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Letzte Änderung für Artikel Wittenberger Bewegung: 02.12.2005 12:34

Wittenberger Bewegung

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Die Wittenberger Bewegung war ein Ausgangspunkt zur Ausbreitung der Reformation .

Situation

Als sich Martin Luther vom 4. Mai 1521 bis zum 3. M├Ąrz 1522 auf der Wartburg aufhielt und das Neue Testament ├╝bersetzte, versuchte einige seiner Anh├Ąnger die Konsequenzen aus seinen Programmschriften von 1520 zu ziehen. Dies galt f├╝r die Messe, das Z├Âlibat der Priester und die M├Ânchsgel├╝bde. Im Mai 1521 heiratete Bartholom├Ąus Bernhardi . Viele andere Priester folgten diesem Beispiel. Luther begr├╝├čte diese Entwicklung, hatte er doch in seiner Adelsschrift ausdr├╝cklich festgestellt, dass das Gebot der Ehelosigkeit der Priester gegen die Schrift versto├če (1 Tim 3,2; 4,3).

Anders verhielt es sich bei den M├Ânchsgel├╝bden. Andreas Bodenstein und auch Philipp Melanchthon hatten erkl├Ąrt, Gel├╝bde, die man nicht halten k├Ânne, h├Ątten keinen Verpflichtungscharakter. Martin Luther sah hier einen Unterschied zwischen Z├Âlibat und M├Ânchsgel├╝bde und rang um die rechte Begr├╝ndung f├╝r einen Klosteraustritt. Nachdem Luthers Ordensbruder Gabriel Zwilling im Oktober 1521 heftig gegen die Gel├╝bde gepredigt hatte, verlie├čen 15 von 40 Augustinern das Kloster.

Im November 1521 entstand Luthers Schrift De votis monasticis ... iudicium. Darin fand er die L├Âsung der Gel├╝bdefrage in der Freiheit des Evangeliums. Er hielt dabei fest, das ein Gel├╝bde, das gegen die evangelische Freiheit versto├če, nichtig sei, wenn es unter der Voraussetzung abgelegt worden ist, dass der Ordensstand notwendig sei, um Gerechtigkeit und Heil zu finden. Diese sind nur im Glauben an Christus zu erlangen, nicht im Vertrauen auf das eigene Werk des Gel├╝bdes. Gel├╝bde k├Ânne man nur leisten vorbehaltlich der Freiheit, das Klosterleben wieder aufzugeben, andernfalls w├Ąren die Gel├╝bde, von Menschen gesetzte Bedingungen f├╝r das von Gott geschenkte Heil.

Auch in der Ordnung des Gottesdienstes wurden in Wittenberg ├änderungen durchgef├╝hrt. Andreas Bodenstein feierte Weihnachten 1521 mit ├╝ber 2000 Gl├Ąubigen das Abendmahl in beiderlei Gestalt. Die lateinische Sprache wurde durch die deutsche ersetzt und Bodenstein zelebrierte in weltlicher Kleidung. Zur gleichen Zeit wurden in Wittenberg die privaten Messen abgeschafft, die Beichte f├╝r unn├Âtig erkl├Ąrt und die Fastengeboten ebenfalls als ├╝berfl├╝ssig angesehen. Des Weiteren forderte Bodenstein die Abschaffung der Bilder und Seitenalt├Ąre, was den Bildersturm hervorrief.

Der Rat der Stadt und die lutherisch gesinnten Universit├Ątslehrer fassten die kultischen Neuerungen im Januar 1522 in der Wittenberger Reformordnung zusammen. In ihr war auch festgelegt, dass der Kirchen- und Klosterbesitz in Gemeingut ├╝bergef├╝hrt werden sollte. F├╝r diese G├╝ter wurden der Gemeine Kasten eingef├╝hrt, aus dem die Sozialf├╝rsorge f├╝r die Armen und Schwachen bestritten werden sollte. Wobei der s├Ąchsische Kurf├╝rst Friedrich der Weise nicht mit den Reformen einverstanden war. Dies verst├Ąrkte sich als die Zwickauer Propheten mit ihren Predigten in der Stadt Wittenberg f├╝r Unruhe sorgten.

In ihren Predigten beriefen Sie sich auf den unmittelbaren Geistbesitz und schrieben ihm eine gr├Â├čere Bedeutung zu als der Schrift. Daraufhin berief man Martin Luther von der Wartburg. Ab dem 9. M├Ąrz 1522 predigte Luther mit Invocavitpredigten in der Stadtkirche zu den Themen der Abschaffung der Messe, der Einf├╝hrung der Priesterehe, der Aufhebung der Fastengebote, vom Abtun der Bilder und dem Abendmahl in beiderlei Gestalt. Er erkennt dabei diese Reformen als berechtigt und als Frucht seiner eigenen Gedanken an, er kritisiert jedoch die Durchsetzung der Reformen. Bei der Durchf├╝hrung solcher Reformen m├╝sse man auf die Schwachen, die noch am Hergebrachten h├Ąngen, R├╝cksicht nehmen. Die Gl├Ąubigen seien auf die Reformen noch nicht vorbereitet. Luther gelingt es, die alte Ordnung in Wittenberg wieder herzustellen. Erst 1526 wird seine eigene deutsche Messordnung, die sich weitgehend an das r├Âmische Vorbild h├Ąlt, in Wittenberg offiziell eingef├╝hrt. Zuvor hatte er bereits die lateinische Messe vom Opfergedanken gereinigt (1523), in dem er die Offertoriumsgebete strich und den Messkanon auf die Einsetzungsworte reduzierte. Gleichzeitig wurde das Abendmahl in beiden Gestalt eingef├╝hrt.

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