Sitze), WG-NF (5 Sitze, W√§hlergemeinschaft), SSW (4 Sitze) und B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen (3 Sitze).

Städte und Gemeinden

Häuserzeile am Friedrichstädter Markt
Häuserzeile am Friedrichstädter Markt

(Einwohner am 30. Juni 2005)

Amtsfreie Gemeinden/Städte


√Ąmter mit amtsangeh√∂rigen Gemeinden/St√§dten

* Sitz der Amtsverwaltung
  1. Nebel * (968)
  2. Norddorf (644)
  3. Wittd√ľn (676)
  1. Dageb√ľll (939)
  2. Galmsb√ľll (664)
  3. Risum-Lindholm * (3.627)
  4. Stedesand (870)
  1. Ahrenshöft (511)
  2. Almdorf (533)
  3. Bohmstedt (755)
  4. Breklum * (2.325)
  5. Drelsdorf (1.281)
  6. Goldebek (353)
  7. Goldelund (394)
  8. Högel (470)
  9. Joldelund (732)
  10. Kolkerheide (68)
  11. L√ľtjenholm (337)
  12. S√∂nneb√ľll (234)
  13. Struckum (990)
  14. Vollstedt (165)
  1. Garding, Stadt * (2.688)
  2. Garding, Kirchspiel (311)
  3. Grothusenkoog (22)
  4. Katharinenheerd (185)
  5. Kotzenb√ľll (247)
  6. Norderfriedrichskoog (34)
  7. Oldenswort (1.326)
  8. Osterhever (252)
  9. Poppenb√ľll (205)
  10. Tating (975)
  11. Tetenb√ľll (639)
  12. T√ľmlauer Koog (112)
  13. Vollerwiek (221)
  14. Welt (223)
  15. Westerhever (125)
  1. Alkersum (416)
  2. Borgsum (343)
  3. Dunsum (79)
  4. Midlum * (362)
  5. Nieblum (636)
  6. Oevenum (494)
  7. Oldsum (564)
  8. S√ľderende (185)
  9. Utersum (412)
  10. Witsum (46)
  11. Wrixum (689)
  1. Drage (581)
  2. Friedrichstadt, Stadt * (2.479)
  3. Koldenb√ľttel (930)
  4. Seeth (708)
  5. Uelvesb√ľll (270)
  6. Witzwort (979)
  1. Arlewatt (335)
  2. Hattstedt * (2.454)
  3. Hattstedtermarsch (317)
  4. Horstedt (749)
  5. Olderup (460)
  6. Schob√ľll (1.607)
  7. Wobbenb√ľll (464)
  1. Achtrup (1.548)
  2. Bramstedtlund (237)
  3. Enge-Sande (1.150)
  4. Karlum (218)
  5. Klixb√ľll (932)
  6. Ladelund (1.516)
  7. Sprakeb√ľll (221)
  8. Stadum (1.070)
  9. Tinningstedt (209)
  10. Westre (400)
  1. Hörnum (Sylt) (930)
  2. Kampen (Sylt) (635)
  3. List (2.632)
  4. Rantum (Sylt) (537)
  5. Sylt-Ost * (5.789)
  6. Wenningstedt-Braderup (Sylt) (1.595)
  1. Elisabeth-Sophien-Koog (47)
  2. Nordstrand * (2.270)
  1. Gröde (14)
  2. Hooge (86)
  3. Langeneß (133)
  4. Pellworm * (1.139)
  1. Bargum (608)
  2. Bordelum (1.991)
  3. Langenhorn * (3.092)
  4. Ockholm (372)
  1. Bosb√ľll (206)
  2. Braderup (671)
  3. Ellhöft (131)
  4. Holm (80)
  5. Humptrup (764)
  6. Lexgaard (64)
  7. S√ľderl√ľgum * (2.239)
  8. Uphusum (411)
  1. Fresendelf (92)
  2. Hude (197)
  3. Mildstedt * (3.695)
  4. Oldersbek (641)
  5. Ostenfeld (Husum) (1.546)
  6. Ramstedt (448)
  7. Rantrum (1.591)
  8. Schwabstedt (1.348)
  9. Simonsberg (866)
  10. S√ľderh√∂ft (20)
  11. S√ľdermarsch (141)
  12. Winnert (760)
  13. Wisch (134)
  14. Wittbek (785)
  1. Ahrenviöl (510)
  2. Ahrenviölfeld (269)
  3. Behrendorf (615)
  4. Bondelum (216)
  5. Haselund (893)
  6. Immenstedt (655)
  7. Löwenstedt (673)
  8. Norstedt (422)
  9. Oster-Ohrstedt (674)
  10. Schwesing (940)
  11. Sollwitt (318)
  12. Viöl * (1.900)
  13. Wester-Ohrstedt (1.090)
  1. Aventoft (508)
  2. Emmelsb√ľll-Horsb√ľll (1.056)
  3. Friedrich-Wilhelm-L√ľbke-Koog (165)
  4. Klanxb√ľll (941)
  5. Neukirchen * (1.315)
  6. Rodenäs (452)

Wappen

Das Kreiswappen entstand 1970 bei der Zusammenlegung der drei Kreise S√ľdtondern, Husum und Eiderstedt. Die amtliche Blasonierung lautet In Blau drei goldene, dreimastige Schiffe im Stil des 16. Jahrhunderts in der Stellung zwei zu eins mit goldenen Segeln und roten Wimpeln. Auf den Gro√üsegeln je ein rotes Beizeichen (1. Pflug, 2. Fisch, 3. Stierkopf). Das Wappen beruht mit Modifikationen aus dem historischen Wappen von 1613 des alten Kreises Eiderstedt.

Das Wappen ist in den friesischen Farben Blau, Gold und Rot gehalten. Die drei Schiffe symbolisieren dabei sowohl die friesische Einheit als auch die Bedeutung, die Meer und Schifffahrt immer f√ľr den Kreis hatten. Pflug und Stierkopf stehen f√ľr die Landwirtschaft im Kreis, der Fisch f√ľr den Fischfang. Pflug und Stierkopf stammen dabei ebenfalls aus dem Eiderstedter Wappen, der Pflug war auch im Husumer Wappen. Der Fisch wurde vom Sylter Hering, dem Symbol der Insel Sylt √ľbernommen.

Literatur

  • Nordfriisk Instituut (Hrsg.) Geschichte Nordfrieslands, Heide Boyens & Co 1995. ISBN 3-8032-0759
  • Ellen Bauer, Ludwig Fischer, Hans Joachim K√ľhn, Matthias Maluck & Dirk Meier: The Schleswig-Holstein Wadden Sea Region Lancewad Report 2001 des Wattenmeer-Sekretariats. Download-Seite

Weblinks

Commons: Nordfriesland ‚Äď Bilder, Videos oder Audiodateien


Wikipedia

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