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Letzte Änderung für Artikel Helgoland: 18.02.2006 17:49

Helgoland

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Wappen Karte
Wappen von Helgoland Deutschlandkarte, Position von Helgoland hervorgehoben
Wahl- und Wappenspruch
GrĂŒn ist das Land,
rot ist die Kant',
weiß ist der Sand,
das sind die Farben von Helgoland.
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis : Pinneberg
Geografische Lage :
Koordinaten: 54° 10â€Č 57" N, 7° 53â€Č 7" O
54° 10â€Č 57" N, 7° 53â€Č 7" O
Höhe : 61 m ĂŒ. NN
FlĂ€che : 1,7 kmÂČ
Einwohner : 1.414 (31. MĂ€rz 2005)
Bevölkerungsdichte : 869 Einwohner je kmÂČ
Amtssprache : Deutsch , Friesisch
Umgangssprachen : HelgolÀndisch Halunder
NiedersÀchsisch Platt
Postleitzahlen : 27483 - 27498
Vorwahlen : 04725
Kfz-Kennzeichen : PI
GemeindeschlĂŒssel : 01 0 56 025
Gemeindegliederung: Oberland, Mittelland
und Unterland
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lung Wai 28
27498 Helgoland
Offizielle Website: www.helgoland.de
E-Mail-Adresse: info@helgoland.de
Politik
BĂŒrgermeister : Frank Botter ( SPD )

Helgoland ( niederdeutsch fĂŒr Heiliges Land, friesisch und Halunder (DeĂ€t) Lun bzw. HĂ„lilönj, englisch Heligoland, bei antiken Schriftstellern Abalus oder Basileia genannt) ist Deutschlands am weitesten vom Festland entfernte Nordsee - Insel in der Deutschen Bucht.

Helgoland gehört nicht zum Zollgebiet der EuropÀischen Union .

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lage

Helgoland, dessen Hauptinsel zusammen mit der benachbarten "Strandinsel" DĂŒne eine Gemeinde im Kreis Pinneberg im Bundesland Schleswig-Holstein bildet, stellt innerhalb der Deutschen Bucht die nordwestliche Begrenzung der HelgolĂ€nder Bucht dar und liegt etwa 70 km vom Festland entfernt. Beide Inseln liegen im Naturschutzgebiet HelgolĂ€nder Felssockel.

Helgoland, das aus der rund 1,0 kmÂČ großen Hauptinsel sowie der etwa 0,7 kmÂČ großen DĂŒne besteht, liegt etwa 70 km sĂŒdwestlich der SĂŒdspitze von Sylt, 43 km westlich der WestkĂŒste der Eiderstedt- Halbinsel , 62 km nordwestlich der ElbemĂŒndung, 55 km nordwestlich der niedersĂ€chsischen KĂŒste bei Cuxhaven, 43 km nördlich von Wangerooge, 70 km nordöstlich von Norderney und 95 km nordöstlich von Borkum. Die genaue Lage von Helgoland ist 54°10' nördliche Breite und 7°53' östliche LĂ€nge .

Hauptinsel

Historische Karte Helgolands
Historische Karte Helgolands
Aufnahme des Satelliten Landsat-7 der NASA
Aufnahme des Satelliten Landsat-7 der NASA

Die Hauptinsel von Helgoland wird in das Oberland, das Mittelland und das Unterland unterteilt. Sie besitzt im SĂŒden und im Norden einen kleinen Nichtbadestrand und fĂ€llt im Norden, Westen und SĂŒdwesten in steilen Klippen gut 50 m zum Meer hin ab; im Meer fĂ€llt das GelĂ€nde im SĂŒdwesten im HelgolĂ€nder Becken bis 56 m unter NN ab. Am Nordwestende der Hauptinsel befindet sich das bekannte Wahrzeichen Helgolands – die Lange Anna.

DĂŒne

Die benachbarte Insel DĂŒne befindet sich jenseits der kleinen Meeresstraße Reede, die in Nord- und SĂŒdreede unterteilt wird, nur etwa 1,5 Kilometer östlich der helgolĂ€ndischen Hauptinsel. Sie wird als so genannte Badeinsel bezeichnet bzw. als eine flache Strandinsel und war frĂŒher mit Helgoland verbunden.

Hochseeinsel

Helgoland wird oft als " Deutschlands einzige Hochseeinsel " bezeichnet, was nach der Definition von Hohe See nur rechtlich gesehen korrekt ist. Geografisch betrachtet muss beachtet werden, dass Helgoland zwar auf "auf offener See", nicht jedoch im Tiefsee -Bereich wie z.B. im Atlantik liegt.

Geologie

Geologische Entstehung der Felseninsel

Zechsteinmeer im ausgehenden Erdaltertum

Die geologisch relevante Geschichte der Entstehung Helgolands beginnt vor etwa 260 Millionen Jahren. Somit beginnt die Entstehung Helgolands im ausgehenden Erdaltertum , genauer im geologischen Zeitalter des Perm . Im beginnenden Zechstein , der zweiten Abteilung des Perm, kam es auf dem Urkontinent PangĂ€a zu MeereseinbrĂŒchen in Europa und Amerika und so zum Vordringen des arktischen Meeres im Gebiet des heutigen Mitteleuropa. Die Region Helgolands lag in diesem Zechstein-Meer, im so genannten Elbe-Trog . Auf Grund des ariden Klimas verdampfte das Wasser jedoch wieder mit der Zeit und hinterließ Kalke , Dolomite , Anhydrite und Salze als VerdunstungsrĂŒckstĂ€nde, so genannte Evaporite , die im Norddeutschen Raum als Zechstein- Sedimente untersucht und bestimmt worden sind.

Gesteinsbildung im Erdmittelalter

Helgoland auf einer alten Postkarte
Helgoland auf einer alten Postkarte

Im frĂŒhen Erdmittelalter fanden die fĂŒr Helgoland wichtigsten gesteinsbildenden Prozesse statt. Das zu Beginn der Trias herrschende tropische und subtropische Klima dominierte die Verwitterung der variskischen Gebirge im umgebenden Festland. Das Klima begĂŒnstigt eine lateritische Verwitterung , die im Endprodukt hohe Eisen - und Aluminiumgehalte vorweist. Die Oxidation dieser Verwitterungsprodukte fĂŒhrt zu einer starken RotfĂ€rbung der typischen Buntsandstein-Sedimente in Mitteleuropa.

Im Buntsandstein wurden große Mengen des Verwitterungsmaterials in den HochlĂ€ndern abgetragen und in tiefer liegenden Regionen sedimentiert . Im Gebiet Helgolands haben diese Ablagerungen eine MĂ€chtigkeit von mehr als 1000 m. Sie bilden den sichtbaren Teil der heutigen Felseninsel.

Auch in der folgenden erdgeschichtlichen Abteilung des Muschelkalk war das Gebiet Helgolands Sedimentationsgebiet. Die Ablagerungen aus dieser Zeit haben eine MĂ€chtigkeit von mehr als 300 m. Eine große Zahl von Fossilienfunden aus dieser Zeit belegt zudem die gĂŒnstigen Lebensbedingungen zu dieser Zeit. So wurden verschiedene Fische , MeeressĂ€uger , Muscheln und Schnecken gefunden.

Auch aus der vor 140 Millionen Jahren beginnenden Kreidezeit sind im HelgolĂ€nder Raum Sedimentschichten zu finden. In dieser Zeit war der gesamte Nordseeraum Meeresgebiet. Im marinen Bereich bildete sich unter warmen und feuchten Klimabedingungen eine reichhaltige Flora und Fauna, so dass die Kreideschichten heute Ă€ußerst fossilienreich sind.

Salz-Aufstieg im TertiÀr

Bild:Helgoland - Vogelperspektive (1890-1900).jpg Die große MĂ€chtigkeit der Sedimentschichten im Nordseeraum – auch schon im Mesozoikum – sind auch darin begrĂŒndet, dass der Nordseeraum Senkungsgebiet war. Somit konnten selbst in den flacheren Meeren des Buntsandstein und TertiĂ€r diese Senkungsgebiete immer wieder von dem aus den Gebirgen verfrachteten Verwitterungsmaterial aufgefĂŒllt werden. Unter dem Druck des auflagernden Materials verfestigten sich die darunter liegenden Schichten zunehmend.

Im direkten Zusammenhang mit dieser Verfestigung und somit der Zunahme der Dichte sowie des Drucks auf die unteren Schichten ist auch die Heraushebung des HelgolÀnder Buntsandsteinfelsens zu sehen.

Im Laufe der Zeit lagerten sich ĂŒber den permischen Salzgesteinen im Erdmittelalter die Schichten des Trias, der Kreide sowie des TertiĂ€r ab. Jede neue Sedimentationsschicht hatte auch zur Folge, dass die jeweils unterlagernden Sedimente durch die Last der darĂŒber lagernden Sedimente weiter verfestigt und verdichtet wurden.

Die unten liegenden Salzgesteine lassen sich jedoch nur bis zu einer Dichte von maximal 2,2 g/cm³ verdichten. Mit zunehmender Tiefe und somit mit zunehmendem Druck erhöht sich der Dichtewert einer Schicht, so dass es im Bereich der Zechsteinsalze zu einer Dichteanomalie kam. Das Salzgestein reagierte plastisch auf den immer stÀrkeren Druck und neigte dazu, bevorzugt an SchwÀchezonen, wie Verwerfungen , aufzusteigen, um so zu einer Druckentlastung zu gelangen. Beim Aufstieg kommt es aber auch dazu, dass die aufliegenden Schichten mit gehoben werden. Man spricht bei diesem PhÀnomen von Salzkissen, in dessen Scheitelbereich Helgoland sich befindet.

Die Aufwölbung des Buntsandsteins sowie der weiteren Schichten durch den Aufstieg des Salzes ( Salztektonik ) wird auch in der heutigen tektonischen Struktur Helgolands sichtbar. Der Scheitel der Salzstruktur verlĂ€uft von Nordwesten (Nordnordwest - NNW) nach SĂŒdosten (SĂŒdsĂŒdost - SSO). Dies gibt die Streichrichtung der auflagernden Deckschichten an, die an den Abrasions -Plattformen im nördlichen Felswatt zu erkennen sind. Die Schichten sind bei der Aufwölbung gekippt worden, so dass heute eine Neigung der Buntsandsteinfelsen von circa 17 bis 20° zu erkennen ist. Somit finden wir an der Westseite Helgolands nach oben zeigende Schichten, wĂ€hrend die Schichten an der Ostseite nach unten zeigen.

ÜberprĂ€gung der neu entstandenen Felseninsel im QuartĂ€r

Ausgangspunkt der ÜberprĂ€gung im QuartĂ€r (Geologie) ist die Klimaverschlechterung im ausgehenden TertiĂ€r. Drei große Vereisungen haben bis in den nordmitteleuropĂ€ischen Raum zu einer starken VerĂ€nderung der Landschaft gefĂŒhrt.

WĂ€hrend der Elster-Eiszeit (vor etwa 480.000 bis 300.000 Jahren) und der Saale-Eiszeit (vor etwa 280.000 bis 130.000 Jahren) wurde auch Helgoland von der Vergletscherung erfasst, wovon abgelagerte Geschiebelehme bis heute zeugen. Das Vordringen des Eises dĂŒrfte in dieser Zeit auch zu einer starken Abtragung der gehobenen und gekippten Schichten bis hin zu einer Freilegung der Salzstruktur im Bereich des westlich vorgelagerten Görtels. Das zwischen den Kaltzeiten vordringende Meer hat weiter zur Abrasion dieser Schichten beigetragen.

Erst lange nach dem Ende der letzten Kaltzeit begann Helgoland im Zuge des ansteigenden Meeresspiegels sich vor etwa 3.500 bis 4.000 Jahren vom Festland zu lösen, nachdem es zuvor lange Zeit ĂŒber eine westlich verlaufende LandbrĂŒcke mit dem Festland Mitteleuropas verbunden war.

Heutige Inselform

NatĂŒrliche VerĂ€nderungen

Helgoland (vorne) & DĂŒne aus Vogelperspektive
Helgoland (vorne) & DĂŒne aus Vogelperspektive

Die hauptsĂ€chlichen gestaltenden natĂŒrlichen KrĂ€fte, die auf die Felseninsel einwirken, sind die Verwitterung sowie die Abrasion durch die Meeres brandung .

Bei der Verwitterung ist besonders das kĂŒhle Winterklima von Bedeutung. Die KĂ€lte fördert die physikalische Verwitterung des Gesteins. Die Frosteinwirkung zerklĂŒftet und zersprengt das Gestein und fördert Gesteinsschutt als Verwitterungsrest zu Tage, der am Fuß der Klippen angelagert wird. Hierbei wird das Kliff langsam zurĂŒckgedrĂ€ngt und so die Insel verkleinert.

Typisch fĂŒr Helgoland war hierbei auch die Entstehung von FelsvorsprĂŒngen (Hörner) mit dazwischen liegenden Buchten (Slaps). Im Laufe der Zeit und unter weiterem Meeres- und Wettereinfluss können diese VorsprĂŒnge von Brandungstoren durchbrochen werden, die beim Einsturz der Bogenverbindung einzelne FelstĂŒrme (Stacks) hinterlassen. Der "Hengst", heute als Lange Anna bezeichnet, ist mit einer Höhe von gut 48 m ein derartiger Stack, der einzige, der sich bis heute gehalten hat.

Anthropogene VerÀnderungen

Die ersten menschlichen Eingriffe auf Helgoland sind auf die Gewinnung von Rohstoffen zurĂŒckzufĂŒhren. So konnte das so genannte HelgolĂ€nder Kupfererz im Buntsandstein nachgewiesen werden. Hierbei handelt es sich um Rohkupfer in SekundĂ€rlagerstĂ€tten, d.h. diese sind Restvorkommen, die sich in der HelgolĂ€nder Region in Folge der Umlagerung von Ablagerungsmaterial aus dem variskischen Gebirge des Erdaltertums akkumuliert haben. Auch geringe Eisenerzanteile konnten hier nachgewiesen werden. Von einer vorgeschichtlichen Nutzung zeugen die vor dem SĂŒdhafen entdeckten Reste eines Schmelzofens .

Von grĂ¶ĂŸerer Bedeutung war jedoch ab dem Mittelalter der Muschelkalk - und Gipsabbau am damaligen Wittekliff. Dieser Abbau trug zu einer raschen Zerstörung der Steilfelsen bei, die 1721 / 1721 schließlich so instabil waren, dass sie einer Sturmflut nicht mehr standhalten konnten.

Weitere Rohstoffprospektionen blieben erfolglos, so dass ĂŒber die Vorkommen fossiler Brennstoffe im Bereich Helgolands bislang keine weiteren Angaben getroffen werden können.

Weitere VerĂ€nderungen der Morphologie der Insel wurden durch Schutzmaßnahmen verursacht: Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war die Felseninsel ungeschĂŒtzt und hatte durch Abrasion und Verwitterung jĂ€hrlich einen hohen FlĂ€chenverlust zu verzeichnen.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts begannen im Zuge einer zunehmenden Bebauung Planungen fĂŒr einen wirksamen Brandungs- und Sturmflutschutz. Vorangetrieben wurden diese Planungen durch eine starke militĂ€rische Nutzung der Insel. So wurde bereits im Jahr 1903 mit dem Bau einer Schutzmauer auf der stĂ€rker witterungs- und brandungsgefĂ€hrdeten Westseite begonnen, die 1927 fertig gestellt war. Im weiteren Verlauf wurden auch der Norden und der Osten der Hauptinsel in die Schutzmaßnahmen einbezogen, die die Grundlage fĂŒr die Erschließung des Ostlandes waren. SpĂ€ter wurde auch die DĂŒne in die Schutzmaßnahmen mit einbezogen.

Vor der weiterhin voranschreitenden Verwitterung können jedoch auch die Schutzmauern nicht schĂŒtzen. Davon zeugt der Verwitterungsschutt am Sockel der SteilkĂŒsten , der stellenweise schon bis an die Schutzmauern angelagert ist. Wurde dieser frĂŒher noch von den Sturmfluten fortgetragen, so staut er sich heute an den Ufermauern. Infolge dieser Entwicklung wird Helgoland zwar nicht mehr flĂ€chenmĂ€ĂŸig kleiner, doch nun droht es auf lange Sicht unter den Schuttkegeln der Verwitterung, die sich langsam begrĂŒnen, zu versinken.

Der letzte bedeutende und bis heute markante Eingriff in die Gestalt der Insel hat wĂ€hrend und nach dem Zweiten Weltkrieg stattgefunden: Am 18. April 1945 war der damalige U-Boot -StĂŒtzpunkt Ziel eines massiven Luftangriffs der EnglĂ€nder, die die Insel in den Folgejahren als Übungsziel fĂŒr die britische Luftwaffe nutzten. Von den Bombardierungen zeugen die Bombenkrater im heutigen Oberland.

Zwei Jahre spĂ€ter, am 18. April 1947 , sollten in einer Sprengung sĂ€mtliche militĂ€rischen Anlagen auf und unter der Insel sowie alte MunitionsbestĂ€nde vernichtet werden, um so eine weitere Nutzung Helgolands aus militĂ€rischer Sicht unmöglich zu machen. Die Sprengung von ca. 4.000 Tonnen Munition ließ die Insel mit ihrem Sockel bis in eine Tiefe von mehreren Kilometern erschĂŒttern und fĂŒhrte zu einer nachhaltigen VerĂ€nderung ihres Aussehens, nĂ€heres im Abschnitt MilitĂ€rische Bedeutung.

Geschichte

FrĂŒhzeit und Antike

FrĂŒheste Kulturspuren auf Helgoland reichen bis in die Jungsteinzeit zurĂŒck; auf dem Oberland sind mehrere HĂŒgelgrĂ€ber nachgewiesen. Eine frĂŒher bestehende Landverbindung zum Festland ist aufgrund des nacheiszeitlichen Meeresspiegelanstiegs schon vor 4.000 v. Chr. abgebrochen.

Aus der Antike sind uns nur wenige Nachrichten ĂŒber Nordeuropa ĂŒberliefert. Aber in der Naturgeschichte Plinius d. Älteren wird mehrfach der heute nicht mehr erhaltene Reisebericht des Pytheas von Massilia (325 v. Chr.) zitiert. In folgender Textstelle ist offenbar von Helgoland die Rede:

„ Pytheas gibt an, ein germanisches Volk, die Guionen, wohne an einer Versumpfung des Ozeans, ... eine Tagesreise von da liege die Insel Abalus; dorthin werde der Bernstein im FrĂŒhling von den Wellen getrieben und sei eigentlich eine geronnene Ausscheidung der See; die Anwohner gebrauchten ihn statt Holz zum Feuer und verkauften ihn an die benachbarten Teutonen. Timaeus stimmt ihm darin bei, nennt aber die Insel Basileia.“

Mittelalter

Im 7. Jahrhundert war Helgoland von Friesen bewohnt. 700 gab es einen Bericht ĂŒber einen Aufenthalt des Friesenherrschers Radbod auf Helgoland in der Heiligenlegende des Willibrord , der zwischen 690 und 714 vergeblich versuchte, die HelgolĂ€nder Friesen zu missionieren.

Die Christianisierung gelang erst 100 Jahre spĂ€ter durch Luidger , damit wurde Helgoland frĂŒher als angrenzende Regionen missioniert. Kunde vom frĂŒhmittelalterlichen Heiligland gibt auch Adam von Bremen in seinen res gestae aus dem Jahre 1076 .

HÀufig wird Helgoland auch mit der Piraterie in Verbindung gebracht. Im Jahr 1401 nahm ein Hamburger Flottenverband in der NÀhe von Helgoland Klaus Störtebeker gefangen. Ob dieser die Insel aber je betreten hat, ist nicht belegt.

Wie das ĂŒbrige Nordfriesland gelangte Helgoland im 12. und 13. Jahrhundert unter die dĂ€nische Krone und galt ab dem 14. Jahrhundert als Teil des Herzogtums Schleswig. Bei der Landesteilung von 1544 wurde Helgoland zunĂ€chst ĂŒbersehen, dann aber per Losentscheid dem Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf zugesprochen. Bis 1713/21 gehörte die Insel zu diesem Herzogtum im Herzogtum. Es hatte den Status einer Landschaft mit einem hohen Grad der Selbstverwaltung.

FrĂŒhe Neuzeit

1720 zerstörte eine Sturmflut den Woal, die Landzunge zwischen dem roten Buntsandsteinfelsen der Hauptinsel und dem östlich gelegenen Witte Kliff, einem Kalkfelsen , dessen Abtragung durch die Nordsee aufgrund des dort bis ins 17. Jahrhundert betriebenen Steinbruchs beschleunigt wurde. Über den verbliebenen Klippen bildete sich die fĂŒr den heutigen Badebetrieb wichtige DĂŒneninsel.

Als das Herzogtum Schleswig-Holstein-Gottorf nach dem Großen Nordischen Krieg 1713 und endgĂŒltig 1721 auf seine holsteinischen Landesteile reduziert wurde und auf die schleswigschen Besitzungen verzichten musste, wurde Helgoland Bestandteil eines weitgehend einheitlichen Herzogtums Schleswig unter der dĂ€nischen Krone.

WĂ€hrend der Kontinentalsperre – 1806 von Napoleon gegen England verfĂŒgt – entwickelte sich Helgoland zu einem lebhaften Schmuggelplatz .

Britische Herrschaft

1807 besetzten britische Truppen die Insel und gliederten sie als Kolonie in Großbritannien ein.

Im Frieden von Kiel 1814 verbleibt Helgoland bei den Briten (siehe Geschichte DĂ€nemarks ). Helgoland wurde 1826 Seebad . Es kamen viele Schriftsteller und Intellektuelle auf die Insel. Der Verleger Campe machte regelmĂ€ĂŸig auf der Insel Sommerurlaub. Heinrich Heine rĂŒhmte die Insel; wichtig war auch Ludolf Wienbargs Helgolandbuch. Der Dichter Hoffmann von Fallersleben machte auf Helgoland Urlaub und dichtete hier 1841 das Deutschlandlied nach einem „fröhlichen BesĂ€ufnis“. In der HelgolĂ€nder Urschrift gab es noch die Variante zur dritten Strophe: Stoßet an und ruft einstimmig: Hoch das deutsche Vaterland!

FrĂŒher Höhepunkt der PopularitĂ€t der Insel als Reiseziel waren die fĂŒnfziger Jahre des 19. Jahrhunderts .

1864 fand vor Helgoland ein Seegefecht zwischen Österreich und DĂ€nemark statt (siehe Seegefecht vor Helgoland (1864)).

Übergang von Großbritannien auf Deutschland

Parade zur Abtretung Helgolands an Deutschland
Parade zur Abtretung Helgolands an Deutschland

1890 ging Helgoland im Helgoland-Sansibar-Vertrag von Großbritannien an das Deutsche Reich (und dort an das Königreich Preußen ) ĂŒber, wofĂŒr Großbritannien die vor der KĂŒste des damaligen Deutsch-Ostafrikas liegende Insel Sansibar erhielt, bzw. das Deutsche Reich verzichtete selbst auf seine AnsprĂŒche auf das Sultanat Sansibar und auf andere Rechte in Ostafrika. Die Bevölkerung nannten es "Knopf gegen Hose", womit sie ihre Meinung ausdrĂŒckte, da nicht nur die GrĂ¶ĂŸe sondern auch die Fruchtbarkeit beider Inseln sehr verschieden ist. Die HelgolĂ€nder selbst wurden nicht um ihre Meinung gefragt. Schon bald Ă€nderten sich ihre LebensverhĂ€ltnisse, da immer grĂ¶ĂŸere Teile ihrer Heimat zu einer Seefestung ausgebaut wurden.

In den GewĂ€ssern Helgolands fanden wĂ€hrend des Ersten Weltkrieges das erste Seegefecht bei Helgoland 1914 sowie das zweite Seegefecht bei Helgoland 1917 statt. Die Bevölkerung wurde kurz nach Kriegsausbruch evakuiert und konnte erst 1918 wieder zurĂŒckkehren.

Die militĂ€rischen Anlagen wurden zurĂŒckgebaut, aber nicht zerstört, und nach der MachtĂŒbernahme der Nationalsozialisten erneut ausgebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

1945 war die Insel nach einem verheerenden Bombardement der britischen Luftwaffe am 18. April unbewohnbar und wurde evakuiert . Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Insel von den Briten militĂ€risch genutzt, siehe Abschnitt MilitĂ€rische Bedeutung. Die evakuierten HelgolĂ€nder bewiesen Zusammenhalt und starteten verschiedene politische Initiativen bis hinauf zur gerade in das Amt getretenen Bundesregierung. Im MĂ€rz 1948 wurde die UNO um Hilfe gebeten. Appelle an den Papst und das britische Unterhaus folgten. Nachdem der Bundestag im Januar 1951 einstimmig die Freigabe der Insel gefordert hatte, gaben die EnglĂ€nder am 1. MĂ€rz 1952 Helgoland wieder an die Bundesrepublik Deutschland zurĂŒck. Der Bevölkerung wurde erlaubt, wieder auf ihre Insel zurĂŒckzukehren. Nach dem Wiederaufbau im einheitlichen Stil der Zeit blĂŒht dort der Tourismus und der Kurbetrieb, siehe Abschnitt Tourismus.

MilitÀrische Bedeutung

Kaiser Wilhelm II. ließ Helgoland, das nahe der MĂŒndung des damals neu erstellten, wirtschaftlich und strategisch wichtigen Kaiser-Wilhelm-Kanal liegt, zu einem MarinestĂŒtzpunkt ausbauen. Diese militĂ€rische Funktion hatte die Seefestung Helgoland auch noch im Zweiten Weltkrieg und erreichte ihren Höhepunkt mit dem Unternehmen Hummerschere, durch welches das heutige Nord-Ost-GelĂ€nde entstand.

UrsprĂŒnglich wurde die Insel als Ziel fĂŒr eine Nordsee-Seereise des einfachen Forschers gedeutet. Bald kamen aber auch rassistische Gedanken auf. Aus den HelgolĂ€nder guten Menschen wurden langsam die urdeutschen Friesen. Aus dieser Zeit stammen Fantasien ĂŒber die Bedeutung Helgolands in einer germanischen Urgeschichte, die 1930 ihren Höhepunkt in der Gleichsetzung Helgolands mit einem arischen Atlantis hatten.

Dass besonders von den Briten der Insel hohe militĂ€rische Bedeutung beigemessen wurde ist daraus ablesbar, dass die Insel im Zweiten Weltkrieg und danach ein wichtiges Kriegsziel war. Am 15. Oktober 1944 richtete ein alliierter Luftangriff besonders im Unterland großen Schaden an. Es folgte am 18. April 1947 der erfolglose Versuch der EnglĂ€nder, die Insel zu sprengen – die bis heute grĂ¶ĂŸte nichtnukleare Sprengung der Geschichte. Rund 4.000 Torpedoköpfe, fast 9.000 Wasserbomben und ĂŒber 91.000 Granaten verschiedensten Kalibers , insgesamt 6.700 Tonnen Sprengstoff, waren im Tunnellabyrinth des U-Boot-Bunkers und bei den KĂŒstenbatterien gestapelt, als pĂŒnktlich um 13 Uhr die riesige Explosion von Bord des Kabellegers „Lasso“ ausgelöst wurde. Ein gewaltiger Feuerstrahl und eine fast tausend Meter hohe RauchsĂ€ule schossen in den Himmel. Die Zerstörung der Insel misslang. Die Explosionen trugen große Mengen Gesteins ab, sodass neben dem Ober- und Unterland das Mittelland neu enststand. Schließlich blieb Helgoland militĂ€risches Sperrgebiet und ÜbungsgelĂ€nde fĂŒr die britische Luftwaffe bis zur RĂŒckgabe der Insel and die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1952. Unter britischen Soldaten wurde die Insel in dieser Zeit sarkastisch „Hell-go-land“ genannt, also das Land, das zur Hölle geht.

Heute betreibt die deutsche Marine auf Helgoland unter anderem einen SAR -RettungshubschrauberstĂŒtzpunkt. Dort ist das SAR 10-Kommando stationiert.

Klima

Helgoland hat ein sehr gesundes Hochseeklima. Nahezu pollenfrei, ideal fĂŒr Allergiker. Die Insel hat sogar das wintermildeste Klima Deutschlands, Wintertiefsttemperaturen von tiefer als −5 °C sind selten. Die golfstromerwĂ€rmte Nordsee wirkt als WĂ€rmespeicher . Wegen der Hochseelage werden die kalten Nordost- bzw. Ostwinde aus Russland abgeschwĂ€cht, die Wintertemperaturen können bis zu 10 °C höher als zum Beispiel in Hamburg liegen. Die FrĂŒhlinge sind recht kĂŒhl und die Herbste sind oft noch recht warm und dauern lĂ€nger. Helgoland weist mehr Sonnenstunden als das deutsche Festland auf.

Schon Anfang des 20. Jahrhunderts standen stattliche regelmĂ€ĂŸig fruchtende Feigen auf der Insel. Noch heute steht ein sehr alter Maulbeerbaum in der Oberstadt aus dieser Zeit. Auspflanzversuche mit Hanfpalmen , Honigpalmen und anderen Palmen , und anderen auf dem deutschen Festland nicht oder nur bedingt winterharten subtropischen Pflanzen ( Lorbeer , Yucca , Cordyline , Steineiche und andere) seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts sind erfolgreich verlaufen.

Tourismus

Die "Lange Anna"
Helgoland Katamaran an den LandungsbrĂŒcken in Hamburg
Helgoland Katamaran an den LandungsbrĂŒcken in Hamburg
Cat No1 Katamaran am Norderneyer Anleger
Cat No1 Katamaran am Norderneyer Anleger

Helgoland ist ein staatlich anerkanntes Seeheilbad . Geologische SehenswĂŒrdigkeiten sind unter anderem die "Lange Anna" und der Lummenfelsen . Die der Hauptinsel vorgelagerte und per FĂ€hre zu erreichende DĂŒne ist bevorzugtes Ziel derjenigen Urlauber , die nicht nur als Tagestouristen auf Helgoland verweilen und vor dem tĂ€glichen Touri-Anstrom dorthin "flĂŒchten". Auf der DĂŒne teilen sich die BadegĂ€ste an manchen Tagen den Strand mit einigen Robben , die ihre Scheu gegenĂŒber Menschen weitgehend abgelegt haben. Trotzdem ist Vorsicht geboten, weil sie nicht- domestizierte Tiere bleiben, die sehr ungemĂŒtlich werden können, wenn man Ihnen zu nah kommt. Es empfiehlt sich entsprechenden Abstand zu halten. Auf der DĂŒne befindet sich auch der kleine Flugplatz ( Flugplatz Helgoland-DĂŒne ), von dem aus in etwa 20 bis 30 Minuten das deutsche Festland erreicht werden kann.

FĂŒr weiterfĂŒhrende Informationen zum Fremdenverkehr auf der DĂŒne siehe DĂŒne-Tourismus.

Eine in Deutschland einmalige Touristenattraktion ist das Ausbooten von den FĂ€hren zur LandungsbrĂŒcke . Dies ist erforderlich, da der Hafen nicht genĂŒgend Platz fĂŒr die bis zu 10 SeebĂ€derschiffe bietet. Eine Ausnahme bilden die schnellen KatamaranfĂ€hren , die die typischen Tagestouristen beispielsweise von Borkum und Norddeich/Norderney nach Helgoland bringen und den SĂŒdhafen direkt ansteuern.

In der Wintersaison von Oktober bis MĂ€rz steuern die wenigen SeebĂ€derschiffe ebenfalls direkt den SĂŒdhafen an. Ein Ausbooten wĂ€re in dieser Jahreszeit nicht besonders reizvoll und je nach Witterung auch zu gefĂ€hrlich. In der Wintersaison gibt es auch nur eine regelmĂ€ĂŸige Schiffs-Verbindung zum Festland, diese stellt derzeit, ausgehend von Cuxhaven, die Funny Girl mehrmals wöchentlich sicher.

Weiterhin sind gut 400 m der alten unterirdischen und mehrere Kilometer langen Bunkeranlagen und SchutzrĂ€ume in FĂŒhrungen begehbar. Die genaue Zahl und LĂ€nge der unterirdischen GĂ€nge auf der Insel sind nach wie vor unbekannt.

Ein sehenswertes GebĂ€ude ist die St. Nicolai-Kirche auf dem Oberland mit einigen alten und neuen kĂŒnstlerischen Ausstattungen.

Nicht als SehenswĂŒrdigkeit gedacht, aber bei nautischem Interesse sehenswert, ist der grĂ¶ĂŸte Seenotkreuzer der DGzRS , die "Hermann Marwede ", sowie als Beispiel fĂŒr ein SWATH der Lotsen-Tender (abwechselnd "Duhnen" und "Döse").

In einer Ausgabe der Sendung Genial Daneben wurde behauptet, es gĂ€be am Strand von Helgoland eine FußgĂ€ngerampel, die vor zur Landung ansetzenden Privatflugzeugen warnen soll. Dies entspricht den Tatsachen.
Die Ampel am Flughafen
Die Ampel am Flughafen

Wirtschaft

Die Bevölkerung Helgolands lebt heute grĂ¶ĂŸtenteils von Einnahmen aus dem Tourismus. Auf Helgoland gibt es nach wie vor Duty-free -Shops. Daneben gibt es Handwerksbetriebe und seit 1892 eine weltweit angesehene Forschungseinrichtung: Die Biologische Anstalt Helgoland (BAH). Diese erforscht die Grundlagen des Lebens im Meer mit Schwerpunkten in der Nordsee und im Wattenmeer. Seit 1998 gehört die BAH zum Alfred-Wegener-Institut fĂŒr Polar- und Meeresforschung (AWI) mit Sitz in Bremerhaven. Eine weitere Forschungseinrichtung ist die Vogelwarte Helgoland, die frĂŒher Teil der BAH war. Infolge der Zerstörungen auf Helgoland nahm sie 1947 ihren Hauptsitz in Wilhelmshaven und heißt jetzt Institut fĂŒr Vogelforschung „Vogelwarte Helgoland“. Die Vogelwarte auf Helgoland ist heute eine Außenstelle dieses Instituts.

Es bestehen diverse FĂ€hrverbindungen zum Festland und zu anderen Inseln, so z.B. nach Bremerhaven, Cuxhaven, BĂŒsum oder eingeschrĂ€nkt nach Wilhelmshaven, von denen nur eine einzige (nach Cuxhaven alle 2 Tage) auch im Winter betrieben wird.

Politik

Flagge von Helgoland
Flagge von Helgoland

Die Insel Helgoland bildet eine amtsfreie Gemeinde im Kreis Pinneberg (Schleswig-Holstein).

Flagge

"GrĂŒn ist das Land, rot ist die Kant, weiß ist der Sand.
Das sind die Farben von Helgoland."

Sprachen

Neben dem Standard-Hochdeutsch und dem auch Halunder genannten HelgolÀndisch, einem eigenstÀndigen, nordfriesischen Dialekt, beherrschen viele vor allem Àltere HelgolÀnder auch noch Plattdeutsch bzw. NiedersÀchsisch .

Mit Landesgesetz vom 24. Dezember 2004 wurde Friesisch neben Deutsch Amtssprache auf Helgoland.

Siehe auch: Friesen-Droapen

Bauwerke

HelgolÀnder Richtfunkturm
HelgolÀnder Richtfunkturm
HelgolÀnder Leuchtturm
HelgolÀnder Leuchtturm

Auf Helgoland befindet sich ein Richtfunkturm sehr ungewöhnlicher Bauweise. Er ist als Stahlfachwerkkonstruktion mit dreieckigem Querschnitt ausgefĂŒhrt, die noch zusĂ€tzlich mit Pardunen gesichert ist. In unmittelbarer NĂ€he zum Richtfunkturm steht der Leuchtturm auf dem Oberland. Der im Zweiten Weltkrieg als Flakturm bzw. Flakleitstand konzipierte Bau wurde 1952 als Leuchturm in Betrieb genommen und besitzt das lichtstĂ€rkste deutsche Feuer mit einer Tragweite von 42 Seemeilen , so dass der Lichtstrahl in klaren NĂ€chten bis zu den ostfriesischen Inseln auszumachen ist. In den unteren zwei Stockwerken des Leuchtturms wurde zur Zeit des Kalten Kriegs ein Atombunker eingebaut, die Fenster in diesen Stockwerken sind nur aus stilistischen GrĂŒnden angebracht.

Sport

Am Pfingstwochenende findet jedes Jahr die Nordseewoche , Deutschlands grĂ¶ĂŸte Segelregatta fĂŒr Tourensegler in der Nordsee statt.

Ende Juli/Anfang August findet seit 2003 der Störtebeker Opti Cup statt, eine Regatta fĂŒr Optimisten.

Im Rahmen der allgemeinen Begeisterung am Ausdauersport wird auf Helgoland alljĂ€hrlich ein Marathonlauf veranstaltet, zu dem einige Hundert eventhungrige Sportler auf die Insel reisen. Außerdem bietet der VFL Fosite Helgoland noch ein großes Angebot von Sportarten an. Im Sommer findet alljĂ€hrlich ein Beachvolleyball -Turnier statt.

Verkehr

Außer von denen durch StVO § 35 mit Sonderrechten ausgestatteten RettungskrĂ€ften (im Falle Helgolands Polizei , Zollamt und Feuerwehr ) dĂŒrfen auf Helgoland nach StVO § 50 keine Kraftfahrzeuge oder FahrrĂ€der gefĂŒhrt werden. Dieser "Helgoland-Paragraph" ist einmalig in Deutschland.

Sonstiges

  • Helgoland entspricht nahezu perfekt der Beschreibung der Insel in der Nordsee, auf der sich das ZauberergefĂ€ngnis Askaban aus dem Harry Potter Universum befindet.
  • Werner Heisenberg entwickelte in den 1920ern wĂ€hrend eines Helgoland-Aufenthalts grundlegende Ideen seiner Theorie ĂŒber die Quantenmechanik, welche die Heisenbergsche UnschĂ€rferelation beinhaltet, ein Gedenkstein auf dem Oberland erinnert daran.
  • im Zweiten Weltkrieg fiel die erste Bombe auf deutschen Boden am 3. Dezember 1939 auf Helgoland.
  • Seit 1974 besteht eine StĂ€dtepartnerschaft mit Millstatt in Österreich

Literatur

  • Albert Panten: Helgoland im Mittelalter. Helgoland 2002
  • Erich LĂŒth : Helgoland, die unzerstörbare Insel. Ullstein TB-Vlg., B. 1984, ISBN 3548204244
  • Thorsten Berndt: Helgoland – Ansichten einer Hochseeinsel. S/W Bildband ISBN 3-529-02777-4
  • Thomas Willke: Wieder Hummer vor Helgoland. Bild der Wissenschaft 7/2005, S. 20–25 (2005), ISSN 0006-2375
  • Wendula Dahle: Helgoland – Das Reise- und Lesebuch fĂŒr die Insel. Edition Temmen 2001, ISBN 3-861-08490-2
  • James KrĂŒss: Mein Urgroßvater und ich

Weblinks

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