fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Flensburg: 12.02.2006 16:52

Flensburg

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Wappen Flensburgs Lage der kreisfreien Stadt Flensburg in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis : Kreisfreie Stadt
FlĂ€che : 56,38 kmÂČ
Einwohner : 85.955 (31. MĂ€rz 2005)
Bevölkerungsdichte : 1.525 Einwohner je kmÂČ
Arbeitslosenquote : 17.5% (2005)
Höhe : 0-54 (durchschnittl. 20) m ĂŒ. NN
Postleitzahlen : 24901 - 24944 (alt: 2390)
Vorwahlen : 0461
Geografische Lage :
Koordinaten: 54° 47' N, 09° 26' O
54° 47' N, 09° 26' O
Kfz-Kennzeichen : FL
GemeindeschlĂŒssel : 01 0 01 000
Stadtgliederung: 13 Stadtteile mit
38 statistischen Bezirken
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
24937 Flensburg
Offizielle Website: www.flensburg.de
E-Mail-Adresse: info@flensburg.de
Politik
OberbĂŒrgermeister : Klaus Tscheuschner ( parteilos )
StadtprÀsident : Hans Hermann Laturnus ( CDU )
StÀrkste Fraktion: CDU

Flensburg ( dĂ€nisch Flensborg, friesisch Flansborj, niederdeutsch Flensborg) ist eine kreisfreie Stadt im Norden Schleswig-Holsteins. Flensburg ist Zentrum des Landesteils SĂŒdschleswig. Nach Kiel und LĂŒbeck ist Flensburg die drittgrĂ¶ĂŸte Stadt des Landes. Flensburg ist die nördlichste Stadt auf dem Festland Deutschlands.

Die nĂ€chsten grĂ¶ĂŸeren StĂ€dte sind Kiel (86 km sĂŒdlich) und Kolding in DĂ€nemark (etwa 90 km nordöstlich).


Deutschlandweit bekannt ist Flensburg:

  • als der Sitz der Punktekartei fĂŒr VerkehrssĂŒnder beim Kraftfahrt-Bundesamt
  • als der Sitz der ErotikversandhĂ€ndler Beate Uhse und Orion Versand
  • als Herkunftsort des Flensburger Bieres (Flensburger Pilsener, auch " Flens " genannt)
  • als ehemals grĂ¶ĂŸter Standort von RumhandlungshĂ€usern (Flensburger Rumverschnitt )
  • als das Zentrum der dĂ€nischen Minderheit in Schleswig-Holstein
  • fĂŒr den MarinestĂŒtzpunkt und die Marineschule MĂŒrwik
  • fĂŒr sein Nordertor, ein Stadttor, welches eine Dauer-Briefmarke der Deutschen Post schmĂŒckte
  • durch die Handball-Bundesliga -Mannschaft SG Flensburg-Handewitt

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Flensburg, Ostufer
Flensburg, Ostufer

Flensburg befindet sich im Norden des Bundeslandes Schleswig-Holstein direkt an der deutsch-dÀnischen Grenze. Nach Westerland auf Sylt ist sie die zweitnördlichste Stadt in Deutschland. Flensburg liegt im inneren Winkel der Flensburger Förde, einer Ausbuchtung der Ostsee , teils in einem Tal teils auf umliegenden Höhen. Das Ostufer Flensburgs wird bereits zu der Halbinsel Angeln gerechnet.

Die Stadt liegt etwa 20 m ĂŒber NN. Die sich in einem Tal befindende Altstadt liegt bei 12 m. Der höchste Punkt der Stadt liegt bei 63,7 m ĂŒber NN. Die Stadtgrenze ist 32,0 km lang. Die grĂ¶ĂŸte Ausdehnung des Stadtgebiets betrĂ€gt von Norden nach SĂŒden 7,6 km und von Osten nach Westen 9,6 km.

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden des Kreises Schleswig-Flensburg und der dÀnischen Amtskommune SÞnderjylland grenzen an die Stadt Flensburg (sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt):

GlĂŒcksburg (Ostsee) (Amtsfreie Stadt), Wees (Amt Langballig), MaasbĂŒll, HĂŒrup, Tastrup und Freienwill (alle Amt HĂŒrup), Jarplund-Weding, Handewitt (Amt Handewitt), Harrislee (Amtsfreie Gemeinde) und Bov (dt. Bau) auf dĂ€nischer Seite der Flensburger Förde

Stadtteile

Die Stadt Flensburgs teilt sich in 13 Stadtteile, die sich wiederum in insgesamt 38 statistische Bezirke gliedern. Die Stadtteile haben eine zweistellige, die statistischen Bezirke eine dreistellige Nummer.

Die Stadtteile mit ihren zugehörigen statistischen Bezirken:

  • 01 Altstadt Liegt nicht ganz im Ortskern sondern leicht abschĂŒssig zur Seeseite hin.
    • 011 St. Nikolai
    • 012 St. Marien
    • 013 Nordertor
  • 02 Neustadt
    • 021 Duburg
    • 022 Nord
  • 03 Nordstadt
    • 031 Kreuz
    • 032 Galwik
    • 033 Klues
  • 04 Westliche Höhe
    • 041 Stadtpark
    • 042 Marienhölzung
    • 043 St. Gertrud
    • 044 Friedhof
  • 05 Friesischer Berg
    • 051 Exe
    • 052 Museumsberg
    • 053 FriedenshĂŒgel
  • 06 Weiche
    • 061 Sophienhof
    • 062 SchĂ€ferhaus
  • 07 SĂŒdstadt
    • 071 Martinsberg
    • 072 Rude
    • 073 Peelwatt
  • 08 Sandberg
    • 081 Achter de Möhl
    • 082 Adelbylund
    • 083 SĂŒnderup
  • 09 JĂŒrgensby
    • 091 St. Johannis
    • 092 St. JĂŒrgen
    • 093 JĂŒrgensgaard
    • 094 Sender
  • 10 Fruerlund
    • 101 Blasberg
    • 102 Bohlberg
    • 103 Hof
  • 11 MĂŒrwik
    • 111 StĂŒtzpunkt
    • 112 Osbek
    • 113 Wasserloos
    • 114 Friedheim
    • 115 SolitĂŒde
  • 12 Engelsby
    • 121 SĂŒd
    • 122 Vogelsang
  • 13 Tarup
    • 130 Tarup

Geschichte

Flensburg wurde spĂ€testens um 1200 am inneren Teil der Flensburger Förde von dĂ€nischen Siedlern gegrĂŒndet. 1284 wurde ihr Stadtrecht bestĂ€tigt, und die Siedlung stieg rasch zur bedeutendsten im Herzogtum Schleswig auf. Das Herzogtum Schleswig gehörte im Gegensatz zu Holstein nicht zum Deutschen Reich; Flensburg war kein Mitglied der Hanse, pflegte aber enge Kontakte mit dieser.

Historiker nehmen an, dass es mehrere GrĂŒnde fĂŒr die Wahl dieses Standortes gab:

  • Schutz vor heftigen Winden
  • Handelsstraße zwischen Holstein und NordjĂŒtland (Ochsenweg/Heerweg)
  • Handelsstraße zwischen Nordfriesland und Angeln
  • große Vorkommen von Heringen

Heringe, besonders in Salz eingelegt, waren die Ware fĂŒr die aufblĂŒhende Handelsunternehmen im Mittelalter: Sie wurden ins Binnenland und in fast alle europĂ€ischen LĂ€nder verschickt.


Am 28. Oktober 1412 stirbt die Königin Margarethe I. an Bord eines Schiffes im Hafen von Flensburg an der Pest .

In gewissen AbstĂ€nden rafften Pocken, die hauptsĂ€chlich vom Rattenfloh (Xenopsylla cheopis – Parasit, der Wanderratten befĂ€llt) verursachte Beulenpest , die Rote Ruhr oder andere Seuchen große Teile der Flensburger Bevölkerung hinweg. Leprakranke wurden streng isoliert; und zwar im St.-JĂŒrgen-Hospital (vor 1290 errichtet), das weit vor den Toren der Stadt (an der Stelle der heutigen St.-JĂŒrgen-Kirche) lag. Um 1500 wurde auch noch die Syphilis eingeschleppt. Das kirchliche Hospital „Zum Heiligen Geist“ stand in der Großen Straße (der heutigen Flensburger FußgĂ€ngerzone).

Der Alltag jedes einzelnen Flensburgers war sehr hart, und die damaligen Verkehrswege waren schlecht. Die Hauptstraßen waren nicht gepflastert und unbeleuchtet. Wenn es zu schlimm wurde, waren die BĂŒrger verpflichtet, die mit ViehdĂŒnger durchtrĂ€nkten Wege mit Holzstegen passierbar zu machen. Fenster hatten nur wenige PatrizierhĂ€user.

1485 kam es zu einem Großbrand in Flensburg. Auch von Sturmfluten blieb Flensburg in dieser Zeit nicht verschont.

Jeder BĂŒrgerhaushalt hielt im Haus und Hof Vieh. BĂŒrger hatten zudem eigene Kuh- und einen Schweinehirten.

Nach dem Niedergang der Hanse im 16. Jahrhundert galt Flensburg als eine der bedeutendsten HandelsstĂ€dte im skandinavischen Raum. Selbst bis ans Mittelmeer , bis nach Grönland und in die Karibik reichten die AktivitĂ€ten Flensburger Kaufleute. Die wichtigsten Handelswaren waren neben den Heringen zunĂ€chst Zucker und Tran , welcher auf der so genannten Grönlandfahrt durch Walfang gewonnen wurde. Erst der DreißigjĂ€hrige Krieg beendete diese BlĂŒtezeit, wĂ€hrend der die Stadt protestantisch wurde und sich in der Folge immer mehr der deutschen Kultur und Sprache öffnete, wĂ€hrend das Umland dĂ€nisch geprĂ€gt blieb.

Im 18. Jahrhundert erlebte Flensburg dank des Rumhandels eine zweite BlĂŒte. Der Rohrzucker wurde aus DĂ€nisch-Westindien importiert und in Flensburg raffiniert . Erst im 19. Jahrhundert , im Zuge der Industrialisierung, konnten sich die Flensburger Zuckerraffinerien nicht mehr gegen die Konkurrenz der benachbarten Metropolen Kopenhagen und Hamburg behaupten.

Der in Flensburg verschnittene Rum war dann ein AusweichgeschĂ€ft im Westindienhandel - nach 1864 aber nicht mehr mit DĂ€nisch-Westindien, sondern mit (dem damals britischen) Jamaika , von wo er eingefĂŒhrt und als Verschnitt in ganz Europa vertrieben wird. Heute gibt es nur noch ein aktives Rumhaus in Flensburg, "A. H. Johannsen".

Zwischen 1460 und 1864 war Flensburg neben Kopenhagen der zweitgrĂ¶ĂŸte Hafen des Königreichs DĂ€nemark und gehörte nach dem Deutsch-DĂ€nischen Krieg (1864) zu Preußen . Es lebt aber heute noch eine große Gemeinde der dĂ€nischen Minderheit in der Stadt. SchĂ€tzungsweise bis zu 25 % der BĂŒrger Flensburgs zĂ€hlen sich ihr zugehörig. Vor 1864 waren es ĂŒber 70 %, wie heute noch die dominierenden dĂ€nischen Familiennamen (Asmussen, Claussen, Jacobsen, Jensen, Petersen, etc.) im Flensburger Telefonbuch bezeugen. Oberschicht und BildungsbĂŒrgertum waren allerdings schon damals deutsch, und nach 1864 setzte sich die deutsche Sprache in der Stadt immer weiter durch.

Am 1. April 1889 wurde Flensburg ein eigenstĂ€ndiger Stadtkreis (kreisfreie Stadt) innerhalb der Provinz Schleswig-Holstein, blieb aber Sitz des Landkreises Flensburg. 1920 wurde nach Beschluss des Völkerbundes ĂŒber den Grenzverlauf abgestimmt. Infolge der Abstimmungsergebnisse (und des Zuschnitts der Abstimmungszonen) gingen Flensburgs nördliche Gebiete an DĂ€nemark . Siehe auch: SĂŒdjĂŒtland , wĂ€hrend sich Flensburg mit großer Mehrheit fĂŒr den Verbleib bei Deutschland entschied.

Die Stadt Flensburg erhielt im Gegenzug fĂŒr das mehrheitlich pro-deutsche Stimmverhalten eine große Veranstaltungshalle: das "Deutsche Haus", das als "Reichsdank fĂŒr deutsche Treue" von der Reichsregierung gestiftet wurde.

WĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs erlitt die Stadt so gut wie keine KriegsschĂ€den. 1943 starben allerdings ĂŒber 20 Kinder nach der Bombardierung ihres Kindergartens, und kurz nach dem Krieg forderte die Explosion eines Munitionslagers zahlreiche Opfer. 1945 zog sich Admiral Karl Dönitz nach der Eroberung von Berlin mit den restlichen Regierungsmitgliedern des Deutschen Reichs in die Fördestadt zurĂŒck, bevor er und seine Regierung in der heutigen Marineschule in MĂŒrwik von britischen Truppen verhaftet und abgesetzt wurden. Damit war Flensburg fĂŒr einige Wochen der Sitz der letzten Reichsregierung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ĂŒberschritt die Einwohnerzahl fĂŒr kurze Zeit die 100.000-Grenze und machte Flensburg zur Großstadt , doch sank die Einwohnerzahl danach wieder ab.

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in SĂŒdschleswig und insbesondere in Flensburg eine starke prodĂ€nische Bewegung, die an die Ideen der EiderdĂ€nen anknĂŒpften. Ihr Ziel war der Anschluss der Stadt und des Landesteils Schleswig an DĂ€nemark. Flensburg hatte in den ersten Jahren nach 1945 einen von dĂ€nischen Parteien dominierten Rat und entsprechend dĂ€nische BĂŒrgermeister.

Die Stadt Flensburg profitierte von der gezielten Ansiedlung militĂ€rischer Einrichtungen, die die Randlage der Stadt kompensieren helfen sollten. Seit der Wiedervereinigung nahm die Zahl der Soldaten um ca. 8.000 ab. Bis DĂ€nemarks Eintritt in die EWG, aber auch noch heute, spielt der Grenzhandel eine wichtige Rolle in Flensburg. Einige dĂ€nische Unternehmen wie Danfoss siedelten sich aus steuerlichen GrĂŒnden direkt sĂŒdlich der Grenze an.

1970 wurde der Kreis Flensburg um die Gemeinden des Amtes Medelby im Kreis SĂŒdtondern erweitert und 1974 mit dem Kreis Schleswig zum neuen Kreis Schleswig-Flensburg vereinigt, dessen Kreissitz die Stadt Schleswig wurde. Damit verlor Flensburg seine Funktion als Kreisstadt , blieb selbst aber eine kreisfreie Stadt.

Eingemeindungen

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts umfasste das Stadtgebiet von Flensburg eine FlÀche von insgesamt 2639 ha . Ab 1874 wurden folgende Gemeinden bzw. Gemarkungen in die Stadt Flensburg eingegliedert:

Jahr Orte Zuwachs in ha
1874 SĂŒder- und Norder-St. JĂŒrgen 36
1874 Fischerhof 3
27. Juli 1875 Duburg 10,5
1877 Hohlwege und Bredeberg 5,5
1. Dezember 1900 JĂŒrgensgaarde 205
1. April 1909 Klues 19
1. April 1910 Twedt, Twedterholz/Fruerlund und Engelsby 1458
1916 Teil des Kluesrieser Forstes (incl. WasserflÀche) 146,5
26. April 1970 Adelbylund 132
10. Februar 1971 Ausgemeindung des Strandes von Wassersleben -147,5
22. MĂ€rz 1974 SĂŒnderup und Tarup  ?

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um SchĂ€tzungen, danach um VolkszĂ€hlungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter bzw. der Stadtverwaltung selbst.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohnerzahlen
1436 3000
1600 6000
1760 6842
1835 12.483
1. Dezember 1875 ¹ 26.474
1. Dezember 1890 ¹ 36.894
1. Dezember 1900 ¹ 48.937
1. Dezember 1910 ¹ 60.922
16. Juni 1925 ¹ 63.139
16. Juni 1933 ¹ 66.580
17. Mai 1939 ¹ 70.871
13. September 1950 ¹ 102.832
6. Juni 1961 ¹ 98.464
27. Mai 1970 ¹ 95.400
30. Juni 1975 93.900
30. Juni 1980 88.200
30. Juni 1985 86.900
27. Mai 1987 ¹ 86.554
30. Juni 1997 86.100
31. Dezember 2003 85.300
31. Dezember 2004 85.762

¹ VolkszĂ€hlungsergebnis

Religionen

Die Stadt Flensburg ist christlich geprÀgt von den folgenden Konfessionen :

christliche Gemeinden

  • evangelisch-deutsch:

Das Gebiet der Stadt Flensburg gehörte von Anfang an zum Bistum Schleswig . Die Reformation fand jedoch recht frĂŒh Einzug. Die erste lutherische Predigt wurde 1526 in St. Nikolai gehalten. 1540 entstand die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schleswig-Holstein. Zu dieser gehörten auch alle Gemeindeglieder Flensburgs, bis zu deren Vereinigung zur Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche im Jahre 1977 . Heute gehören die Kirchengemeinden der Stadt - sofern sie nicht Mitglied einer Freikirche sind - zum Kirchenkreis Flensburg innerhalb des Sprengels Schleswig.

  • evangelisch-dĂ€nisch:

Die DĂ€nische Kirche in SĂŒdschleswig ist mit fĂŒnf Kirchengemeinden in Flensburg vertreten. Unter anderem ist mit der HeligĂ„ndskirke (Heiligengeistkirche) in der Altstadt die Hauptkirche der DĂ€nischen Kirche in SĂŒdschleswig in der Stadt vertreten. Die DĂ€nische Kirche ist eine rein evangelische und arbeitet als solche sowohl mit der dĂ€nischen Staatskirche (Folkekirke) wie auch mit der Nordelbische Kirche zusammen. Seit der Reformation werden in Flensburg auch Gottesdienste in DĂ€nisch gehalten (zuvor in Latein ).

  • katholisch:

Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken in die Stadt. Im Jahre 1899 wurde die katholische Pfarrkirche St. Marien erbaut. Nachdem das Bistum Schleswig bereits seit der Reformation nicht mehr existierte gehörten die katholischen Gemeindeglieder Flensburgs zum "Apostolischen Vikariat der Nordischen Missionen". 1930 wurde das Gebiet Schleswig-Holsteins auf Grund des Preußischen Konkordates von 1929 dem Bistum OsnabrĂŒck eingegliedert. Aus den nördlichen Gebieten dieses Bistums entstand 1993 das neue Erzbistum Hamburg, zu dem die Stadt Flensburg nunmehr gehört. Offiziell errichtet wurde das Erzbistum Hamburg allerdings erst am 7. Januar 1995. Die Pfarrgemeinden der Stadt Flensburg gehören innerhalb der Erzdiözese Hamburg zum Dekanat Flensburg.

  • freikirchliche Gemeinden und andere Religionsgemeinschaften : Neben den obigen Konfessionen sind in Flensburg folgende Gemeinden mit GotteshĂ€usern bzw. GemeindehĂ€usern vertreten:
    • baptistisch: Baptisten
    • methodistisch: Evangelisch-methodistische Kirche
    • urchristliche Gemeinde
    • mehrere andere freikirchliche Gemeinden
    • neuapostolisch: Auch die Neuapostolische Kirche ist seit 1899 und zur Zeit mit zwei Gemeinden im Stadtgebiet vertreten.
    • mormonisch : Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
    • Zeugen Jehovas

andere Gemeinden

  • Islam : die islamische Gemeinde hat ebenfalls eine Moschee in Flensburg.
  • Seit einigen Jahren besteht zudem auch eine kleine jĂŒdische Gemeinde in der Stadt

Politik

An der Spitze der Stadt Flensburg stand seit Jahrhunderten der Rat, mit zwei BĂŒrgermeistern, einer fĂŒr die Nordstadt (St. Marien) und einer fĂŒr die SĂŒdstadt (St. Nikolai und St. Johannis). Die Mitglieder des Rates und die BĂŒrgermeister wurden vom Rat selbst bestimmt, d. h. schieden Ratsmitglieder aus, wurden von den verbliebenen Ratsmitgliedern Nachfolger bestimmt, wobei jede der o. g. beiden "StadthĂ€lften" gleich viele Mitglieder im Rat hatte. Die Ratsherren trugen meist den Titel "Senator".

Diese "Stadtregierung" bestand in Flensburg bis 1742 , dann wurde der "BĂŒrgermeister des Nordens" zum "dirigierenden BĂŒrgermeister" vom Landesherrn, also dem König von DĂ€nemark ernannt. Aus diesem "dirigierenden BĂŒrgermeister" wurde spĂ€ter der 1. BĂŒrgermeister. Der "2. BĂŒrgermeister" trug lediglich den Titel "BĂŒrgermeister". Nach dem Übergang der Stadt an Preußen wurden ab 1870 die BĂŒrgermeister von den BĂŒrgern der Stadt gewĂ€hlt, wobei der 1. BĂŒrgermeister meist den Titel OberbĂŒrgermeister erhielt. WĂ€hrend der Zeit des Nationalsozialismus erfolgte der Ernennung des Stadtoberhaupts durch die seinerzeitigen Machthaber.

1945, Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde nach britischem Vorbild eine zweigleisige Verwaltungsspitze eingefĂŒhrt. An der Spitze der Stadt stand zunĂ€chst als Vorsitzender des Rates und des Magistrats der vom Rat gewĂ€hlte OberbĂŒrgermeister. Daneben gab es als Leiter der Verwaltung einen " Oberstadtdirektor ". 1950 trat die neue schleswig-holsteinische Gemeindeordnung in Kraft. Danach wurde der Titel "OberbĂŒrgermeister" (wieder) auf den Leiter der Verwaltung ĂŒbertragen. Er wurde zunĂ€chst weiterhin vom Rat gewĂ€hlt. Der Vorsitzende des Rates trĂ€gt seither den Titel "StadtprĂ€sident". Dieser wird ebenfalls nach jeder Kommunalwahl vom Rat gewĂ€hlt. Seit 1999 wird der OberbĂŒrgermeister jedoch wieder von der Bevölkerung direkt gewĂ€hlt.

Der erste direkt gewĂ€hlte OberbĂŒrgermeister Hermann Stell verstarb am 4. Mai 2004 an den Folgen eines Schlaganfalls. Zum OberbĂŒrgermeister wurde mit 59% der Stimmen am 14. November 2004 der parteilose von der CDU vorgeschlagene Klaus Tscheuschner gewĂ€hlt. StadtprĂ€sident ist seit der letzten Kommunalwahl 2003 Hans Hermann Laturnus.

Im Flensburger Rat sitzen heute Fraktionen der CDU , SPD , des SSW und der GrĂŒnen .

Siehe auch Liste der StadtoberhÀupter von Flensburg

Wappen

Das Wappen der Stadt Flensburg zeigt in Gold ĂŒber nach links ansteigenden blauen und silbernen Wellen einen sechseckigen roten Turm mit blauem Spitzdach, aus dem ĂŒbereinander die zwei schleswigschen/dĂ€nischen Löwen hervorbrechen; oben ist ein rotes Schild mit dem silbernem holsteinischen Nesselblatt zu sehen. Die Stadtflagge ist blau, belegt mit dem farbigen Wappen.

Die Löwen symbolisieren das Land Schleswig, das Nesselblatt das Land Holstein und bringen somit die Verbundenheit der Stadt Flensburg mit diesen beiden Landesteilen zum Ausdruck. Der Turm weist auf die alten Stadtrechte Flensburgs und auf die frĂŒhere Burg hin, die der Stadt ihren Namen gab. Die Wellen deuten auf die Lage der Stadt an der Flensburger Förde hin.
Das Wappen wurde durch König Wilhelm II. von Preußen im Jahre 1901 verliehen und in einer ĂŒberarbeiteten Form am 19. Januar 1937 durch den OberprĂ€sidenten der Provinz Schleswig-Holstein neu genehmigt.

StÀdtepartnerschaften

Flensburg unterhÀlt StÀdtepartnerschaften mit folgenden StÀdten:

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Im Westen von Flensburg fĂŒhrt die Bundesautobahn A 7 vorbei, die an der Staatsgrenze in Richtung DĂ€nemark als Europastraße 45 weiterfĂŒhrt. Ferner fĂŒhren die Bundesstraßen B 200 und B 199 durch das Stadtgebiet.

Im Westen der Stadt liegt der Flugplatz Flensburg-SchÀferhaus.

Den ÖPNV bedienen mehrere Buslinien der "Aktiv Bus GmbH" und der "Allgemeinen Flensburger Autobus Gesellschaft" (AFAG) sowie zahlreicher anderer Verkehrsgesellschaften. Sie alle sind zu einheitlichen Preisen innerhalb der Verkehrsgemeinschaft Flensburg zu benutzen. Wer mit der Eisenbahn in Flensburg ankommt und mit dem Bus weiterfahren will, sollte nach einem Bonbon fragen. Diesen verbilligten Busfahrschein gibt es beim Busfahrer nur an der Haltestelle am Bahnhof.

Der Flensburger Hauptbahnhof liegt seit 1929 sĂŒdlich der Altstadt. Von hier verkehren ZĂŒge auf der Hauptstrecke Hamburg- NeumĂŒnster- Fredericia , darunter einige Intercity -Verbindungen, sowie die ZĂŒge auf der Bahn nach Eckernförde und Kiel. Ein weiterer Haltepunkt fĂŒr die RegionalzĂŒge nach NeumĂŒnster befindet sich in Flensburg-Weiche. Die Strecke nach NiebĂŒll ist trotz BemĂŒhungen um Wiedereröffnung seit 1981 außer Betrieb, die Nebenbahn nach Husum und die Kleinbahnen nach Kappeln und Satrup existieren nicht mehr. Auch die 1881 als Pferdebahn eröffnete und seit 1906 elektrisch betriebene Straßenbahn mit zeitweise vier Linien wurde 1973 durch Busse ersetzt.

AnsÀssige Unternehmen

  • A.H. Johannsen (Flensburgs letztes und Ă€ltestes Rumhaus)
  • Beate Uhse AG (Erotik-Handelskette)
  • Flensburger Brauerei Emil Petersen GmbH und Co. KG (Flensburger Pilsener)
  • Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (Werft)
  • Motorola (Telekommunikation)
  • Orion GmbH (Erotik-Großhandel)
  • Queisser Pharma GmbH
  • Versatel (Telekommunikation)
  • Danfoss Compressors GmbH (KĂŒhlschrankkompressoren)
  • Lufthansa Systems (IT-Dienstleistung)
  • Krones AG, Werk Flensburg (Maschinenbau fĂŒr die GetrĂ€nkeindustrie)
  • Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH
  • Robbe & Berking (Silbermanufaktur von 1874)
  • Mitsubishi HiTec Paper Flensburg GmbH (seit 1696 wird am gleichem Standort produziert, heute besonders Thermopapier)
  • Stadtwerke Flensburg GmbH

Medien

In Flensburg erscheinen als Tageszeitung das "Flensburger Tageblatt", das vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag herausgegeben wird, sowie die zweisprachige Flensborg Avis (dĂ€nisch / deutsch). Außerdem gibt es zwei wöchentlich erscheinden AnzeigenblĂ€tter ("MoinMoin" und "Wochenschau") sowie eine Stadtillustrierte mit integriertem Szeneteil ("Flensburg Journal") und ein Stadtmagazin ("Partout").

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) betreibt eines seiner Ă€ltesten Studios ĂŒberhaupt in der NĂ€he vom Deutschen Haus.

Flensburg ist Standort mehrerer Rundfunksendeeinrichtungen: auf dem Fuchsberg im Stadtteil Engelsby betreibt der Norddeutsche Rundfunk eine Sendeanlage fĂŒr UKW, TV und Mittelwelle. Als AntennentrĂ€ger kommt ein 215 Meter hoher abgespannter, geerdeter Stahlfachwerkmast, an dem eine Reusenantenne fĂŒr Mittelwelle montiert ist, zum Einsatz. Dieser Sender ist Nachfolger des Senders Flensburg ĂŒber den am 8. Mai 1945 die Meldung von der deutschen Kapitulation verbreitet wurde.

Vom Fernmeldeturm Flensburg-Freienwill werden die landesweiten UKW-Hörfunkprogramme von R.SH, delta radio und von Deutschlandfunk und Deutschlandradio abgestrahlt.

Einen reinen Stadtsender (Lokalsender) hat Flensburg nicht. Das Landesrundfunkgesetz von Schleswig-Holstein erlaubt nur landesweit sendende Sender. Von 1993 bis 1996 versuchte "Radio Flensburg" ein Programm fĂŒr Flensburg, ĂŒber einen in GrenznĂ€he liegenden dĂ€nischen Lokalsender, zu etablieren. Das Projekt musste jedoch aufgrund finanzieller Probleme des dĂ€nischen Senders wieder eingestellt werden.

Der "Offene Kanal" in Flensburg zeigt an sieben Tagen die Woche, meist in den Abendstunden, ein von BĂŒrgern gemachtes Programm, das unter anderem ĂŒber Kabel zu sehen ist.

Öffentliche Einrichtungen

Flensburg ist Sitz folgender Einrichtungen und Institutionen bzw. Anstalten und Körperschaften des öffentlichen Rechts :

Bildung

  • UniversitĂ€t Flensburg mit rund 4.000 Studenten; gegrĂŒndet 1946 als PĂ€dagogische Hochschule, wurde sie 1994 zur UniversitĂ€t erhoben. Im Gegensatz zur UniversitĂ€t Kiel handelt es sich bei der Flensburger UniversitĂ€t aber nicht um eine VolluniversitĂ€t - Theologie, Medizin, Jura etc. können hier nicht studiert werden. Die Hochschule besitzt allerdings das Promotionsrecht .
  • Fachhochschule Flensburg mit mehr als 3.000 Studenten; 1886 entstand eine Königliche Seedampf-Maschinisten-Schule, aus welcher sich eine Schiffingenieurschule entwickelte. Aus dieser wiederum ging die Fachhochschule fĂŒr Technik hervor, die 1973 in die Fachhochschule Flensburg umgewandelt wurde, nachdem auch der Fachbereich Wirtschaft gegrĂŒndet worden war.
  • Marineschule MĂŒrwik hier wird der Offiziersnachwuchs der Deutschen Marine ausgebildet.

Daneben gibt es in Flensburg das komplette Angebot an allgemein bildenden (darunter auch einige in dĂ€nischer TrĂ€gerschaft) und beruflichen Schulen. Flensburg ist Sitz der Landeszentralbibliothek Schleswig-Holstein, einer UniversitĂ€tsbibliothek, einer StadtbĂŒcherei und der DĂ€nischen Zentralbibliothek fĂŒr SĂŒdschleswig. Letztere bietet nicht nur Intensivkurse in DĂ€nisch an, sondern verfĂŒgt mit der "Schleswigschen Sammlung" ĂŒber einzigartiges Material zur Geschichte und Kultur des Grenzlandes. Flensburg hat ein umfangreiches Stadtarchiv. Das Archiv der dĂ€nischen Minderheit in SĂŒdschleswig befindet sich an der DĂ€nischen Zentralbibliothek.

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Theater

  • Schleswig-Holsteinisches Landestheater (im Stadttheater) und Sinfonieorchester
  • Niederdeutsche BĂŒhne der Stadt Flensburg
  • DĂ€nisches Theater (Det Lille Teater)
  • Theaterwerkstatt Pilkentafel
  • Orpheus-Theater
Der Oluf-Samson-Gang und die DĂ€nische Zentralbibliothek fĂŒr SĂŒdschleswig am Ende der Straße
Der Oluf-Samson-Gang und die DĂ€nische Zentralbibliothek fĂŒr SĂŒdschleswig am Ende der Straße

Archive und Bibliotheken

  • Stadtarchiv, sehr umfangreiche Sammlungen, im Rathaus
  • Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig, mit Archiv der dĂ€nischen Minderheit und schleswigscher Buchsammlung
  • StadtbĂŒcherei
  • Landeszentralbibliothek und Zentrale Hochschulbibliothek

Museen

  • Museumsberg - Museum fĂŒr Kunst- und Kulturgeschichte.
  • Schifffahrtsmuseum - Museum fĂŒr Schiffahrt und Schiffbau.
  • Rummuseum - Geschichte der Rumstadt Flensburg.
  • Naturwissenschaftliches Museum - Tier- und Pflanzenwelt des nördlichen Schleswig-Holsteins.
  • Museumshafen - Private Initiative zur Erhaltung alter Segelschiffe.
  • Museumswerft - Segelschiffbau der letzten Jahrhunderte fĂŒr Kinder.
  • Fischereimuseum - Initiative des Fischereivereins, liegt am alten Fischereihafen.
  • PhĂ€nomenta - Natur und Technik erleben und begreifen.
  • Salondampfer "Alexandra" - Förderverein zur Wiederinbetriebnahme des Dampfers von 1908.
  • Gerichtshistorische Sammlung - im Langericht Flensburg.
  • BergmĂŒhle - Verein zur Erhaltung der historischen WindmĂŒhle von 1792.
  • Johannesburger Heimatstube - Dokumente, Bilder und Schriften aus Ostpreußen.

Bauwerke

Flensburg besitzt eine gut erhaltene Altstadt mit zahlreichen SehenswĂŒrdigkeiten frĂŒherer Jahrhunderte. Charakteristisch ist die Lage parallel zum Wasser. Drei der vier Altstadtkerne erstrecken sich entlang dieser Nord-SĂŒd-Achse. Der Bauboom der Kaiserzeit fĂŒhrte zwar zu einer teilweisen Verbauung der Altstadt, aber ohne deren Struktur zu zerstören, und fĂŒhrte bemerkenswerte Stadterweiterungen mit sich. Im Zweiten Weltkrieg fast unzerstört geblieben, setzte sich in Flensburg wie andernorts nach dem Zweiten Weltkrieg eine Baupolitik durch, welche sich von den altstĂ€dtischen Strukturen lösen und die Innenstadt im Stil der Zeit neu gestalten und mit ĂŒberdimensionierten Verkehrsbauten ĂŒberziehen wollte. Dies konnte zwar wegen Geldmangels verhindert werden, doch fĂŒhrte die Planungsunsicherheit zum Verfall namentlich der nördlichen und der östlichen Altstadt. Zahlreiche Altbauten verschwanden und wurden durch unangepasste Neubauten ersetzt. Dieser Trend wurde erst gegen Ende der 1970er Jahre gestoppt. Trotz erheblicher Verluste bietet Flensburg immer noch das Bild einer weitgehend geschlossen erhaltenen Altstadt im Tal, an die sich die Erweiterungen der GrĂŒnderzeit auf den Anhöhen gut anfĂŒgen.

  • Johanniskirche, Ă€lteste Kirche der Stadt, 12. Jahrhundert
  • Marienkirche, hochgotisch, barock umgestaltet, Turm von 1885, wertvolle Ausstattung
  • Nikolaikirche, gotische Hauptkirche, berĂŒhmter Orgelprospekt von Hinrich Ringeringk
  • Heiliggeistkirche, ehemalig Kapelle des Hospitals zum Heiligen Geist
  • Franziskanerkloster, Reste von 1263
  • Nordertor, das Wahrzeichen der Stadt
  • Kompagnietor erbaut 1602, Schifferkompagnie und Hafentor
  • Alt-Flensburger Haus, Elternhaus der BrĂŒder Eckener, Norderstraße 8
  • Flensborghus, ein ehemaliges Waisenhaus, heute Sitz der dĂ€nischen Minderheit, Norderstraße 76
  • Zahlreiche Kaufmannshöfe, vom alten Hauptstraßenzug Holm-Große Straße-Norderstraße abgehend, die grĂ¶ĂŸte architektonische Besonderheit der Stadt
  • SĂŒdermarkt mit dem Ă€ltesten Haus der Stadt
  • Nordermarkt mit dem Schrangen und Neptunbrunnen
  • Rote Straße mit schönen Handwerkerhöfen
  • JĂŒrgenstraße mit dem GĂ€ngeviertel, frĂŒhere Vorstadt
  • Oluf-Samson-Gang, malerische Gasse mit kleinen FachwerkhĂ€usern, das historische "Rotlichtviertel" Flensburgs
  • Speicherlinie
  • SchiffbrĂŒcke
  • geringe Reste der Stadtmauern, an der Nikolaikirche und am Franziskanerkloster
  • BergmĂŒhle und JohannismĂŒhle
  • Deutsches Haus , Versammlungs und Veranstaltungshalle im Zentrum
  • Hauptbahnhof, 1929 fertiggestellt
  • Rathaus, siebzehnstöckiger Kubus von 1964, 1997 totalrenoviert, im Volksmund "Umzugskarton" genannt
  • Altes Gymnasium, 1914 erbaut, das Ă€lteste Gymnasium Flensburgs, 1566 als "Gymnasium trilingue" (Latein, Griechisch, HebrĂ€isch) gegrĂŒndet
  • Duborg Skolen, das einzige dĂ€nische Gymnasium in Deutschland, sowie weitere Schulbauten
  • Westindienspeicher

Verlorene Bauten

  • Gertrudenkirche, Kirche der Ramsharde, nach Reformation eingegangen, Friedhof bis 1822 erhalten
  • JĂŒrgen-Hospital, nach Reformation aufgegeben, heute steht dort die neue St. JĂŒrgen-Kirche
  • Altes Rathaus, 15. Jahrhundert, 1883 abgerissen
  • RegierungsgebĂ€ude, Appellationsgericht und StĂ€ndehaus, 1850-64 politisches Zentrum des Herzogtums Schleswig, 1964 einem Kaufhausbau gewichen
  • Speicher Johannisstraße 78, 1945 durch Bombe zerstört
  • Stadtbefestigung, zuletzt das Rote Tor
  • Flensburger Löwe, 1862 enthĂŒllt, heute in Kopenhagen , Kopie in Berlin

Sonstige SehenswĂŒrdigkeiten

Flensburger Hafen
Flensburger Hafen
  • Flensburger Förde
  • Alter Friedhof, schöne Parkanlage mit bemerkenswerten GrabdenkmĂ€lern des 19. Jahrhunderts
  • Christiansenspark, Überrest eines sehr großen Landschaftsparks
  • Volkspark im Osten der Stadt
  • Marienhölzung (dĂ€n. Frueskov) im Westen der Stadt

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

  • Mai/Juni: Rumregatta (jĂ€hrlich)
  • Juni/Dezember: Campusfete (zweimal/Jahr)
  • Juni: Rote-Straße-Fest (jĂ€hrlich)
  • Juli: Dampf-Rundum (alle zwei Jahre)
  • Juli/August: Flensburger Hofkultur (jĂ€hrliches Sommerkulturprogramm)
  • August: Flensburger Tummelum (Altstadtfest) (alle zwei Jahre)
  • Oktober: Apfelfahrt des Museumshafen (jĂ€hrlich)
  • Dezember: Weihnachtsmarkt (jĂ€hrlich)

Sport

In Flensburg ist der deutsche Meister und Pokalsieger von 2004 der Handball-Bundesliga, die SG Flensburg-Handewitt, zu Hause.

GrĂ¶ĂŸter Verein ist der Turn- und Sport-Bund (TSB), der 1973 aus der Vereinigung des Flensburger Turnerbundes und des ATSV VorwĂ€rts FLensburg hervorgegangen ist.

Dansk Gymnastik Forening Flensborg (DGF) ist der grĂ¶ĂŸte dĂ€nische Sportverein in der Stadt.

Weitere wichtige Sportvereine sind Flensburg 08 (vor allem Fußball), ETSV Weiche, SV Adelby, VfB Nordmark und IF Stjernen. DarĂŒber hinaus gibt es eine Vielzahl kleinerer Vereine, die sich auf einzelne Sportarten spezialisiert haben. Dazu zĂ€hlte auch Dansk Bokseklub (DBK) Sparta, der in den 1980/90er Jahren lange Zeit in der Bundesliga kĂ€mpfte.

Sprachen

Flensburg hat auch eine "eigene" Sprache, das so genannte Petu (auch Petuh) oder Petutantendeutsch (auch Petuh-Tanten-Deutsch). Leider wird diese Mundart, eine Mischung aus Deutsch, Niederdeutsch und DĂ€nisch, nur noch von wenigen Menschen gesprochen, es finden sich aber immer noch viele Wörter oder Redewendungen im heutigen Sprachgebrauch, wie z. B. SĂŒnde (immer mit scharfem S und angedeutetem D: "SssĂŒnne") fĂŒr schade, bedauerlich, bedauernswert oder Aggewars fĂŒr Stress, MĂŒhe, Umstand.

Beispiele:
Is dat SĂŒnde! Das ist aber schade!
Dat mit dem Jensen is voll SĂŒnde, nich? Schlimm, was dem Jensen passiert ist, oder?
So'n Aggewars! Was fĂŒr ein Stress!
Nun sollen wir mal sehen und kommen los. Nun lass' uns mal zusehen, dass wir losgehen.
Dascha 'n Maars un kriegn 'n guten Platz in'n Unibus! Das ist ja schwer, im Omnibus einen guten Platz zu bekommen!

Ein beliebter Satz ist auch:
Wie kann ein sitzen bei ausses Licht und zue Rollon und nÀhŽn abbe Knöpfe an?
Wie kann einer sitzen bei ausgeschaltetem Licht und geschlossenen Rollos und abgerissene Knöpfe annÀhen?

Zu einem vergleichbaren PhÀnomen in Hamburg siehe auch: Missingsch

Neben dem typisch Flensburger Petu werden hier auch eigene Variationen des Deutschen , Niederdeutschen und DĂ€nischen gesprochen. Daneben gibt es eine friesische Sprachkolonie in Flensburg, der die Stadt vermutlich den allgemeinen Gruß Moi(n)-Moin zu verdanken hat (siehe dort).

Besonders dieses Moin wurde dann durch den Comic-Zeichner Rötger Feldmann (Brösel), der als Lithographie -Lehrling in Flensburg seine ersten Comics ( Werner ) zeichnete, und dann spĂ€ter zurĂŒck nach Holstein (Kiel) ging, deutschlandweit bekannt, und in der Jugendsprache fast ĂŒberall als besonderer Slang akzeptiert.

Wiktionary: Petutantendeutsch – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

Persönlichkeiten

EhrenbĂŒrger

Die Stadt Flensburg hat folgenden Personen das EhrenbĂŒrgerrecht verliehen (chronologisch nach Zeitpunkt der Verleihung):

  • 1851: Friedrich Ferdinand Tillisch , Minister fĂŒr das Herzogtum Schleswig
  • 1857: Christian Rönnekamp, Kaufmann und Reeder
  • 1867: Edwin Freiherr von Manteuffel, Gouverneur des preußischen Königs
  • 1872: Karl von Wrangel, General
  • 1895: Otto FĂŒrst von Bismarck , Reichskanzler
  • 1911: Friedrich Wilhelm Selck, Kommerzienrat
  • 1917: Heinrich Schuldt, Stadtrat
  • 1924: Dr. Hugo Eckener, Luftfahrtpionier
  • 1930: Dr. Hermann Bendix Todsen, OberbĂŒrgermeister
  • 1999: Beate Uhse, Pilotin und Unternehmerin

Söhne und Töchter der Stadt

  • LĂŒtke Namens ( 1497 – 1574 ), der letzte Franziskanermönch und Kritiker der Reformation .
  • Johan Lorentz (um 1610 – 1689 ), dĂ€nischer Komponist.
  • Hans Christiansen ( 1866 – 1945 ), Kunsthandwerker und Jugendstil-BegrĂŒnder.
  • Elvira Madigan ( 1867 – 1889 ), dĂ€nische Zirkusartistin und tragisch Liebende.
  • Hugo Eckener ( 1868 – 1954 ), Pionier der deutschen Zeppelin -Luftfahrt.
  • Emmy Hennings ( 1885 – 1948 ), Schriftstellerin und Dadaistin .
  • Rolf Boysen ( 1920 – ), Schauspieler.
  • Dieter Thomas Heck ( 1937 – ), Fernsehmoderator und SĂ€nger.
  • Kay Nehm ( 1941 – ), Jurist und Generalbundesanwalt .
  • Jutta Lampe ( 1943 – ), Schauspielerin.
  • Marion Maerz ( 1946 – ), SchlagersĂ€ngerin.
  • Echt (populĂ€r ca. 1997 – 2001 ), fĂŒnfköpfige Musikgruppe.

Nicht in Flensburg geboren aber eine Zeit lang in Flensburg lebte Theodor Mommsen ( 1817 – 1903 ), der erste NobelpreistrĂ€ger fĂŒr Literatur ( 1902 ).

Literatur

  • Flensburg - Geschichte einer Grenzstadt, Gesellschaft fĂŒr Flensburger Stadtgeschichte (Hrsg.), 655 S., Flensburg, 1966.
  • Deutsches StĂ€dtebuch. Handbuch stĂ€dtischer Geschichte Band I Nordostdeutschland - Im Auftrag der Konferenz der landesgeschichtlichen Kommissionen Deutschlands mit der UnterstĂŒtzung des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1939.

Weblinks

Wikinews: Themenportal Flensburg – aktuelle Nachrichten

Die offizielle Seite der Stadt ist in der Datentabelle oben eingetragen.



Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Flensburg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Flensburg verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de