fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Magdeburg: 19.02.2006 22:34

Magdeburg

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Wappen von Magdeburg Lage Magdeburgs in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis : Kreisfreie Stadt
Fl├Ąche : 200,94 km┬▓
Einwohner : 228.775 (31. Dezember 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 1.139 Einwohner/km┬▓
H├Âhe : 43 m ├╝. NN
Postleitzahlen : 39104-39130 (alt 3010-3090)
Telefonvorwahl : 0391
Geografische Lage :
Koordinaten: 52┬░ 8' N, 11┬░ 37' O
52┬░ 8' N, 11┬░ 37' O
Kfz-Kennzeichen : MD
Gemeindeschl├╝ssel : 15 3 03 000
Stadtgliederung: 40 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Politik
Oberb├╝rgermeister : Dr. Lutz Tr├╝mper ( SPD )

Magdeburg ist eine Stadt in Deutschland . Sie ist die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt und die fl├Ąchengr├Â├čte Stadt sowie eines der 3 Oberzentren dieses Bundeslandes. Magdeburg ist sowohl katholischer als auch evangelischer Bischofssitz und Standort zweier Hochschulen: der Otto-von-Guericke-Universit├Ąt und der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH).

Die Stadt liegt an der Elbe und am Rand der Magdeburger B├Ârde auf altem Kulturboden. Im Jahr 2005 feierte sie ihr 1200-j├Ąhriges Bestehen.

N├Ąchst gelegene gr├Â├čere St├Ądte sind Wolfsburg etwa 64 km nordwestlich, die Partnerstadt Braunschweig etwa 75 km westlich, Halle (Saale) etwa 75 km s├╝dlich und Potsdam etwa 105 km ├Âstlich. Berlin liegt 130 km ├Âstlich. Die Einwohnerzahl der Stadt Magdeburg ├╝berschritt um das Jahr 1878 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Gro├čstadt wurde. Heute leben in der Landeshauptstadt rund 230.000 Menschen.

Der Name der Stadt geht zwar etymologisch auf das Wort " Magd " zur├╝ck, wird aber mit kurzem a gesprochen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Magdeburger Br├╝cken
Magdeburger Br├╝cken

Magdeburg liegt am Ostrand der Landschaft Magdeburger B├Ârde an der mittleren Elbe in 50 Meter Meeresh├Âhe . Die Stadt erstreckt sich vornehmlich am westlichen Hochufer des Stroms an einer Gel├Ąndestufe , die durch den Domfelsen gebildet wird; sie ist eine der wenigen St├Ądte der Norddeutschen Tiefebene , die auf Fels gegr├╝ndet ist. Teilweise liegt das Stadtgebiet auf einer langgestreckten Insel zwischen "Strom Elbe" und "Alter Elbe" und am flachen rechten Ufer des Flusses.

Von der Innenstadt nur durch die Elbe getrennt, erstreckt sich auf fast 300 Hektar die "gr├╝ne Oase" des Elbauen- und Herrenkrug-Parks. Der "Jahrtausend"- Aussichtsturm (s. unten) und eine Seeb├╝hne bereichern den Landschaftspark seit der Gartenausstellung 1999.

Nachbargemeinden

Magdeburger Hauptbahnhof
Magdeburger Hauptbahnhof

Folgende Gemeinden , benannt nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten, grenzen an die Stadt Magdeburg:

Stadtgliederung

Die Stadt Magdeburg ist in 40 Stadtteile eingeteilt. In einigen Stadtteilen gibt es teilweise weitere Unterteilungen, die sich im Laufe der Geschichte eingeb├╝rgert haben. Dabei handelt es sich meist um Neubausiedlungen oder Wohngebiete, deren Grenzen durchaus auch flie├čend sind. Diese sind in der nachfolgenden ├ťbersicht hinter dem jeweiligen Stadtteil einger├╝ckt genannt.

Die Stadtteile von Magdeburg
Die Stadtteile von Magdeburg

Geschichte

Ur- und Fr├╝hgeschichte

Fr├╝heste Faustkeilfunde datieren aus der fr├╝hen Saaleeiszeit vor etwa 150.000 Jahren.

Nachweise f├╝r sesshafte menschliche Anwesenheit im Magdeburger Raum finden sich seit der sp├Ąten Weichsel-Eiszeit (ca. 15.000 v. Chr.). W├Ąhrend der neolithischen Linienbandkeramik wurde um 5.400 v. Chr. das Gebiet durch St├Ąmme der Donaul├Ąndischen Kultur besiedelt. Der fruchtbare L├Â├čboden , die N├Ąhe von Wald und Wasser boten gute Bedingungen und das westliche Elbufer Schutz vor Hochwasser.

Mittelalter

Karl der Gro├če und Otto I.

Otto der Gro├če und seine Gattin Edith landen bei Magdeburg
Otto der Gro├če und seine Gattin Edith landen bei Magdeburg

Magdeburg wurde 805 erstmals im Diedenhofer Kapitular Karls des Gro├čen als Magadoburg erw├Ąhnt und war Kaiserpfalz unter Kaiser Otto I.

919 befestigte Heinrich I. der Vogler Magdeburg gegen die Magyaren und Slawen . Jedoch wurde die Magdeburger Elbfurt gleichzeitig genutzt, um mit den ├Âstlich der Elbe lebenden Slawen Handel zu treiben.

Magdeburg unter den Ottonen

929 arrangierte Heinrich I. die Hochzeit seines Sohnes Otto I. des Gro├čen mit Edith ( Editha , Eadgyth), der Tochter Edward des ├älteren von England. Bei Otto und Ediths Hochzeit erhielt sie Magdeburg als Morgengabe .

937 wurde eine Reichsversammlung unter Beteiligung von zwei Erzbisch├Âfen, acht Bisch├Âfen und h├Âchsten s├Ąkularen W├╝rdentr├Ągern abgehalten. Zur selben Zeit wurde das Mauritiuskloster (Moritzkloster) zu Ehren des St. Mauritius gestiftet.

946 starb K├Ânigin Editha und wurde in der Klosterkirche, dem sp├Ąteren Magdeburger Dom, beigesetzt. Otto heiratete danach Adelheid von Italien welche die Architektur Magdeburgs stark beeinflusste.

962 wurden Otto der Gro├če und seine zweite Frau Adelheid mit der Kaiserkrone des Heiligen R├Âmischen Reiches gekr├Ânt.

Auf der Synode von Ravenna wurde 968 Magdeburg zum Erzbistum erhoben. Adalbert von Magdeburg wurde als St. Adalbert, Apostel der Slawen, best├Ątigt. Zum Erzbistum geh├Ârten die Bist├╝mer Brandenburg, Havelberg, Mei├čen (bis 1399), Merseburg , Posen (bis etwa 1000), Zeitz-Naumburg, und Lebus (erst ab 1420).

973 starb Kaiser Otto der Gro├če. Er wurde neben seiner ersten Frau Editha beigesetzt.

995 schloss Otto III. Schlesien mit einem Patent dem Bistum Mei├čen an und unterstellte es dem Erzbistum Magdeburg .

Messe- und Bischofsstadt

1035 wurde Magdeburg zur Messestadt erkl├Ąrt, ein Patent gab der Stadt das Recht, Handelsausstellungen und Konventionen abzuhalten. Viele Besucher aus vielen L├Ąndern trieben in Magdeburg Handel. So fand sich eine Magdeburger Silberm├╝nze aus dem 11. Jahrhundert im M├╝nzfund von Sandur auf den F├Ąr├Âern. Im Jahre 1126 wurde Norbert von Xanten , der sp├Ąter heilig gesprochen wurde, Erzbischof von Magdeburg. Im 12. Jahrhundert l├Âste sich die Stadt vom Stadtherrn (Erzbistum Magdeburg), doch konnte sie nie die v├Âllige Freiheit erlangen. 1500 wird das Erzstift dem Nieders├Ąchsischen Reichskreis zugeteilt. 1503 verlegte der Erzbischof seine Residenz nach Halle und die Einf├╝hrung der Reformation 1524 vertiefte die Gegens├Ątze zwischen Stadt und Erzbistum weiter.

Neuzeit

Fr├╝he Neuzeit

Magdeburg um 1640 (Merian)
Magdeburg um 1640 (Merian)

Im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg wurde Magdeburg durch kaiserliche Truppen unter dem Feldherrn der katholischen Liga Tilly am 10. Mai / 20. Mai 1631 erobert und ging anschlie├čend in Flammen auf ("Magdeburger Hochzeit"). Dieser Vorgang erlangte auch unter dem Begriff Magdeburgisieren traurige Ber├╝hmtheit. Dabei wurden bis auf wenige tausend Menschen die Einwohner durch die einr├╝ckenden Truppen sowie dem Brand get├Âtet. Die Stadt wurde weitgehend zerst├Ârt. Mit 20.000 (nach anderen Angaben bis zu 30.000) Toten gilt dies als das gr├Â├čte Einzelmassaker des drei├čigj├Ąhrigen Krieges. 1635 wurde die Stadt und das Erzstift im Frieden von Prag dem s├Ąchsischen Prinzen August ├╝berlassen, der bereits 1628 zum Administrator gew├Ąhlt worden war. Im Westf├Ąlischen Frieden 1648 wurde das Erzstift Magdeburg dem Kurf├╝rstentum Brandenburg als Anwartschaft zugesprochen, die aber erst nach dem Tod des s├Ąchsischen Administrators eingel├Âst werden sollte. In jener Zeit ( 1646 bis 1681 ) war Otto von Guericke B├╝rgermeister von Magdeburg. Er war gleichzeitig Physiker, Erfinder der Kolbenluftpumpe und f├╝hrte die ber├╝hmten Vakuumversuche mit den Magdeburger Halbkugeln aus.

1680 kam nach dem Tode Augusts das nun als Herzogtum Magdeburg s├Ąkularisierte Erzstift und damit auch die Stadt unter brandenburgische Herrschaft.

Bereits nach 1666 stationierte der Kurf├╝rst von Brandenburg 15.000 Mann in der Stadt und lie├č die im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg zerst├Ârten Befestigungen wiedererrichten. Im 18. Jahrhundert wurde die Festung weiter ausgebaut. Unter Friedrich II. nahm die Festung 200 Hektar (ha) ein; das Stadtareal erreichte dagegen nur 120 ha.

19. Jahrhundert

Magdeburg um 1900
Magdeburg um 1900

1807 kam die Stadt vor├╝bergehend zum K├Ânigreich Westfalen und wurde Sitz des Elbdepartements.

Nach dem f├╝r Napoleon verlorengegangenen Krieg kam Magdeburg 1814 wieder an Preu├čen und wurde 1816 Hauptstadt der Provinz Sachsen sowie Sitz des Regierungsbezirks Magdeburg und des Landkreises Magdeburg . 1828 entstand der Stadtkreis Magdeburg und 1887 wurde der Landkreis Magdeburg aufgel├Âst. Das Magdeburger Umland geh├Ârte danach zu den Kreisen Jerichow I (sp├Ąter Burg), Calbe, Wanzleben und Wolmirstedt, die bei der j├╝ngsten Kreisreform 1993 aufgel├Âst beziehungsweise mit benachbarten Landkreisen zu gr├Â├čeren Verwaltungseinheiten zusammen geschlossen wurden.

Zweiter Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Industrieproduktion durch Besch├Ąftigung von Zwangsarbeitern aufrechterhalten. Die Brikettenbraunkohle-Benzin-AG ( Brabag ) als gr├Â├čter Treibstofflieferant der Wehrmacht errichtete 1944 sechs KZ-Au├čenlager. Eines davon, das KZ ÔÇ×MagdaÔÇť, befand sich in Magdeburg-Rothensee. Die anderen f├╝nf befanden sich an anderen Orten in Sachsen (Lausitz) und dem heutigen Sachsen-Anhalt. Zwischen Juni 1944 bis Februar 1945 arbeiteten dort 2172 Juden, von denen etwa 65 Prozent starben.

Von 1943 bis 1945 befand sich ein Au├čenlager des Konzentrationslagers Buchenwald bei der Firma "Polte" in der Magdeburger Liebknechtstra├če. ├ťber 3000 vornehmlich Juden aus den KZ Riga-Kaiserwald, Auschwitz , Stutthof und Ravensbr├╝ck, und russische und polnische Gefangene mussten hier schwere Arbeit verrichten und lebten in einem Barackenlager.

Ab 1943 wurde Magdeburg durch alliierte Bomberverb├Ąnde angegriffen. Erste Ziele waren die Industriebetriebe, die zur R├╝stungsproduktion geh├Ârten. Die Altstadt wurde durch den Luftangriff am 16. Januar 1945 zu etwa 90 Prozent zerst├Ârt. Unter anderem 15 Kirchen wurden zerst├Ârt und auch die Gr├╝nderzeit -Viertel erlitten - wie in Berlin, Chemnitz und Dresden - ungeheuere Sch├Ąden. Die "Nordfront" wurde fast v├Âllig zerst├Ârt.

DDR

Nach dem Krieg wurden die Innenstadt und betroffene Viertel enttr├╝mmert (siehe " Tr├╝mmerfrauen "). Aus Geldmangel wurden aber von den besch├Ądigten Geb├Ąuden nur die wertvollsten gerettet beziehungsweise die von Zerst├Ârung weniger betroffenen Bauten restauriert (Magdeburger Dom, Kloster Unser Lieben Frauen, Rathaus). Auf "Ruinen" sollte eine neue Stadt entstehen.
So pr├Ągen heute anstelle der Barockh├Ąuser des Breiten Wegs, der Gr├╝nderzeit- und Jugendstilgeb├Ąude zahlreiche Plattenbauten die Innenstadt und Neubaugebiete, erg├Ąnzt um einige Bauten der Nationalen Tradition der Nachkriegszeit, die die sowjetische Architektur der Stalinzeit zum Vorbild haben.

Von 1945 bis 1953 tragen die Magdeburger Gro├čbetriebe als SAG-Betriebe zur Erf├╝llung der Deutschland auferlegten Reparationsverpflichtungen bei.

In der DDR blieb Magdeburg Standort des Schwermaschinenbaus (z.B. SKET) und wurde 1952 Bezirksstadt des Bezirks Magdeburg, der 1990 wieder aufgel├Âst wurde.

Vereinigtes Deutschland

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands bildeten die Bezirke Halle und Magdeburg den Kern des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Dabei wurde Magdeburg in einer knappen Abstimmung des ersten Landtages zwischen Magdeburg und Halle zur neuen Landeshauptstadt bestimmt. 1992 /94 wurde Magdeburg wieder Sitz eines r├Âmisch-katholischen Bischofs , dessen Bistum nunmehr dem Erzbistum Paderborn untersteht.

Magdeburg hat von 1990 bis 2005 rund 60.000 Einwohner verloren und ist von knapp 290.000 auf nunmehr 228.000 Einwohner geschrumpft. Dies stellt die Stadt vor gro├če Herausforderungen, da die zur Verf├╝gung stehenden Wohnfl├Ąchen den Bedarf weit ├╝bersteigen.

Hundertwassers Gr├╝ne Zitadelle
Hundertwassers Gr├╝ne Zitadelle

Mit dem Tunnel und der Neugestaltung am Universit├Ątsplatz, dem Neubau des Fu├čballstadions, der Sanierung des Breiten Weges und Otto-von-Guericke-Stra├če, der Sanierung der Freien Kammerspiele (jetzt schauspielhaus magdeburg), der Schlie├čung des Domplatzes, dem Neubau der Sternbr├╝cke, der Gr├╝nen Zitadelle und vielen anderen Projekten wurde das Stadtbild in den letzten Jahren stark aufgewertet. Der Breite Weg, vor dem Zweiten Weltkrieg eine der gr├Â├čten (l├Ąngsten) Einkaufsmeilen Europas, hat zumindest in der s├╝dlichen H├Ąlfte wieder etwas an Charme gewinnen k├Ânnen. Auch in anderen Teilen der Stadt wurden alte, in der DDR dem Verfall preisgegebene Bauten aus der Gr├╝nderzeit wieder hergerichtet. Magdeburg hat die h├Âchste Einkaufsfl├Ąche des Einzelhandels in Quadratmetern pro B├╝rgern in Deutschland.

2002 erh├Ąlt die Stadt die Goldmedaille, in den Jahren 2003-2005 die Silbermedaille beim Bundeswettbewerb Unsere Stadt bl├╝ht auf .

Am 3. Juni 2003 wurden von Arch├Ąologen Reste des ersten Magdeburger Domes freigelegt. 2003 begann auch der Bau der Gr├╝nen Zitadelle von Magdeburg, dem letzten Entwurf von Friedensreich Hundertwasser , welche im Oktober 2005 fertig gestellt wurde.

1200-j├Ąhriges Stadtjubil├Ąum

Mit zahlreichen Veranstaltungen, quer ├╝ber das Jahr 2005 verteilt, wurde unter dem Motto Magdeburg 12hundert das Jubil├Ąum der Stadt geb├╝hrend gefeiert. Zentrale Veranstaltung war der Festakt im Dom am 7. Mai 2005 mit der erstmaligen Verleihung des Kaiser-Otto-Preis der Stadt Magdeburg an Altbundespr├Ąsident Richard von Weizs├Ącker.

Des Weiteren fand in diesem Rahmen im Mai eine Magdeburger Himmelssinfonie unter Leitung des Lichtk├╝nstlers Gert Hof und LuminArte - Italienische Lichtkunst mit beleuchtete Skulpturen im Elbauenpark statt. Im Juni war die amerikanische Rockband R.E.M. auf dem Domplatz zu Gast und ein internationales Figurentheaterfestival wurde gefeiert. Im Juli war Magdeburg Schauplatz des 9. Sachsen-Anhalt-Tages, bei dem bekannte S├Ąnger, Imbissbuden und Jahrmarktattraktionen viele Menschen anlockten. Im August fand ein gro├čer Zapfenstreich auf dem Domplatz zu ehren der Stadt statt. Im Herbst 2005 klangen die Feierlichkeiten zum Jubil├Ąum dann mit dem Rathausfest und der Einweihung der Gr├╝nen Zitadelle am 3. Oktober aus.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen wurden in die Stadt Magdeburg eingegliedert:

  • 1867 : Sudenburg
  • 1886 : Neustadt (Stadt)
  • 1. April 1887 : Buckau (Stadt) (bis 1861 Kreis Wanzleben, dann Stadtkreis Magdeburg)
  • 1. April 1908 : Rothensee (Kreis Wolmirstedt)
  • 1. April 1910 : Cracau und Prester (Kreis Jerichow I), Fermersleben, Lemsdorf, Salbke, Westerh├╝sen (alle Kreis Wanzleben)
  • 1. April 1926 : Diesdorf (Kreis Wanzleben)
  • 1. Januar 1934 : Teile von Biederitz und G├╝bs (Kreis Jerichow I; G├╝bs geh├Ârte bereits von 1494 bis 1807 zu Magdeburg)
  • 1. Oktober 1942 : Teile von Barleben, Wolmirstedt und Glindenberg (alle Kreis Wolmirstedt)
  • 1952 : Gro├č Ottersleben
  • 1979 : Olvenstedt
  • 1993 : Pechau, Randau-Calenberge
  • 2001 : Beyendorf / Sohlen

Einwohnerentwicklung

Bev├Âlkerungsentwicklung
Bev├Âlkerungsentwicklung

1450 fordert in Magdeburg eine Pestepidemie 8.000 Tote und 1597 sterben beim Ausbruch der Pest 10.000 Menschen. Der starke R├╝ckgang der Einwohnerzahl bis 1639 auf nur noch 450 Bewohner ist auf die fast vollst├Ąndige Zerst├Ârung der Stadt w├Ąhrend der Kampfhandlungen im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg zur├╝ckzuf├╝hren. 1683 sterben an der Pest in Magdeburg 2.650 Menschen. Nach dem Edikt von Potsdam 1685 erlebte die Stadt einen starken Bev├Âlkerungszuwachs durch Einwanderer. Die Einwohnerzahl stieg von 5.000 im Jahre 1683 auf 13.000 im Jahre 1685. Eine Choleraepidemie 1831 forderte 3.577 Opfer.

Die Einwohnerzahl der Stadt Magdeburg stieg 1840 auf ├╝ber 50.000 und verdoppelte sich bis 1880 auf 100.000, wodurch sie zur Gro├čstadt wurde. 1939 erreichte die Bev├Âlkerungszahl mit rund 337.000 ihren historischen H├Âchststand. Von 1989 bis 2005 hat die Stadt aufgrund von Abwanderung, Suburbanisierung und Geburtenr├╝ckgang rund 60.000 Einwohner verloren und ist von ├╝ber 290.000 auf nunmehr 228.000 geschrumpft. F├╝r das Jahr 2020 wird eine Verringerung auf 197.000 Einwohner prognostiziert. Dieser Wert wird wohl nicht erreicht werden, da der R├╝ckgang der Einwohnerzahl zum Erliegen gekommen ist. Im Jahr 2005 wuchs die Bev├Âlkerungszahl um etwa 2100 Einwohner. Ein Gro├čteil (~1800 Personen) ist dabei auf die Einf├╝hrung der Zweitwohnungssteuer und der damit erfolgten statistischen Registerbereinigung zur├╝ckzuf├╝hren.

Die folgende ├ťbersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Sch├Ątzungen, danach um Volksz├Ąhlungsergebnisse (┬╣) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen ├ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bev├Âlkerung", ab 1925 auf die Wohnbev├Âlkerung und seit 1966 auf die "Bev├Âlkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1400 30.000
1450 22.000
1550 34.000
1620 25.000
1639 450
1681 7.700
1683 5.155
1685 13.000
1722 10.772
1740 18.000
1800 22.676
1815 28.276
1818 35.824
1. Dezember 1837 ┬╣ 42.000
1. Dezember 1840 ┬╣ 50.898
3. Dezember 1846 ┬╣ 55.800
3. Dezember 1855 ┬╣ 61.500
Jahr Einwohner
3. Dezember 1858 ┬╣ 66.100
3. Dezember 1861 ┬╣ 68.700
3. Dezember 1864 ┬╣ 70.100
3. Dezember 1867 ┬╣ 78.600
1. Dezember 1871 ┬╣ 84.401
1. Dezember 1875 ┬╣ 87.925
1. Dezember 1880 ┬╣ 97.539
1. Dezember 1885 ┬╣ 159.520
1. Dezember 1890 ┬╣ 202.234
2. Dezember 1895 ┬╣ 214.424
1. Dezember 1900 ┬╣ 229.667
1. Dezember 1905 ┬╣ 240.661
1. Dezember 1910 ┬╣ 279.629
1. Dezember 1916 ┬╣ 255.748
5. Dezember 1917 ┬╣ 251.693
8. Oktober 1919 ┬╣ 285.856
16. Juni 1925 ┬╣ 293.959
Jahr Einwohner
16. Juni 1933 ┬╣ 306.894
17. Mai 1939 ┬╣ 336.838
1. Dezember 1945 ┬╣ 225.030
29. Oktober 1946 ┬╣ 236.326
31. August 1950 ┬╣ 260.305
31. Dezember 1955 261.392
31. Dezember 1960 261.594
31. Dezember 1964 ┬╣ 265.091
1. Januar 1971 ┬╣ 272.237
31. Dezember 1975 277.656
31. Dezember 1981 ┬╣ 287.362
31. Dezember 1985 288.965
31. Dezember 1988 290.579
31. Dezember 1990 278.807
31. Dezember 1995 257.656
31. Dezember 2000 231.450
31. Dezember 2005 228.775

┬╣ Volksz├Ąhlungsergebnis


Tabelle zur demografischen Entwicklung

Entwicklung der Gesamtbev├Âlkerung und der Anteil der Altersgruppen von 1995 bis 2003:

Jahr Gesamt 0-14 15-64 > 65
1995 257.656 38.732 180.705 38.219
1996 251.031 35.988 176.579 38.464
1997 245.509 33.421 173.348 38.740
1998 239.462 31.150 169.355 38.957
1999 235.073 29.116 165.982 39.975
2000 231.450 27.282 162.918 41.250
2001 229.755 25.813 161.211 42.731
2002 228.170 24.514 159.591 44.065
2003 227.129 23.173 157.961 45.995

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt

Religionen

Die Stadt Magdeburg geh├Ârte anfangs zum Bistum Halberstadt. 936 wurde das St.-Moritz-Kloster in Magdeburg gegr├╝ndet, das 962 in ein Domstift umgewandet wurde. Damit wurde das Erzbistum Magdeburg gegr├╝ndet. Eine zweite Urkunde zur Gr├╝ndung des Bistums datiert von 968 . Zum Erzbistum Magdeburg geh├Ârten zun├Ąchst die Suffragane Merseburg, Zeitz-Naumburg, Mei├čen, Brandenburg und Havelberg, wobei Mei├čen im 15. Jahrhundert ausschied. 1521 wurde in Magdeburg die erste protestantische Predigt gehalten. Der Rat f├╝hrte alsbald in der gesamten Stadt die Reformation ein. 1563 trat auch der Erzbischof zur lutherischen Lehre ├╝ber und 1567 wurde auch im Dom die erste protestantische Predigt gehalten. Die wenigen in der Stadt noch verbliebenen Katholiken wurden vom Agnetenkloster in Neustadt versorgt. 1628 wurde das Kloster zu Unserer Lieben Frau in Magdeburg rekatholisiert. 1685 lie├čen sich reformierte Hugenotten in der Stadt nieder, 1689 reformierte Pf├Ąlzer, so dass alsbald auch 2 reformierte Gemeinden entstanden, die auch eigene politische Gemeinden bildeten. Nach dem ├ťbergang an Preu├čen und der Vereinigung von lutherischen und reformierten Gemeinden innerhalb Preu├čens zu einer einheitlichen Landeskirche 1817 ( Unierte Kirche ) geh├Ârten die protestantischen Gemeinden Magdeburgs zur "Evangelischen Kirche in Preu├čen" beziehungsweise deren Provinzialkirche Sachsen, deren Oberhaupt der jeweilige K├Ânig von Preu├čen als "summus episcopus" war. Nach Wegfall des landesherrlichen Kirchenregiments 1918 war die Provinzialkirche Sachsens Gr├╝ndungsmitglied der "Evangelischen Kirche der Altpreu├čischen Union" und 1947 wurde sie eine selbst├Ąndige Landeskirche ( Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen ) mit einem Bischof an der Spitze. Dessen Bischofskirche ist der Magdeburger Dom. Die protestantischen Kirchengemeinden Magdeburgs geh├Âren - sofern es sich nicht um Freikirchen handelt - zum Kirchenkreis Magdeburg innerhalb der Propstei Magdeburg-Halberstadt, deren Sitz sich ebenfalls in Magdeburg befindet.

Im 19. Jahrhundert vermehrte sich auch die Zahl der Katholiken . Sie geh├Ârten ab 1821 zum Bistum beziehungsweise ab 1929 Erzbistum Paderborn. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es f├╝r den Erzbischof immer schwerer, seine Amtsgesch├Ąfte im Ostteil seines Erzbistums wahrzunehmen. Daher wurde in Magdeburg 1946 ein Generalvikar eingesetzt, der 1949 zum Weihbischof ernannt wurde. Durch die Neuordnung der katholischen Kirche in der DDR wurden die Gebiete 1972 formell abgetrennt und zum Bisch├Âflichen Amt erhoben. Leiter dieses Amtes wurde ein Apostolischer Administrator mit dem Titel Bischof. Am 8. Juli 1994 wurde das bisherige Bisch├Âfliche Amt Magdeburg zum Bistum erhoben und (wieder) der Erzdi├Âzese Paderborn als Suffraganbistum unterstellt. Die Pfarrgemeinden Magdeburgs geh├Âren somit heute zum Dekanat Magdeburg innerhalb des gleichnamigen Bistums.

Neben den beiden "gro├čen Kirchen" (evangelisch: ca. 9%; r├Âmisch-katholisch: ca. 4%) gibt es in Magdeburg heute auch mehrere Freikirchen (ca. 0,7%) und sonstige religi├Âse Gruppierungen, darunter eine j├╝dische Gemeinde (ca. 0,3%). Die Gemeinde setzt sich haupts├Ąchlich aus Einwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion zusammen und hat ca. 800 Mitglieder und ist somit eine der gr├Â├čten Gemeinden Ostdeutschlands. Die meisten Einwohner sind jedoch konfessionslos (ca. 86%). Der auch in anderen Regionen bestehende allgemeine R├╝ckgang der Bedeutung der Kirchen, wurde in Ostdeutschland durch die deutliche Trennung von Kirche und Staat in der DDR noch versch├Ąrft, durch den die Kirchen stark an gesellschaftlicher Bedeutung verloren. Hinzu kamen Repressionen unterschiedlicher Intensit├Ąt durch die DDR-Staatsmacht.

Selbstverwaltung

An der Spitze der Stadt stand in Zeiten des Erzbistums Magdeburg ein vom Erzbischof eingesetzter Schulthei├č . Daneben bestand das "Burding", das Organ der B├╝rgergemeinde ohne besondere Befugnisse. Ab 1244 bestand ein Rat , der ab 1294 auch das Schulthei├čenamt erwerben konnte. In der Folgezeit konnte der Rat immer mehr Befugnisse an sich ziehen und die Stadt sich damit immer mehr vom Erzbistum l├Âsen, ohne jemals vollst├Ąndig frei zu werden. Das B├╝rgermeisteramt gab es erstmals 1302 . Im 15. Jahrhundert gab es einen regierenden Rat, einen alten Rat und einen oberalten Rat. Nach der Belagerung der Stadt durch Tilly im Jahre 1629 wurde die Verfassung ge├Ąndert. Neben dem Rat gab es 2 B├╝rgermeister, sp├Ąter 4 und ab 1683 in brandenburg-preu├čischer Zeit hatte der Rat 3 B├╝rgermeister, ├╝ber denen ein Stadtpr├Ąsident stand. Dieses Amt wurde 1743 wieder eingezogen. Ab 1815 wurde die preu├čische St├Ądteordnung eingef├╝hrt. Danach stand an der Spitze der Verwaltung ein Oberb├╝rgermeister und ein B├╝rgermeister als Vertreter. Daneben gab es die Stadtverordneten als gew├Ąhltes Gremium (sp├Ąter Stadtverordnetenversammlung). 1831 wurde die Verwaltung neu organisiert. W├Ąhrend der Zeit des Dritten Reiches wurde der Oberb├╝rgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches ├╝bernahmen zun├Ąchst die Besatzungstruppen die Ordnung in den deutschen St├Ądten und Gemeinden. Magdeburg war zun├Ąchst sowohl von amerikanischen (im Westteil) als auch von sowjetischen Truppen (├Âstlich der Elbe) besetzt. Die Amerikaner veranlassten im Mai 1945 die Neubildung des Magistrats und setzten den Sozialdemokraten Otto Baer als B├╝rgermeister ein. Obwohl die Sowjets in ihrem Teil Magdeburgs den parteilosen Trumpa als provisorischen B├╝rgermeister berufen hatten, best├Ątigten sie nach dem Abzug der Amerikaner aus Ostdeutschland Otto Baer als B├╝rgermeister f├╝r ganz Magdeburg. Am 8. September 1946 wurden nach einer Verordnung der Provinzialregierung Wahlen zu den Gemeindeparlamenten in Sachsen-Anhalt durchgef├╝hrt. Zuvor hatten die Sowjets in ihrem Herrschaftsbereich die Kommunisten in besonderem Ma├če gef├Ârdert, und die Vereinigung von KPD und SPD zur kommunistisch dominierten SED war vollzogen wurden. Unter diesen Vorzeichen errang die SED bei den Wahlen zum Magdeburger Stadtparlament mit 51,3 % die absoluten Mehrheit. Als neuer B├╝rgermeister wurde Rudolf Eberhard (SED) von den Stadtverordneten gew├Ąhlt, der jedoch 1950 wegen politischer Unzuverl├Ąssigkeit wieder abgesetzt und durch Philipp Daub ersetzt wurde. Die ersten freien Wahlen f├╝r ein Magdeburger Stadtparlament nach den Jahren der Nazi- und SED-Herrschaft fanden am 6. Mai 1990 statt, die SPD wurde mit 32,98 % st├Ąrkste Fraktion im Stadtrat. Im selben Jahr w├Ąhlte der Stadtrat Dr. Willy Polte zum ersten Oberb├╝rgermeister nach der Wende. Seit 1993 wird der Oberb├╝rgermeister direkt von den Magdeburger Wahlberechtigten gew├Ąhlt.

Sitzverteilung im Stadtrat seit 2004:

PDS CDU SPD GR├ťNE FDP future! BfM Die Tierschutzpartei Gesamt
2004 17 14 13 4 4 2 1 1 56

Oberb├╝rgermeister seit 1808

  • 1808 - 1814 : Graf von Blumenthal (Maire 1808-1809) sowie Ludwig N├Âldechen, Georg Werner Albert Oppermann, Karl Georg Heinrich Schauer und Johann Karl Bonte (alle von 1808-1814)
  • 1814 - 1817 : Ludwig N├Âldechen , Vizeb├╝rgermeister
  • 1817 - 1848 : August Wilhelm Francke
  • 1848 - 1851 : Behrens, stellvertretender B├╝rgermeister
  • 1851 - 1880 : Carl Gustav Friedrich Hasselbach, bis 1853 1. B├╝rgermeister, dann Oberb├╝rgermeister
  • 1882 - 1895 : Dr. Friedrich Heinrich Julius B├Âtticher
  • 1895 - 1906 : Gustav Schneider
  • 1906 - 1910 : Dr. August Lentze
  • 1910 - 1919 : Hermann Reimarus
  • 1919 - 1931 : Hermann Beims ( SPD )
  • 1931 - 1933 : Dr. Ernst Reuter ( SPD )
  • 1933 - 1945 : Dr. Fritz Markmann ( NSDAP )
  • 1945 - 1946 : Otto Baer ( SPD )
  • 1946 - 1950 : Rudolf Eberhard ( SED )
  • 1950 - 1961 : Philipp Daub ( SED )
  • 1961 - 1965 : Friedrich Sonnemann
  • 1965 - 1989 : Werner Herzig ( SED )
  • 1989 - 1990 : Dr. Werner Nothe
  • 1990 - 2001 : Dr. Willi Polte ( SPD )
  • 2001 - heute: Dr. Lutz Tr├╝mper ( SPD )

Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung/des Stadtrates

  • 1832 - 1836 : Carl August Lau├ę
  • 1867 - 1893 : Conrad Listemann ( NLP )
  • 1893 - 1906 : Werner Fritze
  • 1907 - 1919 : Friedrich Robert Emanuel Baensch
  • 1920 - 1933 : Otto Baer ( SPD )
  • 1933 - 1933: Dr. Gustav Gr├╝├čner
  • 1990 - 1999 : Konrad Mieth ( SPD )
  • 1999 - 2004 : Gerhard Heinl ( CDU )
  • 2004 - 2005 : Falko Balzer ( SPD )
  • 2005 - bis heute: Jens Ansorge ( CDU )

Wappen

Das Wappen der Stadt Magdeburg zeigt in Silber eine zweit├╝rmige gezinnte rote Burg mit ge├Âffnetem goldenen Tor, zwischen den T├╝rmen wachsend eine gr├╝ngekleidete Jungfrau (Magd), in der erhobenen Rechten einen gr├╝nen Kranz haltend. Die Stadtfarben sind gr├╝n-rot.

Das Wappen ist "redend", das hei├čt die Wappensymbole Magd und Burg spiegeln die volksetymologische Herleitung des Namens wider. Beide Symbole sind schon in alten Siegeln der Stadt aus dem 13. Jahrhundert nachweisbar, wobei der Kranz als Zeichen der Reinheit erst sp├Ąter hinzu kam.

St├Ądtepartnerschaften

Magdeburg unterh├Ąlt mit folgenden St├Ądten eine St├Ądtepartnerschaft :

  • Sarajevo ( Bosnien und Herzegowina ), seit 1977
  • Braunschweig (Niedersachsen), seit 1987
  • Nashville , Bundesstaat Tennessee ( USA ), seit 2003

Bis 1996 bestanden dar├╝ber hinaus Partnerschaftsvertr├Ąge mit Donezk (Ukraine, seit 1962), Kayes (Mali, seit 1966), Hradec Kralove (Tschechien, seit 1972), Setubal (Portugal, seit 1976), Li├Ęge /L├╝ttich (Belgien, seit 1978), Valencia (Spanien, seit 1981), Turin (Italien, seit 1983) und Nagasaki (Japan, seit 1987). Seinerzeit beschloss der Stadtrat jedoch diese Partnerschaftsvertr├Ąge zu l├Âsen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Wasserstra├čenkreuz bei Magdeburg
Wasserstra├čenkreuz bei Magdeburg

Magdeburg besitzt einen Binnenhafen an Elbe und Mittellandkanal . Gemeinsam mit dem Schiffshebewerk , der Trogbr├╝cke und den beiden Doppelsparschleusen bilden sie das gr├Â├čte Wasserstra├čenkreuz Europas.
Die Stadt liegt auch an den Eisenbahnhauptstrecken Hannover -Magdeburg-Berlin, Wittenberge-Halle (Saale) und an verschiedenen Nebenstrecken, die im Hauptbahnhof zusammentreffen. Die beiden zum Eisenbahnknotenpunkt geh├Ârenden Rangierbahnh├Âfe Magdeburg-Rothensee und Magdeburg-Buckau sind jedoch stillgelegt worden. In und um Magdeburg wird eine S-Bahn betrieben, das zusammen mit einem Stra├čenbahn - und Busliniennetz der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) den ├ľPNV versorgt. Alle Linien im Stadtgebiet sind zu einheitlichen Preisen benutzbar.

Durch das n├Ârdliche Stadtgebiet f├╝hrt die Bundesautobahn A 2 Hannover-Berlin, die im Nordwesten ( Autobahnkreuz Magdeburg) von der A 14 gekreuzt wird, welche nur wenige Kilometer n├Ârdlich beginnt und in Richtung S├╝dosten nach Halle-Leipzig f├╝hrt.

S├╝dlich der Stadt befindet sich der Flugplatz Magdeburg .

Zu den Stra├čennamen in Magdeburg und deren Entwicklung und Bedeutung siehe Magdeburger Stra├čen.

Medien

In Magdeburg befindet sich das Landesfunkhaus Sachsen-Anhalt des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Als Tageszeitung erscheint die Magdeburger Volksstimme. Au├čerdem gibt es den Regionalfernsehsender (ehm. Lokalsender) MDF.1 . Zwei private H├Ârfunkprogramme werden im Hansapark produziert: radio SAW, ein landesweites Radioprogramm, und Rockland Sachsen-Anhalt, ein H├Ârfunkprogramm mit dem Schwerpunkt Rockmusik . Informationen ├╝ber Veranstaltungen, Konzerte etc. finden sich im kostenlosen Stadtmagazin DATEs oder online unter nachtlebenMD.de.

├ľffentliche Einrichtungen

Magdeburg ist Sitz folgender Einrichtungen, Institutionen und K├Ârperschaften des ├Âffentlichen Rechts :

  • Bistum Magdeburg
  • Bundesverm├Âgensamt Magdeburg
  • Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen
  • Handwerkskammer Magdeburg
  • Hauptzollamt Magdeburg
  • IHK Magdeburg
  • Kreiswehrersatzamt Magdeburg
  • Oberfinanzdirektion des Bundes
  • Pr├╝fungsamt des Bundes Magdeburg (eines von 9 Pr├╝fungs├Ąmter)
  • Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost
  • Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg
  • Wasserstra├čenneubauamt Magdeburg

Fachklinik Alte ├ľhlm├╝hle (f├╝r Suchterkrankungen)

Internationale Organisationen

Die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE) hat ihren Sitz in Magdeburg.

1991 wurde die Telemann-Gesellschaft e.V. (Internationale Vereinigung) in Magdeburg gegr├╝ndet und hat hier ihren Sitz.

Bildung und Forschung

  • Otto-von-Guericke-Universit├Ąt : Die nach dem Magdeburger Erfinder, Naturforscher und B├╝rgermeister benannte Universit├Ąt wurde 1953 als Hochschule f├╝r Schwermaschinenbau gegr├╝ndet und erhielt 1961 den Status einer Technischen Hochschule. 1993 erhielt sie durch die Zusammenlegung mit der p├Ądagogischen Hochschule und der Medizinische Akademie den Status einer Universit├Ąt. Damit geh├Ârt sie zu den j├╝ngsten Universit├Ąten Deutschlands.
  • Hochschule Magdeburg-Stendal (FH): Die Hochschule (ehemals Fachhochschule Magdeburg) wurde 1991 gegr├╝ndet und f├╝hrt eine hundertj├Ąhrige Tradition als Ausbildungsst├Ątte von Ingenieuren fort.
  • Max-Planck-Institut f├╝r Dynamik komplexer technischer Systeme
  • Fraunhofer-Institut f├╝r Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF)" http://www.iff.fraunhofer.de "
  • ZENIT - Zentrum f├╝r Neurowissenschaftliche Innovation und Technologie
  • Leibniz-Institut f├╝r Neurobiologie
  • UFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle : Das UFZ, gegr├╝ndet 1991, ist eines von 15 Helmholtz-Zentren. UFZ-Wissenschaftler erforschen die komplexen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt in genutzten und gest├Ârten Landschaften.

Die Stadt Magdeburg betreibt zusammen mit der Otto-von-Guericke-Universit├Ąt, der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) und den Studentenr├Ąten beider wissenschaftlichen Institutionen ein Vorhaben, das so in Deutschland wahrscheinlich einmalig ist: Das Studentenportal WebUni.de. Dieser virtuelle Campus f├Ârdert das soziale Leben der Studenten.

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Magdeburger Dom
Magdeburger Dom
Bild:Wallonerkirche (St. Augustini).jpg
Kloster unser Lieben Frauen
Kloster unser Lieben Frauen
Magdeburger Reiter
Magdeburger Reiter
Hubbr├╝cke ├╝ber die Elbe
Hubbr├╝cke ├╝ber die Elbe

Die bedeutendsten Sehensw├╝rdigkeiten befinden sich im Stadtzentrum zwischen Rathaus , Dom, Ulrichplatz und Elbe (Schleinufer).

Theater

  • theatermagdeburg (Schauspiel, Oper, Philharmonie, Ballett, theater f├╝r junge zuschauer)
  • St├Ądtisches Puppentheater Magdeburg
  • Theater an der Angel
  • Improvisationstheater Hechtsprung

Kabarett

  • "Die Kugelblitze"
  • Magdeburger Zwickm├╝hle (politisch-satirisches Kabarett)

Museen

  • Kulturhistorisches Museum Magdeburg
  • Museum f├╝r Naturkunde Magdeburg
  • Technikmuseum Magdeburg
  • Kunstmuseum Magdeburg
  • Galerie 1200 - Magdeburg 12hundert Fotografien
  • Jahrtausendturm - 6000 Jahre Forschungs- und Entwicklungsgeschichte der Menschheit
  • Schulmuseum Magdeburg
  • Museumsschiff W├╝rttemberg mit Museum zur Geschichte der Elbschifffahrt
  • Historische Schiffm├╝hle am Petrif├Ârder
  • Steinzeithaus Randau
  • slawisches Dorf Pechau - "Die Besiedlung des ostelbischen Raumes vom 8. - 12. Jahrhundert"

Bauwerke

  • Magdeburger Dom, das Wahrzeichen der Stadt, Bischofskirche der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen
  • Sonstige Kirchen:
    • Johanniskirche mit Lutherdenkmal (in den 90er Jahren renoviert)
    • Kloster Unser Lieben Frauen
    • Petrikirche Magdeburg
    • Magdalenenkapelle Magdeburg
    • St.-Sebastian-Kirche Magdeburg , seit 1994 r├Âmisch-katholische Bischofskirche des Bistums Magdeburg
    • Wallonerkirche Magdeburg (St. Augustini)
    • Sankt Ambrosius Magdeburg
    • Sankt Eustachius und Agatha Magdeburg
    • Sankt Laurentius Magdeburg
    • Sankt Nicolai-Kirche Magdeburg
    • Sankt Stepanus Magdeburg
    • Sankt Gertraud Magdeburg
    • Martin-Gallus
    • St. Stephani / St. Johann der T├Ąufer
    • St. Briccius und Immanuel
    • Pauluskirche Magdeburg
    • Kreuzkirche Magdeburg
    • Reformationskirche Magdeburg
    • Sankt Mechthild-Kirche Magdeburg
  • Rathaus Magdeburg mit Ratskeller
  • " Magdeburger Reiter ", um 1240, erstes freistehendes Reiterstandbild n├Ârdlich der Alpen. Dargestellt ist wahrscheinlich Kaiser Otto I.
  • Hasselbachplatz, die Kneipenecke der Stadt mit vielen Gr├╝nderzeith├Ąusern
  • Hegelstra├če, prachtvolle Wohnstra├če mit Gr├╝nderzeitvillen und -h├Ąusern, fast vollst├Ąndig saniert
  • Hubbr├╝cke und die 2005 wiederaufgebaute Sternbr├╝cke
  • Mehrzweckhalle Hyparschale im Stadtpark Rotehorn
  • Jahrtausendturm, das h├Âchste Holzgeb├Ąude der Welt (Ausstellung zu 6000 Jahre Menschheitsgeschichte) im Elbauenpark, dem ehemaligen Bundesgartenschau -Gel├Ąnde (BUGA-Gel├Ąnde)
  • Die Gr├╝ne Zitadelle von Magdeburg , letztes Architekturprojekt Friedensreich Hundertwassers (ÔÇá 2000).
  • Faunenbrunnen von Heinrich Apel in der 1263 erstmals urkundlich erw├Ąhnten Leiterstra├če, einer der ├Ąltesten Gesch├Ąftsstra├čen Magdeburgs.
Faunenbrunnen
Faunenbrunnen
  • Enercon Verwaltungsgeb├Ąude (im Bau befindlich)

Sonstige Sehensw├╝rdigkeiten

Gro├če Einkaufszentren

Magdeburg wird gepr├Ągt durch gr├Â├čtenteils nach der Wende aus dem Boden gestampften Shopping Malls . Historisch gewachsene Einzelhandelsstrukturen finden sich weniger als in anderen St├Ądten gleicher Gr├Â├čenordnung.

Innenstadt

  • Allee-Center
  • City Carr├ę
  • Ulrichshaus
  • (Karstadt)

Vorst├Ądte und Stadtrand

  • B├Ârdepark
  • Florapark
  • Pfahlberg

Freizeit & Sport

Der Jahrtausendturm im Elbauenpark
Der Jahrtausendturm im Elbauenpark
"Der F├Ąhrmann" und Reliefs mit Szenen der Stadtgeschichte an der Elbuferpromenade
"Der F├Ąhrmann" und Reliefs mit Szenen der Stadtgeschichte an der Elbuferpromenade

Bis auf den Elbauenpark sind alle Parks ├Âffentlich und k├Ânnen kostenlos betreten werden.

Veranstaltungsorte

  • B├Ârdelandhalle - gr├Â├čte Mehrzweckhalle Sachsen-Anhalts, eine der modernsten in Deutschland
  • AMO - Kultur- und Kongresshaus
  • Stadthalle
  • Johanniskirche
  • Seeb├╝hne im Elbauenpark
  • MESSE MAGDEBURG
  • Pauluskirche (Regelm├Ą├čiger Auftrittsort des Magdeburger Kantatenchores)

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

  • M├Ąrz/April: Magdeburger Telemann-Festtage (gerade Jahre), Internationaler Telemann-Wettbewerb (ungerade Jahre), Orgelfesttage im Kloster, Fr├╝hjahrsmesse
  • Mai: Magdeburger Literaturwochen, Elbauennacht
  • Pfingstwochenende: Stadtfest (gr├Â├čtes Volksfest der Stadt)
  • Juni: Historienspektakel
  • Juli/August: Kreuzgangserenaden im Dom, Sommer-Open-Air des theatermagdeburg auf der Seeb├╝hne
  • August: BallonMagie-Tage im Elbauenpark
  • September: Landeserntedankfest, Herbstmesse, Jazzfestival DIAGONALE, Kunstfestival Magdeburg
  • Oktober: Kulturfesttage, Drachenfest und Lichterfest
  • Dezember: Weihnachtsmarkt

Pers├Ânlichkeiten

Ehrenb├╝rger

Siehe: Liste der Ehrenb├╝rger von Magdeburg

Magdeburger Originale

Der Schlackaffe ist das wohl bekannteste Magdeburger Original. Anfang des letzten Jahrhunderts strich er durch die Magdeburger elbnahe Innenstadt und handelte mit Elbfischen. Typisch war sein speckiger Mantel mit den gro├čen Taschen, in denen er die Fische transportierte. Dementsprechend roch er auch.

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

Siehe Liste_Pers├Ânlichkeiten_(Magdeburg).

Weitere Pers├Ânlichkeiten mit Bezug zu Magdeburg

Siehe Liste_Pers├Ânlichkeiten_(Magdeburg)

Literatur

  • Erich Keyser (Hsg.): Deutsches St├Ądtebuch. Handbuch st├Ądtischer Geschichte Band II Mitteldeutschland - Im Auftrag der Konferenz der landesgeschichtlichen Kommissionen Deutschlands mit der Unterst├╝tzung des Deutschen Gemeindetages, , Stuttgart, 1941
  • Matthias Puhle (Hsg.): Magdeburg 1200. Mittelalterliche Metropole, Preu├čische Festung, Landeshauptstadt. Die Geschichte der Stadt von 805 bis 2005. (Ausstellung des Kulturhistorischen Museums Magdeburg 8. Mai bis 4. September 2005) ISBN 3-8062-1933-8

siehe auch

  • Magdeburger Centurien -

Weblinks

Wiktionary: Magdeburg ÔÇô Wortherkunft, Synonyme und ├ťbersetzungen

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Classik Hotel Magdeburg 39120 Magdeburg http://www.classik-hotel.de  0391 / 62 90-0
Upstalsboom Hotel Ratswaage 39104 Magdeburg http://www.ratswaage.de/ Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40391 / 59 26 0
Residenz Joop Partner of Sorat Hotels 39112 Magdeburg http://www.residenzjoop.de/deutsch/ Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 5Kategorie: 50391 / 62 62 0
Scivias 39112 Magdeburg http://www.hotel-scivias.de/  0391 / 625 26 - 0
Maritim 39104 Magdeburg http://www.maritim.de/typo3/index.php?id=696 Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40391 / 5949-0
Geheimer Rat von G 39108 Magdeburg http://www.geheimer-rat-von-g.de/  0391 / 73803
InterCityHotel Magdeburg 39104 Magdeburg http://www.intercityhotel.de/intercityhotel/view/hotelinformationen/magdeburg.sh  03 91 / 5 96 20
Herrenkrug Parkhotel City Line & Country Line Hote 39114 Magdeburg http://www.herrenkrug.de/ Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40391 / 85 08 0
Plaza 39112 Magdeburg http://www.alemannia-hotels.de/cms.php?HOID=6 Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40391 / 6051-0
Sudenburger Hof 39112 Magdeburg http://www.sudenburger-hof.de/ Kategorie: 2Kategorie: 20391 / 611 99 99
Alt Prester 39114 Magdeburg http://www.hotel-alt-prester.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 3039181 / 93-0
Treff Hansa Hotel 39116 Magdeburg http://www.treff-hotels.de/cgi-bin/hotel.cgi?TCODE=HTZMGMA Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40391 / 6 36 30
Sleep & Go 39106 Magdeburg http://www.hotel-sleep-and-go.de/ Kategorie: 2Kategorie: 20391 / 537791
Stadtfeld 39108 Magdeburg http://www.hotelstadtfeld.de/  0391 / 5 06 66 - 0

Weitere Artikel aus der Umgebung

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Magdeburg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Magdeburg verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de